Wieso ein passives Einkommen wichtig ist!

Viel liest man heutzutage über das ominöse Thema „Passives Einkommen„. Jeder will eines haben, alle werben damit (z.B. im Online-Bereich). In nachfolgendem Artikel möchte ich dir erklären, wieso ich ein passives Einkommen für essentiell halte und wie ich zu der Meinung komme, dass ein passives Einkommen für Jedermann auch tatsächlich erreichbar ist und sehr großen Mehrwert liefert.

Manchmal sogar leichter, als es einem im ersten Moment scheint. Insbesondere ärmeren Menschen möchte ich auf diese Weise Mut machen, sich auch mal mit Vernunft und Realismus (und erstmals nur mittels ETFs!) an die Börse zu wagen und sich kontinuierlich, langfristig und ganz ohne riskante Zockereien ein Zusatzeinkommen aufzubauen.

Die Zeiten werden härter, wir werden es vermutlich alle brauchen irgendwann. Aber fangen wir mal vorne an:

Was versteht man unter passives Einkommen?

Passives Einkommen bedeutet im Grunde nichts anderes, als dass du durch „Nichtstun“ passiv zusätzliches Geld bekommst. Bevor aber hier Missverständnisse aufkommen: Es geht hier nicht darum, in der Hängematte zu liegen, tatsächlich rein gar nichts zu tun und dabei reich zu werden oder andere Scherze.

Nichtstun heißt nur, dass du nicht aktiv für dein Geld arbeitest, sondern es passiv für dich arbeiten lässt oder passiv zu dir fließt. Du bist natürlich weiterhin in deinem Leben aktiv und verfolgst deine Ziele und Leidenschaften unverändert weiter, auch beruflich.

In Wahrheit ist ein passives Einkommen nämlich die „Ernte“ von viel Mühe, Arbeit und Entbehrungen. Passives Einkommen kann beispielsweise generiert werden über:

  • Dividenden und Zinserträge (Aktien, Dividenden-ETFs…)
  • Mieteinnahmen
  • Tantiemen von Veröffentlichungen
  • Neue Medien (Youtube-Clicks, Affiliate-Advertising etc.)
  • uvm…

Im Idealfall sind diese Einnahmen dann so hoch, dass sie ein reguläres monatliches Gehalt ersetzen könnten. Dein Geld arbeitet dann für dich und nicht du für dein Geld.

Dann spricht man von echter finanzieller Unabhängigkeit. Das eigene Vermögen ermöglicht also (ohne selbst in der Substanz zu schrumpfen (ganz wichtiger Punkt!)) einen guten Lebensunterhalt, ohne die Notwendigkeit, arbeiten gehen zu müssen oder Almosen des Staates oder anderer Institutionen zu brauchen.

Passives Einkommen für Jedermann?

Wie oben bereits erwähnt, kann man theoretisch alleine durch ein passives Einkommen seinen Lebensunterhalt bestreiten, wenngleich es natürlich auch nicht jeder schafft. Wirklich reiche und erfolgreiche Menschen haben lange für sich entdeckt, dass finanzielle Freiheit durch ein passives Einkommen der einzige Ausweg ist, um aus dem Hamsterrad der Erwerbstätigkeit und des MÜSSENS auszubrechen.

Das Motiv dahinter ist NICHT, nicht mehr arbeiten zu gehen. Die allerwenigsten Millionäre oder gar Milliardäre liegen auf der faulen Haut und arbeiten nicht mehr. Im Gegenteil: Sie arbeiten oftmals länger und intensiver als manch Normalverdiener und das mit einer Passion und Hingabe, sodass auch 16-Stunden-Tage nicht selten sind.

Der Unterschied ist aber:

Reiche haben die Freiheit, genau das zu arbeiten, was sie möchten, wann sie möchten. Wofür sie brennen. Was ihre Leidenschaft ist. Daher arbeiten sie auch so viel (freiwillig!). Für mich ist dies alleine schon erstrebenswert genug, mich auf den Weg zur finanziellen Unabhängigkeit zu begeben, egal wo er endet. Du darfst mich hierbei gerne begleiten.

Auch für arme Menschen macht sich der Aufbau eines passiven Einkommens durchaus bezahlt. Hierauf möchte ich nachfolgend kurz eingehen:

Sich sein Stück vom Kuchen zurückholen

Ein weiterer nicht zu vernachlässigender, wichtiger Aspekt eines passiven Einkommens besteht darin, sich einen Teil seiner Lebenszeit wieder zu holen. Dass Geld philosophisch betrachtet für mich letztenendes nichts anderes als konservierte Lebenszeit darstellt, habe ich bereits in einem eigenen Artikel über das Thema Geld veranschaulicht.

Nun leben wir in Deutschland in einem Land mit einer der global höchsten Abgabenbelastungen. Die OECD attestierte Deutschland jüngst sogar den Spitzenplatz weltweit bei Steuern und Abgaben (Quelle). Alles wird teurer, die Steuern und Abgaben steigen immer weiter. Die Löhne auch, aber in der Regel nicht so stark, als dass dies real wieder ausgeglichen wird.

Folge ist eine schleichende Enteignung des Mittelstands. Man kann sich für sein Geld schlicht weniger leisten bzw. das vorhandene Vermögen wird schneller aufgebraucht. Man verdient nominal vielleicht mehr, hat aber dennoch daraus keinen Mehrnutzen, da das Geld genauso schnell wieder abschmilzt.

Monatlichen Cashflow steigern

Ein passives (Zusatz-)einkommen setzt genau hier an: Man erhält monatlich einen gewissen Ausgleich für diese Ausgaben. Man steigert sozusagen seinen monatlichen Cashflow und kann sich dadurch seinen Wohlstand leichter erhalten, als ohne dieses Einkommen. Gerade bei Niedrigzinsen nagt die Inflation tagtäglich ebenfalls am Geld.

Meine Meinung: Selbst wenn man nicht gerade reich ist, kann schon alleine das Einrichten eines ETF-Sparplans in einen ausschüttenden ETF eine Methode sein, um monatlich ein Zusatzeinkommen zu erhalten. Dass dies recht einfach geht, habe ich in diesem Artikel exemplarisch dargestellt (keine Anlageempfehlung!). In meinen Augen hindert einen dann nur noch die eigene Bequemlichkeit daran.

Gerade heute leben wir in goldenen Zeiten für Anleger. Ein Depot kostet so gut wie nichts mehr, Aktien werden per Knopfdruck gekauft und verkauft, die Transaktionsgebühren sinken tendentiell. Ich wüsste somit keinen besseren Zeitpunkt aktuell, sich an den Aufbau seines zweiten Standbeines zu machen. Oftmals ist der Ausweg aus dem Hamsterrad leichter und weniger aufwendig als gedacht.

Was bedeutet Hamsterrad?

Im Zusammenhang mit der finanziellen Freiheit spreche ich von einem Hamsterrad, in dem du dich befindest, wenn du für dein Geld arbeiten musst. In der Theorie sind also im Hamsterrad gefangen:

  • Angestellte
  • Arbeiter
  • Beamte
  • Selbstständige

Kurzum, alle die (Lebens)Zeit gegen Geld tauschen und ein „Gehalt“ oder „Lohn“ für ihre Arbeitstätigkeit erhalten.

Ich kann mir schon vorstellen, wie es in dir rumort und du anfängst zu fluchen, dass man doch auch Angestellte und Arbeiter braucht und das Konzept daher nicht funktionieren kann. Nunja, ich behaupte das Gegenteil. Und die Community der jungen Investoren mit dem Fernziel der finanziellen Unabhängigeit wächst zum Glück unaufhaltsam.

Zahlreiche Facebookgruppen und Youtube-Kanäle beschäftigen sich mit dem Thema, besonders auch zugeschnitten auf die Generation Z.

Wie baue ich mir ein passives Einkommen auf?

Mit Arbeit, Arbeit, Arbeit und noch mehr Arbeit. Und intelligentem Vermögensmanagement. Daher kann auch nicht jeder Mensch finanziell unabhängig werden und ein passives Einkommen erreichen, da den meisten Menschen das Durchhaltevermögen oder der eiserne Wille hierfür fehlt. Will man beispielsweise sein passives Einkommen nur über Dividendenerträge generieren (beispielsweise ausschüttende ETF-Sparpläne), so braucht man bei einer durchschnittlichen jährlichen Verzinsung von 7 Prozent ein für sich arbeitendes Vermögen von 350.000 bis 450.000 Euro. Die müssen erstmal angehäuft werden.

Rechenbeispiel

Dein Ziel sind monatlich 2000 Euro Zins-oder Dividendenerträge. Bei einer durchschnittlichen Aktienrendite auf langfristigem (!) Zeithorizont von 7 % p.a. (doch, das ist möglich und war es immer schon) brauchst du also etwa 350.000 Euro, um dir jeden Monat ca. 2000 Euro „Gehalt“ selbst auszahlen zu können. Die Abgeltungssteuer ist hierbei nicht berücksichtigt!

Um auf Nummer sicher zu gehen und wenn man die Abgeltungssteuer berücksichtigt, wäre ein Vermögen von 400.000 bis 450.000 Euro daher realistischer.

Du siehst, so einfach ist die ganze Sache also nicht. Das Argument „wenn das funktioniert würde es ja jeder machen“ zieht also nicht. Oder wie viele Leute kennst du, die über ein derart liquides Vermögen verfügen?

Dazu möchte ich dir aber zu bedenken geben: Die meisten in deinem Bekannten- und Freundeskreis kaufen sich im Laufe ihres Lebens eine Immobilie/Eigenheim und bringen eben für diese Immobilie Summen auf, die teilweise sogar noch höher sind (die Zinsen mit eingerechnet).  Du hast also nun zum Beispiel die Alternative, das Geld statt für ein Haus für dein Depot anzusammeln. Wenn du das lange, diszipliniert und sachkundig machst, dann kannst du im Idealfall von den Zins-/Dividendeneinkünften leben.

Die Macht des Zinseszins

So ganz illusorisch ist die Vorstellung also nicht, wie du mir sicherlich beipflichtest. Wenn du dann noch den Zinseszins-Effekt, laut Albert Einstein die „stärkste Kraft im Universum“, für dich arbeiten lässt, schaffst du die Summe sogar wesentlich früher und schneller, als dass andere ihr Haus abzubezahlen schaffen. Du hast dann zwar kein Haus, aber dafür die Freiheit zu wohnen wo du möchtest und laufende regelmäßige Einkünfte, ein Leben lang. Motiviert doch, oder? Mich schon.

Für viele wird trotzdem die finanzielle Unabhängigkeit oder ein passives Einkommen ein ewiger Traum bleiben. Oder auch nicht und sie sagen, sie wollen das gar nicht. Ihnen reicht ihre Angestelltentätigkeit vollkommen und sie legen Wert auf ihren „sicheren“ Arbeitsplatz. Das ist eine höchst individuelle Entscheidung eines jeden für sich selbst.

Falls dich das Thema finanzielle Unabhängigkeit interessiert, gebe ich dir hier entsprechende Buchvorschläge, die ich selbst mit reinem Gewissen weiterempfehlen kann und die teilweise echte Eye-Opener sind:

Ob du den Weg aus dem Hamsterrad mit all den Entbehrungen für dich einschlagen willst, ist und bleibt aber alleine deine Entscheidung.

Wie ist deine Meinung – ist ein passives Einkommen erstrebenswert oder lehnst du es für dich selbst konsequent ab?

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