Kinderdepot – Steuerfreie Nachwuchsaktionäre Teil 2

Noch überglücklich über die kürzliche Geburt meiner zweiten Tochter, geht es langsam aber sicher auch für sie darum, in möglichst jungen Jahren bereits Aktionärin zu werden. Bereits für meine erste Thronfolgerin habe ich mich für ein entsprechendes Kinderdepot in Kombination mit einem ETF-Sparplan entschieden.

Den entsprechenden Artikel über die Einrichtung und die gewichtigen Gründe hierfür findest du hier.

Doch gibt es mittlerweile bessere Angebote? Wo richte ich für mein zweites Töchterchen ein solches Depot ein?

Kinderdepot – Die Vorteile

Wie damals schon angegeben, ist einer der Hauptgründe für die Attraktivität eines solchen Depots die Steuerfreiheit. Zwar gelten die Freistellungsbeträge von aktuell noch (soll 2023 wohl angehoben werden) 801 Euro (einzeln veranlagt) bzw. 1602 Euro (zusammen veranlagt) auch für die Kleinsten der Kleinen. Da die Kinder aber in der Regel noch über kein (Arbeits-)Einkommen verfügen, besteht die Möglichkeit, sich vom örtlichen Finanzamt für die Kleinen eine „Nichtveranlagungsbescheinigung“ ausstellen zu lassen. Die Kinder sind schlicht und ergreifend noch nicht steuerpflichtig.

Wenn du diese Bescheinigung dann an deinen Broker weiterleitest, erfolgt keinerlei Abzug von Abgeltungssteuer. Für deine Kinder bedeutet das den optimalen Zinseszinseffekt für die Geldanlage. Außer eventueller Transaktionsgebühren und den laufenden Kosten der ETF bleibt somit der Großteil der Gewinne tatsächlich bei deinem Nachwuchs.

Verwaltung erfolgt treuhänderisch

Diese Steuerfreiheit des Kinderdepots hat aber auch ihren „Preis“: Das Geld gehört deinen Kindern! Du bist im Prinzip bis zu deren Volljährigkeit nur der Treuhänder und Verwalter. Sobald sie 18 sind, verlierst du sämtliche Zugänge und deine Kinder erhalten einen eigenen Zugang und müssen ab dann auch eigenhändig Verantwortung übernehmen. Es empfiehlt sich, die Kleinen bereits vorher darauf vorzubereiten! Hier sind Papa und Mama gefragt, um den Kleinen möglichst früh einen guten Umgang mit Geld (als konservierter Lebenszeit) beizubringen.

Das Kinderdepot meiner ersten Tochter habe ich bei der Consorsbank eingerichtet.

Hier gelangst du direkt zum Angebot eines Kinderdepots der Consorsbank*: Kinderdepot.

Hier bin ich sowieso schon Kunde und die Verwaltung des Kinderdepots (dort genannt „Junior-Depot„) funktioniert mit meinen eigenen Zugängen und Sicherheitsverfahren. Also keine neue App, keine neue TAN-Liste (gibt’s die überhaupt noch?!). Einfach einloggen und das Depot managen.

Also wieder Consorsbank?

Leider ist das Angebot an Brokern mit einem Junior-Depot recht überschaubar. Die Comdirect bietet eines (Link hier*) und die Consorsbank. Beim Smartbroker, meinem Zweit-Broker, gibt es leider kein Kinderdepot. Da ich ein Freund von wenig Bürokratie bin, ist das Argument mit der Verwaltung mit meinen Zugangsdaten ein recht gravierendes.

Somit werde ich auch das Depot für meine Zweitgeborene in naher Zukunft bei der Consorsbank einrichten. Wieso erst in naher Zukunft? Nunja. Es fehlt schlicht und ergreifend noch ihre Steuer-ID. Diese ist zwingende Voraussetzung für die Eröffnung eines solchen Depots. Da diese aber in der Regel innerhalb einer Woche nach Anmeldung des Nachwuchses eintrudelt, gehe ich davon aus, dass das Depot noch diese Woche eingerichtet wird.

Grundlage wird auch hier eine 1-ETF-Lösung auf den FTSE All-World oder den MSCI ACWI sein.

Falls du Nachwuchs hast oder erwartest, lohnt es sich somit definitiv, sich mit den zahlreichen Vorteilen eines Junior-Depots bzw. Kinderdepots auseinanderzusetzen. Wie immer gilt: Angebote vergleichen und die für dich und deine Kinder am besten passende Lösung finden.

Wie gehst du vor bei der Unterstützung deiner Nachkommen bei der Vermögensbildung?

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