Passives Einkommen

Was versteht man unter passivem Einkommen?

Passives Einkommen bedeutet im Grunde nichts anderes, als dass du durch „Nichtstun“ Geld bekommst. Bevor aber hier Missverständnisse aufkommen: Es geht hier nicht darum, in der Hängematte zu liegen, nichts zu tun und dabei reich zu werden oder andere Scherze. Nichtstun heißt nur, dass du nicht aktiv für dein Geld arbeitest, sondern es passiv für dich arbeiten lässt. Du bist natürlich weiterhin in deinem Leben aktiv und verfolgst deine Ziele und Leidenschaften unverändert weiter, auch beruflich.

In Wahrheit ist ein passives Einkommen nämlich die „Ernte“ von viel Mühe, Arbeit und Entbehrungen. Passives Einkommen kann beispielsweise generiert werden über:

  • Dividenden und Zinserträge (Aktien, Dividenden-ETFs)
  • Mieteinnahmen
  • Tantiemen von Veröffentlichungen
  • Neue Medien (Youtube-Clicks, Affiliate-Advertising etc.)

Im Idealfall sind diese Einnahmen dann so hoch, dass sie ein reguläres monatliches Gehalt ersetzen. Dein Geld arbeitet dann für dich und nicht du für dein Geld.

Dann spricht man von echter finanzieller Unabhängigkeit. Das eigene Vermögen ermöglicht also (ohne selbst in der Substanz zu schrumpfen (!)) einen guten Lebensunterhalt, ohne die Notwendigkeit, arbeiten gehen zu müssen oder Almosen des Staates zu brauchen.

Wieso ein passives Einkommen von Jedermann angestrebt werden sollte?

Wie oben bereits erwähnt, kann man theoretisch alleine durch ein passives Einkommen seinen Lebensunterhalt bestreiten, wenngleich es natürlich auch nicht jeder schafft. Wirklich reiche und erfolgreiche Menschen haben lange für sich entdeckt, dass finanzielle Freiheit durch ein passives Einkommen der einzige Ausweg ist, um aus dem Hamsterrad der Erwerbstätigkeit auszubrechen.

Das Motiv dahinter ist NICHT, nicht mehr arbeiten zu müssen. Die allerwenigsten Millionäre oder gar Milliardäre liegen auf der faulen Haut und arbeiten nicht mehr. Im Gegenteil: Sie arbeiten oftmals länger und intensiver als manch Normalverdiener und das mit einer Passion und Hingabe, sodass auch 16-Stunden-Tage nicht selten sind.

Der Unterschied ist aber:

Sie haben die Freiheit, genau das zu arbeiten, was sie möchten, wann sie möchten. Wofür sie brennen. Was ihre Leidenschaft ist. Daher arbeiten sie auch so viel (freiwillig!). Für mich ist dies alleine schon erstrebenswert genug, mich auf den Weg der finanziellen Unabhängigkeit zu begeben, egal wo er endet. Der Weg ist das Ziel…

Was bedeutet Hamsterrad?

Im Zusammenhang mit der finanziellen Freiheit spricht man dann von einem Hamsterrad, in dem du dich befindest, wenn du für dein Geld arbeiten musst. In der Theorie sind also im Hamsterrad gefangen:

  • Angestellte
  • Arbeiter
  • Beamte
  • Selbstständige

Kurzum, alle die (Lebens)Zeit gegen Geld tauschen und ein „Gehalt“ oder „Lohn“ für ihre Arbeitstätigkeit erhalten.




Ich kann mir schon vorstellen, wie es in dir rumort und du anfängst zu fluchen, dass man doch auch Angestellte und Arbeiter braucht und das Konzept daher nicht funktionieren kann. Nunja, ich behaupte das Gegenteil. Und die Community der jungen Investoren mit dem Fernziel der finanziellen Unabhängigeit wächst zum Glück unaufhaltsam.

Wie funktioniert das Ganze?

Mit Arbeit, Arbeit, Arbeit und noch mehr Arbeit. Und intelligentem Vermögensmanagement. Daher kann auch nicht jeder Mensch finanziell unabhängig werden und ein passives Einkommen erreichen, da den meisten Menschen das Durchhaltevermögen hierfür fehlt. Will man beispielsweise sein passives Einkommen nur über Dividendenerträge generieren (beispielsweise ausschüttende ETF-Sparpläne), so braucht man bei einer durchschnittlichen jährlichen Verzinsung von 7 Prozent ein für sich arbeitendes Vermögen von 350000 Euro. Die müssen erstmal angehäuft werden.

Rechenbeispiel

Dein Ziel sind monatlich 2000 Euro Zins-oder Dividendenerträge. Bei einer durchschnittlichen Aktienrendite auf langfristigem (!) Zeithorizont von 7 % p.a. (doch, das ist möglich und war es immer schon) brauchst du also etwa 350.000 Euro, um dir jeden Monat ca. 2000 Euro „Gehalt“ selbst auszahlen zu können. Die Abgeltungssteuer nicht berücksichtigt!

Um auf Nummer sicher zu gehen und wenn man die Abgeltungssteuer berücksichtigt, wäre ein Vermögen von 400.000 bis 450.000 Euro daher eher optimal.

Du siehst, so einfach ist die ganze Sache also nicht. Das Argument „wenn das funktioniert würde es ja jeder machen“ zieht also nicht. Oder wie viele Leute kennst du, die über ein derart liquides Vermögen verfügen?

Dazu möchte ich dir aber zu bedenken geben: Die meisten in deinem Bekannten- und Freundeskreis kaufen sich im Laufe ihres Lebens eine Immobilie. Je nach Kaufwert und Finanzierungszins bringen deine Bekannten durchaus solche hohen Summen im Laufe ihres Lebens für ihre Immobilie auf.

Die Macht des Zinseszins

Also so ganz illusorisch ist die Vorstellung nicht, wie du mir sicherlich beipflichtest. Wenn du dann noch den Zinseszins-Effekt, laut Albert Einstein die „stärkste Kraft im Universum“, für dich arbeiten lässt, schaffst du die Summe sogar wesentlich früher und schneller, als dass andere ihr Haus abzubezahlen schaffen. Du hast dann zwar kein Haus, aber dafür die Freiheit zu wohnen wo du möchtest und laufende regelmäßige Einkünfte, ein Leben lang. Motiviert doch, oder? Mich schon…

Für viele wird trotzdem die finanzielle Unabhängigkeit oder ein passives Einkommen ein ewiger Traum bleiben. Oder auch nicht und sie sagen, sie wollen das gar nicht. Ihnen reicht ihre Angestelltentätigkeit vollkommen und sie legen Wert auf ihren „sicheren“ Arbeitsplatz. Das ist eine höchst individuelle Entscheidung eines jeden für sich.

Falls dich das Thema finanzielle Unabhängigkeit interessiert, gebe ich dir hier entsprechende Buchvorschläge, die ich selbst mit reinem Gewissen weiterempfehlen kann und die teilweise echte Eye-Opener sind:

Ob du den Weg aus dem Hamsterrad mit all den Entbehrungen für dich einschlagen willst, ist und bleibt aber alleine deine Entscheidung.

Wie ist deine Meinung – ist ein passives Einkommen erstrebenswert oder lehnst du es für dich selbst konsequent ab?

Ein Kommentar

  1. Tolle Zusammenfassung! Die Bücher Rich Dad Poor Dad, Cashflow Quadrant und Die Kunst über Geld nachzudenken kann ich jedem empfehlen der sich mit dem Thema Finanzen und automatisierten Geschäftsmodellen schlau machen möchte!

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