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	<title>ETF-Sparplan Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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	<description>Finanzen, Wirtschaft und Lifestyle - Finanzblog</description>
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	<title>ETF-Sparplan Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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		<title>Neue Aktienrente Generationenkapital: Ist der große Wurf gelungen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jan 2023 21:18:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Aktienrente heißt Generationenkapital]]></category>
		<category><![CDATA[ETF-Sparplan]]></category>
		<category><![CDATA[Generationenkapital]]></category>
		<category><![CDATA[Generationenkapital kein Schwedenmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Neuvorstellung 2023]]></category>
		<category><![CDATA[Rentenbezug ab 2038]]></category>
		<category><![CDATA[Wegfall Bundeszuschüsse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun ist es raus: Die Aktienrente hat einen neuen Namen. Generationenkapital soll das gute Stück heißen. Wie sehr habe ich mich darüber gefreut, dass die Ampel-Koalition endlich (zumindest teilweise) in die Kapitaldeckung der dysfunktionalen Deutschen Rente einsteigen möchte. Bisher war die Rente ja mehr oder weniger ein riesiges Ponzi-Schema, welches nur durch jährlich steigende Bundeszuschüsse...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/neue-aktienrente-generationenkapital-ist-der-grosse-wurf-gelungen/">Neue Aktienrente Generationenkapital: Ist der große Wurf gelungen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nun ist es raus: Die Aktienrente hat einen neuen Namen. <strong>Generationenkapital </strong>soll das gute Stück heißen. Wie sehr habe ich mich darüber gefreut, dass die Ampel-Koalition endlich (zumindest teilweise) in die <strong>Kapitaldeckung</strong> der <a href="https://www.finanzguerilla.de/deutsches-rentensystem-vor-dem-aus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">dysfunktionalen Deutschen Rente</a> einsteigen möchte. Bisher war die Rente ja mehr oder weniger ein riesiges <strong>Ponzi-Schema</strong>, welches nur durch <strong>jährlich steigende Bundeszuschüsse</strong> am Leben erhalten wird.</p>



<p>Große Hoffnungen meinerseits waren damit verbunden, dass endlich die <strong>ganzen Versprechen an vor allem die junge Generation</strong> nun auch zumindest teilweise kapitalgedeckt und somit &#8222;real&#8220; ist. Welche Kriterien die Aktienrente erfüllen müsste, um wirklich für mich als der „<strong><em>Große Wurf</em></strong>“ zu gelten, habe ich in <a href="https://www.finanzguerilla.de/aktienrente-revolution-der-deutschen-rentenversicherung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">diesem Artikel</a> damals schon erläutert. Leider wurde nahezu kein Punkt davon umgesetzt, so viel schonmal vorab.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorstellung Generationenkapital</h3>



<p>Nun hat das Finanzministerium unter Christian Lindner am <strong>13.01.2023</strong> endlich die Pläne zur neuen <strong>Aktienrente</strong> für Deutschland vorgestellt. </p>



<p>Ist das <strong>Generationenkapital</strong> nun der <strong>große Wurf</strong> geworden, der die <strong>Gesetzliche Rentenversicherung</strong> entlastet, für mehr Rendite bei gleichzeitig mehr Gerechtigkeit sorgt, auch <a href="https://www.finanzguerilla.de/altersvorsorgepflicht-fuer-selbststaendige/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">privat Vorsorgenden</a> offen steht und unter <strong>Schonung der Steuermittel</strong> stattfindet?</p>



<p><strong>Leider nein</strong>. Alles andere hätte mich ehrlich gesagt aber auch gewundert. Das veröffentliche Konzept ist ein <strong>Flickwerk aus lauter Kompromissen</strong> und <a href="https://www.capital.de/geld-versicherungen/die-aktienrente-kommt---aber-ganz-anders-als-gedacht-33104806.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wie auch die Presse an mancher Stelle verlautbart</a> ein absoluter <strong>Minimalkonsens</strong>.</p>



<p>Es macht mir den Eindruck, dass Herr Lindner als Liberaler selbst eigentlich nicht wirklich selbst hinter dem ausgehandelten Kompromiss stehen kann. </p>



<p>Der Druck durch die beiden Koalitionspartner war wohl dann doch zu groß. Insbesondere die <strong>versicherungswirtschaftsfreundliche SPD</strong> rund um ihren ehemaligen vergesslichen Bundesfinanzminister und heutigen Bundeskanzler Olaf Scholz dürfte hier deutlich interveniert haben, um ihre Lobby zu schützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kniefall vor der Versicherungslobby</h2>



<p>Ein sehr problematischer Punkt ist nämlich, dass der geplante &#8222;<strong>Staatsfonds</strong>&#8220; nur begrenzten Zugang bietet. Eine <strong>Altersvorsorge über die 3. Schicht</strong> ist aktuell nicht geplant, um den Versicherungsunternehmen nicht das Geschäft mit privaten <a href="https://www.finanzguerilla.de/unsinn-lebensversicherungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lebens- und Rentenversicherungen</a> zu vermiesen. </p>



<p>Ergo: <strong>Du kannst nicht z.B. flexibel per Sparplan in dein eigenes Rentenkonto  zusätzlich einzahlen</strong>, um zielgerichtet <strong>deine Rentenlücke zu schließen</strong> und deinem Geld beim Wachsen zuzusehen, wie es in <strong>schwedischen Modell der Fall gewesen wäre</strong>. Dadurch fehlt der individuelle Sparanreiz fast völlig:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>&#8222;Bei der ursprünglich so viel beworbenen Aktienrente nach Schwedenvorbild dagegen wäre das Vermehrungsrisiko zulasten der privaten Einzahler gegangen. Denn beim Schwedenmodell wird jedem Einzahler für die 2,5 Prozent, die er vom Bruttoeinkommen in den Aktienspartopf zahlt, ein <strong>individueller Wertpapierstapel zugeschrieben</strong>. Jeder kann also genau sagen, wie hoch sein Anteil an der Zusatzrente ist und wie er sich entwickelt. <strong>Zahlt er darüber hinaus noch zusätzlich Geld ein, wird es entsprechend mehr</strong>.</em></p>



<p><em>Diese individuelle Zurechenbarkeit bedeutet einerseits: Es motiviert Bürger, wenn sie dem Geld in den jährlichen Standmitteilungen beim Wachsen zusehen können. Aber sie brauchen auch Nerven, wenn mal eine negative Mitteilung kommt. Im Gegensatz dazu aber wird der deutsche Rentenfonds eine <strong>Blackbox</strong> sein.&#8220;</em></p>
<cite><em>Quelle: <a href="https://www.capital.de/geld-versicherungen/die-aktienrente-kommt---aber-ganz-anders-als-gedacht-33104806.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Capital.de</a></em></cite></blockquote>



<p>Dass du für die private Vorsorge nicht einfach einen (geförderten) Sparplan auf diesen Staatsfonds starten kannst, kann indes daher nur als Kniefall vor der Versicherungslobby gewertet werden.</p>



<p>Schade! Ein simples geschütztes Depot, von mir aus auch bei dieser Stiftung geführt, mit jederzeit <strong>flexibler Einzahlungsmöglichkeit</strong> und jederzeit <strong>transparent ersichtlichen Stückzahlen von Fondsanteilen</strong> wäre hier definitiv der bessere Weg gewesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Generationenkapital: So umgesetzt, wird sie ein Flop</h2>



<p>Die auf der Homepage des Finanzministeriums vorgestellte Lösung sieht zusammenfassend Folgendes vor (<a href="https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Internationales_Finanzmarkt/Generationenkapital/startschuss-generationenkapital.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>): &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Das Neue Konstrukt soll „<strong>Generationenkapital</strong>“ heißen (um ja nicht das <a href="https://www.finanzguerilla.de/aktien-und-moral/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">teufelsgleiche Wort „Aktien“</a> zu beinhalten)</li>



<li>Der Bund baut aus <strong>öffentlichen Mitteln</strong> (also Steuereinnahmen) einen Kapitalstock auf, der das Umlageverfahren ergänzt (nicht ersetzt!)</li>



<li>Es wird <strong>international in Aktien</strong> und weitere Assetklassen breit gestreut investiert. Die eigentlichen <strong>Anlageentscheidungen</strong> trifft der &#8222;Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung&#8220;&nbsp;(<strong>Kenfo</strong>). Das ist Deutschlands erster Staatsfonds, welcher<strong> 2017 gegründet</strong> wurde und zur Finanzierung der Atommüllentsorgung eingerichtet wurde. Nähere Infos: <a href="https://www.kenfo.de/start" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage Kenfo</a>.</li>



<li>Ab ca. <strong>2038</strong> werden aus dem angesammelten Kapital dann Erträge an diejenigen ausgezahlt, die <strong>ab diesem Stichtag in Rente gehen</strong> (oder wahrscheinlich schon in Rente sind)</li>



<li>Es wird eine <strong>Zweckbindung der Erträge des Kapitalstocks zugunsten der gesetzlichen Rentenversicherung</strong> gesetzlich verankert. Will heißen: Das Geld darf nicht für andere Zwecke angetastet werden</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Der Kenfo übernimmt die Investments</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Verwaltet</strong> wird der dauerhafte Fonds von der <strong>&#8222;öffentlich-rechtlichen Stiftung Generationenkapital“</strong>. Um die Geldanlage und Investition der Gelder kümmmert sich der <strong>Kenfo</strong>. Ursprünglich war die <strong>Deutsche Bundesbank</strong> im Gespräch. Kann der <strong>Kenfo</strong> das besser als die ursprünglich favorisierte <strong>Deutsche Bundesbank</strong>? Zumindest bislang kann sich die <a href="https://www.fondsprofessionell.de/news/unternehmen/headline/deutscher-atomfonds-schafft-zweistellige-rendite-217029/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rendite des Kenfo durchaus sehen lassen</a>. Von daher vermutlich eine richtige und fachlich gute Entscheidung.</li>



<li><strong>Erstinvestition 2023</strong>: <strong>10 Mrd. Euro</strong>. Diese Mittel stammen aus <strong>Steuermitteln des Bundes</strong> und sollen aufgrund der empirisch belegten guten Performance von <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">breit gestreuten Aktieninvestitionen</a> die Kreditfinanzierung egalisieren. Will heißen: Es werden hierfür <strong>neue Schulden aufgenommen</strong>, die durch die Erträge aber irgendwann ausgeglichen werden sollen (sog. <strong>Renditedifferenzial</strong>)</li>



<li>Angesiedelt ist das <strong>Generationenkapital in der ersten Säule der Altersversorgung</strong> (wie auch die Gesetzliche Rente und <a href="https://www.finanzguerilla.de/ruerup-rente-versus-etf-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rürup</a>). Für andere Schichten soll es zunächst nicht zur Verfügung stehen (Betriebsrenten, private Altersvorsorge &#8211; Fehlanzeige)</li>



<li><strong>Freiwillige Einzahlungen durch Privatpersonen</strong> (oder <strong>Selbstständige</strong>, <strong>Beamte</strong> etc.) sind bislang in den Plänen ebenso nicht vorgesehen (z.B. im Rahmen der 2. oder 3. Schicht der Altersvorsorge). Aber immerhin deutet Lindner im Interview an, dass so etwas langfristig geplant ist.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Mein vorläufiges Fazit zum &#8222;Generationenkapital&#8220;:</h2>



<p>Auf mich macht die geplante Aktienrente den Eindruck, dass dies nur ein <strong>erster Fuß in die Türe der Kapitaldeckung darstellt</strong>. Frei nach dem Motto: Hauptsache es geht irgendetwas in diese Richtung, egal wie schlecht es unter dem Strich aufgrund der vielen Kompromisse letztendlich praktisch ausfällt. Man kann es ja später &#8222;reparieren&#8220;.</p>



<p>Wie mir scheint, erfüllt das neue Generationenkapital in dieser vorgestellten Form zunächst auch nur den Zweck, dass die <strong>defizitären Entwicklungen der umlagefinanzierten Rente</strong> nicht mehr ausschließlich durch Einzahlungen aus Steuermitteln gefördert werden (<strong>Bundeszuschüsse in 2022: 100 Mrd. Euro</strong>!!!), sondern gleichzeitig aus den <strong>Erträgen des Generationenkapitals</strong> gespeist werden sollen, was wiederum die Steuerzahler dann entlasten soll (perspektivisch durch <strong>Wegfall der Bundeszuschüsse</strong>). Dies aber auch nur wenn die Bundeszuschüsse tatsächlich wegfallen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Wegfall Bundeszuschüsse</h3>



<p>Bildlich gesprochen ist das in der aktuellen Planung so, wie wenn man einem Motor, der stetig Öl verliert (<strong>Gesetzliche Rente</strong>) immer wieder frisches Öl (<strong>Erträge des Generationenkapital</strong>) nachkippt, anstatt den Motor einmal <strong>komplett zu reparieren</strong> und <strong>abzudichten</strong>.</p>



<p>Diese Regelung finde ich daher kritisch. An der <strong>Dysfunktionalität der Gesetzlichen Rente</strong> und dem Problem &#8222;Demografischer Wandel&#8220; ändert das Generationenkapital in dieser Konstruktion dadurch nichts. Durch die Alterung der Gesellschaft steigt der Finanzbedarf der <strong>umlagefinanzierten Rente</strong> stetig weiter an. Die <strong>Erträge des Generationenkapitals</strong> sollen dann dazu dienen, diesen stetig steigenden Finanzbedarf zu decken. </p>



<p>Problematisch daran ist aber, dass man dadurch dem Generationenkapital gar nicht erst die notwendige Zeit einräumt, den <strong>Zinseszinseffekt</strong> effektiv zu nutzen, weil immer größere Erträge direkt in den Ausgleich des <strong>defizitären Umlagesystems</strong> wandern. Also linke Tasche, rechte Tasche.</p>



<p>Nur wenn man den <strong>Zinseszinseffekt</strong> wirken ließe, wie es in <strong>Schweden</strong> und <strong>Norwegen</strong> erfolgreich seit Jahrzehnten praktiziert wird, wären die Finanzprobleme der Rente perspektivisch endgültig vom Tisch und der Motor dicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verbesserungsvorschläge</h3>



<p>Nun möchte ich mich nicht nur in Kritik üben, sondern mal ganz allgemein Ideen vorbringen, wie man das vorgestellte Modell perspektivisch &#8222;verbessern&#8220; kann, damit es am Ende vielleicht doch noch ein Erfolg wird:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der &#8222;Staatsfonds&#8220; sollte <strong>transparent aufgebaut sein</strong> und <strong>die einzelnen Anteile pro Bundesbürger</strong> auch transparent in der jährlichen Renteninformation darstellen (zum Beispiel: Sehr geehrter Bürger X, sie halten derzeit <strong>12,875 Stücke</strong> am Staatsfonds. Der aktuelle Wert eines Anteils zum Stichtag X beträgt XXX Euro. Somit steht Ihnen ein aktuelles Rentenkapital in Höhe von xxx Euro zu. Rechnerisch entspräche dies einer aktuellen Zusatzrente von XXX Euro pro Monat).</li>



<li><strong>Öffnung der Aktienrente</strong>: Anstatt dass die Politik Kredite für den Grundstock aufnimmt, kann man dies auch, wie in der Versicherungsbranche üblich, über eine <strong>Öffnung des Fonds</strong> erreichen. Will heißen, die Bürger können jederzeit auch <strong>freiwillig einzahlen</strong>. Unter der Prämisse eben, dass sie erst nach Ablauf von mindestens 15 Jahren (2038) die Früchte ernten dürfen. Dies wäre dann eine glasklare Alternative zu einer<strong> ETF-Rürup</strong>, die ebenfalls gewissen Einschränkungen unterliegt. </li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Mehr Gerechtigkeit &#8211; bitte!</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Das <strong>Generationenkapital </strong>sollte generell auch für die <strong>private Altersvorsorge</strong> in der<strong> zweiten</strong> und <strong>dritten</strong> Schicht verfügbar sein. Ebenso für <strong>Selbstständige</strong>, <strong>Beamte</strong> und von mir aus sogar <strong>Arbeitslose</strong>. Jeder Cent der in den Fonds hineinfließt sorgt für Ansprüche des Einzahlenden und mehrt das Kapital aller. Der Status des Einzahlenden sollte hierbei keine Rolle spielen. Dies wäre gerecht und transparent. Und wenn ein Millionär durch <strong>Einzahlungen in Millionenhöhe</strong> gleichzeitig auch einen Rentenanspruch von <strong>zehntausenden Euro monatlich</strong> erwirbt, so ist auch dies völlig in Ordnung. Sein Geld trug im Vorfeld ja auch zur Mehrung des Vermögens aller Bürger bei. Eine Deckelung nach oben bräuchte es nicht.</li>



<li>Der Staatsfonds sollte strikt nach <strong>wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen</strong> investieren, fernab jeglicher Ideologie, Parteizugehörigkeit oder politischen Einstellung. Kein Greenwashing, keine <a href="https://www.finanzguerilla.de/wenn-der-etf-ploetzlich-gruen-wird-esg/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">halbgaren <strong>ESG-Kriterien</strong></a> und kein Lobbyismus. <strong>Global in Aktien</strong> <strong>diversifizieren</strong> und das Risiko ggf. durch einen <strong>Anleihen-Anteil reduzieren</strong>. Mehr braucht es nicht. Dies scheint das Konzept bislang zu gewährleisten, da auch der <strong>Kenfo </strong>auf diese Art und Weise erfolgreich verwaltet wird. Lediglich ESG-Kriterien werden als Muss angesehen (<strong>strittig</strong> aber wohl hinnehmbar!)</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Dann doch lieber ETF-Sparplan</h2>



<p>Die Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen. Zusammenfassend kann ich aktuell nur die Schlussfolgerung ziehen, dass das Generationenkapital in der vorgestellten Form noch deutlich ausbaubar ist und in der geplanten Form nicht zum Schluss der Rentenlücke taugt.</p>



<p>Als Optimist gehe ich in gewisser Weise schon davon aus, dass es hier noch zu zahlreichen Nachbesserungen über die Jahre und Jahrzehnte kommt. So wäre eine Öffnung dieses Teils der Gesetzlichen Rente für <strong>Beamte</strong> und <strong>Selbstständige</strong> sehr einfach umsetzbar. Diese oftmals auch finanzstarken Gruppen könnten dann auch den Bedarf an <strong>kreditfinanzierten Zuschüssen</strong> abmildern. Ich gehe davon aus, dass dies auch so kommen wird und der Fonds geöffnet wird.</p>



<p>Grundsätzlich: Einfach viel mehr <strong>Schweden</strong>, so wie es ganz ursprünglich auch einmal politisch angedacht war.</p>



<p>Zum heutigen Zeitpunkt sehe ich es nach wie vor dann als beste Alternative, die Rentenlücke <em>privat</em> über einen simplen <strong>ETF-Sparplan</strong> auf den <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ACWI oder FTSE All-World</a> zu schließen. Sei es <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ausschüttend</a>, dann hat man bereits heute seine (wachsende) Rente. Oder eben als Thesaurierer. Gerade in der heutigen Zeit ist es vielleicht gar kein Fehler, schon heute <a href="https://www.finanzguerilla.de/cashflow-is-king-bestaendige-ausschuettungen-erleichtern-das-leben/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Cashflow zu haben, der stetig und zuverlässig über die Monate und Jahre ansteigt</a>.</p>



<p>Wenn du Interesse an einem <strong>selbst verwalteten, einfachen, günstigen und renditestarken Welt-Depot</strong> hast, dann schau dir gerne <a href="https://www.finanzguerilla.de/anfaengerguide-boerse-fuer-einsteiger/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">meinen Anfängerguide</a> an. Hier wird dir alles im Detail erklärt.</p>



<p><strong>Interessante Links zum Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Themen/Internationales_Finanzmarkt/Generationenkapital/generationenkapital.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Themenseite Generationenkapital des Bundesfinanzministeriums</a></li>



<li><a href="https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Video/2023/2023-01-13-Kick-off-Generationenkapital/2023-01-13-Kick-off-Generationenkapital.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vorstellungsvideo zur deutschen Aktienrente</a></li>



<li><a href="https://www.kenfo.de/start" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Webseite des Kenfo-Staatsfonds</a></li>
</ul>
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		<title>Warum ein Depot dich frei macht!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Feb 2022 19:22:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Passives Einkommen]]></category>
		<category><![CDATA[ETF-Sparplan]]></category>
		<category><![CDATA[finanzielle Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzielle Unabhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Frei mit Aktien]]></category>
		<category><![CDATA[Rente mit 40]]></category>
		<category><![CDATA[Vanguard FTSE All-World UCITS ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Wertpapierdepot]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute soll es mal wieder um das Thema Mindset und die konkreten Auswirkungen eines prall gefüllten Wertpapierdepots auf dein Leben gehen. Es ist schon etwas länger her, als ich dafür plädiert habe, den Vermögensaufbau und die Pflege des eigenen Depots möglichst „spielerisch“ zu betrachten und nicht als bierernste und gar unangenehme Angelegenheit. Leider betrachten die...</p>
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<p class="has-drop-cap">Heute soll es mal wieder um das Thema Mindset und die konkreten Auswirkungen eines prall gefüllten Wertpapierdepots auf dein Leben gehen. Es ist schon etwas länger her, als ich dafür plädiert habe, den <a href="https://www.finanzguerilla.de/dein-persoenliches-finanz-pokemon/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vermögensaufbau und die Pflege des eigenen Depots möglichst „spielerisch“ zu betrachten</a> und nicht als bierernste und gar unangenehme Angelegenheit.</p>



<p>Leider betrachten die meisten Deutschen noch immer die <a href="https://www.finanzguerilla.de/gezielte-manipulation-finanzielle-bildung-matrix/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Finanzen in einem sehr negativen Licht</a>. Vor einigen Jahren verglich ich das Depot mit einem „<strong>Pokémon</strong>“, welches man gezielt züchten, aufpäppeln und trainieren kann.</p>



<p><em>Exkurs: Ein Pokemon ist ein japanisches Fantasietier, welches durch den „Trainer“ eingefangen und immer stärker gemacht werden kann. Irgendwann kann man es dann in den Kampf gegen andere Pokémons schicken.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="das-depot-trainieren">Das Depot trainieren</h2>



<p>In meinen Augen sollte man auch <strong>sein Wertpapierdepot entsprechend spielerisch betrachten</strong>. In ihm „arbeiten“ immerhin die Früchte deiner Erwerbstätigkeit, deines beruflichen Wirkens und nicht zuletzt deiner Lebenszeit (siehe: <a href="https://www.finanzguerilla.de/die-bedeutung-von-geld/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die Bedeutung von Geld</a>). Dass man sorgfältig mit seiner eigenen Lebenszeit umgeht, dürfte klar und selbstverständlich sein. Es gibt nur ein Leben. Nicht umsonst liest man heutzutage vermehrt von <strong>Achtsamkeit</strong>, Purpose, <strong>Work-Life-Balance</strong>, „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/YOLO" target="_blank" rel="noreferrer noopener">YOLO</a>“ und „<strong>Carpe Diem</strong>“.</p>



<p>So sollte man es in meinen Augen auch mit seinem Wertpapierdepot halten: Ein <strong>gut gefülltes Portfolio</strong> mit guten <a href="https://www.finanzguerilla.de/aktienrente-revolution-der-deutschen-rentenversicherung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aktien</a> und/oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETFs</a> können dir im Leben <strong>enorme Benefits</strong> bringen. Und das entgegen der gängigen Meinung nicht erst im Alter! Bereits ab dem ersten Euro profitierst du davon (zugegeben aber nicht der Rede wert).</p>



<p>Auf einige Benefits möchte ich nachfolgend eingehen:</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="1-du-kannst-die-finanzielle-freiheit-erreichen">1. Du kannst die finanzielle Freiheit erreichen</h3>



<p><a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Finanzielle Freiheit</a> als Begriff ist ausgelutscht, ich weiß. Dennoch betone ich es auch an dieser Stelle sehr gerne noch einmal: Wenn du stur einen <strong>ETF-Sparplan</strong> mit den <em><strong>richtigen</strong></em> ETFs (global diversifiziert) langfristig, passiv und konsequent besparst, dann ist es nahezu ausgeschlossen, dass du damit Verluste machst. Im Gegenteil: Es ist auch nahezu ausgeschlossen, dass du damit <em>nicht</em> wohlhabend wirst.</p>



<p>Es ist wie ein Schneeball, der sich im Laufe der Zeit zu einer Lawine entwickelt. Am Anfang kaufst du dir einen ETF oder eine Aktie für <strong>1000 Euro</strong>. Diese hat dann von mir aus <strong>4% Dividende</strong>, die eventuell auch noch regelmäßig steigt. Zudem <strong>wächst der Wert des Anteils über die Jahre</strong> (Inflation, steigende Unternehmensgewinne etc.).</p>



<p>Ab der ersten Sekunde nach Kauf bekommst du dann rechnerisch <strong>3,33 Euro</strong> (40 Euro im Jahr / 12 = 3,33 Euro im Monat) <strong>pro Monat</strong> Dividende. Theoretisch <a href="https://www.finanzguerilla.de/ruerup-rente-versus-etf-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ein Leben lang</a>! Das reicht schonmal für einen Starbucks-Kaffee oder 2 Cheese Burger bei Mc Donalds.</p>



<p>Wenn du nun aber mal ein paar Nullen dranhängst, die jährlich steigenden (!) <a href="https://www.finanzguerilla.de/wie-sollte-man-die-dividende-reinvestieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden regelmäßig reinvestierst</a> für den Zinseszinseffekt, die Sparraten konsequent beibehältst oder gar <strong>erhöhst</strong>, dann kannst du dir selbst ausrechnen, wie hoch du die ganze Sache skalieren kannst.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="2-urlaub-aus-der-porto-kasse">2. Urlaub aus der Porto-Kasse</h3>



<p>Dies geht dann irgendwann so weit, dass du dich über jährliche Renditen im <strong>vierstelligen Bereich freuen kannst</strong>. Dein „Pokémon“ ermöglicht dir und deiner Familie schon recht schnell dann auch den ersten Urlaub. Wohlgemerkt: <strong>Im Hier und Jetzt</strong>! Nicht erst zu einem nebulösen Zeitpunkt im Alter, kurz vor dem Einchecken auf dem Friedhof.</p>



<p>Sagen wir du benötigst <strong>3000 Euro</strong> für deinen Jahresurlaub, dann reicht es schon aus, wenn du dein obiges Depot auf „nur“ <strong>100.000 Euro</strong> fütterst. Nach obiger Rechnung erhältst du daraus dann knapp <strong>4000 Euro Ausschüttungen / Dividende</strong> im Jahr. Da geht noch Abgeltungssteuer ab, dann landest du knapp auf eben diesen 3000 Euro.</p>



<p>Die richtig Cleveren reinvestieren die 4000 Euro natürlich direkt wieder, wenn du sie aber als Urlaub im „Hier und Jetzt“ verwenden möchtest, spricht hier ebenfalls rein gar nichts dagegen.</p>



<p>Du erhältst somit einen Urlaub, direkt aus den Ersparnissen und nicht aus deinen laufenden Einnahmen aus deiner beruflichen Tätigkeit.</p>



<p><strong>Keine Anlageempfehlung</strong>: Hierfür geeignete ETFs sind beispielsweise der <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/vanguard-etfs-in-deutschland-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vanguard FTSE All-World (ausschüttend)</a></strong> oder der <strong>Fidelity Global Quality Income ETF</strong> (dividendenorientiert; Performance ~ <strong>MSCI World</strong>). Beide schenken sich nicht viel, was der <a href="https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/IE00B3RBWM25,IE00BYXVGZ48" target="_blank" rel="noreferrer noopener">detaillierte Vergleich zeigt</a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="3-ein-pralles-wertpapier-depot-beruhigt-ungemein-bei-einer-trennung-scheidung">3. Ein pralles Wertpapier-Depot beruhigt ungemein bei einer Trennung / Scheidung</h3>



<p>Viele zwischen 30 und 50 sind vielleicht <strong>Familienväter bzw. –mütter</strong>. Nun ist es heutzutage leider so, dass das mit der Ehe und den Beziehungen irgendwie nicht mehr so hinhaut, wie man es sich wünschen mag. Da geht sie mit <strong>einem Arbeitskollegen fremd</strong> oder er gönnt sich auf <strong>Dienstreise so manches Stelldichein mit einer Arbeitskollegin</strong>. Oder man verliert <strong>sich als Paar aus den Augen</strong> und lebt sich auseinander. <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-passiert-mit-meinem-kryptodepot-im-falle-einer-scheidung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Scheidungskrieg und Schlammschlacht</a> als Folge.</p>



<p>Sind in solch einer gefährdeten oder gar beendeten Beziehung auch noch <a href="https://www.finanzguerilla.de/depot-fuer-kinder-steuerfrei-ins-erwachsenenalter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kinder im Spiel</a>, kann das sehr schnell <strong>sehr toxisch werden für alle Beteiligten</strong>.</p>



<p>Leider habe ich auch von Arbeitskollegen haarsträubende Geschichten mitbekommen, die teils an die persönliche Existenz gehen:</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="tragisches-beispiel-aus-dem-echten-leben">Tragisches Beispiel aus dem „echten“ Leben</h4>



<p>Reales Beispiel, welches ich aus dem direkten Bekanntenkreis mitbekommen habe in Kurzform:</p>



<p>Sie geht fremd, <strong>beendet die Ehe</strong> und möchte das Sorgerecht für die Kinder und das gemeinsame Haus. <em>Er</em> verdiente in der gemeinsamen Beziehung stets mehr, hat <strong>keinen Ehevertrag geschlossen</strong> und darf nun ohne Ende bluten: Er zahlt <strong>Ehegattenunterhalt</strong>, Unterhalt für die gemeinsamen Kinder, verliert sein Dach über dem Kopf (<strong>Zugewinngemeinschaft</strong>) und muss auch noch einen Teil seiner Altersvorsorge abtreten (<strong>Versorgungsausgleich</strong>).</p>



<p>Sie wiederum hat einen „Neuen“, den sie aber nicht heiratet, damit sie weiterhin <strong>nachehelichen Unterhalt vom Ex-Mann</strong> bekommt. Das neue Paar genießt das Leben, geht in Urlaub und lacht über den „Versorger-Depp“. Parallel werden noch die Kinder <strong>gegen den leiblichen Vater aufgestachelt</strong>. Diesem bleibt nur ein geringer Selbstbehalt zum Leben. Er muss weiterhin schuften und darf zahlen.</p>



<p>Dass der verlassene Mann dem gemeinsamen Haus auch seine Lebenszeit untergeordnet hat (sein Gehalt ging <strong>größtenteils in die Abzahlung der Immobilie</strong>), <strong>familiäre Einschnitte</strong> in Kauf genommen hat (weniger Zeit für seine Kinder), tendenziell einer höheren Gesundheitsgefahr (psychisch und physisch) ausgesetzt war, interessiert hier leider auch den Gesetzgeber herzlich wenig.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="ehevertrag-bzw-scheidungsfolgenvereinbarung-wichtig">Ehevertrag bzw. Scheidungsfolgenvereinbarung wichtig!</h4>



<p>Zugegeben, das eigene Depot leidet in diesem Beispielsfall vermutlich ebenfalls. Zumindest der Wertzuwachs ab Ehebeginn wie wir <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-passiert-mit-meinem-kryptodepot-im-falle-einer-scheidung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in diesem Artikel gelernt haben</a>. Er muss auch hiervon seiner Ex-Frau ordentlich was abgeben.</p>



<p>Wenn aber dieser nun geschiedene Mann damals sein Depot vertraglich <strong>aus dem Zugewinn herausgenommen hätte</strong> (vertraglich beim Notar), dann blieben ihm <strong>sämtliche Erträge daraus</strong> und die <strong>Wertsteigerungen</strong> erhalten. Er müsste nichts verkaufen, um <em>sie</em> auszuzahlen. Seine gesamte Situation wäre eine andere.</p>



<p>Dieser Mann könnte sich dann <a href="https://www.finanzguerilla.de/immobilien-mieten-oder-kaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">eine Mietwohnung nehmen</a>, weiterhin arbeiten und seine Unterhaltsverpflichtungen leisten und hätte zusätzlich noch seine <strong>Erträge aus dem Depot</strong>, die seine Situation je nach Depotgröße merklich abfedern dürfte. Vielleicht zahlt das Depot ihm sogar seine neue Miete.</p>



<p>Ich lerne daraus Folgendes:</p>



<p>Für Vieles im Leben gibt es nunmal keine Garantie. Jede <strong>Lebensentscheidung</strong> beinhaltet ein gewisses Risiko. Eben auch Kinder zu bekommen oder <strong>eine Ehe einzugehen</strong>.</p>



<p>Die Folgen im Worst Case lassen sich aber deutlich abmindern. Wenn man es geschickt anstellt, dann bleibt dein <strong>ETF- / Aktien-Depot</strong> ein wirklich verlässlicher und treuer Partner, der dich <strong>durch alle Höhen und Tiefen</strong> deines Lebens begleitet, komme was wolle.</p>



<p>Ein ungemein beruhigender Ansatz wie ich finde, gerade <a href="https://www.finanzguerilla.de/in-dubio-pro-libertate/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in einer Welt voller Unsicherheiten</a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="4-du-wirst-generell-entspannter-lockerer">4. Du wirst generell entspannter / lockerer</h3>



<p>Das ist ein sehr wichtiger Punkt, den auch Gerald Hörhan gerne und oft anspricht: <strong>Wer arm ist, wird zwangsläufig zum Sklaven des Geldes</strong>. Er muss Angebote wälzen, Entbehrungen und ggf. <strong>Abstriche im Sozialleben</strong> und Hobbies in Kauf nehmen. Auch fehlt das nötige Kleingeld für eine gesunde Ernährung in vielen Fällen, wie kürzlich im Zusammenhang mit der steigenden Inflation berechnet wurde.</p>



<p>Wenn du finanziell aber deine Schäfchen im Trockenen hast, öffnet sich deine Wahrnehmung und wird breiter. Du wirst <strong>entspannter und setzt deinen Fokus anders</strong>. Geld wird paradoxerweise zunehmend <em>unwichtiger</em>, obwohl du immer mehr davon hast. Von solchen Effekten berichten auch <a href="https://www.finanzguerilla.de/minimalismus-als-lebensweg-und-lebensstil/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Frugalisten oder Minimalisten</a>, wenn sie bereits ein dickes Depot haben. Manche nennen es &#8222;<strong>Fuck-You-Money</strong>&#8222;.</p>



<p>Wer jeden Tag um das wirtschaftliche und soziale Überleben kämpft, hat wohl <strong>seltener Humor bzw. nimmt das Leben vermutlich auch oft sehr ernst</strong>. Man muss in so einer Situation geradezu das Leben sehr ernst nehmen.</p>



<p>Anders wenn du die Sicherheit eines prall gefüllten Depots in Kombination mit <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen-auf-der-rolltreppe-durchs-leben/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passiven Einkommensströmen hast</a>. Dann öffnest du deinen Horizont für Hobbies, Familie und Interessen.</p>



<p>Ein gutes Depot sorgt also meiner Meinung nach auch für <strong>mehr Lebensglück und Zufriedenheit</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="5-du-holst-dir-deine-lebenszeit-zuruck">5. Du holst dir deine Lebenszeit zurück</h3>



<p>Über diesen Effekt habe ich auch schon mehrfach geschrieben: Heutzutage verdienen wir unser Geld meistens durch den <strong>Tausch von Lebenszeit gegen Geld</strong>. Die Lebenszeit ist aber unwiderruflich verloren. Ein Manager mit <strong>85-Stunden-Woche</strong> wird dies auch früher oder später schmerzlich feststellen.</p>



<p>Wenn dein Depot aber ein Zusatzeinkommen abwirft, bist du in der glücklichen Situation, deine <strong>Arbeitszeit zu verkürzen</strong>, zu halbieren oder sogar als <a href="https://www.finanzguerilla.de/rente-mit-40-sparen-jetzt-leben-spaeter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Privatier in Rente mit 40</a> zu gehen. Zugegeben, das erfordert schon einiges, aber rein theoretisch machbar ist es durchaus.</p>



<p>Durch die Verkürzung deiner Arbeitszeit <strong>holst du dir also einen Teil der Zeit zurück</strong>, die ansonsten anderseits unwiederbringlich „verloren“ wäre.</p>



<p>Natürlich sieht nicht Jeder seine Arbeitszeit als „<strong>verlorene Lebenszeit</strong>“ an, schon klar. Aber für die meisten Angestellten ist es aber zumindest Zeit, über die sie nicht frei verfügen können. Poster von Südseeinseln finden sich deshalb in vielen Büros quer durch die Republik.</p>



<p>Ein Wertpapierdepot kann hier also in gewisser Weise <strong>dein Leben verlängern</strong> und dir auch in dieser Hinsicht zu mehr Freiheit verhelfen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="fazit">Fazit:</h2>



<p>Das waren jetzt nur 5 Beispiele, wie du <strong>dein Leben lang schon von Beginn an von einem Depot mit Sparplänen profitieren kannst</strong>. Wie du siehst nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, sondern auch durchaus in anderen wichtigen Bereichen deines Lebens. Im Extremfall kann ein Depot sogar ein <strong>existenzieller Stützpfeiler sein, wenn auch sonst alles in Scherben liegt</strong>.</p>



<p>Ich plädiere also nach wie vor dafür, sein Depot <strong>wie ein Haustier anzusehen und es spielerisch und unverbissen, dafür aber langfristig und stur zu pflegen und zu trainieren</strong>.</p>



<p>Irgendwann kann man das „Pokémon-Depot“ dann auch in den Vergleichskampf mit einem Vergleichsindex schicken und schauen, ob es zum Beispiel <a href="https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-einem-passiven-investment-den-index-schlagen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">den MSCI World outperformen konnte oder eben nicht</a>.</p>



<p>Wie ist dein Verhältnis zu deinem Depot? Gehst du die Sache auch eher <em>spielerisch</em> an oder ist dir das Thema „Finanzen“ genauso lästig und unangenehm wie der Mehrzahl der Deutschen? Worin siehst du die Benefits aus deiner Investitionstätigkeit? Hattest du Erlebnisse in deinem Leben, durch die du dank deines Depots besser hindurchgekommen bist?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-ein-depot-dich-frei-macht/">Warum ein Depot dich frei macht!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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		<title>Kann man mit ETF Millionär werden?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Dec 2021 20:34:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Die wichtigsten Tipps zum reich werden]]></category>
		<category><![CDATA[ETF-Sparplan]]></category>
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		<category><![CDATA[Mit einem Welt-ETF zur Million]]></category>
		<category><![CDATA[Mit ETF Millionär werden]]></category>
		<category><![CDATA[Spardauer und Sparquote berechnen]]></category>
		<category><![CDATA[Vanguard FTSE All-World UCITS ETF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Immer wieder werde ich gefragt, ob es sich heutzutage überhaupt auszahlt, in ETF zu investieren und ob nicht die Einzeltitelauswahl von Aktien sinnvoller ist. Oder einfach „All-in“ in Bitcoin zu gehen. Sind Renditen mit ETF nicht in gewisser Weise nach oben gedeckelt, sodass richtig hohe Renditen mit ETFs gar nicht möglich sind? Andere formulieren die...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Immer wieder werde ich gefragt, ob es sich heutzutage überhaupt auszahlt, <strong>in ETF zu investieren</strong> und ob nicht die <strong>Einzeltitelauswahl</strong> von <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-aktien/">Aktien</a> sinnvoller ist. Oder einfach „<strong>All-in</strong>“ in <a href="https://www.finanzguerilla.de/wo-bitcoin-direkt-kaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bitcoin</a> zu gehen. Sind Renditen mit ETF nicht in gewisser Weise nach oben gedeckelt, sodass <em>richtig hohe Renditen</em> mit ETFs gar nicht möglich sind? Andere formulieren die Frage so: <strong>Kann ich mit ETF auch Millionär werden</strong>? Wenn ja, wie lange dauert das?</p>



<p>Nun, dieses Thema möchte ich heute mal näher beleuchten und mit dir ein <strong>paar Beispielszenarien durchrechnen</strong>. Vielleicht erkennst du deine eigene finanzielle Situation ja an dem einen oder anderen Beispiel wieder.</p>



<pre class="wp-block-verse"><em>Auch interessant: <a href="https://www.finanzguerilla.de/anfaengerguide-boerse-fuer-einsteiger/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">So startest du erfolgreich an der Börse - der Einsteigerguide</a>!</em></pre>



<h2 class="wp-block-heading">ETF oder Einzelaktien?</h2>



<p>Dass ich beim <strong>Thema ETF vs. Einzelaktien</strong> selbst auch gespalten bin, kannst du bereits aus meinen beiden Artikeln</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/in-einzelaktien-statt-etf-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lieber in Einzelaktien statt in ETF investieren</a>?</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-einem-passiven-investment-den-index-schlagen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mit einem passiven Investment den Index schlagen. Möglich</a>?</li>
</ul>



<p>herauslesen.</p>



<p>Sprich: Man kann <strong>für beide Seiten sehr gute Argumente</strong> finden. Aktuell geht meine Tendenz eher <strong>in Richtung ETF</strong>, da wir in meinen Augen in ziemlich disruptive Zeiten hineinstolpern und manche Geschäftsmodelle, die ganze <strong>Jahrzehnte womöglich funktioniert haben, heutzutage teilweise an ihre Grenzen stoßen</strong>, was auch auf die langjährig zuverlässig <a href="https://www.finanzguerilla.de/wie-sollte-man-die-dividende-reinvestieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gezahlten Dividenden</a> auswirken würde. Eine pure Dividendenstrategie scheidet daher für mich auch kategorisch aus.</p>



<p>Zudem erfordert die <strong>passive Anlage in ETF </strong>einfach <strong>weniger (Lebens-)Zeit</strong> und sorgt für eine gewisse <strong>Automatisierung</strong> und somit <strong>positive Sturheit</strong> in Sachen Investieren. Nicht umsonst <a href="https://timschaefermedia.com/an-der-boerse-zaehlen-die-jahrzehnte-nicht-die-tage-aehnlich-ist-das-bei-der-ernaehrung-und-fitness/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">predigt auch Tim Schaefer in seinem gelungenen Blog regelmäßig das stetige und sture Investieren</a>. Völlig zu Recht!</p>



<p>Ich will und muss mich nicht tagtäglich mit dem <strong>Marktlärm</strong> und der <strong>Konjunktur</strong> beschäftigen, sondern kann mich auf andere Bereiche fokussieren (<strong>Business</strong>, <strong>Karriere</strong>, <strong>Familie</strong>, <strong>Freunde</strong>, <strong>Hobbies</strong>).</p>



<p>Dennoch halte ich auch noch ein <strong>paar Einzelaktien</strong>. Ich verfolge daher einen <strong>Core-Satellite-Ansatz</strong>. Kern sind <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF</a>s, die Einzelaktien schwirren drumherum und fliegen hin und wieder mal raus, neue kommen herein.</p>



<p>Daher bleibe ich nachfolgend mal bei <strong>ETF auf dem Weg zur Million</strong>. Wie sieht bei <strong>ETF die Rendite</strong> aus?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Renditen sind mit ETF möglich?</h2>



<p>Mit <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">globalen ETF</a> bekommst du in der Regel die <strong>Marktrendite irgendwo zwischen 6-10 Prozent p.a.</strong> Nicht mehr, aber auch nicht weniger (die <strong>Transaktionskosten</strong>, <strong>laufenden Kosten des ETF</strong> und den <strong>Tracking Error</strong> mal ausgenommen).</p>



<p>Wenn du den <strong>globalen Markt auf ETF-Basis trotzdem schlagen willst</strong>, so gibt es auch hier einige Möglichkeiten. Hier sind einige Beispiele wie du <a href="https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-einem-passiven-investment-den-index-schlagen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mit ETFs den Markt schlagen</a> kannst:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Du <strong>kombinierst ETFs verschiedener Art</strong> und hoffst, dass am Ende eine höhere Rendite als beispielsweise beim <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MSCI ACWI</a> herauskommt (<a href="https://www.finanzguerilla.de/technologie-im-depot-wie-vorgehen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Branchen-ETFs</a>, <a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-und-wie-in-emerging-markets-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETFs nach Regionen</a> etc.). </li>
</ul>



<p><strong>Beispiel</strong>: Du hast <strong>2 ETF im Depot</strong>, einen <strong>globalen MSCI ACWI </strong>und einen <strong>NASDAQ 100</strong>. Wenn der NASDAQ 100 weiter so performt wie in den letzten Jahren, hättest du mit diesen beiden ETFs schon den „Markt“ (<strong>MSCI ACWI</strong>) geschlagen, da der NASDAQ 100 die Rendite pusht.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zweite Möglichkeit ist, wenn du deinen <strong>globalen ETF</strong> in Korrekturphasen aggressiv nachkaufst. Dadurch <strong>steigerst du auch die Rendite des ETF über Marktniveau</strong>.</li>
</ul>



<p><strong>Beispiel</strong>: Du hast einen ACWI-ETF, der zum 31.12. einen Wert von <strong>100 Euro</strong> je Anteil hat. Ein Jahr später ist der ETF bei <strong>105,50 Euro</strong>. Rein rechnerisch hättest du also die <strong>Marktrendite von 5,5 %</strong> mitgenommen, wenn du ihn einfach nur gehalten hättest. Wenn der ETF aber im Jahresverlauf <strong>auf 85 Euro eingebrochen wäre</strong> und du dann Stücke <em><strong>nachgekauft</strong></em> hättest, dann wäre deine Rendite zum <strong>31.12.</strong> wesentlich höher. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Durchschnittskosteneffekt per Sparplan (Cost Avarage)</h2>



<p>Du hättest damit dann den „Markt“ geschlagen, da du <strong>mehr Anteile des ETF zu einem niedrigeren Einstiegspreis</strong> hättest. Dies wäre meine Empfehlung, die sich diese Taktik auch sehr einfach und mit wenig Aufwand umsetzen lässt</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen ähnlichen Effekt hast du auch mit einem <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-in-der-krise-haelt-das-bollwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF-Sparplan</a>: Durch den <strong>automatisierten Kauf</strong> bekommst du bei niedrigen Kursen <strong>mehr Anteile ins Depot</strong> und bei <strong>hohen Kursen weniger</strong>. Allerdings schlägst du damit nicht zwangsläufig den Index. Es kommt immer auf die <strong>Volatilität und deine Ausführungszeitpunkte des ETF-Kaufs</strong> an. Zudem hängt es immer vom Verhältnis der <strong>Sparquote</strong> zur <strong>Gesamtsumme</strong> ab. </li>
</ul>



<p>Ein Depotwert von 100.000 Euro wird durch einen Sparplankauf in Höhe von <strong>100 Euro</strong> nur unwesentlich verbilligt. Durch diesen <strong>Durchschnittskosteneffekt</strong> kannst du also grundsätzlich den Index schlagen, muss aber nicht sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie lange dauert es, mit ETF zum Millionär zu werden?</h2>



<p>Viele wollen die <strong>Million Depotbestand</strong> erreichen. <strong>Ist das mit ETFs möglich</strong>? Wenn ja, wie lange dauert das? Kurz vorweg: <strong>Ja, mit einem ETF kannst du Millionär werden</strong>. Nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch. Aber das dauert.</p>



<p>Für folgende Beispielsrechnungen unterstelle ich jeweils eine Performance von <strong>7% p.a.</strong> und einen <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">globalen Aktien-ETF</a>, zum Beispiel den <a href="https://www.finanzguerilla.de/ruerup-rente-versus-etf-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">FTSE All-World</a> oder <strong>ACWI</strong>). Zudem erfolgt keine Berücksichtigung der Steuer (<a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Thesaurierer</a>, individuell), der <strong>Inflation</strong> (schwer zu prognostizieren) und von eventuellen <strong>Dynamiken</strong>. Sprich die Sparplan-Rate bleibt immer gleich.</p>



<p>Spaßeshalber habe ich dahinter noch die Dauer bei angenommenen <strong>10% Rendite p.a.</strong> aufgeführt, wie sie der <strong>S&amp;P 500</strong> oder <strong>NASDAQ 100</strong> in den <strong>letzten 10-15 Jahren locker lieferten</strong>:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Szenario 1: Der Traumtänzer</h3>



<p>Startkapital: <strong>keines</strong></p>



<p>Sparplan: <strong>100 Euro / Monat</strong></p>



<p>Spardauer bis zur Million: <strong>59,80 Jahre</strong> (bei 10% Rendite p.a.: <strong>45,98 Jahre</strong>)</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="432" height="447" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-1.png" alt="Der Traumtänzer spart nur in einen ETF-Sparplan und hat dabei keinerlei Startkapital. Dieses Beispiel repräsentiert somit eher Menschen jüngeren Semesters oder Azubis bzw. Studenten." class="wp-image-4188" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-1.png 432w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-1-290x300.png 290w" sizes="(max-width: 432px) 100vw, 432px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.zinsen-berechnen.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zinsen-Berechnen.de</a></figcaption></figure>
</div>


<p>Der Traumtänzer geht davon aus, dass es ausreichend ist, einen <strong>ETF-Sparplan zu starten</strong> und einfach laufen zu lassen. <strong>Der Reichtum kommt schließlich von ganz allein und automatisch</strong>. So weit so gut und auch sinnvoll. Er wird trotzdem im Alter besser dastehen als viele Anderen.</p>



<p>Wenn aber wirklich die <strong>Million das Ziel ist</strong>, dann sollte er bereits in sehr jungen Jahren mit dem Investieren beginnen.</p>



<p>Rechnerisch würde es nämlich knapp <strong>59,80 Jahre</strong> bis zum <strong>Endkapital von 1.001.992,02 Euro</strong> dauern. Als 20-Jähriger hättest du also erst kurz vor dem Check-In im Friedhof dein Ziel erreicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Szenario 2: Der blutjunge Berufsanfänger</h3>



<p>Startkapital: <strong>20.000 Euro</strong></p>



<p>Sparplan: <strong>300 Euro / Monat</strong></p>



<p>Spardauer bis zur Million: <strong>39,37 Jahre</strong> (bei 10% Rendite p.a.: <strong>30,26 Jahre</strong>)</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="448" height="457" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-2.png" alt="Der blutige Berufsanfänger steht schon besser da. Er hat sich ein kleines finanzielles Polster angespart und investiert obendrein pro Monat noch 300 Euro per Sparplan. Er ist schonmal auf einem ganz guten Weg langfristig." class="wp-image-4189" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-2.png 448w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-2-294x300.png 294w" sizes="(max-width: 448px) 100vw, 448px" /><figcaption class="wp-element-caption"> Quelle: <a href="https://www.zinsen-berechnen.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zinsen-Berechnen.de</a> </figcaption></figure>
</div>


<p>Ambitionierter und <strong>knapp 20 Jahre früher</strong>, kann sich der <strong>junge Berufsanfänger</strong> freuen, der mit einem Startkapital von 20.000 Euro und einem ETF-Sparplan von 300 Euro pro Monat etwas mehr Gas gibt. Rechnerisch hätte er nach <strong>39,37 Jahren</strong> ein <strong>Endkapital von 1.003.462,56 Euro</strong>. Nicht schlecht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Szenario 3: Der berufserfahrene und sparsame Single</h3>



<p>Startkapital: <strong>50.000 Euro</strong></p>



<p>Sparplan: <strong>500 Euro / Monat</strong></p>



<p>Spardauer bis zur Million: <strong>30,42 Jahre</strong> (bei 10% Rendite p.a.: <strong>23,49 Jahre</strong>)</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="452" height="450" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-3.png" alt="Kann man mit ETFs Millionär werden? Das geht. Nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis. Es kommt auf eine hohe Sparquote und gutes Investieren an." class="wp-image-4190" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-3.png 452w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-3-300x300.png 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-3-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 452px) 100vw, 452px" /><figcaption class="wp-element-caption"> Quelle: <a href="https://www.zinsen-berechnen.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zinsen-Berechnen.de</a> </figcaption></figure>
</div>


<p>Der <strong>berufserfahrene</strong> und <strong>sparsame Single</strong> ist in seinen 30ern und schafft es tatsächlich, <strong>500 Euro pro Monat</strong> zur Seite zu packen. Zusätzlich startet er mit einer Finanzspritze von <strong>50.000 Euro</strong>, die er sich <strong>seit dem Studium</strong> und seinen <strong>ersten Jahren Berufserfahrung</strong> zusammengespart hat.</p>



<p>Der Berufserfahrene kann sich nach <strong>30,42 Jahren</strong> rechnerisch über ein Endkapital von <strong>1.005.838,90 Euro</strong> freuen.</p>



<p>Der gute Mensch hätte somit knapp vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter von <strong>67 Jahren</strong> seine Million safe. Wenn er im Alter von <strong>30 Jahren anfängt, könnte er sogar mit 60 dann aufhören und von seinem Depot leben</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Szenario 4: Der Frugalist und Workaholic</h3>



<p>Startkapital: <strong>100.000 Euro</strong></p>



<p>Sparplan: <strong>1500 Euro / Monat</strong></p>



<p>Spardauer bis zur Million: <strong>18,31 Jahre</strong> (bei 10% Rendite p.a.: <strong>14,81 Jahre</strong>)</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="445" height="452" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-4.png" alt="Der Frugalist spart und lebt ein Leben in Askese. Übriges Geld investiert er am Aktienmarkt und baut sich so ein Passives Einkommen auf." class="wp-image-4191" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-4.png 445w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-4-295x300.png 295w" sizes="auto, (max-width: 445px) 100vw, 445px" /><figcaption class="wp-element-caption"> Quelle: <a href="https://www.zinsen-berechnen.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zinsen-Berechnen.de</a></figcaption></figure>
</div>


<p>Er/sie braucht Wenig bis Nichts. Wohnt in einer <strong>kleinen Einzimmerwohnung</strong>, <strong>containert sein Essen</strong>, hat langjährig schon einen gut bezahlten Hauptjob und übt <strong>zusätzlich eine Nebentätigkeit</strong> aus. Kostenintensive Hobbies sind ihm/ihr ebenso fremd, wie kostspielige <strong>Luxus-Urlaube</strong>. Er/sie ernährt sich <strong>günstig und gesund</strong>, meidet <strong>Alkohol</strong>, Ausgehen, <strong>Diskos</strong> und <strong>Abonnements</strong>.</p>



<p>Teure Dates und Partnerschaften spart er/sie sich ebenfalls, von <a href="https://www.finanzguerilla.de/depot-fuer-kinder-steuerfrei-ins-erwachsenenalter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nachwuchs ganz zu schweigen</a>.</p>



<p>Er/sie hat noch nicht mal einen Fernseher. Zum Telefonieren reicht sein/ihr altes <strong>Nokia 3310</strong>, nur der Laptop ist <strong>einigermaßen up to date</strong>. Der Biomüll landet auf seinem/ihren liebevoll <strong>gepflegten Balkon-Kompost</strong>.</p>



<p>Der Typ „<em><a href="https://www.finanzguerilla.de/minimalismus-als-lebensweg-und-lebensstil/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Frugalist</a></em>“ übt sich in <strong>Selbstkasteiung</strong> und <strong>Aufopferung</strong> für eine <a href="https://www.finanzguerilla.de/klimaschutz-und-kapitalismus-ein-widerspruch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">bessere Umwelt</a> und seine persönliche Freiheit. Als Verzicht empfindet er seinen Lebensstil (angeblich) nicht.</p>



<p>Der Erfolg mag ihm Recht geben: Rein rechnerisch hätte er nach <strong>18,31 Jahren</strong> die Million erreicht. Er hätte auf seinem Depot ein <strong>Endkapital von 1.001.975,19 Euro</strong>.</p>



<p>Bei seinem Lebensstil hätte aber vermutlich auch die Hälfte ausgereicht, um halbwegs <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-unabhaengigkeit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">finanziell unabhängig</a> leben zu können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Szenario 5: Der wohlbehütete Erbe</h3>



<p>Startkapital: <strong>300.000 Euro</strong></p>



<p>Sparplan: <strong>700 Euro / Monat</strong></p>



<p>Spardauer bis zur Million: <strong>14,39 Jahre</strong> (bei 10% Rendite p.a.: <strong>10,80 Jahre</strong>)</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="447" height="456" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-5.png" alt="Der wohlbehütete Erbe bringt ein üppiges Startgeld mit und kann auch noch monatlich 700 Euro auf die Seite sparen. Er zündet langsam aber sicher den Turbo zur Million." class="wp-image-4192" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-5.png 447w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-5-294x300.png 294w" sizes="auto, (max-width: 447px) 100vw, 447px" /><figcaption class="wp-element-caption"> Quelle: <a href="https://www.zinsen-berechnen.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zinsen-Berechnen.de</a></figcaption></figure>
</div>


<p>Dieser Glückspilz! Er erbt von seinen Eltern eine <a href="https://www.finanzguerilla.de/selbstgenutzte-immobilie-sinnvolles-investment-oder-nicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Immobilie</a>, die er für <strong>300.000 Euro</strong> verkauft. Dieses Geld investiert er <strong>in seinen ETF</strong> und spart obendrein monatlich eine stolze Summe von <strong>700 Euro per Sparplan</strong>.</p>



<p>Der glückliche Erbe hätte somit rechnerisch nach <strong>14,39 Jahren</strong> ein <strong>Endkapital von 1.002.024,45 Euro</strong>.</p>



<p>Wäre dieser junge Mensch 25 Jahre alt, könnte er tatsächlich den <a href="https://www.finanzguerilla.de/rente-mit-40-sparen-jetzt-leben-spaeter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Traum vieler Menschen von der Rente mit 40</a> erreichen. Mit <strong>1 Million</strong> in einem guten, <strong>ausschüttenden ETF</strong> mit einer (im Optimalfall wachsenden) Ausschüttungsrendite von <strong>3%</strong>, kann man sich bereits realistisch <strong>eine ewige Rente von knapp 2500 Euro pro Monat</strong> konstruieren.</p>



<p>Ohne dass das Stammkapital aufgezehrt wird, ja es wächst sogar im Gegenteil noch geringfügig weiter. Hier gilt für Manche dann: <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ziel der finanziellen Unabhängigkeit</a> erreicht!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Szenario 6: Der Überflieger</h3>



<p>Startkapital: <strong>500.000 Euro</strong></p>



<p>Sparplan: <strong>1500 Euro / Monat</strong></p>



<p>Spardauer bis zur Million: <strong>7,41 Jahre</strong> (bei 10% Rendite p.a.: <strong>5,71 Jahre</strong>)</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="435" height="455" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-6.png" alt="Der Überflieger kacht keine halben Sachen: Er arbeitet wie verrückt, hat ein dickes finanzielles Polster und eine gute funktionierende Selbstständigkeit. Er kann das Ziel von allen anderen Szenarien am schnellsten erreichen. Das hat aber auch seinen Preis." class="wp-image-4193" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-6.png 435w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-6-287x300.png 287w" sizes="auto, (max-width: 435px) 100vw, 435px" /><figcaption class="wp-element-caption"> Quelle: <a href="https://www.zinsen-berechnen.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zinsen-Berechnen.de</a></figcaption></figure>
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<p>Der Überflieger mag Leistung! Er hat in <strong>jungen Jahren ein Unternehmen gegründet</strong> und schon früh angefangen, Geld zu verdienen. Mit Finanzen und Wirtschaft kennt er sich aus. <strong>80 Stunden Arbeitszeit pro Woche</strong>? Für ihn kein Problem. <strong>Wochenenden? Theorie aus grauer Vorzeit</strong>.</p>



<p>Aus dem Verkauf seiner als Schüler gegründeten Firma hat er <strong>500.000 Euro</strong> erhalten, die er unmittelbar <strong>in seinen ETF investiert</strong> hat. Seine laufende <strong>erfolgreiche Selbstständigkeit heute ermöglicht ihm zudem eine Sparrate von 1500 Euro pro Monat</strong>, die er ebenfalls in den ETF packt. Sein Lebensstil bleibt dabei <strong>unauffällig</strong> und <strong>bodenständig</strong>.</p>



<p>Heute, <strong>7,41 Jahre</strong> später, beträgt sein <strong>Endkapital 1.000.334,01 Euro</strong>. Die konstruierte „ewige Rente“ verschafft ihm einen <strong>zusätzlichen Cashflow von 2500 Euro im Monat</strong>. Er KÖNNTE sich damit zur Ruhe setzen, was er aber nicht tun wird. Zu langweilig wäre ihm ein Dasein als Privatier…</p>



<p>Stattdessen lässt er den <strong>ETF weiter für sich arbeiten</strong>, hält seine Sparrate konstant und konzentriert sich mehr auf seinen <strong>Erfolg</strong> und seine <strong>Lebenszufriedenheit</strong> und <strong>weniger auf seinen Depotstand</strong>. Nach weiteren <strong>8,59 Jahren</strong> wäre <strong>passiv die zweite Million erreicht</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Millionär mit einem ETF? Ja, wenn…</h2>



<p>Du siehst also, es ist grundsätzlich überhaupt kein Problem, <strong>mit einem ETF Millionär zu werden</strong>. Es hängt lediglich von deiner zur Verfügung stehenden <strong>Lebenszeit</strong>, deiner <strong>Sparrate</strong>, deinem <strong>Ehrgeiz</strong> und deinem <strong>Startkapital</strong> ab. Zusätzlich natürlich noch von weiteren Faktoren in deinem Leben (Familie, Gesundheit, Schulden…). Learnings:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Je nach deinem Gehalt geht es schneller, je nach deiner familiären Nachwuchssituation dauert es unter Umständen etwas länger.</li>



<li>Mit ETF erhältst du grundsätzlich den <strong>Marktdurchschnitt als Rendite</strong> (bei <strong>globalen</strong>, breiten ETF). Diese Rendite kannst du durch <strong>cleveres Zukaufen in Schwächephasen</strong> teils erheblich „pimpen“ oder in Kombination mit anderen ETFs (Branchen, <strong>Momentum</strong>, Smalll Caps, Regionen) steigern</li>



<li>Bereits eine um jährlich „nur“ 3% höhere Rendite <strong>verkürzt die Zeit bis zur Million um mehrere Jahre</strong>! Das soll aber keine Anregung zum „<strong><em>Performance-Chasing</em></strong>“ sein. Dadurch zerschießt du dir eher die Performance deines Depots langfristig</li>



<li>Früh anfangen lohnt sich in jedem Szenario!</li>
</ul>



<p>Ich bin mir natürlich darüber im Klaren, dass Manche die obigen Beispiele als „<strong><em>Investment-Pornografie</em></strong>“ mit vielen Wenns und Abers empfinden könnten.</p>



<p>Trotzdem finde ich es immer wieder sinnvoll, sich in Zeiten wo man angeblich <strong>ach so leicht mit Kryptowährungen Millionär werden kann</strong>, auch vor Augen führt, wie lange so ein Prozess seriöserweise dauern kann.</p>



<a href="https://c.trackmytarget.com/uf66a0"><img decoding="async" src="https://i.trackmytarget.com/uf66a0"></a>



<p><strong>Wie ist deine Meinung zum Thema Millionär mit ETFs?</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-etf-millionaer-werden/">Kann man mit ETF Millionär werden?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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		<title>ETF-Sparplan vs. Aktien-Sparplan</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Oct 2021 21:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktien]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Dividendenzahlungen]]></category>
		<category><![CDATA[ETF-Sparplan]]></category>
		<category><![CDATA[Gebühren]]></category>
		<category><![CDATA[Pro und Contra]]></category>
		<category><![CDATA[Transaktionskosten]]></category>
		<category><![CDATA[Vorteile und Nachteile von Aktien-Sparplänen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ETF-Sparplan vs. Aktien-Sparplan &#8211; was ist besser? Soll ich mein Geld lieber in einen ETF-Sparplan investieren oder besser Einzelaktien mittels Sparplan besparen? Indexsparplan oder Einzelaktien, das ist bei Vielen eine reine Glaubensfrage. Beide Lager sind auch hoffnungslos verstritten, beide führen aber auch gute Argumente für die jeweils andere Sichtweise an. Heute möchte ich daher mal...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/">ETF-Sparplan vs. Aktien-Sparplan</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">ETF-Sparplan vs. Aktien-Sparplan &#8211; was ist besser? Soll ich mein Geld lieber in einen <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>ETF</strong></a><strong>-Sparplan</strong> investieren oder besser <a href="https://www.finanzguerilla.de/altersvorsorge/aktien/">Einzelaktien</a> mittels <strong>Sparplan</strong> besparen? Indexsparplan oder Einzelaktien, das ist bei Vielen eine reine Glaubensfrage. Beide Lager sind auch hoffnungslos verstritten, beide führen aber auch gute Argumente für die jeweils andere Sichtweise an.</p>



<p>Heute möchte ich daher mal meine Sicht der Dinge darstellen und wieso eine Kombination aus Beidem auch Sinn machen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">ETF oder Einzelaktien regelmäßig besparen?</h2>



<p>Beispiel: Du willst jeden Monat z.B. <strong>100 Euro</strong> langfristig investieren. Entscheidest du dich nun für einen (oder mehrere) <strong>ETF</strong> oder für (eine oder mehrere) <strong>Einzelaktien</strong>?</p>



<p>Fakt ist: Als <strong>ETF-Investor</strong> nimmst du am Auf- und Ab des <strong>Gesamtmarktes</strong> teil, während du als <strong>Einzelaktien-Investor</strong> &#8222;nur&#8220; an den jeweiligen Firmen beteiligt bist, deren <a href="https://www.finanzguerilla.de/aktien-und-moral/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aktien</a> du auch hältst, ist ja logisch.</p>



<p>Der Vorteil bei <strong>Einzelaktien</strong> ist, dass die Firmen unter Umständen <strong>besser als der Markt</strong> abschneiden können und du den Markt (z.B. <strong>Dax</strong> oder den <strong>S&amp;P 500</strong>) mit Einzelaktien also schlägst.</p>



<p>Der Nachteil: Auch das Gegenteil kann der Fall sein, was man die letzten Jahre an dem miserablen <strong>Aktienkurs</strong> der <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.finanzen100.de/aktien/deutsche-bank-wkn-514000_H706276847_81348/?gps=1" target="_blank"><strong>Deutschen Bank</strong></a> anschaulich vorgeführt bekommen hat. Hier hätte man mit seiner Investition je nach Einstiegszeitpunkt teilweise um bis zu <strong>80 Prozent Verlust</strong> gemacht, während der DAX beispielsweise sogar neue Allzeithochs erklommen hat.</p>



<p>Studien belegen aber, dass trotzdem die wenigsten Firmen <strong>dauerhaft</strong> den Gesamtmarkt outperformen, da diese immer gewissen <strong>unternehmerischen Zyklen</strong> unterliegen. Letztendlich kommt es aber bei einer langfristigen Anlage auch genau auf diese langfristige Entwicklung an. </p>



<p>Dies spricht eigentlich schon alleine für die <strong>ETF-Variante</strong>. Über die <strong>Gesamtperformance</strong> der Investition entscheidet aber auch die <strong>Höhe der </strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/wie-sollte-man-die-dividende-reinvestieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Dividenden</strong> der Einzelaktien</a>, die im Kurs in der Regel nicht enthalten sind. Im Schnitt liegen diese derzeit bei <strong>2-5 Prozent</strong> bei Einzelaktien aus dem DAX.</p>



<p>Wer also bei Einzelaktien nur auf den Chart und den Preis der Aktie schaut, der unterschlägt dadurch unter Umständen einen großen Teil der Performance.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie steht es um die ETF-Sparplan-Gebühren?</h2>



<p>Einen ganz wichtigen Punkt stellen wie immer bei der langfristigen Geldanlage die <strong>einmaligen</strong> und <strong>laufenden Gebühren</strong> dar. Allgemein hängt das natürlich auch von deinem ausgewählten Broker ab. <strong>ETF-Sparpläne</strong> sind oftmals <strong>komplett kostenlos</strong> besparbar (je nach <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-etf/">ETF</a>), Gebühren fallen nur für den zugrundeliegenden ETF und dessen Verwaltung an (<strong>Total Expense Ratio</strong> – kurz <strong>TER</strong>). Diese liegen im Schnitt zwischen <strong>0,09</strong> und <strong>0,7 Prozent</strong> p.a. bei ETFs.</p>



<p><strong>Ausgabeaufschläge</strong> wie bei aktiv gemanagten Fonds gibt es bei ETFs ebenfalls nicht.</p>



<p>Die jeweiligen Kosten siehst du im Verkaufsprospekt des Fonds bzw. auf einschlägigen Finanzportalen wenn du die WKN oder ISIN des ETF in der Suche eingibst. Wohl gemerkt das sind <strong>laufende Kosten</strong>, die jedes Jahr <strong>deinen Ertrag schmälern</strong> und automatisch von der Fondsgesellschaft vom <strong>Fondsvermögen</strong> abgezogen werden. Du kannst dagegen rein gar nichts tun.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Prozentuale Kosten beim ETF</h3>



<p>Beispiel: Bei einer angelegten Summe von <strong>100.000 Euro</strong> und einem ETF mit einer <strong>TER</strong> von <strong>0,25 %</strong>, kostet dich alleine das <strong>Investiert-Sein</strong> in den ETF <strong>250 Euro Gebühren pro Jahr</strong>, welches dir von deinen Gewinnen automatisch <strong>auf ETF-Ebene abgezogen</strong> wird. </p>



<p>Immerhin wird dein <strong>Giro- oder Verrechnungskonto</strong> mit der Summe <strong>nicht</strong> belastet, es fällt lediglich dein Gewinn automatisch geringer aus. Dies merkst du aber in aller Regel überhaupt nicht. </p>



<p>Achtung: <strong>Durch das Investmentsteuerreformgesetz gab es hierbei 2018 eine Änderung</strong>! Hier wird bei <strong>Thesaurierern</strong> tatsächlich auch Geld vom Konto abgezogen in Form der <strong>Vorabpauschale</strong>. Die weiteren Auswirkungen der Reform auf <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">thesaurierende oder ausschüttende ETFs</a> kannst du hier nachlesen.</p>



<p><em>Dennoch zum Vergleich: Bei aktiv gemanagten Fonds fallen gut und gerne Verwaltungsgebühren von </em><strong><em>1-2 %</em></strong><em> an, was bei </em><strong><em>100.000 Euro</em></strong><em> Anlagekapital laufenden Kosten von </em><strong><em>1000-2000 Euro</em></strong><em> pro Jahr entspricht.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Sparplan-Gebühren bei Einzelaktien</h2>



<p>Bei <strong>Einzelaktien</strong> kommt es in Hinsicht auf die Gebühren ebenfalls darauf an: Hier entstehen <em>keine laufenden Kosten</em> durch den Aktienbestand im Depot an sich. Allerdings verlangt der Broker in der Regel eine gewisse <strong>prozentuale Kaufgebühr</strong> (z.B. <strong>1,5% der investierten Summe</strong>) und teilweise noch eine <strong>Eintragungsgebühr</strong> ins <strong>Aktienregister</strong> bei deutschen (Namens-)Aktien (z.B. <strong>1,95 Euro</strong>), je nach Broker.</p>



<p>Beim Kauf einer deutschen Namensaktie zu 100 Euro <strong>per Sparplan</strong> bedeutet das:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>1,50 Euro</strong> Sparplangebühr</li>



<li><strong>[1,95 Euro</strong> Eintragungsgebühr ins Namensregister, je nach Broker]</li>
</ul>



<p>Macht somit <strong>3,45 Euro Gesamtkosten</strong> pro monatlichem Kauf. Von deinen 100 Euro werden also nur <strong>96,55 Euro</strong> tatsächlich in das jeweilige Unternehmen investiert. Ist ja auch ok so, der Broker muss ja auch sein Geld verdienen dürfen. Das bedeutet für dich aber:</p>



<p>Die Einzelaktie muss also erst diese <strong>3,45 Euro</strong> an Wert gewinnen, damit die Kosten wieder drin sind bzw. der Break Even erreicht ist. Die erste <strong>Dividendenzahlung</strong> geht also alleine dafür schonmal drauf, dass du die Aktien gekauft hast (eventuelle <em><strong>Kurswertsteigerungen</strong></em> blende ich hier mal aus, diese können die Rechnung natürlich positiv beeinflussen &#8211; oder negativ). </p>



<p>Du siehst also, wieso sich manche Menschen auch <a href="https://www.finanzguerilla.de/trading-das-sollte-man-vor-dem-einstieg-wissen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">arm traden</a> können. <a href="https://www.finanzguerilla.de/beste-finanzbuecher-tipps-empfehlungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hin-und-Her macht Taschen leer</a>, hast du bestimmt schonmal gehört.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kaufkosten als Renditebremse</h2>



<p>Sind die <strong>Kaufkosten</strong> aber erstmal drin, gibt es dann aber <strong>keine weiteren laufenden Kosten durch die Einzelaktien</strong>. Ganz im Gegensatz zu den <strong>jährlich weiter laufenden Kosten</strong> eines <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-in-der-krise-haelt-das-bollwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF-Sparplan</a>.</p>



<p>Kauft man die eine Aktie für <strong>100 Euro</strong> übrigens ohne den Sparplan als <strong>Einmalanlage</strong>, zahlt man teilweise sogar ganze <strong>5-10 Euro Transaktionsgebühren</strong> für den Kauf. Auch hier gilt: Die Aktie muss erst einmal <strong>5-10 Prozent</strong> an Wert gewinnen, ehe du Null auf Null bist. Das sind schonmal 2-3 Dividendenzahlungen im Schnitt, du musst die Aktie also erstmal <strong>3 Jahre</strong> halten. </p>



<p>Es macht hier also definitiv Sinn, auf die <strong>Transaktionsgebühren</strong> zu achten. Nicht umsonst <a href="https://www.finanzguerilla.de/smartbroker-bester-broker-test/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">teste ich aktuell den Smartbroker</a> mit seinen für mich sehr attraktiven Konditionen. </p>



<p><em>Bei Interesse einfach selbst kostenlos testen unter:</em></p>



<!-- Beginn https://www.financeads.net/-Code --><a href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C2968117438B" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.financeads.net/tb.php?t=25598V2968117438B" alt="468x60_weltweit-handeln_smartbrokerplus" border="0" width="468" height="60"></a><!-- Ende https://www.financeads.net/-Code -->



<p>Wenn du die <strong>Verkaufskosten</strong> dazu rechnest, wären das ganze <strong>6 Jahre</strong>. Daher ist man meiner Ansicht nach sogar bei geringen Summen mit einem <strong>Sparplan</strong> (den du ja je nach Belieben auch pausieren kannst) definitiv besser bedient.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Günstiger Broker wichtig!</h3>



<p>Ich habe ausgerechnet: Will man <strong>mehr als 700 Euro</strong> investieren, sollte man aus Transaktionskostensicht per <strong>manuellem Einmalkauf</strong> die jeweilige Aktie kaufen, <strong>unterhalb von 700 Euro</strong> kann sich der Kauf mittels Sparplan rechnen. Diese Rechnung gilt in erster Linie für mein Haupt-Depot bei der <a href="https://www.finanzguerilla.de/neue-aktiensparplaene-bei-der-consorsbank/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Consorsbank</a>. Beim <strong>Smartbroker</strong> sind die Kosten hier wesentlich geringer! </p>



<p>Die Rechnung hängt natürlich auch immer vom <strong>Kaufkurs</strong> ab, über diesen hast du beim <strong>Einmalkauf</strong> natürlich die <strong>bessere Kontrolle</strong>, aber natürlich auch mehr Arbeit. Du siehst: Liegen die Aktien aber erstmal im Depot, verursachen sie <em>keinerlei weitere Kosten</em> im Gegensatz zu den ETFs. Das ist natürlich ein gewichtiges Argument für die <strong>Einzelaktien</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stückelung der Aktien</h2>



<p>Wenn du Aktien per <a href="https://www.finanzguerilla.de/vanguard-etfs-in-deutschland-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sparplan</a> kaufst, hast du logischerweise <strong>keine ganzen Stücke</strong> im Depot liegen, sondern zum Beispiel <strong>1,468 Stück</strong> einer Amazon-Aktie. Wie wirkt sich dies aus? Nunja in erster Linie gar nicht. Du bekommst dann auch die Kurssteigerungen für die exakte Anzahl deiner Aktien, genau wie eine <strong>prozentuale Beteiligung an den Dividenden</strong>. </p>



<p>Hier hast du dadurch keine Nachteile, im Gegenteil, deine Dividende ist bei <strong>23,355 Stück</strong> höher als bei ganzen <strong>23 Stück</strong>.</p>



<p>Einziger Unterschied ist die Abrechnung bei der Bank. Die vollen Aktien gehören dir, die <strong>Bruchstücke der Aktien bei Sparplänen</strong> sind in einem gesonderten Sparplan-Topf des Brokers. Dies hatte bislang noch keinerlei negative Auswirkungen. </p>



<p>Abwarten wie das im Falle einer <strong>Pleite des Brokers aussehen wird</strong> bei einer <a href="https://www.finanzguerilla.de/krise-und-dann-depotabsicherung-fuer-den-ernstfall/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kommenden Finanzkrise</a>?! Diese Bruchstücke könnten dann <strong>nicht zum geschützten Sondervermögen der Bank gehören</strong> und dir somit verloren gehen.</p>



<p>Die ganzen Stücke deiner Aktien sind ohnehin geschützt vor der Pleite des Brokers. Diese sind Sondervermögen und getrennt von der Insolvenzmasse.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was spricht gegen Einzelaktien?</h2>



<p>Wie oben bereits beschrieben, gelingt es nur den wenigsten Firmen, <strong>dauerhaft mehr Gewinn zu machen als ein breit gefasster Index</strong>. Der index hat also in der Regel eine <strong>bessere Performance</strong>. Zudem bist du mit Einzelaktien vom Schicksal der Unternehmen abhängig. </p>



<p>Das Risiko ist also um einiges höher als bei <strong>ETFs</strong>, Stichwort: <strong>Diversifizierung</strong>. Geht das Unternehmen pleite, sprich die Aktie geht auf Null oder wird liquidiert, ist <strong>dein gesamtes Geld futsch</strong>.</p>



<p>Wenn du nur <strong>deutsche Einzelaktien</strong> kaufst, hast du zusätzlich noch das Problem, <strong>nur in einem Land investiert</strong> zu sein (sog. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Home_Bias" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>Home-Bias</em></a>). Mit einem ETF hast du teilweise die <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ganze Welt in einem ETF</a> gebündelt.</p>



<p>Weiterer Nachteil von Einzelaktien ist natürlich, dass du <a href="https://www.finanzguerilla.de/neue-aktiensparplaene-bei-der-consorsbank/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">viele Aktien gar nicht mit einem Sparplan besparen kannst</a>. Bei den größten Aktien des DAX ist das natürlich kein Problem. Möchtest du aber auch <strong>amerikanische Top-Aktien</strong> oder spekulative Titel aus den <a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-und-wie-in-emerging-markets-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Emerging Markets</a> per Sparplan besparen, guckst du vielleicht in die Röhre. Sie werden schlicht nicht bei jedem Broker als Sparplan angeboten.</p>



<p>Du musst diese Aktien also als <strong>Einmalkauf ins Depot legen</strong>, was unter Umständen angesichts der Transaktionskosten ziemlich ins Geld gehen kann, wenn du dir z.B. deinen eigenen Fonds &#8222;bauen&#8220; willst. Das lohnt sich eigentlich nur bei größeren Summen pro Aktie. </p>



<p>Ich persönlich befürworte eine Größe für Einzelpositionen von mindestens <strong>2000 Euro pro Einzelaktie</strong>. Auch diese Rechnung hängt davon ab, bei welchem Broker du bist. Besonders günstig sind auch hier der <a href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C2968117432B" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">Smartbroker</a>* oder Traderepublic.</p>



<h2 class="wp-block-heading">ETF sind Finanzprodukte!</h2>



<p>Was man auch nicht vergessen darf: ETF, genauso wie <strong>aktive Fonds</strong>, gehören zur Kategorie der <em>Finanzprodukte</em>. Sprich es sind <strong>künstliche Paketlösungen der Finanzindustrie</strong>. Zwar sind ETFs und Fonds ziemlich stark reguliert, jedoch sind die internen Abläufe der Fonds teilweise intransparent. Du hast im Prinzip also immer einen Mittelsmann zwischen dir und deinen Aktien.</p>



<p>Einzelaktien hingegen sind <em>direkte</em> Investitionen in die jeweiligen Unternehmen, ohne &#8222;Mittelsmann&#8220; in Form eines <strong>Finanzproduktes</strong>.</p>



<p>Für mich persönlich ist das nun nicht wirklich ein Vor- bzw. Nachteil. Auch Finanzprodukte haben ihre Berechtigung und die ETFs gehören meiner Meinung nach noch zu den <strong>risikoärmsten</strong> und <strong>transparentesten Lösungen</strong> der Branche. </p>



<p>Von daher hätte ich als Anleger keine Bauchschmerzen, mein Geld in Fonds oder ETFs zu stecken, nur weil dies eben <strong>Finanzprodukte</strong> sind.</p>



<p>Wer sich hingegen an Finanzprodukten generell stört, ist quasi gezwungen
direkt in die Unternehmen in Form von <strong>Einzelaktien</strong> zu
investieren.</p>



<p>Wie mache ich es nun?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das beste aus beiden Welten</h2>



<p>Ich persönlich kombiniere beide Modelle miteinander. Ich investiere überwiegend in weltweite ETFs (siehe <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/">Link</a>) mittels <strong>ETF-Sparplan</strong> und dann noch in ausgewählte <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-aktien/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Einzelaktien</strong></a>. Sparpläne machen hierbei für mich bei Aktien Sinn, die ich langfristig halten möchte und die von der &#8222;Sicherheit&#8220; ähnlich wie ETFs sind.</p>



<p>Klassisches Beispiel hier zum Beispiel eine <strong>Berkshire Hathaway</strong>. Dies ist im Prinzip ein aktiv gemanagter Fonds im Aktiengewand, aber <strong>ohne laufende Kosten</strong>. Hierzu aber gleich mehr.</p>



<p>Dadurch kombiniere ich die Stärken und die Schwächen beider Anlageklassen (<strong>Finanzprodukt ETF</strong> und <strong>Einzelaktie</strong>) und kann notfalls immernoch Feinabstimmungen vornehmen, falls eine Aktie underperformt. Die Chancen, dass meine Einzelaktien auch mal überdurchschnittlich performen nehme ich so ebenfalls mit, genau wie die regelmäßige <strong>jährliche Dividende</strong> der Unternehmen.</p>



<p>Zudem besteht die Möglichkeit, <a href="https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-einem-passiven-investment-den-index-schlagen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">durch die Einzelaktien unter Umständen den Index zu schlagen</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Holding-Aktien als ETF-Ersatz?</h2>



<p>Was ich ebenfalls mal als Anregung in den Raum werfen möchte, ist die Möglichkeit, in <strong>Einzelaktien mit einer Holding-Struktur </strong>zu investieren. Prominentes Beispiel ist die <strong>Berkshire Hathaway</strong>-Aktie oder die der <strong>Danaher Corporation</strong>. </p>



<p>Diese Aktien sind im Prinzip mit <strong>ETFs</strong> bzw. <strong>aktiv gemanagten Fonds</strong> vergleichbar, da sie wiederum viele weitere Unternehmen besitzen und das Risiko dadurch recht <strong>breit streuen</strong>. Als wirklicher Ersatz für den ETF-Sparplan taugen sie allerdings nur bedingt, als <strong>Beimischung zum Depot</strong> oder für einen Rendite-Turbo können sie aber durchaus Sinn machen.</p>



<p>Was ich mit Rendite-Turbo meine, ist mein <a href="https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-einem-passiven-investment-den-index-schlagen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Muster-Portfolio</a>, mit welchem ich versuche, <strong>passiv den Index zu schlagen</strong>. Hier sind auch wenige Einzelaktien mit an Bord. Näheres zu der Strategie gibts in <a href="https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-einem-passiven-investment-den-index-schlagen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">diesem Artikel</a>.</p>



<p><em>Update: Im Zuge einer jüngeren Strategie-Anpassung habe ich meine </em><strong><em>Einzelaktien-Sparpläne</em></strong><em> bis auf ganz wenige Ausnahmen allesamt gestoppt. Hier werde ich zukünftig auf </em><strong><em>manuelle Einzelkäufe bei den Aktien</em></strong><em> umsteigen. Was meine </em><strong><em>Gründe hierfür</em></strong><em> sind und wieso ich die </em><strong><em>neue Strategie</em></strong><em> für lukrativer und angenehmer erachte, kannst du </em><a href="https://www.finanzguerilla.de/krise-und-dann-depotabsicherung-fuer-den-ernstfall/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>in diesem Artikel</em></a><em> nachlesen.</em> </p>



<p><strong>Nutzt du einen <a href="https://amzn.to/2KrOXiq" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF-Sparplan für deinen Vermögensaufbau</a>*? </strong></p>



<a href="https://c.trackmytarget.com/uf66a0"><img decoding="async" src="https://i.trackmytarget.com/uf66a0" /></a>
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		<title>Börse für Einsteiger: Der Anfängerguide</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2020 20:45:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Sp]]></category>
		<category><![CDATA[ETF-Sparplan]]></category>
		<category><![CDATA[ETF-Sparplan für Anfänger]]></category>
		<category><![CDATA[Starthilfe Börse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer sich als Einsteiger an die Börse wagt, braucht Hilfe. Der heutige Anfängerguide soll dir den beschwerlichen Weg an die Börse etwas erleichtern. Wie du als blutiger Anfänger in meinen Augen am besten Schritt für Schritt vorgehst, um einen erfolgreichen Start zu haben, möchte ich dir im nachfolgenden Artikel erläutern. Du warst vielleicht noch an...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap"><strong><em>Wer sich als Einsteiger an die Börse wagt, braucht Hilfe. Der heutige Anfängerguide soll dir den beschwerlichen Weg an die Börse etwas erleichtern. Wie du als blutiger Anfänger in meinen Augen am besten Schritt für Schritt vorgehst, um einen erfolgreichen Start zu haben, möchte ich dir im nachfolgenden Artikel erläutern.</em></strong></p>



<p>Du warst vielleicht noch an der Schule, als die große <strong>Finanzkrise 2008</strong> war. Du hast <a href="https://www.finanzguerilla.de/gefaehrdet-corona-die-demokratie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Existenzängste durch Corona durchlebt</a> und machst dir nun in Anbetracht der <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/corona-staatshilfen-kritik-an-staatshilfen-wie-einflussreiche-lobbyisten-strippen-ziehen/25864978.html?ticket=ST-11460647-KUmCyrVjEFsXDdADOig2-ap3" target="_blank" rel="noreferrer noopener">staatlichen Geldverteilungsorgien</a> (berechtigte) Sorgen um deine <strong>finanzielle Zukunft</strong>, deinen <strong>Wohlstand</strong> und deine <a href="https://www.finanzguerilla.de/ruerup-rente-versus-etf-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rente im Alter</a>? Zudem hast du möglicherweise Kumpels und Kollegen, die plötzlich wild und eifrig mit dem Handy mit neuen fancy <strong>Broker-Apps</strong> herumspielen und wie ganz große Investoren tönen? </p>



<p>Nun, dann könnte für dich als Anfänger vielleicht auch die Zeit gekommen sein, alte <a href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-guerilla/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Denkmuster und Glaubenssätze abzulegen</a> und dich endlich <strong>seriös</strong> an die Börse zu wagen. Die <strong>Aktionärsquote in Deutschland</strong> kann Nachwuchs immer breauchen. Aber bitte mit System und aus den richtigen Gründen!</p>



<p>Der heutige <strong>Anfängerguide</strong> soll dir genau dabei helfen. Grundannahme: Du fängst bei <em>NULL</em> an. Ich versuche bei meinem Anfängerguide, nicht in allen Bereichen absolut in die Tiefe zu gehen, sondern beschränke mich auf die <strong>wichtigsten Aussagen</strong> und <strong>kurze Begründungen</strong> dazu. </p>



<p>Also los gehts:</p>



<h2 class="wp-block-heading">1. Wichtig für den Start: Einsicht und Mindset</h2>



<p>Fangen wir mit dem wichtigsten Punkt an: </p>



<p><strong><em>Wieso solltest du überhaupt an die Börse?</em></strong></p>



<p>In anderen Artikeln habe ich dir bereits erläutert, wieso ich nichts von der pauschalen <a href="https://www.finanzguerilla.de/aktien-und-moral/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verurteilung von Aktien aus moralischen Gründen halte</a> und auch der <a href="https://www.finanzguerilla.de/reiche-sind-an-allem-schuld/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">pauschalen „Verurteilung“ von Reichen</a> nichts abgewinnen kann. Für mich sind <strong>Aktien</strong> eine <strong>ur-demokratische Form der Teilhabe</strong> eines Jeden am <strong>unternehmerischen Erfolg einer Firma</strong>, einer <strong>Volkswirtschaft</strong> oder der <strong>gesamten Weltwirtschaft</strong>. </p>



<p>Hieran ist überhaupt nichts moralisch Verwerfliches, lass dir da keine Storys von Linken erzählen, die von <strong>Wirtschaft im Zweifelsfall wenig verstehen</strong> und mit Worthülsen wie „<em><a href="https://www.finanzguerilla.de/bedingungsloses-grundeinkommen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">leistungslosem Einkommen</a></em>“ um sich werfen.</p>



<p>In Firmen zu investieren, ist in keinerlei Hinsicht moralisch fragwürdiger, als in die <strong>Gesetzliche Rente</strong> einzuzahlen. Das Eine ist in meinen Augen eine <strong>nachhaltige, positiv-optimistische und zukunftsfreundliche Investition in Produktivkapital</strong> (Finanzmarkt), das Andere ist eine eher <strong>negativ-pessimistische</strong> und <strong>zurückblickende Investition</strong> in eine <strong>nicht nachhaltige staatliche Umverteilung bzw. Umlage</strong>. </p>



<p>Dies behaupte ich zumindest in Bezug auf das <strong>deutsche Rentensystem</strong>. Auf andere Rentensysteme (<strong>Niederlande</strong>, <strong>Norwegen</strong>) mag das nicht zutreffen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Niedrigzinsen sind gekommen um zu bleiben</h3>



<p>Nächster wichtiger Punkt: <strong><em>Aktien sind alternativlos</em></strong>. Ich lehne mich jetzt einfach mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass wir auch noch <strong>die nächsten 10 Jahre Niedrigzinsen haben werden</strong>. Du kannst also mit „sicheren“ Geldanlagen absehbar <strong>keine Rendite</strong> mehr machen, die dich über das <strong>Niveau der Altersarmut</strong> hinaushebt. Du verlierst sogar Geld.</p>



<p>Das gilt für <a href="https://www.finanzguerilla.de/unsinn-lebensversicherungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lebensversicherungen</a>, <strong>Bausparverträge</strong>, <strong>Festgelder</strong>, <strong>Bankeinlagen</strong> und <strong>manche Anleihen</strong>. Du musst dir also <em>Alternativen</em> schaffen, die noch funktionieren und auch <strong>mit hoher Wahrscheinlichkeit in 30 Jahren noch funktionieren werden</strong>. Und dies sind nunmal unternehmerische Beteiligungen, zum Beispiel in Form von <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-aktien/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aktien</a>.</p>



<p>Ich plädiere stets dafür, <strong>sich selbst um seine Geldanlage zu kümmern</strong> und <strong>eigenverantwortlich zu managen</strong>. Das ist alles kein Teufelswerk und mit geringem zeitlichen Aufwand (zum Beispiel als <strong>passiver Buy-and-Hold-Investor</strong>) für Jedermann leistbar.</p>



<p><strong><em>Bedenke hierbei immer: Sobald du deine Finanzen aus der Hand gibst, profitiert jemand anderes davon (Bankberater, Versicherungsvertreter etc.) und deine Rendite sinkt</em></strong>. </p>



<p>Daher lieber selber machen, aber auf smarte Art und Weise.</p>



<p>Mindset passt? Dann geht’s jetzt ans Eingemachte:</p>



<h2 class="wp-block-heading">2. Depot einrichten bei einem guten Broker</h2>



<p>Bevor wir uns überhaupt Gedanken über die jeweilige <strong>konkrete Anlage</strong> machen, richten wir uns erstmal ein <strong>kostenloses Wertpapierdepot</strong> mit <strong>zugehörigem Verrechnungskonto</strong> ein. Das ist Grundvoraussetzung und Quasi der „Ordner“, in dem du <strong>deine Wertpapiere später aufbewahrst</strong> und über den du <strong>Käufe und Verkäufe</strong> tätigst.</p>



<p>Wichtige Punkte bei der Wahl des Brokers:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Seriös</strong> &#8211; Hier grassieren derzeit leider <a href="https://www.finanzguerilla.de/betrug-im-internet-vorsicht-cfd-trading-plattformen-und-co/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">sehr viele betrügerische Trading-Webseiten</a></li>



<li><strong>Kostengünstig</strong></li>



<li><strong>Sparpläne</strong> möglich (für ETF und ggf. Einzelaktien)</li>



<li>Etabliert und <strong>krisenerprobt</strong> (Anmeldungen in sehr volatilen Zeiten)</li>



<li>Benutzerfreundlich <strong>mit gutem Service</strong> (z.B. <strong>automatisches Abführen der Abgeltungssteuer</strong> und <strong>Verrechnung von ausländischen Quellensteuern</strong>)</li>
</ul>



<p>Diese Punkte sollte er zwingend erfüllen. Bei den <strong>großen gängigen Direktbrokern</strong> machst du mittlerweile nichts mehr falsch. Die Wahl liegt hier voll und ganz bei dir. Gute Erfahrungen habe ich persönlich gemacht mit den Depots bei folgenden Banken:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Consorsbank</strong> (nutze ich selbst) – <a href="https://financeads.net/tc.php?t=25598C15212339T" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">Depot eröffnen</a>*</li>



<li><strong>Comdirect</strong> (verwalte ich für Dritte) – <a href="https://financeads.net/tc.php?t=25598C87024090T" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">Depot eröffnen</a>*</li>



<li><strong>Onvista</strong> (verwalte ich für Dritte) – <a href="https://financeads.net/tc.php?t=25598C18121551T" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">Depot eröffnen</a>*</li>



<li><strong>ING-DiBa</strong> (habe ich früher selbst genutzt) – <a href="https://financeads.net/tc.php?t=25598C12413246T" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">Depot eröffnen</a>*</li>



<li><strong>Traderepublic</strong> (nutze ich selbst) – <a href="https://financeads.net/tc.php?t=25598C274449894T" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">Depot eröffnen</a>*</li>



<li><strong>Smartbroker</strong> (nutze ich selbst) &#8211; <a href="https://financeads.net/tc.php?t=25598C296855636T" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Depot eröffnen</a>*</li>
</ul>



<p>Aber auch andere Depots taugen natürlich etwas.</p>



<p><em>*Solltest du dich für einen der genannten Broker entscheiden wollen, kannst du durch einen jeweiligen Klick auf „Depot eröffnen“ dein Wertpapierdepot einrichten und parallel noch mich und meine Finanzseite hier unterstützen. Für dich hat das natürlich keinerlei Nachteile, sonst würde ich solche Links natürlich nicht nutzen. Danke hierfür schon einmal!</em></p>



<p>In der Regel sind solche Depots nach <strong>wenigen Tagen eingerichtet</strong> und <strong>funktionsbereit</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2.1 Einstellungen des Depots – Freistellungsauftrag</h3>



<p>Je nach deinem Anlagestil und der <strong>Höhe deiner investierten Summe</strong>, könntest du ziemlich schnell <strong>Geldeingänge auf deinem Verrechnungskonto erfahren</strong> (<a href="https://www.finanzguerilla.de/wie-sollte-man-die-dividende-reinvestieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividende</a> und <strong>Zinsen</strong>). Um zu verhindern, dass der Broker von diesen Geldeingängen knapp <strong>26 Prozent Abgeltungssteuer</strong> abzieht, solltest du der Bank einen <strong><em>Freistellungsauftrag</em></strong> erteilen. Nach aktueller Rechtslage stehen dir als <strong>lediger</strong> und <strong>steuerlich einzeln veranlagter Privatinvestor 801 Euro steuerfrei</strong> zu.</p>



<p>Der Freistellungsauftrag an den Broker führt nun dazu, dass erst <strong>nach Überschreiten der 801 Euro</strong> Steuern auf deine Erträge abgeführt werden. Dadurch entfällt dann auch in der Regel die Angabe deiner Gewinne in der Steuererklärung. Der FSA ist somit sehr wichtig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">3. Wertpapiere kaufen &#8211; Einzelaktien oder ETF?</h2>



<p>Kommen wir nun zu der konkreten Umsetzung. Was soll nun in dein Depot rein?</p>



<p>Hier gibt es zwei Lager, die sich teilweise unversöhnlich gegenüberstehen: Entweder du nutzt <strong>Einzelaktien</strong> oder <strong>ETFs</strong>. Einzelaktien sind einzelne Unternehmen, deren Aktien du an der Börse kaufst (z.B. <strong>Adidas</strong>, <strong>Coca-Cola</strong>, <strong>Microsoft</strong> etc.). Ein ETF hingegen ist <strong>ein Korb voller Aktien</strong> aus einem bestimmten <strong>Index</strong>, zum Teil <strong>mehrere tausend</strong>. <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-aktien/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Was Einzelaktien sind</a> und was <a href="https://www.finanzguerilla.de/gefahren-von-etfs/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF</a> und ob <a href="https://www.finanzguerilla.de/in-einzelaktien-statt-etf-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Einzelaktien oder ETFs für dich mehr Sinn machen</a>, kannst du in den jeweiligen Artikeln von mir <strong>später</strong> nachlesen.</p>



<p>Für deinen Grundpfeiler empfehle ich dir <strong>ausschließlich die Anlage in ETFs</strong>. Die kaufst du entweder <strong>einmalig</strong> oder <strong>besparst sie bequem regelmäßig</strong> monatlich per Sparplan (klare Empfehlung hier für den <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-in-der-krise-haelt-das-bollwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sparplan</a> als Beginner!), um dich über die Jahre selbst zu disziplinieren. Für den Start und deine Basic-Anlage hast du zwei Möglichkeiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>1 ETF auf den <strong>MSCI ACWI</strong> oder <strong>FTSE All-World-Index</strong></li>



<li>2 ETFs auf den <strong>MSCI World / FTSE Developed World</strong> (70%) und den <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-und-wie-in-emerging-markets-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MSCI Emerging Markets bzw. FTSE Emerging Index</a> </strong> (30%)</li>
</ul>



<p>Da ich solche Dinge für einen Anfänger gerne simpel halten möchte, würde ich dir vorerst zu der <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">1-ETF-Lösung</a> raten, da du dir hier auch keine Gedanken über das <strong>Rebalancing</strong> machen musst und du <strong>Industrie- und Schwellenländer</strong> abgedeckt hast.</p>



<p>Wenn du es ganz bequem und ohne Arbeit haben möchtest, wählst du die <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">thesaurierende Variante</a></strong> der ETFs, sodass deine Erträge <strong>automatisch im ETF reinvestiert werden</strong> und für den optimalen <strong>Zinseszinseffekt</strong> sorgen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3.1. ETF-Sparplan auf den ACWI / FTSE All-World einrichten</h3>



<p>Wenn du meiner Empfehlung folgst, richtest du dir also einen <strong>automatisierten monatlichen Sparplan</strong> auf den <strong>ACWI</strong> oder <strong>FTSE All-World</strong> ein und lässt diesen einfach erstmal laufen. Das ist der nächste Schritt im <strong>Anfängerguide</strong>. </p>



<p>In der Praxis läuft das dann so, dass automatisch <strong>einmal im Monat</strong> dann für den von dir festzulegenden Geldbetrag X (in der Regel je nach Broker ab <strong>1-25 Euro</strong> möglich) soundso viele Stücke des ETFs <strong>automatisch gekauft werden</strong>. Beim Sparplan werden auch <strong>Bruchstücke</strong> gekauft, was bei manuellen Käufen nicht möglich ist.</p>



<p>Durch einen Sparplan hast du dann ab dem ersten Kauf schon „<em>Skin in the Game</em>“ und kannst quasi die <strong>komplette Weltwirtschaft</strong> in deinem <strong>Depot beobachten</strong> – mit sämtlichen Auf und Abs. Ein sehr interessanter und Demut lehrender Prozess.</p>



<p><strong><em>!!! Ganz wichtig: Wenn du diesen Sparplan eingerichtet hast, dann lässt du ihn laufen. Immer. Komme was wolle. Er ist deine Altersvorsorge! Er wird nur in absoluten Ausnahmefällen, wenn es um Leben und Tod geht, gestoppt oder verkauft. Wieso ich das so ausdrücklich sage? Darauf gehe ich unten nochmal ein!!!</em></strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Für Anfänger an der Börse ausreichend</h3>



<p>Wenn du mit der Geldanlage nicht viel Zeit verbringen möchtest, eine <strong>simple und passive Buy-and-Hold-Lösung ohne Aufwand</strong> haben möchtest, dann gratuliere ich dir, du hast dein <strong>Ziel schon erreicht</strong>.</p>



<p>Du kannst hier dann theoretisch aufhören zu lesen und hast dir ein Depot eingerichtet, mit dem du sehr wahrscheinlich <strong>sehr glücklich werden wirst und nahezu 80 Prozent der anderen Anleger langfristig schlagen wirst</strong> über die Zeit.</p>



<p>Grob würde ich hier von einer langjährigen Performance von <strong>6-9% p.a.</strong> ausgehen. Reicht! Du musst hier dann nichts mehr unternehmen, außer <strong>im Alter dann ggf. Anteile zu verkaufen</strong>, um davon zu leben (z.B. wenn es für dich ein Ersatz für die Rente sein soll). Oder du schichtest in einen <a href="https://www.finanzguerilla.de/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ausschüttenden, dividendenbasierenden ETF</a> um.</p>



<p><strong>Herzlichen Glückwunsch!</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">4. Die Extrameile gehen &#8211; Lesen, bilden, spielen!</h2>



<p>Wenn du aber auf den Geschmack gekommen bist und etwas <strong>tiefer in die Welt der Finanzen</strong>, <strong>Wirtschaft</strong> und der <strong>Börse</strong> einsteigen willst, dann geht der eigentliche Weg hier erst richtig los. Wenn du <strong>Lebenszeit</strong> und <strong>Arbeit</strong> investierst, dann kannst du unter Umständen auch den obigen <strong>ETF langfristig schlagen</strong>. Aber Achtung: Das ist keinesfalls garantiert und du kommst hier um den <strong>Kauf von Einzelaktien</strong> nicht herum.</p>



<p>Im schlimmsten Fall <strong>verschwendest du einfach nur Lebenszeit</strong>, die du besser in deine <strong>Hobbies</strong>, deinen <strong>Körper</strong>, deine <strong>berufliche (Aus)Bildung</strong> oder deine <strong>Beziehung/Familie</strong> investiert hättest.</p>



<p><strong>Einzelaktien wollen dann nämlich auch analysiert werden</strong> (Charttechnik oder fundamental) und du musst öfters auch mal <strong>kaufen und verkaufen</strong>. Geschweige denn den Markt beobachten, um überhaupt Entscheidungen treffen zu können.</p>



<p>Mir persönlich macht das nichts aus und sogar Spaß. Allerdings bin ich mir auch im Klaren darüber, dass nicht Jeder meine Passion für die Börse teilt. Muss auch nicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">4.1 Finanzielle Bildung als Anfänger</h3>



<p>Wichtigster Punkt für Anfänger ist die <a href="https://www.finanzguerilla.de/gezielte-manipulation-finanzielle-bildung-matrix/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">finanzielle Bildung</a>, nicht zuletzt auch meine Herzensangelegenheit mit dieser Webseite. Du kommst also nicht darum herum, dich selbst <strong>weiterzubilden</strong>, viel <strong>zu lesen</strong> und vielleicht auch mal das eine oder andere <strong>Seminar zu besuchen</strong>. Mein <strong>Anfängerguide</strong> kann immer nur eine erste Hilfestellung sein, wer mehr möchte, muss auch mehr Zeit und Arbeit aufwenden.</p>



<p>Einige <a href="https://www.finanzguerilla.de/beste-finanzbuecher-tipps-empfehlungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Literaturtipps, Kanalempfehlungen auf Youtube und weitere Hilfestellungen</a> für Anfänger habe ich dir schon aufbereitet.</p>



<p>Zudem gibt es auch ganz gelungene Kurse, wie zum Beispiel der Kurs „<a href="https://amzn.to/2Un8ST2" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">Aktien kaufen für Anfänger</a>“* von <strong>Alexander Wolf</strong>.</p>



<p>Egal was du hierbei für <strong>Tools</strong>, <strong>Kanäle</strong>, <strong>Webseiten</strong> oder <strong>Seminare</strong> nutzt, wichtig ist, dass du stets <strong>am Ball</strong> und <strong>neugierig</strong> bleibst. Wenn du dir dann irgendwann ein stabiles Fundament angelesen hast und grob die verschiedenen Fallstricke an der Börse einzuschätzen weißt, dann solltest du das Lernen und Weiterentwickeln um den Faktor „<strong><em>Spielen</em></strong>“ ergänzen:</p>



<h3 class="wp-block-heading">4.2 Kurzfristiges Trading und Spielen mit Aktien mit geringen Beträgen</h3>



<p>Hier dürften Manche die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und sich sagen: „Meint der das jetzt ernst?“ Ja meine ich, lass es mich erklären:</p>



<p>Es gibt heutzutage <strong>Trading-Apps</strong>, wie zum Beispiel von <strong>Traderepublic</strong> in Deutschland oder der <strong>Robinhood-Trader</strong> in den USA. Diese Apps stellen den Börsenhandel als etwas <strong>lustig Buntes und Spielerisches</strong> dar.</p>



<p><strong>Kurz mal „traden“ mit dem Smartphone auf dem Weg zur Arbeit</strong>, hier mal einem aktuellen Trendthema (<strong>Wasserstoff</strong>, <strong>Cannabis</strong>, <strong>3D-Druck</strong>) folgen – alles easy. Dort mal das Taschengeld in eine Trendfirma und während der Vorlesung <strong>in der Uni Aktien handeln</strong>. Nun, hiergegen habe ich grundsätzlich auch nichts einzuwenden.</p>



<p>Wenn du einen solchen günstigen Broker mit geringen Kosten nutzt, dann spricht im Prinzip nichts dagegen, auch mal kurzfristig in Aktien rein- und auch wieder raus zu gehen, um zu lernen. Zudem sorgst du für Liquidität an der Börse und bist somit Wohltäter.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Langfristiger Vergleich zum ETF-Sparplan – Gesamtperformance zählt</h3>



<p>Aber &#8211; und hier spanne ich den Bogen zu weiter oben – stets bitte im <strong>langfristigen Vergleich mit der Rendite des simplen Basic-ETF-Sparplanes</strong>. Es kann eine sehr heilsame Erfahrung sein, wenn du wie wild herumhandelst, <strong>Aktien analysierst</strong>, Markettiming betreibst, <strong>kaum Rendite</strong> oder sogar <strong>Verluste</strong> machst, und dein <strong>passiver ETF </strong>seine Erträge <strong>von Jahr zu Jahr stoisch steigert</strong> &#8211; ohne dass du überhaupt etwas machst.</p>



<p>Also nimm dir gerne mal eine überschaubare Summe an „<strong>Spielgeld</strong>“ und handele was das Zeug hält auf Grundlage von <strong>Chartformationen oder Einzelaktienanalysen</strong>. Probiere <strong>verschiedene Investmentstile aus</strong> und entscheide dich am Ende für eine Strategie.</p>



<p>Entweder du bist der neue <strong>Startrader</strong>, der <a href="https://www.finanzguerilla.de/cfd/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">sein Geld vervielfacht</a> und <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/rente-mit-40-sparen-jetzt-leben-spaeter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mit 30 oder 40 in Rente geht</a></strong> oder du gehörst eben auch nur zu der <strong>Mehrheit an Privatinvestoren</strong>, die mit <strong>Markettiming</strong> im Vergleich zum <strong>Index underperformen</strong> oder gar <strong>Geld verlieren</strong> (Wirecard). Vergleiche die Performance <strong>nach Ablauf von 10-15 Jahren</strong> miteinander.</p>



<h2 class="wp-block-heading">4.3 Das Depot mit intelligent gewählten Einzelaktien ergänzen</h2>



<p>Wenn du dir dann die Hörner an dem <strong>spielerischen Trading abgestoßen hast</strong>, kannst du ja mal einen <strong>Core-Satellite-Ansatz</strong> versuchen (den ich auch verfolge) und dadurch das <strong>Beste aus beiden Welten</strong> (<a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF und Einzelaktien</a>) kombinieren.</p>



<p>Das funktioniert dann so, dass du um deinen ETF (ja der, der <strong>trotz aller Spielerei immer weiter läuft!</strong>) noch Einzelaktien (<strong>10-20 Stück</strong>) herumbaust. Dies sollte dann aber auch auf <strong>langfristiger Perspektive</strong> erfolgen. <a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-aristokraten-als-rettungsanker/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-Aristokraten</a> können sich hierfür anbieten. Vielleicht schaffst du es ja, mit <strong>intelligent gewählten Einzelaktien</strong> als ergänzende Treiber, die <strong>Gesamt-Performance des Depots zu erhöhen</strong>. Die Chance hierzu ist jedenfalls realistischer als mit wildem <strong>Traden nach aktuellen Modetrends</strong>.</p>



<p>Natürlich hast du aber damit das Hauptproblem noch immer nicht gelöst: Du musst <strong>die Aktien finden</strong>, die <strong>zusammen dann den Index verlässlich schlagen</strong> und die <strong>Gesamtperformance pushen</strong>. Und ab und zu auch handeln. Und das <strong>dauerhaft über 30 Jahre hinweg</strong>. Das <strong>kostet viel Zeit und erfordert Anstrengung</strong>. Du siehst, das wird richtig schwer und selbst gute und langjährige Fondsmanager mit Top-Equipment schaffen dies selten. Aber du mit deiner Smartphoneapp schaffst das bestimmt&#8230;oder?!</p>



<p>Wenn du hier <strong>nach 15 Jahren den Index konsequent und korrekt getrackt underperformt hast</strong>, dann gehört zu einem rationalen Anleger aber auch, <strong>die Einzelaktien abzustoßen</strong> und sich wieder auf die <strong>Wurzeln zu besinnen und den/die ETFs auszubauen</strong>. Andernfalls droht hier ein böses Erwachen im Alter und du ärgerst dich über <strong>entgangene Gewinne</strong> und letztendlich <strong>vergeblich eingesetzte Lebenszeit</strong>.</p>



<p>Deine übrigen <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/den-job-kuendigen-fuer-leidenschaft/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hobbies</a></strong>, <strong>Mitmenschen</strong> und deine <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/diese-11-berufe-sind-gesundheitsgefaehrdend/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gesundheit</a></strong> würden sich im Übrigen darüber auch freuen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit:</h2>



<p>Heutzutage hat man es als <strong>Beginner</strong> und <strong>blutiger Anfänger an der Börse</strong> leichter als in der Vergangenheit und gleichzeitig auch schwerer.</p>



<p><em>Leichter</em>, weil die <strong>Eintrittshürden stetig sinken</strong> (Kosten, Transparenz, unabhängig vom PC durch aktuelle Apps). Ein Depot einrichten dauert keine Minute mehr. <a href="https://www.finanzguerilla.de/dein-persoenliches-finanz-pokemon/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Du hast dein Depot jeden Tag in der Tasche dabei</a> und kannst sekündlich handeln. Und die Verlockung ist groß!</p>



<p><em>Schwerer</em> hat man es als Anfänger, weil dir als Beginner oftmals suggeriert wird, dass der <strong>Aktienhandel ja nichts Wildes sei und es Jeder schaffen kann, sich einen &#8222;Lambo&#8220; zu ertraden</strong>. Ich möchte mal wissen, wieviele Menschen sich tatsächlich bisher mit <strong>Traderepublic einen Lambo ertradet</strong> haben.</p>



<p>Daher: Als Beginner fährst du meiner Meinung nach noch immer am besten damit, wenn du dir <strong>ohne Ahnung einen ETF-Sparplan einrichtest und stur laufen lässt</strong>. Immer. Wenn deine Finanzbildung steigt und du Lust auf das ganze Thema bekommst, kannst du deinen <strong>ETF um weitere ETFs</strong> (Branchen, Regionen) ergänzen oder <strong>Einzelaktien für den Renditeboost</strong> (?) hinzufügen. Hier geht aber die Rechnung leider häufig nicht auf.</p>



<p><strong>Wie ist deine Meinung zum Thema? Welche Tipps gehören für dich in einen Anfängerguide für Neulinge an der Börse?</strong></p>
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		<title>Rürup-Rente versus ETF-Sparplan</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/ruerup-rente-versus-etf-sparplan/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 May 2020 20:55:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
		<category><![CDATA[ETF-Sparplan]]></category>
		<category><![CDATA[Kann eine Rürup-Rente den ETF-Sparplan schlagen?]]></category>
		<category><![CDATA[Rürup ohne Abgeltungssteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Rürup-Rente]]></category>
		<category><![CDATA[Vergleich Rürup-Rente und ETF-Sparplan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn du schon länger Mitleser meines Blogs bist, dürfte dir bekannt sein, dass ich nicht allzu viel von staatlich subventionierten Alterssicherungssystemen halte. Die Rürup-Rente, auch Basisrente genannt, bildet hier jedoch eine Ausnahme. Wieso ich mich ergänzend als weitere Säule meiner Investments für diese Art der Altersvorsorge entschieden habe, möchte ich dir in nachfolgendem Artikel heute...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Wenn du schon länger Mitleser meines Blogs bist, dürfte dir bekannt sein, dass ich nicht allzu viel von staatlich subventionierten Alterssicherungssystemen halte. Die <strong>Rürup-Rente</strong>, auch <strong>Basisrente</strong> genannt, bildet hier jedoch eine Ausnahme. Wieso ich mich ergänzend als weitere Säule meiner Investments für diese Art der <strong>Altersvorsorge</strong> entschieden habe, möchte ich dir in nachfolgendem Artikel heute darstellen.</p>



<p>Meine Hauptgründe sind in erster Linie die <strong>steuerlichen Vorteile der Rürup</strong>, auf die ich weiter unten noch kurz eingehen werde. Zudem ist die Rürup-Rente in meinen Augen die &#8222;<strong>bessere Gesetzliche Rente</strong>&#8222;. Vor allem für <strong>Selbstständige</strong> hat die <strong>Große Koalition</strong> bereits in ihrem Koalitionsvertrag eine <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/altersvorsorgepflicht-fuer-selbststaendige/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Altersvorsorgepflicht für Selbstständige</a></strong> angekündigt. </p>



<p>Man liest hier oft von einer angeblich kommenden <strong>Pflicht für Selbstständige, in die Gesetzliche Rente</strong> einzutreten. Dies ist jedoch nicht ganz korrekt. Die Regierung plant lediglich eine <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/altersvorsorgepflicht-fuer-selbststaendige/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Altersvorsorgepflicht für Selbstständige</a></strong>, die durch die <strong>Gesetzliche Rente</strong> oder <em><strong>andere geeignete Lösungen</strong></em> erfolgen muss (<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.capital.de/geld-versicherungen/warum-die-pflicht-rente-fuer-selbststaendige-sinnvoll-ist" target="_blank">Quelle</a>). Explizit nennt der Gesetzgeber folgende anerkannten Möglichkeiten für <strong>Selbstständige</strong> und <strong>Freiberufler</strong>: </p>



<p>1) <strong>Mitgliedschaft in einem Versorgungswerk</strong>, </p>



<p>2) <strong>Gesetzliche Rentenversicherung</strong>,</p>



<p>3) <strong>Rürup-Rente</strong>.</p>



<p>Zahlt man also zum Beispiel als Selbstständiger bereits in eine <strong>Rürup-Rente</strong> ein, erfüllt man quasi schon heute die kommende Pflicht und braucht sich hierüber erstmal keinen Kopf zerbrechen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie funktioniert die Rürup-Rente?</h2>



<p>Aber kommen wir zunächst einmal dazu, was die Rürup-Rente ist und vor allem was sie <strong><em>NICHT</em></strong> ist. Die <strong>Rürup-Rente</strong> genießt leider, wie die <a href="https://www.finanzguerilla.de/sollte-man-riester-rente-lebensversicherung-verkaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Riester-Rente</a>, einen ziemlich schlechten Ruf. Oftmals aber leider aus Unwissenheit. Ganz wichtig zu wissen ist beispielsweise, dass es <em><strong>die</strong></em> Rürup-Rente gar nicht gibt. Jede Rürup kann unterschiedlich aussehen. </p>



<p>Es gibt sie als <strong>klassische Variante</strong> (in Niedrigzinszeiten schlecht und nahezu ohne Rendite!) oder <strong>fondsgebunden</strong> (Risiko Wertschwankungen). Ich habe mich zum Beispiel für eine <strong>Rürup auf ETF-Basis</strong> entschieden, also eine <strong>kapitalbasierte</strong> und <strong>fondsgebundene</strong> Variante.  </p>



<p>Die &#8222;Rürup-Rente&#8220; ist in erster Linie ein &#8222;<strong>Steuerparagraf</strong>&#8220; und <strong>kein Finanzprodukt</strong>. Man könnte sagen: Es ist ein Bedingungskatalog, der erfüllt sein muss, damit eine <strong>Geldanlage sich als Rürup klassifiziert</strong> und sich dadurch der <strong>staatlichen Förderung</strong> als &#8222;würdig&#8220; erweist. Die VErsicherungsunternehmen basteln dann erst die konkreten Finanzprodukte. Manche sind gut, manche eben nicht. </p>



<p>Aus Verbauchersicht könnte man von <strong>bestimmten zu erfüllenden Merkmalen</strong> sprechen, die die Rürup eben als solche kennzeichnen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die drei Schichten der Altersvorsorge in Deutschland</h2>



<p>Kurzer Exkurs: Das Deutsche System der <strong>privaten Rentenergänzung</strong> basiert auf <strong>3 Schichten</strong>. Die staatliche Förderung nimmt von der ersten zur Dritten Schicht hin hab. Die <strong>Rürup-Rente</strong> befindet sich in der <strong>ersten Schicht</strong>. Im Gegensatz zur <strong>Riester-Rente</strong>, die nur Angestellten offen steht, kann eine Rürup-Rente JEDER abschließen. Besonders für Besserverdiener, Selbstständige, Unternehmer oder auch Beamte kann eine Rürup dann Sinn machen.</p>



<p>Die Schichten der Deutschen <a href="https://amzn.to/3c1ytqZ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Altersvorsorge</a>* im Überblick:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>BASISVORSORGE</strong>: Gesetzliche Rentenversicherung und <strong>Basisrente</strong> (<strong>Rürup</strong>) &#8211; <em><strong>stark gefördert</strong></em></li>



<li><strong>GEFÖRDERTE ZUSATZVORSORGE</strong>: Riester-Rente und betriebliche Altersvorsorge &#8211; <em><strong>gefördert</strong></em></li>



<li><strong>PRIVATE ZUSATZVORSORGE</strong>: Private Rentenversicherungen, Lebensversicherungen, ETF-Sparpläne, Depots &#8211; <strong><em>kaum bis keine Förderung</em></strong>  </li>
</ol>



<p>Für weitergehende Informationen über die Rürup-Rente und ihre Einordnung in Deutschland verweise ich gerne auf den <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.finanztip.de/ruerup-rente-basisrente/" target="_blank">gelungenen Artikel von Finanztip zur Rürup-Rente</a>. Hier habe ich auch unter anderem meine Informationen im Vorfeld meines Abschlusses eingeholt. Wobei ich sagen muss, dass ich keiner der aufgeführten Empfehlungen gefolgt bin.</p>



<p>Nachfolgend aber mal eine Kurzübersicht über die zwingenden Voraussetzungen, die für eine <strong>Rürup</strong> erfüllt sein müssen:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Merkmale einer Rürup:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Anspruch auf Auszahlung besteht erst ab Vollendung des 62. Lebensjahres</strong>: Du kommst vorher nicht an dein Geld heran. Für Viele ist dies jedoch auch gleichzeitig der Vorteil, da man nicht in Versuchung kommt, bereits vor dem Ruhestand an sein Geld zu gehen. Zudem entsteht ein gewisser &#8222;Sparzwang&#8220;, ähnlich wie bei Immobilien.</li>



<li>Die <strong>Rürup-Rente</strong> ist lediglich als <strong>Leibrente</strong>, sprich <strong>monatliche Rente</strong>, konzipiert: Wenn du z.B. <strong>150.000 Euro</strong> angespart hast und <strong>62</strong> bist, dann wird dir das Guthaben nur <strong>monatlich als  lebenslange Rente</strong> ausgezahlt. Ein <strong>Kapitalwahlrecht</strong> wie bei einer <strong>privaten Rentenversicherung der dritten Schicht</strong>, existiert nicht.</li>



<li><strong>Eingeschränkte Hinterbliebenenabsicherung</strong> im Todesfall: Hier unterscheiden sich die Versicherungsgesellschaften stark voneinander. In den meisten Fällen bekommen dein Ehepartner und deine kindergeldberechtigten Kinder im Falle deines Todes eine <strong>Witwen- und Waisenrente</strong> aus dem gebildeten Kapital. <strong>Hier unbedingt die Anbieter vergleichen</strong>!</li>



<li>Steuerliche Begünstigung: Du kannst <strong>Beiträge zur Rürup-Rente</strong> bis zu einer Höhe von knapp <strong>25.000 Euro pro Jahr von der Steuer</strong> absetzen. Dadurch zahlst du deine Altersvorsorge quasi aus dem <strong>Brutto, nicht aus dem Netto wie bei ETF-Sparplänen</strong></li>



<li>Eine <strong>Rürup-Rente</strong> ist <strong>unkündbar</strong>: Einmal abgeschlossen, läuft sie bis zum Renteneintritt weiter, jedoch kannst du sie <strong>beitragsfrei</strong> stellen, wenn du sie nicht mehr bedienen willst oder es dir nicht mehr leisten kannst</li>



<li>Das <strong>gebildete Kapital</strong> der Rürup-Rente ist <strong>geschützt gegen Hartz 4</strong> und <strong>Pfändungen</strong>. Gerade für Selbstständige, ist dies vermutlich der Hauptgrund, wieso der Gesetzgeber die <strong>Rürup-Rente als Alternative zur Gesetzlichen Rent</strong>e überhaupt akzeptiert.</li>



<li>Du kannst die Rürup <strong>nicht vererben</strong> oder an <strong>Jemand anderes übertragen</strong> (Ausnahme: Todesfallabsicherung)</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Meine Rürup-Rente</h2>



<p>Nun möchte ich dir mal meine Rürup-Rente vorstellen, ohne dir jedoch den Anbieter bzw. die Tarifbezeichnung zu nennen. Ich möchte mich ganz von dem Verdacht freimachen, hier für irgendetwas werben zu wollen.</p>



<p>Meine Rürup-Rente ist als <strong>fondsgebundene Rentenversicherung auf ETF-Basis</strong> konzipiert. Letztendlich ist es also ein <strong>ETF-Sparplan</strong>, der durch den &#8222;Versicherungsmantel Rürup&#8220; umschlossen und eingeschränkt bzw. erweitert wird. MIt ein Grund für die Wahl meiner Versicherung: Mein <a href="https://www.finanzguerilla.de/vanguard-etfs-in-deutschland-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lieblings-ETF</a> wird hier als &#8222;Motor&#8220; der Rürup-Rente angeboten. Das spielt mir natürlich super in die Karten.</p>



<p><strong>Ich kann in meinem Vertrag im Jahr 12 mal nach belieben kostenfrei umschichten</strong>. Bringt es der Vanguard nicht mehr oder möchte ich einen anderen ETF oder aktiven Fonds besparen? Kein Problem, bis zu 12 mal im Jahr kann ich das Vermögen umschichten. Ich wüsste momentan aber keinen Grund, wieso ich den <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vanguard als ETF</a> ersetzen sollte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Weitere Tarifmerkmale</h3>



<p>Optional kann ich ein <strong>Ablaufmanagement</strong> vereinbaren. Hier werden dann meine ETF-Anteile automatisch auf <strong>risikoarme ETFs</strong> oder <strong>Fonds</strong> umgeschichtet, um im Alter nicht allzu stark durch <strong>Börsenkursschwankungen</strong> gefährdet zu werden. Aus diesem Grund habe ich meine Vertragslaufzeit auch bis 67 gewählt. Sollten mit 62 gerade die Kurse im Keller sein, kann ich also noch abwarten, bis sich evtl. neue Hochs ergeben. Immerhin bildet das vorhandene Kapital (<strong>kapitalbasierte Altersvorsorge</strong>) die Basis meiner späteren lebenslangen Rente. Je mehr <strong>angesammeltes Kapital</strong>, desto höher die <strong>monatliche Rente</strong>. Dennoch kann ich <strong>jederzeit ab 62</strong> die monatliche Rente beantragen.</p>



<p>Ich kann <strong>flexible Einzahlungen</strong> in meine Rente bis maximal den gesetzlichen knapp <strong>25.000 Euro</strong> pro Jahr vornehmen. Zudem habe ich eine jährlich steigende Dynamik vereinbart, der ich jedoch <strong>beliebig oft widersprechen</strong> kann, ohne den <strong>Anspruch auf die Dynamik</strong> dauerhaft zu verlieren.</p>



<p>Ich habe einen <strong>garantierten Rentenfaktor</strong>. Darunter versteht man die garantierte Summe pro 10.000 Euro Kapital, die ich auf jeden Fall bekomme. Wenn der Rentenfaktor bei Renteneintritt höher ist, bekomme ich den zu diesem Zeitpunkt gültigen. Auch hier siehst du wie wichtig es ist, ein <strong>seriöses</strong> und <strong>stabiles Versicherungsunternehmen mit viel Erfahrung und langer Vergangenheit am Markt</strong> zur Betreuung deines Vertrages zu wählen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rürup-Rente gegen ETF-Sparplan</h2>



<p><em>Kurz vorab: Ich lasse meine <strong>ETF-Sparpläne</strong> natürlich trotz der Rürup weiterlaufen. Auch kaufe und verkaufe ich weiterhin Aktien. Hier unterscheide ich ganz penibel zwischen <strong>Altersvorsorge</strong> (<strong>Rürup)</strong> und <strong>Kapitalaufbau</strong> bzw. Aufbau von <strong>Passivem Einkommen</strong> (Depot mit <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-etf/">ETF</a> und <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-aktien/">Aktien</a>).</em></p>



<p>Ich gehe nach aktuellem Stand aber <strong>nicht </strong>unbedingt davon aus, dass meine <strong>Rürup-Rente langfristig</strong> wesentlich schlechter performt, als ein gleichgelagerter <strong>ETF-Sparplan</strong> auf exakt den gleichen ETF. Wieso? Nunja, kurz gesagt: Die <strong>Steuer</strong> macht den Unterschied. In diesem Falle nicht nur die <strong>steuerliche Absetzbarkeit</strong> (siehe oben), sondern auch der <strong>Wegfall von Abgeltungssteuer</strong> und <strong>Wegfall der Besteuerung</strong> nach dem <a href="https://www.finanzguerilla.de/das-neue-investmentsteuerreformgesetz-ab-2018/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Investmentsteuerreformgesetz von 2018</a>.</p>



<p>Meine Rürup zahle ich also durch die Steuerrückerstattung quasi aus dem <strong>Brutto</strong>. Zudem fällt keinerlei Abgeltungssteuer durch den Versicherungsmantel an. Auch wird der ETF steuerlich anders behandelt, als wenn er in einem <strong>normalen Depot</strong> liegt. Und das obwohl es der exakt gleiche ETF, hier eben der Vanguard, ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kosten meines Vertrages</h3>



<p>Meine <strong>Rürup-Rente hat effektive jährliche Kosten</strong> von <strong>1,5% p.a.</strong> Sie ist somit natürlich wesentlich teurer als ein normaler <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-in-der-krise-haelt-das-bollwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF-Sparplan</a>, wo ich den ETF &#8222;nackt&#8220; besparen würde. Wobei auch beim ETF-Sparplan Punkte eine Rolle spielen wie&#8230;</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Ist dein Depot <strong>kostenfrei</strong>? Wie lange noch?</li>



<li>Kannst du den <strong>ETF kostenfrei besparen</strong>? Wenn ja, wie lange noch? Zahlst du die marktüblichen 1,5 % einmalig bei Kauf eines ETF im Sparplan, dann müssen auch diese erst wieder reingeholt werden</li>



<li>Im ETF-Sparplan zahlst du die <strong>Abgeltungssteuer</strong>. Sei es auf die <strong>Ausschüttungen oder als Vorabpauschale</strong>. Beides entfällt bei der Rürup.</li>



<li>Den ETF-Sparplan bezahlst du aus deinem <strong>Netto</strong> und <strong>besteuerst die Erträge im Alter</strong> (Kauf/Verkauf/Ausschüttungen) dann noch einmal. Bei der Rürup zahlst du die Beiträge aus dem Brutto und musst nur die Rente im Alter versteuern.</li>
</ol>



<p>Du siehst also, pauschal eine Rürup-Rente als <strong>teuer</strong> und <strong>sinnlos</strong> zu bezeichnen, greift zu kurz. Würde ich meine Steuererstattungen in die Rürup reinvestieren, könnte die <strong>Gesamtrendite der Rürup</strong> unter <strong>Berücksichtigung der Steuer</strong> und der <strong>entstehenden Überschüsse</strong> (zusätzliche <strong>steigende Bonus-Rente</strong>) ziemlich wahrscheinlich sogar den simplen ETF-Sparplan schlagen. Dies muss man jedoch im Einzelfall detailliert durchrechnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurzgegenüberstellung ETF-Sparplan &#8211; Rürup-Rente</h2>



<p>Also machen wir ernst und stellen mal beide <strong>Modelle der privaten Vorsorge</strong> mit Vor- und Nachteilen gegenüber:</p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table><tbody><tr><td><strong>ETF-Rürup-Rente</strong><br>(1. Schicht der privaten Altersvorsorge)</td><td><strong>ETF-Sparplan</strong><br>(3. Schicht der privaten Altersvorsorge)</td></tr><tr><td></td><td></td></tr><tr><td>&#8211; höhere Laufende Kosten</td><td>+ günstigere Effektivkosten</td></tr><tr><td>+ Besparen aus dem Brutto durch Steuerrückerstattungen</td><td>&#8211; Zahlungen aus dem bereits versteuerten Einkommen</td></tr><tr><td>+ keine Abgeltungssteuer; keine Besteuerung nach dem Investmentsteuerreformgesetz</td><td>&#8211; Volle Abgeltungssteuer und Besteuerung nach Investmentsteuerreformgesetz</td></tr><tr><td>+ Anerkennung als Altersvorsorge für Selbstständige (kommende Altersvorsorgepflicht für Selbstständige)</td><td>&#8211; Keine Anerkennung; Selbstständige MÜSSEN ggf. weitere Verträge abschließen oder in die Gesetzliche Rente einzahlen</td></tr><tr><td>+ Hartz 4- und pfändungssicher</td><td>&#8211; kein Schutz im Falle von Arbeitslosigkeit oder Privatinsolvenz</td></tr><tr><td>&#8211; Abschluss- und Vertriebskosten in den ersten 5 Jahren mindern den Gesamtertrag</td><td>+ keine Abschluss- und Vertriebsprovisionen</td></tr><tr><td>+ flexibel besparbar</td><td>+ flexibel besparbar</td></tr><tr><td>-/+ Kein Kapitalwahlrecht</td><td>+ Kapital vollumfänglich verfügbar: &#8222;Do it yourself&#8220;</td></tr><tr><td>+ steigende Rente durch Überschüsse auf Versicherungsebene<br>+ Garantierter Rentenfaktor</td><td>&#8211; keinerlei Garantien, kein garantierter Rentenfaktor, keine Überschüsse</td></tr><tr><td>+ kostenlose Umschichtungen in andere ETFs</td><td>&#8211; Jede Umschichtung, Verkauf und Kauf kostet Gebühren und ggf. Steuern</td></tr><tr><td>+ Hinterbliebenenabsicherung (Ehefrau, kindergeldberechtigte Kinder) über Witwen- und Waisenrente, je nach Vertrag</td><td>+ Hinterbliebene erben komplettes Depot</td></tr><tr><td>+ Ablaufmanagement auf Wunsch, ansonsten manuelle Umschichtung nach eigenem &#8222;Timing&#8220;</td><td>&#8211; du musst alles selbst machen, ungeachtet deines gesundheitlichen oder mentalen Zustandes</td></tr><tr><td>+ Lebenslange Rente (Leibrente)</td><td>&#8211; Kapitalverzehr möglich, dadurch &#8222;<em>Langlebigkeitsrisiko</em>&#8222;</td></tr><tr><td>-/+ nicht kündbar, analog Gesetzliche Rente (aber: Beitragsfreistellung möglich)</td><td>+ keine Laufzeiten und Einschränkungen</td></tr><tr><td>+ Steuergutschriften reinvestieren für &#8222;Renditeturbo&#8220;</td><td>&#8211; Performance entspricht immer dem gewählten ETF</td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption">Vergleich Rürup-ETF-Rente vs. ETF-Sparplan</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit:</h2>



<p>Ja ich gebe es zu: Ich nutze nun ein staatlich gefördertes Vorsorgeprodukt. Ich hoffe aber, ich konnte dir durch die obigen Darstellungen klarmachen, wieso ich in der gewählten <strong>ETF-Rürup</strong> für mich eine gute Ergänzung zu meinen bisherigen Investmentsäulen sehe. Sollte die<a href="https://amzn.to/3c1ytqZ" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Altersvorsorgepflicht</a>* für Selbstständige kommen, wäre ich dem Gesetzgeber schon ein Schritt voraus.</p>



<p>Zudem halte ich eine clever konstruierte Rürup-Rente für eine deutlich bessere Alternative als es die umlagefinanzierte Gesetzliche Rentenversicherung bietet. Die private Rürup-Rente ist eben kapitalgedeckt und entspricht somit in Deutschland am ehesten dem Modell der Norweger mit ihrem Staatsfond.</p>



<p>Ich gehe davon aus, dass meine Rürup über die Jahre und nach Ablauf der 5 Kostenjahre wahrscheinlich besser performen wird, als es ein simpler <strong>ETF-Sparplan</strong> würde. Dafür sollten wie dargestellt alleine die steuerlichen Gesichtspunkte sorgen. Klar, diese können sich ändern. Dennoch werden ETF in Versicherungsmänteln immer anders behandelt als im normalen Depot. Ich bezweifle, dass sich dies in absehbarer Zeit ändern wird.</p>



<p><strong>Anonsten: Wie stehst du zur Rürup-Rente? Bist du Selbstständig und machst dir auch Gedanken über eine clevere Vorsorge, die den gesetzlichen Vorschriften entspricht?</strong></p>



<p>Hinweis: Die gema<em>chten Angaben wurden sorgfältig recherchiert und erfolgten nach bestem Wissen und Gewissen. Dennoch bin ich kein Steuerberater oder Versicherungsprofi. Die gemachten Angaben ersetzen kein Gespräch mit dem Steuerberater hinsichtlich der erwähnten Steuervorteile.</em></p>



<!-- Beginn https://www.financeads.net/-Code --><a href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C2968117424B" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.financeads.net/tb.php?t=25598V2968117424B" alt="320x50_generisch" border="0" width="320" height="50"></a><!-- Ende https://www.financeads.net/-Code -->



<p></p>
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			</item>
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		<title>Depot für Kinder: Steuerfrei ins Erwachsenenalter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Nov 2019 18:22:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[ETF-Sparplan]]></category>
		<category><![CDATA[ETF-Sparpläne]]></category>
		<category><![CDATA[Juniordepot]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderdepot bei Tod]]></category>
		<category><![CDATA[MSCI ACWI]]></category>
		<category><![CDATA[steuerfreies Depot]]></category>
		<category><![CDATA[Wertpapierdepot für Kleinkinder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute geht es mal um etwas sehr Praktisches und Lebensnahes: Nämlich ein Depot für Kinder. Ich möchte dir hier im Artikel zeigen, wie ich vorgegangen bin, sodass meine Tochter bereits im zarten Alter von 3 Wochen zur stolzen Wertpapierbesitzerin geworden ist. Zudem zeige ich dir, wieso es in meinen Augen definitiv für alle Eltern Sinn...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap"><strong><em>Heute geht es mal um etwas sehr Praktisches und Lebensnahes: Nämlich ein Depot für Kinder. Ich möchte dir hier im Artikel zeigen, wie ich vorgegangen bin, sodass meine Tochter bereits im zarten Alter von 3 Wochen zur stolzen Wertpapierbesitzerin geworden ist. Zudem zeige ich dir, wieso es in meinen Augen definitiv für alle Eltern Sinn macht, ihrem Nachwuchs ein solches Depot einzurichten.</em></strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Wozu brauchen Kinder denn bitte ein Depot?!</h2>



<p>Fangen wir zunächst einmal mit den Gründen für ein solches Vorhaben an: Kinder sind eine teure Angelegenheit, wenn man es rein wirtschaftlich betrachtet. In ganz jungen Jahren halten sich die Kosten zwar noch in Grenzen, in der <strong>Pubertät</strong> bzw. dem <strong>jungen Erwachsenenalter</strong> ändert sich das jedoch schnell. </p>



<p>Besonders wenn es dann noch um die Themen <strong>Studium</strong> und <strong>eigene Wohnung</strong> geht, kommen schnell gewaltige Summen auf die Eltern oder die Sprösslinge zu. Wenn das Kind <strong>Medizin</strong> oder <strong>Jura</strong> an einer renomierten <strong>Universität</strong> studieren möchte, kann dies auch die Eltern schnell an die Grenzen des <strong>finanziell Machbaren</strong> bringen.</p>



<p>Dann muss meistens ein <a aria-label="Kredit (öffnet in neuem Tab)" rel="noreferrer noopener" href="https://www.finanzguerilla.de/kreditrechner/" target="_blank">Kredit</a> her oder <a aria-label="Bafög (öffnet in neuem Tab)" rel="noreferrer noopener" href="https://www.bafög.de/" target="_blank">Bafög</a>, welches man zum Teil auch zurückzahlen muss. Schaut man nur mal nach Amerika über den Teich, dann sind dort die meisten Studierenden mit <a href="https://www.finanzguerilla.de/kreditarten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studienkrediten</a> verschuldet. Dies bremst sie in den ersten Jahren ihrer Berufstätigkeit vehement aus. Auch wenn es heute noch <a aria-label="günstige Kredite (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.finanzguerilla.de/kreditrechner/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">günstige Kredite</a> gibt, muss das ja nicht so bleiben.</p>



<p>Ein prall gefülltes <strong>Wertpapierdepot</strong> kann hier für wesentliche Erleichterung in allen Lebenslagen sorgen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verrechnungskonto inklusive</h3>



<p class="has-text-align-left">Nun bekommt so ein Kind ja auch gerne mal Geschenke von Familienangehörigen (<strong>Geburtstage</strong>, <strong>Kommunion</strong>, <strong>Konfirmation</strong>, <strong>Schulabschluss</strong> etc.). Oft fallen diese Geschenke als Geldgeschenke aus, die man früher aufs Sparbuch gepackt hat oder in ein kinderliches <strong>Sparschwein</strong>. Dort liegt es herum und verliert beständig an Wert.</p>



<p>Einmal im Jahr hieß es dann, in hoffnungsvoller Demut zur Bank zu pilgern und dem <em><strong>Weltspartag</strong></em> zu frönen. Ich muss vermutlich nicht erwähnen, dass diese Zeiten unwiederbringlich vorüber sind. Das <strong>Sparbuch</strong> ist heute ein <em>Geldvernichtungsbuch</em>. <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Zinsen - Fehlanzeige (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-guerilla/" target="_blank">Zinsen &#8211; Fehlanzeige</a>.</p>



<p>Dennoch wollen die <strong>Geschenke</strong> und Zuwendungen aber irgendwo sinnvoll genutzt werden. Im Idealfall als clevere <strong>Vorsorge</strong> für Später, bzw. bis zum <strong>18. Geburtstag</strong>. Genau an dieser Stelle kommt das <strong>Depot für Kinder</strong> ins Spiel.</p>



<p>Dadurch dass jedem Depot immer auch ein <strong>Verrechnungskonto</strong> angegliedert ist, haben die Kleinen sogar bereits eine Art &#8222;<em>Girokonto</em>&#8222;, über die man je nach Bank auch <strong>Transaktionen</strong> und <strong>Überweisungen</strong> ausführen kann. Und Familienangehörige können auf dieses Konto einfache Überweisungen vornehmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Abgeltungssteuer? &#8211; Nein danke!</h3>



<p>Einer der größten Vorteile eines <strong>Depot für Kinder</strong> ist aber, dass in den 18 Jahren (und ggf. darüber hinaus) <strong>keinerlei Abgeltungssteuer</strong> auf <strong>Zinsen</strong> und <strong>Dividenden</strong> anfallen. Das hängt damit zusammen, dass die Kinder kein eigenes Einkommen beziehen und dadurch auch nicht einkommenssteuerpflichtig sind bzw. unter ihrem Freibetrag bleiben. </p>



<p>Über das <strong>Finanzamt</strong> kann man der Depotbank nun genau diesen Umstand mitteilen, sodass die Bank ab diesem Moment keine <strong>Abgeltungssteuer</strong> mehr an das Finanzamt abführt.</p>



<p>Das Kind darf also <strong>Zins- und Dividendenerträge steuerfrei</strong> behalten. Ein nicht zu unterschätzender Hebel in Bezug auf den <a rel="noreferrer noopener" label="Zinseszinseffekt (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank">Zinseszinseffekt</a>. Das Einzige was man hierzu benötigt, ist eine sogenannte <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Nichtveranlagungsbescheinigung (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.formulare-bfinv.de/ffw/form/display.do?%24context=3844B784B64832038916" target="_blank">Nichtveranlagungsbescheinigung</a> des Finanzamtes, auch <strong>NV-Bescheinigung</strong> genannt.</p>



<p>Durch das Formular beantragst du quasi eine Bestätigung des Finanzamtes, dass dein <strong>Kind nicht steuerpflichtig</strong> ist, ergo auch keine <strong>Abgeltungssteuer</strong> zu zahlen hat. Die Bescheinigung hat eine <strong>Gültigkeit von 3 Jahren</strong> und muss danach erneut bei der Bank eingereicht werden. Etwas lästiger Papierkram zwar, aber er lohnt sich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Depot gehört alleine deinem Kind</h2>



<p>Nun mag einer auf die Idee kommen, einfach ein <strong>Depot auf sein Kind einzurichten</strong> und selbst von den obigen <strong>steuerlichen Vorteilen</strong> zu profitieren. Hier aber ein wichtiger Hinweis: <em>DAS DEPOT GEHÖRT RECHTLICH EINZIG UND ALLEINE DEINEM NACHWUCHS (!!!)</em>. Die sorgeberechtigten Elternteile <em><strong>verwalten</strong></em> es nur <strong>im Interesse des Kindes</strong>, bis zur Volljährigkeit. </p>



<p>Dies bedeutet, dass du deinem Kind das Geld auch ab Volljährigkeit nicht mehr wegnehmen kannst und darfst. Wenn also deine frisch <strong>18 Jahre</strong> alt gewordene Tochter lieber das <strong>Depot plündern</strong> und mit einem <strong>sudanesischen Wanderzirkus auf Weltreise</strong> gehen möchte, dann kannst du das nicht verhindern.</p>



<p>Sobald das Kind <strong>18 Jahre alt</strong> ist, bekommt es <strong>eigene Zugangsdaten zum Depot</strong> und die Zugangsdaten der Eltern werden gekappt.</p>



<p>Sollte deinem Nachwuchs (Gott bewahre!) etwas Schlimmes zustoßen, würde das Depot dann bei <strong>Ableben</strong> regulär als <strong>Erbe an die Eltern übergehen</strong>. Aber an sowas mag man noch nicht einmal denken. Fürs Protokoll sei es hier der Vollständigkeit halber mal mit erwähnt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kinderdepot eröffnen &#8211; Schritt für Schritt erklärt</h2>



<p>Ich zeige dir nun, wie die ganze Sache <strong>Schritt für Schritt</strong> abläuft. Der Einfachheit halber zeige ich dir das Vorgehen an meinem eigenen Beispiel, da sich die Abläufe von Bank zu Bank leicht unterscheiden können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Grunds<strong>achverhalt:</strong></h3>



<p><em>Wir als junges Paar (unverheiratet) möchten für unsere Tochter ab Geburt ein Depot für Kinder einrichten, um bis zum 18. Geburtstag für das Kind intelligent Vermögen zu bilden. Als Vater bin ich bereits Kunde bei der Consorsbank (Depot </em><a aria-label="hier (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C15212339T" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>hier</em></a><em>* eröffnen), meine Partnerin hat dort kein Konto.</em></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Benötigte Unterlagen:</strong></h4>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Geburtsurkunde im Original</strong> (!) &#8211; Kommt etwa <strong>7-10 Tage nach der Geburt</strong> vom Standesamt. Beantragt wird die Urkunde meistens bereits im Krankenhaus nach der Entbindung. Nach Prüfung schickt die Bank das Original wieder postalisch an die Eltern zurück</li>



<li><strong>Steuer-ID</strong> des Nachwuchses (wird im <strong>Antragsformular der Depoteröffnung</strong> abgefragt). Ablauf: Das Standesamt meldet den neuen Erdenbürger automatisch beim <strong>Finanzamt</strong>. Das <strong>Bundeszentralamt für Steuern</strong> übersendet dann einige Tage später die Steuer-ID. Meistens ist das dann <strong>der erste adressierte Brief an deinen neugeborenen Nachwuchs</strong>.</li>



<li><strong>Erklärung elterliche Sorge</strong> (nur bei <em>unverheirateten</em> Paaren, ansonsten Nachweis der Ehe)</li>



<li><strong>Depoteröffnungsantrag</strong> mit <strong>beiden Unterschriften</strong> der Elternteile</li>



<li>[Identifizierung über PostIdent] &#8211; Da ich bereits <strong>legitimierter Kunde</strong> der <strong>Consorsbank</strong> bin, <strong>entfiel bei uns die erneute Identifizierung</strong>. Die Personalien der Mutter entnimmt die Bank ohnehin aus der amtlich beglaubigten Geburtsurkunde</li>



<li><strong>NV-Bescheinigung des Finanzamtes</strong> (Erklärung siehe oben)</li>



<li>Briefmarke, da im Original versandt werden muss </li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Wie geht es dann weiter?</h3>



<p>Eigentlich war es das schon. Die Bank prüft nun die Unterlagen und eröffnet das <strong>Depot mit Konto</strong>. In meinem Fall ist es so, dass das <strong>Kinderdepot mit dem dazugehörigen Verrechnungskonto</strong> als <em>Unterdepot</em> bei mir geführt wird. </p>



<p>Die <strong>Verwaltung des Depots</strong> und die Auftragserteilung funktioniert mit meinen sowieso schon vorhandenen <strong>Zugangsdaten und Sicherheitsverfahren</strong>. Bequemer und smarter gehts nicht.</p>



<p>Wie oben bereits erwähnt, erhält das Kind dann mit Volljährigkeit <strong>eigene Zugangsdaten</strong> und der <strong>elterliche Zugriff</strong> wird gekappt. Bis dahin sind meine Partnerin und ich gleichberechtigt über das Konto/Depot bevollmächtigt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">ETF-Sparplan einrichten</h3>



<p>Da ich möglichst <strong>wenig administrativen Aufwand</strong> mit dem Depot haben möchte, habe ich mich für meine Tochter für einen einfachen und passiven <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF-Sparplan</a> mit <strong>monatlicher Einzahlung</strong> entschieden. So bekommt meine Tochter bereits ab Geburt ein kleines Taschengeld. So ein Sparplan funktioniert bereits <strong>ab 25 Euro</strong> pro Monat.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Welchen ETF wählen?</h3>



<p>Bei der konkreten ETF-Auswahl habe ich mich für einen simplen <strong>Aktions-ETF</strong> (gebührenfreies Besparen) entschieden. Es handelt sich um einen <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">thesaurierenden ETF</a></strong> auf den <strong>MSCI ACWI</strong>, also maximale Streuung <strong>inklusive Schwellenländer</strong>. Die Gewinne werden auf ETF-Ebene <strong>automatisch neu angelegt</strong>.</p>



<p>Da die <strong>NV-Bescheinigung</strong> dafür sorgt, dass keine <strong>Abgeltungssteuer</strong> fällig wird, entfällt auch die <a href="https://www.finanzguerilla.de/das-neue-investmentsteuerreformgesetz-ab-2018/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vorabbesteuerung nach dem Investmentsteuerreformgesetz</a>. Klarer Vorteil also für den <strong>Thesaurierer</strong>. Denn: Es muss kein Guthaben auf dem <strong>Verrechnungskonto</strong> für die Steuerpauschale vorrätig gehalten werden.</p>



<p>Einzahlungen und Geschenke von Verwandten gehen dann direkt auf das <strong>Verrechnungskonto</strong> und werden dann von mir von Zeit zu Zeit als <strong>Einmalzahlungen im Rahmen des Sparplanes</strong> investiert. Oder ich lasse es erstmal auf dem Verrechnungskonto als <strong>Cashreserve</strong> liegen, je nach Geschmack.</p>



<!-- Beginn https://www.financeads.net/-Code --><a href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C15212348B" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" src="											https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C296855636T" alt="Depotwechsel_728x90" width="728" height="90" border="0"></a><!-- Ende https://www.financeads.net/-Code -->



<h3 class="wp-block-heading">Was kommt da zusammen? </h3>



<p>Lohnt sich so ein Sparplan überhaupt? Von meiner Seite ein ganz klares <em><strong>Ja</strong></em>. Im Schnitt gehe ich von einer Rendite von knapp <strong>7-8 % p.a.</strong> beim <strong>ACWI-ETF</strong> aus. Legen wir für die Rechnung einmal <strong>7 Prozent</strong> zugrunde. Netto, also ohne Steuerabzug. <strong>Ohne zusätzliche Einzahlungen</strong> ergeben sich dann <strong>bis zum 18. Lebensjahr</strong> je nach Höhe der monatlichen &#8222;Taschengeldrate&#8220; (<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Quelle (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php" target="_blank">Quelle</a>):</p>



<ul class="wp-block-list">
<li> <strong>10.586,45 Euro</strong> bei 25 Euro / Monat</li>



<li> <strong>21.172,90  Euro</strong> bei 50 Euro / Monat</li>



<li> <strong>42.345,79  Euro</strong> bei 100 Euro / Monat</li>
</ul>



<p>Höher gehe ich mal nicht, da die Mehrheit wohl in diesem Bereich landen dürfte. Eventuell bleibt es ja nicht nur bei einem Kind. <strong>Die Rechnung ändert sich</strong> natürlich noch vehement, wenn <em>Geldgeschenke</em> (z.B. <strong>1000 Euro</strong> nach einer <strong>Konfirmation</strong>, <strong>Taufe</strong> etc.) zusätzlich für das Kind investiert werden oder die Großeltern noch etwas monatlich zuschießen möchten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie geht es dann nach dem 18. Geburtstag weiter?</h2>



<p>Nunja, das entscheidet meine Tochter dann selbst, da ich keinen Zugriff mehr auf &#8222;ihr&#8220; Geld habe. Im schlimmsten Fall gibt sie das ganze Geld aus und kauft sich Klamotten ;-). Ich würde aber darauf hinwirken, eventuell die Summe <strong>in einen ausschüttenden ETF umzuschichten</strong>, um ihr dadurch bereits <strong>ab Volljährigkeit</strong> ein <strong>kleines zusätzliches <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen-auf-der-rolltreppe-durchs-leben/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passives Einkommen</a> zu verschaffen</strong>. Dieses darf sie dann nach Herzenslust ausgeben.</p>



<p>Ein <strong>Ausschütter</strong> hätte natürlich dann auch <strong>pädagogischen Nutzen</strong>, da sie sieht, dass es nicht clever wäre, ihre <strong>Milch gebende Kuh</strong> für kurzfristigen Konsum zu <strong>schlachten</strong>. Sie soll die Kuh lieber <strong>weiter pflegen</strong> und die <strong>Milch genießen</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit:</h2>



<p>So ein <strong>Depot für Kinder</strong> ist eine feine Sache und in meinen Augen auch schon längst kein <em>Nice-to-have</em> mehr, sondern eigentlich <em>Pflicht</em>. Als es noch 4% Zinsen aufs Konto gab, hätte ein Tagesgeldkonto mehr Sinn gemacht, diese Zeiten sind aber vorbei.</p>



<p>Ich denke dass der <strong>ETF</strong> auch in <strong>18 Jahren</strong> noch in der einen oder anderen Form bestehen wird und auch die größten Firmen weltweit noch irgendwie einen Gewinn erwirtschaften sollten. Diese Einschätzung habe ich auch schon <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in diesem Artikel</a> erklärt. Von daher sehe ich die <strong>Risiken</strong> als überschaubar und die <strong>Chancen</strong> als nicht von der Hand zu weisen.</p>



<p>Ich freue mich zu sehen, wie ihr Depot anwächst und hoffe, dass ich bei meiner Tochter auch zumindest ein bisschen <strong>Verständnis</strong> und <strong>Interesse</strong> für ihre <strong>eigenen Finanzen</strong> wecken kann. Was ihr dann tatsächlich mit <strong>18</strong> als <strong>Kontostand</strong> angezeigt wird, gerät dann schon fast zur (schönen) Nebensache.</p>



<p>Wenn auch du dich für ein Depot bzw. Kinderdepot bei der <strong>Consorsbank </strong>interessierst, dann kannst du es ganz einfach online und kostenlos durch einen Klick auf den nachfolgende Grafik eröffnen*:</p>



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<p><strong>Wie stehst du persönlich zum Thema Depot für Kinder? Hast du bereits für deinen Nachwuchs investiert?</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/depot-fuer-kinder-steuerfrei-ins-erwachsenenalter/">Depot für Kinder: Steuerfrei ins Erwachsenenalter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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		<title>ETF-Sparplan in der Krise &#8211; Hält das Bollwerk?</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-in-der-krise-haelt-das-bollwerk/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jul 2019 15:52:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Durchschnittskosteneffekt]]></category>
		<category><![CDATA[ETF-Sparplan]]></category>
		<category><![CDATA[ETFs in der Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gefühlt mehren sich in letzter Zeit wieder kritische Stimmen, die von einer baldigen heftigen Korrektur oder gar Krise an den Finanzmärkten warnen. Nicht nur die Finanzmärkte sollen hierbei stark unter die Räder kommen, sondern auch gleich die gesamte Weltwirtschaft und damit auch der gute alte ETF-Sparplan. Sei es nun 2020 oder ein weniger konkreter Zeitpunkt,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap"><em><strong>Gefühlt mehren sich in letzter Zeit wieder kritische Stimmen, die von einer baldigen heftigen Korrektur oder gar Krise an den Finanzmärkten warnen. Nicht nur die Finanzmärkte sollen hierbei stark unter die Räder kommen, sondern auch gleich die gesamte Weltwirtschaft und damit auch der gute alte ETF-Sparplan. Sei es nun 2020 oder ein weniger konkreter Zeitpunkt, der Tenor der Warner ist überall ähnlich: Es gilt, sein Hab und Gut in Sicherheit zu bringen.</strong></em></p>



<p>Auch ich habe daher bereits auch Artikel über <a href="https://www.finanzguerilla.de/krise-und-dann-depotabsicherung-fuer-den-ernstfall/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Krise</a>, <a href="https://www.finanzguerilla.de/steuerfreies-gold-mit-euwax-gold-2/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gold</a> und <a href="https://www.finanzguerilla.de/ruerup-rente-versus-etf-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Altersvorsorgen</a> verfasst, wo ich dir meine Meinung zu den Weltuntergangsszenarien aufzeige.<br>Nun soll es heute aber mal speziell um das Konstrukt <strong>ETF-Sparplan</strong> gehen und wie sich das gefühlt überall propagierte Allheilmittel für den Privatanleger in Krisenzeiten schlägt.</p>



<p>Hierzu möchte ich auf einige Kritikpunkte an ETFs eingehen, die ich ebenfalls gefühlt in letzter Zeit häufiger antreffe:<br></p>



<h2 class="wp-block-heading">Kritik 1: ETFs sind neu und haben sich in echten Krisen noch nie bewähren müssen</h2>



<p>Das ist richtig. ETFs gibt es tatsächlich erst seit Anfang der 10er Jahre, sprich etwa ab <strong>2010-2012</strong>. Somit war die <strong>letzte Krise bereits vorüber</strong> und die ETFs haben genau den goldenen Zeitpunkt nach 2009 erwischt, wo es auf breiter Linie nahezu überall aufwärts ging.</p>



<p>Ich gehe daher auch davon aus, dass <a href="https://www.finanzguerilla.de/altersvorsorge/etf/">ETF</a>s bei der nächsten Krise stark unter die Räder kommen.</p>



<p><strong>ABER</strong>: Es zeigt sich in der Vergangenheit, dass sich die Märkte oftmals nach wenigen Jahren wieder erholt haben. Ok, jetzt mag vielleicht wieder das Beispiel Japan kommen. Ich spreche aber von <strong>weltweiten Indices</strong>, wie dem <strong>MSCI World</strong> oder dem <strong>ACWI</strong>. Eben nicht von einem Länderindex wie dem DAX oder Nikkei. In meinen Augen macht es keinen Sinn, in einzelne Länderindices zu investieren.</p>



<p>Wenn ETF, dann global. So zumindest mein Credo, worüber man sicherlich auch diskutieren kann.</p>



<p>Ich glaube nicht an eine Krise, in der es GLOBAL mit den großen Indices (und ihren darin enthaltenen weltweiten <strong>1600-3500 Unternehmen</strong>) dauerhaft <strong>über mehrere Jahre</strong> oder <strong>Jahrzehnte</strong> <strong>abwärts</strong> geht. Selbst eine Stagnation wie in Japan halte ich für sehr unwahrscheinlich.</p>



<p>Also: Ja, ETFs sind neu. Ja, sie haben noch keine schlimme Krise gesehen. Die Indices sind aber älter und existieren teilweise schon seit den 70ern, wie das Beispiel des populären <strong>MSCI World</strong> zeigt. Wenn ein ETF die Indices möglichst genau und vor allem physisch (!) abbildet, sehe ich hier keine Probleme.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kritik 2: Die Renditen von ETFs mit den 7% p.a. sind geschönt</h2>



<p>Auch diesen Einwand kann ich nachvollziehen. Da kann man noch so oft auf <a rel="noreferrer noopener" aria-label="zinsen-berechnen.de (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php" target="_blank">zinsen-berechnen.de</a> seine Strategie abbilden und genau tracken, wann genau die <a rel="noreferrer noopener" label="finanzielle Freiheit (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank">finanzielle Freiheit</a> erreicht ist. Eines ist aber Fakt: Die Zinsen werden nicht wie bei „<em>richtigen</em>“ Zinsen <strong>regelmäßig und planbar</strong> reinkommen. Das Ganze wird schwanken. Und zwar brutal. </p>



<p>Teilweise werden wir mit unserem <strong>ETF-Sparplan</strong> auch ins Minus gehen. Teilweise auch sehr deutlich. Zinsrechner helfen hier nunmal nur bedingt weiter. Sie helfen nämlich nur wenn es um das <strong>Endziel und dessen Definition</strong> geht. Sie helfen aber wenig auf dem Weg dorthin. </p>



<p>ABER: Die <strong>Zins- und Performanceproblematik</strong> ist kein ETF-Problem, sondern generell das Problem bei zinslosen Anlagen wie eben <strong>Aktien als Sachwerte</strong>. Das gilt genauso für <strong>aktiv gemanagte Fonds</strong> oder auch <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-aktien/">Einzelaktien</a>. Selbst die <strong>Dividenden bei Einzelaktien</strong> sind in der Regel nicht linear, sondern können von Jahr zu Jahr und auch währungsbedingt schwanken oder ganz wegfallen.</p>



<p>Alle Sachwerte performen langfristig in einem gewissen Rahmen, eine lineare Zinskurve, um den Erfolg zu tracken, macht aber keinen Sinn.</p>



<p>Wer Zinsen möchte, muss eben in <a href="https://c.trackmytarget.com/xsjlen" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Zinsprodukte (öffnet in neuem Tab)">Zinsprodukte</a>* gehen. Und die sind aktuell ziemlich ausgebombt.</p>



<p>Langfristig sind aber nach wie vor Renditen von den angegebenen <strong>6-9% p.a.</strong> möglich. Diese setzen sich aber aus Jahren mit <strong>hohen Gewinnen</strong> und Jahren mit <strong>hohen Verlusten</strong> <strong>unterm Strich</strong> zusammen, sind daher nicht planbar.</p>



<p>Wer damit nicht umgehen kann, der sollte lieber greifen zu……Hm, ja wozu denn? Richtig. Im Prinzip ist die <strong>Aktienanlage</strong> seit Wegfall der <a href="https://c.trackmytarget.com/xsjlen" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Zinsen (öffnet in neuem Tab)">Zinsen</a>* tatsächlich recht alternativlos. Zumindest für den schlauen Privatanleger.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kritik 3: ETFs eignen sich erst ab einer Laufzeit von 10 Jahren aufwärts</h2>



<p>Hintergedanke dieser Kritik sind die hohen Schwankungen und die Gefahr, tatsächlich mit seinem <strong>ETF über Jahre im Verlust</strong> zu sein und dadurch z.B. seine <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Altersvorsorge</a> zu gefährden. Nunja, ich persönlich sehe ETFs auch als Mittel der Wahl bei Anlagen im <strong>5-Jahres-Zeitraum</strong>. Wieso? Lass es mich erklären:</p>



<p>Mal angenommen der ETF performt ordentlich und macht in einem Jahr <strong>11 % Gewinn</strong>. Was spricht denn dagegen, einen solchen ETF auch mal zu verkaufen, eine kleinere Korrektur abzuwarten und mit dem gleichen Geld mehr Anteile beim Neueinstieg mitzunehmen?</p>



<p>Meiner Meinung nach verbinden die Leute mit den ETFs zu sehr den Gedanken von „<strong>Buy and Hold</strong>“. Das muss aber nicht zwangsläufig so sein. ETFs eignen sich nämlich auch wunderbar als eine Art „<em><strong>Indexzertifikat auf Sondervermögensbasis, jedoch ohne Emittentenrisiko</strong></em>“. Will heißen: Du kaufst dir z.B. einen Dax-ETF bei einem Indexstand von 11.000 Punkte.</p>



<p>Der Index steigt auf 12.000 Punkte. Hier könntest du dann den ETF unkompliziert und durch den Wegfall von <strong>Ausgabeaufschlägen und Rücknahmegebühren</strong> (im Vergleich zu aktiven Fonds) auch halbwegs preiswert einfach wieder verkaufen und deine Gewinne sichern.</p>



<p>Will heißen: Man kann mit ETFs auch wunderbar <strong>Markettiming</strong> betreiben oder sie als <em>Spekulationsobjekte</em> missbrauchen. Ob das sinnvoll ist oder nicht, lasse ich mal dahingestellt.</p>



<p>Also: Ein Anleger ist nicht dazu verdammt, mit seinem ETF und Index<strong> sehenden Auges bei einer Krise mit in den Untergang</strong> zu marschieren. Er kann vorher raus und später wieder rein. Oder er sichert seine bisherigen Gewinne mit einem <strong>Stop Loss</strong> ab oder setzt einen <strong>Trailing Stop Loss</strong> wenn es mal außergewöhnlich gut lief und er im Markt bleiben will. </p>



<p>Wichtig ist dabei nur, später nicht wieder teurer einzusteigen. Dann wäre man nämlich mit Buy and Hold wohl unterm Strich tatsächlich besser gefahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kritik 4: Der Cost-Average-Effekt ist eine Lüge</h2>



<p>Auch hier handelt es sich nicht um eine spezielle Problematik von <strong>ETF</strong>s. Generell eignen sich gängige Angebote (<a rel="noreferrer noopener" aria-label="ETF-Sparplan von Weltsparen (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.weltsparen.de/sparplan/etf-sparplan/" target="_blank">ETF-Sparplan von Weltsparen</a>) in volatilen Zeiten ausgezeichnet. Durch die <strong>Automatisierung</strong> kaufst du monatlich immer für den <strong>gleichen Betrag</strong> Fiat-Geld Fonds- bzw. ETF-Anteile. Wenn der Kurs niedrig ist mehr, wenn der Kurs gestiegen ist, entsprechend weniger.</p>



<p>Viele missverstehen aber den <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/mit-wenig-geld-an-der-boerse-investieren-aktiensparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Cost-Average-Effekt</a></strong> als einen Effekt, der angeblich zu einer <strong>Überrendite</strong> führt. Und das ist schlicht und ergreifend nicht immer so. Er KANN zu einer Überrendite gegenüber dem <strong>Einzelkauf</strong> führen, genauso wie zu einer <strong>Unterrendite</strong>. Studien haben sogar inzwischen finanzmathematisch nachgewiesen, dass ein Anleger mit einem Einmalinvestment meistens leicht besser abschneidet.</p>



<p>Dennoch rate auch ich immer zum ETF-Sparplan, denn: Er ist automatisiert, beruhigt die Nerven und zwingt zum Sparen. Und da viel an der <strong>Börse Psychologie</strong> ist, ist dies schonmal sehr sehr viel wert.  </p>



<p>Also: Nein, der <strong>Durchschnittskosteneffekt ist keine Lüge</strong>, diesen Effekt gibt es mathematisch tatsächlich. Eine Lüge ist lediglich, dass man mit dem CAE <strong>automatisch besser</strong> abschneidet, als wenn man das Geld auf einmal investiert. Oder in dem Missvertändnis, wonach der COA eine spezielle Investmentstrategie darstellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit zum ETF-Sparplan:</h2>



<p>Unter dem Strich bleibt abzuwarten, wie sich die „neuen“ ETFs in der Krise schlagen werden. Ich persönlich freue mich auch auf diesen Lerneffekt, wenngleich er sehr schmerzhaft sein wird. </p>



<p>Dass man damit sein Geld <strong>komplett verliert</strong>, halte ich jedoch für nahezu ausgeschlossen. Auch dass ETFs einfach <strong>liquidiert</strong> werden, sehe ich gelassen. Die von mir immer <strong>empfohlenen globalen Schlachtschiffe</strong> haben mittlerweile so viele Anlegergelder gesammelt, sodass eine Schließung aufgrund fehlender Lukrativität eher unwahrscheinlich sein dürfte.</p>



<p><strong>Cost-Average-Effekt</strong> hin oder her, ich bin dennoch Befürworter von der Lösung als <strong>ETF-Sparplan</strong>. Zum Einen muss man sich nicht groß kümmern, zum Anderen erwischt man ja sogar vielleicht eine größere Krise, während derer man dann jeden Monat günstiger mehr Anteile erwirbt.</p>



<p><strong>Wie stehst du zum ETF-Sparplan? Nutzt du einen solchen zur Altersvorsorge oder zum Vermögensaufbau?</strong></p>
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		<title>Sollte ich meine Riester-Rente oder meine Lebensversicherung verkaufen?</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/sollte-man-riester-rente-lebensversicherung-verkaufen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jul 2017 17:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
		<category><![CDATA[ETF-Sparplan]]></category>
		<category><![CDATA[fondsgebundene Rentenversicherung kündigen]]></category>
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		<category><![CDATA[rentenversicherung kündigen]]></category>
		<category><![CDATA[Riester Rente kündigen]]></category>
		<category><![CDATA[Rürup-Rente]]></category>
		<category><![CDATA[steuerliche förderung]]></category>
		<category><![CDATA[Vanguard FTSE All-World UCITS ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Versicherung kündigen]]></category>
		<category><![CDATA[Welt-ETF als Altersvorsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sollte man bei den Niedrigzinsen die Lebensversicherung verkaufen? Eines vorweg: Ich mache hier in dem Artikel keine Anlageberatung und sage dir daher auch nicht, ob und wie du meiner Meinung nach handeln solltest. Jeder Fall ist individuell zu betrachten, Patentrezepte und Pauschalaussagen sind nicht immer auf alle zutreffend. Was ich aber nachfolgend mache: Ich schildere...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Sollte man bei den Niedrigzinsen die <strong>Lebensversicherung verkaufen</strong>? Eines vorweg: Ich mache hier in dem Artikel keine Anlageberatung und sage dir daher auch nicht, ob und wie du meiner Meinung nach handeln solltest.</p>



<p>Jeder Fall ist individuell zu betrachten, Patentrezepte und Pauschalaussagen sind nicht immer auf alle zutreffend. Was ich aber nachfolgend mache: Ich schildere dir meine eigenen Erfahrungen und die Schlussfolgerungen, die ich für mich gezogen habe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Ausgangssituation</h2>



<p>Unabhängig von meinem direkten Engagement an der Börse, hatte das Thema <strong>Altersvorsorge</strong> für mich schon immer einen großen Stellenwert. Zwar war der Stellenwert nicht sooo groß, dass ich dem alles andere untergeordnet hätte, dennoch war mir schon von Beginn meiner beruflichen Karriere an klar, dass ich im Alter mit weniger „Gehalt“ auskommen muss als heute.</p>



<p>Zudem war mir klar, dass ich mich nicht alleine auf die staatlichen Sicherungssysteme verlassen kann und will. Im übrigen halte ich es sowieso<strong> nicht für die Aufgabe des Staates, für eine auskömmliches Leben seiner Bürger zu sorgen</strong>, das ist aber ein anderes Thema. Auch habe ich keinerlei <a href="https://www.finanzguerilla.de/aktien-und-moral/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">moralische Probleme beim Investieren in Aktien</a>.</p>



<p>Es wird also eine Lücke geben, ob ich will oder nicht. Damit diese Lücke nicht zu einer Verringerung meines Lebensstandards führt, <em>muss</em> ich also handeln. Eigenverantwortung war gefragt. Auf <a href="https://www.finanzguerilla.de/rente-mit-77/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Versprechungen des Staates</a> gebe ich da nämlich nicht viel.</p>



<p>Was ich dann in den Folgejahren (Anfang der 20er) für mich und meinen Lebensabend abgeschlossen habe:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Bausparvertrag</strong>, damals mit <strong>3 Prozent</strong> verzinst</li>



<li><strong>Kapitalbildenden, fondsgebundene Rentenversicherung</strong> (mit Kapitalwahlrecht in einer Summe oder monatlicher Auszahlung zum Renteneintritt)</li>



<li><strong>Fondsgebundene Riester-Rente</strong> (unter Hinzuziehung vermögenswirksamer Leistungen des Arbeitgebers)</li>
</ul>



<p>Ich war also eigentlich gut aufgestellt fürs Alter. Dachte ich. Doch nachdem ich meine Kompetenzen in Sachen <strong>Finanzen</strong> ausgebaut hatte, kamen mir immer mehr Zweifel, ob meine Lösungen auch wirklich effizient und sinnvoll sind und mir auch die größtmögliche <strong>Rendite fürs Alter</strong> bringt. Letztendlich fiel meine Antwort mit NEIN recht eindeutig aus.</p>



<p>Also ergriff ich seit Ende meiner 20er bis zum Jahr 2016 folgende Maßnahmen, die ich dir dann auch gleich begründe (wie gesagt aus sehr subjektiver Sicht).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Riester-Rente kündigen</h2>



<p>Ja, die Zulage von <strong>154 Euro</strong> im Jahr war nett. Danke Vater Staat, dass du mich wiedermal so gut versorgst und mich von jeglicher Eigenverantwortung frei sprichst. Aber wie so oft bei staatlich subventionierten Dingen, hat die Sache auch einen Haken: Das Produkt meiner Riester-Rente war mit <strong>hohen Gebühren</strong> versehen, die jährlich an meiner Rendite geknabbert haben.</p>



<p>Zudem steckte nur ein schwacher &#8222;Motor&#8220; in meiner Riester, weshalb sie dauerhaft auch nie wirklich gut hätte performen können &#8211; <strong>nach Kosten und Gebühren</strong>.</p>



<p>Zudem war das Geld durch die vertraglichen Förderungen wenig flexibel und im Prinzip &#8222;gebunden&#8220;. Zwar war meine Riester-Rente in Form eines <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/">Aktienfonds-Sparplanes</a> konstruiert, dadurch grundsätzlich schonmal gar nicht schlecht und vermutlich besser als so manche &#8222;normale&#8220; konservative <strong>Lebensversicherung</strong>.</p>



<p>Dennoch lag dem Produkt ein <strong>aktiv gemanagter Aktienfonds</strong> zugrunde, der natürlich Gebühren kostet. Neben einem Ausgabeaufschlag für den Fonds, lagen auch die laufenden Managementgebühren des Fonds bei knapp <strong>1,5 bis 2 Prozent pro Jahr</strong>. Freilich das musste ich mir alles selbst heraussuchen und aktiv mit anderen Fonds oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-etf/">ETF</a>s vergleichen.</p>



<p>Inzwischen weiß ich: Laufende Gebühren und immer wiederkehrende Kosten sind Gift für einen effizienten <strong>Vermögensaufbau fürs Alter</strong>.</p>



<p>Die <strong>Riester-Rente</strong> wurde also <strong>gekündigt</strong> und schon da zeigte sich auch die Schattenseite staatlicher Subventionierung: Die <strong>Zulagen</strong> durfte ich allesamt an den <strong>Staat zurückzahlen</strong>. Danke auch. Unter dem Strich hatte ich über die Jahre also lediglich einen <strong>aktiv gemanagten Aktienfonds</strong> am Laufen, der möglicherweise ganz ordentlich lief, aber auch hohe laufende Gebühren mit sich brachte, aufgrund des Etikettes &#8222;Riester-Rente&#8220;. Unterm Strich natürlich viel zu teuer im Nachhinein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bausparvertrag kündigen</h2>



<p>Mit Aufkommen der Niedrig- und Negativzinsen um die <strong>Finanzkrise 2008</strong> herum trennte ich mich auch von meinem <strong>lange laufenden Bausparvertrag</strong> nach Ablauf der <strong>7-jährigen Ansparzeit</strong>. Auch hier hatte ich irgendwie das Gefühl, dass ich mit angezogener Handbremse Richtung Altersvorsorge unterwegs bin und das Geld <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">anderweitig sinnvoller für mich arbeiten könnte</a>. Ich wollte also den Turbo, statt der Schnecke. Von Zielen wie der <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">finanziellen Freiheit</a> hatte ich damals noch keinen Schimmer.</p>



<p>Trotzdem wurde der Bausparvertrag gekündigt und das erhaltene Guthaben am <strong>Aktienmarkt investiert</strong>. In der Anfangszeit zugegeben mehr schlecht als recht und mit hohem Lehrgeld.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Lebensversicherung verkaufen</h2>



<p>Der letzte Schritt meiner persönlichen „Rentenoptimierung“ erfolgte im <strong>Herbst 2016</strong>. Da kündigte ich meine kapitalbildende <strong>fondsgebundene Rentenversicherung</strong> nach einer Laufzeit von über 12 Jahren. Wieso betone ich die <strong>12 Jahre</strong>? Nunja. Das Schöne war: Der Vertrag war ein Altvertrag von <strong>vor 2005</strong>, das heißt, ich habe die gesamte Summe nach Ablauf von 12 Jahren <em><strong>steuerfrei</strong></em> ausbezahlt bekommen.</p>



<p>Eine kleine aber feine Rendite habe ich zudem gemacht. Zu den Unterschieden vor/nach 2005 siehe die Grafik im Artikel von Focus-Online.</p>



<p>Wieso genau habe ich die Rentenversicherung gekündigt? Auch hier war &#8222;Rendite&#8220; das Zauberwort. Immerhin sind solche Rentenversicherungen oft so konstruiert, dass die Versicherungen in den Anfangsjahren <strong>kaum Rendite</strong> machen, da die Gebühren abgezogen werden. Für einen 40 Jahre laufenden Vertrag zahlst du im <strong>4-stelligen Bereich Abschlussgebühren</strong>, die oft und gerne verschwiegen werden oder zumindest gut im Kleingedruckten versteckt sind.</p>



<p>Diese <strong>Abschlussgebühren</strong> sind per se nicht schlimm, aber das Produkt sollte halt auch entsprechend liefern und nicht nur versprechen. Und hieran mangelt es vielen dieser Produkte. Wenn diese im Schnitt <strong>4% p.a</strong>. machen, aber <strong>auf 40 Jahre</strong> gesehen möglicherweise <strong>6% p.a.</strong> möglich wären mit Produkten die effizienter und günstiger sind, wieso dann nicht lieber diese wählen?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mangelnde Rendite</h3>



<p>Das heißt die Versicherung zahlt zuerst mal sich selbst und erst dann kommt der Anleger in den Genuss des erwirtschafteten Gelds. In den grünen Bereich kommen die Versicherungen oft erst nach mehreren Jahren.<br>Zudem zahlen diese Versicherungen wie der Name schon sagt erst nach Erreichen einer speziellen Altersgrenze.</p>



<p>Vorher hat der Anleger in der Regel nichts von der Versicherung. Sich <strong>über 40 Jahre</strong> an einen Vertrag zu binden war schlicht keine Option mehr für mich. Daher habe ich schon vor Abschluss der Versicherung auch die Variante einer <strong>Kapitalauszahlung in einer Summe</strong> gewählt. Wer weiß wie viele Jahre man <strong>nach 63 überhaupt noch lebt</strong> und etwas von dem Geld hat?</p>



<p>Aber am ärgerlichsten waren für mich die hohen Gebühren und die Abzüge, die direkt auf die Rendite durchschlugen. Selbst wenn ich den Vertrag hätte ruhen lassen (also keine weiteren Raten mehr gezahlt hätte), wären die Gebühren jedes Jahr fällig gewesen. Wenn ich mir retrograd vorstelle, wieviel Rendite ich in <strong>12 Jahren</strong> mit einer <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">anderen Strategie</a> hätte machen können, könnte es mir schon schwindelig werden.</p>



<p>Diese Zeit hätte dazu gereicht, schon einen riesen Schritt Richtung <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">finanzieller Freiheit</a> zu machen oder sie sogar zu erreichen. Hätte, hätte Fahrradkette. Vorbei ist&#8217;s, Vergangenheit. Daher den Blick ab ab Richtung Zukunft. Und ein paar Jährchen Zeit zum Gas geben habe ich ja auch noch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine Strategie heute</h2>



<p>Zugegebenermaßen fahre ich heute <strong>ziemliches Risiko</strong> bei meiner <a href="https://www.finanzguerilla.de/altersvorsorge/">Altersvorsorge</a>. So mancher Versicherungsmakler würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen angesichts meiner <strong>hohen Aktienquote</strong> und wieder mit diesen typischen „<em>Was wäre wenn…</em>“-Argumenten oder dem allseits beliebten „globalen <a href="https://www.finanzguerilla.de/krise-und-dann-depotabsicherung-fuer-den-ernstfall/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Finanzcrash</a>“ kommen. Ohne Risiko gibt es nunmal auch keine Rendite, das weiß ich inzwischen.</p>



<p>Ich betone hier aber nochmal, dass die nachfolgende Strategie nur meine eigene ganz <strong>individuelle</strong> ist. Sie muss nichts für dich sein, ja kann sogar schädlich für dich sein. Außerdem ist nicht in Stein gemeißelt, dass die Strategie auch dauerhaft so bleibt oder nicht in Nuancen geändert oder ergänzt wird (z.B. um eine <strong>Risiko-Lebensversicherung</strong> bei <a href="https://www.finanzguerilla.de/depot-fuer-kinder-steuerfrei-ins-erwachsenenalter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nachwuchs</a> etc.).</p>



<p>Aber Ziel ist es zunächst mal, die Strategie die <strong>nächsten Jahre und Jahrzehnte</strong> so weiterlaufen zu lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine Vorsorgestrategie:</h2>



<h3 class="wp-block-heading">1) ETF-Sparpläne, monatlich bespart &#8211; Zielrichtung: Zielgerichteter Vermögensaufbau</h3>



<p>Dadurch habe ich mir einen stark diversifizierten „<strong>Kern</strong>“ meiner Altersvorsorge geschaffen. Die <strong>ETFs</strong> können über meinen Online-Broker teilweise sogar <strong>kostenlos bespart</strong> werden. Es gibt also keinerlei Kaufgebühren. <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ein ETF deckt die gesamte Welt</a> nach Kapitalisierung gewichtet ab.</p>



<p>Als Indices folge ich den möglichst globalen. Der <strong>MSCI World</strong> beinhaltet Aktien von knapp <strong>1600 Unternehmen</strong> weltweit, der <strong>FTSE All-World</strong> über <strong>3000</strong>. Eine größere Risikostreuung meines Geldes ist fast nicht vorstellbar. Durch den kleineren Anteil der <strong>Emerging Markets</strong> profitiere ich zudem langfristig von relativ guten Wachstumschancen der <strong>Schwellenländer</strong>.</p>



<p>Auch wenn die USA irgendwann einmal ihre Vorherrschaft verlieren, hat dies für meinen globalen ETF lediglich die Auswirkung, dass er den US-Anteil senkt und andere Staaten mehr gewichtet.</p>



<p><strong>ETFs</strong> die ich hierfür ganz gut finde, habe ich dir <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> in einer Übersicht zusammengefasst.</p>



<p>Das Verhältnis von 70/30 (<strong>World</strong>/ <strong>Emerging Markets</strong>) orientiert sich an den modernen wissenschaftlichen Portfolio-Theorien. Unter anderem nachzulesen im „<a rel="noopener noreferrer" href="http://amzn.to/2tC6Ous" target="_blank">Kommer</a>“*. Ich selbst habe einen <strong>einzigen Welt-ETF</strong> ohne Rebalancing hierfür genutzt. Statt 70:30 also 90:10.</p>



<p>Auf <strong>aktives Rebalancing</strong> verzichte ich aber bewusst. Diese ETFs sollen nämlich komplett passiv laufen. Alternativ habe ich damals auch mit dem Gedanken gespielt, den <a rel="noopener noreferrer" href="https://www.arero.de/" target="_blank">ARERO</a> (<strong>A</strong>ktien <strong>Re</strong>nten <strong>Ro</strong>hstoffe) als meinen Kern zu wählen, bin aber aufgrund meiner Skepsis gegenüber Rohstoffen dann doch bei den reinen weltweiten <strong>Aktien-ETFs</strong> geblieben.</p>



<p>Dabei hätte der <strong>ARERO</strong> auch das Rebalancing für mich übernommen, jedoch zu etwas höheren Gebühren (ca. <strong>0,5 % p.a.</strong>). Diese sind meiner Meinung nach aber dennoch völlig in Ordnung.</p>



<p>Die Philosophie des ARERO basiert auf dem Buch &#8222;<a rel="noopener noreferrer" href="http://amzn.to/2sETqBs" target="_blank">Genial einfach investieren</a>&#8222;* von <strong>Martin Weber</strong>. Der Fonds scheint ganz gut zu sein und beinhaltet ein <strong>komplettes Welt-Portfolio</strong>. Ich selbst wollte nur in Aktien gehen, daher habe ich ihn erstmal nicht ins Portfolio genommen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Und der Crash?</h4>



<p>Sollte es einmal zum <strong>Einbruch an den Finanzmärkten</strong> kommen, kaufe ich durch den Sparplan-Effekt billiger mehr Stücke nach. Das federt etwas ab und beschleunigt den Turnaround wenn es wieder nach oben geht. Meine <strong>„Panik“ bei fallenden Kursen</strong> sollte sich so in Grenzen halten, auch bei längeren Phasen einer Baisse.</p>



<p>Vielleicht freue ich mich sogar bei dem nächsten großen Crash, wer weiß. Daher habe ich auf sicher geltende Anlagen als Beimischung (<strong>Renten</strong>) vorerst verzichtet.</p>



<p>Zum Thema laufende Kosten: Im Gegensatz zu meiner <strong>Riester-Rente</strong> (aktiver Fonds) und meiner gekündigten Lebensversicherung, verursachen meine ETFs zusammen Gebühren von nur <strong>0,25 &#8211; 0,5 % pro Jahr</strong>. </p>



<p>Ich bin mir im Klaren darüber, dass ich im Falle von angesparten <strong>200.000 Euro</strong> zum Beispiel <strong>500-1000 Euro Gebühren pro Jahr</strong> an die ETF-Gesellschaft bezahle. Dafür nehme ich aber ja auch eine Dienstleistung in Anspruch, also für mich völlig ok.</p>



<p>Nichtsdestotrotz partizipiere ich durch die ETFs langfristig auch optimal an den globalen Aktiengewinnen von im Schnitt <strong>7-9 Prozent pro Jahr</strong>. Schwankungen hin oder her. Ob ich nun <strong>8 Prozent Rendite pro Jahr</strong> oder „nur“ 7,5 Prozent (8%-0,5%) mache, ist mir dann doch relativ egal.</p>



<p>Vermutlich würde ich mit einem <strong>aktiv gemanagten Fonds</strong> noch mehr an Gebühren bezahlen und <a href="https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/fonds-etf/indexfonds-aktiv-gemanagte-fonds-enttaeuschen/8941324-2.html?ticket=ST-1723302-zD1ZcfoLC1h5PXYtyKpu-ap2" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="nicht wirklich besser abschneiden (öffnet in neuem Tab)">nicht wirklich besser abschneiden</a>, aber das ist ein anderes Thema.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2) Einzelaktien-Depot, Sparplan/Einzelkäufe &#8211; Zielrichtung: Passives Einkommen generieren (Dividende)</h3>



<p>In meinem Depot finden sich die typischen <strong>Dividenden-Aristokraten</strong>, Titel aus dem <strong>DAX</strong>, aus den <strong>USA</strong>, <strong>Großbritannien</strong>, <strong>China</strong> und der <strong>Schweiz</strong>. Zielrichtung ist hier das Schaffen und Skalieren eines <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Passiven Einkommens</a> durch Dividenden. Der Cashflow aus diesen Einnahmen soll langfristig meine Rente ergänzen.</p>



<p>Sollte es ganz außergewöhnlich gut laufen, könnte dieses Depot auch zur <strong>finanziellen Freiheit</strong> führen, was ja mein übergeordnetes <a rel="noopener noreferrer" href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank">Langzeit-Ziel</a> darstellt.</p>



<p>Das wäre dann der Fall, wenn ich alleine <strong>von meinen Dividenden-Einkünften leben könnte</strong> bzw. ich so viele Dividenden bekomme, wie ich als aktuelles Gehalt beziehe.</p>



<p>Im Vergleich zu der <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF-Strategie</a> hat diese Strategie mehr Risiko, da ich <em><strong>aktives Stock-Picking</strong></em> betreibe. Dafür bereitet sie mir aber auch wesentlich mehr Spaß als nur „langweilig“ <strong>passiv in ETF</strong> zu investieren. Durch das Augenmerk auf Dividende sollten mich auch hier die höheren Kursschwankungen der <a href="https://www.finanzguerilla.de/aktien-eine-frage-des-alters/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Einzelaktien</a> weiter nicht stören.</p>



<p>Es geht daher im Grunde auch nicht darum, den <strong>Index zu schlagen</strong>, das würde ich vermutlich ohnehin nicht schaffen, <a rel="noopener noreferrer" href="http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/investmentfonds-manager-86-prozent-verfehlen-ihre-benchmark-a-1083401.html" target="_blank">wenn selbst professionelle Fonds-Verwalter daran scheitern</a>.</p>



<p>Das einzige Alptraum-Szenario: Die Pleite von einzelnen Firmen, was den Totalverlust dieser Position in meinem Depot bedeuten würde. Da ich aber fast nur <strong>Global Player</strong> im Depot habe, sollte das Risiko halbwegs überschaubar sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3) Immobilie &#8211; Passives Einkommen generieren (Mieteinnahmen)</h3>



<p>Dritte Säule meiner persönlichen Altersvorsorge ist <a href="https://www.finanzguerilla.de/immobilien-mieten-oder-kaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vermietetes Wohneigentum</a>. Auch die <strong>langfristigen Mieteinnahmen</strong> bieten eine gute Grundlage für <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passives Einkommen</a> und eine Absicherung im Alter. Wobei <em>passiv</em> hier relativ ist. Wirklich passiv sind nur Aktien und ETF-Renditen. Bei <a href="https://www.finanzguerilla.de/immobilien/">Immobilien</a> müssen Mieter gefunden, die Abrechnung erstellt und <strong>Reparaturen durchgeführt</strong> und bezahlt werden.</p>



<p>Dafür bieten sie aber in der Anfangszeit auch einen <strong>guten Hebel</strong>, weil nur relativ wenig Eigenkapital und viel Fremdkapital benutzt wird.</p>



<p><strong>Immobilien als Geldanlage</strong> sind ja recht umstritten in der Finanzwelt, aber sie gehören für mich durchaus dazu. Sie sind zwar in der <strong>Gesamt-Performance vermutlich den Aktien unterlegen</strong>, aber zur Asset-Streuung mehr als geeignet.</p>



<p>Außerdem tut es verdammt gut zu wissen, dass man im Alter selbst wieder in seine Wohnung einziehen könnte und dann für immer <em>mietfrei</em> (wenn die Wohnung abbezahlt ist) wohnt. Immerhin sind auch <strong>wegfallenden monatliche Fixkosten eine Art von Rente</strong>. Auch zum Thema <a href="http://amzn.to/2sERyZu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mieten oder Kaufen</a>* hat sich Gerd Kommer lesenswert geäußert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">4) Rürup-Rente</h3>



<p>Waaaas? Dein Ernst? Ja, mein Ernst. Es gibt tatsächlich mittlerweile ganz gute Lösungen von Rürup-Renten, die sogar auf <strong>ETF-Basis</strong> funktionieren. Als <strong>hartz4- und pfändungssicherer Grundschutz</strong>, kann eine <strong>Rürup-Rente</strong> tatsächlich &#8211; insbesondere für <strong>Selbstständige</strong> und <strong>Besserverdiener</strong> &#8211; durchaus Sinn machen. So kann man z.B. die eingezahlten Beiträge bis zu einer Höhe von aktuell <strong>23.000 Euro</strong> von der <strong>Steuer absetzen</strong>, was einen zusätzlichen Hebel darstellt.</p>



<p>Aktuell habe ich aber noch keine abgeschlossen und kämpfe noch immer mit mir.</p>



<p>Einschränkung: Mit der <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/ruerup-rente-versus-etf-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rürup</a></strong> befindest du dich in der <strong>1. Schicht der Altersvorsorge</strong>, somit in der gleichen Schicht wo auch die <strong>gesetzliche Grundrente</strong> anzusiedeln ist. Das hat die Folge, dass du im Alter dein Geld lediglich als <strong>laufende Rente</strong> (sog. <em>Leibrente</em>) ausbezahlt bekommen kannst. </p>



<p>Eine Auszahlung <strong>in einer Summe ist nicht möglich</strong>. Auch wenn du stirbst, kann dein Geld futsch sein, wenn du nicht noch (teurere) Zusatzklauseln für <strong>deine Angehörigen abgeschlossen</strong> hast.</p>



<p>Dafür kannst du deine monatlichen Rürup-Beiträge <strong>bis zu einer Summe von derzeit um die 23.000 Euro</strong> von der Steuer absetzen. Durch die Steuerersparnis und die durchaus nicht zu verachtende Rendite einer 70/30 ETF-Lösung (siehe oben) in einer Rürup, kann sich eine <strong>sehr ordentliche monatliche Rente zusammenläppern</strong>.</p>



<p>Aber wie auch bei der <strong>Riester</strong> gilt auch bei der <strong>Rürup</strong>: Es ist und bleibt Geschmacksache, ob man staatlich geförderte Lösungen haben möchte oder nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Wie du siehst, gehe ich bei meiner <strong>Altersvorsorge</strong> einen etwas anderen Weg als ihn der Mainstream beschreitet und von „Experten“ empfohlen wird. Die meisten Deutschen verlassen sich wohl noch immer auf ihre <strong>Renten- oder Lebensversicherung</strong>, was ja auch völlig in Ordnung ist. </p>



<p>Aber ihnen sollte zumindest bewusst sein, dass die erwartete Renditen eher mickrig sein werden und das Thema <strong>Altersarmut</strong> wohl noch nicht ganz abgehakt sein dürfte. Ärgerlich wenn das böse Erwachen erst im Alter kommt, wenn man mehr Geld dringend bräuchte.</p>



<p>Dass ich mich inzwischen <strong>selbst um eine Finanzen kümmere</strong> ist für mich glasklar und logisch. Ich denke dass meine Strategie langfristig auch Früchte tragen wird. Bereits Heute habe ich ja schon einen stetigen <strong>Cashflow durch die Dividende</strong>. Ich sehe also schon, dass meine Vorsorge etwas nützt und funktioniert, im HIER und JETZT.</p>



<p>Das ist bei anderen Lösungen der Versicherungsbranche oftmals leider nicht gegeben. Hier droht im schlimmsten Falle nach 40 Jahren &#8211; wenn abgerechnet wird &#8211; ein grausiges Erwachen.</p>



<p>P.S.: Worauf ich in diesem Artikel nicht eingegangen bin, sind Dinge wie Tagesgeld (<a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzieller-schutz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">finanzieller Schutz</a>) und weitere Investments die ich tätige (<a href="https://www.finanzguerilla.de/p2p-kredite/">P2P</a>, <a href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-ich-aktuell-vermehrt-cfd-trading-betreibe/">CFD</a> (sehr selten), <a href="https://www.finanzguerilla.de/private-equity/">Private Equity</a> etc.). Ich unterscheide ganz genau zwischen <em>Altersvorsorge</em> und <em>Vermögensaufbau/Investieren</em>.</p>



<p>Alles oben Genannte ist für mich <strong>Altersvorsorge</strong>, der Rest ist <strong>Investieren und Kapitalaufbau</strong>. Oder würdest du deine Altersvorsorge in die Hände eines Peer-to-Peer-Marktplatzes geben?! Ich nicht.</p>



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<p><strong>Wie sieht denn deine eigene Altersvorsorge aus? Hast Du Versicherungsprodukte abgeschlossen?</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/sollte-man-riester-rente-lebensversicherung-verkaufen/">Sollte ich meine Riester-Rente oder meine Lebensversicherung verkaufen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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