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	<title>Altersvorsorge | Hier geht&#039;s um Altersvorsorge u. Vermögensaufbau</title>
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	<description>Finanzen, Wirtschaft und Lifestyle - Finanzblog</description>
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	<title>Altersvorsorge | Hier geht&#039;s um Altersvorsorge u. Vermögensaufbau</title>
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		<title>4.000 Euro netto Ausschüttung im Monat – wie groß muss das Depot sein?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 10:26:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stand: 27. August 2026. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. 4.000 Euro netto jeden Monat aus dem eigenen Depot zu erhalten, klingt für viele Anleger zunächst nach einem sehr ambitionierten Ziel. Tatsächlich ist es aber vor allem eine Rechenaufgabe: Wie viel Kapital ist vorhanden, welche Ausschüttungsrendite...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/4000-euro-netto-ausschuettung-im-monat-wie-gross-muss-das-depot-sein/">4.000 Euro netto Ausschüttung im Monat – wie groß muss das Depot sein?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<pre class="wp-block-verse">Stand: 27. August 2026. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>4.000 Euro netto</strong> jeden Monat aus dem eigenen Depot zu erhalten, klingt für viele Anleger zunächst nach einem sehr ambitionierten Ziel. Tatsächlich ist es aber vor allem eine Rechenaufgabe: Wie viel Kapital ist vorhanden, welche <strong>Ausschüttungsrendite</strong> lässt sich realistisch erzielen und wie viel davon bleibt nach Steuern übrig?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf das Jahr gerechnet entspricht das Ziel <strong>48.000 Euro netto</strong>. Entscheidend ist deshalb nicht, ob ein ETF einmal eine besonders hohe Ausschüttung zahlt, sondern ob das gesamte Konzept <strong>langfristig tragfähig</strong> ist. Ein Depot für laufendes Einkommen sollte idealerweise mehrere Ziele gleichzeitig erfüllen: Es soll ausreichend <a href="https://www.finanzguerilla.de/cashflow-quadrant-rich-dad-poor-dad-rezension/" data-type="post" data-id="4963">Cashflow</a> erzeugen, breit diversifiziert bleiben, nicht von wenigen Einzelwerten abhängen und möglichst auch nach Inflation noch Vermögen erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau hier liegt die Herausforderung. Ein klassisches Welt-ETF-Depot ist hervorragend geeignet, um langfristig Vermögen aufzubauen. Die Ausschüttungsrendite liegt aber typischerweise deutlich niedriger als die 8, 10 oder sogar 11 Prozent, die manche einkommensorientierten Strategien ausweisen. Wer ausschließlich von Dividenden leben möchte, benötigt daher entweder sehr viel Kapital oder eine bewusst höhere Ausschüttungsrendite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine interessante Möglichkeit für die Einkommensphase sind deshalb sogenannte Premium-Income-ETFs. Ein Beispiel ist der JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income Active UCITS ETF mit der WKN A40FFF. Er kombiniert Aktienengagement mit einer Optionsstrategie und zielt damit auf laufende Erträge.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die wichtigste Rechnung: 48.000 Euro netto pro Jahr</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Schritt ist simpel. 4.000 Euro netto pro Monat entsprechen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">4.000 Euro × 12 = 48.000 Euro netto pro Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit lässt sich bestimmen, wie groß ein Depot bei einer bestimmten Ausschüttungsrendite sein müsste. Die entscheidende Frage lautet allerdings: Ist die angegebene Rendite bereits netto oder brutto?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem deutschen Privatanleger fallen auf Kapitalerträge grundsätzlich Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag an. Bei Aktien-ETFs kann außerdem die Teilfreistellung berücksichtigt werden, wenn die steuerlichen Voraussetzungen erfüllt sind. <em>Bei einem ETF mit 30 Prozent Teilfreistellung wird nicht der gesamte Ertrag besteuert</em>. Die konkrete Steuerbelastung hängt jedoch von der persönlichen Situation, dem Freistellungsauftrag, bereits genutztem Sparer-Pauschbetrag und der steuerlichen Behandlung des jeweiligen Fonds ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine überschlägige Planung rechne ich deshalb mit einer effektiven Belastung von rund 18,46 Prozent auf einen Aktien-ETF-Ertrag nach Berücksichtigung einer 30-prozentigen Teilfreistellung, ohne Kirchensteuer und vor Berücksichtigung eines eventuell noch verfügbaren Sparer-Pauschbetrags. Das ist eine Modellrechnung, keine Steuerberatung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dieser Annahme muss das Depot brutto etwa 58.900 Euro pro Jahr ausschütten, damit ungefähr 48.000 Euro netto verbleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie viel Kapital braucht man bei verschiedenen Ausschüttungsrenditen?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die folgende Tabelle zeigt, wie stark die notwendige Depotgröße von der Ausschüttungsrendite abhängt. Dabei wird mit 48.000 Euro Nettoziel pro Jahr und der oben beschriebenen Modellbesteuerung gerechnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">3 Prozent Ausschüttungsrendite: rund 1,96 Millionen Euro Depot<br>4 Prozent: rund 1,47 Millionen Euro<br>5 Prozent: rund 1,18 Millionen Euro<br>6 Prozent: rund 981.000 Euro<br>8 Prozent: rund 736.000 Euro<br>10 Prozent: rund 589.000 Euro<br>11 Prozent: rund 535.000 Euro</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis zeigt sehr deutlich, warum <strong>hohe Ausschüttungsrenditen</strong> für Anleger mit einem festen monatlichen Einkommensziel interessant sein können. Zwischen einem Depot mit <strong>3 Prozent</strong> und einem Depot mit <strong>11 Prozent Ausschüttungsrendite</strong> liegt beim benötigten Kapital mehr als 1,4 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings darf man die Rechnung nicht mit einer Renditegarantie verwechseln. Eine hohe Ausschüttungsrendite ist nicht automatisch eine hohe Gesamtrendite. Gerade bei <a href="https://www.finanzguerilla.de/covered-call-etfs-garantierte-verluste/" data-type="post" data-id="5705" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Optionsstrategien</a> kann ein Teil des Ertragspotenzials über laufende Prämien in den Anleger zurückfließen, während gleichzeitig ein Teil der Kurssteigerungen des zugrunde liegenden Aktienmarktes aufgegeben werden kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>JPMorgan A40FFF: Der interessante Baustein für hohe Ausschüttungen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income Active UCITS ETF (WKN A40FFF) ist für die Betrachtung eines einkommensorientierten Depots besonders interessant. Der ETF verfolgt eine aktive Premium-Income-Strategie auf den Nasdaq-100-Index und schüttet <strong>monatlich</strong> aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausschüttungsrendite kann deutlich über der eines klassischen Welt- oder Nasdaq-100-ETFs liegen. Für die Planung dieses Artikels wird – entsprechend der aktuellen Zielannahme – mit rund <strong>11 Prozent Ausschüttungsrendite </strong>gerechnet. Wichtig ist dabei: Diese Zahl ist keine Garantie für die Zukunft und kann sich von Jahr zu Jahr erheblich verändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da insbesondere die Einnahmen aus den Optionsstrategien schwanken, kann auch über die Jahre die Ausschüttungshöhe dieser ETFs enorm schwanken &#8211; insbesondere bei Crashs. Siehe hierzu auch meinen Artikel zu den <a href="https://www.finanzguerilla.de/covered-call-etfs-garantierte-verluste/" data-type="post" data-id="5705" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Covered Calls</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der entscheidende Punkt ist die Konstruktion. J.P. Morgan kombiniert ein Aktienportfolio mit dem Verkauf von Call-Optionen auf den zugrunde liegenden Markt. Die vereinnahmten Optionsprämien erhöhen das laufende ausschüttungsfähige Einkommen. Gleichzeitig entsteht ein Zielkonflikt: Steigen die Aktienmärkte stark, kann die Strategie einen Teil der zusätzlichen Kursgewinne gegenüber einem reinen Aktieninvestment nicht mitnehmen. J.P. Morgan weist selbst darauf hin, dass geschriebene Calls das Aufwärtspotenzial begrenzen können und dass die geschätzten Erträge nicht garantiert sind.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ist A40FFF kein klassischer Dividenden-ETF. Die hohe Ausschüttung stammt nicht ausschließlich aus Dividenden der Unternehmen. Genau diesen Unterschied sollte man verstehen, bevor man den ETF als „11-Prozent-Dividenden-ETF“ bezeichnet.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was bedeutet eine 11-Prozent-Ausschüttung für das 4.000-Euro-Ziel?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nehmen wir die 11 Prozent als reine Planungsannahme. Ein Depot von <strong>500.000 Euro</strong> würde bei 11 Prozent brutto rechnerisch <strong>55.000 Euro</strong> pro Jahr beziehungsweise rund 4.583 Euro pro Monat ausschütten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der oben verwendeten Modellsteuer von rund 18,46 Prozent bleiben davon etwa 44.846 Euro netto im Jahr beziehungsweise 3.737 Euro pro Monat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das Ziel von 4.000 Euro netto monatlich reicht eine halbe Million Euro unter diesen Annahmen also knapp nicht aus. Rechnerisch landet man bei rund <strong>535.000 Euro</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist ein wichtiger Punkt: Wer mit hohen Ausschüttungsrenditen plant, sollte nicht auf den letzten Euro kalkulieren. Ausschüttungen können schwanken, der ETF-Kurs kann fallen und die steuerliche Behandlung kann sich ändern. Ein Sicherheitsabschlag von beispielsweise 10 bis 20 Prozent auf die benötigte Kapitalbasis kann daher sinnvoll sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer Zielgröße von etwa 600.000 Euro wäre man bei einer konstanten Ausschüttungsrendite von 11 Prozent deutlich komfortabler unterwegs. Allerdings wäre es aus meiner Sicht falsch, ein gesamtes Ruhestandsdepot ausschließlich auf eine derart hohe Ausschüttungsrendite auszurichten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum ein reines 11-Prozent-Depot nicht automatisch die beste Lösung ist</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die wichtigste Erkenntnis lautet: Ausschüttungsrendite und Gesamtrendite sind zwei verschiedene Dinge.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein ETF kann 10 oder 11 Prozent ausschütten und trotzdem langfristig weniger Vermögen aufbauen als ein breit diversifizierter Welt-ETF mit 2 bis 3 Prozent Ausschüttungsrendite</strong>. Der Grund ist einfach: Für den Anleger zählt letztlich die Kombination aus Ausschüttungen und Kursentwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Premium-Income-Strategien kommt ein weiterer Faktor hinzu. Die Optionsprämien erzeugen laufenden Cashflow, gleichzeitig wird durch den Verkauf von Calls ein Teil des Aufwärtspotenzials abgegeben. J.P. Morgan beschreibt die Strategie entsprechend als Kombination aus Aktienengagement und zusätzlichem Einkommen aus Optionen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb würde ich A40FFF eher als <strong>Einkommensbaustein</strong> betrachten und nicht als vollständigen Ersatz für einen global diversifizierten Aktienkern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine andere Möglichkeit eines Ausschüttungsdepots habe ich dir bereits hier vorgestellt:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.finanzguerilla.de/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ausschüttungen an 8 von 12</a><a href="https://www.finanzguerilla.de/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/"> Monaten mit nur zwei ETF</a></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Drei mögliche Depotmodelle für 4.000 Euro netto</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt nicht die eine richtige Lösung. Je nach Risikobereitschaft, Vermögenshöhe und Zielsetzung können drei grundsätzliche Modelle interessant sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Modell 1: Das klassische Dividenden-Depot</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wer möglichst wenig komplexe Strategien möchte, kann auf einen Mix aus globalem Welt-ETF und Dividenden-ETFs setzen. Ein Welt-ETF liefert die breite <strong>Aktienmarktdiversifikation</strong>. <strong>Dividenden-ETFs</strong> erhöhen die laufenden Ausschüttungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorteil: Die Strategie ist einfach nachvollziehbar. Der Nachteil: Bei einer Ausschüttungsrendite von beispielsweise 4 Prozent ist sehr viel Kapital erforderlich. Für 4.000 Euro netto monatlich wären nach unserer Modellrechnung rund 1,47 Millionen Euro nötig.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Modell 2: Welt-ETF plus Premium-Income-ETF</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das halte ich für besonders interessant, wenn der Cashflow tatsächlich benötigt wird. Ein großer Teil des Depots bleibt in einem breit diversifizierten Aktienkern. Ein kleinerer Teil wird gezielt für laufende Ausschüttungen eingesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beispiel:<br>60 Prozent Welt-ETF<br>25 Prozent A40FFF<br>15 Prozent Dividenden-/Quality-ETF, z.B. den <a href="https://www.finanzguerilla.de/a2jahj-vs-a41l70-dividenden-etf-vergleich/" data-type="post" data-id="6018" target="_blank" rel="noreferrer noopener">monatlich ausschüttenden von L&amp;G</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wäre die hohe Ausschüttungsrendite von <strong>A40FFF</strong> nicht auf das gesamte Vermögen angewiesen. Gleichzeitig bleibt ein erheblicher Teil des Depots in einem klassischen Wachstumsbaustein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Modell 3: Einkommensdepot mit höherem Cashflow-Fokus</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wer bereits ein sehr großes Depot besitzt und die laufenden Ausschüttungen tatsächlich konsumieren möchte, könnte den Anteil einkommensorientierter ETFs erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beispiel:<br>40 Prozent Welt-ETF<br>40 Prozent Premium-Income-ETF<br>20 Prozent Dividenden-/Quality-ETF</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier steigt der laufende Cashflow, gleichzeitig bleibt der globale Aktienmarkt ein wesentlicher Bestandteil des Depots.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gewichtungen sind keine Anlageempfehlung. Sie zeigen lediglich, wie unterschiedliche Ziele miteinander kombiniert werden können.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Rolle eines Welt-ETFs im Einkommensdepot</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein ausschüttendes Einkommensdepot sollte nicht nur auf die Höhe der aktuellen Zahlung schauen. Gerade bei einem langfristigen Ruhestand ist die Kaufkraft entscheidend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Lebenshaltungskosten jedes Jahr steigen, <strong>müssen auch die Einnahmen langfristig wachsen</strong>. Ein Portfolio, das heute 4.000 Euro monatlich ausschüttet, kann in 15 Jahren bei unverändertem Betrag deutlich weniger Kaufkraft besitzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier kommt der Wachstumsanteil ins Spiel. Ein <strong>globaler ETF</strong> wie der <a href="https://www.finanzguerilla.de/vanguard-etfs-in-deutschland-sparplan/" data-type="post" data-id="1520" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vanguard FTSE All-World </a>verteilt das Aktienrisiko über zahlreiche Länder und Unternehmen. Genau diese Kombination aus globaler Diversifikation und langfristigem Wachstum kann ein sinnvoller Gegenpol zu einem Premium-Income-Baustein sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-etfs-lohnt-sich-ein-investment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-ETFs – lohnt sich ein Investment?</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.finanzguerilla.de/a2jahj-vs-a41l70-dividenden-etf-vergleich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">A2JAHJ vs. A41L70: Welcher Dividenden-ETF ist 2026 besser?</a></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ausschüttung ist nicht gleich Einkommen aus Dividenden</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem klassischen Dividenden-ETF stammt der größte Teil der Ausschüttung aus Dividenden der enthaltenen Unternehmen. Bei Premium-Income-ETFs ist die Situation anders.</p>



<p class="wp-block-paragraph">A40FFF nutzt eine Optionsstrategie. Dadurch können Optionsprämien einen wesentlichen Beitrag zum laufenden Einkommen leisten. Für den Anleger fühlt sich die Zahlung zwar wie eine Dividende an, wirtschaftlich handelt es sich aber um eine andere Ertragsquelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist wichtig, weil Anleger sonst schnell zu falschen Vergleichen kommen. Ein klassischer Nasdaq-100-ETF kann beispielsweise eine sehr geringe Ausschüttungsrendite aufweisen, während ein Premium-Income-ETF auf ein ähnliches Aktienuniversum deutlich mehr ausschüttet. Das bedeutet aber nicht, dass der Premium-Income-ETF automatisch die höhere Gesamtrendite erzielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">J.P. Morgan beschreibt beim Global Equity Premium Income ETF das Grundprinzip ausdrücklich als Kombination aus Aktienportfolio und Options-Overlay. Auch beim Nasdaq-Produkt steht die Generierung von laufendem Einkommen im Vordergrund.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Anleger sollte deshalb die Frage nicht lauten: „Welcher ETF zahlt am meisten?“, sondern: „Welche Kombination aus Cashflow, Risiko und langfristiger Gesamtrendite passt zu meinem Ziel?“.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Monatliche Ausschüttungen sind psychologisch attraktiv – mathematisch aber zweitrangig</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">4.000 Euro jeden Monat auf dem Konto zu sehen, hat einen großen psychologischen Vorteil. Das Depot fühlt sich wie eine zusätzliche Gehaltsquelle an. Gerade in der Entnahmephase kann das angenehmer sein, als regelmäßig Anteile zu verkaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Finanziell ist der Auszahlungszeitpunkt allerdings weniger entscheidend als die Gesamtsumme. Ein ETF, der quartalsweise ausschüttet, kann genauso sinnvoll sein wie ein ETF mit monatlicher Ausschüttung. Man kann die Ausschüttungen auf einem Verrechnungskonto sammeln und sich selbst monatlich einen festen Betrag überweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">A40FFF hat hier trotzdem einen praktischen Vorteil: Der ETF schüttet monatlich aus. Damit passt er sehr gut zu einem Konzept, bei dem das Depot einen regelmäßigen Cashflow liefern soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer dagegen primär Vermögen aufbauen möchte, sollte sich nicht von der monatlichen Zahlung verführen lassen. Ein <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" data-type="post" data-id="493" target="_blank" rel="noreferrer noopener">thesaurierender ETF</a> kann steuerlich und organisatorisch ebenfalls sinnvoll sein, solange der Anleger später durch gezielte Verkäufe seinen gewünschten Cashflow erzeugt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie viel Sicherheitsmarge sollte man einplanen?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der größten Gefahren bei der Planung eines Einkommensdepots ist eine zu knappe Kalkulation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn das Ziel 4.000 Euro netto lautet, könnte man theoretisch exakt das Kapital investieren, das bei der angenommenen Rendite 4.000 Euro liefert. In der Praxis ist das riskant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erstens schwanken Ausschüttungen. Zweitens schwanken Kurse. Drittens können sich Wechselkurse auswirken. Viertens können sich Steuervorschriften verändern. Und fünftens ist eine historische Ausschüttungsrendite keine Garantie für die Zukunft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich würde deshalb nicht nur auf die rechnerisch notwendigen rund 535.000 Euro bei 11 Prozent schauen. Eine konservativere Planung könnte beispielsweise mit <strong>600.000 bis 700.000 Euro</strong> beginnen und zusätzlich eine Liquiditätsreserve von <strong>sechs bis zwölf Monatsausgaben außerhalb des Aktienportfolios</strong> vorsehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch robuster wird das Konzept, wenn die 4.000 Euro nicht vollständig aus Ausschüttungen stammen müssen. Ein Teil kann aus Ausschüttungen kommen, ein weiterer Teil aus geplanten Verkäufen. Dadurch ist man weniger abhängig davon, dass ein einzelner ETF dauerhaft eine bestimmte Ausschüttungsrendite erreicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Steuern: Was bei 4.000 Euro netto wichtig ist</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Steuerrechnung ist bei hohen Ausschüttungen ein wesentlicher Bestandteil der Planung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für deutsche Privatanleger beträgt die Abgeltungsteuer grundsätzlich <strong>25 Prozent</strong> zuzüglich Solidaritätszuschlag. Bei bestimmten Aktienfonds greift zusätzlich die Teilfreistellung. Bei einem Aktien-ETF können unter den gesetzlichen Voraussetzungen <strong>30 Prozent der Erträge steuerfrei </strong>bleiben. Der konkrete Steuerabzug hängt jedoch vom Fonds, der steuerlichen Einordnung und der individuellen Situation ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sparer-Pauschbetrag reduziert die steuerpflichtigen Kapitalerträge bis zu seiner jeweiligen gesetzlichen Höhe. Bei einem Depot, das dauerhaft mehrere zehntausend Euro Ausschüttungen pro Jahr erzeugt, ist dieser Effekt allerdings relativ klein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Modellrechnung dieses Artikels habe ich daher bewusst nicht mit dem Sparer-Pauschbetrag gerechnet. So bleibt die Planung konservativ. In der Realität kann die Nettosumme etwas höher ausfallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist außerdem: Bei einem ETF mit Optionsstrategie sollte die konkrete steuerliche Behandlung nicht allein anhand der Bezeichnung „Ausschüttung“ beurteilt werden. Wer tatsächlich 4.000 Euro netto monatlich benötigt, sollte die konkrete steuerliche Situation vor Umsetzung mit einem Steuerberater oder einer anderen qualifizierten Fachstelle prüfen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was wäre, wenn man die 4.000 Euro erst in zehn Jahren benötigt?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer heute noch nicht von den Ausschüttungen leben muss, hat einen großen Vorteil: Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Statt sofort ein maximal ausschüttendes Depot aufzubauen, kann man zunächst stärker auf <strong>Vermögenswachstum</strong> setzen. Während der Ansparphase sind thesaurierende oder niedrig ausschüttende Welt-ETFs oft besonders interessant, weil die Erträge automatisch wieder investiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst einige Jahre vor Beginn der Entnahme kann das Depot schrittweise auf höheren Cashflow umgestellt werden. Dabei kann man beispielsweise einen Teil des Welt-ETF verkaufen und in <strong>ausschüttende Dividenden- oder Premium-Income-ETFs</strong> umschichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vorgehensweise hat einen weiteren Vorteil: Man muss heute nicht wissen, welcher ETF in zehn Jahren die attraktivste Ausschüttungsrendite bietet. A40FFF ist aktuell ein interessanter Baustein, aber niemand kann seriös garantieren, dass eine <strong>Ausschüttungsrendite von rund 11 Prozent dauerhaft bestehen </strong>bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Anleger mit zehn Jahren Zeit sollte daher nicht die heutige Ausschüttungsrendite mit einer langfristigen Renditeerwartung verwechseln.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mein Fazit: 4.000 Euro netto sind möglich – aber nicht um jeden Preis</strong></h2>



<p class="kt-adv-heading6094_27305d-1b wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading6094_27305d-1b">4.000 Euro netto monatlich aus einem Depot sind kein unrealistisches Ziel. Es handelt sich allerdings um ein großes Vermögensziel. Bei einer klassischen Ausschüttungsrendite von 3 Prozent wären nach unserer Modellrechnung knapp <strong>2 Millionen Euro Kapital</strong> erforderlich. Bei 5 Prozent sind es rund 1,18 Millionen Euro. Bei 8 Prozent rund 736.000 Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rechnung verändert sich dramatisch, wenn eine Ausschüttungsrendite von rund <strong>11 Prozent </strong>angenommen wird. Dann liegt der rechnerische Kapitalbedarf bei ungefähr 535.000 Euro. Genau hier wird der JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income Active UCITS ETF (A40FFF) interessant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch die hohe Ausschüttung ist kein „free lunch“. Der A40FFF nutzt eine Optionsstrategie, um zusätzliches Einkommen zu generieren. Dadurch können attraktive laufende Zahlungen entstehen, gleichzeitig kann aber ein <strong>Teil des Aufwärtspotenzials des Aktienmarktes verloren </strong>gehen. Die Ausschüttung ist außerdem nicht garantiert und kann schwanken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb wäre mein bevorzugter Ansatz kein Depot, das zu 100 Prozent auf A40FFF setzt. Sinnvoller erscheint mir eine Kombination aus einem globalen Wachstumsbaustein, klassischen Dividenden- beziehungsweise Quality-ETFs und einem gezielten Premium-Income-Anteil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel sollte nicht sein, die höchste Ausschüttungsrendite zu finden. Das Ziel sollte sein, einen Cashflow zu erzeugen, der auch dann noch funktioniert, wenn die Börse einmal mehrere Jahre nicht mitspielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn am Ende zählt nicht die höchste Dividende auf dem Papier. Entscheidend ist, wie viel Geld das Depot über Jahrzehnte zuverlässig für dich erwirtschaften kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>FAQ: 4.000 Euro netto aus dem Depot</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie viel Geld brauche ich für 4.000 Euro netto im Monat?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das hängt maßgeblich von der Ausschüttungsrendite und der Steuerbelastung ab. Bei der in diesem Artikel verwendeten Modellrechnung reichen bei 11 Prozent Ausschüttungsrendite rund 535.000 Euro. Bei 5 Prozent wären dagegen rund 1,18 Millionen Euro erforderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ist A40FFF ein Dividenden-ETF?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nein. A40FFF ist ein Premium-Income-ETF. Neben Aktienengagement werden Optionen eingesetzt, um zusätzliches Einkommen zu generieren. Die hohe Ausschüttung ist deshalb nicht mit einer klassischen Dividendenrendite gleichzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sind 11 Prozent Ausschüttungsrendite dauerhaft realistisch?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das lässt sich nicht seriös versprechen. Die Ausschüttungsrendite schwankt. Historische Werte zeigen, dass A40FFF bereits deutlich unterschiedliche Ausschüttungsrenditen aufgewiesen hat.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ist ein 11-Prozent-ETF besser als ein Welt-ETF?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht automatisch. Für die Beurteilung eines Investments ist die <strong>Gesamtrendite</strong> entscheidend. Ein ETF mit hoher Ausschüttung kann gleichzeitig weniger Kurswachstum erzielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kann ich 4.000 Euro monatlich auch durch Verkäufe entnehmen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja. Ökonomisch ist eine Entnahme durch Ausschüttungen und eine Entnahme durch den Verkauf von ETF-Anteilen nicht grundsätzlich besser oder schlechter. Viele Anleger bevorzugen Ausschüttungen allerdings psychologisch, weil sie nicht aktiv Anteile verkaufen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie wichtig ist die monatliche Ausschüttung?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den langfristigen Vermögensaufbau ist sie weniger wichtig als die Gesamtrendite. Für Anleger, die einen monatlichen Cashflow als Ersatz oder Ergänzung zu Gehalt oder Rente wünschen, kann sie organisatorisch und psychologisch trotzdem sehr attraktiv sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>A2JAHJ vs. A41L70: Welcher Dividenden-ETF ist 2026 besser?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 21:19:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[A2JAHJ]]></category>
		<category><![CDATA[A2JAHJ vs A41L70]]></category>
		<category><![CDATA[A41L70]]></category>
		<category><![CDATA[Dividend Growth ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Dividenden ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Dividenden ETF Vergleich]]></category>
		<category><![CDATA[Dividendenstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[ETF mit monatlicher Ausschüttung]]></category>
		<category><![CDATA[L&G Global Quality Dividends]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitäts ETF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders vs. L&#38;G Global Quality Dividends – Kosten, Dividende, Qualität, Diversifikation und langfristige Renditechancen im Vergleich. Stand: 10. August 2026. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. A2JAHJ oder A41L70 – zwei Dividenden-ETFs mit unterschiedlichen Konzepten Wer einen Dividenden-ETF sucht, stößt schnell...</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders vs. L&amp;G Global Quality Dividends – Kosten, Dividende, Qualität, Diversifikation und langfristige Renditechancen im Vergleich.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Stand: 10. August 2026. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>A2JAHJ oder A41L70 – zwei Dividenden-ETFs mit unterschiedlichen Konzepten</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer einen Dividenden-ETF sucht, stößt schnell auf den VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF (WKN A2JAHJ) und den noch jungen L&amp;G Global Quality Dividends UCITS ETF (WKN A41L70). Beide investieren in entwickelte Märkte und schütten Erträge aus. Trotzdem verfolgen sie unterschiedliche Strategien.</p>



<pre class="wp-block-verse">Literaturtipp: <a href="https://link.amazon/B0fMgokN4" data-type="link" data-id="https://link.amazon/B0fMgokN4" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">Intelligent investieren: Das Standardwerk des Value Investing</a> (Affiliate) </pre>



<p class="wp-block-paragraph">A2JAHJ ist seit 2016 am Markt und konzentriert sich auf 100 dividendenstarke Large Caps. A41L70 wurde erst im Januar 2026 aufgelegt und setzt auf ein wesentlich breiteres All-Cap-Universum mit rund 1.000 Aktien. Gleichzeitig kombiniert der L&amp;G Dividendenwachstum mit Qualitätsmerkmalen und schüttet monatlich aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: <strong>Welcher ETF zahlt mehr Dividende</strong>? Viel wichtiger sind <strong>Strategie, Qualität, Diversifikation, Kosten, Ausschüttungswachstum</strong> und die Rolle des ETFs im Gesamtdepot.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die wichtigsten Unterschiede</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td>Merkmal</td><td><strong>A2JAHJ – VanEck</strong></td><td><strong>A41L70 – L&amp;G</strong></td></tr><tr><td>Start</td><td>23.05.2016</td><td>12.01.2026</td></tr><tr><td>TER</td><td>0,38 %</td><td>0,29 %</td></tr><tr><td>Aktien</td><td>100</td><td>rund 1.000</td></tr><tr><td>Universum</td><td>Developed Large Caps</td><td>Developed All Caps</td></tr><tr><td>Fokus</td><td>Dividend Leaders</td><td>Dividend Growth + Quality</td></tr><tr><td>Ausschüttung</td><td>quartalsweise</td><td>monatlich</td></tr><tr><td>Track Record</td><td>langjährig</td><td>sehr kurz</td></tr></tbody></table></figure>



<h2 class="wp-block-heading">A2JAHJ: Der etablierte Dividend-Leaders-ETF</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der A2JAHJ bildet den Morningstar Developed Markets Large Cap Dividend Leaders Screened Select Index ab. Vereinfacht gesagt werden aus entwickelten Märkten Unternehmen herausgefiltert, die attraktive Dividenden zahlen und zugleich Anforderungen an Dividendenentwicklung und Nachhaltigkeit erfüllen. Am Ende stehen <strong>100 Aktien</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ETF existiert seit 2016. Genau das ist ein großer Vorteil: Anleger können die Strategie über verschiedene Börsenphasen beobachten. Anfang August 2026 lag das Fondsvolumen laut VanEck bei rund 9,1 Milliarden Euro; die laufenden Kosten betragen 0,38 % pro Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der A2JAHJ ist kein Ersatz für einen klassischen Welt-ETF. Seine Auswahl führt zu einer stärkeren Gewichtung von Dividendenbranchen wie Energie, Versicherungen, Banken, Pharma, Versorgern und Basiskonsum. Wachstumsstarke Technologiewerte spielen dagegen eine geringere Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Positiv ist, dass A2JAHJ nicht blind die Aktien mit der höchsten Dividendenrendite kauft. Die Methodik berücksichtigt unter anderem Dividendenwachstum und die erwartete Ausschüttungsquote. Eine extrem hohe Dividendenrendite kann schließlich auch ein Warnsignal sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>A41L70: Der neue Quality-Dividend-Ansatz</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der A41L70 ist der L&amp;G Global Quality Dividends UCITS ETF USD Distributing. Er bildet den FTSE Developed All Cap Dividend Growth with Quality Net Tax Index ab und wurde erst im Januar 2026 aufgelegt. Eine langjährige Live-Historie gibt es deshalb noch nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Konzept ist trotzdem interessant: Der ETF verbindet positives Dividendenwachstum mit Qualitätsmerkmalen und einer attraktiven erwarteten Dividendenrendite. Durch den All-Cap-Ansatz können neben Large Caps auch Mid Caps und kleinere Unternehmen berücksichtigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit rund 1.000 Positionen ist A41L70 deutlich breiter aufgestellt als A2JAHJ. Hinzu kommen niedrigere laufende Kosten von 0,29 % und monatliche Ausschüttungen. Für Anleger, die einen regelmäßigen Cashflow aus ihrem Depot wünschen, ist das praktisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine monatliche Ausschüttung ist allerdings kein zusätzlicher Renditebonus. Zwölf kleine Zahlungen sind wirtschaftlich nicht automatisch besser als vier größere. Entscheidend bleibt die Gesamtrendite aus Kursentwicklung und Ausschüttungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Dividendenrendite oder Dividendenwachstum?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hier liegt der wichtigste konzeptionelle Unterschied. A2JAHJ ist stärker auf aktuelle Dividendenerträge und Dividend Leaders ausgerichtet. A41L70 legt mehr Gewicht auf die Kombination aus <strong>Dividendenwachstum und Qualität</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für einen Anleger mit einem Anlagehorizont von zehn oder zwanzig Jahren kann Dividendenwachstum besonders interessant sein. Eine heute etwas niedrigere Ausschüttung kann langfristig attraktiver sein, wenn die Unternehmen ihre Gewinne und Dividenden nachhaltig steigern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet allerdings nicht, dass A41L70 automatisch die höhere Rendite liefern wird. Dafür ist der ETF schlicht zu jung. Die historische Indexentwicklung der zugrunde liegenden Strategie kann Hinweise geben, ersetzt aber keinen echten Live-Track-Record.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Diversifikation: klarer Vorteil für A41L70</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">100 Aktien sind bereits eine ordentliche Diversifikation. Rund 1.000 Aktien reduzieren das Einzelwertrisiko aber noch stärker. Beim A41L70 kann der Ausfall oder eine Dividendenkürzung eines einzelnen Unternehmens das Portfolio daher weniger stark treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die breitere Streuung ist einer der größten Vorteile des L&amp;G. Allerdings bedeutet mehr Diversifikation nicht automatisch höhere Rendite. Ein breiter beziehungsweise gleichgewichteter Ansatz profitiert weniger stark davon, wenn einzelne Mega-Gewinner des Marktes extrem groß werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide ETFs sind Faktorstrategien. Die Zahl der Aktien allein sagt deshalb wenig über das Gesamtrisiko aus. Beide bevorzugen Unternehmen mit bestimmten Dividendenmerkmalen und weichen damit bewusst vom klassischen Weltmarktportfolio ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kosten und Track Record</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den laufenden Kosten liegt A41L70 mit 0,29 % vor A2JAHJ mit 0,38 %. Die Differenz beträgt 0,09 Prozentpunkte. Bei 100.000 Euro sind das rechnerisch rund 90 Euro pro Jahr. Ich würde einen ETF allerdings nicht allein wegen dieser Differenz wechseln: Die Strategie ist wichtiger als die TER.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Track Record ist die Sache eindeutig. A2JAHJ existiert seit 2016, A41L70 erst seit 2026. Der VanEck hat damit mehrere Marktphasen mit echtem Fondsvermögen durchlaufen. Das macht A2JAHJ nicht automatisch besser, aber besser einschätzbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim L&amp;G muss sich erst zeigen, wie sich die Strategie über eine komplette Krise, steigende Zinsen oder eine längere Seitwärtsphase entwickelt. Historische Indexdaten sind interessant, sollten aber nicht mit einer garantierten zukünftigen ETF-Performance verwechselt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>A2JAHJ vs. A41L70 im Depot</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich würde keinen der beiden ETFs automatisch als alleinigen Kern eines Aktienportfolios verwenden. Ein FTSE All-World oder vergleichbarer Welt-ETF bildet den globalen Aktienmarkt umfassender ab. Ein Dividenden-ETF ist eine bewusste Faktor-Beimischung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein mögliches Modell wäre beispielsweise 80 % Welt-ETF und 20 % A2JAHJ. Wer stärker auf Qualität und Dividendenwachstum setzt, könnte stattdessen 80 % Welt-ETF und 20 % A41L70 wählen. Auch eine Kombination aus beiden ist möglich, allerdings mit Überschneidungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Entnahmephase kann A41L70 mit monatlichen Ausschüttungen praktisch sein. A2JAHJ zahlt quartalsweise. Wirtschaftlich entscheidender als die Frequenz sind jedoch Ausschüttungshöhe, <a href="https://www.finanzguerilla.de/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/" data-type="post" data-id="2629" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ausschüttungswachstum</a> und Gesamtrendite.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Risiken und Steuern</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beide ETFs sind Aktienfonds und für deutsche Anleger grundsätzlich als Aktienfonds steuerlich relevant. Bei einer Aktienquote von mindestens 51 % gilt grundsätzlich eine Teilfreistellung von 30 %. Die konkrete Steuerbelastung hängt unter anderem von Freistellungsauftrag, Sparer-Pauschbetrag und persönlichen Umständen ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide ETFs bleiben Aktienanlagen. Dividenden sind keine Zinsen und keine Garantie. Unternehmen können Ausschüttungen kürzen, Aktienkurse können stark fallen und Dividendenstrategien können über längere Zeit hinter dem Gesamtmarkt zurückbleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Performancevergleich: Wie schlagen sich A2JAHJ und A41L70 gegen den MSCI World?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Performance muss man den Vergleich aktuell noch mit Vorsicht betrachten. Der VanEck existiert bereits <strong>seit 2016</strong> und verfügt über eine lange Historie, während der A41L70 erst am <strong>12. Januar 2026</strong> aufgelegt wurde. Ein sinnvoller direkter Vergleich ist deshalb derzeit nur für den Zeitraum möglich, in dem beide ETFs tatsächlich am Markt handelbar sind, somit seit Januar 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Daten von Seiten wie z.B. justETF zeigen für den A2JAHJ zuletzt eine starke Entwicklung. Auf längere Sicht lag die Gesamtrendite inklusive Ausschüttungen bei <strong>+82,26 % über drei Jahre und +134,62 % über fünf Jahre</strong>. Allein 2025 erzielte der ETF laut justETF eine Rendite von <strong>+23,78 %</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den direkten Vergleich seit Januar 2026 ist der Zeitraum allerdings noch sehr kurz. Deshalb wäre es aus meiner Sicht unseriös, aus wenigen Monaten bereits einen langfristigen Sieger zwischen A2JAHJ und A41L70 abzuleiten. Genau hier sollte auch der MSCI World als Benchmark betrachtet werden: Während ein klassischer MSCI-World-ETF den breiten Markt der Industrieländer abbildet, setzen beide Dividenden-ETFs bewusst auf bestimmte Faktoren – insbesondere Dividenden, beim A41L70 zusätzlich stärker auf <strong>Dividendenwachstum</strong> und <strong>Qualität</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch mache habe ich mal einen Performancevergleich angestellt, auch wenn dieser wie gesagt wenig aussagekräftig ist. Verglichen habe ich die ETFs anhand der Daten von Fondweb.de. Vergleichen habe ich:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>A41L70</strong> &#8211; L&amp;G Global Quality Dividends UCITS ETF USD Dist ETF</li>



<li><strong>A2JAHJ</strong> &#8211; VanEck Morning. Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF</li>



<li><strong>A3EP8F </strong>&#8211; iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Dist)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Den MSCI-World natürlich in der <strong>ausschüttenden Variante</strong>, da der <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" data-type="post" data-id="493" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Thesaurierer</a> hier das Bild verzerren würde. Das Ergebnis des Vergleiches sieht so aus:</p>



<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="599" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2026/08/Performancevergleich-Vaneck-LG-MSCIWorld-1024x599.jpg" alt="" class="wp-image-6041" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2026/08/Performancevergleich-Vaneck-LG-MSCIWorld-1024x599.jpg 1024w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2026/08/Performancevergleich-Vaneck-LG-MSCIWorld-300x175.jpg 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2026/08/Performancevergleich-Vaneck-LG-MSCIWorld-768x449.jpg 768w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2026/08/Performancevergleich-Vaneck-LG-MSCIWorld.jpg 1159w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle Fondsvergleich: <a href="https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/IE0005AJA0P1,NL0011683594,IE000OHHIBC6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fondweb.de</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit <strong>17,55%</strong> seit Auflage im Januar 2026 hat der L&amp;G (Blau) sogar derzeit die Nase vorne. Der VanEck (Orange) konnte satte <strong>16,29%</strong> zulegen. Der MSCI World-ETF hingegen schaffte es auf &#8222;nur&#8220; 13,44% und stellt somit das Schlusslicht dar.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mein Fazit: A2JAHJ oder A41L70?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich heute einen neuen Dividenden-ETF-Sparplan aufsetzen müsste, würde ich den A41L70 leicht bevorzugen. Nicht, weil er nachweislich besser ist, sondern weil mir die Kombination aus <strong>Quality, Dividend Growth, All-Cap-Diversifikation</strong> und niedrigen Kosten konzeptionell besser gefällt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">A2JAHJ von Vaneck bleibt aber ein sehr interessanter ETF. Sein größter Trumpf ist der echte Track Record seit 2016. Wer ihn bereits im Depot hat, muss meiner Meinung nach nicht allein wegen des neuen Konkurrenten wechseln. Teilweise performe dieser ETF in den vergangenen Jahren so überragend, dass sich sogar der MSCI World geschlagen geben musste. Dafür Respekt!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Einordnung lautet deshalb: A41L70 für Anleger, die einen modernen Quality-Dividend-Growth-Ansatz suchen; A2JAHJ für Anleger, die einen <strong>etablierten Dividend-Leaders-ETF</strong> mit <strong>längerer Historie </strong>bevorzugen. Als vollständiger Ersatz für einen Welt-ETF sehe ich keinen der beiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wichtigste Erkenntnis: Die Frage A2JAHJ vs. A41L70 sollte nicht nur lauten, welcher ETF die höhere Dividende zahlt. Entscheidend ist, welche Aufgabe der ETF in deinem Depot erfüllen soll. Ich persönlich sehe den L&amp;G als geeigneten Einkommensbaustein ein, insbesondere wenn man später seine Ausschüttungen als eine Art ergänzende &#8222;Rente&#8220; betrachtet. Gerade hier sind dann die monatlichen Ausschüttungen hoch attraktiv.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über die langfristige Rendite des L&amp;G lassen sich aktuell jedoch keine seriösen Prognosen abgeben. Dieses Jahr zeigt aber bereits, dass das Konzept zu funktionieren scheint und im sehr kurzen Zeitfenster sogar den Vaneck und den MSCI-World geschlagen hat. Ob dies so bleibt? Who knows.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>FAQ</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welcher ETF ist günstiger? </strong>A41L70 mit 0,29 % TER gegenüber 0,38 % beim A2JAHJ.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welcher ETF schüttet monatlich aus? </strong>A41L70. A2JAHJ schüttet quartalsweise aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welcher ETF hat mehr Aktien? </strong>A41L70 mit rund 1.000 Positionen gegenüber 100 beim A2JAHJ.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welcher ETF hat den längeren Track Record? </strong>A2JAHJ. Der Fonds wurde 2016 aufgelegt, A41L70 erst 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ist A41L70 automatisch besser? </strong>Nein. Das Konzept ist interessant, aber die Live-Historie ist noch zu kurz für ein belastbares Renditeurteil.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kann man beide ETFs kombinieren? </strong>Ja, aber wegen Überschneidungen steigt die Diversifikation weniger stark, als die Zahl der Positionen vermuten lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie performt er im Vergleich zum Vaneck? </strong>Seit Auflage im Januar 2026 hat der L&amp;G den Vaneck leicht outperformt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterlesen auf Finanzguerilla</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-etfs-lohnt-sich-ein-investment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-ETFs – Lohnt sich ein Investment?</a></li>



<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/vanguard-etfs-in-deutschland-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vanguard FTSE All-World im Sparplan</a></li>



<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF-Sparplan vs. Aktien-Sparplan</a></li>



<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-und-wie-in-emerging-markets-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Warum und wie in Emerging Markets investieren?</a></li>



<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-etfs-lohnt-sich-ein-investment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-ETFs und Welt-ETF</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.vaneck.com/de/de/anlagen/dividend-etf/uebersicht/">Morningstar Developed Markets Dividend Leaders ETF</a></li>



<li><a href="https://www.vaneck.com/de/de/anlagen/dividend-etf/positionen/">Positionen des A2JAHJ</a></li>



<li><a href="https://indexes.morningstar.com/api/docs/68a700a163928b79946d9f14">Morningstar – Index Construction Rules</a></li>



<li><a href="https://www.lseg.com/content/dam/ftse-russell/en_us/documents/ground-rules/ftse-dividend-growth-with-quality-index-series-ground-rules.pdf">FTSE Russell – Dividend Growth with Quality Index Series</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Teure Lektionen: Meine Börsenfehler mit der Deutsche Bank Aktie</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/boersenfehler-deutsche-bank-aktie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2026 19:59:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktien]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Börsenfehler]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Bank Aktie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Überall, vor allem wenn man neu ist an der Börse, liest man gerne die Floskel, man müsse zuerst „Lehrgeld“ zahlen, ehe man richtig gut und erfolgreich würde. Heute möchte ich dich mal an meiner bislang turbulentesten Odyssee an der Börse teilhaben lassen und wo ich besonders großes Lehrgeld gezahlt habe. Und viel wichtiger: Wie es...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Überall, vor allem wenn man neu ist an der Börse, liest man gerne die Floskel, man müsse zuerst „<em>Lehrgeld</em>“ zahlen, ehe man richtig gut und erfolgreich würde. Heute möchte ich dich mal an meiner bislang turbulentesten Odyssee an der Börse teilhaben lassen und wo ich besonders großes Lehrgeld gezahlt habe. Und viel wichtiger: Wie es ausging, meine <strong>Börsenfehler</strong> und wie ich vielleicht noch die Kurve gekriegt hätte, wäre ich kein Feigling gewesen. Im Zentrum dieser Geschichte: Die <strong>Deutsche Bank Aktie</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Deutsche Bank Aktie – Aus der Krise, in die Krise. Und ich mittendrin</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir schreiben das <strong>Jahr 2014</strong>. Ich war zwar schon länger an der Börse tätig, bislang aber hauptsächlich mit aktiv gemanagten Fonds und hin und wieder mal eine geringfügige Position in Einzelaktien. Teilweise nur im dreistelligen Bereich. Da ich damals noch satte 9 Euro pro Transaktion zahlte, kannst du dir selbst vorstellen, wie erfolgreich ein Handel im dreistelligen Bereich unter dem Strich gewesen sein dürfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war jedenfalls der Ausgangspunkt. Ich habe Börsenberichte gelesen und mich eher schlecht als recht informiert. Damals hielt ich es dann tatsächlich für eine gute Idee, satte <strong>20.000 Euro</strong> auf einmal mittels <strong>Einmalkauf </strong>in die <strong>Aktien der Deutschen Bank </strong>zu investieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aktie rentierte hier gerade bei ca. <strong>29 Euro</strong> (<strong>2014</strong>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie kam aus einem mehrjährigen Tief bei ca. <strong>14 Euro</strong> (<a href="https://www.finanzguerilla.de/krise-und-dann-depotabsicherung-fuer-den-ernstfall/" type="post" id="1719" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Finanzkrise</a> <strong>2008/2009</strong>) und war seit der Krise wieder bis auf <strong>43 Euro</strong> angestiegen (<strong>2010</strong>). Ich ging somit von einer Zwischenkorrektur (40 auf 29 Euro) aus und sah es als „<em>goldene Gelegenheit</em>“ und unter dem Aspekt Rendite/Risiko her auch stimmig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Medialer Fokus auf die Deutsche Bank</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Da die Aktie auch aufgrund CEO-Wechsel und Anpassungen des <strong>Investment-Geschäfts</strong> stark präsent in den Medien war, hielt ich es für eine ausgemachte Sache, dass sie absehbar und zeitnah wieder auf <strong>40 Euro</strong> (mindestens!) steigen würde. Zugegeben, die Allzeithochs um die <strong>87 Euro</strong> waren ebenfalls verlockend. Vielleicht kommen wir ja wieder da hin?! Damals wäre so ein Verdoppler für mich <strong>finanziell sehr gelegen gekommen</strong>. Ich zahlte damals noch die Schulden für <a href="https://www.finanzguerilla.de/selbstgenutzte-immobilie-sinnvolles-investment-oder-nicht/" type="post" id="3990" target="_blank" rel="noreferrer noopener">meine selbst genutzte Eigentumswohnung</a> ab und konnte das Geld auch nach meiner ersten <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-passiert-mit-meinem-kryptodepot-im-falle-einer-scheidung/" type="post" id="4241" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Scheidung</a> gut brauchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Umso mehr schmerzte mich dann der Verlust eines Großteils meines Einsatzes. Aber dazu kommen wir noch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Blauäugig wie ich war, bin ich also dann mit besagter Summe bei etwa <strong>29 Euro</strong> in die Aktie eingestiegen. Selbst wenn sie korrigiert: Immerhin bleibt mir ja dann die <strong>stattliche Dividende</strong>, selbst wenn es mit dem Verdoppler dann ein paar Jahre dauern würde – <em><strong>die Dividende wäre ein gutes Trostpflaster</strong></em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch es kam anders.</p>



<pre class="wp-block-verse"><em><strong>Börsenfehler Nr. 1</strong>: Aktie kaufen ohne zureichende Analyse der Fundamentaldaten und auf das Prinzip „Hoffnung“ setzen. Auch genannt: „Blindes Zocken“.</em></pre>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Abwärtsspirale</strong> beginnt&#8230;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aktie schaffte es leider nicht aus den negativen Schlagzeilen. Nahezu täglich fanden sich auf <a href="https://www.boerse-online.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Börse-Online</a> oder dem <a href="https://www.deraktionaer.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aktionär</a> <strong>negative</strong> bis vernichtende Berichte mit stets neuen Hiobsbotschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aktie fiel und fiel. Es gab <strong>Kapitalerhöhungen</strong>, mein Einstieg wurde dadurch <strong>verwässert</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es eskalierte weiter und die <strong>Dividende wurde sogar gestrichen</strong> bzw. bis auf das absolut Nötigste gekürzt (sie war kaum noch der Rede wert). Die Dynamik nahm Fahrt auf. Sogar die sicher geglaubten <a href="https://www.finanzguerilla.de/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/" type="post" id="2629" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ausschüttungen</a> somit &#8211; weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Immer wieder gab es auch kurze Erholungen, jedoch habe ich meinen <strong>Einstiegspreis von 29 Euro</strong> über die Folgejahre nie mehr gesehen. Sofort wäre ich raus gegangen und hätte erleichtert gefeiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was also tun? Klar! <strong>NACHKAUFEN und verbilligen</strong>. Zwischenzeitlich hat man ja neues Cash und kann sich mehr leisten (Anm: das war etwa <strong>3-4 Jahre später</strong>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gesagt getan. Die Aktie war so stark gefallen, dass ich sie bei ca. <strong>10,50 Euro</strong> im Jahre <strong>2016</strong> in <strong>großem Stil nachkaufte</strong> und meinen Einstiegskurs dadurch auf <strong>ca. 20 Euro verbilligte</strong>. Ich wollte retten was zu retten ist. Einen Fehler gemacht zu haben? Gestand ich mir nicht ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Sobald sie die 20 Euro wieder erreicht, werde ich Plusminus Null aussteigen und daraus lernen“</em> war meine Devise. Hauptsache keinen Verlust (von den Opportunitätskosten durch <strong>entgangene andere Gewinne</strong> mal abgesehen).</p>



<pre class="wp-block-verse"><em><strong>Börsenfehler Nr. 2</strong>: Verbilligen ohne Plan und Strategie</em></pre>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Jahre des Siechtums</strong> &#8211; Deutsche Bank Aktie als Trauerspiel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Position war im Verlust und würde es wohl bleiben. Ich baute parallel um die Aktie ein neues Depot, frei nach den <a href="https://www.finanzguerilla.de/beste-finanzbuecher-tipps-empfehlungen/" type="page" id="1098" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lehren und Kenntnissen der Bücher hier</a> auf. Hier entstand dann auch die Idee für diese Webseite. Ich half mir selber, sog Wissen in mich auf, setzte die Erkenntnisse auch tatsächlich um und profitierte nach kurzer Zeit. Ich war begeistert! Gewinn geht also doch! Davon sollten auch andere profitieren! Insofern war die <strong>Deutsche Bank Aktie</strong> in gewisser Weise mit verantwortlich für diesen Blog.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://www.finanzguerilla.de/cashflow-is-king-bestaendige-ausschuettungen-erleichtern-das-leben/" type="post" id="4679" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gesamtdepot wuchs</a>, entwickelte sich positiv. Der Schandfleck Deutsche Bank blieb jedoch. Dieses <strong>tiefe Rot </strong>fraß sich tagtäglich in mein Auge. <strong>Diese eine Aktie bremste die Gesamtperformance</strong>, weil sie eben ein ziemlicher Klumpen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aktie war zwischenzeitlich so stark gefallen, dass ich weiter nachkaufte in Form eines <strong>Sparplanes</strong> (da ich keine größere Summen Cash mehr hatte – Gott sei Dank!). Schlimmer geht&#8217;s immer&#8230;</p>



<pre class="wp-block-verse"><em><strong>Börsenfehler Nr. 3</strong>: Wiederholung des Fehlers Nr. 2</em> - automatisiert als <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/" type="post" id="322" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sparplan</a></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Egal wie stark mein <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" type="post" id="2123" target="_blank" rel="noreferrer noopener">FTSE All-World</a> im Plus rangierte, die <strong>Aktie der DB</strong> belastete mein Depot und zugegeben auch mein Ego weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es folgten dann <strong>Jahre des Verlustes mit der Aktie</strong>. Die Aktie fand einfach nicht aus den Schlagzeilen. Im <strong>Jahr 2020</strong> fiel sie sogar auch knapp <strong>5 Euro</strong> aufgrund der <strong>Pandemie</strong>. Es gab zahlreiche (auch ernstzunehmende / seriöse) Stimmen, die gar vor <strong>einer Insolvenz der Deutschen Bank</strong> oder <strong>Verstaatlichung</strong> analog der Commerzbank damals sprachen und mir somit womöglich einen <strong><em>Totalverlust</em></strong> in Aussicht stellten.</p>



<pre class="wp-block-verse"><strong><em>Börsenfehler Nr. 4</em></strong><em>: Sich durch aufgeregte Börsenberichterstattung verrückt machen lassen</em></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Weiter warf ich schlechtem Geld <a href="https://www.finanzguerilla.de/tag/geld-macht-gluecklich/" type="post_tag" id="354" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gutes Geld</a> hinterher (Sparpläne), nur um irgendwie wieder Null auf Null rauszukommen und meinen Fehler wieder „<em>gut zu machen</em>“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Schlussstrich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Da es im Prinzip im Zeitraum <strong>2018</strong> bis <strong>2024</strong> bei der <strong>Deutschen Bank</strong> nahezu nur bergab ging bzw. seitwärts, sah ich kein Licht mehr am Ende des Tunnels und entschied mich dazu, die Reißleine zu ziehen und <strong>meine Positionen</strong> zu einem Kurs von ca. <strong>7,50 Euro</strong> auf den Markt zu werfen. Seitdem bin ich raus aus der Aktie und bislang nie wieder gekommen.</p>



<pre class="wp-block-verse"><em><strong>Börsenfehler Nr. 5</strong>: Am Hochpunkt kaufen, am Tiefpunkt verkaufen.</em></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Es lässt sich somit festhalten, dass ich die Aktien bei einem Kurs von <strong>29 Euro gekauft </strong>habe. Diesen Kurs sahen sie während meiner gesamten Haltedauer von <strong>2012</strong> bis etwa <strong>2022</strong> tatsächlich nie wieder. Ich <strong>verbilligte</strong> den Einstieg auf ca. <strong>20 Euro</strong> und gab dann <strong>unweit des Allzeittiefs</strong> bei <strong>7,50 Euro</strong> auf und verkaufte. Damals rechnete ich mit einem Fall auf „Null“ (danke liebe Börsenmedien!) und wollte retten was noch zu retten war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was wäre wenn?&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute schreiben wir das Jahr <strong>2026</strong>. Die Deutsche Bank notiert heute (<strong>09.02.2026</strong>) bei <strong>31,48 Euro</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Ersteinstieg (29 Euro) wäre somit nach ca. <strong>12 Jahren Haltedauer</strong> nun doch wieder im Gewinn und ich wäre aus der Nummer rausgekommen. Mit ein wenig <a href="https://www.finanzguerilla.de/wie-sollte-man-die-dividende-reinvestieren/" type="post" id="1359" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividende</a>, aber hohen Opportunitätskosten. Aber immerhin ohne <strong>tatsächliche Verluste</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Verbilligen auf <strong>20 Euro</strong> wäre ich stand heute sogar dick im Gewinn. (<strong>20 Euro</strong> -> <strong>31,48 Euro</strong> -> <strong>57,4 % Kursgewinn</strong>). In Anbetracht einer Zeitdauer von fast <strong>12 Jahren</strong> immerhin eine Rendite von knapp <strong>4,78 % p.a.</strong> &#8211; <em>ohne</em> Dividende. Diese wird inzwischen auch seit Jahren wieder gezahlt.</p>



<pre class="wp-block-verse"><em><strong>Börsenfehler Nr. 6</strong>: KEIN Buy and Hold betrieben</em></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Hätte ich Eier aus Stahl gehabt und die Sache <a href="https://timschaefermedia.com/" type="link" id="https://timschaefermedia.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wie Tim Schäfer gehandhabt</a> und schlichtweg <em><strong>nie</strong></em> verkauft, dann wäre ich heute sogar mit der <strong>Deutschen Bank Aktie</strong> wieder im <strong>Gewinn</strong>. Dieser Gewinne wächst womöglich weiter oder ich könnte nun mit gutem Gewissen und Genugtuung aussteigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spätestens wenn die Deutsche Bank in <strong>20 Jahren</strong> bei <strong>100 Euro</strong> rangiert, würde ich mich über den entgangenen „Fivebagger“ ärgern&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit und meine Lehren:</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Deutsche Bank war meine Achillesferse. Jahrelang trieb mich diese Aktie in den Wahnsinn. Als damals noch mit <a href="https://www.finanzguerilla.de/in-einzelaktien-statt-etf-investieren/" type="post" id="994" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Einzelaktien</a> Unerfahrener verlor ich in Summe viel Geld mit der Aktie. Mein <strong>Verlustverrechnungstopf</strong> (Aktien) rangierte lange Zeit im Minus. Immerhin konnte ich dadurch <strong>steuerfreie Gewinne aus anderen Aktientransaktionen gegenrechnen</strong>. Leider aber keine Gewinne aus ETF, wo meine Hauptgewinne herrührten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-etf/" type="post" id="5004" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF</a> sind ein <strong>gesonderter Verrechnungstopf</strong>, wie ich auch damals schmerzlich feststellen durfte. Leider hatte dies zur Folge, dass ich den <strong>negativen Verrechnungstopf</strong> lange mit mir führte. Ich sah es jedoch als Warnung an und bin aus heutiger Sicht auch recht froh über meine Erfahrung mit der Deutschen Bank.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alleine wenn du diese Zeilen liest und du gerade feststellst, dass du mit einer deiner Positionen in einer ähnlichen Situation sein könntest (<strong>Tesla</strong>? <strong>Palantir</strong>? Oder gar <a href="https://www.finanzguerilla.de/wo-bitcoin-direkt-kaufen/" type="post" id="3017" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bitcoin</a>?) helfen dir vielleicht meine Erfahrungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe für mich daraus mitgenommen: Entweder klar mit <strong>Stops agieren</strong> und <strong>rechtzeitig aussteigen</strong> oder radikal bis zum Schluss halten („<strong><em>Buy and Hold extreme</em></strong>“) und erst dann verkaufen, wenn ich dazu gezwungen werde bzw. die Position als wertlos aus meinem Depot ausgebucht wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich rate ich dir eher, vorher auszusteigen, um <strong>hohe Opportunitätskosten</strong> zu vermeiden. Dann hättest du nicht wie ich <strong>nahezu alle Börsenfehler nach Lehrbuch</strong> begangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Hast auch du so ein Kryptonit in deinem Depot? Um welchen Wert handelt es sich bei dir?</em></strong></p>
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		<title>Kann KI Tenbagger vorhersagen?</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/kann-ki-tenbagger-vorhersagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2025 19:33:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktien]]></category>
		<category><![CDATA[Finanziell frei mit KI]]></category>
		<category><![CDATA[Tenbagger]]></category>
		<category><![CDATA[Tenbagger mit KI]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>KI ist in aller Munde. Dienste wie Chat GPT oder andere Anbieter wirbeln das Leben bereits heute schon gehörig durcheinander. Die langfristigen Auswirkungen von KI sind Spielball der Börsen (aktueller KI-Hype). Doch wie steht es um die Glaskugel-Qualitäten von KI? Kann eine KI mögliche Tenbagger vorhersagen, also Unternehmen, die ihren Aktienkurs verzehnfachen? Heute mache ich...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">KI ist in aller Munde. Dienste wie <strong>Chat GPT </strong>oder andere Anbieter wirbeln das Leben bereits heute schon gehörig durcheinander. Die langfristigen Auswirkungen von KI sind Spielball der Börsen (aktueller KI-Hype). Doch wie steht es um die <strong>Glaskugel-Qualitäten</strong> von KI? Kann eine KI mögliche <strong>Tenbagger</strong> vorhersagen, also Unternehmen, die ihren <strong>Aktienkurs verzehnfachen</strong>?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute mache ich mal ein Experiment mit der KI von OpenAI, namentlich <strong>Chat-GPT</strong>. Ich bitte einfach die KI, mir <strong>3 Unternehmen/<a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-aktien/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aktien</a></strong> zu nennen, die laut Einschätzung der KI ein solches <strong>Tenbagger</strong>-Potential haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Hinweis: ich bin kein Finanzberater und dieser Artikel stellt keine Anleitung oder Aufforderung zum Handel der erwähnten Aktien dar. Zudem bin ich in keiner der Aktien aktuell investiert.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Kann KI Glaskugel?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Los geht es. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Meine Frage an Chat-GPT:</strong></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Bitte liste mir 3 Unternehmen auf, die nach deiner Ansicht das Potential haben, ein Tenbagger im Zeitraum 10 Jahre zu werden</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Antwort der KI:</strong></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Gute Frage — hier sind <strong>drei öffentliche Unternehmen</strong>, die aus meiner Sicht das <strong>Potenzial</strong> haben, in den nächsten ~10 Jahren ein <em>Tenbagger</em> (≈10×) zu werden. Wichtig: das sind <strong>keine Anlageempfehlungen</strong>, nur begründete, spekulative Meinungen. Mach bitte eigene Recherche / Due Diligence bevor du Geld investierst.</p>



<h3 class="wp-block-heading">1) QuantumScape (Ticker: QS) — <strong>These:</strong> solid-state-Batterien können die nächste Akku-Revolution auslösen; QuantumScape hat Partnerschaften mit OEMs und IP, die bei Serienreife enorme Skaleneffekte erlauben könnten.</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Katalysatoren:</strong> technologischer Durchbruch in Festkörperzellentechnik, Lizenz-/Fertigungs-Deals mit Automobilherstellern. <a href="https://www.reuters.com/business/autos-transportation/volkswagen-ramp-up-solid-state-battery-production-quantumscape-deal-2024-07-11/?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Reuters+1</a></li>



<li><strong>Konkretes (Stand Nov 2025):</strong> deutlich gestiegene Marktkapitalisierung und viele positive Schlagzeilen zu Tests/Demos — Marktmeinung ist allerdings sehr gespalten. <a href="https://finance.yahoo.com/quote/QS/?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Yahoo Finanzen+1</a></li>



<li><strong>Risiken:</strong> Extremes Tech- &amp; Produktionsrisiko (Skalierung, Lebensdauer, Kosten), Kapitalbedarf, Konkurrenz (Toyota, CATL u. a.).</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">2) Upstart Holdings (Ticker: UPST) — <strong>These:</strong> AI-First Kreditmarketplace / Underwriting — wenn Upstarts Modelle deutlich bessere Kreditentscheidungen liefern, kann das Volumen und die Margen vervielfacht werden.</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Katalysatoren:</strong> breitere Adoption durch Banken/Kreditgeber, Ausbau in Auto/HELOC, bessere Unit-Economics durch AI. <a href="https://www.upstart.com/lenders?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">upstart.com+1</a></li>



<li><strong>Konkretes (Stand Nov 2025):</strong> Marktkapitalisierung im niedrigen Milliardenbereich (≈ $3.7–3.8 Mrd). <a href="https://companiesmarketcap.com/upstart/marketcap/?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unternehmensbewertung+1</a></li>



<li><strong>Risiken:</strong> Regulatorische Gegenwehr (Fair-Lending), Modell-Überanpassung, Konjunkturzyklen und Kreditverluste.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">3) UiPath (Ticker: PATH) — <strong>These:</strong> Marktführer im Automatisierungs-/Agentic-AI-Bereich — wenn Agentic Automation (KI-Agents + RPA) flächendeckend in Unternehmen Einzug hält, sind enorme SaaS-Wachstumsraten möglich.</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Katalysatoren:</strong> Integration von Peak (Agent-/Decision-AI), Ausbau von agentischer Plattform, hohe Margen bei skalierbarem SaaS-Geschäft. <a href="https://ir.uipath.com/news/detail/381/uipath-reports-fourth-quarter-and-full-year-fiscal-2025-financial-results?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">UiPath, Inc.+1</a></li>



<li><strong>Konkretes (Stand Nov 2025):</strong> Marktkapitalisierung im Bereich ≈ $7–8 Mrd; UiPath treibt Agentic-Strategie aktiv voran. <a href="https://companiesmarketcap.com/uipath/marketcap/?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unternehmensbewertung+1</a></li>



<li><strong>Risiken:</strong> starker Wettbewerb (Cloud-AI-Player), langsamer Enterprise-Adoptionszyklus, Margendruck.</li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Warum gerade diese drei?</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Hebel an Zukunftsthemen:</strong> Elektromobilität/Batterien, KI-gestützte Finanzdienstleistungen, agentische Automatisierung — Bereiche mit großem Marktpotenzial.</li>



<li><strong>Erwartete Multiplikatoren:</strong> Kleine bis mittelgroße Market Caps, die bei Erfolg viel leichter 10× erreichen als etablierte Large-Caps.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Wichtige Hinweise (kurz)</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Das <strong>Tenbagger-Szenario</strong> ist hochspekulativ — die meisten solcher Wetten scheitern.</li>



<li>Prüfe konkret: <strong>Bilanz/Free-Cash-Flow, Kapitalbedarf, Kunden/Verträge, regulatorische Risiken, Management-Track-Record.</strong></li>



<li>Wenn du magst, kann ich <strong>jeweils ein kompaktes Investment-Dossier</strong> (Key-metrics, Chancen, 5-Punkte-Risikoscore, Quellen) für eines der drei Unternehmen sofort erstellen — welches davon hättest du gern zuerst?</li>
</ul>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Quelle: Chat GPT</em></strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">So. Wir fassen zusammen. Die KI ist also der Ansicht, dass die 3 Aktien Tenbagger Potential haben könnten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Verzehnfachung würde somit bedeuten:</p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td><strong>Name:</strong></td><td>I<strong>SIN:</strong></td><td><strong>Aktueller Kurs (€):</strong><br><em>(11.11.2025)</em></td><td><strong>Zielkurs (€):</strong></td></tr><tr><td>QuantumScape</td><td>US74767V1098</td><td>13,80</td><td>138,00</td></tr><tr><td>Upstart Holdings</td><td>US91680M1071</td><td>32,82</td><td>328,20</td></tr><tr><td>UiPath</td><td>US90364P1057</td><td>12,30</td><td>123,00</td></tr></tbody></table></figure>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Ich lasse die Auswahl jetzt einfach mal so stehen und <strong>beobachte die Aktien</strong> in einer Watchlist. Sollte dieser Blog in <strong>10 Jahren noch existieren</strong>, werde ich ein Update zu den Aktien posten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Test lege ich mal zugrunde, dass hier und heute pro Aktie <strong>33.333 Euro</strong> (somit knapp <strong>100.000 Euro</strong> Startkapital) investiert würden. In <strong>10 Jahren</strong> hätten wir somit die <strong>1 Mio. Euro</strong> geknackt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Finanziell frei dank KI?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin sehr gespannt. Andererseits weiß ich nicht, wie ich in 10 Jahren reagieren würde, wenn die KI tatsächlich Recht behalten würde. Immerhin würde dies bedeuten, dass annähernd von <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Finanzieller Freiheit</a> gesprochen werden kann. Zumindest wenn der Euro bis dahin nicht extrem an Wert einbüßt. Währungsschwankungen klammere ich hier natürlich aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kann man Tenbagger vorhersagen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich mache bewusst dieses Experiment, weil es bislang die goldene Regel gab, dass sich Tenbagger nahezu nie voraussagen lassen. Wie die KI oben auch erwähnt: Die meisten solcher &#8222;Wetten&#8220; scheitern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich persönlich gehe auch davon aus, dass die erwähnten Unternehmen keine Tenbagger werden. Allerdings weiß ich es nicht. Vom <strong>Delisting</strong>, über <strong>Insolvenz</strong> bis hin zu einem <strong>Multibagger</strong> ist im Prinzip alles denkbar. Spannend&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Wie ist deine Meinung zu den Aktien? Besitzt du eine dieser Aktien in deinem Depot?</strong></em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/kann-ki-tenbagger-vorhersagen/">Kann KI Tenbagger vorhersagen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Covered-Call-ETFs: Garantierte Verluste?</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/covered-call-etfs-garantierte-verluste/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Nov 2025 23:49:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Covered-Call-ETFs]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.finanzguerilla.de/?p=5705</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sehr häufig sind mir in letzter Zeit bei Recherchen und beim Konsum von Beiträgen auf Youtube sogenannte Covered-Call-ETFs über den Weg gelaufen. Zwar gibt es auch durchaus kritische Auseinandersetzungen mit dieser Art von ETFs, jedoch ist der überwiegender Tenor eher positiv. Sie bieten offenbar hohe Ausschüttungen bei mäßigem Risiko und sollen darüber hinaus auch noch...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/covered-call-etfs-garantierte-verluste/">Covered-Call-ETFs: Garantierte Verluste?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has--font-size wp-block-paragraph">Sehr häufig sind mir in letzter Zeit bei Recherchen und beim Konsum von Beiträgen auf Youtube sogenannte <strong>Covered-Call-ETF</strong>s über den Weg gelaufen. Zwar gibt es auch durchaus kritische Auseinandersetzungen mit dieser Art von ETFs, jedoch ist der überwiegender Tenor eher positiv. Sie bieten offenbar <a href="https://www.finanzguerilla.de/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hohe Ausschüttungen</a> bei mäßigem Risiko und sollen darüber hinaus auch noch in gewisser Weise &#8222;abgesichert&#8220; sein. Grund genug, dass ich mir die ETFs mal anschaue.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Covered-Call-ETFs: Das Einkommens-Schema, das auch seine Schattenseiten hat</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Zeiten niedriger Zinsen, hoher Bewertungen bei Aktien und latenter Volatilität suchen viele Anleger nach Alternativen zum klassischen Aktien- oder Anleiheninvestment. Eine Strategie, die zunehmend Aufmerksamkeit erhält: die sogenannten <strong>Covered-Call-ETFs</strong>. Doch wie funktioniert dieses Vehikel wirklich? Und vor allem: Für wen eignet es sich – und wann eher nicht?<br>In diesem Artikel gehen wir Schritt für Schritt vor: Wir erklären das Grundprinzip, zeigen Chancen und Risiken auf, diskutieren Einsatzszenarien, und beleuchten, wie das Ganze im Kontext eines ausgewogenen Portfolios wirken kann.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">1. Was steckt hinter dem Begriff „Covered Call“?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz gesagt: Ein Covered-Call-ETF kombiniert zwei Komponenten:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Eine Beteiligung an einem <strong>Aktienportfolio</strong> (oder Indizes &#8211; <strong>NASDAQ 100</strong>, <strong>MSCI World</strong> etc.) – also klassische Long-Aktienpositionen.</li>



<li>Parallel dazu wird auf diese gehaltenen Aktien bzw. das Portfolio eine <a href="https://www.finanzguerilla.de/optionen-ein-instrument-fuer-privatanleger/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Option verkauft</a> (eine Call-Option). Diese Option ist „gedeckt“ („covered“), weil das Portfolio bereits die zugrundeliegenden Aktien besitzt – im Gegensatz zu einer nackten Call-Schreibweise („naked call“), die deutlich riskanter wäre.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Call-Option verkauft wird, erhält der Fonds eine <strong>Prämie vom Käufer der Option</strong>. Das gibt Cash-Flows und somit eine <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen-mit-dividenden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">potenzielle Einnahmequelle</a> – zusätzlich zu Dividenden und Kursentwicklung des Aktienportfolios. <br>Wenn der Kurs der Aktie unter dem Strike-Preis bleibt, verfällt die Option wertlos und das Fondsportfolio behält die Prämie – ein Gewinn. Wenn der Kurs über den Strike steigt, wird das Aktienpaket ggf. abgegeben zum Strike-Preis, und der Fonds profitiert nur noch bis zu diesem Preis – darüber hinaus nicht mehr. <br>Einfach gesagt: man gibt einen Teil des Gewinnpotenzials auf im Tausch gegen Prämien-Einnahmen und etwas stabileres Verhalten.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">2. Warum gewinnen Covered-Call-ETFs an Bedeutung?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Faktoren spielen hier mit:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Zinslandschaft: Klassische Rentenprodukte oder Festgeld bringen kaum noch attraktive Erträge. In diesem Umfeld wird „alternative“ Einkommensproduktion im Aktienumfeld interessant. Laut einer Quelle werden <strong>Covered-Call-ETFs</strong> mittlerweile mit zweistelligen Ausschüttungserwartungen diskutiert (z. B. 7 %–13 % Rendite) – zumindest in den USA. Tatsächlich gibt es inzwischen auch in Europa solche ETFs mit <strong>Ausschüttungsrenditen</strong> zwischen <strong>7-12 % p.a.</strong></li>



<li>Volatilität und Seitwärtsmärkte: Wenn die Märkte nicht kräftig steigen – etwa in Seitwärtsphasen oder moderaten Rücksetzern – kann das zusätzliche Prämien-Einkommen helfen, das Ergebnis zu stabilisieren. </li>



<li>Der Wunsch nach „regelmäßigem Ertrag“: Viele Anleger wollen nicht nur auf Kursgewinne setzen, sondern Erträge „aus dem Bestand“ – also Ausschüttungen oder laufende Einnahmen. Covered-Call-ETFs bieten so eine Brücke zwischen <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-depot-mit-200000-euro-cashflow/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividendenstrategie</a> und Optionsstrategie.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Kurzum: Sie kombinieren Aktien-Exposition mit einer systematischen Einnahmequelle – was attraktiv klingt.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">3. Wie funktionieren Covered-Call-ETFs konkret?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schauen wir tiefer in die Mechanik:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der ETF hält ein <strong>Aktienportfolio</strong>, z. B. einen breiten Index oder eine Auswahl von <a href="https://www.finanzguerilla.de/altersvorsorge/aktien/">Aktien</a>.</li>



<li>Parallel verkauft der Fondsmanager (oder ein Derivatunternehmen im Fonds) Call-Optionen auf diese Aktien oder den Index. Meist wird eine bestimmte Quote des Portfolios „gedeckt“ – nicht zwingend 100 %. </li>



<li>Diese Optionen werden z. B. monatlich oder in kurzen Fristen begeben – häufig Out-of-the-Money (OTM), damit das Aufgeben des Gewinnpotenzials begrenzt bleibt, aber noch Aufwärtspotenzial besteht. </li>



<li><strong>Die Prämien, die durch den Verkauf der Optionen eingenommen werden, fließen an den ETF-Anteilsgläubiger als Ausschüttung</strong> – oder reduzieren zumindest die Volatilität des Fonds.</li>



<li>Wenn der Markt moderat steigt oder stagnierend verläuft, hat der Fonds die Prämien + evtl. Aktienkursgewinn (bis zur Option) – eine nette Kombination. Wenn der Markt allerdings stark steigt, ist das Gewinnpotenzial gedeckelt. Wenn der Markt stark fällt, bleibt zwar der Prämienpuffer, aber der Fonds erleidet dennoch Kursverluste – meist nur etwas abgeschwächt. </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel: Der Fonds hält Aktien im Wert von 100.000 Euro. Er verkauft Call-Optionen mit Strike bei z. B. 110.000 Euro, Prämie z. B. 2 000 Euro im Monat. Bleibt der Kurs unter 110.000 Euro, läuft die Option wertlos aus, der Fonds behält die Prämie. Steigt der Kurs über 110.000 Euro, muss er ggf. zum Strike verkaufen – er profitiert höchstens bis 110.000 Euro + Prämie, nicht weiter. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Prämien mindern also den Rückgang etwas, limitieren aber den Aufschwung.</strong> Dies ist ein Kernsatz, den du dir ganz stark einprägen solltest.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">4. Chancen dieser Strategie – warum man sie in Erwägung ziehen kann</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir ehrlich sind: Covered-Call-ETFs sind kein Allheilmittel. Aber sie haben durchaus sinnvolle Eigenschaften – insbesondere im Kontext bestimmter Zielsetzungen:</p>



<h3 class="wp-block-heading">a) Regelmäßiges Einkommen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die wiederkehrenden Prämien-Einnahmen sorgen für gleichmäßigere Ausschüttungen. In einer Welt, in der Dividenden kaum mehr ausreichen und Zinsen niedrig sind, kann das attraktiv sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">b) Geringere Volatilität (zumindest tendenziell)</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Studien zeigen, dass Covered-Call-Strategien in Seitwärts- oder leicht fallenden Märkten die <strong>Schwankungen im Vergleich zu reinen <a href="https://www.finanzguerilla.de/private-equity/">Equity-Investments</a> reduzieren</strong> können.<br>Das kann insbesondere für Anleger interessant sein, die sich dem Markt nicht voll aussetzen wollen und etwas „Stabilität“ wünschen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">c) Alternative Einkommensquelle im Aktienmarkt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zu reinen Dividendenstrategien erzielt man nicht nur Dividendeneinnahmen, sondern aktiv Prämieneinnahmen aus Optionen – eine Art „Options-Einkommen“ per Fonds.<br>Diese Struktur macht Covered-Call-ETFs zu einem Baustein, der sich <strong>anders verhält als klassische Aktien-ETFs</strong> oder Dividenden-ETFs – damit kann er helfen, das Portfolio zu diversifizieren.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">5. Risiken und Schattenseiten – das große „Aber“</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Würde es nur Vorteile geben, wären Covered-Call-ETFs ein Selbstläufer. Doch wie bei allem im Leben: Es gibt Haken.</p>



<h3 class="wp-block-heading">a) Begrenztes Aufwärtspotenzial</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn der Markt stark steigt, <strong>partizipiert der Fonds nur begrenzt</strong> – denn durch die verkauften Call-Optionen gibt man das große Gewinn-Upside ab. Wer also auf starke Aktien-Rallye setzt, dürfte mit einem Covered-Call-ETF unterperformen gegenüber einem klassischen ETF. Gerade wenn du dir die Rally an den Aktienmärkten der letzten Jahre anschaust, wird klar, dass du hier mit einem Covered-Call-ETF nicht so stark abgeliefert hättest wie mit einem ETF auf den  <a href="https://www.finanzguerilla.de/technologie-im-depot-wie-vorgehen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">NASDAQ 100</a> oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/vanguard-etfs-in-deutschland-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MSCI World</a>.<br>Dies ist ein entscheidender Punkt: Man tauscht einen Teil des Gewinnpotenzials gegen Prämien-Einnahmen – bewusst, aber mit Konsequenzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">b) Keine vollständige Absicherung bei Kursverlusten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Prämienpuffer wirkt zwar stabilisierend, aber bei starken Abwärtsbewegungen schützt er nicht vollständig vor Verlusten. Ein <strong>starker Marktcrash trifft auch Covered-Call-ETFs</strong>. Laut einer Analyse „fallen sie fast genauso stark wie der Markt, profitieren aber deutlich weniger vom Aufschwung“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer also denkt, er hätte mit <strong>Covered-Call-ETFs</strong> eine vollwertige Absicherung für den Aktienanteil, irrt. Hier bist du nach wie vor auf <strong>Short-Produkte</strong> wie <a href="https://www.finanzguerilla.de/cfd/">CFDs</a> oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/zertifikate/">Zertifikate</a> angewiesen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">c) Komplexere Struktur und Steuer-/Kostenfallen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gemanagte Optionen bringen <strong>höhere Kosten</strong> (TER) als <strong>simple passive ETFs</strong>. Zudem kann die steuerliche Behandlung der Prämien je nach Land komplex sein. In Deutschland sollte man insbesondere auf Ausweisung der Ausschüttungen, Art der Gewinne und steuerliche Konsequenzen achten.<br>Ein „einfaches“ ETF-Depot wird durch <strong>Covered-Call-Komponente</strong> etwas komplexer – was nicht jedem Anleger gefällt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">d) Marktphasenabhängigkeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wie schon angedeutet: Diese Strategie funktioniert tendenziell am besten in <strong>seitwärts</strong> oder <strong>leicht steigenden Märkten</strong> – <strong>nicht in klassischen Bullenmärkten</strong> oder in steilen Aufwärtsphasen. Umgekehrt ist in massiven Abwärtsphasen auch der Schutz begrenzt. Wenn ein Anleger jedoch dauerhaft auf <strong>starkes Wachstum</strong> setzt – etwa Technologie-Rallyes –, dann kann die Strategie suboptimal sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">e) Performance-Drag über Zeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Reddit-Kommentar bringt es auf den Punkt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Typically a CC ETF outperforms in downturn and underperformed when the market rises. …“ <a href="https://www.reddit.com/r/stocks/comments/1ok1ccd/shorting_coverd_call_etfs_and_buying_the" target="_blank" rel="noreferrer noopener">reddit.com</a><br>Die Erkenntnis: Man opfert etwas langfristiges Wachstum für kurzfristige Erträge – das muss im Bewusstsein sein.</p>
</blockquote>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">6. Für wen macht das Sinn? Für wen nicht?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts dieser Chancen und Risiken stellt sich die Frage: Wer sollte Covered-Call-ETFs in Erwägung ziehen – und wer besser nicht?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sinnvoll, wenn …</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Du <strong>Erträge aus deinem Depot</strong> (z. B. zur Entnahme) generieren möchtest und nicht primär auf maximalen Kursgewinn setzt.</li>



<li>Du eine <strong>seitwärts oder moderat steigende Markterwartung</strong> hast – das heißt: du gehst eher nicht von einer Rallye aus.</li>



<li>Du bereits eine Basisportfolio hast und nun einen Baustein zur Diversifikation suchst – z. B. „<strong>Ertragskomponente</strong>“ neben <strong>Wachstumskomponente</strong>.</li>



<li>Du bereit bist, etwas Komplexität zu akzeptieren – höhere Kosten, Steuerfragen, Options-Mechanik.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Weniger geeignet, wenn …</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Du auf <strong>aggressives Wachstum</strong> setzt und Teil eines reinen Aktienwachstumsportfolios sein willst.</li>



<li>Du auf <strong>maximale Partizipation</strong> am Aufschwung nicht verzichten willst.</li>



<li>Du eine <strong>große Crash-Absicherung</strong> erwartest – denn Covered-Call-ETFs sind keine Garantie gegen starke Verluste. Hier benötigst du andere Short-Absicherungen.</li>



<li>Du ein <strong>sehr einfaches Depot wolltest</strong>, mit <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passiven Index-ETFs</a> ohne komplexere Mechanik.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz gesagt: Die Strategie ist kein Ersatz für eine klassische Wachstumsausrichtung – sie ist eher eine Ergänzung mit anderen Zielsetzungen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">7. Wie könnte die Einbindung in ein Gesamtportfolio aussehen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du bereits ein ausgewogenes Depot verfolgst – wie beispielsweise mit Blick auf <strong>Qualitätsaktien</strong>, <strong>Wachstumswerte </strong>und <a href="https://www.finanzguerilla.de/steuerfreies-gold-mit-euwax-gold-2/">Absicherungsbausteine</a> – dann könnte ein Covered-Call-ETF einen sinnvollen Platz haben. Hier ein Beispiel für eine mögliche Einbindung:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Beispiel-Szenario (vernünftig)</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Angenommen, du hast ein Gesamtportfolio mit <strong>300.000 €</strong>, bestehend aus:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>60 % Aktien (wachstumsorientiert)</li>



<li>20 % Qualität (z. B. defensivere Aktien)</li>



<li>20 % Absicherung/Alternativen (z. B. Anleihen, Gold, Cash)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Rahmen könnte ein Covered-Call-ETF z. B. als Teil der „Qualität“ oder „Ertragskomponente“ fungieren. Beispielsweise 5–10 % des Gesamtvolumens in einen Covered-Call-ETF investieren, um regelmäßige Ausschüttungen zu erzielen und das Risiko-/Renditeprofil etwas zu glätten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Beispiel-Szenario (wahnsinnig)</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Du investierst die vollen <strong>300.000 €</strong> beispielsweise in einen NASDAQ 100-Covered-Call-ETF mit einer Ausschüttungsquote von aktuell <strong>10-13 % p.a.</strong>. In diesem &#8211; rein hypothetischen und absolut wahnsinnigen &#8211; Szenario, würdest du auf diese Weise ein <strong>passives Einkommen</strong> von <strong>2.500 Euro</strong> bis <strong>3.250 Euro</strong> (brutto!) <strong>monatlich</strong> ausgezahlt bekommen (<strong>Covered-Call-ETFs</strong> schütten meist monatlich aus!).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn andere Rechnungen in Bezug auf <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">finanzielle Freiheit</a> stets von einer erforderlichen Summe jenseits der <strong>1 Mio. Euro</strong> investiertem Kapital ausgehen, hättest du diesen Effekt bereits bei einem Drittel der Summe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich warne ich ausdrücklich davor, alle Eier in nur diesen einen Korb zu legen. Auch mit einem <a href="https://www.finanzguerilla.de/wenn-der-etf-ploetzlich-gruen-wird-esg/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF kann ja schließlich so manches passieren</a>.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">8. Welche Covered-Call-ETFs gibt es?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lange Zeit gab es Covered-Call-ETFs vor allem in den USA. Seit wenigen Jahren gibt es diese Form der <strong>einkommensgenerierenden Vehikel</strong> auch hierzulande in Deutschland. Vor allem die ETFs der zwei Anbieter Global X und JP Morgan stechen hervor. Unzählige Videos auf Youtube finden sich, die diese ETFs positiv, kritisch oder neutral besprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">im deutschsprachigen Raum sind vor allem nachfolgende ETFs sehr populär:</p>



<h3 class="wp-block-heading">A2QR39: Global X NASDAQ 100 Covered Call UCITS ETF USD auss.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ausschüttungsrendite: <strong>10,35 % p.a. </strong>(Prognose 2025, Stand: 18.11.2025) &#8211; Quelle: <a href="https://extraetf.com/de/etf-profile/IE00BM8R0J59" target="_blank" rel="noreferrer noopener">extraETF.com</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ETF bildet den NASDAQ 100 ab, ist daher eher <a href="https://www.finanzguerilla.de/technologie-im-depot-wie-vorgehen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">technologielastig</a> und schwankungsanfällig. Wenn die großen Tech-Konzerne schwächeln, wird es dieser ETF ebenso tun.</p>



<h3 class="wp-block-heading">A3DC8Q: Global X S&amp;P 500 Covered Call UCITS ETF USD auss.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ausschüttungsrendite: <strong>9,33 % p.a.</strong> (Prognose 2025, Stand: 18.11.2025) &#8211; Quelle: <a href="https://extraetf.com/de/etf-profile/IE0002L5QB31" target="_blank" rel="noreferrer noopener">extraETF.com</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier wird der <strong>S&amp;P 500</strong> Index zugrunde gelegt. Er umfasst die 500 größten Unternehmen der USA. Es finden sich somit <strong>ausschließlich US-Unternehmen</strong> in diesem Index.</p>



<h3 class="wp-block-heading">A40QH6: Global X Euro Stoxx 50 Covered Call UCITS ETF EUR auss.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ausschüttungsrendite: <strong>4,21 % p.a.</strong> (Prognose 2025, Stand: 18.11.2025) &#8211; Quelle: <a href="https://extraetf.com/de/etf-profile/IE000SAXJ1M1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">extraETF.com</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Europa gibt&#8217;s gecovered. Der STOXX 50 umfasst die nach Marktkapitalisierung größten Unternehmen aus Europa. Garniert mit einer Covered Call-Strategie.</p>



<h3 class="wp-block-heading">A3EHRE: JPM Global Equity Premium Income Active UCITS ETF USD</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ausschüttungsrendite: <strong>8,31 % p.a.</strong> (Prognose 2025, Stand: 18.11.2025) &#8211; Quelle: <a href="https://extraetf.com/de/etf-profile/IE0003UVYC20" target="_blank" rel="noreferrer noopener">extraETF.com</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier gibt es tatsächlich mal die <strong>MSCI World</strong>-Variante als Covered Call. Zumindest ist der zugrundeliegende Index in etwa mit dem sehr populären &#8222;<strong>Brot-und-Butter-Index</strong>&#8220; zu vergleichen. Tatsächlich schloss dieser ETF auch recht ordentlich ab von der Performance her.</p>



<h3 class="wp-block-heading">A40FFF: JPM Nasdaq Equity Premium Income Active UCITS ETF USD</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ausschüttungsrendite: <strong>10,66 % p.a.</strong> (Prognose 2025, Stand: 18.11.2025) &#8211; Quelle: <a href="https://extraetf.com/de/etf-profile/IE000U9J8HX9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">extraETF.com</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier wieder der Tech-Index NASDAQ 100 aus dem Hause JP Morgan. Im Gegensatz zum Global X scheint dieser ETF auch relativ gut zu performen und keine Ausschüttungen aus der Substanz vorzunehmen. Beim <strong>Global X</strong> war dies zumindest zeitweise der Fall, dadurch dass der Kurs stetig fällt. </p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">9. Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zusammenfassend:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Covered-Call-ETFs sind <strong>ein sinnvolles Werkzeug</strong>, wenn das Ziel ist: <strong>Erträge generieren</strong>, Portfolio stabilisieren, <strong>nicht primär maximaler Wachstum</strong>.</li>



<li>Sie sind <strong>nicht ideal</strong>, wenn das Ziel ist: maximaler Aktienaufschwung, vollständige Wertsicherung oder einfache Struktur ohne zusätzliche Mechanik.</li>



<li>Ihre Stärke liegt in Märkten mit <strong>Seitwärtstendenz</strong> oder moderatem Wachstum – ihre Schwäche in starken Rallyes oder massiven Abschwüngen.</li>



<li>Die Einbindung in ein Gesamtportfolio sollte bewusst erfolgen: als Baustein, nicht als Hauptbestandteil.</li>



<li>Erfolgreiches Investieren mit Covered-Call-ETFs setzt <strong>Kenntnis</strong>, <strong>Strategie</strong> und <strong>Bewusstsein für Trade-Offs</strong> voraus – nicht Blindkauf wegen hoher Renditeaussicht.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Zu beachten ist außerdem, dass die am deutschen Markt gelisteten Covered-Call-ETFs <strong>noch nicht lange am Markt sind</strong> und im Prinzip bislang nur &#8222;sonnige Zeiten&#8220; erlebten. Fraglich ist, wie diese abschneiden, wenn die Kurse mal einbrechen und gleichzeitig auch die Prämien sinken. Auch sind Ausschüttungsrenditen von 10-12 % p.a. einfach zu schön um wahr zu sein. Es besteht ein gewisses Risiko, dass diese Ausschüttungshöhen perspektivisch auf Kosten der Fonds-Substanz gehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte dies der Fall sein, lügst du dir mit solch einem ETF quasi in die Tasche. Für die hohen Ausschüttungen zahlst du dann in erster Linie selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abschließend noch ein in meinen Augen ganz gelungenes Video von Finanzfluss über die berühmten Covered-Call-ETFs:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="12% Rendite erzielen mit diesem ETF? Monatliche Einnahmen mit Covered Call ETFs erklärt!" width="720" height="405" src="https://www.youtube.com/embed/GW-BY6nRjDc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Wie ist deine Haltung zu den Covered-Call-ETFs? Nutzt du diese in deinem Portfolio? Wie stark gewichtest du diese?</em></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/covered-call-etfs-garantierte-verluste/">Covered-Call-ETFs: Garantierte Verluste?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Was bringt ein passives Depot mit 200.000 Euro an Cashflow?</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/passives-depot-mit-200000-euro-cashflow/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Sep 2022 11:25:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktien]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Dividendenwachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Fidelity Global Quality Income ETF (Dist) - WKN: A2DL7E]]></category>
		<category><![CDATA[iShares STOXX Global Select Dividend 100 (WKN: A0F5UH)]]></category>
		<category><![CDATA[Kurswachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (Dist) - WKN: A1JX52]]></category>
		<category><![CDATA[ZWei-ETF-Lösung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Zeiten von hoher Inflation, Krise und Krieg, kann ein stetiger Cashflow den Unterschied machen. Dieser Geldfluss beruhigt die Nerven ungemein, sorgt für finanzielle Flexibilität und auch steigende Gas- und Strompreise verlieren erheblich ihren Schrecken. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie denn ein solcher Cashflow für einen passiven Buy-and-hold-Anleger aussehen könnte. Damit das alles...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In Zeiten von hoher Inflation, Krise und Krieg, kann ein stetiger <strong>Cashflow</strong> den Unterschied machen. Dieser Geldfluss beruhigt die Nerven ungemein, sorgt für finanzielle Flexibilität und auch steigende Gas- und Strompreise verlieren erheblich ihren Schrecken. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie denn ein solcher Cashflow für einen passiven Buy-and-hold-Anleger aussehen könnte. Damit das alles nicht nur graue Theorie ist, möchte ich in diesem Artikel einfach mal ein Szenario mit einem <strong>Depot in Höhe von 200.000 Euro</strong> durchrechnen. Du wirst überrascht sein.</p>



<pre class="wp-block-verse"><em>Transparenzhinweis: Nachfolgendes Szenario stellt <strong>keine Anlageempfehlung</strong> oder gar <strong>-beratung</strong> dar. Es ist nur die Umsetzung einer Idee. Für dein Geld bist und bleibst du grundsätzlich selbst verantwortlich. Ich habe aktuell beide ETFs auch selbst im Depot, verfolge aber nicht die nachfolgende Strategie.</em> Ich erhalte ferner auch keinerlei Vergütung für die Erwähnung dieser ETFs.</pre>



<h2 class="wp-block-heading">Die Ausgangslage &#8211; Depot mit 200.000 Euro</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nehmen wir mal an, du warst die letzten Jahre fleißig, sparsam und hast dein Geld clever investiert. Du hast die <a href="https://www.finanzguerilla.de/beste-finanzbuecher-tipps-empfehlungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gängigen Ratschläge und Tipps</a> allesamt beherzigt und dein Depot immer weiter gefüttert. Du hast dich nicht durch Meme-Stocks, Alt-Coins oder NFT-Scams von deiner Strategie abbringen lassen und sitzt heute auf einem stattlichen Depot mit einem Wert von <strong>200.000 Euro</strong>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun möchtest du alles vereinfachen, automatisieren und das ganze schon als <a href="https://www.finanzguerilla.de/deutsches-rentensystem-vor-dem-aus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Grundstock für die Rente</a> benutzen, die dir schon heute zufließt. Du möchtest <strong>Cashflow</strong> aus deinem Depot und baust es aber gleichzeitig trotzdem immer weiter aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun, das ist möglich. Und darum geht es heute. Nehmen wir mal weiter an, du hast dich mit deiner Einzelaktien-Auswahl ziemlich verzettelt, zweifelst daher an der Dividendenstrategie und landest doch immer wieder nur unterhalb der Performance des MSCI World oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">anderer Vergleichsindices</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was kannst du tun und wie könnte das ganz realistisch und praktisch aussehen?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwei ausschüttende ETF für stetigen Cashflow</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie wir <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in diesem Artikel</a> hier bereits gelernt haben, sind <strong>ausschüttende ETFs </strong>erste Wahl, wenn es in erster Linie um Cashflow oder &#8222;<em><a href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-passives-einkommen-wichtig-ist/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passives Einkommen</a></em>&#8220; gehen soll. Wir möchten es möglichst simpel, <strong>global </strong>und <strong>diversifiziert</strong> haben. Einfach nur gut schlafen können, auch wenn die Welt drumherum durchdreht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir es wirklich einfach haben wollen, können hierzu <strong>zwei ETFs zu je 100.000 Euro</strong> ausreichen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im ersten Szenario kaufen wir die ETFs <strong>hier und heute für 200.000 Euro</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In <strong>einem zweiten Szenario</strong> mache ich die Was-wäre-wenn-Schachtel auf und wir schauen, was passiert wäre, wenn wir sie <strong>vor 5 Jahren</strong> gekauft hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich würde mich in den Szenarien für folgende ETFs entscheiden:</p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (Dist) &#8211; WKN: A1JX52</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Als aufmerksamer Leser weißt du bereits, dass ich riesiger Fan des globalen Schlachtschiffes aus dem Hause Vanguard bin. Sei es als <strong>ausschüttende Variante</strong> oder als <strong>Thesaurierer</strong> (<strong>A2PKXG</strong>). Wir möchten hier Cashflow haben, daher nehmen wir den Ausschütter. Dieser ETF enthält <strong>Industrie- und Schwellenländer</strong> und über <strong>3000 Einzelaktien</strong>. Zugegebenermaßen sind für die Performance aber nur die ersten 50 wirklich relevant. Der ETF ist sehr populär, weshalb die Gefahr sehr gering sein dürfte, dass dieser &#8222;aufgelöst&#8220; oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/wenn-der-etf-ploetzlich-gruen-wird-esg/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">durch ESG-Schnickschnack</a> verunstaltet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bei ETFs üblich erhältst du nicht nur Toptitel, sondern eben auch Gurken, die dann aber regelmäßig aussortiert und durch neue Unternehmen ersetzt werden. Alles streng nach Marktkapitalisierung gewichtet. Du hast darin große und mittelgroße Unternehmen weltweit. Dieser ETF bildet übrigens auch den Kern meiner <a href="https://www.finanzguerilla.de/ruerup-rente-versus-etf-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rürup-Rente</a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Fidelity Global Quality Income ETF (Dist) &#8211; WKN: A2DL7E</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer so hohen Summe macht es in meinen Augen Sinn, über ETF-Anbieter hinaus zu diversifizieren. Zwar gelten ETF gemeinhin als &#8222;sicher&#8220;, aber auch hier sollte man in meinen Augen nicht alle Eier in einen Korb, sprich eine Gesellschaft, legen. Dies dient der reinen Vorsicht. Lass dich hier nicht von Finanzbloggern oder angeblichen &#8222;Experten&#8220;, die von &#8222;<em>Gefahren von ETFs</em>&#8220; warnen und im Prinzip nur <strong>Clickbait</strong> für ihren eigenen Kanal betreiben, verunsichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der genannte ETF fokussiert sich eher auf <strong>Qualitätsunternehmen</strong> und verfolgt eine <strong>Dividendenstrategie</strong>. Auch im Fokus: Wachsende Dividenden. Er enthält dadurch wesentlich weniger Einzelaktien (ca. <strong>239 Stück</strong>), was aber zumindest in den letzten Jahren zu einer leichten Outperformance des Vanguard geführt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wachsende Dividenden</strong> sind enorm wichtig, wenn man von seinem Depot zehren oder gar leben möchte. Dadurch hat man immer einen gewissen &#8222;Inflationsausgleich&#8220; oder regelmäßige &#8222;Gehalts- oder Rentenerhöhungen&#8220;. Der Fidelity beinhaltet <strong>ausschließlich Titel von Industrieländern</strong>. Bislang konnte sich das Dividenden-Wachstum stets sehen lassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ETF ist im Vergleich zum Vanguard mit einer Fondsgröße von <strong>241,76&nbsp;Mio. €</strong> leider noch nicht ganz so populär. Hier hoffe ich, dass er noch stark wächst, was ebenfalls die Gefahr einer Auflösung etc. verringern sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber kommen wir nun zu den beiden Szenarien:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Cashflow-Rechnungen der Szenarien</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stand heute (Schlusskurs vom 16.09.2022) kostet 1 ETF-Anteil des <strong>Vanguard</strong> ca. <strong>97,68 Euro</strong>. Für 100.000 Euro erhältst du somit (gerundet) <strong>1024 Stück</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stand heute (Schlusskurs vom 16.09.2022) kostet 1 ETF-Anteil des <strong>Fidelity</strong> ca. <strong>6,79 Euro</strong>. Für 100.000 Euro erhältst du somit (gerundet) <strong>14.728 Stück</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am <strong>16.09.2017 </strong>kostete 1 ETF-Anteil des <strong>Vanguard</strong> ca. <strong>74,91 Euro</strong>. Für 100.000 Euro hättest du damals (gerundet) <strong>1335 Stück</strong> bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am <strong>16.09.2017 </strong>kostete 1 ETF-Anteil des <strong>Fidelity</strong> ca. <strong>4,55 Euro</strong>. Für 100.000 Euro hättest du damals (gerundet) <strong>21.978 Stück</strong> bekommen.</p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table><tbody><tr><td></td><td><strong>Vanguard FTSE All-World</strong></td><td></td><td><strong>Fidelity Global Quality Income</strong></td></tr><tr><td><strong>Gesamtsumme</strong></td><td>100.000 Euro</td><td></td><td>100.000 Euro</td></tr><tr><td><strong>Kauf 09/2022</strong></td><td><strong>1024 Stück</strong></td><td></td><td><strong>14.728 Stück</strong></td></tr><tr><td><strong>Dividende 2022</strong></td><td><strong>2170,88 Euro</strong> (2,12 € / Anteil laut Schätzung 2022)</td><td></td><td><strong>3092,88 Euro</strong> (0,21 € / Anteil laut Schätzung 2022)</td></tr><tr><td>Dividende 2022 / Monat</td><td><strong>180,90 Euro</strong></td><td></td><td><strong>257,74 Euro</strong></td></tr><tr><td></td><td></td><td></td><td></td></tr><tr><td><strong>Kauf 09/2017</strong></td><td><strong>1335 Stück</strong></td><td></td><td><strong>21.978 Stück</strong></td></tr><tr><td>Dividende <strong>2018</strong> (<em>der Fidelity kam erst Mitte 2017 auf den Markt</em>)</td><td><strong>2309,55 Euro</strong> (1,73 € / Anteil 2018)</td><td></td><td><strong>3076,92 Euro</strong> (0,14 € / Anteil 2018)</td></tr><tr><td>Dividende <strong>2022</strong></td><td><strong>2830,20 Euro</strong> (2,12 € / Anteil)</td><td></td><td><strong>4615,38 Euro</strong> (0,21 € / Anteil)</td></tr><tr><td>Dividende 2022 / Monat</td><td><strong>235,85 Euro</strong></td><td></td><td><strong>384,62 Euro</strong></td></tr><tr><td>Anteilswerte 2022</td><td><strong>130.402,80 Euro</strong></td><td></td><td><strong>149.230,62 Euro</strong></td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption">Wertentwicklung und Entwicklung der Dividende (Quelle: <a href="https://de.extraetf.com/etf-comparison?etf=IE00B3RBWM25,IE00BYXVGZ48" target="_blank" rel="noreferrer noopener">extraETF</a>)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Fassen wir also zusammen: Würden wir die ETFs <em>JETZT</em> für 200.000 Euro kaufen, würde uns ein <strong>passiver Cashflow</strong> in Höhe von ca. <strong>438,64 Euro</strong> pro Monat zufließen. Dies entspricht einer Dividendenrendite von ca. <strong>2,63 Prozent</strong>. Wie sich der Wert entwickeln wird, lässt sich schwer abschätzen, aber ich gehe davon aus, dass zusätzlich auch in den kommenden Jahren ein Wertzuwachs (Kurswachstum) stattfindet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hättest du die ETFs 2018 gekauft&#8230;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Richtig geschockt hat mich, was denn der Status Quo wäre, wenn wir die beiden ETFs im <strong>Jahre 2017</strong> zu je <strong>100.000 Euro</strong> gekauft hätten. Dann hätten wir 2022:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen monatlichen <strong>Cashflow</strong> von <strong>620,47 Euro</strong></li>



<li>Einen Gesamt-Depotwert in Höhe von ca. <strong>279.632,62 Euro</strong></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">An dieser Stelle musste ich nochmal alles nachrechnen, aber es dürfte tatsächlich stimmen. Es sind nicht nur die regelmäßigen, auf den Monat herunter gerechneten Dividenden <strong>seit 2018</strong> stetig von <strong>438,64 Euro</strong> auf <strong>620,47 Euro</strong> (Wertzuwachs: 41,45 % / <strong>10,36 % p.a.</strong>) gestiegen. Auch die Anteile der ETFs haben sich von <strong>200.000 Euro</strong> auf <strong>279.632,62 Euro</strong> (Wertzuwachs: 39,82 % / <strong>9,95 % p.a.</strong>) verteuert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine in meinen Augen doch sehr beeindruckende Performance. <strong>Kurswachstum </strong>plus <strong>Dividende</strong> plus <strong>Dividenden-Steigerungen,</strong> sowas macht Spaß!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das beste: Im Prinzip bekommst du den Cashflow <em>lebenslang</em>. Schon heute. Selbst wenn du nichts mehr zukaufst oder die <strong>Ausschüttung verkonsumierst</strong>. Kaufst du weiter zu oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/wie-sollte-man-die-dividende-reinvestieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">reinvestierst du die Ausschüttungen</a> zum Teil wieder, dann hebelst du die Rendite und die monatlichen Zahlungen natürlich weiter. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer braucht da noch <a href="https://www.finanzguerilla.de/unsinn-lebensversicherungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">private Renten- oder Lebensversicherungen</a>?!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zweite Miete als Cashflow</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du siehst also, du kannst bei so einem Cashflow schon fast von einer <strong>regelmäßigen Mietzahlung</strong> sprechen, die deinem Konto zufließt. Diese sollte auch weiterhin fließen, wenn es nicht zum Dritten Weltkrieg kommt. Aber selbst dann wärst du vermutlich mit diesen beiden ETFs weitaus besser unterwegs als mit riskanten Growth-Einzeltiteln, die dann allesamt über den Jordan gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich kann man solch eine Strategie auch mit Einzeltiteln (<a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-aristokraten-als-rettungsanker/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-Aristokraten</a>) umsetzen oder man wählt andere ETFs (zum Beispiel reine <a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-etfs-lohnt-sich-ein-investment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-ETFs</a>). Auch habe ich dir in einem anderen Artikel eine <a href="https://www.finanzguerilla.de/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ähnliche Lösung</a> vorgestellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das heutige Experiment sollte nur als Beispiel dienen, was man machen <em>kann</em> und was die Konsequenzen nach <strong>4 Jahren</strong> gewesen <em>wären</em>. Zudem soll es ohne Geschäftsberichte wälzen und Einzelaktien checken funktionieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich persönlich gehe davon aus, dass auch <strong>die nächsten 4 Jahre am Aktienmarkt keine Nullrunden</strong> werden. Und selbst wenn: Die Ausschüttungen kommen dann trotzdem.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zu diesen Terminen bekommst du dein Geld</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig noch zum Schluss: Die monatlichen Beträge bekommst du natürlich nicht monatlich. Beide ETFs sind <strong>Quartalszahler</strong>. Beide decken sich aber gegenseitig ganz gut ab, sodass du tatsächlich an fast allen Monaten eine Zahlung erhältst.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Vanguard FTSE All-World</strong>: März, Juni, September, Dezember</li>



<li><strong>Fidelity Global Quality Income</strong>: Februar, Mai, August, November</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Du musst daher also mit <strong>4 Monaten ohne Geldfluss</strong> auskommen, diese sind aber bei der Rechnung oben in dem Cashflow bereits berücksichtigt. Was ich nicht berücksichtigt habe, sind die Steuern, nämlich die Abgeltungssteuer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ausschöpfen des Freibetrages von <strong>801 Euro</strong> (2023: <strong>1000 Euro</strong>) möchte Vater Staat seinen Anteil an deinen Ausschüttungen haben. Bei ETF bist du aber in einer steuerlich ganz guten Situation, da deine Gewinne teilweise freigestellt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kaufkosten habe ich in der Rechnung ebenfalls nicht berücksichtigt, da bei den heutigen Brokern schon Käufe zu 1 oder gar 0 Euro möglich sind. Mit ein Grund, wieso ich selbst auch <a href="https://www.finanzguerilla.de/smartbroker-bester-broker-test/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">einen zweiten Broker</a> hinzugenommen habe (<a href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C296855760B" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Hier ausprobieren</a>*). Ich würde auch dir dringend zu einem günstigen und guten (!) Broker raten!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alle 12 Monate Ausschüttungen? Mit einem dritten ETF möglich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du bekommst mit diesem simpel-Depot also in den oben genannten Monaten verlässlich deine Ausschüttungen. Manchen kann es dabei aber wichtig sein, wirklich <strong><em>jeden </em>Monat Ausschüttungen</strong> zu bekommen. Das könntest du hier erreichen, wenn du zusätzlich zu den genannten zwei ETFs noch einen weiteren ausschüttenden <a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-etfs-lohnt-sich-ein-investment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-ETF</a> hinzunimmst: Den <strong>Ishares STOXX Global Select Dividend 100</strong> (WKN: <strong>A0F5UH</strong>). Dieser füllt mit seinen Ausschüttungsintervallen exakt die oberen Lücken:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Ishares STOXX Global Select Dividend 100</strong>: Januar, April, Juli, Oktober.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ich selbst habe ihn in dem <strong>200.000 Euro-Depot</strong> aber nicht berücksichtigt. Das liegt zum einen daran, dass es mathematisch gesehen völlig unerheblich ist, wie oft und wann Ausschüttungen erfolgen. Es kommt auf die Gesamtsumme und die Performance an. Genau letztere war die letzten Jahre beim <strong><a href="https://de.extraetf.com/etf-profile/DE000A0F5UH1?tab=distributions" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ishares STOXX Global Select Dividend 100</a></strong> nicht gerade berauschend. Der Vanguard und der Fidelity waren hier richtig gut. Zudem wuchsen die Ausschüttungen des Global Select Dividend 100 nicht so stark und zuverlässig wie bei den anderen beiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer auf monatliche Ausschüttungen partout nicht verzichten möchte, kann sich den ETF aber dennoch gerne einmal näher anschauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit:</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit nur zwei ETFs kannst du selbst ein <strong>sechsstelliges Depot </strong>auf <strong>Cashflow</strong>, <strong>Kurswachstum</strong> und <strong>Dividenden-Wachstum</strong> &#8222;programmieren&#8220; und dann quasi im Autopilot weiterlaufen lassen. Hier musst du keine Geschäftsberichte Lesen, Unternehmen analysieren oder Zukunftsprognosen abgeben. Auch brauchst du keine teuren &#8222;<strong>Robo-Advisors</strong>&#8220; oder &#8222;<strong>Vermögensverwalter</strong>&#8222;. Selbst Fachwissen erübrigt sich weitestgehend. Die beiden ETF und dein Broker regeln alles für dich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch eine kleine Warnung zum Schluss: ETFs beinhalten zu <strong>100% Aktien</strong>. Und Aktien schwanken. Teilweise auch stärker! Damit musst du umgehen können und dennoch Kurs halten. Ich denke aber, dass du mit solchen im Prinzip &#8222;<strong>Welt-ETFs</strong>&#8220; dennoch recht sicher unterwegs sein wirst. Beim Vanguard hast du die <a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-und-wie-in-emerging-markets-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schwellenländer</a> mit drin, falls diese wieder anziehen. Der Fidelity filtert ganz ordentlich, weshalb es extreme Krücken eigentlich gar nicht erst in den ETF bzw. Index schaffen sollten.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Insofern wäre ich mit einer solchen Zwei-ETF-Lösung mehr als tiefenentspannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Wie ist deine Einschätzung zu so einem Simpel-Depot? Ab sechsstellig lieber Einzelaktien? Oder bei hohen Summen gerade deshalb lieber zu ETFs greifen? Wie ist deine Meinung.</em></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-depot-mit-200000-euro-cashflow/">Was bringt ein passives Depot mit 200.000 Euro an Cashflow?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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		<title>Platzt der Traum vom Eigenheim?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Aug 2022 20:27:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenheim finanzieren]]></category>
		<category><![CDATA[Immobiliencrash]]></category>
		<category><![CDATA[Platzt die Immobilienblase?]]></category>
		<category><![CDATA[Sinken jetzt die Häuserpreise?]]></category>
		<category><![CDATA[Steigende Zinsen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir suchen derzeit ein Eigenheim für unsere kleine Familie. Zwar reicht uns aktuell noch unsere 3-Zimmer-Mietwohnung aus, aber spätestens wenn unser erstes Kind ins Schulalter kommt, möchten wir &#8222;Wurzeln&#8220; geschlagen haben. Etwas mehr Platz wird dann zwingend notwendig. Sich mit 2 irgendwann pubertierenden Mädels ein 6 qm großes Bad zu teilen? No way. Daher bleibt...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wir suchen derzeit ein <strong>Eigenheim</strong> für unsere kleine Familie. Zwar reicht uns aktuell noch unsere 3-Zimmer-Mietwohnung aus, aber spätestens wenn unser <strong>erstes Kind ins Schulalter</strong> kommt, möchten wir &#8222;Wurzeln&#8220; geschlagen haben. Etwas mehr Platz wird dann zwingend notwendig. Sich mit <strong>2 irgendwann pubertierenden Mädels</strong> ein 6 qm großes Bad zu teilen? No way.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher bleibt uns nichts anderes übrig, als uns perspektivisch zu vergrößern. Ein Eigenheim soll es also sein. Auch wenn ich früher eher der Ansicht war, dass <strong>Mieten die bessere Alternative ist</strong>, fürchte ich das &#8222;Damokles-Schwert&#8220; <strong>Eigenbedarfskündigung</strong> dann doch zu sehr. Mit zwei Kindern und einem kompletten Hausstand umzuziehen, nur weil der Vermieter die <strong>Wohnung</strong> / <strong>das Haus</strong> nun plötzlich selbst benötigt? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich als <strong>Sternzeichen Stier</strong> und eigentlich eher <strong>geerdeter Charakter</strong> eine nicht gerade verlockende Vorstellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Nachlesen nochmal meine zwei anderen Kern-Artikel zu meinen Überlegungen zu Immobilien:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/immobilien-mieten-oder-kaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lieber Mieten statt kaufen?</a></li>



<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/selbstgenutzte-immobilie-sinnvolles-investment-oder-nicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wieso ich nun doch ein Eigenheim suche!</a></li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Negatives vom Zinsmarkt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich betrachte dabei das Thema Eigenheim noch immer eher nüchtern. Von einem &#8222;<em>Eigenheim Traum</em>&#8220; zu sprechen, trifft es damit bei mir nicht direkt. Eher betrachte ich es als eines der Grundbedürfnisse (<a href="https://www.finanzguerilla.de/klimaschutz-und-kapitalismus-ein-widerspruch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">frei nach Maslow</a>), welche gedeckt werden sollten. Quasi eine <strong>tragende Basis</strong>, von der aus man dann die Welt erobern kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziemlich geschockt war ich dann aber doch, nachdem ich intensiveren Kontakt mit verschiedenen Banken hatte. Für mich hat sich alleine hieran gezeigt, dass <a href="https://www.finanzguerilla.de/short-etf-gegen-die-krise-warnung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Welt irgendwie am Durchdrehen</a> zu sein scheint:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im <strong>Februar 2022</strong> war ich bei der Bank und hätte einen <strong>Darlehenszins von 1%</strong> bekommen (genaue Rechnung weiter unten). &#8222;Vorsichtshalber&#8220; und <strong>falls doch die Zinsen durch die EZB erhöht</strong> würden, hat der Banker im Februar noch einen &#8222;<em><strong>Sicherheitspuffer</strong></em>&#8220; eingebaut und mit mir zusammen mit <strong>1,3% Darlehenszins</strong> gerechnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun war mein <strong>Banktermin leider kurz vor den Ereignissen in der Ukraine</strong> und vor Explodieren der Inflation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein letzter Bankkontakt von letzter Woche (<strong>August 2022, Kalenderwoche 31</strong>) stellte mir bei den gleichen Grundannahmen und gleichem Eigenkapital einen <strong>Darlehensszins</strong> von <strong>3,2%</strong> (!!!) in Aussicht. Garniert mit der Aussage, dass sich inzwischen nur noch wenige Kunden überhaupt eine Immobilie leisten könnten und der Markt zunehmend schwierig würde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was der Zins für mich und ein Eigenheim konkret bedeutet</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nun liest man in letzter Zeit immer mehr, dass das Eigenheim für Viele unerreichbar wird. Entsprechende Artikel finden sich an mehreren Stellen (<a href="https://www.t-online.de/finanzen/immobilien-wohnen/immobilienmarkt/id_92335734/immobilienmarkt-in-der-krise-der-traum-vom-eigenheim-platzt.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>, <a href="https://www.wiwo.de/finanzen/immobilien/immobilien-wenn-der-traum-vom-eigenen-heim-platzt-seite-3/5448088-3.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>, hier). Überall scheint Konsens zu bestehen, dass sich die <strong>Zeiten am Immobilienmarkt gerade ändern</strong> und der große Kater nach der Party kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grund genug also, die Sache auch mal auf die eigene Situation hin zu prüfen.</p>



<pre class="wp-block-verse"><em>Wenn du für dich auch mal verschiedene <strong>Zinsen für Kredite</strong> checken möchtest, schau gerne auf <a href="https://www.finanzguerilla.de/kreditrechner/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">unserem Kreditrechner</a> vorbei. Dort siehst du, dass sich derzeit tatsächlich vieles zu ändern scheint! "Easy Money" ist vorbei.</em> </pre>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte dir daher nun mal kurz und vereinfacht vorrechnen, was beide Szenarien (<strong>1,3 %</strong> und <strong>3,2 %</strong>) in der <strong>Praxis</strong> für die <strong>monatlichen Belastungen bedeuten</strong>. Dinge wie <strong>Maklergebühren</strong>, <strong>Grunderwerbsteuer</strong> etc. lasse ich mal außen vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie hoch mein Eigenkapital ist, lasse ich hier ebenfalls mal raus. Aber wenn du berücksichtigst, dass Häuser in unserer Region (auch &#8222;nur&#8220; <strong>DHH</strong> oder <strong>REH</strong>) derzeit zwischen <strong>500-800 k</strong> kosten, bekommst du ein ungefähres Bild. Lass mich nur soviel sagen: Unser Eigenkapitalanteil wäre zwar recht hoch, dennoch bekäme ich &#8222;<em>nur</em>&#8220; die obigen Zinsen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Rechnung mit 1,3% Darlehenszins</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Grundannahmen:</em></strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Darlehensbetrag von der Bank: <strong>400.000 Euro</strong></li>



<li>Zinsbindung: <strong>15 Jahre</strong> (nach <strong>10 Jahren</strong> hast du ohnehin Sonderkündigungsrecht nach dem BGB)</li>



<li>Tilgung: <strong>2%</strong></li>



<li>Sondertilgungsmöglichkeiten: Ja, je nach Darlehensvertrag</li>



<li><strong>Wertpapierdepot wird nicht angetastet</strong>!</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Für die  konkreten <strong>monatlichen Belastungen</strong> ergibt sich folgendes Bild:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zinsschulden: <strong>433,33 Euro</strong> pro Monat (<strong>5200 Euro</strong> / Jahr &#8211; <strong>schrumpfend</strong>)</li>



<li>Tilgung: <strong>666,66 Euro</strong> (<strong>8000 Euro</strong> /Jahr &#8211; <strong>steigend</strong>)</li>



<li>Monatlich gesamt: <strong>1099,99 Euro</strong> (Summe Zinsen + Tilgung)</li>



<li>Restschuld nach <strong>15 Jahren</strong> (o. Sondertilgungen): <strong>267.579,87 Euro</strong></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <strong>15 Jahren</strong> hätte ich bei der Variante von Februar somit zwar noch knapp <strong>267.580 Euro</strong> Restschulden, jedoch eine &#8222;überschaubare&#8220; <strong>monatliche Belastung von 1099,99 Euro</strong>. Die Restschulden würde ich durch <strong>paralleles Ausbauen meines Wertpapierdepots</strong> nach Ablauf komplett zurückzahlen oder zumindest einen großen Teil davon. Alternativ würde ich meine aktuell vermietete Wohnung verkaufen und den <a href="https://www.finanzguerilla.de/kreditarten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kredit</a> damit ablösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wo natürlich die Zinsen in <strong>15 Jahren</strong> stehen, steht auf einem anderen Blatt. Wenn sie wieder bei <strong>0,6%</strong> sein sollten, lohnt sich eine Anschlussfinanzierung mit hoher Tilgung eventuell mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So weit so gut, meine Stimmung im Februar war entsprechend euphorisch. Das änderte sich leider.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Rechnung mit 3,2% Darlehenszins</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Grundannahmen:</em></strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Darlehensbetrag von der Bank: <strong>400.000 Euro</strong></li>



<li>Zinsbindung: <strong>15 Jahre</strong> (nach <strong>10 Jahren</strong> hast du ohnehin Sonderkündigungsrecht nach dem BGB)</li>



<li>Tilgung: <strong>2%</strong></li>



<li>Sondertilgungsmöglichkeiten: Ja, je nach Darlehensvertrag</li>



<li><strong>Wertpapierdepot wird nicht angetastet</strong>!</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Für die  konkreten <strong>monatlichen Belastungen</strong> ergibt sich folgendes Bild:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zinsschulden: <strong>1066,66 Euro</strong> pro Monat (<strong>12800 Euro</strong> / Jahr &#8211; <strong>schrumpfend</strong>)</li>



<li>Tilgung: <strong>666,66 Euro</strong> (<strong>8000 Euro</strong> /Jahr &#8211; <strong>steigend</strong>)</li>



<li>Monatlich gesamt: <strong>1733,32 Euro</strong> (Summe Zinsen + Tilgung)</li>



<li>Restschuld nach <strong>15 Jahren</strong> (o. Sondertilgungen): <strong><strong><strong>267.579,87 Euro</strong></strong></strong></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nach 15 Jahren</strong> hätte ich bei dieser Rechnung die gleichen Restschulden (da gleiche Tilgung), jedoch eine <strong>monatliche Belastung</strong> von <strong>satten 633 Euro</strong> mehr. Auch hier wäre der Plan, irgendwie nach 15 Jahren dann den Restkredit abzulösen (Verkauf Wohnung / <a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-ein-depot-dich-frei-macht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Teil-Verkauf Depot</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wären die monatlichen Belastungen bei <strong>1,3% Darlehen</strong> noch knapp gleichauf mit einer <strong>gängigen Großstadt-Miete</strong>, so läge ich bei<strong> 3,2%</strong> schon deutlich darüber.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Monatliche laufende Kosten explodieren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu muss man noch beachten, dass bei <strong>hoher Inflation</strong> gleichzeitig alles teurer wird. Also kommen hier noch perspektivisch <strong>steigende Kosten</strong> für <strong>Heizung</strong> / <strong>Strom</strong> / <a href="https://www.finanzguerilla.de/sparen-an-versicherungen-wegen-inflation/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Versicherungen</a> / <strong>Instandhaltungsmaßnahmen</strong> hinzu. Eine <a href="https://www.finanzguerilla.de/immobilienbetrug-vorsicht-bei-online-anzeigen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Immobilie</a> kostet nunmal, auch außerhalb der Darlehenstilgung. Die übrigen Alltagsausgaben kommen hier ebenfalls noch dazu. Realistischerweise muss man also von tatsächlichen monatlichen Belastungen von <strong>1500 Euro</strong> (1,3%) und ca. <strong>2133 Euro</strong> (3,22%) ausgehen. Ich habe hierzu pauschal noch <strong>400 Euro</strong> draufgeschlagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In vielen Fällen dürfte die monatliche Belastung höher sein, das hängt auch vom <strong>Alter</strong> und <strong>Zustand des Eigenheims</strong> ab (Dämmung, Photovoltaik etc.).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über <strong>2000 Euro pro Monat</strong> Kosten für die <a href="https://www.finanzguerilla.de/immobilien-mieten-oder-kaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Immobilie</a> sind heftig. In manchen <a href="https://www.finanzguerilla.de/den-job-kuendigen-fuer-leidenschaft/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jobs</a> verdienen die Leute gerademal <strong>1700-2000 Euro</strong> (netto) im Monat. Für diese Menschen ist der <strong>Traum Eigenheim somit schon heute geplatzt</strong>, zumindest wenn sie die Immobilie <em>alleine</em> finanzieren wollen.</p>



<pre class="wp-block-verse"><strong><em>Wichtig: In der Praxis teilt sich eine Familie natürlich in gewisser Weise die Kosten für die Immobilie. Oder der andere Elternteil steuert zumindest einen Eigenanteil dazu bei oder zahlt "Miete". Die 2133 Euro wären insofern nur für einen alleinigen Finanzierer kritisch. Zu zweit kann man das dann schon irgendwie tragen.</em> Singles kaufen / brauchen in der Regel ja auch kein eigenes Haus.</strong></pre>



<p class="wp-block-paragraph">In meinen Augen stellt sich somit bei den aktuellen Zinsen nicht mehr die Frage, <a href="https://www.finanzguerilla.de/immobilien-mieten-oder-kaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ob Mieten oder Kaufen besser ist</a>. Für Viele besteht einfach überhaupt nicht mehr die <em>Möglichkeit</em> zu kaufen. Alleine weil die Banken inzwischen auch <strong>immer mehr Eigenkapital</strong> als Sicherheit fordern. Die <strong>100%-Finanzierung</strong> mit enormem Zinshebel ist aktuell somit Geschichte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sinken die Immobilienpreise?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die stark erhöhten Zinsen wären ein geringeres Problem, wenn in gleichem Maße die <strong>Immobilienpreise einbrechen würden</strong>. Zwar sehe ich perspektivisch tatsächlich sinkende Preise aufgrund <strong>weniger Nachfrage</strong>, aber noch ist es nicht so weit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie mir die Bank attestierte, besteht bei uns in der <strong>Region Heilbronn</strong> auch das &#8222;Problem&#8220;, dass es noch zu viele <strong>Gutverdiener</strong> gibt. Immerhin haben wir hier in der Region unter vielen anderen <strong>Lidl</strong>, <strong>Kaufland</strong>, <strong>Knorr</strong> (jetzt: Unilever), <strong>Audi</strong>, <strong>Bechtle</strong> und <strong>Bosch</strong>. Die Mitarbeiter dieser Firmen, die in aller Regel alles andere als schlecht verdienen, kaufen auch <strong>zu erhöhten Preisen</strong> und <strong>erhöhten Zinsen </strong>fleißig weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem besteht eine geografische Nähe zu <strong>Stuttgart</strong>, <strong>Mannheim</strong>, <strong>Karlsruhe</strong>, <strong>Heidelberg</strong> etc. Also leider viele Gründe, die mich nicht gerade zuversichtlich stimmen, in absehbarer Zeit ein &#8222;<strong><em>Immobilienschnäppchen</em></strong>&#8220; machen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=WVHNUWkK7a0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Haus in der Pampa à la <strong>Gerald Hörhan</strong></a> kommt für mich ebenfalls nicht in Frage. Da bin ich dann doch zu rational und sehe die ganzen <strong>Folge- und Opportunitätskosten</strong> (Pendeln, Elterntaxi spielen etc.).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Weiter suchen, Eigenkapital erhöhen!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Also was bedeuten die Erkenntnisse für mich aktuell? <strong>Wir suchen auf jeden Fall erstmal weiter</strong>. Wir brauchen einfach den Platz, sobald die Kinder ein gewisses Alter erreicht haben, aber zum Glück <strong>jetzt noch nicht</strong>. Zudem möchten wir nur noch in das <strong>Eigenheim umziehen</strong> und nicht als Zwischenlösung nochmal wo anders auf Miete rein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hut ab vor allen <a href="https://www.finanzguerilla.de/minimalismus-als-lebensweg-und-lebensstil/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Frugalisten und Minimalisten</a>, die bei einer <strong>Eigenbedarfskündigung</strong> mal <em>einfach so kurz umziehen können</em> und wollen. Mit <a href="https://www.finanzguerilla.de/kinderdepot-steuerfreie-nachwuchsaktionaere-teil-2/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Familie</a>, <strong>schulpflichtigen Kindern</strong>, einem aufgebauten Freundeskreis und letztendlich auch beruflicher Verwurzelung, sehe ich das dann schon anders. Von den <strong>Kosten</strong> eines Umzuges ganz zu schweigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wenn die <strong>Zinsen weiter steigen</strong>? Dann haben wir in der Tat irgendwann ein Problem. Hier bleibt uns dann nur noch, das <strong>Eigenkapital entsprechend zu erhöhen</strong>, damit weniger <a href="https://www.finanzguerilla.de/die-bedeutung-von-geld/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Geld</a> zu den dann noch höheren Zinsen von der Bank aufgenommen werden muss. Das mache ich gerade auch. Und ein ebenfalls sehr wichtiger Faktor: <a href="https://www.finanzguerilla.de/spartipps/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sparen, sparen, sparen</a>!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier sehe ich auch wieder eindrucksvoll, wie wichtig ein <strong>gut ausgebautes Wertpapierdepot</strong> ist, welches auch schon heute <a href="https://www.finanzguerilla.de/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">regelmäßige Erträge ausschüttet</a>. Wenn du es schaffst, die <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen-mit-dividenden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ausschüttungen und Dividenden</a> deines Depots stetig zu erhöhen, trägt auch das dazu bei, dass du das Thema <strong>Immobilienschuld</strong> irgendwann lockerer betrachtest. Deine <strong>Ausschüttungen tragen einen Teil deiner Monatsrate</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht gehörst ja du schon zu den <strong>glücklichen Menschen</strong>, deren (passive) Erträge aus dem Depot schon einen Großteil deiner monatlichen Ausgaben abdecken können?!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie stehst du zum Eigenheim bei nun vielleicht dauerhaft steigenden Zinsen?</strong> </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/platzt-der-traum-vom-eigenheim/">Platzt der Traum vom Eigenheim?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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		<title>Kinderdepot &#8211; Steuerfreie Nachwuchsaktionäre Teil 2</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/kinderdepot-steuerfreie-nachwuchsaktionaere-teil-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jul 2022 08:01:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Junior-Depot]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderdepot]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderdepot bei Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Nachwuchs Depot]]></category>
		<category><![CDATA[steuerfreies Depot]]></category>
		<category><![CDATA[Wertpapierdepot für Kleinkinder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch überglücklich über die kürzliche Geburt meiner zweiten Tochter, geht es langsam aber sicher auch für sie darum, in möglichst jungen Jahren bereits Aktionärin zu werden. Bereits für meine erste Thronfolgerin habe ich mich für ein entsprechendes Kinderdepot in Kombination mit einem ETF-Sparplan entschieden. Den entsprechenden Artikel über die Einrichtung und die gewichtigen Gründe hierfür...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/kinderdepot-steuerfreie-nachwuchsaktionaere-teil-2/">Kinderdepot &#8211; Steuerfreie Nachwuchsaktionäre Teil 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Noch überglücklich über die kürzliche Geburt meiner zweiten Tochter, geht es langsam aber sicher auch für sie darum, in möglichst jungen Jahren bereits Aktionärin zu werden. Bereits für meine erste Thronfolgerin habe ich mich für ein entsprechendes Kinderdepot in Kombination mit einem <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-in-der-krise-haelt-das-bollwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF-Sparplan</a> entschieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den entsprechenden Artikel über die Einrichtung und die gewichtigen Gründe hierfür <a href="https://www.finanzguerilla.de/depot-fuer-kinder-steuerfrei-ins-erwachsenenalter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">findest du hier</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch gibt es mittlerweile bessere Angebote? Wo richte ich für mein zweites Töchterchen ein solches Depot ein?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kinderdepot &#8211; Die Vorteile</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie damals schon angegeben, ist einer der Hauptgründe für die Attraktivität eines solchen Depots die <strong><em>Steuerfreiheit</em></strong>. Zwar gelten die Freistellungsbeträge von aktuell noch (soll 2023 wohl angehoben werden) <strong>801 Euro</strong> (einzeln veranlagt) bzw. <strong>1602 Euro</strong> (zusammen veranlagt) auch für die Kleinsten der Kleinen. Da die Kinder aber in der Regel noch über kein (Arbeits-)Einkommen verfügen, besteht die Möglichkeit, sich vom örtlichen Finanzamt für die Kleinen eine &#8222;<strong>Nichtveranlagungsbescheinigung</strong>&#8220; ausstellen zu lassen. Die Kinder sind schlicht und ergreifend noch nicht steuerpflichtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du diese Bescheinigung dann an deinen Broker weiterleitest, erfolgt <strong>keinerlei Abzug von Abgeltungssteuer</strong>. Für deine Kinder bedeutet das den optimalen <strong>Zinseszinseffekt</strong> für die Geldanlage. Außer eventueller <strong>Transaktionsgebühren</strong> und den <strong>laufenden Kosten der ETF</strong> bleibt somit der Großteil der Gewinne tatsächlich bei deinem Nachwuchs.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verwaltung erfolgt treuhänderisch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese <strong>Steuerfreiheit</strong> des Kinderdepots hat aber auch ihren &#8222;Preis&#8220;: <em>Das Geld gehört deinen Kindern</em>! Du bist im Prinzip bis zu deren Volljährigkeit nur der Treuhänder und Verwalter. Sobald sie 18 sind, verlierst du sämtliche Zugänge und deine Kinder erhalten einen eigenen Zugang und müssen ab dann auch eigenhändig Verantwortung übernehmen. Es empfiehlt sich, die Kleinen bereits vorher darauf vorzubereiten! Hier sind Papa und Mama gefragt, um den Kleinen möglichst früh einen guten Umgang mit <strong>Geld</strong> (<a href="https://www.finanzguerilla.de/die-bedeutung-von-geld/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">als konservierter Lebenszeit</a>) beizubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kinderdepot meiner ersten Tochter habe ich bei der <strong>Consorsbank</strong> eingerichtet. </p>



<pre class="wp-block-verse"><em><strong>Hier gelangst du direkt zum Angebot eines Kinderdepots der Consorsbank*: <a href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C15267516T" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">Kinderdepot</a>.</strong></em></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Hier bin ich sowieso schon Kunde und die Verwaltung des Kinderdepots (dort genannt &#8222;<strong>Junior-Depot</strong>&#8222;) funktioniert mit meinen eigenen Zugängen und Sicherheitsverfahren. Also <strong>keine neue App</strong>, keine neue <strong>TAN-Liste</strong> (gibt&#8217;s die überhaupt noch?!). Einfach einloggen und das Depot managen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Also wieder Consorsbank?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Leider ist das Angebot an Brokern mit einem <strong>Junior-Depot</strong> recht überschaubar. Die <strong>Comdirect</strong> bietet eines (Link <a href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C87087206T" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">hier</a>*) und die <strong>Consorsbank</strong>. Beim <a href="https://www.finanzguerilla.de/smartbroker-bester-broker-test/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Smartbroker, meinem Zweit-Broker</a>, gibt es leider <strong>kein Kinderdepot</strong>. Da ich ein Freund von <strong>wenig Bürokratie</strong> bin, ist das Argument mit der Verwaltung mit meinen Zugangsdaten ein recht gravierendes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somit werde ich auch das Depot für meine Zweitgeborene in naher Zukunft bei der Consorsbank einrichten. Wieso erst in naher Zukunft? Nunja. Es <strong>fehlt schlicht und ergreifend noch ihre Steuer-ID</strong>. Diese ist zwingende Voraussetzung für die Eröffnung eines solchen Depots. Da diese aber in der Regel innerhalb einer Woche nach Anmeldung des Nachwuchses eintrudelt, gehe ich davon aus, dass das Depot noch diese Woche eingerichtet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grundlage wird auch hier eine <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">1-ETF-Lösung auf den FTSE All-World oder den MSCI ACWI</a> sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls du Nachwuchs hast oder erwartest, lohnt es sich somit definitiv, sich mit den zahlreichen Vorteilen eines <strong>Junior-Depots</strong> bzw. <strong>Kinderdepots</strong> auseinanderzusetzen. Wie immer gilt: Angebote vergleichen und die für dich und deine Kinder am besten passende Lösung finden. </p>



<!-- Beginn https://www.financeads.net/-Code --><a href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C15252962B" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.financeads.net/tb.php?t=25598V15252962B&#038;https=1" alt="" border="0" width="336" height="280"></a><!-- Ende https://www.financeads.net/-Code -->



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Wie gehst du vor bei der Unterstützung deiner Nachkommen bei der Vermögensbildung?</em></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/kinderdepot-steuerfreie-nachwuchsaktionaere-teil-2/">Kinderdepot &#8211; Steuerfreie Nachwuchsaktionäre Teil 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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		<title>Short-ETF gegen die Krise?</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/short-etf-gegen-die-krise-warnung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jun 2022 11:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[NASDAQ100-ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Short-DAX]]></category>
		<category><![CDATA[Short-ETF]]></category>
		<category><![CDATA[shorten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe vor wenigen Tagen mein Depot um zwei Short-ETF ergänzt. Darüber möchte ich heute kurz schreiben. Wichtiger als sonst ist aber gerade für den heutigen Artikel, dass du diesen bitte nicht als Anlageempfehlung oder gar -beratung auffasst! Es ist meine Entscheidung und ich kann damit natürlich auch ziemlich daneben liegen. Ich möchte dir mit...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/short-etf-gegen-die-krise-warnung/">Short-ETF gegen die Krise?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich habe vor wenigen Tagen mein Depot um zwei <strong>Short-ETF</strong> ergänzt. Darüber möchte ich heute kurz schreiben. Wichtiger als sonst ist aber gerade für den heutigen Artikel, dass <strong>du diesen bitte nicht als Anlageempfehlung oder gar -beratung auffasst</strong>! Es ist meine Entscheidung und ich kann damit natürlich auch ziemlich daneben liegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte dir mit dem Artikel heute auch keine Angst machen. Grundsätzlich bin und bleibe ich langfristig noch immer positiv gestimmt für den Aktienmarkt. Daran wird sich so schnell auch nichts ändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wieso ich dennoch diese ETF gekauft habe, darum soll es nun nachfolgend gehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Absicherung gegen die Krise</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir erleben gerade in meinen Augen eine Zäsur an den Finanzmärkten (<strong>steigende Zinsen</strong>), zusammen mit einer neuen <strong>Block-Bildung in der internationalen Politik</strong>. Nahezu alle Indices haben inzwischen in den <strong>Bärenmarkt </strong>gewechselt, die <strong>Depotwerte schrumpfen</strong>. In meinen Augen besteht also durchaus Handlungsbedarf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedoch nicht im Sinne <em>&#8222;Jetzt alles verkaufen, später günstiger alles wieder zu besseren Preisen zurückkaufen&#8220;</em>. Was gut und logisch klingt, scheitert oftmals an der Realität. Der Markt lässt sich schwer bis nie timen. Plötzlich kommt die krasse Gegenreaktion, die du dann leider verpasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als überzeugter <strong>Buy-and-hold-and-check-Investor</strong> habe ich in den letzten Wochen <strong><em>keine</em></strong> meiner Positionen verkauft! Die Sparpläne laufen wie gehabt weiter. Mein Depot sammelt durch <a href="https://www.finanzguerilla.de/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ausschüttungen</a> und <a href="https://www.finanzguerilla.de/wie-sollte-man-die-dividende-reinvestieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden</a> weiterhin fleißig Cash an. Das wird strategisch reinvestiert für den Zinseszinseffekt. Mein <strong>Core-Satellite-Ansatz</strong> passt soweit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In letzter Zeit habe ich nur dahingehend gehandelt, dass ich <strong><em>neue</em></strong> Positionen zugekauft habe. Das sind</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Eine Handvoll <a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-aristokraten-als-rettungsanker/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-Aristokraten</a> vor wenigen Wochen (siehe mein Artikel damals)</li>



<li><strong>Short-ETF</strong> vor wenigen Tagen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Um letztere <strong>Short-ETF</strong> soll es nun heute gehen. Weitere Änderungen gab es nicht. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Was heißt überhaupt &#8222;Short&#8220; gehen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Begriff &#8222;<strong><em>Short</em></strong>&#8220; besagt in erster Linie, dass du davon ausgehst, dass Märkte, Basiswerte oder Indices sinken werden. Wenn du dich Short positionierst und die Werte tatsächlich fallen, verdienst du Geld. Steigen die Märkte und Werte, dann verlierst du. Teilweise lassen sich die Positionen auch noch auf Kredit hebeln (sog. <strong>leveraged ETF</strong>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Prinzip ist es also wie eine Art Wette, die du eingehst. In diesem Fall gehst du von schlechten Zeiten aus und möchtest dich positionieren. Werden die Zeiten schlecht, profitierst du.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie du vielleicht als regelmäßiger Leser weißt, hat mein Depot auch einige &#8222;Defensivspieler&#8220;, die <strong>gegen Inflation</strong>, <strong>Rezession</strong> und <strong>Krisen </strong>helfen sollen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Mit Kryptowerten (<strong>Bitcoin</strong>) diversifiziere ich über eine <strong>weitere Asset-Klasse</strong> (Artikel: <a href="https://www.finanzguerilla.de/wo-bitcoin-direkt-kaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> und <a href="https://www.finanzguerilla.de/bitcoin-zertifikate-als-investment-sinnvoll-oder-nicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>)</li>



<li><strong>Gold</strong> und <strong>Silber</strong> sollen zur Stabilität beitragen (Artikel: <a href="https://www.finanzguerilla.de/steuerfreies-gold-mit-euwax-gold-2/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>, <a href="https://www.finanzguerilla.de/ist-silber-ein-gutes-investment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> und <a href="https://www.finanzguerilla.de/gold-absicherung-depot-finanzcrash-krise/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>)</li>



<li>Auch <strong>CFD</strong> habe ich partiell genutzt, um zu &#8222;<em>shorten</em>&#8220; (Artikel <a href="https://www.finanzguerilla.de/cfd/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> und <a href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-ich-aktuell-vermehrt-cfd-trading-betreibe/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>)</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Wie haben sich die &#8222;Absicherungen&#8220; bewährt?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nunja, die <strong>Kryptowerte</strong> haben eine leider nun doch recht <strong>offensichtliche Korrelation mit den Aktienmärkten</strong>, insbesondere den spekulativen <a href="https://www.finanzguerilla.de/technologie-im-depot-wie-vorgehen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tech-Werten aus dem Nasdaq 100</a>. Sie schmieren ab und reißen mein Depot aktuell weiter in den Abgrund. Als Absicherung gegen &#8222;<em>die Krise</em>&#8220; oder den &#8222;<em>Tod des Euro</em>&#8220; <strong>taugen sie somit zumindest aktuell nicht</strong>. Egal was <strong>Crash-Propheten</strong> überall von den Dächern singen. Dennoch halte ich sie langfristig als Zock (was sie auch von Anfang an waren!).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gold </strong>und <strong>Silber</strong> halten sich wacker, aber selbst Gold hat aktuell noch nicht mal seinen Höchststand von <strong>2021</strong> erreicht. Hier frage ich mich, was noch passieren muss. <strong>Silber</strong> hat auch noch nicht mal sein Hoch von <strong>Mai 2021</strong> erreicht. Das ist für mich nachvollziehbar, da es eben in erster Linie ein <strong>Industriemetall</strong> ist. Wenn die Industrie durch Lieferschwierigkeiten stockt, dann leidet auch die Nachfrage nach diesem Edelmetall.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>CFD</strong> handele ich aktuell gar nicht mehr. Hier hat mich letztes Jahr enttäuscht, dass es mir nicht gestattet wurde, die <strong>Wallstreetbets</strong>-Meme-Aktie &#8222;<strong><em>Gamestop</em></strong>&#8220; am Höchstpunkt zu shorten. &#8222;<em>Dieser Basiswert kann aktuell nicht geshortet werden</em>&#8220; hieß es bei meinem <strong>CFD-Anbieter</strong> kurz und knapp. Ich hätte die Aktie tatsächlich am Höchstpunkt erwischt und den gesamten Absturz in bare Münze verwandelt. Dies hat wohl auch mein CFD-Anbieter erkannt und für sich entschieden, dass er hierbei wohl <strong>zu große Verluste durch meine Gewinne einfahren würde</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist eben das Problem bei CFD: Du <strong>spielst immer gegen deinen eigenen Broker</strong>, der gleichzeitig auch noch <strong>Marketmaker</strong> ist. Im Gegensatz zu richtigen Optionen gibt es eben keine &#8222;<em><strong>Börse für CFD</strong></em>&#8222;. Daher ist dieses Instrument für mich <strong>aktuell leider gestorben</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Absicherungen haben somit eher schlecht als recht funktioniert bis heute. Was also tun?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Den ganzen Markt shorten mit einem ETF!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich gibt es somit aktuell (abgesehen von <a href="https://www.finanzguerilla.de/optionen-ein-instrument-fuer-privatanleger/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Optionen</a>, an die ich mich (noch) nicht herantraue und <strong>Optionsscheinen</strong>, von denen ich die Finger lasse) nur wenige Möglichkeiten zu shorten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch wieso möchte ich überhaupt shorten? Dazu ein paar Worte:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2020 </strong>kam die Pandemie und damit ein kurzer aber sehr heftiger Einbruch an den Märkten. Der Dax krachte innerhalb weniger Wochen von knapp <strong>13700 Punken</strong> am <strong>19.02.2020</strong> auf <strong>8441 Punkte</strong> am <strong>18.03.2020</strong> ein. Es dauerte dann über 2 Monate bis er wieder auf seinen <strong>13700 Punkten</strong> war. Eine respektable Aufholbewegung, keine Frage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch fassen wir mal zusammen, welche Faktoren damals <strong>2020 den Crash</strong> ausgelöst haben:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Unsicherheiten in Zusammenhang mit dem Verlauf der Pandemie</li>



<li>Unsicherheiten durch die Lock-Downs und die staatlich verfügten &#8222;Berufsverbote&#8220;</li>



<li>Unternehmen, Branchen und Arbeitsplätze gerieten in Schieflage (Gastronomie, Freizeitparks, Kreuzfahrtschiffe, Diskos etc.)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Und heute? Welchen toxischen Mix haben wir <strong>2022</strong>?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nach wie vor Unsicherheiten in Zusammenhang mit dem Verlauf der Pandemie (Sommer- / Herbst-Welle?)</li>



<li>Weltweite Lieferketten sind gestört und lassen sich kaum zeitnah beheben (<strong>No-Covid-Strategie</strong> in China)</li>



<li><strong>Rekordhohe Inflation</strong> durch die Notenbanken und das willkürliche <strong>Verteilen von Geld durch die Politik</strong> per Gießkanne</li>



<li>Neuer &#8222;<strong>Kalter Krieg</strong>&#8220; durch den Aufbau neuer globaler <strong>Blocks</strong> (Russland, China / demokratischer Westen / Naher Osten)</li>



<li><strong>Steigende Zinsen</strong>!!! Dadurch dürften in Bälde Staaten (insbesondere im Süden) und Unternehmen in gravierende Schieflage hinsichtlich ihrer Finanzierung geraten</li>



<li>Drohendes Platzen der <strong>Immobilienblase</strong> (viele Menschen können sich keine Immobilie mehr finanzieren aufgrund der steigenden Zinsen)</li>



<li><strong>Rasant gestiegene Energiepreise</strong> durch den Krieg in der Ukraine (existentielle Gefahr für manche energieintensive Branchen und Firmen)</li>



<li>Drohende globale <strong>Hungersnöte durch die Ernteausfälle in der Ukraine</strong></li>



<li>Drohende <strong>neue Währungskrise des EURO</strong></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das sind nur wenige plakative Beispiele. Wie du siehst, ist in meinen Augen die Situation 2022 wesentlich gefährlicher als noch 2020.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kommt es zu einer Rezession und richtigen Krise?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In meinen Augen ist vieles schlicht noch nicht in den Märkten eingepreist. Der DAX markierte im <strong>Dezember 2021</strong> noch einen Stand von knapp <strong>15880 Punkten</strong> (<a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/162176/umfrage/monatliche-entwicklung-des-dax/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>). Heute sind wir immernoch fünfstellig bei rund <strong>13140 Punkten</strong> (Stand: <strong>17.06.2022</strong>). Wenn man einen ähnlichen Absturz wie 2020 unterstellt, dann sollte der DAX noch auf mindestens <strong>9000/10000 Punkte</strong> fallen. Wenn nicht sogar noch tiefer, da die Faktoren wie beschrieben heute auch andere sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bislang hält sich der DAX 40 noch ganz wacker. Ich gehe aber davon aus, dass es nochmal abwärts gehen wird. Die <strong>Zinsen steigen &#8222;erst&#8220; ab 01.07.</strong> tatsächlich in der EU (aktuell ist der Anstieg nur &#8222;angekündigt&#8220;), <strong>Sommerloch</strong>, unklarer weiterer Kriegsverlauf in der Ukraine etc.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man kann mir vorwerfen, dass ich aus dem Bauch heraus handele, aber mein Bauch schlägt aktuell tatsächlich Alarm. Normal bin ich alles andere als ängstlich, aber eine solche <strong>negative Mischung an den Märkten</strong> habe ich selten erlebt. Saisonale Schwäche kommt noch hinzu. In meinen Augen mehr als Grund genug, einen <strong>Teil meines Depots abzusichern</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Absicherung mit Short-ETF auf den DAX 40</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe für die Absicherung meines Depots <strong>zwei ETF</strong> auf den <strong>Short-DAX</strong> für mich gewählt. Ein ETF ist <strong>1:1 Short</strong>, der andere hat einen <strong>Hebel von 2</strong>. Das bedeutet: Fällt der DAX um <strong>2 Prozent</strong>, steigt mein Wert um <strong>4 Prozent</strong>. Und umgekehrt!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar ist der DAX ein recht launiger Zeitgenosse, der als schwer zu traden gilt, aber durch seine noch immer recht einseitige Ausrichtung auf Zykliker, sind hier Krisen für mich ganz gut abzuschätzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So bin ich vorgegangen, das waren meine Einstiege:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>DAX-Short 1:1</strong> bei <strong>13270 Punkten</strong>, gekauft am 14.06.2022</li>



<li><strong>DAX-Short x2</strong> bei <strong>13495 Punkten</strong>, gekauft am 15.06.2022</li>



<li>Anlagehorizont: <strong>1-6 Monate</strong></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Stand gestern Abend (17.06.2022) liegen beide ETF somit <strong>knapp im Gewinn</strong>. Sollte es tatsächlich zu einem Crash ab dem 01.07. durch die Zinserhöhungen kommen, dann sollten beide ETF ganz nett performen. Dabei mache ich mir aber keinerlei Illusionen: Von einer echten &#8222;<em>Absicherung des Depots</em>&#8220; kann keine Rede sein. In beiden ETF stecken &#8222;nur&#8220; vierstellige Beträge. Diese federn bei einem sechsstelligen Depot natürlich nicht viel ab, aber zumindest ein bisschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht kommt dann ja parallel auch <strong>Gold</strong> in die Puschen und die <strong>Kryptos</strong> haben endlich ihren Boden gefunden. Wer weiß.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Warnung zum Schluss &#8211; Gefahren von Shorts!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie oben gesagt: Bitte nicht blind nachmachen! Short-ETF haben ganz eigene Tücken im Vergleich zu &#8222;normalen&#8220; <strong>Long-ETFs</strong>. Diese sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Tägliche Anpassung</strong> und <a href="https://de.extraetf.com/news/etf-news/short-etfs-achtung-pfadabhaengigkeit" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pfadabhängigkeit</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Short-ETF werden täglich neu angepasst. Daher findest du bei solchen ETFs auch gerne im Namen die Bezeichnung &#8222;<em><strong>Daily Swap</strong></em>&#8222;. Diese Anpassung und die sogenannte <strong>Pfadabhängigkeit</strong> führen dazu, dass Short-ETF bei schwankenden Märkten trotzdem verlieren, auch wenn der Ausgangspunkt wieder erreicht wird.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Bei einem <strong>häufigem Auf und Ab kann sich somit der Verlust bei täglicher Berechnung des Index erheblich summieren</strong>. In stetig fallenden Märkten dagegen sorgt die Pfadabhängigkeit für zusätzliche Einnahmen, da der ShortDAX einen immer höheren Wert annimmt.&#8220;</em></p>
<cite><a href="https://de.extraetf.com/news/etf-news/short-etfs-achtung-pfadabhaengigkeit" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Short-ETFs: Achtung Pfadabhängigkeit (extraetf.com)</a></cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Daher ist bei Short-ETF wichtig, dass du diese <strong>nicht langfristig in deinem Depot hältst</strong>! Ansonsten entwickeln sie sich zu wahren Bremsklötzen mit der Zeit, die dir deine <strong>Gesamtperformance</strong> verhageln können. Konzepte populärer Fondsanbieter, die viel mit &#8222;Absicherungen&#8220; hantieren belegen das mit einer <strong>unterdurchschnittlichen Performance</strong> im Vergleich zur Benchmark.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher: <strong>Bitte nur zeitlich befristet für wenige Tage / Wochen / Monate</strong>. Andernfalls machst du garantierte Verluste mit solchen Short-Produkten. Vor allem wenn sie gehebelt sind, was die Wirkung dadurch verdoppelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn der Markt aber deinem prognostizierten Weg folgt, dann entstehen eben durch diese Pfadabhängigkeit auch enorme Gewinne.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wieso keine (gehebelten) Short-Zertifikate statt ETF?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine andere Möglichkeit ist, wenn du den Markt mit Short-Zertifikaten shortest. Ich habe mich einfach nur aufgrund des <strong>Emittentenrisikos</strong> für die ETF-Variante entschieden. Auch wenn ich dort eine TER habe, die zusätzlich die Rendite schmälert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Zertifikaten besteht immer die Gefahr, dass der<strong> Emittent</strong> diese vom Markt nimmt und du dann gezwungen bist, zu einem schlechten Zeitpunkt zu verkaufen. Zudem ist dein Geld kein Sondervermögen, im Gegensatz zu ETF. Geht der <strong>Emittent Pleite</strong>, entsteht dir im schlimmsten Falle auch ein Totalverlust. Bei ETF gibt es dieses Risiko nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Short-ETF, mein Fazit:</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sichere mein Depot also aktuell mit den beiden <strong>Short-DAX-ETF</strong> ab. Ein ETF ist gehebelt (x2), der andere 1:1. Ob ich damit richtig liege oder nicht, werde ich dann zu gegebener <strong>Zeit hier im Artikel ergänzen</strong>. Zudem werde ich meine Rendite (oder Verluste) hier veröffentlichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich werde mir aber vorbehalten, die Positionen <em>auch schnell wieder aufzulösen</em>, wenn sich grundlegend etwas auf der Welt ändern sollte. <strong>Also jetzt bitte nicht mich kopieren und davon ausgehen, dass ich dich vorwarne, wenn ich meine Shorties auflöse!!!! </strong>Diese Zeit kann ich mir beim besten Willen nicht nehmen, vor allem wenn es turbulent zugeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher: Entscheide wie immer für dich selbst und was zu deiner Strategie passt. Ich empfehle dir nichts und für deine Investmenterfolge bist einzig und alleine du verantwortlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Vielleicht nutzt du ja auch ganz andere Strategien zur Absicherung deines Depots und zur Abmilderung der Inflation? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen, wie du vorgehst!</em></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/short-etf-gegen-die-krise-warnung/">Short-ETF gegen die Krise?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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		<title>Dividenden-Aristokraten als Rettungsanker?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2022 20:14:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aktuell geht es abwärts an den internationalen Börsen. Nicht Wenige schwören hierbei auf Dividenden-Aristokraten. Diese sollen das Depot stabilisieren, was oftmals zulasten der Rendite gehen soll. Wie wahr beide Aussagen sind, möchte ich heute einmal untersuchen. Wenn du schon länger meinem Blog folgst, weißt du ja, dass ich in meinem Depot keine explizite Dividenden-Strategie mit...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-aristokraten-als-rettungsanker/">Dividenden-Aristokraten als Rettungsanker?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap wp-block-paragraph"><strong><em>Aktuell geht es abwärts an den internationalen Börsen. Nicht Wenige schwören hierbei auf Dividenden-Aristokraten. Diese sollen das Depot stabilisieren, was oftmals zulasten der Rendite gehen soll. Wie wahr beide Aussagen sind, möchte ich heute einmal untersuchen.</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du schon länger meinem Blog folgst, weißt du ja, dass ich in meinem Depot <a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-etfs-lohnt-sich-ein-investment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">keine explizite <strong>Dividenden-Strategie</strong></a> mit ETFs verfolge. Allerdings greife auch ich in meinem <strong>privaten Core-Satellite-Depot</strong> gerne auf <strong>Dividenden-Aristokraten</strong> als <a href="https://www.finanzguerilla.de/aktien-und-moral/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Einzelaktien</a> zurück. Neben meinen eher spekulativen Positionen im Growth-Sektor, geht es hier um beständiges, langfristiges und ggf. auch etwas langweiligeres Wachstum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass dies aber nicht heißen muss, dass du dabei gleichzeitig auch auf Rendite verzichtest, möchte ich heute etwas näher beleuchten. Aber kommen wir erstmal zur Definition.</p>



<pre class="wp-block-preformatted"><strong><em>Transparenzhinweis: Nachfolgender Artikel stellt keine Anlageberatung oder gar Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Wertpapiere dar. Es handelt sich lediglich um meine Gedanken zum Thema. Einige erwähnte Wertpapiere habe ich zum Zeitpunkt dieses Artikels selbst im Depot. Dies sind: </em>PepsiCo, Amazon, Procter &amp; Gamble, Johnson &amp; Johnson.</strong>  </pre>



<h2 class="wp-block-heading">Was sind Dividenden-Aristokraten?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Generell spricht man bei Dividenden-Aristokraten (engl. „<strong><em>dividend aristocrats</em></strong>“) von Unternehmen, die in einem definierten, langfristigen Zeitraum stetig ihre an die Eigentümer (Aktionäre) <strong>gezahlten Dividenden gesteigert haben</strong>. Wohl gemerkt: Gesteigert! Nicht gleichbleibend gezahlt oder einmalig ausgesetzt, sondern tatsächlich <em>durchgängig</em> gezahlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies schränkt naturgemäß die Auswahl solcher Aktien gravierend ein. Nicht viele Unternehmen können dies von sich behaupten. Leider ist der Begriff „<strong>Aristokraten</strong>“ im Finanzsektor nicht einheitlich definiert, weshalb der Anleger hier aufpassen muss, was er zum Beispiel mit <strong>einem ETF auf einen solchen Aristokraten-Index kauft</strong>. Der Begriff ist nicht geschützt, sodass man fast auf alles &#8222;Aristokraten&#8220; draufschreiben darf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den USA wird ein Unternehmen erst dann zum Dividenden-Aristokraten, wenn es an <strong>mindestens 25 aufeinanderfolgenden Jahren seine Ausschüttungen an die Aktionäre erhöht</strong> hat. Dies hat zur Folge, dass das Unternehmen bei Verletzung dieser Regel sofort diesen Status verliert und sich erstmal <strong>25 Jahre neu beweisen muss</strong>, ehe es erneut in einen solchen Index reinkommt. Selbstredend, dass die Unternehmen diesen &#8222;Rauswurf&#8220;. mit aller Kraft verhindern wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser „Ausschüttungsdruck“ hat aber auch Schattenseiten, daher ist auch die <strong>Höhe der Ausschüttung im Verhältnis zum Free Cash-Flow</strong> wichtig. Hier trennt sich dann auch innerhalb der Aristokraten die Spreu vom Weizen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Aristokrat mit 10 Jahren Ausschüttung?!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die oben beschriebenen Regeln mit <strong><em>25 Jahren</em> beziehen sich also nur auf den US-Markt</strong>. Das hat seine Gründe. Hier tummeln sich die meisten dieser Unternehmen, weil die Märkte dort nicht durch <strong>Kriege auf US-Boden beeinträchtigt wurden</strong>. Daher sind in den USA die Definitionen, wann es sich um Aristokraten handelt entsprechend streng. Es erfüllen einfach mehr Aktien die Kriterien als im Rest der Welt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In anderen Regionen dieser Welt sieht die Definition daher oft anders aus:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du zum Beispiel in einen globalen ETF wie den „<strong>SPDR S&amp;P Global Dividend Aristocrats</strong>“ (ISIN: <strong>IE00B9CQXS71</strong>) investierst, dann landen in diesem ETF Unternehmen, die an <strong>nur <em>10 Jahren</em> (!) aufeinanderfolgend ihre Dividenden erhöht haben</strong>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier ist also Vorsicht geboten! Wer einen solchen ETF kauft, hat nicht notwendigerweise die üblichen Verdächtigen wie <strong>Coca-Cola</strong>, <strong>Procter &amp; Gamble</strong>, <strong>Johnson &amp; Johnson</strong> und Co. im Depot! Vor allem wenn nach Ausschüttungshöhe differenziert wird, hast du hier evtl. exotischere Unternehmen, die eben gerade mal <strong>10 Jahre</strong> erhöht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbst der bei vielen Verfolgern einer reinen <strong>Dividenden-Strategie</strong> so beliebte <strong>SPDR S&amp;P U.S. Dividend Aristocrats ETF</strong> (ISIN: <strong>IE00B6YX5D40</strong>) beinhaltet Unternehmen, die &#8222;nur&#8220; <strong><em>20 Jahre</em> aufeinanderfolgend ihre Dividenden erhöht haben</strong>. Auch hier „fehlen“ somit ganze 5 Jahre im Ranking. Ist das tragisch? Nein. Sollte man es als Investor wissen? Auf jeden Fall!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dividenden-Strategie? Nur mit Einzelwerten!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich persönlich bedeutet das, dass mein Aristokraten-Bestandteil im Depot derzeit <strong>ausschließlich aus Einzelwerten besteht</strong>. So sehr ich sonst gerne auf <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">marktbreite und nach Marktkapitalisierung gewichtete ETFs</a> setze, so gerne setze ich beim Thema <strong>Aristokraten</strong> gerne auf <strong>Einzelwerte</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt schlicht und ergreifend <strong>keinen für mich geeigneten ETF</strong>. Die oben angegeben ETFs erfüllen das eigentliche Kriterium <strong>25 Jahre leider nicht</strong>. Auch passen mir die zugrundeliegenden Indices nicht zu <strong>100 %</strong>, da diese zusätzlich nochmal in meinen Augen nachteilig „gefiltert“ werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kleiner Wunschzettel: Liebe Indexanbieter! Ihr habt die tollsten ETFs im Angebot und kommt auf immer neue „tolle“ Ideen. Smart-Beta ETFs oder <strong>ETF auf kongolesische Eisenbahnunternehmen</strong>. Aber wo bleibt ein simpler ETF, <strong>der zu 100% physisch (!) den „S&amp;P 500 Dividend Aristocrats-Index“ abbildet</strong>? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sprich: Ein ETF der automatisch die „echten“ Aristokraten mit <strong>25+ Jahren aus dem S&amp;P 500</strong> filtert und abbildet? Ohne sonstigen Schnickschnack. Ich glaube ein solcher ETF wäre zum Erfolg verdammt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das wäre ein echter Traum, den es meines Wissens zumindest für deutsche Anleger leider noch nicht gibt. Dies wäre die für mich einzig <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/in-einzelaktien-statt-etf-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wirkliche Alternative zum Kauf von Einzelwerten</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher kommen bei mir aktuell die <strong>Aristokraten nur per Stock-Picking ins Depot</strong>. Großer Vorteil hierbei: Dadurch, dass manche Unternehmen teilweise sogar <strong>40-50 Jahre ihre Dividenden</strong> stetig erhöht haben, eignen sich solche Werte perfekt für <strong>Buy &amp; Hold</strong>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz im Gegensatz zu Tech-Werten, die eher für Spekulationen (Verkauf zu einem höheren Preis in der Zukunft) taugen und bis dahin oftmals <strong>gar keine Dividende</strong> zahlen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Outperformance durch Dividenden-Wachstum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzten Jahre waren solche <strong>Dividenden-Aristokraten</strong> in meinen Augen zu Unrecht nicht sonderlich begehrt. Vielen <strong>„Robinhood“-Investoren</strong> und Jung-Tradern waren solche Aktien wie <strong>Mc Donalds</strong> oder <strong>Pepsi</strong> einfach zu „<em>langweilig</em>“. &#8222;<em><strong>Old economy</strong></em>&#8220; hieß es da oft despektierlich. Zudem wachsen die Unternehmen weniger stark als eine Tesla oder andere Tech-Werte. Einen Verzehnfacher in einem Jahr gibts da halt nunmal nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was aber die Dividenden-Aristokraten so attraktiv macht, sind die <strong><em>wachsenden Dividenden</em></strong>. Jedes Jahr. Wenn du solche Aktien also <strong>jahrelang hältst</strong>, dann kann es sein, dass du nach vielen Jahren alleine aufgrund deiner <strong>wachsenden Dividende</strong> schon einen <strong>Index outperformst</strong>.</p>



<pre class="wp-block-verse"><em>Übrigens: Viele der hier vorgestellten Dividenden-Aristokraten gibts inzwischen auch als <strong>Aktien-Sparplan</strong>. Besonders attraktiv hierbei ist das riesige Sparplan-Angebot der Consorsbank. Schon ab 10 Euro kannst du hier in solche Aktien monatlich investieren. Weitere <a href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C15248782B" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">Informationen findest du hier</a>*.</em></pre>



<h3 class="wp-block-heading">Beispiel zu Dividendensteigerung:</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Du kaufst einen Aristokraten zum Zeitpunkt X für <strong>10.000 Euro</strong>. Deine individuelle Dividendenrendite zum Kaufzeitpunkt sind z.B. <strong>3%</strong>. Bedeutet: Du erhältst im ersten Jahr <strong>300 Euro Dividende</strong>. Nun erhöht das Unternehmen seine Dividende im Folgejahr um <strong>5%</strong>, was bei <strong>Aristokraten</strong> durchaus realistisch ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bezogen auf deine <strong>300 Euro Dividende</strong> bedeutet das, dass du für die gleichen investierten <strong>10.000 Euro</strong> nunmehr <strong>315 Euro Dividende</strong> erhältst. Ohne etwas tun zu müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deine zwischenzeitliche Dividendenrendite bezogen auf deine <strong>10.000 Euro seit Einstieg</strong> beträgt nunmehr keine <strong>3%</strong> mehr, sondern bereits <strong>3,15%</strong>. Wenn du keine Zukäufe tätigst und die 10.000 Euro einfach liegen lässt, dann wachsen die <strong>Dividenden im besten Fall jährlich weiter</strong> und damit auch deine <strong>individuelle Dividenden-Rendite</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar schwanken auch die Kurswerte deiner 10.000 Euro, was aber bei Aktien normal ist. Das Schöne: Bei <strong>Dividenden-Aristokraten</strong> wachsen sogar die <strong>Aktienkurse meist langsam</strong> und <strong>beständig</strong> an. Dadurch bekommst du mit der Zeit</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Immer <strong>höhere Ausschüttungen</strong></li>



<li>Einen immer <strong>höheren Kurswert</strong> deiner Anfangs-Investments</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Dies kann dann mit den Jahren tatsächlich dazu führen, dass du <strong>regelmäßig sogar den Index schlägst</strong>. Einfach weil deine Dividendenrendite irgendwann vielleicht nicht mehr bei nur <strong>3%</strong> liegt, sondern bei <strong>10-12%</strong> bezogen auf deine Startinvestition, je nachdem wie lange du das Unternehmen in deinem Depot wachsen lässt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Titelrotation in <a href="https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-etf-millionaer-werden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF</a> hast du in der Regel selten ein stetiges <strong>Ausschüttungs-Wachstum</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das perfekte Investment?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das klingt natürlich zu schön um wahr zu sein. Also alles verkaufen und in <strong>Dividenden-Aristokraten</strong> umschichten? Leider ist es so einfach nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In meinen Augen kommt man in einem gut diversifizierten Depot auch um <strong>Wachstumswerte</strong>, also spekulative Titel, nicht herum. Titel wie <strong>Amazon</strong>, <strong>Apple</strong> und Co. sorgten die letzten Jahre für irrsinnige Wertzuwächse, auch wenn sie derzeit allesamt stark korrigieren bzw. sogar crashen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele <strong>Dividenden-Aristokraten</strong> ziehen derzeit stark im Kurs an, dümpelten zum Teil die letzten <strong>3-5 Jahre </strong>aber auch eher vor sich hin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Überraschend für mich: Ich hielt den <strong>S&amp;P 500</strong> immer für das Maß aller Dinge in den USA. Nach Marktkapitalisierung gewichtet die größten Unternehmen und fertig. Umso überraschter war ich, als ich recherchiert habe, dass dieser Index trotz Techwerten wie Apple und Co. <strong>gegen einen Aristokraten-Index in den letzten 10 Jahren sogar verloren hat</strong>:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vergleich S&amp;P 500 vs. S&amp;P 500 Dividend Aristocrats</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie oben schon etwas angedeutet gibt es in den USA auch einen Index, der wiederum <strong>aus dem normalen S&amp;P 500 die echten Dividenden-Aristokraten herausfiltert</strong>. Alle verbliebenen Unternehmen werden <strong>gleich gewichtet</strong> in den Index aufgenommen. Neben weiteren kleineren Kriterien wie einer gewissen Marktkapitalisierung (mindestens <strong>3 Mrd. Dollar</strong>)und Liquidität wird sonst nicht weiter gefiltert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit erfüllen nur <strong>64 Unternehmen</strong> aus dem gesamten <strong>S&amp;P 500</strong> diese Kriterien (<a href="https://www.spglobal.com/spdji/en/indices/strategy/sp-500-dividend-aristocrats/#overview" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>). Mindestens soll der Index 40 Werte umfassen, um zu funktionieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Vergleich ergibt sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem S&amp;P 500:</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="704" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Performancevergleich-Dividendenaristokraten-1024x704.png" alt="" class="wp-image-4358" style="width:813px;height:558px" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Performancevergleich-Dividendenaristokraten-1024x704.png 1024w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Performancevergleich-Dividendenaristokraten-300x206.png 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Performancevergleich-Dividendenaristokraten-768x528.png 768w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Performancevergleich-Dividendenaristokraten.png 1282w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">S&amp;P 500 vs. S&amp;P 500 Dividend Aristocrats (jeweils als TR zur besseren Vergleichbarkeit). <br>Quelle: <a href="https://www.spglobal.com/spdji/en/indices/strategy/sp-500-dividend-aristocrats/#overview" target="_blank" rel="noreferrer noopener">S&amp;P Global</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Du siehst also: Obwohl die <strong>letzten 10 Jahre</strong> im Zeichen von <strong>Tech</strong> und  <strong>Growth</strong> standen, schnitt die <strong>Aristokraten-Variante des S&amp;P 500 hauchdünn besser</strong> ab. Auch ohne die Amazons und Apples. Für mich sehr bemerkenswert! In <strong>10 Jahren</strong> machte der <strong>S&amp;P 500 Dividenden-Aristokraten-Index </strong>satte <strong>13,79% p.a.</strong> während der <strong>S&amp;P 500</strong> mit <strong>13,63% p.a. nur knapp dahinter lag.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich lehne mich jetzt ganz stark aus dem Fenster und prognostiziere, dass der <strong>Aristokraten-Index</strong> in den <strong>kommenden 10 Jahren</strong> eventuell steigender Zinsen eine <strong>deutlichere Outperformance gegenüber dem S&amp;P 500</strong> erzielen wird. Ich bin gespannt!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beispiele von Dividenden-Aristokraten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kommen wir zum Schluss noch zu einigen Beispielen von solchen <strong>waschechten Aristokraten</strong>. Anhand der Charts dürfte dir schnell klar werden, wieso diese Unternehmen bei <strong>Buy &amp; Hold Anlegern</strong> so begehrt sind:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Caterpillar (WKN 850598):</h3>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="294" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Caterpillar-1024x294.png" alt="Chart von Caterpillar bis ins Jahr 1985 zurückreichend" class="wp-image-4360" style="width:843px;height:241px" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Caterpillar-1024x294.png 1024w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Caterpillar-300x86.png 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Caterpillar-768x220.png 768w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Caterpillar.png 1188w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.marketwatch.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Marketwatch.com</a>, Stand: 10.05.2022</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hersteller schwerer Baumaschinen zahlt seit über 25 Jahren beständig seine Dividende und erhöht sie jährlich. Kaum ein Bauunternehmen kommt an deren Baumaschinen vorbei. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kurswachstum: 11,26% p.a. in den letzten 10 Jahren</strong> (<a href="https://www.onvista.de/aktien/Caterpillar-Aktie-US1491231015">Quelle</a>) &#8211; Stand: 11.05.2022</p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Colgate-Palmolive (WKN 850667)</h3>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="295" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Colgate-Palmolive-1024x295.png" alt="Chart von Colgate-Palmolive bis ins Jahr 1985 zurückreichend" class="wp-image-4361" style="width:871px;height:251px" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Colgate-Palmolive-1024x295.png 1024w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Colgate-Palmolive-300x87.png 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Colgate-Palmolive-768x221.png 768w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Colgate-Palmolive.png 1186w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.marketwatch.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Marketwatch.com</a>, Stand: 10.05.2022</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Reinigungsprodukte</strong> und <strong>Konsumgüter</strong> sind langweilig und nicht mehr lukrativ? Old economy sieht anders aus. Zwar flacht das Kurswachstum etwas ab, historisch kann man aber nicht meckern. Obendrein gibts noch <strong>regelmäßig steigende Dividende, die hier im Kurs nicht beinhaltet sind</strong>!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kurswachstum: 5,38% p.a. in den letzten 10 Jahren</strong> (<a href="https://www.onvista.de/aktien/COLGATE-PALMOLIVE-CO-Aktie-US1941621039">Quelle</a>) &#8211; Stand: 11.05.2022</p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">RLI Corp. (WKN 857241)</h3>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="294" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/RLI-Corp-1024x294.png" alt="Chart von RLI Corp. bis ins Jahr 1985 zurückreichend" class="wp-image-4362" style="width:865px;height:248px" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/RLI-Corp-1024x294.png 1024w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/RLI-Corp-300x86.png 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/RLI-Corp-768x221.png 768w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/RLI-Corp.png 1193w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.marketwatch.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Marketwatch.com</a>, Stand: 10.05.2022</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>US-Versicherungsgesellschaft</strong> <strong>RLI Corporation</strong> hat sich auf <strong>Schadens- und Unfallversicherungen</strong> sowie auf Bürgschaften für Nischen- und nicht ausreichend versorgte Märkte spezialisiert und schafft es auch, zuverlässig zu wachsen und die ausgeschütteten Dividenden regelmäßig zu erhöhen. So machen Versicherungen Spaß!&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kurswachstum: 23,03% p.a. in den letzten 10 Jahren</strong> (<a href="https://www.onvista.de/aktien/RLI-CORP-Aktie-US7496071074">Quelle</a>) &#8211; Stand: 11.05.2022</p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Sysco Corp. (WKN 859121)</h3>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="294" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Sysco-1024x294.png" alt="Chart von Sysco Corp. bis ins Jahr 1985 zurückreichend" class="wp-image-4363" style="width:859px;height:246px" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Sysco-1024x294.png 1024w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Sysco-300x86.png 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Sysco-768x220.png 768w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/Sysco.png 1192w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.marketwatch.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Marketwatch.com</a>, Stand: 10.05.2022</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sysco vertreibt Fertignahrung und frisch zubereitete Speisen für z.B. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Das schmeckt auch den Anlegern! Von links unten nach rechts oben &#8211; wie im Bilderbuch. <a href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-passives-einkommen-wichtig-ist/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Passives Einkommen</a> durch wachsende <a href="https://www.finanzguerilla.de/wie-sollte-man-die-dividende-reinvestieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden</a> gibts noch on Top.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kurswachstum: 20,86% p.a. in den letzten 10 Jahren</strong> (<a href="https://www.onvista.de/aktien/SYSCO-CORP-Aktie-US8718291078" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>) &#8211; Stand: 11.05.2022</p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">PepsiCo (WKN 851995)</h3>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="335" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/PepsiCo-1024x335.png" alt="Chart von PepsiCo bis ins Jahr 1985 zurückreichend" class="wp-image-4364" style="width:853px;height:278px" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/PepsiCo-1024x335.png 1024w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/PepsiCo-300x98.png 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/PepsiCo-768x252.png 768w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2022/05/PepsiCo.png 1197w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.marketwatch.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Marketwatch.com</a>, Stand: 10.05.2022</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der große Rivale von Coca-Cola. Neben der schwarzen Brause und anderen Getränkemarken auch noch im Snack-Bereich vertreten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kurswachstum: 15,67% p.a. in den letzten 10 Jahren</strong> (<a href="https://www.onvista.de/aktien/PEPSICO-INC-Aktie-US7134481081" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>) &#8211; Stand: 11.05.2022</p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit:</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In meinen Augen gehören <strong>Dividenden-Aristokraten</strong> definitiv ins Depot. Über den Anteil am Depot kann man sicherlich streiten. Nur auf solche Werte würde ich auch nicht setzen, aber als gewisser verlässlicher Anker und Stabilisator, wenn die <a href="https://www.finanzguerilla.de/technologie-im-depot-wie-vorgehen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tech-Werte</a> wie derzeit abrauchen, erfüllen <strong>Aristokraten </strong>eine nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Gesamtperformance.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem kann sich die <strong>Gesamtrendite</strong> des <strong>Aristokraten-Index</strong> durchaus sehen lassen. Von den oben vorgestellten Einzelwerten ganz zu schweigen: <a href="https://www.finanzguerilla.de/wie-sollte-man-die-dividende-reinvestieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Reinvestiert man hier die erhaltenen Dividenden</a>, kommt eine wahrliche Rendite-Lawine ins Rollen, die einem bei entsprechender Ausdauer durchaus ein nettes passives Zusatzeinkommen bescheren kann. Welches auch noch Jahr für Jahr wächst. Vermutlich sogar stärker als die <a href="https://www.finanzguerilla.de/deutsches-rentensystem-vor-dem-aus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gesetzliche Rente</a> <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie oben erwähnt warte ich nur noch auf einen <strong>richtig guten Aristokraten ETF auf den S&amp;P 500 Dividend Aristocrats Index</strong>, der auch deutschen Anlegern zugänglich ist. US-Anleger haben es hier wieder besser: Dort gibt es einen solchen ETF: <strong>ProShares S&amp;P 500 Dividend Aristocrats Shs&nbsp;ETF</strong> (ISIN:&nbsp;US74348A4673&nbsp;&nbsp;|&nbsp;WKN:&nbsp;A1XFR7&nbsp;&nbsp;|&nbsp;SYM:&nbsp;NOBL).&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis es einen solchen ETF gibt, setze ich diesen Teil meines Depots mit Einzelwerten und <strong>Buy &amp; Hold</strong> um. Zwar kann niemand sagen, ob die <strong>nächsten 40 Jahre</strong> bei diesen Unternehmen genauso gut laufen wie die letzten und wie sich die Aristokraten in Zeiten einer <a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-und-wie-in-emerging-markets-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weltmacht China </a>entwickeln. Aber solche Unsicherheiten gehören beim Stock-Picking nunmal immer dazu. Sonst eben einfach einen <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-in-der-krise-haelt-das-bollwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">globalen ETF</a> und gut is.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie stehst du zu solchen Aristokraten?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders g<em>ünstig Aktien und ETF handelst du beim Testsieger:</em></p>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>
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