Wieso Guerilla?!

Willkommen auf Finanzguerilla.de, schön dass du hier bist! Wenn du neu auf dieser Seite bist, kannst du erstmal im Folgenden nachlesen, worum es auf dieser Seite geht, welche Ziele und Intentionen ich mit dieser Webseite verfolge und  wofür sie insgesamt steht.

Ein Finanzguerilla sein – Oder warum finanzielle Bildung so wichtig ist

Finanzielle Bildung ist heutzutage wichtiger denn je in der Menschheitsgeschichte. Nachfolgend möchte ich erklären, was der Sinn dieser Webseite ist, woher der Name stammt und meine Motivation dahinter. Ich bitte bereits im Vorfeld um Entschuldigung, dass ich auch meine eigenen Ansichten mit einbringe, die auch teils politischer Natur sind.

Aber wenn es um meine Motivation geht, kann ich dies nicht anders bewerkstelligen. Dennoch soll diese Webseite keine politische Webseite sein. Dennoch besteht aber ein starker Fokus auf der persönlichen Freiheit jedes einzelnen (eben mit Ausnahme dieses Artikels ;-)). Finanzielle Freiheit durch finanzielle Bildung erreichen, darum geht es hier. Nun aber los…

Krieg am Kapitalmarkt

Auf dem Kapitalmarkt herrscht Krieg. Zahlreiche Klein- und Privatanleger haben schon aus Unwissenheit ihr Vermögen an der Börse verloren, großinstitutionelle Investoren reiben sich die Hände angesichts dieses Dilettantentums deutscher Anleger.  Des Einen Misserfolg ist stets des Anderen Erfolg. Wo Jemand Geld verliert, gewinnt ein Anderer welches. Manche bezeichnen die Börse daher auch gerne als Haifischbecken, in welches man sich nicht unbewaffnet hineinwagen sollte, ich würde wie gesagt eher zum Begriff Schlachtfeld tendieren.

Eine Waffe muss also her wenn man mitspielen und vor allem mithalten möchte. Die einzige wirklich für Jedermann(!) wichtige Waffe hierzu heißt:

Finanzielle Bildung!

Keine Ausreden mehr wie „Finanzen interessieren mich nicht„, „da soll sich mein Bankberater drum kümmern…„, „es gibt wichtigeres als Geld“ und ähnliche.

Was meine ich damit? Nunja, schau dir mal dieses Bild an und analysiere dich selbst, ob du dich selbst oder eine dir nahestehende Person in dem einen oder anderen Statement selbst erkennst (oder deinen Freundeskreis, Familienangehörige, Ausbilder, Lehrer…). Ich würde wetten, dass dies der Fall ist:

Finanzielle Bildung - Finanzielle Freiheit - Finanzielle Eigenverantwortung

Na, entsteht in dir gerade ein ungutes Gefühl in der Magengegend oder gar Abneigung gegen mich als Verfasser dieses Artikels oder gegen diese Webseite insgesamt? Sehr gut! Du erkennst vielleicht gerade, dass du in deinem Leben bisher ziemlich verarscht wurdest, bzw. die Gesellschaft dich bewusst im Unklaren gelassen haben könnte über ein wesentliches Thema, dem du trotzdem tagtäglich und überall begegnest.

Dem Thema Geld bzw. finanzielle Bildung. Also dem Wissen über Finanzen, Wirtschaft, Börse, Unternehmertum oder ganz allgemein: über wirtschaftliche Eigenverantwortung.

Oder wie oft wurde dir in der Schule beigebracht wie man seine Steuererklärung macht? Wie man sich als Unternehmer selbstständig macht und volle Eigenverantwortung für sich und sein Leben übernimmt? Was eine Bilanz ist? Wie der Finanzmarkt funktioniert? Was Wirtschaft und Wertschöpfung insgesamt überhaupt bedeutet? Kurzum: Wurdest du finanziell gebildet?

Lass mich raten, genauso wenig wie es bei mir selbst in der Schulzeit im Gymnasium der Fall war. Eher wird einem Karl Marx nahegebracht und eher kapitalismuskritische „linksorientierte Akademikerbildung“ vermittelt, mit der man allenfalls etwas bei Gesprächen in einer angesagten Hipster-Kneipe in Berlin anfangen kann, während man das neueste Craft-Beer süffelt und über Nichtigkeiten philosophiert. Finanzielle Bildung? Fehlanzeige. Aber wieso könnte das so sein?


Das System will dich klein halten

Böse Zungen (denen ich mich inzwischen aber auch anschließe) behaupten ja, dass das alles System hat. Die Schule und das gesamte Bildungssystem sind darauf ausgerichtet, dich zum braven produktiven Zahnrad in der Gesellschaft zu erziehen, vorzugsweise in einer Angestelltentätigkeit. Du sollst dich nicht selbst verwirklichen, selbstständiger Unternehmer werden oder insgesamt sogar ein glückliches Leben ohne Konsum führen. Das ist alles nicht gewollt für dich! Finanzielle Bildung ist für dich nicht vorgesehen. Aber warum sollte die Gesellschaft das wollen?

Darum will das System, dass du unglücklich bist und bleibst

Bist du angestellt, so bist du abhängig von der Firma, deinem Chef, deiner Institution oder dem Staat (falls du im öffentlichen Dienst arbeitest). Diese Abhängigkeit ist systemseits gewollt, weil du dich dadurch besser fügst, manipulierbarer bist und du stetig eine gewisse Existenzangst in dir trägst, die dich schizophrener Weise gleichzeitig zum besseren Konsumenten macht, aber auch innerlich lähmt. Parallel dazu macht dir dein bisheriger Job vielleicht gar keinen Spaß (mehr) und du erwischst dich bereits Montags dabei, dich auf das nächste Wochenende, deinen Urlaub oder die Rente zu freuen und entsprechend die Tage bis dahin zu zählen. Finanzielle Bildung ist ebenfalls kaum oder gar nicht vorhanden bzw. du hast dich bisher noch nicht ernsthaft mit dem Thema beschäftigt.

In der Zwischenzeit verbringst du 5 Tage à 35-40 Stunden deiner Lebenszeit Woche für Woche in einer Tätigkeit, die dir gar keinen Spaß (mehr) macht, nur um 1,5 oder 2,5 Tage am Wochenende wieder dein Leben zu genießen und ordentlich reinzuhauen. Irgendwie krank oder?!

Psychische Krankheiten durch das „Standardleben“ in Angst

Burn Out und Depressionen sind die logischen Folgen. Das alles würde bedeuten, dass du dich im Hamsterrad befindest und ich hoffe sehr, dass es auf dich so nicht zutrifft. Im Hamsterrad funktionierst du nur noch, lebst aber nicht mehr (nein, da hilft auch kein positiver Ausspruch wie YOLO oder das jährliche Saufgelage auf dem Ballermann, das Problem sitzt wesentlich tiefer…).

Du hast deinen inneren Kompass verloren und dich den Gegebenheiten und den Dogmen deiner Erziehung angepasst. Dass du dich fügst und nicht aufbegehrst, liegt einzig und alleine an deiner Angst. Dass die Deutschen in der Hinsicht außergewöhnlich ängstlich sind, ist international bekannt und zeigt sich alleine schon anhand des feststehenden Begriffes „The German Angst“ . Hier besteht also dringend Handlungsbedarf.

Nicht erst seit dem Aufkommen totalitärer Systeme weiß man, dass Angst das mächtigste Werkzeug ist, um Menschen(massen) unter Kontrolle zu halten und zu manipulieren. Autokraten nutzen diesen Umstand auch Heute noch. Die (Existenz)angst in der heutigen Gesellschaft ist zwar wesentlich subtiler als die Angst um das eigene Leben (siehe Drittes Reich oder DDR), aber mindestens genauso verheerend in ihren Auswirkungen auf deine individuelle Lebensführung, nur vollzieht sie sich wesentlich schleichender, manchmal sogar ohne dass Betroffene sie realisieren.

Gesellschaftliches Hamsterrad bedeutet: Du machst Schritte vorwärts (Gehaltserhöhung, Beförderung, Abteilungswechsel usw.), kommst in deinem Leben und deiner Persönlichkeit aber trotzdem nicht wirklich weiter. (Ganz nebenbei ein in diesem Zusammenhang geniales Buch, welches das System hinter unserer gesellschaftlichen Programmierung haarklein erläutert und ein regelrechter Eye-Opener ist und aufzeigt wie du daraus ausbrechen kannst: Rich Dad Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen).*

Was die Gesellschaft, das Bildungssystem, Politiker und sämtliche auf das Hamsterrad konditionierte Personen von dir erwarten:

  • Mach eine Ausbildung mit möglichst guten Noten oder studiere
  • Finde einen gut bezahlten Job, in dem du bis zur Rente arbeitest
  • Zahle brav deine Steuern
  • Schließe einen Bausparvertrag oder eine Lebensversicherung ab (Motiv: hält dich langfristig in der Spur)
  • sei eher negativ und ängstlich vom Mindset (bessere Konsumenten)
  • Betrachtet das Thema Finanzen und Geld als negativ besetzt (es könnte ja der Schlüssel zu deiner Freiheit und Unabhängigkeit sein) anstatt als neutral und emotionslos
  • Tausche bei deiner Arbeitstätigkeit (Lebens)Zeit gegen Geld als Angestellter, Arbeiter oder Selbstständiger, unabhängig von deinem Gehalt (auch Manager, Ärzte und Anwälte laufen im Hamsterrad mit)
  • Lasse möglichst andere Menschen deine Finanzen und alltäglichen (Verwaltungs)Dinge regeln (so kann das System weitere Angestelle „produzieren“)
  • verschulde dich (finanzielle Existenzangst wird verstärkt)
  • Konsumiere zwischendurch fleißig, in der unbewussten Hoffnung deinem irgendwie „leeren“ oder „unglücklichen“ Leben Sinn zu verleihen
  • unterstütze dabei die Selbsthilfeindustrie finanziell; Psychiater und Psychologen, die dich angeblich zu einem glücklicheren Leben verhelfen wollen („echte“ Kranke natürlich ausgenommen)
  • nimm Drogen, vorzugsweise Marihuana, Tabak und Alkohol (um den Weltschmerz zu lindern, dich zu betäuben, gefügig zu halten und dich gleichzeitig von der aktiven und eigenverantwortlichen Verbesserung deiner Situation abzuhalten)
  • verlass dich auf das soziale Auffangnetz (Sozialleistungen, Rente…) und beziehe im Notfall staatliche Almosen wie Hartz IV (erhöht wiederum die existenzielle Abhängigkeit vom Staat und minimiert deine Eigenverantwortung)
  • arbeite bis zum Renteneintritt und sterbe möglichst kurz darauf, sodass weitere Zahnräder im Alter staatlich versorgt werden können
  • du wirst bequem, fett und träge
  • suche nicht und begebe dich nicht auf Wege, finanziell frei, unabhängig und glücklich zu werden (der Staat hat sonst vielleicht ein steuerliches Problem)

Was das System bei dir ungern sieht und nicht möchte:

  • Es ist nicht gewollt, dass du selbstständiger Unternehmer bist (daher ist das Unternehmertum in Medien auch gerne negativ besetzt, gell Frau Wagenknecht?!)
  • Eigenverantwortung für alle Bereiche deines Lebens zu übernehmen ist nicht gewollt, besonders nicht für finanzielle und berufliche Angelegenheiten. Wenn du diese nun selbst übernimmst, bist du schon einen großen Schritt weiter
  • Du betreibst eine eigenverantwortliche und gebührenreduzierte Altersvorsorge (also ETF-und Aktien-Sparplan statt Bausparvertrag und Lebensversicherung)
  • Sich selbst finden und sich selbst verwirklichen in genau den Bereichen (beruflich und privat), die als Leidenschaften in dir brennen
  • Aktive Suche nach deiner inneren Leidenschaft, ohne lebenslang planlos durch die Gegend zu irren; du gehst dabei auch mal Risiken ein und verlässt deine Komfortzone (!!!), denn nur so wird auch kreative Energie freigesetzt
  • Finanzielle Freiheit und Unabhängigkeit werden von dir als Lebensziele gesetzt (frei von Angst). Zudem zahlst dadurch auch weniger Steuern

Unter anderem gesunder Lebensstil

  • Deine Gesundheit und dein Lebensstil sind dir wichtig
  • Leben von deinen Ersparnissen und Investitionen (passives Einkommen), dein Vermögen erarbeitet also für dich deinen Lebensunterhalt, während du deinen (auch beruflichen) Leidenschaften nachgehst, frei von Angst
  • Du tauschst keine Lebenszeit mehr gegen Geld (siehe vorheriger Punkt) und verlässt das Hamsterrad der gesellschaftlichen Matrix
  • Ein positives und zuversichtliches Mindset mit der Konsequenz, negative Menschen (Energievampire, Menschen die immer nur nehmen ohne zu geben, Nörgler, Jammerer, Kritisierer…) aus deinem Leben konsequent zu verbannen und nur positiven Menschen (intensiven) Zugang zu gewähren. Hierzu ein passendes Zitat aus einem Artikel der Huffingtonpost über Dinge, die erfolgreiche Menschen nicht tun:

…..

4. Sie umgeben sich nicht mit negativen Menschen.
Pessimistische Menschen, Menschen, die jammern und sich beschweren, Menschen, die Dinge aufschieben und Menschen, die für alles eine Entschuldigung finden – das sind die Sorten Mensch, mit denen sich erfolgreiche Menschen nicht umgeben.

Denn, je mehr sie sich mit solchen Menschen umgeben, desto mehr negative Energie bekommen sie ab. Stattdessen umgeben sich erfolgreiche Menschen mit positiven Menschen, engagierten Menschen und mit inspirierenden Menschen.

….

(Quelle: Diese 20 Überzeugungen machen Menschen erfolgreich)

Was das System bei dir ungern sieht und nicht möchte (Fortsetzung):

  • Lebenslanges Fortbilden und Lernen und dadurch stetige Erhöhung deines Human-Kapitals
  • Du konsumierst nur das absolut Wichtigste und pflegst ansonsten einen ehrenhaften und bescheidenen, aber dennoch völlig ausreichenden und erfüllenden Lebensstil, bei dem du dich auch an den „kleinen Dingen“ erfreuen kannst, aber gleichzeitig auch keine allzugroßen Entbehrungen hinnehmen musst. Niemand muss dir deinen wirtschaftlichen Reichtum ansehen.
  • Dir wird klar, was Tyler Durden im Film Fightclub meint, als er sagte, dass alles was du besitzt irgendwann dich besitzt
  • Investieren statt Sparen
  • Du scheisst auf Statussymbole wie teure Autos, teure Kleidung, Yachten oder große Häuser
  • Kritisches Hinterfragen gesellschaftlicher Dogmen deiner Erzieher, Eltern, Großeltern, deines Freundeskreises etc. und selbstständiges Urteilen
  • du tust Gutes für Andere
  • ……

Die Punkte ließen sich noch nahezu beliebig fortsetzen, aber ich glaube im Kern kannst du bereits sehen, worauf ich hinaus möchte. Es ist harter Tobak und entspricht so ziemlich überhaupt nicht dem, was du bisher so gelernt und erfahren hast im Leben.

Finanzielle Bildung als Ausweg

Du siehst also, eine Waffe muss her. Diese Waffe kann dein Verstand sein. Kurzum das runde Ding, das erhaben auf deinen Schultern thront. Bisher wurde dein Gehirn leider nur mit schlechtem Fernsehprogramm oder anderem Dreck aus den Medien betäubt. Du wirst beschäftigt, wächst daran aber nicht. Dein Gehirn stirbt langsam aber sicher ab.

Genau wie ein Sportler an Muskelmasse einbüßt wenn er nicht trainiert, verliert dein Gehirn an Denkfähigkeit, wenn du es nicht forderst.

Hast du dich schonmal den Satz sagen oder denken hören: „Das kann ich mir nicht leisten?“ Das ist negatives Denken! Frage dich doch in Zukunft einfach: „Wie kann ich mir das leisten?“. Dies setzt den kreativen Mechanismus im Gehirn in Gange, der so ungemein wichtig in nahezu allen Lebenslagen ist. Dazu muss ich sagen, dass das Beispiel zugegebenermaßen aus dem Buch „Rich Dad, Poor Dad“ stammt.




Diese finanzielle Bildung zu unterstützen und zu fördern habe ich mir zusammen mit ähnlichen Finanzblogs und Webseiten anderer Autoren im WWW zur Aufgabe gemacht. Es geht um deine finanzielle Bildung. Hier wird dir nichts verkauft und ich biete auch keine überteuerten Seminare ohne Mehrwert an. Ich betrachte diese Webseite eher als Dokumentation meiner inzwischen 9 jährigen Erfahrung an der Börse und in der Welt der Finanzen.

Ich teile meine Vorliebe für die Wirtschaft in meinen Beiträgen und nutze den Blog auch als Archiv für mich selbst. Wenn er dir ebenfalls hilft, manche Probleme im Finanzsektor zu erkennen und zu vermeiden, habe ich mein Ziel schon mehr als erreicht. Beispielsweise wenn du alleine die 6 Finanzirrtümer des Normalverbrauchers vermeidest.

Mein Anliegen – Förderung der Finanziellen Bildung

Kommen wir nun zu meinen Beweggründen. Ich finde es immer traurig mit Leuten zu sprechen, die als gering bezahlte Arbeiter, Angestellte oder Selbstständige ihr Dasein fristen, jeden Monat gerade so über die Runden kommen und stets anderen Leuten die Schuld an ihrer Situation geben. Nur nicht der einzigen Person, die tatsächlich etwas an der Situation ändern kann und letztendlich „schuld“ an der Situation ist: Du Selbst! Diese Leute fristen meiner Ansicht nach ein menschenunwürdiges, abhängiges Leben.

Wenn ich dann doch die Möglichkeit habe, mit diesen Menschen mal über das Thema Finanzen zu reden (was gar nicht so einfach ist, weil in deren Köpfen die gesellschaftliche Programmierung ihnen immernoch zuruft: „Über Geld spricht man nicht!“) kommt immer die gleiche Leier:

“ Damit kenne ich mich nicht aus…Ich habe jemanden der das Finanzielle für mich macht…Sparen bringt doch nichts…Die Zinsen sind ein Witz…Lieber lege ich mein Geld unters Kopfkissen…Ich habe kein Geld zum sparen/investieren…“

Diese Sätze machen mich immer sehr traurig und gleichzeitig wütend, weil sie absoluter BULLSHIT und Ausdruck der gesellschaftlichen bzw. medialen Manipulation sind. Natürlich sind die Zinsen niedrig, gerade deshalb ist ein Umdenken notwendig. Ich scheisse auf Zinsen. Dividenden, Mieteinnahmen oder ein passives Einkommen sind meine Zinsen. Langfristig sind am Finanzmarkt mit Aktien(-ETFs) stets 5-10 % Rendite realistisch mit einem überschaubaren Risiko. Doch dazu muss man WISSEN, dass es sowas gibt.

Finanzielle Bildung als Waffe

Du brauchst also eine Waffe. Eine wichtige Waffe. Die Waffe befähigt dich, zu erkennen, dass die Gesellschaft vielleicht ein Interesse daran hat, dass du momentan unglücklich in deinem Job bist und dem Aktienmarkt aus Angst fern bleibst. Eine Waffe, die dir Wissen zur Hand gibt, mit dem du dich dagegen wehren kannst und ein selbstbestimmtes Leben führen kannst.

Wenn nur einer dieser geringverdienenden Menschen (auch Menschen die HartzIV beziehen) diesen Artikel hier liest und im Anschluss direkt und ohne zu zögern

  • einen Nebenjob beginnt
  • ein kostenloses Wertpapier-Depot bei einem seriösen Online-Broker eröffnet
  • 10-20 Prozent seines monatlichen Geldes konsequent als automatisierten, breit gestreuten und dennoch flexiblen und bestenfalls kostenlosen ETF-Sparplan investiert (Anteil: 70% MSCI World und 30% Emerging Markets)
  • danach am besten vergisst, dass er diesen Sparplan eingerichtet hat, dennoch monatlich kompromisslos weiter einzahlt und sich dann 10-20 Jahre später wahrscheinlich über mehr Kapital freuen darf, als es jede kapitalbildende Lebensversicherung ihm zu verschaffen vermocht hätte, ja, es ihm vielleicht sogar bis zur finanziellen Unabhängigkeit und Freiheit reicht

dann wäre ich schon sehr erleichtert und der ganze Aufwand und die Mühen hätten sich gelohnt. Zudem hat dieser glückliche Mensch mit wenig Aufwand bereits 80 Prozent der Privatanleger in seiner zu erwartenden Rendite hinter sich gelassen und lacht nur noch über die Niedrigzinsen. Dies sogar wissenschaftlich bestätigt. Die mathematisch-wissenschaftliche Begründung kannst du bei Bedarf hier nachlesen:


Bei noch offenen, konkreten Fragen wie das Ganze funktioniert, kannst du dich gerne auch an mich wenden, aber im besten Falle (weil du ab jetzt ja finanzielle Eigenverantwortung übernimmst) im Internet oder Youtube mit den Stichworten „ETF-Sparplan einrichten“ selbst recherchieren.

Eine Übermacht an Gegnern

Natürlich ist ein Guerilla selten in der Überzahl, im Gegenteil, er steht in Finanzangelegenheiten meistens einer Übermacht von Aggressoren gegenüber (andere Finanzmarktteilnehmer, gesellschaftliche Programmierung, profitsüchtige Finanzberater, linke Ideologien…). Auch in oben verlinkten Buch verwendet Gerd Kommer nicht umsonst im Titel den Passus „…Wie Privatanleger das Spiel gegen die Finanzbranche gewinnen„. Es macht deutlich, dass du als finanziell gebildeter Mensch, der sein finanzielles Schicksal in die eigenen Hände nehmen möchte, einer riesen Übermacht an feindlichen Soldaten gegenüberstehst. Leicht wird der Kampf nicht, aber was ist schon leicht? Den Kampf aufzunehmen lohnt sich auf aber auf jeden Fall.

Dennoch ist jede Aussage von Menschen wie „ach, Zinsen kriegt man doch eh keine mehr, sparen lohnt sich nicht“ für mich neuer Ansporn, vehement zu widersprechen und noch mehr Gas zu geben, um die finanzielle Bildung in Deutschland und die Aktienkultur allgemein zu verbessern. Und du würdest dich wundern, wie oft ich diesen oder ähnliche Sätze in Gesprächen höre. Leider ein starkes Indiz für einen Mangel an finanzieller Bildung in unserer Gesellschaft.

Aber auf dieser Mission fühlt man sich tatsächlich oft wie ein Guerilla-Kämpfer, daher meine Bezeichnung Finanzguerilla.

In diesem Sinne: „Fight the Establishment!“

2 Kommentare

  1. Wovon sollte ein Hartz IV-Empfänger etwas zurücklegen? Selbst wenn ihm das wirklich gelingt, nimmt man es ihm doch direkt wieder weg, weil er dann ja nicht mehr bedürftig ist.

    Ich rate auch dringend davon ab, Eltern zu haben, die pflegebedürftig sind, ohne dass man gleichzeitig über ein langjähriges, regelmäßiges und hohes Arbeits-Einkommen verfügt. Rücklagen oberhalb von 5 % des Brutto-Einkommens/Jahr, hypothetisch zu 4 % verzinst, abzgl. eines kleinen Notgroschens, kassiert meines Wissens das Sozialamt (gilt für Angestellte), falls die Eltern Ihren Aufenthalt im Pflegeheim nicht selbst bezahlen können und die Pflegeversicherung nicht ausreicht (also meistens).
    Hausfrauen/-männer, die versuchen, sich finanziell abzusichern, besitzen bis auf den o.g. Notgroschen, überhaupt keinen Anspruch auf eine eigene Altersversorgung. Die stehen anschließend mit nichts da. Adieu finanzielle Unabhängigkeit.
    Sollte jemand eine Idee haben, wie man da raus kommt – ich bin für jede fundierte Anregung dankbar.

    1. Daher bin ich der Ansicht, bevor man sich auf die Versklavung durch Hartz 4 einlässt, lieber 2 Minijobs à 450 Euro annehmen und über den eigenen Schattenspringen. Von diesem Gehalt kann man dann natürlich die geforderten 10 Prozent monatlich zurücklegen. Selbst manche Studenten sind hierzu in der Lage. Dann bewohnt man eben eine WG anstatt der eigenen Mietwohnung etc. Wenn man fest entschlossen ist, geht so einiges.

      In der Sache mit den pflegebedürftigen Eltern gebe ich Ihnen Recht. Da ist unser System tatsächlich suboptimal. Wobei es meines Wissens einen Selbstbehalt gibt und die Haftung für die Eltern meistens auf Einkommen mit sechsstelliger Netto-Höhe begrenzt sind. Korrigieren Sie mich gerne, habe mich mit der Sache noch nicht eingehend beschäftigt.

      Ich halte es aber grundsätzlich für nicht vertretbar, als Kind für die eigenen Eltern aufkommen zu müssen. Für die eigenen Kinder ist das eine andere Sache. Also meine Meinung dazu: Eine Gesetzesänderung muss her. Genau an diesem Punkt sollte unser sowieso aufgeblähter Sozialstaat nicht sparen, da es für die Angehörigen die von Ihnen beschriebenen Folgen haben kann. Wenn die Kinder deswegen nicht über die Runden kommen, passiert das Gleiche und wiederum die Kinder treten sozialrechtlich ein. Das kann ein ganz schön fataler Teufelskreis mit Abwärtssog werden…

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