Finanzieller Schutz

Hier geht es nun um den Begriff „finanzieller Schutz„. In einem anderen Artikel habe ich dir meine Definition von finanzieller Unabhängigkeit erläutert, hier nun folgt der finanzielle Schutz als weitere Stufe.

Finanzieller Schutz – Was ist das?

Der finanzielle Schutz ist die am einfachsten zu erklärende Säule der verschiedenen finanziellen Sicherheitsstufen. Zur Erinnerung noch einmal die verschiedenen Stufen:

  1. finanzielle Abhängigkeit
  2. finanzieller Schutz (um diesen geht es hier)
  3. finanzielle Unabhängigkeit
  4. finanzielle Freiheit

Meinem Verständnis nach geht es bei dem finanziellen Schutz um die Frage: Wie lange kannst du aus deinem Vermögen überleben, wenn du ab sofort kein Gehalt mehr bekommst. Besonders wichtig ist daher finanzieller Schutz für abhängig beschäftigte Menschen. Aber natürlich auch für Selbstständige und Unternehmer mit schwankenden Monatseinkommen, ist ein ausreichender finanzieller Schutz enorm wichtig.

Meiner Meinung nach ist finanzieller Schutz zum Beispiel das Guthaben auf einem Tagesgeldkonto. Wenn du beispielsweise einen Betrag von 2-3 Netto-Monatsgehältern darauf hast, dann hast du einen finanziellen Schutz von 2-3 Monaten.




Je nach Anzahl der überbrückbaren Monate oder Jahre, verfügst du über unterschiedliche Grade an finanziellem Schutz. Das heißt, finanzieller Schutz ist die Zeit, die du überbrücken kannst, ohne dass du deine Rechnungen nicht mehr bezahlen kannst. Wichtig für die Schutzfunktion ist, dass du unkompliziert und schnell an dein Geld kommst.

Tagesgeld oder Girokonto?

Finanzieller Schutz erfordert also Liquidität und Flexibilität. Ich plädiere für den finanziellen Schutz für das Tagesgeldkonto. Zwar kann auch das Girokonto diese Schutzfunktion erfüllen, aber du bekommst da keine Zinsen auf das Guthaben. Jetzt sind die Zinsen zwar derzeit nicht der Rede wert, aber wenn wieder Zeiten kommen von 3 Prozent aufs Tagesgeld etc. bist du vielleicht froh, wenn deine Sicherheitsreserven derart verzinst werden. Kleinvieh macht schließlich auch Mist.

Dein Vermögen schrumpft

Einer der größten Unterschiede zwischen finanziellem Schutz und finanzieller Unabhängigkeit ist, dass der finanzielle Schutz bei Inanspruchnahme dein Vermögen auffrisst. Er ist als absolutes Notfallkapital zu verstehen, wenn zum Beispiel teure Haushaltsgeräte kaputt gehen oder eben du jobmäßig Probleme bekommst. Gibst du das Geld aus, ist es weg.

Das Kapital des finanziellen Schutzes ist keine Investition, also arbeitet in der Regel auch nicht für dich (von den geringen Zinsen aufs Tagesgeld einmal abgesehen).

Empfehlungen für finanziellen Schutz

Je nach Quelle ist die Höhe, die der finanzielle Schutz haben sollte, unterschiedlich. Manche favorisieren 2-3 Nettomonatsgehälter, andere eher 6-12. Du solltest hierbei auf dein eigenes Sicherheitsempfinden hören und den für dich besten Weg wählen.

Ich selbst bin Verfechter der 2-3 Monate, weil der finanzielle Schutz nur für den Notfall gedacht ist und ich das restliche Geld lieber gewinnbringend investiere, um möglichst schnell finanzielle Unabhängigkeit und als Endziel finanzielle Freiheit zu erreichen. Letztendlich ist es eine Frage der Wahrscheinlichkeit.

Wie ist deine Meinung? Wie hoch sollte der finanzielle Schutz sein?

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