Strategien für persönliches Glück

Glück haben und glücklich sein möchte wohl Jeder. Würde man eine Umfrage starten und Menschen fragen, was sie am erstrebenswertesten in ihrem Leben erachten, dann würden wohl Familie, Glück und Gesundheit ziemlich weit oben auf der Wunschliste rangieren.
Das Ziel steht also für die meisten Menschen fest: Glück im Leben.

Doch wie kann man dieses Ziel erreichen?

Das Thema „Glück“ füllt ganze Magazine und Bücher. Immer mehr Menschen überschlagen sich mit neuen „Tipps für ein glückliches Leben“ und ähnliche Formulierungen.
Glücklich sein also als Bestandteil moderner Selbstoptimierung. Dagegen ist prinzipiell auch nichts zu sagen. Selbst wenn solche Tipps auch nur die eigene Motivation erhöhen, haben sie meiner Meinung nach bereits eine Daseinsberechtigung.

Was ist Glück?

Doch sprechen wir erst einmal davon, was Glück überhaupt ist. Kurzum: Eine abschließende Definition gibt es nicht. Glück kann für Jeden etwas anderes bedeuten. Jeden Menschen machen nunmal unterschiedliche Dinge „glücklich“. Oder gibt es doch einen gemeinsamen Nenner? Vielleicht sogar wissenschaftlich fundiert?

Meiner ganz persönlichen Definition nach, geht es beim Thema „Glück“ vor allem darum, das Gefühl zu haben, selbst am Steuer seines eigenen Lebens zu stehen. Also selbst zu leben, anstatt von Dritten (Familie, Partner, Freundeskreis, Beruf etc.) gelebt zu werden. Somit gehört für mich auch ein „gesunder Egoismus“ zum Glück dazu.

Du hast einmal kein Bock auf Party? Also sage nein. Deine Arbeitskollegen bitten dich immer wieder um unliebsame Gefallen? Sag einfach mal nein.

Die Glücksforschung geht aktuell auch davon aus, dass es zu 50 % genetisch festgelegt ist, ob wir im Leben oft das Gefühl von Glück erleben oder nicht. 10-15 % sollen von äußeren Umständen abhängen und 35-40 % hängt mit unserer eigenen inneren Einstellung zusammen (Quelle).

Man kann also zu 40 % selbst beeinflussen, ob das eigene Leben glücklich ist oder eben nicht.

Einstellung zum Leben

Ein interessanter Ansatz, den seinerzeit schon Dale Carnegie* vorbrachte, geht davon aus, dass unsere Sicht auf die Dinge entscheiden, ob wir uns dabei glücklich fühlen oder nicht.
Nach diesem Ansatz hängt das persönliche Glück weder vom gesellschaftlichen Status, noch von materiellem Besitz ab, sondern einzig und alleine davon, wie wir auf das Leben blicken und unsere Gedanken hierzu. Sprich, das persönliche Mindset.

Selbsterfüllende Prophezeiungen mit einer positiven Einstellung können demnach sehr viel bewirken. Wenn du dich beispielsweise für einen Glückspilz hältst, dann wirst du mit höherer Wahrscheinlichkeit tatsächlich mehr Glücksmomente empfinden, als wenn du dich selbst als Pechvogel siehst.

Letztendendes geht es darum, wie dich dein eigenes Unterbewusstsein wahrnimmt. Dieses wird wiederum – bewusst oder unbewusst – durch deine eigene Einstellung zu dir selbst gefüttert.

NIcht umsonst stammt das Wort „Glück“ vom mittelhochdeutschen Wort Gelücke ab. Glück bezeichnet also nach dieser Definition, wie sehr es einem gelingt, sich dem Leben anzupassen.

Dass man hierzu auch gewisse Tricks und Abkürzungen nehmen kann, hat zum Beispiel Anthony Robbins* in seinen Büchern eindrucksvoll aufgezeigt.

Wie findet man Glück?

Was also tun? Wie konkret handeln? Wie haben es andere Menschen geschafft? Kann man sich unter Umständen an den Strategien anderer Menschen orientieren?

Auf Businessinsider wurde hierzu ein Artikel (11 Strategien zum glücklich sein) veröffentlicht, in welchem 11 Strategien zusammengetragen wurden. Die jeweiligen Tipps wurden als (englischsprachige) Videos zusammengefasst und stammen von verschiedenen Forschern in dem Bereich Glück.

Die folgenden Strategien sind dabei natürlich nicht abschließend und passen wie gesagt auch nicht hundertprozentig zu jedem Einzelnen. Zu individuell ist einfach wie vorne erwähnt das Glücksempfinden von Menschen.

Als weiteren Tipp kann ich nur empfehlen, sich die Biografien erfolgreicher Menschen einmal näher anzuschauen. Also von Menschen, die schon genau dort stehen, wo du gerne sein würdest. Meine persönlichen Favoriten sind zum Beispiel Bücher von Arnold Schwarzenegger* oder Sylvester Stallone*.

Nun aber zu den eigentlichen Strategien:

Strategien für mehr Glück

Als Quintessenz des Artikels handelt es sich um folgende Tipps (durch Klicken auf den Tipp gelangst du zu dem Video):

  1. Selbst gesetzte Ziele zu erreichen, macht glücklich
  2. Lebe im Hier und Jetzt. Ein wandernder Geist ist ein unglücklicher Geist.
  3. Der Mensch sollte lernen, manche Einschränkungen anzunehmen, anstatt immer nur nach der absoluten Freiheit zu streben
  4. Sei dankbar. Lehne dich zurück und genieße deinen Weg durchs Leben
  5. Glücklich sein bedeutet, im Geiste klar und erfüllt zu sein
  6. Weniger ist mehr.  Wenig Materielles zu besitzen, macht glücklich und frei
  7. It’s all abaout „Flow“: Flow ist ein Status höchster Konzentration und Vertiefung. Dieser Zustand macht glücklich
  8. Es gibt ein erinnerndes Selbst und ein erfahrendes Selbst. Etwas das dich im Moment glücklich macht, macht dich nicht zwingend glücklich wenn du rückwirkend dein Leben betrachtest
  9. Spende Geld, denn dann macht Geld tatsächlich glücklich
  10. Lächle viel, denn dann lebst du länger, gesünder und glücklicher
  11. Komme oft zur Ruhe, schalte ab und blende den Lärm der Welt einfach aus

Wie gesagt, für nähere Erläuterungen einfach die (kurzen) Videos schauen und am besten hier in den Kommentaren deine Meinung über das Thema Glück festhalten.

Glücklich sein: Weitere Tipps

  • Sport und körperliche Bewegung sind nicht nur ausgezeichnete Stresskiller, sie tragen auch durch die Ausschüttung von Glückshormonen wie Dopamin zu einem generellen Wohlbefinden bei. Einfacher Test: Wenn es dir mal schlecht geht und du traurig bist, ziehe dir die Laufschuhe an und gehe 30-60 Minuten joggen. Vergleiche wie es dir danach dann geht
  • Erfüllung in der beruflichen Tätigkeit: Im Job verbringen wir den Großteil unseres Lebens. Er sollte uns also halbwegs Spaß machen und sich mit unseren Interessen decken
  • Sich selbst akzeptieren und am eigenen Selbstwertgefühl arbeiten: Wer das Werk „die 6 Säulen des Selbstwertgefühls“* von Nathaniel Branden kennt, der weiß, dass das Selbstwertgefühl DAS Kriterium schlechthin ist, wenn es um Themen wie Glück und Unglück im Leben geht. Nicht umsonst habe ich dieses Buch auch in die Liste meiner wichtigsten Buchempfehlungen mit aufgenommen
  • Neues ausprobieren und die Komfortzone auch mal verlassen: Wenn wir neue Erfahrungen machen, knüpft unser Gehirn neue neuronale Netze und verändert sich. Dies lässt sich trainieren wie ein Muskel. Ergo: Immer wenn du neue Erfahrungen machst, verändern sich dein Gehirn und somit auch deine Wahrnehmung

Glücks-Tipps

  • Lustige Filme anschauen und sich an glückliche Momente im Leben erinnern. Dies stärkt die Aktivität des linken Stirnhirns. Menschen mit einem aktiven linken Stirnlappen tendieren zu mehr Glücksempfinden in ihrem Leben.
  • Aktiv leben: Neben der oben aufgeführten Bedeutung von Sport geht es hier auch um ein aktives Leben generell. Das bedeutet, sich Aufgaben und Tätigkeiten aktiv zu suchen und nicht nur faul auf der Couch zu gammeln. In Untätigkeit und Bequemlichkeit lauern nämlich die größten Glückskiller überhaupt.
  • Freundschaften und soziale Kontakte pflegen: Familie und Freunde sind wichtig, da der Mensch als soziales Wesen existentiell auf Andere angewiesen ist. Also öfters mal mit Kumpels um die Häuser ziehen oder zusammen Hobbies nachgehen.
  • Glückstagebuch führen. Klingt komisch, aber es kann durchaus helfen, sich glückliche Momente selbst bewusst zu machen, indem man sie sich aufschreibt. Dadurch wird auch eine bessere Speicherung im Unterbewusstsein bewirkt, was wiederum generell die Stimmung heben kann
  • Viel Lachen: Sei es wie oben beschrieben über Filme, Sketche oder andere Dinge: Lachen sorgt bei einem selbst, aber auch bei Anderen umgehend für eine bessere Laune. Wie sagt der Volksmund: Lachen ist ansteckend

Introvertiert oder Extrovertiert – Wer ist glücklicher?

Wie du siehst, bin ich persönlich durchaus ein Freund des Ansatzes, sein eigenes Glück „pushen“ zu können. Wenn man der Glücksforschung Glauben schenkt, hat man sein eigenes Glück immerhin zu 40 % selbst in der Hand. Das fand ich überraschend viel.

50 Prozent sind genetisch vorgegeben. Hervorzuheben wäre in diesem Zusammenhang noch, dass es extrovertierte Menschen in der Regel etwas leichter haben, Glück zu empfinden, als introvertierte Menschen. Dies mag auch mit unserer Gesellschaft zusammenhängen, die es einfach etwas stärker honoriert, wenn man sich an sozialen Aktivitäten oder Brot und Spielen beteiligt. Dies ist dann tatsächlich eher das Metier der Extrovertierten.

Der Introvertierte, der mit sich selbst im Reinen ist und gerne auch mal alleine zuhause bleibt, gilt dann gesellschaftlich schnell als Eigenbrödler und „Nerd„. Dennoch stammen viele der großen Erfindungen der Menschheit von Introvertierten, nicht zuletzt weil diese sich einfach die Zeit genommen haben, ihre Leidenschaft zu perfektionieren. Zur Not eben auch alleine im stillen Kämmerlein.

Introvertiert oder extrovertiert – Teste dich selbst!

Ob du eher extrovertiert oder introvertiert bist, kannst du im Internet anhand zahlreicher Psychotests einmal für dich herausfinden (z.B. hier). Du magst dich nun fragen, was dies mit Glücksstrategien zu tun haben mag. Nunja nehmen wir den Glückstipp zum Beispiel, sich viel unter Menschen zu begeben. Wenn du ein sehr introvertierter Mensch bist, kann genau das deinem Glücksempfinden eher schaden als nutzen. Warum?

Grob gesagt: Sehr extrovertierte Menschen ziehen ihre Energie aus der Gemeinschaft mit Anderen und „verlieren“ Energie, wenn sie viel alleine sind. Sehr introvertierte Menschen hingegen beziehen ihre Energie aus der Zeit, in der sie sich auf sich selbst und ihr Leben fokussieren können. Hobbies eingeschlossen. Verbringen sehr stark Introvertierte zu viel Zeit in Anwesenheit anderer Menschen, entzieht das ihnen Energie und sie können sich schlapp und ermüdet fühlen.

Daher ist es in meinen Augen sehr wichtig, sich selbst auch einsortieren zu können (möglichst objektiv und nicht das eigene Wunschbild), um überhaupt effektiv am eigenen Glück „arbeiten“ zu können. Um noch eines zum Schluss zu betonen: Weder das Eine noch das Andere ist besser. Extrovertierte haben es einfach in unserer modernen Gesellschaft etwas leichter als Introvertierte.

Zum Glück aber sind die Grenzen nicht starr, sodass man auch an em jeweils unterentwickelten Anteil arbeiten kann. Dies dürfte primär die Introvertierten betreffen, die sich durchaus auch ein Stück Richtung Extrovertiertheit zu entwickeln lernen können.

Die Grundausrichtung dürfte aber vermutlich erblich bedingt relativ schwer komplett umzukehren sein.

Wie sieht es bei dir aus, bist du eher extrovertiert oder introvertiert?

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