<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>ETF: Alles über ETFs. Strategien, Merkmale, Varianten | FinanzGuerilla.de</title>
	<atom:link href="https://www.finanzguerilla.de/altersvorsorge/etf/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.finanzguerilla.de/altersvorsorge/etf/</link>
	<description>Finanzen, Wirtschaft und Lifestyle - Finanzblog</description>
	<lastBuildDate>Thu, 27 Aug 2026 10:30:38 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1</generator>

<image>
	<url>https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2025/11/cropped-Finanzguerilla_Logo-FB-32x32.jpg</url>
	<title>ETF: Alles über ETFs. Strategien, Merkmale, Varianten | FinanzGuerilla.de</title>
	<link>https://www.finanzguerilla.de/altersvorsorge/etf/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>4.000 Euro netto Ausschüttung im Monat – wie groß muss das Depot sein?</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/4000-euro-netto-ausschuettung-im-monat-wie-gross-muss-das-depot-sein/</link>
					<comments>https://www.finanzguerilla.de/4000-euro-netto-ausschuettung-im-monat-wie-gross-muss-das-depot-sein/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 10:26:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[4.000 Euro Dividende]]></category>
		<category><![CDATA[A40FFF Ausschüttungsrendite]]></category>
		<category><![CDATA[Ausschüttungsdepot]]></category>
		<category><![CDATA[Dividenden Depot]]></category>
		<category><![CDATA[Dividendenstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[ETF Ausschüttungen]]></category>
		<category><![CDATA[JPMorgan A40FFF]]></category>
		<category><![CDATA[monatliche Ausschüttung ETF]]></category>
		<category><![CDATA[passives Einkommen Depot]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.finanzguerilla.de/?p=6094</guid>

					<description><![CDATA[<p>Stand: 27. August 2026. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. 4.000 Euro netto jeden Monat aus dem eigenen Depot zu erhalten, klingt für viele Anleger zunächst nach einem sehr ambitionierten Ziel. Tatsächlich ist es aber vor allem eine Rechenaufgabe: Wie viel Kapital ist vorhanden, welche Ausschüttungsrendite...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/4000-euro-netto-ausschuettung-im-monat-wie-gross-muss-das-depot-sein/">4.000 Euro netto Ausschüttung im Monat – wie groß muss das Depot sein?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<pre class="wp-block-verse">Stand: 27. August 2026. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar.</pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>4.000 Euro netto</strong> jeden Monat aus dem eigenen Depot zu erhalten, klingt für viele Anleger zunächst nach einem sehr ambitionierten Ziel. Tatsächlich ist es aber vor allem eine Rechenaufgabe: Wie viel Kapital ist vorhanden, welche <strong>Ausschüttungsrendite</strong> lässt sich realistisch erzielen und wie viel davon bleibt nach Steuern übrig?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf das Jahr gerechnet entspricht das Ziel <strong>48.000 Euro netto</strong>. Entscheidend ist deshalb nicht, ob ein ETF einmal eine besonders hohe Ausschüttung zahlt, sondern ob das gesamte Konzept <strong>langfristig tragfähig</strong> ist. Ein Depot für laufendes Einkommen sollte idealerweise mehrere Ziele gleichzeitig erfüllen: Es soll ausreichend <a href="https://www.finanzguerilla.de/cashflow-quadrant-rich-dad-poor-dad-rezension/" data-type="post" data-id="4963">Cashflow</a> erzeugen, breit diversifiziert bleiben, nicht von wenigen Einzelwerten abhängen und möglichst auch nach Inflation noch Vermögen erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau hier liegt die Herausforderung. Ein klassisches Welt-ETF-Depot ist hervorragend geeignet, um langfristig Vermögen aufzubauen. Die Ausschüttungsrendite liegt aber typischerweise deutlich niedriger als die 8, 10 oder sogar 11 Prozent, die manche einkommensorientierten Strategien ausweisen. Wer ausschließlich von Dividenden leben möchte, benötigt daher entweder sehr viel Kapital oder eine bewusst höhere Ausschüttungsrendite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine interessante Möglichkeit für die Einkommensphase sind deshalb sogenannte Premium-Income-ETFs. Ein Beispiel ist der JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income Active UCITS ETF mit der WKN A40FFF. Er kombiniert Aktienengagement mit einer Optionsstrategie und zielt damit auf laufende Erträge.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die wichtigste Rechnung: 48.000 Euro netto pro Jahr</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Schritt ist simpel. 4.000 Euro netto pro Monat entsprechen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">4.000 Euro × 12 = 48.000 Euro netto pro Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit lässt sich bestimmen, wie groß ein Depot bei einer bestimmten Ausschüttungsrendite sein müsste. Die entscheidende Frage lautet allerdings: Ist die angegebene Rendite bereits netto oder brutto?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem deutschen Privatanleger fallen auf Kapitalerträge grundsätzlich Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag an. Bei Aktien-ETFs kann außerdem die Teilfreistellung berücksichtigt werden, wenn die steuerlichen Voraussetzungen erfüllt sind. <em>Bei einem ETF mit 30 Prozent Teilfreistellung wird nicht der gesamte Ertrag besteuert</em>. Die konkrete Steuerbelastung hängt jedoch von der persönlichen Situation, dem Freistellungsauftrag, bereits genutztem Sparer-Pauschbetrag und der steuerlichen Behandlung des jeweiligen Fonds ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine überschlägige Planung rechne ich deshalb mit einer effektiven Belastung von rund 18,46 Prozent auf einen Aktien-ETF-Ertrag nach Berücksichtigung einer 30-prozentigen Teilfreistellung, ohne Kirchensteuer und vor Berücksichtigung eines eventuell noch verfügbaren Sparer-Pauschbetrags. Das ist eine Modellrechnung, keine Steuerberatung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dieser Annahme muss das Depot brutto etwa 58.900 Euro pro Jahr ausschütten, damit ungefähr 48.000 Euro netto verbleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie viel Kapital braucht man bei verschiedenen Ausschüttungsrenditen?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die folgende Tabelle zeigt, wie stark die notwendige Depotgröße von der Ausschüttungsrendite abhängt. Dabei wird mit 48.000 Euro Nettoziel pro Jahr und der oben beschriebenen Modellbesteuerung gerechnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">3 Prozent Ausschüttungsrendite: rund 1,96 Millionen Euro Depot<br>4 Prozent: rund 1,47 Millionen Euro<br>5 Prozent: rund 1,18 Millionen Euro<br>6 Prozent: rund 981.000 Euro<br>8 Prozent: rund 736.000 Euro<br>10 Prozent: rund 589.000 Euro<br>11 Prozent: rund 535.000 Euro</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis zeigt sehr deutlich, warum <strong>hohe Ausschüttungsrenditen</strong> für Anleger mit einem festen monatlichen Einkommensziel interessant sein können. Zwischen einem Depot mit <strong>3 Prozent</strong> und einem Depot mit <strong>11 Prozent Ausschüttungsrendite</strong> liegt beim benötigten Kapital mehr als 1,4 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings darf man die Rechnung nicht mit einer Renditegarantie verwechseln. Eine hohe Ausschüttungsrendite ist nicht automatisch eine hohe Gesamtrendite. Gerade bei <a href="https://www.finanzguerilla.de/covered-call-etfs-garantierte-verluste/" data-type="post" data-id="5705" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Optionsstrategien</a> kann ein Teil des Ertragspotenzials über laufende Prämien in den Anleger zurückfließen, während gleichzeitig ein Teil der Kurssteigerungen des zugrunde liegenden Aktienmarktes aufgegeben werden kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>JPMorgan A40FFF: Der interessante Baustein für hohe Ausschüttungen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income Active UCITS ETF (WKN A40FFF) ist für die Betrachtung eines einkommensorientierten Depots besonders interessant. Der ETF verfolgt eine aktive Premium-Income-Strategie auf den Nasdaq-100-Index und schüttet <strong>monatlich</strong> aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausschüttungsrendite kann deutlich über der eines klassischen Welt- oder Nasdaq-100-ETFs liegen. Für die Planung dieses Artikels wird – entsprechend der aktuellen Zielannahme – mit rund <strong>11 Prozent Ausschüttungsrendite </strong>gerechnet. Wichtig ist dabei: Diese Zahl ist keine Garantie für die Zukunft und kann sich von Jahr zu Jahr erheblich verändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da insbesondere die Einnahmen aus den Optionsstrategien schwanken, kann auch über die Jahre die Ausschüttungshöhe dieser ETFs enorm schwanken &#8211; insbesondere bei Crashs. Siehe hierzu auch meinen Artikel zu den <a href="https://www.finanzguerilla.de/covered-call-etfs-garantierte-verluste/" data-type="post" data-id="5705" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Covered Calls</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der entscheidende Punkt ist die Konstruktion. J.P. Morgan kombiniert ein Aktienportfolio mit dem Verkauf von Call-Optionen auf den zugrunde liegenden Markt. Die vereinnahmten Optionsprämien erhöhen das laufende ausschüttungsfähige Einkommen. Gleichzeitig entsteht ein Zielkonflikt: Steigen die Aktienmärkte stark, kann die Strategie einen Teil der zusätzlichen Kursgewinne gegenüber einem reinen Aktieninvestment nicht mitnehmen. J.P. Morgan weist selbst darauf hin, dass geschriebene Calls das Aufwärtspotenzial begrenzen können und dass die geschätzten Erträge nicht garantiert sind.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ist A40FFF kein klassischer Dividenden-ETF. Die hohe Ausschüttung stammt nicht ausschließlich aus Dividenden der Unternehmen. Genau diesen Unterschied sollte man verstehen, bevor man den ETF als „11-Prozent-Dividenden-ETF“ bezeichnet.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was bedeutet eine 11-Prozent-Ausschüttung für das 4.000-Euro-Ziel?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nehmen wir die 11 Prozent als reine Planungsannahme. Ein Depot von <strong>500.000 Euro</strong> würde bei 11 Prozent brutto rechnerisch <strong>55.000 Euro</strong> pro Jahr beziehungsweise rund 4.583 Euro pro Monat ausschütten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der oben verwendeten Modellsteuer von rund 18,46 Prozent bleiben davon etwa 44.846 Euro netto im Jahr beziehungsweise 3.737 Euro pro Monat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das Ziel von 4.000 Euro netto monatlich reicht eine halbe Million Euro unter diesen Annahmen also knapp nicht aus. Rechnerisch landet man bei rund <strong>535.000 Euro</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist ein wichtiger Punkt: Wer mit hohen Ausschüttungsrenditen plant, sollte nicht auf den letzten Euro kalkulieren. Ausschüttungen können schwanken, der ETF-Kurs kann fallen und die steuerliche Behandlung kann sich ändern. Ein Sicherheitsabschlag von beispielsweise 10 bis 20 Prozent auf die benötigte Kapitalbasis kann daher sinnvoll sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer Zielgröße von etwa 600.000 Euro wäre man bei einer konstanten Ausschüttungsrendite von 11 Prozent deutlich komfortabler unterwegs. Allerdings wäre es aus meiner Sicht falsch, ein gesamtes Ruhestandsdepot ausschließlich auf eine derart hohe Ausschüttungsrendite auszurichten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum ein reines 11-Prozent-Depot nicht automatisch die beste Lösung ist</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die wichtigste Erkenntnis lautet: Ausschüttungsrendite und Gesamtrendite sind zwei verschiedene Dinge.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein ETF kann 10 oder 11 Prozent ausschütten und trotzdem langfristig weniger Vermögen aufbauen als ein breit diversifizierter Welt-ETF mit 2 bis 3 Prozent Ausschüttungsrendite</strong>. Der Grund ist einfach: Für den Anleger zählt letztlich die Kombination aus Ausschüttungen und Kursentwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Premium-Income-Strategien kommt ein weiterer Faktor hinzu. Die Optionsprämien erzeugen laufenden Cashflow, gleichzeitig wird durch den Verkauf von Calls ein Teil des Aufwärtspotenzials abgegeben. J.P. Morgan beschreibt die Strategie entsprechend als Kombination aus Aktienengagement und zusätzlichem Einkommen aus Optionen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb würde ich A40FFF eher als <strong>Einkommensbaustein</strong> betrachten und nicht als vollständigen Ersatz für einen global diversifizierten Aktienkern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine andere Möglichkeit eines Ausschüttungsdepots habe ich dir bereits hier vorgestellt:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.finanzguerilla.de/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ausschüttungen an 8 von 12</a><a href="https://www.finanzguerilla.de/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/"> Monaten mit nur zwei ETF</a></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Drei mögliche Depotmodelle für 4.000 Euro netto</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt nicht die eine richtige Lösung. Je nach Risikobereitschaft, Vermögenshöhe und Zielsetzung können drei grundsätzliche Modelle interessant sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Modell 1: Das klassische Dividenden-Depot</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wer möglichst wenig komplexe Strategien möchte, kann auf einen Mix aus globalem Welt-ETF und Dividenden-ETFs setzen. Ein Welt-ETF liefert die breite <strong>Aktienmarktdiversifikation</strong>. <strong>Dividenden-ETFs</strong> erhöhen die laufenden Ausschüttungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorteil: Die Strategie ist einfach nachvollziehbar. Der Nachteil: Bei einer Ausschüttungsrendite von beispielsweise 4 Prozent ist sehr viel Kapital erforderlich. Für 4.000 Euro netto monatlich wären nach unserer Modellrechnung rund 1,47 Millionen Euro nötig.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Modell 2: Welt-ETF plus Premium-Income-ETF</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das halte ich für besonders interessant, wenn der Cashflow tatsächlich benötigt wird. Ein großer Teil des Depots bleibt in einem breit diversifizierten Aktienkern. Ein kleinerer Teil wird gezielt für laufende Ausschüttungen eingesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beispiel:<br>60 Prozent Welt-ETF<br>25 Prozent A40FFF<br>15 Prozent Dividenden-/Quality-ETF, z.B. den <a href="https://www.finanzguerilla.de/a2jahj-vs-a41l70-dividenden-etf-vergleich/" data-type="post" data-id="6018" target="_blank" rel="noreferrer noopener">monatlich ausschüttenden von L&amp;G</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wäre die hohe Ausschüttungsrendite von <strong>A40FFF</strong> nicht auf das gesamte Vermögen angewiesen. Gleichzeitig bleibt ein erheblicher Teil des Depots in einem klassischen Wachstumsbaustein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Modell 3: Einkommensdepot mit höherem Cashflow-Fokus</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wer bereits ein sehr großes Depot besitzt und die laufenden Ausschüttungen tatsächlich konsumieren möchte, könnte den Anteil einkommensorientierter ETFs erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beispiel:<br>40 Prozent Welt-ETF<br>40 Prozent Premium-Income-ETF<br>20 Prozent Dividenden-/Quality-ETF</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier steigt der laufende Cashflow, gleichzeitig bleibt der globale Aktienmarkt ein wesentlicher Bestandteil des Depots.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gewichtungen sind keine Anlageempfehlung. Sie zeigen lediglich, wie unterschiedliche Ziele miteinander kombiniert werden können.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Rolle eines Welt-ETFs im Einkommensdepot</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein ausschüttendes Einkommensdepot sollte nicht nur auf die Höhe der aktuellen Zahlung schauen. Gerade bei einem langfristigen Ruhestand ist die Kaufkraft entscheidend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Lebenshaltungskosten jedes Jahr steigen, <strong>müssen auch die Einnahmen langfristig wachsen</strong>. Ein Portfolio, das heute 4.000 Euro monatlich ausschüttet, kann in 15 Jahren bei unverändertem Betrag deutlich weniger Kaufkraft besitzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier kommt der Wachstumsanteil ins Spiel. Ein <strong>globaler ETF</strong> wie der <a href="https://www.finanzguerilla.de/vanguard-etfs-in-deutschland-sparplan/" data-type="post" data-id="1520" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vanguard FTSE All-World </a>verteilt das Aktienrisiko über zahlreiche Länder und Unternehmen. Genau diese Kombination aus globaler Diversifikation und langfristigem Wachstum kann ein sinnvoller Gegenpol zu einem Premium-Income-Baustein sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-etfs-lohnt-sich-ein-investment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-ETFs – lohnt sich ein Investment?</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.finanzguerilla.de/a2jahj-vs-a41l70-dividenden-etf-vergleich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">A2JAHJ vs. A41L70: Welcher Dividenden-ETF ist 2026 besser?</a></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ausschüttung ist nicht gleich Einkommen aus Dividenden</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem klassischen Dividenden-ETF stammt der größte Teil der Ausschüttung aus Dividenden der enthaltenen Unternehmen. Bei Premium-Income-ETFs ist die Situation anders.</p>



<p class="wp-block-paragraph">A40FFF nutzt eine Optionsstrategie. Dadurch können Optionsprämien einen wesentlichen Beitrag zum laufenden Einkommen leisten. Für den Anleger fühlt sich die Zahlung zwar wie eine Dividende an, wirtschaftlich handelt es sich aber um eine andere Ertragsquelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist wichtig, weil Anleger sonst schnell zu falschen Vergleichen kommen. Ein klassischer Nasdaq-100-ETF kann beispielsweise eine sehr geringe Ausschüttungsrendite aufweisen, während ein Premium-Income-ETF auf ein ähnliches Aktienuniversum deutlich mehr ausschüttet. Das bedeutet aber nicht, dass der Premium-Income-ETF automatisch die höhere Gesamtrendite erzielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">J.P. Morgan beschreibt beim Global Equity Premium Income ETF das Grundprinzip ausdrücklich als Kombination aus Aktienportfolio und Options-Overlay. Auch beim Nasdaq-Produkt steht die Generierung von laufendem Einkommen im Vordergrund.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Anleger sollte deshalb die Frage nicht lauten: „Welcher ETF zahlt am meisten?“, sondern: „Welche Kombination aus Cashflow, Risiko und langfristiger Gesamtrendite passt zu meinem Ziel?“.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Monatliche Ausschüttungen sind psychologisch attraktiv – mathematisch aber zweitrangig</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">4.000 Euro jeden Monat auf dem Konto zu sehen, hat einen großen psychologischen Vorteil. Das Depot fühlt sich wie eine zusätzliche Gehaltsquelle an. Gerade in der Entnahmephase kann das angenehmer sein, als regelmäßig Anteile zu verkaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Finanziell ist der Auszahlungszeitpunkt allerdings weniger entscheidend als die Gesamtsumme. Ein ETF, der quartalsweise ausschüttet, kann genauso sinnvoll sein wie ein ETF mit monatlicher Ausschüttung. Man kann die Ausschüttungen auf einem Verrechnungskonto sammeln und sich selbst monatlich einen festen Betrag überweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">A40FFF hat hier trotzdem einen praktischen Vorteil: Der ETF schüttet monatlich aus. Damit passt er sehr gut zu einem Konzept, bei dem das Depot einen regelmäßigen Cashflow liefern soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer dagegen primär Vermögen aufbauen möchte, sollte sich nicht von der monatlichen Zahlung verführen lassen. Ein <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" data-type="post" data-id="493" target="_blank" rel="noreferrer noopener">thesaurierender ETF</a> kann steuerlich und organisatorisch ebenfalls sinnvoll sein, solange der Anleger später durch gezielte Verkäufe seinen gewünschten Cashflow erzeugt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie viel Sicherheitsmarge sollte man einplanen?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der größten Gefahren bei der Planung eines Einkommensdepots ist eine zu knappe Kalkulation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn das Ziel 4.000 Euro netto lautet, könnte man theoretisch exakt das Kapital investieren, das bei der angenommenen Rendite 4.000 Euro liefert. In der Praxis ist das riskant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erstens schwanken Ausschüttungen. Zweitens schwanken Kurse. Drittens können sich Wechselkurse auswirken. Viertens können sich Steuervorschriften verändern. Und fünftens ist eine historische Ausschüttungsrendite keine Garantie für die Zukunft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich würde deshalb nicht nur auf die rechnerisch notwendigen rund 535.000 Euro bei 11 Prozent schauen. Eine konservativere Planung könnte beispielsweise mit <strong>600.000 bis 700.000 Euro</strong> beginnen und zusätzlich eine Liquiditätsreserve von <strong>sechs bis zwölf Monatsausgaben außerhalb des Aktienportfolios</strong> vorsehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch robuster wird das Konzept, wenn die 4.000 Euro nicht vollständig aus Ausschüttungen stammen müssen. Ein Teil kann aus Ausschüttungen kommen, ein weiterer Teil aus geplanten Verkäufen. Dadurch ist man weniger abhängig davon, dass ein einzelner ETF dauerhaft eine bestimmte Ausschüttungsrendite erreicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Steuern: Was bei 4.000 Euro netto wichtig ist</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Steuerrechnung ist bei hohen Ausschüttungen ein wesentlicher Bestandteil der Planung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für deutsche Privatanleger beträgt die Abgeltungsteuer grundsätzlich <strong>25 Prozent</strong> zuzüglich Solidaritätszuschlag. Bei bestimmten Aktienfonds greift zusätzlich die Teilfreistellung. Bei einem Aktien-ETF können unter den gesetzlichen Voraussetzungen <strong>30 Prozent der Erträge steuerfrei </strong>bleiben. Der konkrete Steuerabzug hängt jedoch vom Fonds, der steuerlichen Einordnung und der individuellen Situation ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sparer-Pauschbetrag reduziert die steuerpflichtigen Kapitalerträge bis zu seiner jeweiligen gesetzlichen Höhe. Bei einem Depot, das dauerhaft mehrere zehntausend Euro Ausschüttungen pro Jahr erzeugt, ist dieser Effekt allerdings relativ klein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Modellrechnung dieses Artikels habe ich daher bewusst nicht mit dem Sparer-Pauschbetrag gerechnet. So bleibt die Planung konservativ. In der Realität kann die Nettosumme etwas höher ausfallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist außerdem: Bei einem ETF mit Optionsstrategie sollte die konkrete steuerliche Behandlung nicht allein anhand der Bezeichnung „Ausschüttung“ beurteilt werden. Wer tatsächlich 4.000 Euro netto monatlich benötigt, sollte die konkrete steuerliche Situation vor Umsetzung mit einem Steuerberater oder einer anderen qualifizierten Fachstelle prüfen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was wäre, wenn man die 4.000 Euro erst in zehn Jahren benötigt?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer heute noch nicht von den Ausschüttungen leben muss, hat einen großen Vorteil: Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Statt sofort ein maximal ausschüttendes Depot aufzubauen, kann man zunächst stärker auf <strong>Vermögenswachstum</strong> setzen. Während der Ansparphase sind thesaurierende oder niedrig ausschüttende Welt-ETFs oft besonders interessant, weil die Erträge automatisch wieder investiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst einige Jahre vor Beginn der Entnahme kann das Depot schrittweise auf höheren Cashflow umgestellt werden. Dabei kann man beispielsweise einen Teil des Welt-ETF verkaufen und in <strong>ausschüttende Dividenden- oder Premium-Income-ETFs</strong> umschichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vorgehensweise hat einen weiteren Vorteil: Man muss heute nicht wissen, welcher ETF in zehn Jahren die attraktivste Ausschüttungsrendite bietet. A40FFF ist aktuell ein interessanter Baustein, aber niemand kann seriös garantieren, dass eine <strong>Ausschüttungsrendite von rund 11 Prozent dauerhaft bestehen </strong>bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Anleger mit zehn Jahren Zeit sollte daher nicht die heutige Ausschüttungsrendite mit einer langfristigen Renditeerwartung verwechseln.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mein Fazit: 4.000 Euro netto sind möglich – aber nicht um jeden Preis</strong></h2>



<p class="kt-adv-heading6094_27305d-1b wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading6094_27305d-1b">4.000 Euro netto monatlich aus einem Depot sind kein unrealistisches Ziel. Es handelt sich allerdings um ein großes Vermögensziel. Bei einer klassischen Ausschüttungsrendite von 3 Prozent wären nach unserer Modellrechnung knapp <strong>2 Millionen Euro Kapital</strong> erforderlich. Bei 5 Prozent sind es rund 1,18 Millionen Euro. Bei 8 Prozent rund 736.000 Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rechnung verändert sich dramatisch, wenn eine Ausschüttungsrendite von rund <strong>11 Prozent </strong>angenommen wird. Dann liegt der rechnerische Kapitalbedarf bei ungefähr 535.000 Euro. Genau hier wird der JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income Active UCITS ETF (A40FFF) interessant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch die hohe Ausschüttung ist kein „free lunch“. Der A40FFF nutzt eine Optionsstrategie, um zusätzliches Einkommen zu generieren. Dadurch können attraktive laufende Zahlungen entstehen, gleichzeitig kann aber ein <strong>Teil des Aufwärtspotenzials des Aktienmarktes verloren </strong>gehen. Die Ausschüttung ist außerdem nicht garantiert und kann schwanken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb wäre mein bevorzugter Ansatz kein Depot, das zu 100 Prozent auf A40FFF setzt. Sinnvoller erscheint mir eine Kombination aus einem globalen Wachstumsbaustein, klassischen Dividenden- beziehungsweise Quality-ETFs und einem gezielten Premium-Income-Anteil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel sollte nicht sein, die höchste Ausschüttungsrendite zu finden. Das Ziel sollte sein, einen Cashflow zu erzeugen, der auch dann noch funktioniert, wenn die Börse einmal mehrere Jahre nicht mitspielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn am Ende zählt nicht die höchste Dividende auf dem Papier. Entscheidend ist, wie viel Geld das Depot über Jahrzehnte zuverlässig für dich erwirtschaften kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>FAQ: 4.000 Euro netto aus dem Depot</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie viel Geld brauche ich für 4.000 Euro netto im Monat?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das hängt maßgeblich von der Ausschüttungsrendite und der Steuerbelastung ab. Bei der in diesem Artikel verwendeten Modellrechnung reichen bei 11 Prozent Ausschüttungsrendite rund 535.000 Euro. Bei 5 Prozent wären dagegen rund 1,18 Millionen Euro erforderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ist A40FFF ein Dividenden-ETF?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nein. A40FFF ist ein Premium-Income-ETF. Neben Aktienengagement werden Optionen eingesetzt, um zusätzliches Einkommen zu generieren. Die hohe Ausschüttung ist deshalb nicht mit einer klassischen Dividendenrendite gleichzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sind 11 Prozent Ausschüttungsrendite dauerhaft realistisch?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das lässt sich nicht seriös versprechen. Die Ausschüttungsrendite schwankt. Historische Werte zeigen, dass A40FFF bereits deutlich unterschiedliche Ausschüttungsrenditen aufgewiesen hat.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ist ein 11-Prozent-ETF besser als ein Welt-ETF?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht automatisch. Für die Beurteilung eines Investments ist die <strong>Gesamtrendite</strong> entscheidend. Ein ETF mit hoher Ausschüttung kann gleichzeitig weniger Kurswachstum erzielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kann ich 4.000 Euro monatlich auch durch Verkäufe entnehmen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja. Ökonomisch ist eine Entnahme durch Ausschüttungen und eine Entnahme durch den Verkauf von ETF-Anteilen nicht grundsätzlich besser oder schlechter. Viele Anleger bevorzugen Ausschüttungen allerdings psychologisch, weil sie nicht aktiv Anteile verkaufen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie wichtig ist die monatliche Ausschüttung?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den langfristigen Vermögensaufbau ist sie weniger wichtig als die Gesamtrendite. Für Anleger, die einen monatlichen Cashflow als Ersatz oder Ergänzung zu Gehalt oder Rente wünschen, kann sie organisatorisch und psychologisch trotzdem sehr attraktiv sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/4000-euro-netto-ausschuettung-im-monat-wie-gross-muss-das-depot-sein/">4.000 Euro netto Ausschüttung im Monat – wie groß muss das Depot sein?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.finanzguerilla.de/4000-euro-netto-ausschuettung-im-monat-wie-gross-muss-das-depot-sein/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>A2JAHJ vs. A41L70: Welcher Dividenden-ETF ist 2026 besser?</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/a2jahj-vs-a41l70-dividenden-etf-vergleich/</link>
					<comments>https://www.finanzguerilla.de/a2jahj-vs-a41l70-dividenden-etf-vergleich/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 21:19:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[A2JAHJ]]></category>
		<category><![CDATA[A2JAHJ vs A41L70]]></category>
		<category><![CDATA[A41L70]]></category>
		<category><![CDATA[Dividend Growth ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Dividenden ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Dividenden ETF Vergleich]]></category>
		<category><![CDATA[Dividendenstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[ETF mit monatlicher Ausschüttung]]></category>
		<category><![CDATA[L&G Global Quality Dividends]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitäts ETF]]></category>
		<category><![CDATA[VanEck Dividend Leaders]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.finanzguerilla.de/?p=6018</guid>

					<description><![CDATA[<p>VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders vs. L&#38;G Global Quality Dividends – Kosten, Dividende, Qualität, Diversifikation und langfristige Renditechancen im Vergleich. Stand: 10. August 2026. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. A2JAHJ oder A41L70 – zwei Dividenden-ETFs mit unterschiedlichen Konzepten Wer einen Dividenden-ETF sucht, stößt schnell...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/a2jahj-vs-a41l70-dividenden-etf-vergleich/">A2JAHJ vs. A41L70: Welcher Dividenden-ETF ist 2026 besser?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders vs. L&amp;G Global Quality Dividends – Kosten, Dividende, Qualität, Diversifikation und langfristige Renditechancen im Vergleich.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Stand: 10. August 2026. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>A2JAHJ oder A41L70 – zwei Dividenden-ETFs mit unterschiedlichen Konzepten</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer einen Dividenden-ETF sucht, stößt schnell auf den VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF (WKN A2JAHJ) und den noch jungen L&amp;G Global Quality Dividends UCITS ETF (WKN A41L70). Beide investieren in entwickelte Märkte und schütten Erträge aus. Trotzdem verfolgen sie unterschiedliche Strategien.</p>



<pre class="wp-block-verse">Literaturtipp: <a href="https://link.amazon/B0fMgokN4" data-type="link" data-id="https://link.amazon/B0fMgokN4" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">Intelligent investieren: Das Standardwerk des Value Investing</a> (Affiliate) </pre>



<p class="wp-block-paragraph">A2JAHJ ist seit 2016 am Markt und konzentriert sich auf 100 dividendenstarke Large Caps. A41L70 wurde erst im Januar 2026 aufgelegt und setzt auf ein wesentlich breiteres All-Cap-Universum mit rund 1.000 Aktien. Gleichzeitig kombiniert der L&amp;G Dividendenwachstum mit Qualitätsmerkmalen und schüttet monatlich aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: <strong>Welcher ETF zahlt mehr Dividende</strong>? Viel wichtiger sind <strong>Strategie, Qualität, Diversifikation, Kosten, Ausschüttungswachstum</strong> und die Rolle des ETFs im Gesamtdepot.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die wichtigsten Unterschiede</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td>Merkmal</td><td><strong>A2JAHJ – VanEck</strong></td><td><strong>A41L70 – L&amp;G</strong></td></tr><tr><td>Start</td><td>23.05.2016</td><td>12.01.2026</td></tr><tr><td>TER</td><td>0,38 %</td><td>0,29 %</td></tr><tr><td>Aktien</td><td>100</td><td>rund 1.000</td></tr><tr><td>Universum</td><td>Developed Large Caps</td><td>Developed All Caps</td></tr><tr><td>Fokus</td><td>Dividend Leaders</td><td>Dividend Growth + Quality</td></tr><tr><td>Ausschüttung</td><td>quartalsweise</td><td>monatlich</td></tr><tr><td>Track Record</td><td>langjährig</td><td>sehr kurz</td></tr></tbody></table></figure>



<h2 class="wp-block-heading">A2JAHJ: Der etablierte Dividend-Leaders-ETF</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der A2JAHJ bildet den Morningstar Developed Markets Large Cap Dividend Leaders Screened Select Index ab. Vereinfacht gesagt werden aus entwickelten Märkten Unternehmen herausgefiltert, die attraktive Dividenden zahlen und zugleich Anforderungen an Dividendenentwicklung und Nachhaltigkeit erfüllen. Am Ende stehen <strong>100 Aktien</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ETF existiert seit 2016. Genau das ist ein großer Vorteil: Anleger können die Strategie über verschiedene Börsenphasen beobachten. Anfang August 2026 lag das Fondsvolumen laut VanEck bei rund 9,1 Milliarden Euro; die laufenden Kosten betragen 0,38 % pro Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der A2JAHJ ist kein Ersatz für einen klassischen Welt-ETF. Seine Auswahl führt zu einer stärkeren Gewichtung von Dividendenbranchen wie Energie, Versicherungen, Banken, Pharma, Versorgern und Basiskonsum. Wachstumsstarke Technologiewerte spielen dagegen eine geringere Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Positiv ist, dass A2JAHJ nicht blind die Aktien mit der höchsten Dividendenrendite kauft. Die Methodik berücksichtigt unter anderem Dividendenwachstum und die erwartete Ausschüttungsquote. Eine extrem hohe Dividendenrendite kann schließlich auch ein Warnsignal sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>A41L70: Der neue Quality-Dividend-Ansatz</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der A41L70 ist der L&amp;G Global Quality Dividends UCITS ETF USD Distributing. Er bildet den FTSE Developed All Cap Dividend Growth with Quality Net Tax Index ab und wurde erst im Januar 2026 aufgelegt. Eine langjährige Live-Historie gibt es deshalb noch nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Konzept ist trotzdem interessant: Der ETF verbindet positives Dividendenwachstum mit Qualitätsmerkmalen und einer attraktiven erwarteten Dividendenrendite. Durch den All-Cap-Ansatz können neben Large Caps auch Mid Caps und kleinere Unternehmen berücksichtigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit rund 1.000 Positionen ist A41L70 deutlich breiter aufgestellt als A2JAHJ. Hinzu kommen niedrigere laufende Kosten von 0,29 % und monatliche Ausschüttungen. Für Anleger, die einen regelmäßigen Cashflow aus ihrem Depot wünschen, ist das praktisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine monatliche Ausschüttung ist allerdings kein zusätzlicher Renditebonus. Zwölf kleine Zahlungen sind wirtschaftlich nicht automatisch besser als vier größere. Entscheidend bleibt die Gesamtrendite aus Kursentwicklung und Ausschüttungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Dividendenrendite oder Dividendenwachstum?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hier liegt der wichtigste konzeptionelle Unterschied. A2JAHJ ist stärker auf aktuelle Dividendenerträge und Dividend Leaders ausgerichtet. A41L70 legt mehr Gewicht auf die Kombination aus <strong>Dividendenwachstum und Qualität</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für einen Anleger mit einem Anlagehorizont von zehn oder zwanzig Jahren kann Dividendenwachstum besonders interessant sein. Eine heute etwas niedrigere Ausschüttung kann langfristig attraktiver sein, wenn die Unternehmen ihre Gewinne und Dividenden nachhaltig steigern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet allerdings nicht, dass A41L70 automatisch die höhere Rendite liefern wird. Dafür ist der ETF schlicht zu jung. Die historische Indexentwicklung der zugrunde liegenden Strategie kann Hinweise geben, ersetzt aber keinen echten Live-Track-Record.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Diversifikation: klarer Vorteil für A41L70</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">100 Aktien sind bereits eine ordentliche Diversifikation. Rund 1.000 Aktien reduzieren das Einzelwertrisiko aber noch stärker. Beim A41L70 kann der Ausfall oder eine Dividendenkürzung eines einzelnen Unternehmens das Portfolio daher weniger stark treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die breitere Streuung ist einer der größten Vorteile des L&amp;G. Allerdings bedeutet mehr Diversifikation nicht automatisch höhere Rendite. Ein breiter beziehungsweise gleichgewichteter Ansatz profitiert weniger stark davon, wenn einzelne Mega-Gewinner des Marktes extrem groß werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide ETFs sind Faktorstrategien. Die Zahl der Aktien allein sagt deshalb wenig über das Gesamtrisiko aus. Beide bevorzugen Unternehmen mit bestimmten Dividendenmerkmalen und weichen damit bewusst vom klassischen Weltmarktportfolio ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kosten und Track Record</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den laufenden Kosten liegt A41L70 mit 0,29 % vor A2JAHJ mit 0,38 %. Die Differenz beträgt 0,09 Prozentpunkte. Bei 100.000 Euro sind das rechnerisch rund 90 Euro pro Jahr. Ich würde einen ETF allerdings nicht allein wegen dieser Differenz wechseln: Die Strategie ist wichtiger als die TER.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Track Record ist die Sache eindeutig. A2JAHJ existiert seit 2016, A41L70 erst seit 2026. Der VanEck hat damit mehrere Marktphasen mit echtem Fondsvermögen durchlaufen. Das macht A2JAHJ nicht automatisch besser, aber besser einschätzbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim L&amp;G muss sich erst zeigen, wie sich die Strategie über eine komplette Krise, steigende Zinsen oder eine längere Seitwärtsphase entwickelt. Historische Indexdaten sind interessant, sollten aber nicht mit einer garantierten zukünftigen ETF-Performance verwechselt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>A2JAHJ vs. A41L70 im Depot</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich würde keinen der beiden ETFs automatisch als alleinigen Kern eines Aktienportfolios verwenden. Ein FTSE All-World oder vergleichbarer Welt-ETF bildet den globalen Aktienmarkt umfassender ab. Ein Dividenden-ETF ist eine bewusste Faktor-Beimischung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein mögliches Modell wäre beispielsweise 80 % Welt-ETF und 20 % A2JAHJ. Wer stärker auf Qualität und Dividendenwachstum setzt, könnte stattdessen 80 % Welt-ETF und 20 % A41L70 wählen. Auch eine Kombination aus beiden ist möglich, allerdings mit Überschneidungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Entnahmephase kann A41L70 mit monatlichen Ausschüttungen praktisch sein. A2JAHJ zahlt quartalsweise. Wirtschaftlich entscheidender als die Frequenz sind jedoch Ausschüttungshöhe, <a href="https://www.finanzguerilla.de/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/" data-type="post" data-id="2629" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ausschüttungswachstum</a> und Gesamtrendite.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Risiken und Steuern</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beide ETFs sind Aktienfonds und für deutsche Anleger grundsätzlich als Aktienfonds steuerlich relevant. Bei einer Aktienquote von mindestens 51 % gilt grundsätzlich eine Teilfreistellung von 30 %. Die konkrete Steuerbelastung hängt unter anderem von Freistellungsauftrag, Sparer-Pauschbetrag und persönlichen Umständen ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide ETFs bleiben Aktienanlagen. Dividenden sind keine Zinsen und keine Garantie. Unternehmen können Ausschüttungen kürzen, Aktienkurse können stark fallen und Dividendenstrategien können über längere Zeit hinter dem Gesamtmarkt zurückbleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Performancevergleich: Wie schlagen sich A2JAHJ und A41L70 gegen den MSCI World?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Performance muss man den Vergleich aktuell noch mit Vorsicht betrachten. Der VanEck existiert bereits <strong>seit 2016</strong> und verfügt über eine lange Historie, während der A41L70 erst am <strong>12. Januar 2026</strong> aufgelegt wurde. Ein sinnvoller direkter Vergleich ist deshalb derzeit nur für den Zeitraum möglich, in dem beide ETFs tatsächlich am Markt handelbar sind, somit seit Januar 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Daten von Seiten wie z.B. justETF zeigen für den A2JAHJ zuletzt eine starke Entwicklung. Auf längere Sicht lag die Gesamtrendite inklusive Ausschüttungen bei <strong>+82,26 % über drei Jahre und +134,62 % über fünf Jahre</strong>. Allein 2025 erzielte der ETF laut justETF eine Rendite von <strong>+23,78 %</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den direkten Vergleich seit Januar 2026 ist der Zeitraum allerdings noch sehr kurz. Deshalb wäre es aus meiner Sicht unseriös, aus wenigen Monaten bereits einen langfristigen Sieger zwischen A2JAHJ und A41L70 abzuleiten. Genau hier sollte auch der MSCI World als Benchmark betrachtet werden: Während ein klassischer MSCI-World-ETF den breiten Markt der Industrieländer abbildet, setzen beide Dividenden-ETFs bewusst auf bestimmte Faktoren – insbesondere Dividenden, beim A41L70 zusätzlich stärker auf <strong>Dividendenwachstum</strong> und <strong>Qualität</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch mache habe ich mal einen Performancevergleich angestellt, auch wenn dieser wie gesagt wenig aussagekräftig ist. Verglichen habe ich die ETFs anhand der Daten von Fondweb.de. Vergleichen habe ich:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>A41L70</strong> &#8211; L&amp;G Global Quality Dividends UCITS ETF USD Dist ETF</li>



<li><strong>A2JAHJ</strong> &#8211; VanEck Morning. Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF</li>



<li><strong>A3EP8F </strong>&#8211; iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Dist)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Den MSCI-World natürlich in der <strong>ausschüttenden Variante</strong>, da der <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" data-type="post" data-id="493" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Thesaurierer</a> hier das Bild verzerren würde. Das Ergebnis des Vergleiches sieht so aus:</p>



<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="599" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2026/08/Performancevergleich-Vaneck-LG-MSCIWorld-1024x599.jpg" alt="" class="wp-image-6041" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2026/08/Performancevergleich-Vaneck-LG-MSCIWorld-1024x599.jpg 1024w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2026/08/Performancevergleich-Vaneck-LG-MSCIWorld-300x175.jpg 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2026/08/Performancevergleich-Vaneck-LG-MSCIWorld-768x449.jpg 768w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2026/08/Performancevergleich-Vaneck-LG-MSCIWorld.jpg 1159w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle Fondsvergleich: <a href="https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/IE0005AJA0P1,NL0011683594,IE000OHHIBC6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fondweb.de</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit <strong>17,55%</strong> seit Auflage im Januar 2026 hat der L&amp;G (Blau) sogar derzeit die Nase vorne. Der VanEck (Orange) konnte satte <strong>16,29%</strong> zulegen. Der MSCI World-ETF hingegen schaffte es auf &#8222;nur&#8220; 13,44% und stellt somit das Schlusslicht dar.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mein Fazit: A2JAHJ oder A41L70?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich heute einen neuen Dividenden-ETF-Sparplan aufsetzen müsste, würde ich den A41L70 leicht bevorzugen. Nicht, weil er nachweislich besser ist, sondern weil mir die Kombination aus <strong>Quality, Dividend Growth, All-Cap-Diversifikation</strong> und niedrigen Kosten konzeptionell besser gefällt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">A2JAHJ von Vaneck bleibt aber ein sehr interessanter ETF. Sein größter Trumpf ist der echte Track Record seit 2016. Wer ihn bereits im Depot hat, muss meiner Meinung nach nicht allein wegen des neuen Konkurrenten wechseln. Teilweise performe dieser ETF in den vergangenen Jahren so überragend, dass sich sogar der MSCI World geschlagen geben musste. Dafür Respekt!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Einordnung lautet deshalb: A41L70 für Anleger, die einen modernen Quality-Dividend-Growth-Ansatz suchen; A2JAHJ für Anleger, die einen <strong>etablierten Dividend-Leaders-ETF</strong> mit <strong>längerer Historie </strong>bevorzugen. Als vollständiger Ersatz für einen Welt-ETF sehe ich keinen der beiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wichtigste Erkenntnis: Die Frage A2JAHJ vs. A41L70 sollte nicht nur lauten, welcher ETF die höhere Dividende zahlt. Entscheidend ist, welche Aufgabe der ETF in deinem Depot erfüllen soll. Ich persönlich sehe den L&amp;G als geeigneten Einkommensbaustein ein, insbesondere wenn man später seine Ausschüttungen als eine Art ergänzende &#8222;Rente&#8220; betrachtet. Gerade hier sind dann die monatlichen Ausschüttungen hoch attraktiv.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über die langfristige Rendite des L&amp;G lassen sich aktuell jedoch keine seriösen Prognosen abgeben. Dieses Jahr zeigt aber bereits, dass das Konzept zu funktionieren scheint und im sehr kurzen Zeitfenster sogar den Vaneck und den MSCI-World geschlagen hat. Ob dies so bleibt? Who knows.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>FAQ</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welcher ETF ist günstiger? </strong>A41L70 mit 0,29 % TER gegenüber 0,38 % beim A2JAHJ.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welcher ETF schüttet monatlich aus? </strong>A41L70. A2JAHJ schüttet quartalsweise aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welcher ETF hat mehr Aktien? </strong>A41L70 mit rund 1.000 Positionen gegenüber 100 beim A2JAHJ.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welcher ETF hat den längeren Track Record? </strong>A2JAHJ. Der Fonds wurde 2016 aufgelegt, A41L70 erst 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ist A41L70 automatisch besser? </strong>Nein. Das Konzept ist interessant, aber die Live-Historie ist noch zu kurz für ein belastbares Renditeurteil.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kann man beide ETFs kombinieren? </strong>Ja, aber wegen Überschneidungen steigt die Diversifikation weniger stark, als die Zahl der Positionen vermuten lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie performt er im Vergleich zum Vaneck? </strong>Seit Auflage im Januar 2026 hat der L&amp;G den Vaneck leicht outperformt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterlesen auf Finanzguerilla</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-etfs-lohnt-sich-ein-investment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-ETFs – Lohnt sich ein Investment?</a></li>



<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/vanguard-etfs-in-deutschland-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vanguard FTSE All-World im Sparplan</a></li>



<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF-Sparplan vs. Aktien-Sparplan</a></li>



<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-und-wie-in-emerging-markets-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Warum und wie in Emerging Markets investieren?</a></li>



<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-etfs-lohnt-sich-ein-investment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-ETFs und Welt-ETF</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.vaneck.com/de/de/anlagen/dividend-etf/uebersicht/">Morningstar Developed Markets Dividend Leaders ETF</a></li>



<li><a href="https://www.vaneck.com/de/de/anlagen/dividend-etf/positionen/">Positionen des A2JAHJ</a></li>



<li><a href="https://indexes.morningstar.com/api/docs/68a700a163928b79946d9f14">Morningstar – Index Construction Rules</a></li>



<li><a href="https://www.lseg.com/content/dam/ftse-russell/en_us/documents/ground-rules/ftse-dividend-growth-with-quality-index-series-ground-rules.pdf">FTSE Russell – Dividend Growth with Quality Index Series</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/a2jahj-vs-a41l70-dividenden-etf-vergleich/">A2JAHJ vs. A41L70: Welcher Dividenden-ETF ist 2026 besser?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.finanzguerilla.de/a2jahj-vs-a41l70-dividenden-etf-vergleich/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Covered-Call-ETFs: Garantierte Verluste?</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/covered-call-etfs-garantierte-verluste/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Nov 2025 23:49:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Covered-Call-ETFs]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.finanzguerilla.de/?p=5705</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sehr häufig sind mir in letzter Zeit bei Recherchen und beim Konsum von Beiträgen auf Youtube sogenannte Covered-Call-ETFs über den Weg gelaufen. Zwar gibt es auch durchaus kritische Auseinandersetzungen mit dieser Art von ETFs, jedoch ist der überwiegender Tenor eher positiv. Sie bieten offenbar hohe Ausschüttungen bei mäßigem Risiko und sollen darüber hinaus auch noch...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/covered-call-etfs-garantierte-verluste/">Covered-Call-ETFs: Garantierte Verluste?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has--font-size wp-block-paragraph">Sehr häufig sind mir in letzter Zeit bei Recherchen und beim Konsum von Beiträgen auf Youtube sogenannte <strong>Covered-Call-ETF</strong>s über den Weg gelaufen. Zwar gibt es auch durchaus kritische Auseinandersetzungen mit dieser Art von ETFs, jedoch ist der überwiegender Tenor eher positiv. Sie bieten offenbar <a href="https://www.finanzguerilla.de/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hohe Ausschüttungen</a> bei mäßigem Risiko und sollen darüber hinaus auch noch in gewisser Weise &#8222;abgesichert&#8220; sein. Grund genug, dass ich mir die ETFs mal anschaue.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Covered-Call-ETFs: Das Einkommens-Schema, das auch seine Schattenseiten hat</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Zeiten niedriger Zinsen, hoher Bewertungen bei Aktien und latenter Volatilität suchen viele Anleger nach Alternativen zum klassischen Aktien- oder Anleiheninvestment. Eine Strategie, die zunehmend Aufmerksamkeit erhält: die sogenannten <strong>Covered-Call-ETFs</strong>. Doch wie funktioniert dieses Vehikel wirklich? Und vor allem: Für wen eignet es sich – und wann eher nicht?<br>In diesem Artikel gehen wir Schritt für Schritt vor: Wir erklären das Grundprinzip, zeigen Chancen und Risiken auf, diskutieren Einsatzszenarien, und beleuchten, wie das Ganze im Kontext eines ausgewogenen Portfolios wirken kann.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">1. Was steckt hinter dem Begriff „Covered Call“?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz gesagt: Ein Covered-Call-ETF kombiniert zwei Komponenten:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Eine Beteiligung an einem <strong>Aktienportfolio</strong> (oder Indizes &#8211; <strong>NASDAQ 100</strong>, <strong>MSCI World</strong> etc.) – also klassische Long-Aktienpositionen.</li>



<li>Parallel dazu wird auf diese gehaltenen Aktien bzw. das Portfolio eine <a href="https://www.finanzguerilla.de/optionen-ein-instrument-fuer-privatanleger/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Option verkauft</a> (eine Call-Option). Diese Option ist „gedeckt“ („covered“), weil das Portfolio bereits die zugrundeliegenden Aktien besitzt – im Gegensatz zu einer nackten Call-Schreibweise („naked call“), die deutlich riskanter wäre.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Call-Option verkauft wird, erhält der Fonds eine <strong>Prämie vom Käufer der Option</strong>. Das gibt Cash-Flows und somit eine <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen-mit-dividenden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">potenzielle Einnahmequelle</a> – zusätzlich zu Dividenden und Kursentwicklung des Aktienportfolios. <br>Wenn der Kurs der Aktie unter dem Strike-Preis bleibt, verfällt die Option wertlos und das Fondsportfolio behält die Prämie – ein Gewinn. Wenn der Kurs über den Strike steigt, wird das Aktienpaket ggf. abgegeben zum Strike-Preis, und der Fonds profitiert nur noch bis zu diesem Preis – darüber hinaus nicht mehr. <br>Einfach gesagt: man gibt einen Teil des Gewinnpotenzials auf im Tausch gegen Prämien-Einnahmen und etwas stabileres Verhalten.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">2. Warum gewinnen Covered-Call-ETFs an Bedeutung?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Faktoren spielen hier mit:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Zinslandschaft: Klassische Rentenprodukte oder Festgeld bringen kaum noch attraktive Erträge. In diesem Umfeld wird „alternative“ Einkommensproduktion im Aktienumfeld interessant. Laut einer Quelle werden <strong>Covered-Call-ETFs</strong> mittlerweile mit zweistelligen Ausschüttungserwartungen diskutiert (z. B. 7 %–13 % Rendite) – zumindest in den USA. Tatsächlich gibt es inzwischen auch in Europa solche ETFs mit <strong>Ausschüttungsrenditen</strong> zwischen <strong>7-12 % p.a.</strong></li>



<li>Volatilität und Seitwärtsmärkte: Wenn die Märkte nicht kräftig steigen – etwa in Seitwärtsphasen oder moderaten Rücksetzern – kann das zusätzliche Prämien-Einkommen helfen, das Ergebnis zu stabilisieren. </li>



<li>Der Wunsch nach „regelmäßigem Ertrag“: Viele Anleger wollen nicht nur auf Kursgewinne setzen, sondern Erträge „aus dem Bestand“ – also Ausschüttungen oder laufende Einnahmen. Covered-Call-ETFs bieten so eine Brücke zwischen <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-depot-mit-200000-euro-cashflow/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividendenstrategie</a> und Optionsstrategie.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Kurzum: Sie kombinieren Aktien-Exposition mit einer systematischen Einnahmequelle – was attraktiv klingt.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">3. Wie funktionieren Covered-Call-ETFs konkret?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schauen wir tiefer in die Mechanik:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der ETF hält ein <strong>Aktienportfolio</strong>, z. B. einen breiten Index oder eine Auswahl von <a href="https://www.finanzguerilla.de/altersvorsorge/aktien/">Aktien</a>.</li>



<li>Parallel verkauft der Fondsmanager (oder ein Derivatunternehmen im Fonds) Call-Optionen auf diese Aktien oder den Index. Meist wird eine bestimmte Quote des Portfolios „gedeckt“ – nicht zwingend 100 %. </li>



<li>Diese Optionen werden z. B. monatlich oder in kurzen Fristen begeben – häufig Out-of-the-Money (OTM), damit das Aufgeben des Gewinnpotenzials begrenzt bleibt, aber noch Aufwärtspotenzial besteht. </li>



<li><strong>Die Prämien, die durch den Verkauf der Optionen eingenommen werden, fließen an den ETF-Anteilsgläubiger als Ausschüttung</strong> – oder reduzieren zumindest die Volatilität des Fonds.</li>



<li>Wenn der Markt moderat steigt oder stagnierend verläuft, hat der Fonds die Prämien + evtl. Aktienkursgewinn (bis zur Option) – eine nette Kombination. Wenn der Markt allerdings stark steigt, ist das Gewinnpotenzial gedeckelt. Wenn der Markt stark fällt, bleibt zwar der Prämienpuffer, aber der Fonds erleidet dennoch Kursverluste – meist nur etwas abgeschwächt. </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel: Der Fonds hält Aktien im Wert von 100.000 Euro. Er verkauft Call-Optionen mit Strike bei z. B. 110.000 Euro, Prämie z. B. 2 000 Euro im Monat. Bleibt der Kurs unter 110.000 Euro, läuft die Option wertlos aus, der Fonds behält die Prämie. Steigt der Kurs über 110.000 Euro, muss er ggf. zum Strike verkaufen – er profitiert höchstens bis 110.000 Euro + Prämie, nicht weiter. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Prämien mindern also den Rückgang etwas, limitieren aber den Aufschwung.</strong> Dies ist ein Kernsatz, den du dir ganz stark einprägen solltest.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">4. Chancen dieser Strategie – warum man sie in Erwägung ziehen kann</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir ehrlich sind: Covered-Call-ETFs sind kein Allheilmittel. Aber sie haben durchaus sinnvolle Eigenschaften – insbesondere im Kontext bestimmter Zielsetzungen:</p>



<h3 class="wp-block-heading">a) Regelmäßiges Einkommen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die wiederkehrenden Prämien-Einnahmen sorgen für gleichmäßigere Ausschüttungen. In einer Welt, in der Dividenden kaum mehr ausreichen und Zinsen niedrig sind, kann das attraktiv sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">b) Geringere Volatilität (zumindest tendenziell)</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Studien zeigen, dass Covered-Call-Strategien in Seitwärts- oder leicht fallenden Märkten die <strong>Schwankungen im Vergleich zu reinen <a href="https://www.finanzguerilla.de/private-equity/">Equity-Investments</a> reduzieren</strong> können.<br>Das kann insbesondere für Anleger interessant sein, die sich dem Markt nicht voll aussetzen wollen und etwas „Stabilität“ wünschen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">c) Alternative Einkommensquelle im Aktienmarkt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zu reinen Dividendenstrategien erzielt man nicht nur Dividendeneinnahmen, sondern aktiv Prämieneinnahmen aus Optionen – eine Art „Options-Einkommen“ per Fonds.<br>Diese Struktur macht Covered-Call-ETFs zu einem Baustein, der sich <strong>anders verhält als klassische Aktien-ETFs</strong> oder Dividenden-ETFs – damit kann er helfen, das Portfolio zu diversifizieren.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">5. Risiken und Schattenseiten – das große „Aber“</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Würde es nur Vorteile geben, wären Covered-Call-ETFs ein Selbstläufer. Doch wie bei allem im Leben: Es gibt Haken.</p>



<h3 class="wp-block-heading">a) Begrenztes Aufwärtspotenzial</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn der Markt stark steigt, <strong>partizipiert der Fonds nur begrenzt</strong> – denn durch die verkauften Call-Optionen gibt man das große Gewinn-Upside ab. Wer also auf starke Aktien-Rallye setzt, dürfte mit einem Covered-Call-ETF unterperformen gegenüber einem klassischen ETF. Gerade wenn du dir die Rally an den Aktienmärkten der letzten Jahre anschaust, wird klar, dass du hier mit einem Covered-Call-ETF nicht so stark abgeliefert hättest wie mit einem ETF auf den  <a href="https://www.finanzguerilla.de/technologie-im-depot-wie-vorgehen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">NASDAQ 100</a> oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/vanguard-etfs-in-deutschland-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MSCI World</a>.<br>Dies ist ein entscheidender Punkt: Man tauscht einen Teil des Gewinnpotenzials gegen Prämien-Einnahmen – bewusst, aber mit Konsequenzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">b) Keine vollständige Absicherung bei Kursverlusten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Prämienpuffer wirkt zwar stabilisierend, aber bei starken Abwärtsbewegungen schützt er nicht vollständig vor Verlusten. Ein <strong>starker Marktcrash trifft auch Covered-Call-ETFs</strong>. Laut einer Analyse „fallen sie fast genauso stark wie der Markt, profitieren aber deutlich weniger vom Aufschwung“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer also denkt, er hätte mit <strong>Covered-Call-ETFs</strong> eine vollwertige Absicherung für den Aktienanteil, irrt. Hier bist du nach wie vor auf <strong>Short-Produkte</strong> wie <a href="https://www.finanzguerilla.de/cfd/">CFDs</a> oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/zertifikate/">Zertifikate</a> angewiesen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">c) Komplexere Struktur und Steuer-/Kostenfallen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gemanagte Optionen bringen <strong>höhere Kosten</strong> (TER) als <strong>simple passive ETFs</strong>. Zudem kann die steuerliche Behandlung der Prämien je nach Land komplex sein. In Deutschland sollte man insbesondere auf Ausweisung der Ausschüttungen, Art der Gewinne und steuerliche Konsequenzen achten.<br>Ein „einfaches“ ETF-Depot wird durch <strong>Covered-Call-Komponente</strong> etwas komplexer – was nicht jedem Anleger gefällt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">d) Marktphasenabhängigkeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wie schon angedeutet: Diese Strategie funktioniert tendenziell am besten in <strong>seitwärts</strong> oder <strong>leicht steigenden Märkten</strong> – <strong>nicht in klassischen Bullenmärkten</strong> oder in steilen Aufwärtsphasen. Umgekehrt ist in massiven Abwärtsphasen auch der Schutz begrenzt. Wenn ein Anleger jedoch dauerhaft auf <strong>starkes Wachstum</strong> setzt – etwa Technologie-Rallyes –, dann kann die Strategie suboptimal sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">e) Performance-Drag über Zeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Reddit-Kommentar bringt es auf den Punkt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Typically a CC ETF outperforms in downturn and underperformed when the market rises. …“ <a href="https://www.reddit.com/r/stocks/comments/1ok1ccd/shorting_coverd_call_etfs_and_buying_the" target="_blank" rel="noreferrer noopener">reddit.com</a><br>Die Erkenntnis: Man opfert etwas langfristiges Wachstum für kurzfristige Erträge – das muss im Bewusstsein sein.</p>
</blockquote>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">6. Für wen macht das Sinn? Für wen nicht?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts dieser Chancen und Risiken stellt sich die Frage: Wer sollte Covered-Call-ETFs in Erwägung ziehen – und wer besser nicht?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sinnvoll, wenn …</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Du <strong>Erträge aus deinem Depot</strong> (z. B. zur Entnahme) generieren möchtest und nicht primär auf maximalen Kursgewinn setzt.</li>



<li>Du eine <strong>seitwärts oder moderat steigende Markterwartung</strong> hast – das heißt: du gehst eher nicht von einer Rallye aus.</li>



<li>Du bereits eine Basisportfolio hast und nun einen Baustein zur Diversifikation suchst – z. B. „<strong>Ertragskomponente</strong>“ neben <strong>Wachstumskomponente</strong>.</li>



<li>Du bereit bist, etwas Komplexität zu akzeptieren – höhere Kosten, Steuerfragen, Options-Mechanik.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Weniger geeignet, wenn …</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Du auf <strong>aggressives Wachstum</strong> setzt und Teil eines reinen Aktienwachstumsportfolios sein willst.</li>



<li>Du auf <strong>maximale Partizipation</strong> am Aufschwung nicht verzichten willst.</li>



<li>Du eine <strong>große Crash-Absicherung</strong> erwartest – denn Covered-Call-ETFs sind keine Garantie gegen starke Verluste. Hier benötigst du andere Short-Absicherungen.</li>



<li>Du ein <strong>sehr einfaches Depot wolltest</strong>, mit <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passiven Index-ETFs</a> ohne komplexere Mechanik.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz gesagt: Die Strategie ist kein Ersatz für eine klassische Wachstumsausrichtung – sie ist eher eine Ergänzung mit anderen Zielsetzungen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">7. Wie könnte die Einbindung in ein Gesamtportfolio aussehen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du bereits ein ausgewogenes Depot verfolgst – wie beispielsweise mit Blick auf <strong>Qualitätsaktien</strong>, <strong>Wachstumswerte </strong>und <a href="https://www.finanzguerilla.de/steuerfreies-gold-mit-euwax-gold-2/">Absicherungsbausteine</a> – dann könnte ein Covered-Call-ETF einen sinnvollen Platz haben. Hier ein Beispiel für eine mögliche Einbindung:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Beispiel-Szenario (vernünftig)</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Angenommen, du hast ein Gesamtportfolio mit <strong>300.000 €</strong>, bestehend aus:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>60 % Aktien (wachstumsorientiert)</li>



<li>20 % Qualität (z. B. defensivere Aktien)</li>



<li>20 % Absicherung/Alternativen (z. B. Anleihen, Gold, Cash)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Rahmen könnte ein Covered-Call-ETF z. B. als Teil der „Qualität“ oder „Ertragskomponente“ fungieren. Beispielsweise 5–10 % des Gesamtvolumens in einen Covered-Call-ETF investieren, um regelmäßige Ausschüttungen zu erzielen und das Risiko-/Renditeprofil etwas zu glätten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Beispiel-Szenario (wahnsinnig)</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Du investierst die vollen <strong>300.000 €</strong> beispielsweise in einen NASDAQ 100-Covered-Call-ETF mit einer Ausschüttungsquote von aktuell <strong>10-13 % p.a.</strong>. In diesem &#8211; rein hypothetischen und absolut wahnsinnigen &#8211; Szenario, würdest du auf diese Weise ein <strong>passives Einkommen</strong> von <strong>2.500 Euro</strong> bis <strong>3.250 Euro</strong> (brutto!) <strong>monatlich</strong> ausgezahlt bekommen (<strong>Covered-Call-ETFs</strong> schütten meist monatlich aus!).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn andere Rechnungen in Bezug auf <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">finanzielle Freiheit</a> stets von einer erforderlichen Summe jenseits der <strong>1 Mio. Euro</strong> investiertem Kapital ausgehen, hättest du diesen Effekt bereits bei einem Drittel der Summe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich warne ich ausdrücklich davor, alle Eier in nur diesen einen Korb zu legen. Auch mit einem <a href="https://www.finanzguerilla.de/wenn-der-etf-ploetzlich-gruen-wird-esg/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF kann ja schließlich so manches passieren</a>.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">8. Welche Covered-Call-ETFs gibt es?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lange Zeit gab es Covered-Call-ETFs vor allem in den USA. Seit wenigen Jahren gibt es diese Form der <strong>einkommensgenerierenden Vehikel</strong> auch hierzulande in Deutschland. Vor allem die ETFs der zwei Anbieter Global X und JP Morgan stechen hervor. Unzählige Videos auf Youtube finden sich, die diese ETFs positiv, kritisch oder neutral besprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">im deutschsprachigen Raum sind vor allem nachfolgende ETFs sehr populär:</p>



<h3 class="wp-block-heading">A2QR39: Global X NASDAQ 100 Covered Call UCITS ETF USD auss.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ausschüttungsrendite: <strong>10,35 % p.a. </strong>(Prognose 2025, Stand: 18.11.2025) &#8211; Quelle: <a href="https://extraetf.com/de/etf-profile/IE00BM8R0J59" target="_blank" rel="noreferrer noopener">extraETF.com</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ETF bildet den NASDAQ 100 ab, ist daher eher <a href="https://www.finanzguerilla.de/technologie-im-depot-wie-vorgehen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">technologielastig</a> und schwankungsanfällig. Wenn die großen Tech-Konzerne schwächeln, wird es dieser ETF ebenso tun.</p>



<h3 class="wp-block-heading">A3DC8Q: Global X S&amp;P 500 Covered Call UCITS ETF USD auss.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ausschüttungsrendite: <strong>9,33 % p.a.</strong> (Prognose 2025, Stand: 18.11.2025) &#8211; Quelle: <a href="https://extraetf.com/de/etf-profile/IE0002L5QB31" target="_blank" rel="noreferrer noopener">extraETF.com</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier wird der <strong>S&amp;P 500</strong> Index zugrunde gelegt. Er umfasst die 500 größten Unternehmen der USA. Es finden sich somit <strong>ausschließlich US-Unternehmen</strong> in diesem Index.</p>



<h3 class="wp-block-heading">A40QH6: Global X Euro Stoxx 50 Covered Call UCITS ETF EUR auss.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ausschüttungsrendite: <strong>4,21 % p.a.</strong> (Prognose 2025, Stand: 18.11.2025) &#8211; Quelle: <a href="https://extraetf.com/de/etf-profile/IE000SAXJ1M1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">extraETF.com</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Europa gibt&#8217;s gecovered. Der STOXX 50 umfasst die nach Marktkapitalisierung größten Unternehmen aus Europa. Garniert mit einer Covered Call-Strategie.</p>



<h3 class="wp-block-heading">A3EHRE: JPM Global Equity Premium Income Active UCITS ETF USD</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ausschüttungsrendite: <strong>8,31 % p.a.</strong> (Prognose 2025, Stand: 18.11.2025) &#8211; Quelle: <a href="https://extraetf.com/de/etf-profile/IE0003UVYC20" target="_blank" rel="noreferrer noopener">extraETF.com</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier gibt es tatsächlich mal die <strong>MSCI World</strong>-Variante als Covered Call. Zumindest ist der zugrundeliegende Index in etwa mit dem sehr populären &#8222;<strong>Brot-und-Butter-Index</strong>&#8220; zu vergleichen. Tatsächlich schloss dieser ETF auch recht ordentlich ab von der Performance her.</p>



<h3 class="wp-block-heading">A40FFF: JPM Nasdaq Equity Premium Income Active UCITS ETF USD</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ausschüttungsrendite: <strong>10,66 % p.a.</strong> (Prognose 2025, Stand: 18.11.2025) &#8211; Quelle: <a href="https://extraetf.com/de/etf-profile/IE000U9J8HX9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">extraETF.com</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier wieder der Tech-Index NASDAQ 100 aus dem Hause JP Morgan. Im Gegensatz zum Global X scheint dieser ETF auch relativ gut zu performen und keine Ausschüttungen aus der Substanz vorzunehmen. Beim <strong>Global X</strong> war dies zumindest zeitweise der Fall, dadurch dass der Kurs stetig fällt. </p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">9. Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zusammenfassend:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Covered-Call-ETFs sind <strong>ein sinnvolles Werkzeug</strong>, wenn das Ziel ist: <strong>Erträge generieren</strong>, Portfolio stabilisieren, <strong>nicht primär maximaler Wachstum</strong>.</li>



<li>Sie sind <strong>nicht ideal</strong>, wenn das Ziel ist: maximaler Aktienaufschwung, vollständige Wertsicherung oder einfache Struktur ohne zusätzliche Mechanik.</li>



<li>Ihre Stärke liegt in Märkten mit <strong>Seitwärtstendenz</strong> oder moderatem Wachstum – ihre Schwäche in starken Rallyes oder massiven Abschwüngen.</li>



<li>Die Einbindung in ein Gesamtportfolio sollte bewusst erfolgen: als Baustein, nicht als Hauptbestandteil.</li>



<li>Erfolgreiches Investieren mit Covered-Call-ETFs setzt <strong>Kenntnis</strong>, <strong>Strategie</strong> und <strong>Bewusstsein für Trade-Offs</strong> voraus – nicht Blindkauf wegen hoher Renditeaussicht.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Zu beachten ist außerdem, dass die am deutschen Markt gelisteten Covered-Call-ETFs <strong>noch nicht lange am Markt sind</strong> und im Prinzip bislang nur &#8222;sonnige Zeiten&#8220; erlebten. Fraglich ist, wie diese abschneiden, wenn die Kurse mal einbrechen und gleichzeitig auch die Prämien sinken. Auch sind Ausschüttungsrenditen von 10-12 % p.a. einfach zu schön um wahr zu sein. Es besteht ein gewisses Risiko, dass diese Ausschüttungshöhen perspektivisch auf Kosten der Fonds-Substanz gehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte dies der Fall sein, lügst du dir mit solch einem ETF quasi in die Tasche. Für die hohen Ausschüttungen zahlst du dann in erster Linie selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abschließend noch ein in meinen Augen ganz gelungenes Video von Finanzfluss über die berühmten Covered-Call-ETFs:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="12% Rendite erzielen mit diesem ETF? Monatliche Einnahmen mit Covered Call ETFs erklärt!" width="720" height="405" src="https://www.youtube.com/embed/GW-BY6nRjDc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Wie ist deine Haltung zu den Covered-Call-ETFs? Nutzt du diese in deinem Portfolio? Wie stark gewichtest du diese?</em></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/covered-call-etfs-garantierte-verluste/">Covered-Call-ETFs: Garantierte Verluste?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was bringt ein passives Depot mit 200.000 Euro an Cashflow?</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/passives-depot-mit-200000-euro-cashflow/</link>
					<comments>https://www.finanzguerilla.de/passives-depot-mit-200000-euro-cashflow/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Sep 2022 11:25:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktien]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Dividendenwachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Fidelity Global Quality Income ETF (Dist) - WKN: A2DL7E]]></category>
		<category><![CDATA[iShares STOXX Global Select Dividend 100 (WKN: A0F5UH)]]></category>
		<category><![CDATA[Kurswachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (Dist) - WKN: A1JX52]]></category>
		<category><![CDATA[ZWei-ETF-Lösung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.finanzguerilla.de/?p=4603</guid>

					<description><![CDATA[<p>In Zeiten von hoher Inflation, Krise und Krieg, kann ein stetiger Cashflow den Unterschied machen. Dieser Geldfluss beruhigt die Nerven ungemein, sorgt für finanzielle Flexibilität und auch steigende Gas- und Strompreise verlieren erheblich ihren Schrecken. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie denn ein solcher Cashflow für einen passiven Buy-and-hold-Anleger aussehen könnte. Damit das alles...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-depot-mit-200000-euro-cashflow/">Was bringt ein passives Depot mit 200.000 Euro an Cashflow?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In Zeiten von hoher Inflation, Krise und Krieg, kann ein stetiger <strong>Cashflow</strong> den Unterschied machen. Dieser Geldfluss beruhigt die Nerven ungemein, sorgt für finanzielle Flexibilität und auch steigende Gas- und Strompreise verlieren erheblich ihren Schrecken. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie denn ein solcher Cashflow für einen passiven Buy-and-hold-Anleger aussehen könnte. Damit das alles nicht nur graue Theorie ist, möchte ich in diesem Artikel einfach mal ein Szenario mit einem <strong>Depot in Höhe von 200.000 Euro</strong> durchrechnen. Du wirst überrascht sein.</p>



<pre class="wp-block-verse"><em>Transparenzhinweis: Nachfolgendes Szenario stellt <strong>keine Anlageempfehlung</strong> oder gar <strong>-beratung</strong> dar. Es ist nur die Umsetzung einer Idee. Für dein Geld bist und bleibst du grundsätzlich selbst verantwortlich. Ich habe aktuell beide ETFs auch selbst im Depot, verfolge aber nicht die nachfolgende Strategie.</em> Ich erhalte ferner auch keinerlei Vergütung für die Erwähnung dieser ETFs.</pre>



<h2 class="wp-block-heading">Die Ausgangslage &#8211; Depot mit 200.000 Euro</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nehmen wir mal an, du warst die letzten Jahre fleißig, sparsam und hast dein Geld clever investiert. Du hast die <a href="https://www.finanzguerilla.de/beste-finanzbuecher-tipps-empfehlungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gängigen Ratschläge und Tipps</a> allesamt beherzigt und dein Depot immer weiter gefüttert. Du hast dich nicht durch Meme-Stocks, Alt-Coins oder NFT-Scams von deiner Strategie abbringen lassen und sitzt heute auf einem stattlichen Depot mit einem Wert von <strong>200.000 Euro</strong>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun möchtest du alles vereinfachen, automatisieren und das ganze schon als <a href="https://www.finanzguerilla.de/deutsches-rentensystem-vor-dem-aus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Grundstock für die Rente</a> benutzen, die dir schon heute zufließt. Du möchtest <strong>Cashflow</strong> aus deinem Depot und baust es aber gleichzeitig trotzdem immer weiter aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun, das ist möglich. Und darum geht es heute. Nehmen wir mal weiter an, du hast dich mit deiner Einzelaktien-Auswahl ziemlich verzettelt, zweifelst daher an der Dividendenstrategie und landest doch immer wieder nur unterhalb der Performance des MSCI World oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">anderer Vergleichsindices</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was kannst du tun und wie könnte das ganz realistisch und praktisch aussehen?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwei ausschüttende ETF für stetigen Cashflow</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie wir <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in diesem Artikel</a> hier bereits gelernt haben, sind <strong>ausschüttende ETFs </strong>erste Wahl, wenn es in erster Linie um Cashflow oder &#8222;<em><a href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-passives-einkommen-wichtig-ist/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passives Einkommen</a></em>&#8220; gehen soll. Wir möchten es möglichst simpel, <strong>global </strong>und <strong>diversifiziert</strong> haben. Einfach nur gut schlafen können, auch wenn die Welt drumherum durchdreht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir es wirklich einfach haben wollen, können hierzu <strong>zwei ETFs zu je 100.000 Euro</strong> ausreichen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im ersten Szenario kaufen wir die ETFs <strong>hier und heute für 200.000 Euro</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In <strong>einem zweiten Szenario</strong> mache ich die Was-wäre-wenn-Schachtel auf und wir schauen, was passiert wäre, wenn wir sie <strong>vor 5 Jahren</strong> gekauft hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich würde mich in den Szenarien für folgende ETFs entscheiden:</p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (Dist) &#8211; WKN: A1JX52</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Als aufmerksamer Leser weißt du bereits, dass ich riesiger Fan des globalen Schlachtschiffes aus dem Hause Vanguard bin. Sei es als <strong>ausschüttende Variante</strong> oder als <strong>Thesaurierer</strong> (<strong>A2PKXG</strong>). Wir möchten hier Cashflow haben, daher nehmen wir den Ausschütter. Dieser ETF enthält <strong>Industrie- und Schwellenländer</strong> und über <strong>3000 Einzelaktien</strong>. Zugegebenermaßen sind für die Performance aber nur die ersten 50 wirklich relevant. Der ETF ist sehr populär, weshalb die Gefahr sehr gering sein dürfte, dass dieser &#8222;aufgelöst&#8220; oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/wenn-der-etf-ploetzlich-gruen-wird-esg/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">durch ESG-Schnickschnack</a> verunstaltet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bei ETFs üblich erhältst du nicht nur Toptitel, sondern eben auch Gurken, die dann aber regelmäßig aussortiert und durch neue Unternehmen ersetzt werden. Alles streng nach Marktkapitalisierung gewichtet. Du hast darin große und mittelgroße Unternehmen weltweit. Dieser ETF bildet übrigens auch den Kern meiner <a href="https://www.finanzguerilla.de/ruerup-rente-versus-etf-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rürup-Rente</a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Fidelity Global Quality Income ETF (Dist) &#8211; WKN: A2DL7E</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer so hohen Summe macht es in meinen Augen Sinn, über ETF-Anbieter hinaus zu diversifizieren. Zwar gelten ETF gemeinhin als &#8222;sicher&#8220;, aber auch hier sollte man in meinen Augen nicht alle Eier in einen Korb, sprich eine Gesellschaft, legen. Dies dient der reinen Vorsicht. Lass dich hier nicht von Finanzbloggern oder angeblichen &#8222;Experten&#8220;, die von &#8222;<em>Gefahren von ETFs</em>&#8220; warnen und im Prinzip nur <strong>Clickbait</strong> für ihren eigenen Kanal betreiben, verunsichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der genannte ETF fokussiert sich eher auf <strong>Qualitätsunternehmen</strong> und verfolgt eine <strong>Dividendenstrategie</strong>. Auch im Fokus: Wachsende Dividenden. Er enthält dadurch wesentlich weniger Einzelaktien (ca. <strong>239 Stück</strong>), was aber zumindest in den letzten Jahren zu einer leichten Outperformance des Vanguard geführt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wachsende Dividenden</strong> sind enorm wichtig, wenn man von seinem Depot zehren oder gar leben möchte. Dadurch hat man immer einen gewissen &#8222;Inflationsausgleich&#8220; oder regelmäßige &#8222;Gehalts- oder Rentenerhöhungen&#8220;. Der Fidelity beinhaltet <strong>ausschließlich Titel von Industrieländern</strong>. Bislang konnte sich das Dividenden-Wachstum stets sehen lassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ETF ist im Vergleich zum Vanguard mit einer Fondsgröße von <strong>241,76&nbsp;Mio. €</strong> leider noch nicht ganz so populär. Hier hoffe ich, dass er noch stark wächst, was ebenfalls die Gefahr einer Auflösung etc. verringern sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber kommen wir nun zu den beiden Szenarien:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Cashflow-Rechnungen der Szenarien</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stand heute (Schlusskurs vom 16.09.2022) kostet 1 ETF-Anteil des <strong>Vanguard</strong> ca. <strong>97,68 Euro</strong>. Für 100.000 Euro erhältst du somit (gerundet) <strong>1024 Stück</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stand heute (Schlusskurs vom 16.09.2022) kostet 1 ETF-Anteil des <strong>Fidelity</strong> ca. <strong>6,79 Euro</strong>. Für 100.000 Euro erhältst du somit (gerundet) <strong>14.728 Stück</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am <strong>16.09.2017 </strong>kostete 1 ETF-Anteil des <strong>Vanguard</strong> ca. <strong>74,91 Euro</strong>. Für 100.000 Euro hättest du damals (gerundet) <strong>1335 Stück</strong> bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am <strong>16.09.2017 </strong>kostete 1 ETF-Anteil des <strong>Fidelity</strong> ca. <strong>4,55 Euro</strong>. Für 100.000 Euro hättest du damals (gerundet) <strong>21.978 Stück</strong> bekommen.</p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table><tbody><tr><td></td><td><strong>Vanguard FTSE All-World</strong></td><td></td><td><strong>Fidelity Global Quality Income</strong></td></tr><tr><td><strong>Gesamtsumme</strong></td><td>100.000 Euro</td><td></td><td>100.000 Euro</td></tr><tr><td><strong>Kauf 09/2022</strong></td><td><strong>1024 Stück</strong></td><td></td><td><strong>14.728 Stück</strong></td></tr><tr><td><strong>Dividende 2022</strong></td><td><strong>2170,88 Euro</strong> (2,12 € / Anteil laut Schätzung 2022)</td><td></td><td><strong>3092,88 Euro</strong> (0,21 € / Anteil laut Schätzung 2022)</td></tr><tr><td>Dividende 2022 / Monat</td><td><strong>180,90 Euro</strong></td><td></td><td><strong>257,74 Euro</strong></td></tr><tr><td></td><td></td><td></td><td></td></tr><tr><td><strong>Kauf 09/2017</strong></td><td><strong>1335 Stück</strong></td><td></td><td><strong>21.978 Stück</strong></td></tr><tr><td>Dividende <strong>2018</strong> (<em>der Fidelity kam erst Mitte 2017 auf den Markt</em>)</td><td><strong>2309,55 Euro</strong> (1,73 € / Anteil 2018)</td><td></td><td><strong>3076,92 Euro</strong> (0,14 € / Anteil 2018)</td></tr><tr><td>Dividende <strong>2022</strong></td><td><strong>2830,20 Euro</strong> (2,12 € / Anteil)</td><td></td><td><strong>4615,38 Euro</strong> (0,21 € / Anteil)</td></tr><tr><td>Dividende 2022 / Monat</td><td><strong>235,85 Euro</strong></td><td></td><td><strong>384,62 Euro</strong></td></tr><tr><td>Anteilswerte 2022</td><td><strong>130.402,80 Euro</strong></td><td></td><td><strong>149.230,62 Euro</strong></td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption">Wertentwicklung und Entwicklung der Dividende (Quelle: <a href="https://de.extraetf.com/etf-comparison?etf=IE00B3RBWM25,IE00BYXVGZ48" target="_blank" rel="noreferrer noopener">extraETF</a>)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Fassen wir also zusammen: Würden wir die ETFs <em>JETZT</em> für 200.000 Euro kaufen, würde uns ein <strong>passiver Cashflow</strong> in Höhe von ca. <strong>438,64 Euro</strong> pro Monat zufließen. Dies entspricht einer Dividendenrendite von ca. <strong>2,63 Prozent</strong>. Wie sich der Wert entwickeln wird, lässt sich schwer abschätzen, aber ich gehe davon aus, dass zusätzlich auch in den kommenden Jahren ein Wertzuwachs (Kurswachstum) stattfindet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hättest du die ETFs 2018 gekauft&#8230;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Richtig geschockt hat mich, was denn der Status Quo wäre, wenn wir die beiden ETFs im <strong>Jahre 2017</strong> zu je <strong>100.000 Euro</strong> gekauft hätten. Dann hätten wir 2022:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen monatlichen <strong>Cashflow</strong> von <strong>620,47 Euro</strong></li>



<li>Einen Gesamt-Depotwert in Höhe von ca. <strong>279.632,62 Euro</strong></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">An dieser Stelle musste ich nochmal alles nachrechnen, aber es dürfte tatsächlich stimmen. Es sind nicht nur die regelmäßigen, auf den Monat herunter gerechneten Dividenden <strong>seit 2018</strong> stetig von <strong>438,64 Euro</strong> auf <strong>620,47 Euro</strong> (Wertzuwachs: 41,45 % / <strong>10,36 % p.a.</strong>) gestiegen. Auch die Anteile der ETFs haben sich von <strong>200.000 Euro</strong> auf <strong>279.632,62 Euro</strong> (Wertzuwachs: 39,82 % / <strong>9,95 % p.a.</strong>) verteuert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine in meinen Augen doch sehr beeindruckende Performance. <strong>Kurswachstum </strong>plus <strong>Dividende</strong> plus <strong>Dividenden-Steigerungen,</strong> sowas macht Spaß!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das beste: Im Prinzip bekommst du den Cashflow <em>lebenslang</em>. Schon heute. Selbst wenn du nichts mehr zukaufst oder die <strong>Ausschüttung verkonsumierst</strong>. Kaufst du weiter zu oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/wie-sollte-man-die-dividende-reinvestieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">reinvestierst du die Ausschüttungen</a> zum Teil wieder, dann hebelst du die Rendite und die monatlichen Zahlungen natürlich weiter. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer braucht da noch <a href="https://www.finanzguerilla.de/unsinn-lebensversicherungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">private Renten- oder Lebensversicherungen</a>?!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zweite Miete als Cashflow</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du siehst also, du kannst bei so einem Cashflow schon fast von einer <strong>regelmäßigen Mietzahlung</strong> sprechen, die deinem Konto zufließt. Diese sollte auch weiterhin fließen, wenn es nicht zum Dritten Weltkrieg kommt. Aber selbst dann wärst du vermutlich mit diesen beiden ETFs weitaus besser unterwegs als mit riskanten Growth-Einzeltiteln, die dann allesamt über den Jordan gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich kann man solch eine Strategie auch mit Einzeltiteln (<a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-aristokraten-als-rettungsanker/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-Aristokraten</a>) umsetzen oder man wählt andere ETFs (zum Beispiel reine <a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-etfs-lohnt-sich-ein-investment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-ETFs</a>). Auch habe ich dir in einem anderen Artikel eine <a href="https://www.finanzguerilla.de/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ähnliche Lösung</a> vorgestellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das heutige Experiment sollte nur als Beispiel dienen, was man machen <em>kann</em> und was die Konsequenzen nach <strong>4 Jahren</strong> gewesen <em>wären</em>. Zudem soll es ohne Geschäftsberichte wälzen und Einzelaktien checken funktionieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich persönlich gehe davon aus, dass auch <strong>die nächsten 4 Jahre am Aktienmarkt keine Nullrunden</strong> werden. Und selbst wenn: Die Ausschüttungen kommen dann trotzdem.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zu diesen Terminen bekommst du dein Geld</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig noch zum Schluss: Die monatlichen Beträge bekommst du natürlich nicht monatlich. Beide ETFs sind <strong>Quartalszahler</strong>. Beide decken sich aber gegenseitig ganz gut ab, sodass du tatsächlich an fast allen Monaten eine Zahlung erhältst.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Vanguard FTSE All-World</strong>: März, Juni, September, Dezember</li>



<li><strong>Fidelity Global Quality Income</strong>: Februar, Mai, August, November</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Du musst daher also mit <strong>4 Monaten ohne Geldfluss</strong> auskommen, diese sind aber bei der Rechnung oben in dem Cashflow bereits berücksichtigt. Was ich nicht berücksichtigt habe, sind die Steuern, nämlich die Abgeltungssteuer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ausschöpfen des Freibetrages von <strong>801 Euro</strong> (2023: <strong>1000 Euro</strong>) möchte Vater Staat seinen Anteil an deinen Ausschüttungen haben. Bei ETF bist du aber in einer steuerlich ganz guten Situation, da deine Gewinne teilweise freigestellt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kaufkosten habe ich in der Rechnung ebenfalls nicht berücksichtigt, da bei den heutigen Brokern schon Käufe zu 1 oder gar 0 Euro möglich sind. Mit ein Grund, wieso ich selbst auch <a href="https://www.finanzguerilla.de/smartbroker-bester-broker-test/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">einen zweiten Broker</a> hinzugenommen habe (<a href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C296855760B" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Hier ausprobieren</a>*). Ich würde auch dir dringend zu einem günstigen und guten (!) Broker raten!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alle 12 Monate Ausschüttungen? Mit einem dritten ETF möglich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du bekommst mit diesem simpel-Depot also in den oben genannten Monaten verlässlich deine Ausschüttungen. Manchen kann es dabei aber wichtig sein, wirklich <strong><em>jeden </em>Monat Ausschüttungen</strong> zu bekommen. Das könntest du hier erreichen, wenn du zusätzlich zu den genannten zwei ETFs noch einen weiteren ausschüttenden <a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-etfs-lohnt-sich-ein-investment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-ETF</a> hinzunimmst: Den <strong>Ishares STOXX Global Select Dividend 100</strong> (WKN: <strong>A0F5UH</strong>). Dieser füllt mit seinen Ausschüttungsintervallen exakt die oberen Lücken:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Ishares STOXX Global Select Dividend 100</strong>: Januar, April, Juli, Oktober.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ich selbst habe ihn in dem <strong>200.000 Euro-Depot</strong> aber nicht berücksichtigt. Das liegt zum einen daran, dass es mathematisch gesehen völlig unerheblich ist, wie oft und wann Ausschüttungen erfolgen. Es kommt auf die Gesamtsumme und die Performance an. Genau letztere war die letzten Jahre beim <strong><a href="https://de.extraetf.com/etf-profile/DE000A0F5UH1?tab=distributions" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ishares STOXX Global Select Dividend 100</a></strong> nicht gerade berauschend. Der Vanguard und der Fidelity waren hier richtig gut. Zudem wuchsen die Ausschüttungen des Global Select Dividend 100 nicht so stark und zuverlässig wie bei den anderen beiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer auf monatliche Ausschüttungen partout nicht verzichten möchte, kann sich den ETF aber dennoch gerne einmal näher anschauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit:</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit nur zwei ETFs kannst du selbst ein <strong>sechsstelliges Depot </strong>auf <strong>Cashflow</strong>, <strong>Kurswachstum</strong> und <strong>Dividenden-Wachstum</strong> &#8222;programmieren&#8220; und dann quasi im Autopilot weiterlaufen lassen. Hier musst du keine Geschäftsberichte Lesen, Unternehmen analysieren oder Zukunftsprognosen abgeben. Auch brauchst du keine teuren &#8222;<strong>Robo-Advisors</strong>&#8220; oder &#8222;<strong>Vermögensverwalter</strong>&#8222;. Selbst Fachwissen erübrigt sich weitestgehend. Die beiden ETF und dein Broker regeln alles für dich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch eine kleine Warnung zum Schluss: ETFs beinhalten zu <strong>100% Aktien</strong>. Und Aktien schwanken. Teilweise auch stärker! Damit musst du umgehen können und dennoch Kurs halten. Ich denke aber, dass du mit solchen im Prinzip &#8222;<strong>Welt-ETFs</strong>&#8220; dennoch recht sicher unterwegs sein wirst. Beim Vanguard hast du die <a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-und-wie-in-emerging-markets-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schwellenländer</a> mit drin, falls diese wieder anziehen. Der Fidelity filtert ganz ordentlich, weshalb es extreme Krücken eigentlich gar nicht erst in den ETF bzw. Index schaffen sollten.</p>



<!-- Beginn https://www.financeads.net/-Code --><a href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C2968117424B" target="_blank"><img decoding="async" src="https://www.financeads.net/tb.php?t=25598V2968117424B" alt="320x50_generisch" border="0" width="320" height="50"></a><!-- Ende https://www.financeads.net/-Code -->



<p class="wp-block-paragraph">Insofern wäre ich mit einer solchen Zwei-ETF-Lösung mehr als tiefenentspannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Wie ist deine Einschätzung zu so einem Simpel-Depot? Ab sechsstellig lieber Einzelaktien? Oder bei hohen Summen gerade deshalb lieber zu ETFs greifen? Wie ist deine Meinung.</em></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-depot-mit-200000-euro-cashflow/">Was bringt ein passives Depot mit 200.000 Euro an Cashflow?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.finanzguerilla.de/passives-depot-mit-200000-euro-cashflow/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Short-ETF gegen die Krise?</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/short-etf-gegen-die-krise-warnung/</link>
					<comments>https://www.finanzguerilla.de/short-etf-gegen-die-krise-warnung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jun 2022 11:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[NASDAQ100-ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Short-DAX]]></category>
		<category><![CDATA[Short-ETF]]></category>
		<category><![CDATA[shorten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.finanzguerilla.de/?p=4408</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ich habe vor wenigen Tagen mein Depot um zwei Short-ETF ergänzt. Darüber möchte ich heute kurz schreiben. Wichtiger als sonst ist aber gerade für den heutigen Artikel, dass du diesen bitte nicht als Anlageempfehlung oder gar -beratung auffasst! Es ist meine Entscheidung und ich kann damit natürlich auch ziemlich daneben liegen. Ich möchte dir mit...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/short-etf-gegen-die-krise-warnung/">Short-ETF gegen die Krise?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich habe vor wenigen Tagen mein Depot um zwei <strong>Short-ETF</strong> ergänzt. Darüber möchte ich heute kurz schreiben. Wichtiger als sonst ist aber gerade für den heutigen Artikel, dass <strong>du diesen bitte nicht als Anlageempfehlung oder gar -beratung auffasst</strong>! Es ist meine Entscheidung und ich kann damit natürlich auch ziemlich daneben liegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte dir mit dem Artikel heute auch keine Angst machen. Grundsätzlich bin und bleibe ich langfristig noch immer positiv gestimmt für den Aktienmarkt. Daran wird sich so schnell auch nichts ändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wieso ich dennoch diese ETF gekauft habe, darum soll es nun nachfolgend gehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Absicherung gegen die Krise</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir erleben gerade in meinen Augen eine Zäsur an den Finanzmärkten (<strong>steigende Zinsen</strong>), zusammen mit einer neuen <strong>Block-Bildung in der internationalen Politik</strong>. Nahezu alle Indices haben inzwischen in den <strong>Bärenmarkt </strong>gewechselt, die <strong>Depotwerte schrumpfen</strong>. In meinen Augen besteht also durchaus Handlungsbedarf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedoch nicht im Sinne <em>&#8222;Jetzt alles verkaufen, später günstiger alles wieder zu besseren Preisen zurückkaufen&#8220;</em>. Was gut und logisch klingt, scheitert oftmals an der Realität. Der Markt lässt sich schwer bis nie timen. Plötzlich kommt die krasse Gegenreaktion, die du dann leider verpasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als überzeugter <strong>Buy-and-hold-and-check-Investor</strong> habe ich in den letzten Wochen <strong><em>keine</em></strong> meiner Positionen verkauft! Die Sparpläne laufen wie gehabt weiter. Mein Depot sammelt durch <a href="https://www.finanzguerilla.de/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ausschüttungen</a> und <a href="https://www.finanzguerilla.de/wie-sollte-man-die-dividende-reinvestieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden</a> weiterhin fleißig Cash an. Das wird strategisch reinvestiert für den Zinseszinseffekt. Mein <strong>Core-Satellite-Ansatz</strong> passt soweit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In letzter Zeit habe ich nur dahingehend gehandelt, dass ich <strong><em>neue</em></strong> Positionen zugekauft habe. Das sind</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Eine Handvoll <a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-aristokraten-als-rettungsanker/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-Aristokraten</a> vor wenigen Wochen (siehe mein Artikel damals)</li>



<li><strong>Short-ETF</strong> vor wenigen Tagen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Um letztere <strong>Short-ETF</strong> soll es nun heute gehen. Weitere Änderungen gab es nicht. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Was heißt überhaupt &#8222;Short&#8220; gehen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Begriff &#8222;<strong><em>Short</em></strong>&#8220; besagt in erster Linie, dass du davon ausgehst, dass Märkte, Basiswerte oder Indices sinken werden. Wenn du dich Short positionierst und die Werte tatsächlich fallen, verdienst du Geld. Steigen die Märkte und Werte, dann verlierst du. Teilweise lassen sich die Positionen auch noch auf Kredit hebeln (sog. <strong>leveraged ETF</strong>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Prinzip ist es also wie eine Art Wette, die du eingehst. In diesem Fall gehst du von schlechten Zeiten aus und möchtest dich positionieren. Werden die Zeiten schlecht, profitierst du.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie du vielleicht als regelmäßiger Leser weißt, hat mein Depot auch einige &#8222;Defensivspieler&#8220;, die <strong>gegen Inflation</strong>, <strong>Rezession</strong> und <strong>Krisen </strong>helfen sollen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Mit Kryptowerten (<strong>Bitcoin</strong>) diversifiziere ich über eine <strong>weitere Asset-Klasse</strong> (Artikel: <a href="https://www.finanzguerilla.de/wo-bitcoin-direkt-kaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> und <a href="https://www.finanzguerilla.de/bitcoin-zertifikate-als-investment-sinnvoll-oder-nicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>)</li>



<li><strong>Gold</strong> und <strong>Silber</strong> sollen zur Stabilität beitragen (Artikel: <a href="https://www.finanzguerilla.de/steuerfreies-gold-mit-euwax-gold-2/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>, <a href="https://www.finanzguerilla.de/ist-silber-ein-gutes-investment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> und <a href="https://www.finanzguerilla.de/gold-absicherung-depot-finanzcrash-krise/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>)</li>



<li>Auch <strong>CFD</strong> habe ich partiell genutzt, um zu &#8222;<em>shorten</em>&#8220; (Artikel <a href="https://www.finanzguerilla.de/cfd/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> und <a href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-ich-aktuell-vermehrt-cfd-trading-betreibe/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>)</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Wie haben sich die &#8222;Absicherungen&#8220; bewährt?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nunja, die <strong>Kryptowerte</strong> haben eine leider nun doch recht <strong>offensichtliche Korrelation mit den Aktienmärkten</strong>, insbesondere den spekulativen <a href="https://www.finanzguerilla.de/technologie-im-depot-wie-vorgehen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tech-Werten aus dem Nasdaq 100</a>. Sie schmieren ab und reißen mein Depot aktuell weiter in den Abgrund. Als Absicherung gegen &#8222;<em>die Krise</em>&#8220; oder den &#8222;<em>Tod des Euro</em>&#8220; <strong>taugen sie somit zumindest aktuell nicht</strong>. Egal was <strong>Crash-Propheten</strong> überall von den Dächern singen. Dennoch halte ich sie langfristig als Zock (was sie auch von Anfang an waren!).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gold </strong>und <strong>Silber</strong> halten sich wacker, aber selbst Gold hat aktuell noch nicht mal seinen Höchststand von <strong>2021</strong> erreicht. Hier frage ich mich, was noch passieren muss. <strong>Silber</strong> hat auch noch nicht mal sein Hoch von <strong>Mai 2021</strong> erreicht. Das ist für mich nachvollziehbar, da es eben in erster Linie ein <strong>Industriemetall</strong> ist. Wenn die Industrie durch Lieferschwierigkeiten stockt, dann leidet auch die Nachfrage nach diesem Edelmetall.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>CFD</strong> handele ich aktuell gar nicht mehr. Hier hat mich letztes Jahr enttäuscht, dass es mir nicht gestattet wurde, die <strong>Wallstreetbets</strong>-Meme-Aktie &#8222;<strong><em>Gamestop</em></strong>&#8220; am Höchstpunkt zu shorten. &#8222;<em>Dieser Basiswert kann aktuell nicht geshortet werden</em>&#8220; hieß es bei meinem <strong>CFD-Anbieter</strong> kurz und knapp. Ich hätte die Aktie tatsächlich am Höchstpunkt erwischt und den gesamten Absturz in bare Münze verwandelt. Dies hat wohl auch mein CFD-Anbieter erkannt und für sich entschieden, dass er hierbei wohl <strong>zu große Verluste durch meine Gewinne einfahren würde</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist eben das Problem bei CFD: Du <strong>spielst immer gegen deinen eigenen Broker</strong>, der gleichzeitig auch noch <strong>Marketmaker</strong> ist. Im Gegensatz zu richtigen Optionen gibt es eben keine &#8222;<em><strong>Börse für CFD</strong></em>&#8222;. Daher ist dieses Instrument für mich <strong>aktuell leider gestorben</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Absicherungen haben somit eher schlecht als recht funktioniert bis heute. Was also tun?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Den ganzen Markt shorten mit einem ETF!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich gibt es somit aktuell (abgesehen von <a href="https://www.finanzguerilla.de/optionen-ein-instrument-fuer-privatanleger/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Optionen</a>, an die ich mich (noch) nicht herantraue und <strong>Optionsscheinen</strong>, von denen ich die Finger lasse) nur wenige Möglichkeiten zu shorten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch wieso möchte ich überhaupt shorten? Dazu ein paar Worte:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2020 </strong>kam die Pandemie und damit ein kurzer aber sehr heftiger Einbruch an den Märkten. Der Dax krachte innerhalb weniger Wochen von knapp <strong>13700 Punken</strong> am <strong>19.02.2020</strong> auf <strong>8441 Punkte</strong> am <strong>18.03.2020</strong> ein. Es dauerte dann über 2 Monate bis er wieder auf seinen <strong>13700 Punkten</strong> war. Eine respektable Aufholbewegung, keine Frage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch fassen wir mal zusammen, welche Faktoren damals <strong>2020 den Crash</strong> ausgelöst haben:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Unsicherheiten in Zusammenhang mit dem Verlauf der Pandemie</li>



<li>Unsicherheiten durch die Lock-Downs und die staatlich verfügten &#8222;Berufsverbote&#8220;</li>



<li>Unternehmen, Branchen und Arbeitsplätze gerieten in Schieflage (Gastronomie, Freizeitparks, Kreuzfahrtschiffe, Diskos etc.)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Und heute? Welchen toxischen Mix haben wir <strong>2022</strong>?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nach wie vor Unsicherheiten in Zusammenhang mit dem Verlauf der Pandemie (Sommer- / Herbst-Welle?)</li>



<li>Weltweite Lieferketten sind gestört und lassen sich kaum zeitnah beheben (<strong>No-Covid-Strategie</strong> in China)</li>



<li><strong>Rekordhohe Inflation</strong> durch die Notenbanken und das willkürliche <strong>Verteilen von Geld durch die Politik</strong> per Gießkanne</li>



<li>Neuer &#8222;<strong>Kalter Krieg</strong>&#8220; durch den Aufbau neuer globaler <strong>Blocks</strong> (Russland, China / demokratischer Westen / Naher Osten)</li>



<li><strong>Steigende Zinsen</strong>!!! Dadurch dürften in Bälde Staaten (insbesondere im Süden) und Unternehmen in gravierende Schieflage hinsichtlich ihrer Finanzierung geraten</li>



<li>Drohendes Platzen der <strong>Immobilienblase</strong> (viele Menschen können sich keine Immobilie mehr finanzieren aufgrund der steigenden Zinsen)</li>



<li><strong>Rasant gestiegene Energiepreise</strong> durch den Krieg in der Ukraine (existentielle Gefahr für manche energieintensive Branchen und Firmen)</li>



<li>Drohende globale <strong>Hungersnöte durch die Ernteausfälle in der Ukraine</strong></li>



<li>Drohende <strong>neue Währungskrise des EURO</strong></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das sind nur wenige plakative Beispiele. Wie du siehst, ist in meinen Augen die Situation 2022 wesentlich gefährlicher als noch 2020.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kommt es zu einer Rezession und richtigen Krise?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In meinen Augen ist vieles schlicht noch nicht in den Märkten eingepreist. Der DAX markierte im <strong>Dezember 2021</strong> noch einen Stand von knapp <strong>15880 Punkten</strong> (<a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/162176/umfrage/monatliche-entwicklung-des-dax/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>). Heute sind wir immernoch fünfstellig bei rund <strong>13140 Punkten</strong> (Stand: <strong>17.06.2022</strong>). Wenn man einen ähnlichen Absturz wie 2020 unterstellt, dann sollte der DAX noch auf mindestens <strong>9000/10000 Punkte</strong> fallen. Wenn nicht sogar noch tiefer, da die Faktoren wie beschrieben heute auch andere sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bislang hält sich der DAX 40 noch ganz wacker. Ich gehe aber davon aus, dass es nochmal abwärts gehen wird. Die <strong>Zinsen steigen &#8222;erst&#8220; ab 01.07.</strong> tatsächlich in der EU (aktuell ist der Anstieg nur &#8222;angekündigt&#8220;), <strong>Sommerloch</strong>, unklarer weiterer Kriegsverlauf in der Ukraine etc.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man kann mir vorwerfen, dass ich aus dem Bauch heraus handele, aber mein Bauch schlägt aktuell tatsächlich Alarm. Normal bin ich alles andere als ängstlich, aber eine solche <strong>negative Mischung an den Märkten</strong> habe ich selten erlebt. Saisonale Schwäche kommt noch hinzu. In meinen Augen mehr als Grund genug, einen <strong>Teil meines Depots abzusichern</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Absicherung mit Short-ETF auf den DAX 40</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe für die Absicherung meines Depots <strong>zwei ETF</strong> auf den <strong>Short-DAX</strong> für mich gewählt. Ein ETF ist <strong>1:1 Short</strong>, der andere hat einen <strong>Hebel von 2</strong>. Das bedeutet: Fällt der DAX um <strong>2 Prozent</strong>, steigt mein Wert um <strong>4 Prozent</strong>. Und umgekehrt!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar ist der DAX ein recht launiger Zeitgenosse, der als schwer zu traden gilt, aber durch seine noch immer recht einseitige Ausrichtung auf Zykliker, sind hier Krisen für mich ganz gut abzuschätzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So bin ich vorgegangen, das waren meine Einstiege:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>DAX-Short 1:1</strong> bei <strong>13270 Punkten</strong>, gekauft am 14.06.2022</li>



<li><strong>DAX-Short x2</strong> bei <strong>13495 Punkten</strong>, gekauft am 15.06.2022</li>



<li>Anlagehorizont: <strong>1-6 Monate</strong></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Stand gestern Abend (17.06.2022) liegen beide ETF somit <strong>knapp im Gewinn</strong>. Sollte es tatsächlich zu einem Crash ab dem 01.07. durch die Zinserhöhungen kommen, dann sollten beide ETF ganz nett performen. Dabei mache ich mir aber keinerlei Illusionen: Von einer echten &#8222;<em>Absicherung des Depots</em>&#8220; kann keine Rede sein. In beiden ETF stecken &#8222;nur&#8220; vierstellige Beträge. Diese federn bei einem sechsstelligen Depot natürlich nicht viel ab, aber zumindest ein bisschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht kommt dann ja parallel auch <strong>Gold</strong> in die Puschen und die <strong>Kryptos</strong> haben endlich ihren Boden gefunden. Wer weiß.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Warnung zum Schluss &#8211; Gefahren von Shorts!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie oben gesagt: Bitte nicht blind nachmachen! Short-ETF haben ganz eigene Tücken im Vergleich zu &#8222;normalen&#8220; <strong>Long-ETFs</strong>. Diese sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Tägliche Anpassung</strong> und <a href="https://de.extraetf.com/news/etf-news/short-etfs-achtung-pfadabhaengigkeit" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pfadabhängigkeit</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Short-ETF werden täglich neu angepasst. Daher findest du bei solchen ETFs auch gerne im Namen die Bezeichnung &#8222;<em><strong>Daily Swap</strong></em>&#8222;. Diese Anpassung und die sogenannte <strong>Pfadabhängigkeit</strong> führen dazu, dass Short-ETF bei schwankenden Märkten trotzdem verlieren, auch wenn der Ausgangspunkt wieder erreicht wird.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Bei einem <strong>häufigem Auf und Ab kann sich somit der Verlust bei täglicher Berechnung des Index erheblich summieren</strong>. In stetig fallenden Märkten dagegen sorgt die Pfadabhängigkeit für zusätzliche Einnahmen, da der ShortDAX einen immer höheren Wert annimmt.&#8220;</em></p>
<cite><a href="https://de.extraetf.com/news/etf-news/short-etfs-achtung-pfadabhaengigkeit" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Short-ETFs: Achtung Pfadabhängigkeit (extraetf.com)</a></cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Daher ist bei Short-ETF wichtig, dass du diese <strong>nicht langfristig in deinem Depot hältst</strong>! Ansonsten entwickeln sie sich zu wahren Bremsklötzen mit der Zeit, die dir deine <strong>Gesamtperformance</strong> verhageln können. Konzepte populärer Fondsanbieter, die viel mit &#8222;Absicherungen&#8220; hantieren belegen das mit einer <strong>unterdurchschnittlichen Performance</strong> im Vergleich zur Benchmark.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher: <strong>Bitte nur zeitlich befristet für wenige Tage / Wochen / Monate</strong>. Andernfalls machst du garantierte Verluste mit solchen Short-Produkten. Vor allem wenn sie gehebelt sind, was die Wirkung dadurch verdoppelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn der Markt aber deinem prognostizierten Weg folgt, dann entstehen eben durch diese Pfadabhängigkeit auch enorme Gewinne.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wieso keine (gehebelten) Short-Zertifikate statt ETF?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine andere Möglichkeit ist, wenn du den Markt mit Short-Zertifikaten shortest. Ich habe mich einfach nur aufgrund des <strong>Emittentenrisikos</strong> für die ETF-Variante entschieden. Auch wenn ich dort eine TER habe, die zusätzlich die Rendite schmälert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Zertifikaten besteht immer die Gefahr, dass der<strong> Emittent</strong> diese vom Markt nimmt und du dann gezwungen bist, zu einem schlechten Zeitpunkt zu verkaufen. Zudem ist dein Geld kein Sondervermögen, im Gegensatz zu ETF. Geht der <strong>Emittent Pleite</strong>, entsteht dir im schlimmsten Falle auch ein Totalverlust. Bei ETF gibt es dieses Risiko nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Short-ETF, mein Fazit:</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sichere mein Depot also aktuell mit den beiden <strong>Short-DAX-ETF</strong> ab. Ein ETF ist gehebelt (x2), der andere 1:1. Ob ich damit richtig liege oder nicht, werde ich dann zu gegebener <strong>Zeit hier im Artikel ergänzen</strong>. Zudem werde ich meine Rendite (oder Verluste) hier veröffentlichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich werde mir aber vorbehalten, die Positionen <em>auch schnell wieder aufzulösen</em>, wenn sich grundlegend etwas auf der Welt ändern sollte. <strong>Also jetzt bitte nicht mich kopieren und davon ausgehen, dass ich dich vorwarne, wenn ich meine Shorties auflöse!!!! </strong>Diese Zeit kann ich mir beim besten Willen nicht nehmen, vor allem wenn es turbulent zugeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher: Entscheide wie immer für dich selbst und was zu deiner Strategie passt. Ich empfehle dir nichts und für deine Investmenterfolge bist einzig und alleine du verantwortlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Vielleicht nutzt du ja auch ganz andere Strategien zur Absicherung deines Depots und zur Abmilderung der Inflation? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen, wie du vorgehst!</em></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/short-etf-gegen-die-krise-warnung/">Short-ETF gegen die Krise?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.finanzguerilla.de/short-etf-gegen-die-krise-warnung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn der ETF plötzlich grün wird (ESG)</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/wenn-der-etf-ploetzlich-gruen-wird-esg/</link>
					<comments>https://www.finanzguerilla.de/wenn-der-etf-ploetzlich-gruen-wird-esg/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Dec 2021 21:27:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
		<category><![CDATA[ESG]]></category>
		<category><![CDATA[ESG-Kriterien]]></category>
		<category><![CDATA[ETF austauschen]]></category>
		<category><![CDATA[Index-Anpassung]]></category>
		<category><![CDATA[Junior-Depot]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Xtrackers MSCI AC World ESG Screened UCITS ETF 1C]]></category>
		<category><![CDATA[Xtrackers MSCI AC World Index UCITS ETF 1C]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.finanzguerilla.de/?p=4212</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute geht es in diesem Artikel um einen ETF, der kürzlich seinen Index gewechselt hat. Leider nicht in meinem Interesse, sodass ich leider zur Handlung gezwungen war. Ich habe den ETF aus diesem Grund schweren Herzens aus meinem Depot entfernt. Das hat mir leider wieder vor Augen geführt, dass ETFs nunmal doch nicht immer das...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/wenn-der-etf-ploetzlich-gruen-wird-esg/">Wenn der ETF plötzlich grün wird (ESG)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap wp-block-paragraph">Heute geht es in diesem Artikel um einen ETF, der kürzlich <strong>seinen Index gewechselt</strong> hat. Leider nicht in meinem Interesse, sodass ich leider zur Handlung gezwungen war. Ich habe den ETF aus diesem Grund schweren Herzens <strong>aus meinem Depot entfernt</strong>. Das hat mir leider wieder vor Augen geführt, dass ETFs nunmal doch nicht immer das Rundumsorglospaket sind, die man <strong><em>unbeachtet</em> Jahrzehnte im Depot liegen lassen kann</strong>. Ruckzuck kann etwas passieren und man ist zur <strong>Handlung</strong> oder <strong>Duldung</strong> gezwungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ist passiert?</p>



<h2 class="wp-block-heading">ETF und der Index</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du keine Ahnung von ETF hast und was diese sind, dann kannst du das bei Bedarf <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> nochmal nachlesen. Es bleibt auch dabei, dass ich nach wie vor <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">globale ETF zur Altersvorsorge</a> empfehle. Trotzdem nochmal in aller Kürze:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>ETF sind an der Börse gehandelte Fonds, die passiv einem bestimmten Index folgen</em></strong> und sehr kostengünstig sind. Die Aktienauswahl im Fonds wird nicht von einem Manager oder Team getroffen (wie bei teureren <em>aktiven</em> Fonds), sondern wird (meistens automatisiert) dem <strong>jeweiligen Index angepasst</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du einen <strong>ETF auf den DAX</strong> hast, der <strong>physisch nachbildet</strong>, dann besitzt du somit <strong>alle 40 Aktien des DAX</strong> in der jeweiligen Gewichtung des Index. Somit auch alle Überflieger, genau wie die Rohrkrepierer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine passive langfristige Anlage eignen sich ETFs aufgrund dieser Funktionsweise daher ziemlich gut (meiner Meinung nach).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Änderungen im Junior-Depot</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Also kommen wir nun zu meinem spezifischen &#8222;Problem&#8220; bzw. dem Problem meiner kleinen Tochter. <a href="https://www.finanzguerilla.de/depot-fuer-kinder-steuerfrei-ins-erwachsenenalter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bekanntlich habe ich für diese ja im zarten Alter von wenigen Wochen ein Wertpapier-Depot für Kinder eingerichtet</a>, welches ich monatlich für sie füttere. Da es diese Art des Depots nicht überall gibt, habe ich mich für das <strong>Junior-Depot </strong>bei der <strong>Consorsbank</strong> entschieden.</p>



<pre class="wp-block-verse">Hier kannst du dich bei Bedarf über diese Art des <strong><em>steuerfreien Depots</em></strong> informieren und direkt eines eröffnen: <a href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C15267516T" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Junior-Depot bei der Consorsbank</a>*</pre>



<p class="wp-block-paragraph">Wieso so ein Depot <a href="https://www.finanzguerilla.de/steuerfreies-gold-mit-euwax-gold-2/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">steuerfrei</a> ist und was es dringend zu beachten gilt, kannst du ebenfalls oben im verlinkten Artikel nachlesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also was war im Depot meiner Tochter geschehen? </p>



<h2 class="wp-block-heading">Hilfe, mein ACWI wird grün!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für das Depot meiner Tochter habe ich als Index für <strong>möglichst wenig Arbeit</strong>, eine <strong>möglichst passive Aufstellung ohne Rebalancing</strong> und einer <strong>sehr breiten Streuung</strong> den <strong>ACWI</strong> (All Countries World) gewählt. Weitere Infos zu den verschiedenen ETFs auf den ACWI findest du <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>. Eine Alternative wäre der <a href="https://www.finanzguerilla.de/vanguard-etfs-in-deutschland-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vanguard FTSE All-World</a>, der jedoch sogar ein wenig teurer ist als mein neu gewählter ACWI.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es handelt sich hier also um einen global diversifizierten, riesigen Index aus <strong>Schwellenländern und Industrieländern</strong>. Ins Depot meiner Tochter schaffte es zunächst folgender ACWI der &#8222;Marke&#8220; Xtrackers (Tochter der Deutschen Bank bzw. der DWS):</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><em><strong>Xtrackers MSCI AC World Index UCITS ETF 1C</strong> (WKN: A1W8SB)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Soweit, so gut. Bei der Consorsbank war dieser ETF sogar seit der Geburt meiner Tochter <strong>kostenlos besparbar als Aktions-ETF</strong>. Sprich ohne jegliche Transaktionskosten. Ich war sehr zufrieden, der ETF performte sehr gut. Das Vermögen meiner Tochter wuchs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch dann flatterte im September 2021 ein Terminanschreiben der Fondsgesellschaft in meinen Postkorb: <strong><em>Die Fondsgesellschaft plant, den zugrundeliegenden Index zu verändern!!!</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun, zwischenzeitlich ist der Wechsel vollzogen und der ETF heißt nun:</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><em><strong>Xtrackers MSCI AC World ESG Screened UCITS ETF 1C</strong>  (WKN: A1W8SB)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Rest hat sich nichts geändert, auch könnte ich den &#8222;neuen&#8220; ETF weiterhin kostenlos besparen. Was ich aber nicht tue. Doch dazu gleich mehr.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das bedeutet der neue ESG-Index<em> </em></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der ETF ist nun also &#8222;<em>grün</em>&#8220; geworden. Sprich du bekommst nicht mehr repräsentativ einfach nur stupide die <strong>größten Aktien des ACWI</strong> nach Marktkapitalisierung, sondern diese werden nun auch noch nach &#8222;<strong>ESG&#8220;-Kriterien zusätzlich gefiltert</strong>. Das steht dafür, dass Unternehmen nach <strong>Umweltstandards</strong> (<strong><em>E</em></strong>nvironmental), <strong>sozialen Kriterien</strong> (<strong><em>S</em></strong>ocial) und der <strong>Unternehmensführung</strong> (<strong><em>G</em></strong>overnance) <strong>bewertet</strong> werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das führt mir wieder vor Augen, dass ETF mitnichten so unkompliziert und uneingeschränkt als <strong>&#8222;fire and forget&#8220;-Lösung taugen</strong>. Sie bergen durchaus auch Risiken für den Investor. <strong>Jederzeit kann der Index geändert werden</strong> und du musst deine Anlagestrategie danach ausrichten. <a href="https://www.finanzguerilla.de/gefahren-von-etfs/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier findest du weitere Gefahren von ETF</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Wechsel ist für mich nicht hinnehmbar! Nicht weil mir die Umwelt nicht wichtig wäre, <a href="https://www.finanzguerilla.de/klimaschutz-und-kapitalismus-ein-widerspruch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ganz im Gegenteil</a>! Aber immer wenn Unternehmen <em>bewertet</em> werden, steht ein <strong>Bewerter mit einer Agenda</strong> dahinter. Für mich sind die <strong>ESG-Kriterien</strong> schlichtweg zu schwammig formuliert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Factsheet des &#8222;neuen&#8220; ETF heißt es zum &#8222;neuen Index&#8220; zum Beispiel:</p>



<h3 class="wp-block-heading">MSCI ACWI Select ESG Screened Index</h3>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Der <strong>MSCI ACWI Select ESG Screened Index </strong>zielt darauf ab, die Wertentwicklung des<br>folgenden Markts abzubilden:<br>&#8211; Unternehmen mit hoher und mittlerer Kapitalisierung aus Schwellenmarkt- und<br>Industrieländern weltweit die im Vergleich zu ihren Mitbewerbern bessere ESG-Eigenschaften<br>und eine geringere Kohlenstoffemission aufweisen<br>&#8211; Wertpapiere von Unternehmen, <strong>die die folgenden ESG-Standards nicht erfüllen, werden<br>ausgeschlossen</strong>: Unternehmen, die mit <strong>umstrittenen</strong>, <strong>zivilen und nuklearen Waffen</strong> und<br><strong>Tabak</strong> verbunden sind, ein <strong>MSCI ESG-Rating von CCC</strong> oder <strong>kein Rating</strong> aufweisen, mit dem<br><strong>Abbau von Kraftwerkskohle</strong> oder <strong>Ölsand</strong> und mit <strong>militärischen Waffen Umsatzerlöse</strong> erzielen<br>und Emittenten mit einem „roten“ (red) MSCI ESG Impact Monitor Score von unter 1.<br>&#8211; vierteljährliche Überprüfung<br>Weitere Informationen zur Index-, Auswahl- und Gewichtungsmethodik sind unter www.msci.<br>com verfügbar</p>
<cite><a href="https://www.justetf.com/servlet/download?isin=IE00BGHQ0G80&amp;documentType=MR&amp;country=DE&amp;lang=de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a></cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Sprich: Wenn es blöd läuft und die Unternehmen gewisse Kriterien nicht erfüllen, verzichtest du auf ganze Branchen wie <strong>Cannabis</strong>, <strong>Tabak</strong>, <strong>Waffen</strong>, <strong>Öl</strong>, <strong>Alkohol</strong>. Und das aus moralischen Gründen, die sich aber bei näherer Betrachtung gut und gerne als Heuchelei herausstellen können. <strong>Waffen</strong> sind schlecht? Auch wenn damit Tyrannen beseitigt und Menschenleben gerettet werden? Hm. <strong>Öl</strong> soll schlecht sein, dabei befördert es Milliarden von Menschen von A nach B. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alkohol</strong>? Come on! In der <strong>Disko</strong> soll er ok sein, im Depot aber nicht?! Da rebelliert mein gesunder Menschenverstand. Aber abgesehen von diesen moralisierenden Bewertungen habe ich auch rechtliche Probleme mit solchen Standards.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In obiger Index-Beschreibung finden sich für mich nämlich <strong>viel zu viele unbestimmte Rechtsbegriffe</strong>. Das sind in juristischen Kreisen Begriffe, die <em>interpretierbar</em> sind und je <strong>nach Auslegung</strong> variieren. Ein Beispiel ist das obige Wort &#8222;<em>umstritten</em>&#8222;. Was bedeutet umstritten? Heutzutage ist nahezu alles umstritten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer legt fest, was als umstritten gilt? Ist <strong>Apple</strong> umstritten? Oder <strong>Tesla</strong>? Sind <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-und-wie-in-emerging-markets-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">chinesische Aktien</a></strong> umstritten?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schlechtere Performance durch ESG?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich befürchte schlicht, dass wenn die Kriterien in den nächsten Jahren und Jahrzehnten, dem Zeitgeist folgend, stetig <strong>verschärft werden</strong>, renditeträchtige Unternehmen eventuell aus dem <strong>ETF rausfliegen</strong> und die ETF Performance dadurch leidet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn dies nicht der Fall wäre (manche Stimmen behaupten ja sogar, dass <a href="https://de.scalable.capital/finanzplanung/nachhaltigkeit-etf-rendite-killer" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ESG-ETFs besser performen als &#8222;normale&#8220;</a>), ist es für mich einfach viel zu kompliziert, überhaupt noch einen <strong>Überblick über die enthaltenen Unternehmen</strong> zu behalten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere wiederum haben herausgearbeitet, dass <strong>ESG-ETFs</strong> nicht unbedingt eine höhere Rendite abwerfen und im schlimmsten Falle sogar ein <strong>böses Erwachen durch schlechtere Rendite</strong> droht. Diese Position vertritt zum Beispiel auch <strong>ETF-Papst Gerd Kommer</strong>:</p>



<iframe loading="lazy" width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/Z38wI0-l1ys" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Fatal, wenn jahrzehntelanger Vermögensaufbau das Ziel ist und am Ende die Performance nicht stimmt. Hier entscheidet bekanntlich langfristig jedes Prozent (<strong>Zinseszins</strong>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Apple zum Beispiel irgendeinen Bockmist baut und aus dem Index fliegen sollte, kriege ich das als <strong>passiver ETF-Anleger</strong> im Zweifelsfall gar nicht mit. Spätestens dann wenn ich sehe, dass die Performance von Apple fehlt, was <strong>in den letzten 10 Jahren sehr von Nachteil gewesen</strong> wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und überhaupt, wer legt die Ratings fest? Welchen Regeln folgen sie? Welche Lobbys beeinflussen die Ratings? Muss ich jetzt als Privatanleger auch noch <strong>die Entwicklung der Kriterien und der Ratings</strong> verfolgen?!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nee, als <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen-auf-der-rolltreppe-durchs-leben/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passiver ETF-Investor</a> möchte ich es einfach und pflegeleicht haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit:</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was habe ich also getan? Kurzerhand habe ich schweren Herzens den Xtrackers <strong>ACWI-ESG</strong> durch einen &#8222;normalen&#8220; ACWI der Marke &#8222;Ishares&#8220; im <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sparplan</a> ersetzt. Dadurch dass das <strong>Depot ohnehin steuerfrei</strong> ist, blieb mir die Abgeltungssteuer durch den Verkauf der bisherigen ETF-Anteile glücklicherweise erspart.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt habe ich nur das Problem, auf einen geeigneten Zeitpunkt zu warten, um die freigewordene Summe, möglichst intelligent in den ishares ACWI umzuschichten. Somit bin ich als<strong> passiver Investor</strong> also in gewisser Weise zum <strong>Markettiming </strong>gezwungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ärgerlich, da doch gerade die Philosophie des passiven Investierens auf Markettiming verzichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">U<strong>mweltschutz</strong> betreibe ich lieber weiterhin auf der Ebene meiner normalen Lebensführung durch den <a href="https://www.finanzguerilla.de/minimalismus-als-lebensweg-und-lebensstil/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verzicht auf überbordenden Konsum</a>, <strong>bewussten Lebensentscheidungen</strong> und einem <strong>Fokus auf Nachhaltigkeit</strong> und <a href="https://www.finanzguerilla.de/spartipps/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sparsamkeit</a> in allen sonstigen Belangen. Hier lege aber <em><strong>ich</strong></em> meine Kriterien fest und keine undurchsichtige Lobby-Organisation der Fondsanbieter, der Politik oder von Umweltverbänden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie stehst du zum Thema ESG? Kannst du meine Entscheidung nachvollziehen oder sagst du eher: Jetzt erst Recht den Xtrackers?</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/wenn-der-etf-ploetzlich-gruen-wird-esg/">Wenn der ETF plötzlich grün wird (ESG)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.finanzguerilla.de/wenn-der-etf-ploetzlich-gruen-wird-esg/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kann man mit ETF Millionär werden?</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-etf-millionaer-werden/</link>
					<comments>https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-etf-millionaer-werden/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Dec 2021 20:34:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Die wichtigsten Tipps zum reich werden]]></category>
		<category><![CDATA[ETF-Sparplan]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzielle Unabhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[finanzieller Schutz]]></category>
		<category><![CDATA[Millionär werden]]></category>
		<category><![CDATA[Mit einem Welt-ETF zur Million]]></category>
		<category><![CDATA[Mit ETF Millionär werden]]></category>
		<category><![CDATA[Spardauer und Sparquote berechnen]]></category>
		<category><![CDATA[Vanguard FTSE All-World UCITS ETF]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.finanzguerilla.de/?p=4187</guid>

					<description><![CDATA[<p>Immer wieder werde ich gefragt, ob es sich heutzutage überhaupt auszahlt, in ETF zu investieren und ob nicht die Einzeltitelauswahl von Aktien sinnvoller ist. Oder einfach „All-in“ in Bitcoin zu gehen. Sind Renditen mit ETF nicht in gewisser Weise nach oben gedeckelt, sodass richtig hohe Renditen mit ETFs gar nicht möglich sind? Andere formulieren die...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-etf-millionaer-werden/">Kann man mit ETF Millionär werden?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap wp-block-paragraph">Immer wieder werde ich gefragt, ob es sich heutzutage überhaupt auszahlt, <strong>in ETF zu investieren</strong> und ob nicht die <strong>Einzeltitelauswahl</strong> von <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-aktien/">Aktien</a> sinnvoller ist. Oder einfach „<strong>All-in</strong>“ in <a href="https://www.finanzguerilla.de/wo-bitcoin-direkt-kaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bitcoin</a> zu gehen. Sind Renditen mit ETF nicht in gewisser Weise nach oben gedeckelt, sodass <em>richtig hohe Renditen</em> mit ETFs gar nicht möglich sind? Andere formulieren die Frage so: <strong>Kann ich mit ETF auch Millionär werden</strong>? Wenn ja, wie lange dauert das?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun, dieses Thema möchte ich heute mal näher beleuchten und mit dir ein <strong>paar Beispielszenarien durchrechnen</strong>. Vielleicht erkennst du deine eigene finanzielle Situation ja an dem einen oder anderen Beispiel wieder.</p>



<pre class="wp-block-verse"><em>Auch interessant: <a href="https://www.finanzguerilla.de/anfaengerguide-boerse-fuer-einsteiger/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">So startest du erfolgreich an der Börse - der Einsteigerguide</a>!</em></pre>



<h2 class="wp-block-heading">ETF oder Einzelaktien?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass ich beim <strong>Thema ETF vs. Einzelaktien</strong> selbst auch gespalten bin, kannst du bereits aus meinen beiden Artikeln</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/in-einzelaktien-statt-etf-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lieber in Einzelaktien statt in ETF investieren</a>?</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-einem-passiven-investment-den-index-schlagen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mit einem passiven Investment den Index schlagen. Möglich</a>?</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">herauslesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sprich: Man kann <strong>für beide Seiten sehr gute Argumente</strong> finden. Aktuell geht meine Tendenz eher <strong>in Richtung ETF</strong>, da wir in meinen Augen in ziemlich disruptive Zeiten hineinstolpern und manche Geschäftsmodelle, die ganze <strong>Jahrzehnte womöglich funktioniert haben, heutzutage teilweise an ihre Grenzen stoßen</strong>, was auch auf die langjährig zuverlässig <a href="https://www.finanzguerilla.de/wie-sollte-man-die-dividende-reinvestieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gezahlten Dividenden</a> auswirken würde. Eine pure Dividendenstrategie scheidet daher für mich auch kategorisch aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem erfordert die <strong>passive Anlage in ETF </strong>einfach <strong>weniger (Lebens-)Zeit</strong> und sorgt für eine gewisse <strong>Automatisierung</strong> und somit <strong>positive Sturheit</strong> in Sachen Investieren. Nicht umsonst <a href="https://timschaefermedia.com/an-der-boerse-zaehlen-die-jahrzehnte-nicht-die-tage-aehnlich-ist-das-bei-der-ernaehrung-und-fitness/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">predigt auch Tim Schaefer in seinem gelungenen Blog regelmäßig das stetige und sture Investieren</a>. Völlig zu Recht!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich will und muss mich nicht tagtäglich mit dem <strong>Marktlärm</strong> und der <strong>Konjunktur</strong> beschäftigen, sondern kann mich auf andere Bereiche fokussieren (<strong>Business</strong>, <strong>Karriere</strong>, <strong>Familie</strong>, <strong>Freunde</strong>, <strong>Hobbies</strong>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch halte ich auch noch ein <strong>paar Einzelaktien</strong>. Ich verfolge daher einen <strong>Core-Satellite-Ansatz</strong>. Kern sind <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF</a>s, die Einzelaktien schwirren drumherum und fliegen hin und wieder mal raus, neue kommen herein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher bleibe ich nachfolgend mal bei <strong>ETF auf dem Weg zur Million</strong>. Wie sieht bei <strong>ETF die Rendite</strong> aus?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Renditen sind mit ETF möglich?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">globalen ETF</a> bekommst du in der Regel die <strong>Marktrendite irgendwo zwischen 6-10 Prozent p.a.</strong> Nicht mehr, aber auch nicht weniger (die <strong>Transaktionskosten</strong>, <strong>laufenden Kosten des ETF</strong> und den <strong>Tracking Error</strong> mal ausgenommen).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du den <strong>globalen Markt auf ETF-Basis trotzdem schlagen willst</strong>, so gibt es auch hier einige Möglichkeiten. Hier sind einige Beispiele wie du <a href="https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-einem-passiven-investment-den-index-schlagen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mit ETFs den Markt schlagen</a> kannst:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Du <strong>kombinierst ETFs verschiedener Art</strong> und hoffst, dass am Ende eine höhere Rendite als beispielsweise beim <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MSCI ACWI</a> herauskommt (<a href="https://www.finanzguerilla.de/technologie-im-depot-wie-vorgehen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Branchen-ETFs</a>, <a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-und-wie-in-emerging-markets-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETFs nach Regionen</a> etc.). </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beispiel</strong>: Du hast <strong>2 ETF im Depot</strong>, einen <strong>globalen MSCI ACWI </strong>und einen <strong>NASDAQ 100</strong>. Wenn der NASDAQ 100 weiter so performt wie in den letzten Jahren, hättest du mit diesen beiden ETFs schon den „Markt“ (<strong>MSCI ACWI</strong>) geschlagen, da der NASDAQ 100 die Rendite pusht.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zweite Möglichkeit ist, wenn du deinen <strong>globalen ETF</strong> in Korrekturphasen aggressiv nachkaufst. Dadurch <strong>steigerst du auch die Rendite des ETF über Marktniveau</strong>.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beispiel</strong>: Du hast einen ACWI-ETF, der zum 31.12. einen Wert von <strong>100 Euro</strong> je Anteil hat. Ein Jahr später ist der ETF bei <strong>105,50 Euro</strong>. Rein rechnerisch hättest du also die <strong>Marktrendite von 5,5 %</strong> mitgenommen, wenn du ihn einfach nur gehalten hättest. Wenn der ETF aber im Jahresverlauf <strong>auf 85 Euro eingebrochen wäre</strong> und du dann Stücke <em><strong>nachgekauft</strong></em> hättest, dann wäre deine Rendite zum <strong>31.12.</strong> wesentlich höher. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Durchschnittskosteneffekt per Sparplan (Cost Avarage)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du hättest damit dann den „Markt“ geschlagen, da du <strong>mehr Anteile des ETF zu einem niedrigeren Einstiegspreis</strong> hättest. Dies wäre meine Empfehlung, die sich diese Taktik auch sehr einfach und mit wenig Aufwand umsetzen lässt</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen ähnlichen Effekt hast du auch mit einem <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-in-der-krise-haelt-das-bollwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF-Sparplan</a>: Durch den <strong>automatisierten Kauf</strong> bekommst du bei niedrigen Kursen <strong>mehr Anteile ins Depot</strong> und bei <strong>hohen Kursen weniger</strong>. Allerdings schlägst du damit nicht zwangsläufig den Index. Es kommt immer auf die <strong>Volatilität und deine Ausführungszeitpunkte des ETF-Kaufs</strong> an. Zudem hängt es immer vom Verhältnis der <strong>Sparquote</strong> zur <strong>Gesamtsumme</strong> ab. </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Depotwert von 100.000 Euro wird durch einen Sparplankauf in Höhe von <strong>100 Euro</strong> nur unwesentlich verbilligt. Durch diesen <strong>Durchschnittskosteneffekt</strong> kannst du also grundsätzlich den Index schlagen, muss aber nicht sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie lange dauert es, mit ETF zum Millionär zu werden?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele wollen die <strong>Million Depotbestand</strong> erreichen. <strong>Ist das mit ETFs möglich</strong>? Wenn ja, wie lange dauert das? Kurz vorweg: <strong>Ja, mit einem ETF kannst du Millionär werden</strong>. Nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch. Aber das dauert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für folgende Beispielsrechnungen unterstelle ich jeweils eine Performance von <strong>7% p.a.</strong> und einen <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">globalen Aktien-ETF</a>, zum Beispiel den <a href="https://www.finanzguerilla.de/ruerup-rente-versus-etf-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">FTSE All-World</a> oder <strong>ACWI</strong>). Zudem erfolgt keine Berücksichtigung der Steuer (<a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Thesaurierer</a>, individuell), der <strong>Inflation</strong> (schwer zu prognostizieren) und von eventuellen <strong>Dynamiken</strong>. Sprich die Sparplan-Rate bleibt immer gleich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spaßeshalber habe ich dahinter noch die Dauer bei angenommenen <strong>10% Rendite p.a.</strong> aufgeführt, wie sie der <strong>S&amp;P 500</strong> oder <strong>NASDAQ 100</strong> in den <strong>letzten 10-15 Jahren locker lieferten</strong>:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Szenario 1: Der Traumtänzer</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Startkapital: <strong>keines</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sparplan: <strong>100 Euro / Monat</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Spardauer bis zur Million: <strong>59,80 Jahre</strong> (bei 10% Rendite p.a.: <strong>45,98 Jahre</strong>)</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="432" height="447" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-1.png" alt="Der Traumtänzer spart nur in einen ETF-Sparplan und hat dabei keinerlei Startkapital. Dieses Beispiel repräsentiert somit eher Menschen jüngeren Semesters oder Azubis bzw. Studenten." class="wp-image-4188" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-1.png 432w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-1-290x300.png 290w" sizes="auto, (max-width: 432px) 100vw, 432px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.zinsen-berechnen.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zinsen-Berechnen.de</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Der Traumtänzer geht davon aus, dass es ausreichend ist, einen <strong>ETF-Sparplan zu starten</strong> und einfach laufen zu lassen. <strong>Der Reichtum kommt schließlich von ganz allein und automatisch</strong>. So weit so gut und auch sinnvoll. Er wird trotzdem im Alter besser dastehen als viele Anderen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn aber wirklich die <strong>Million das Ziel ist</strong>, dann sollte er bereits in sehr jungen Jahren mit dem Investieren beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rechnerisch würde es nämlich knapp <strong>59,80 Jahre</strong> bis zum <strong>Endkapital von 1.001.992,02 Euro</strong> dauern. Als 20-Jähriger hättest du also erst kurz vor dem Check-In im Friedhof dein Ziel erreicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Szenario 2: Der blutjunge Berufsanfänger</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Startkapital: <strong>20.000 Euro</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sparplan: <strong>300 Euro / Monat</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Spardauer bis zur Million: <strong>39,37 Jahre</strong> (bei 10% Rendite p.a.: <strong>30,26 Jahre</strong>)</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="448" height="457" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-2.png" alt="Der blutige Berufsanfänger steht schon besser da. Er hat sich ein kleines finanzielles Polster angespart und investiert obendrein pro Monat noch 300 Euro per Sparplan. Er ist schonmal auf einem ganz guten Weg langfristig." class="wp-image-4189" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-2.png 448w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-2-294x300.png 294w" sizes="auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px" /><figcaption class="wp-element-caption"> Quelle: <a href="https://www.zinsen-berechnen.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zinsen-Berechnen.de</a> </figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Ambitionierter und <strong>knapp 20 Jahre früher</strong>, kann sich der <strong>junge Berufsanfänger</strong> freuen, der mit einem Startkapital von 20.000 Euro und einem ETF-Sparplan von 300 Euro pro Monat etwas mehr Gas gibt. Rechnerisch hätte er nach <strong>39,37 Jahren</strong> ein <strong>Endkapital von 1.003.462,56 Euro</strong>. Nicht schlecht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Szenario 3: Der berufserfahrene und sparsame Single</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Startkapital: <strong>50.000 Euro</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sparplan: <strong>500 Euro / Monat</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Spardauer bis zur Million: <strong>30,42 Jahre</strong> (bei 10% Rendite p.a.: <strong>23,49 Jahre</strong>)</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="452" height="450" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-3.png" alt="Kann man mit ETFs Millionär werden? Das geht. Nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis. Es kommt auf eine hohe Sparquote und gutes Investieren an." class="wp-image-4190" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-3.png 452w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-3-300x300.png 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-3-150x150.png 150w" sizes="auto, (max-width: 452px) 100vw, 452px" /><figcaption class="wp-element-caption"> Quelle: <a href="https://www.zinsen-berechnen.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zinsen-Berechnen.de</a> </figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Der <strong>berufserfahrene</strong> und <strong>sparsame Single</strong> ist in seinen 30ern und schafft es tatsächlich, <strong>500 Euro pro Monat</strong> zur Seite zu packen. Zusätzlich startet er mit einer Finanzspritze von <strong>50.000 Euro</strong>, die er sich <strong>seit dem Studium</strong> und seinen <strong>ersten Jahren Berufserfahrung</strong> zusammengespart hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Berufserfahrene kann sich nach <strong>30,42 Jahren</strong> rechnerisch über ein Endkapital von <strong>1.005.838,90 Euro</strong> freuen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der gute Mensch hätte somit knapp vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter von <strong>67 Jahren</strong> seine Million safe. Wenn er im Alter von <strong>30 Jahren anfängt, könnte er sogar mit 60 dann aufhören und von seinem Depot leben</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Szenario 4: Der Frugalist und Workaholic</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Startkapital: <strong>100.000 Euro</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sparplan: <strong>1500 Euro / Monat</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Spardauer bis zur Million: <strong>18,31 Jahre</strong> (bei 10% Rendite p.a.: <strong>14,81 Jahre</strong>)</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="445" height="452" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-4.png" alt="Der Frugalist spart und lebt ein Leben in Askese. Übriges Geld investiert er am Aktienmarkt und baut sich so ein Passives Einkommen auf." class="wp-image-4191" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-4.png 445w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-4-295x300.png 295w" sizes="auto, (max-width: 445px) 100vw, 445px" /><figcaption class="wp-element-caption"> Quelle: <a href="https://www.zinsen-berechnen.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zinsen-Berechnen.de</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Er/sie braucht Wenig bis Nichts. Wohnt in einer <strong>kleinen Einzimmerwohnung</strong>, <strong>containert sein Essen</strong>, hat langjährig schon einen gut bezahlten Hauptjob und übt <strong>zusätzlich eine Nebentätigkeit</strong> aus. Kostenintensive Hobbies sind ihm/ihr ebenso fremd, wie kostspielige <strong>Luxus-Urlaube</strong>. Er/sie ernährt sich <strong>günstig und gesund</strong>, meidet <strong>Alkohol</strong>, Ausgehen, <strong>Diskos</strong> und <strong>Abonnements</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teure Dates und Partnerschaften spart er/sie sich ebenfalls, von <a href="https://www.finanzguerilla.de/depot-fuer-kinder-steuerfrei-ins-erwachsenenalter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nachwuchs ganz zu schweigen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er/sie hat noch nicht mal einen Fernseher. Zum Telefonieren reicht sein/ihr altes <strong>Nokia 3310</strong>, nur der Laptop ist <strong>einigermaßen up to date</strong>. Der Biomüll landet auf seinem/ihren liebevoll <strong>gepflegten Balkon-Kompost</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Typ „<em><a href="https://www.finanzguerilla.de/minimalismus-als-lebensweg-und-lebensstil/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Frugalist</a></em>“ übt sich in <strong>Selbstkasteiung</strong> und <strong>Aufopferung</strong> für eine <a href="https://www.finanzguerilla.de/klimaschutz-und-kapitalismus-ein-widerspruch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">bessere Umwelt</a> und seine persönliche Freiheit. Als Verzicht empfindet er seinen Lebensstil (angeblich) nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Erfolg mag ihm Recht geben: Rein rechnerisch hätte er nach <strong>18,31 Jahren</strong> die Million erreicht. Er hätte auf seinem Depot ein <strong>Endkapital von 1.001.975,19 Euro</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei seinem Lebensstil hätte aber vermutlich auch die Hälfte ausgereicht, um halbwegs <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-unabhaengigkeit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">finanziell unabhängig</a> leben zu können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Szenario 5: Der wohlbehütete Erbe</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Startkapital: <strong>300.000 Euro</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sparplan: <strong>700 Euro / Monat</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Spardauer bis zur Million: <strong>14,39 Jahre</strong> (bei 10% Rendite p.a.: <strong>10,80 Jahre</strong>)</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="447" height="456" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-5.png" alt="Der wohlbehütete Erbe bringt ein üppiges Startgeld mit und kann auch noch monatlich 700 Euro auf die Seite sparen. Er zündet langsam aber sicher den Turbo zur Million." class="wp-image-4192" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-5.png 447w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-5-294x300.png 294w" sizes="auto, (max-width: 447px) 100vw, 447px" /><figcaption class="wp-element-caption"> Quelle: <a href="https://www.zinsen-berechnen.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zinsen-Berechnen.de</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Dieser Glückspilz! Er erbt von seinen Eltern eine <a href="https://www.finanzguerilla.de/selbstgenutzte-immobilie-sinnvolles-investment-oder-nicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Immobilie</a>, die er für <strong>300.000 Euro</strong> verkauft. Dieses Geld investiert er <strong>in seinen ETF</strong> und spart obendrein monatlich eine stolze Summe von <strong>700 Euro per Sparplan</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der glückliche Erbe hätte somit rechnerisch nach <strong>14,39 Jahren</strong> ein <strong>Endkapital von 1.002.024,45 Euro</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wäre dieser junge Mensch 25 Jahre alt, könnte er tatsächlich den <a href="https://www.finanzguerilla.de/rente-mit-40-sparen-jetzt-leben-spaeter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Traum vieler Menschen von der Rente mit 40</a> erreichen. Mit <strong>1 Million</strong> in einem guten, <strong>ausschüttenden ETF</strong> mit einer (im Optimalfall wachsenden) Ausschüttungsrendite von <strong>3%</strong>, kann man sich bereits realistisch <strong>eine ewige Rente von knapp 2500 Euro pro Monat</strong> konstruieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ohne dass das Stammkapital aufgezehrt wird, ja es wächst sogar im Gegenteil noch geringfügig weiter. Hier gilt für Manche dann: <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ziel der finanziellen Unabhängigkeit</a> erreicht!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Szenario 6: Der Überflieger</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Startkapital: <strong>500.000 Euro</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sparplan: <strong>1500 Euro / Monat</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Spardauer bis zur Million: <strong>7,41 Jahre</strong> (bei 10% Rendite p.a.: <strong>5,71 Jahre</strong>)</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="435" height="455" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-6.png" alt="Der Überflieger kacht keine halben Sachen: Er arbeitet wie verrückt, hat ein dickes finanzielles Polster und eine gute funktionierende Selbstständigkeit. Er kann das Ziel von allen anderen Szenarien am schnellsten erreichen. Das hat aber auch seinen Preis." class="wp-image-4193" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-6.png 435w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/12/Millionaer-mit-ETF-Szenario-6-287x300.png 287w" sizes="auto, (max-width: 435px) 100vw, 435px" /><figcaption class="wp-element-caption"> Quelle: <a href="https://www.zinsen-berechnen.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zinsen-Berechnen.de</a></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Der Überflieger mag Leistung! Er hat in <strong>jungen Jahren ein Unternehmen gegründet</strong> und schon früh angefangen, Geld zu verdienen. Mit Finanzen und Wirtschaft kennt er sich aus. <strong>80 Stunden Arbeitszeit pro Woche</strong>? Für ihn kein Problem. <strong>Wochenenden? Theorie aus grauer Vorzeit</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dem Verkauf seiner als Schüler gegründeten Firma hat er <strong>500.000 Euro</strong> erhalten, die er unmittelbar <strong>in seinen ETF investiert</strong> hat. Seine laufende <strong>erfolgreiche Selbstständigkeit heute ermöglicht ihm zudem eine Sparrate von 1500 Euro pro Monat</strong>, die er ebenfalls in den ETF packt. Sein Lebensstil bleibt dabei <strong>unauffällig</strong> und <strong>bodenständig</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute, <strong>7,41 Jahre</strong> später, beträgt sein <strong>Endkapital 1.000.334,01 Euro</strong>. Die konstruierte „ewige Rente“ verschafft ihm einen <strong>zusätzlichen Cashflow von 2500 Euro im Monat</strong>. Er KÖNNTE sich damit zur Ruhe setzen, was er aber nicht tun wird. Zu langweilig wäre ihm ein Dasein als Privatier…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stattdessen lässt er den <strong>ETF weiter für sich arbeiten</strong>, hält seine Sparrate konstant und konzentriert sich mehr auf seinen <strong>Erfolg</strong> und seine <strong>Lebenszufriedenheit</strong> und <strong>weniger auf seinen Depotstand</strong>. Nach weiteren <strong>8,59 Jahren</strong> wäre <strong>passiv die zweite Million erreicht</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Millionär mit einem ETF? Ja, wenn…</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du siehst also, es ist grundsätzlich überhaupt kein Problem, <strong>mit einem ETF Millionär zu werden</strong>. Es hängt lediglich von deiner zur Verfügung stehenden <strong>Lebenszeit</strong>, deiner <strong>Sparrate</strong>, deinem <strong>Ehrgeiz</strong> und deinem <strong>Startkapital</strong> ab. Zusätzlich natürlich noch von weiteren Faktoren in deinem Leben (Familie, Gesundheit, Schulden…). Learnings:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Je nach deinem Gehalt geht es schneller, je nach deiner familiären Nachwuchssituation dauert es unter Umständen etwas länger.</li>



<li>Mit ETF erhältst du grundsätzlich den <strong>Marktdurchschnitt als Rendite</strong> (bei <strong>globalen</strong>, breiten ETF). Diese Rendite kannst du durch <strong>cleveres Zukaufen in Schwächephasen</strong> teils erheblich „pimpen“ oder in Kombination mit anderen ETFs (Branchen, <strong>Momentum</strong>, Smalll Caps, Regionen) steigern</li>



<li>Bereits eine um jährlich „nur“ 3% höhere Rendite <strong>verkürzt die Zeit bis zur Million um mehrere Jahre</strong>! Das soll aber keine Anregung zum „<strong><em>Performance-Chasing</em></strong>“ sein. Dadurch zerschießt du dir eher die Performance deines Depots langfristig</li>



<li>Früh anfangen lohnt sich in jedem Szenario!</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin mir natürlich darüber im Klaren, dass Manche die obigen Beispiele als „<strong><em>Investment-Pornografie</em></strong>“ mit vielen Wenns und Abers empfinden könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem finde ich es immer wieder sinnvoll, sich in Zeiten wo man angeblich <strong>ach so leicht mit Kryptowährungen Millionär werden kann</strong>, auch vor Augen führt, wie lange so ein Prozess seriöserweise dauern kann.</p>



<a href="https://c.trackmytarget.com/uf66a0"><img decoding="async" src="https://i.trackmytarget.com/uf66a0"></a>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie ist deine Meinung zum Thema Millionär mit ETFs?</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-etf-millionaer-werden/">Kann man mit ETF Millionär werden?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-etf-millionaer-werden/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Thesaurierenden oder ausschüttenden ETF wählen &#8211; was ist besser?</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/</link>
					<comments>https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Nov 2021 20:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerliche Situation bei thesaurierenden ausländischen ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerstundungseffekt]]></category>
		<category><![CDATA[thesaurierenden oder ausschüttenden ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Thesaurierung]]></category>
		<category><![CDATA[Vor- und Nachteile von ausschüttenden ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Vor- und Nachteile von thesaurierenden ETF]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.finanzguerilla.de/?p=493</guid>

					<description><![CDATA[<p>Einen thesaurierenden oder ausschüttenden ETF &#8211; was solltest du für deine Vermögensbildung wählen? Das ist in diesem Artikel die Frage. Kaum eine andere Frage wird im Bereich von ETFs, aber auch bei aktiv gemanagten Fonds, so kontrovers diskutiert. Das eine Lager schwört auf thesaurierende ETFs, da sich diese angeblich eher zum effektiven Vermögensaufbau eignen und...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/">Thesaurierenden oder ausschüttenden ETF wählen &#8211; was ist besser?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap wp-block-paragraph">Einen thesaurierenden oder ausschüttenden ETF &#8211; was solltest du für deine Vermögensbildung wählen? Das ist in diesem Artikel die Frage. Kaum eine andere Frage wird im Bereich von <a href="https://www.finanzguerilla.de/altersvorsorge/etf/">ETF</a>s, aber auch bei <strong>aktiv gemanagten Fonds</strong>, so kontrovers diskutiert. Das eine Lager schwört auf <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">thesaurierende ETF</a>s, da sich diese angeblich eher zum effektiven Vermögensaufbau eignen und den Zinseszinseffekt effektiv ausnutzen. Das andere Lager schwört auf die <strong>Ausschütter</strong>, da diese ein <a href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-passives-einkommen-wichtig-ist/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passives Einkommen</a> ermöglichen. Und das ab dem ersten Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch was stimmt nun? Ist die eine Ertragsverwendung tatsächlich der anderen grundsätzlich überlegen? Dieser Frage soll der heutige Beitrag gewidmet sein. Zunächst einmal klären wir die beiden Begriffe, die gar nicht so kompliziert zu verstehen sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sind thesaurierende ETFs?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Egal ob nun thesaurierend oder ausschüttend, gemeint ist immer die jeweilige <strong><span style="text-decoration: underline;">Ertragsverwendung</span></strong> des ETF oder Fonds. Bei thesaurierenden ETF werden die über das Jahr gemachten Gewinne (z.B. aus <a href="https://www.finanzguerilla.de/wie-sollte-man-die-dividende-reinvestieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden</a>) am Jahresende <strong>automatisch neu angelegt</strong>. Das heißt, die Fondsgesellschaft kauft mit den Gewinnen innerhalb des Fonds automatisch neue Fondsbestandteile (z.B. <a href="https://www.finanzguerilla.de/aktien-und-moral/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aktien</a>, Anleihen, Rohstoffe), wodurch sich der &#8222;Kurs&#8220; des ETF erhöht und die Anteile der Anleger an Wert gewinnen, der so genannte <strong>NAV</strong> (Nettoinventarwert) des ETF. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine direkte Weitergabe der Gewinne an die Anleger erfolgt bei Thesaurierern somit zunächst einmal nicht. Somit kann der &#8222;Ertrag&#8220; auch nicht außerhalb des ETF verwendet werden und z.B. <a href="https://www.finanzguerilla.de/wie-sollte-man-die-dividende-reinvestieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in andere Aktien/ETFs reinvestiert</a> werden. Das wäre zum Beispiel bei <strong>Ausschüttern</strong> der Fall, aber dazu gleich mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meist passiert die Wiederanlage innerhalb des ETF am letzten Handelstag des Jahres, also am 31.12.. Der Anleger hat mit der Thesaurierung in erster Linie keine Arbeit, alles wird durch den Fonds erledigt. Lediglich die <strong>Besteuerung</strong> ist dann wieder für den Anleger interessant, hier gibt es nämlich Unterschiede. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So sind thesaurierende ETF zunächst steuerlich recht simpel. Seit dem 2018 eingeführten Investmentsteuerreformgesetz gibt es im Prinzip ohnehin <strong>keinen Unterschied mehr in der Besteuerung zwischen ausschüttenden und thesaurierenden ETFs</strong> mehr. Naja, sagen wir fast keine Unterschiede mehr. Aus steuerlichen Gesichtspunkten macht der Thesaurierer etwas mehr Sinn. Aber auch nur in Zeiten von Niedrigzinsen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das leidige Thema ETF mit steuerlichem Sitz im Ausland (früher gab es so genannte steuerhässliche ETF) sind heute passé.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Exkurs: Steuerfreie SWAP-ETFs</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz früher gab es nur eine Variante, die steuerlich nahezu perfekt war: SWAP-basierte ETF mit einem Sitz in einem steuerlich attraktiven Land. Man musste bei dieser Art ETF damals keine Anlage KAP ausfüllen, auch gingen die <strong>thesaurierten Erträge</strong> nicht vom <strong>Sparerfreibetrag</strong> ab. Weil es im Prinzip keine <em>wirklichen</em> Erträge gab und sich die Performance auf Tauschgeschäfte (&#8222;Swaps&#8220;) mit Partnern zurückführen ließ. Diese garantierten dem ETF-Management quasi die Performance des zugrundeliegenden Index.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese komfortable Situation hat sich aber leider durch ein <a href="https://www.finanzguerilla.de/das-neue-investmentsteuerreformgesetz-ab-2018/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">neues Gesetz seit 2018</a> geändert. Was genau SWAP bedeutet und welche Arten von <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF</a> es gibt, kannst du bei Interesse <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-etf/">hier nochmal nachlesen</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Für wen eignen sich thesaurierende ETF?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>automatische Wiederanlage</strong> klingt soweit schonmal nicht schlecht. Thesaurierer haben also durchaus ihre Vorteile. Insgesamt eignen sich thesaurierende ETF tatsächlich für Anleger, die simpel, unkompliziert und <a href="https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-einem-passiven-investment-den-index-schlagen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passiv</a> ein <strong>Vermögen aufbauen</strong> möchten. Man kauft die Anteile einmalig oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-in-der-krise-haelt-das-bollwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">regelmäßig als Sparplan</a> und muss sich zunächst um nichts weiteres kümmern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst beim Verkauf muss man sich wieder näher mit seinen Fonds beschäftigen, abhängig vom zu diesem Zeitpunkt geltenden Steuerrecht. Kleine Einschränkung: Die ebenfalls 2018 eingeführte &#8222;<strong>Vorabpauschale</strong>&#8220; führt auch bei <strong>thesaurierenden ETF</strong> für eine laufende Steuerschuld. Wie hoch diese Steuerschuld ist, wird jährlich durch das Bundesfinanzministerium festgelegt und richtet sich unter anderem nach dem aktuellen Zinsniveau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier gibts eine <a href="https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/investmentsteuerreformgesetz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gute Zusammenfassung der Änderungen durch die Besteuerung thesaurierender ETFs</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier musst du allerdings schon einen deutlich sechsstelligen Betrag im ETF investiert haben, um eine Steuer auszulösen. Zumal ohnehin erst der <strong>Sparerpauschbetrag</strong> von <strong>801 Euro </strong>(einzeln veranlagt) / <strong>1602 Euro</strong> (gemeinsam veranlagt) berücksichtigt wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab<strong> 2023 </strong>soll dieser sogar auf <strong>1000 / 2000 Euro</strong> steigen. Erst wenn diese Beträge ausgeschöpft sind, wirst du mit deinen ETF steuerpflichtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die automatische Wiederanlage (<strong>Thesaurierung</strong>) der Fondsanteile durch die Fondsgesellschaft, partizipiert der Anleger bei thesaurierenden ETF automatisch vom <strong>Zinseszins-Effekt</strong>. Dass der <strong>Zinseszins</strong> langfristig für die Bildung von Vermögen absolut entscheidend ist, dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben. <strong>Ohne Zinseszins-Effekt ist in der Regel kein großer Vermögensaufbau zu erzielen</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie erkenne ich, ob mein ETF thesaurierend ist?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schön und gut, du möchtest also einen <strong>thesaurierenden ETF</strong> kaufen. Aber woher weißt du nun, wie die Erträge verwendet werden? Wie so oft hilft dir hier ein Blick in den <strong>Fondsprospekt</strong>. Alternativ kannst du auf fast allen einschlägigen Finanzseiten im Internet deinen Fonds anhand seiner WKN eingeben und dir die Infos dort rausziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier an dem Bild siehst du, wie sowas dann in der Praxis aussehen kann (Quelle: Fondssuche bei <a href="https://www.justetf.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">justetf.com</a>):</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" width="1013" height="291" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2016/09/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-ETF-Thesaurierer.jpg" alt="thesaurierenden oder ausschüttenden ETF - was wählen?" class="wp-image-511" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2016/09/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-ETF-Thesaurierer.jpg 1013w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2016/09/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-ETF-Thesaurierer-300x86.jpg 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2016/09/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-ETF-Thesaurierer-768x221.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1013px) 100vw, 1013px" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Du siehst also, dass du nicht darum herum kommst, dich im Vorfeld etwas mit deinem favorisierten ETF zu beschäftigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sind ausschüttende ETFs?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kommen wir nun zu den <strong>ausschüttenden ETF</strong>. Hier sieht die Sache ein bisschen anders aus. Bei ausschüttenden ETFs werden die <strong>Erträge und Gewinne</strong> des ETF oder Fonds nämlich entweder am <strong>Jahresende</strong> oder auch über das Jahr verteilt, <strong>direkt an die Anleger ausgezahlt</strong> (ausgeschüttet). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einmal im Jahr ausschüttenden ETF erfolgt die Auszahlung meistens auch zum <strong>31.12.</strong> (analog Thesaurierer), bei <strong>quartalsweiser Ausschüttung</strong> entsprechend vier Mal über das Jahr verteilt, jeweils zum Ende eines Quartals oder auch mal zeitversetzt. Meist erfolgt der tatsächliche Geldeingang einige Tage später zu Beginn des neuen Monats. Hier gibt es meistens einen <strong>EX-Tag</strong>, an welchem der <strong>ETF im Depot sein muss</strong>, und einen <strong>Zahlungstag</strong>, an dem das <strong>Geld auf das Verrechnungskonto wandert</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du siehst also, im Gegensatz zu thesaurierenden ETF bekommst du bei ausschüttenden ETFs deine Gewinne &#8222;in Bar&#8220; ausbezahlt. Die Gewinne können selbst frei verwendet werden, ohne dass sie an den Fonds gebunden bleiben. Du kannst also diese Art von ETF tatsächlich für ein <strong>regelmäßiges Einkommen</strong> nutzen und entsprechend ausbauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Für wen eignen sich ausschüttende ETF?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alleine daran siehst du schon, dass sich <strong>ausschüttende ETF</strong>, vor allem die quartalsweise ausschüttenden, für Leute eignen können, die sich ein <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen-mit-dividenden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>passives Einkommen</strong></a> aufbauen möchten. Je nach Höhe deines investierten Kapitals, kann es dann auch sein, dass du von deinen <strong>Ausschüttungen leben kannst</strong>, oder dir diese zumindest ein <strong>lukratives passives Nebeneinkommen</strong> bescheren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausschüttungen sind quasi dein &#8222;Gehalt&#8220;, welches du dir selbst zahlst. Als Faustregel brauchst du <strong>20 x dein Jahresgehalt,</strong> um von Ausschüttungen auf diese Summe ungefähr leben zu können. Natürlich je nach Lebensstil und sonstigen laufenden Kosten.</p>



<pre class="wp-block-verse">Übrigens: Mit nur <strong>zwei ETFs</strong> kannst du schon an <strong>8 von 12 Monaten</strong> im Jahr ein passives Einkommen mit Ausschüttungen erhalten. <a href="https://www.finanzguerilla.de/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier findest du einen Artikel über die beiden ETFs</a>.</pre>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nachteil der direkten Auszahlung ist aber, dass du bei <strong>ausschüttenden Fonds</strong> nicht in so starker Form vom <strong>Zinseszins-Effekt</strong> profitierst im Gegensatz zu thesaurierenden Fonds. Du müsstest also das Geld erst <strong>selbst wieder anlegen</strong>, um die Erträge per <strong>Zinseszins</strong> zu vermehren. Dies kann etwas aufwändig sein und vor allem auch durch die Transaktionskosten deine Gesamtperformance im Gegensatz zu Thesaurierern mindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andererseits kannst du beim Reinvestieren ggf. &#8222;günstige&#8220; Gelegenheiten oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/kommt-jetzt-der-grosse-crash-steigende-zinsen-finanzcrash/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Crashs ausnutzen</a> oder die Ausschüttung in andere lukrativere Wertpapiere stecken. Wenn du dich hier geschickt anstellst, übertriffst du eventuell sogar den Thesaurierer in der Gesamtperformance. So oder so bedeutet ein ausschüttender ETF aber <strong>mehr aktive Arbeit</strong>. Zudem solltest du tunlichst vermeiden, die <strong>Erträge zu verkonsumieren</strong>, da du sonst den <strong>Zinseszinseffekt</strong> zerstörst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beispielrechnung: Unterschied Ausschütter vs. Thesaurierer</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sagen wir du hast einen ausschüttenden Fonds und erhältst zum 31.12. eine <strong>Ausschüttung von 4000 Euro</strong>. Diese 4000 Euro kannst du zwar frei verwenden, legst du sie aber in dem Fonds selbst wieder an, zahlst du möglicherweise <strong>Transaktionsgebühren</strong>, Börsenspreads und ggf. <strong>Maklerprovisionen</strong>. Soll das Geld immer in den ETF zurückfließen, wäre hier ein <strong>Thesaurierer</strong> wohl geschickter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Thesaurierer würde die <strong>Reinvestition</strong> nahezu kostenneutral (bzw. wesentlich günstiger aufgrund besserer Konditionen für Institutionelle) und zudem <strong>automatisiert</strong> durch die Fondsgesellschaft erfolgen. Zudem zahlst du <strong>Abgeltungssteuer</strong> für jeden Euro, der über deinem Sparerfreibetrag von <strong>801 Euro</strong> (ledig) liegt. Das heißt in dem Fall müsstest du <strong>3199 Euro</strong> der Ausschüttung versteuern. Bei einem Abgeltungssteuersatz von knapp <strong>26 Prozent</strong>, müsstest du somit knapp <strong>831 Euro Steuern</strong> zahlen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ausschütter: Der Staat hält die Hand auf</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich fließen also &#8222;nur&#8220; <strong>2368 Euro</strong> zurück auf dein Verrechnungskonto.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt kann es aber sein, dass es ein neues Produkt mit höherer Rendite auf dem Markt gibt, oder du deine <strong>Assetklassen umschichten</strong> möchtest. Dann könntest du die <strong>4000 Euro</strong> (bzw. <strong>2368 Euro</strong> nach Steuern) verwenden, um Rohstoffe, <a href="https://www.finanzguerilla.de/steuerfreies-gold-mit-euwax-gold-2/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gold</a>, <a href="https://www.finanzguerilla.de/platzt-der-traum-vom-eigenheim/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Immobilien</a> oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/bitcoin-zertifikate-als-investment-sinnvoll-oder-nicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">andere Anlageklassen</a> zu kaufen und quasi <em>neu</em> zu investieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Du bist bei <strong>Ausschüttern</strong> dadurch taktisch etwas flexibler, musst dich aber auch selbst um dein Geld aktiv kümmern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gibst du die <strong>4000 Euro hingegen ohne Wiederanlage für Konsum</strong> aus, dann hast du mit dem <strong>ausschüttenden ETF</strong> auf Dauer gesehen weniger Gewinn als mit einem <strong>thesaurierenden</strong>. Aber es kann ja auch sein, dass du die Absicht verfolgst, von deinen Ausschüttungen jedes Jahr in Urlaub zu gehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann eignen sich ausschüttende ETF sehr gut. Ergo: Wenn du ein Vermögen aufbauen möchtest, erfordern Ausschütter <strong>mehr aktive Interventionen und &#8222;Pflege&#8220; durch den Anleger als thesaurierende ETF</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Woran erkenne ich ausschüttende ETF?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier ist die Antwort wie oben. Ein Blick in den Fondsprospekt oder ins Internet hilft dabei. Wie oben hier ein Beispiel wie das dann aussehen kann (Quelle: Fondssuche bei <a href="https://www.justetf.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">justetf.com</a>):</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" width="1003" height="282" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2016/09/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-ETF-Ausschuetter.jpg" alt="thesaurierenden oder ausschüttenden ETF - was wählen?" class="wp-image-512" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2016/09/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-ETF-Ausschuetter.jpg 1003w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2016/09/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-ETF-Ausschuetter-300x84.jpg 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2016/09/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-ETF-Ausschuetter-768x216.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1003px) 100vw, 1003px" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Auf den meisten Webseiten im Internet bekommst du somit deine gewünschten Informationen, um den Fonds deiner Wahl zu analysieren und ggf. zu kaufen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Thesaurierenden oder ausschüttenden ETF &#8211; Was solltest du wählen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tja wie oben schon erwähnt, so ist die Antwort auf die Frage sehr schwer, bzw. unmöglich. Für <em>dich</em> kannst du die Frage am besten mit einer weiteren Frage beantworten, nämlich: <strong>Was ist mein Anlageziel</strong>? Ist dein Anlageziel ein <strong>regelmäßiges passives Einkommen</strong> und <strong>aktives Management deiner Erträge zur Wiederanlage</strong>, kann ein Ausschütter für dich Sinn machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Möchtest du ein <strong>großes Vermögen unkompliziert aufbauen</strong>, mit der Gefahr, dass du dein Geld <strong>nur einem Topf anvertraust</strong>, ist ein <strong>Thesaurierer</strong> die bessere Wahl. Zusammenfassend gebe ich nachfolgend noch eine kleine Übersicht über Vor- und Nachteile beider Ertragsverwendungsarten:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Pro thesaurierende ETF:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Geringfügiger <strong>Steuerstundungseffekt</strong>, da steuerlich nur die<strong> Vorabpauschale</strong> seit der Gesetzesänderung 2018 anfällt. Dadurch ergibt sich mathematisch eine leicht höhere Rendite als bei Ausschüttern. Sollten die allgemeinen Marktzinsen aber stark steigen, verliert dieser Vorteil nach und nach an Relevanz</li>



<li>Optimale Ausnutzung des <strong>Zinseszinseffekts</strong> &#8211; ohne zeitlichen Mehraufwand</li>



<li>Wiederanlage erfolgt <strong>automatisiert</strong> durch den Fonds selbst &#8211;> passiv, simpel und ohne großen Aufwand</li>



<li>Steuerfreibetrag von <strong>801 Euro</strong> wird &#8222;nur&#8220; um die jährliche Vorabpauschale reduziert, dadurch dauert es länger, bis du in den steuerpflichtigen Bereich kommst (da Steuerstundungeffekt) bzw. du die 801 Euro &#8222;voll&#8220; kriegst.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Contra thesaurierende ETF:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Es entsteht kein <strong>Cashflow</strong>, der durch den Anleger flexibel anderweitig eingesetzt werden kann. Das Kapital ist und bleibt in dem ETF gebunden. Will man später aus dem ETF ein <strong>passives Einkommen</strong> beziehen, muss in einen Ausschütter oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-aristokraten-als-rettungsanker/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-Aktien</a> umgeschichtet werden oder regelmäßig Anteile des Thesaurierers verkauft werden.</li>



<li>Daher sind thesaurierende ETF <strong>weniger flexibel</strong>, um beispielsweise auf sich <strong>ändernde Rahmenbedingungen</strong> reagieren zu können oder mit den Gewinnen in andere Wertpapiere zu investieren</li>



<li>Sollte die <strong>Vorabpauschale den Sparerfreibetrag übersteigen</strong>, muss der Anleger Geld &#8222;nachschießen&#8220;, um die Steuer zu begleichen. Hierzu sollte dann stets etwas Geld auf dem Verrechnungskonto verbleiben</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Pro ausschüttende ETF:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der Anleger erhält einen <strong>regelmäßigen Geldfluss</strong>. Ausschüttende ETF erfüllen somit am ehesten die Anforderungen für ein <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">passives Einkommen</a>.</li>



<li>Geld kann <strong>flexibel anderweitig eingesetzt werden</strong>, z.B. um andere Anlageklassen zu besparen (<a href="https://www.finanzguerilla.de/immobilien/">Immobilien</a>, <a href="https://www.finanzguerilla.de/p2p-kredite/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Peer-to-Peer-Kredite</a> oder zukünftig noch kommende Anlageklassen)</li>



<li>Ausschüttungen erfolgen teilweise <strong>mehrmals im Jahr</strong>, nicht erst am Jahresende</li>



<li><strong>Taktisches Reinvestieren</strong> möglich, dadurch höhere Performance als Thesaurierer grundsätzlich möglich (Ausschüttung erst bei einem Kurseinbruch händisch reinvestieren)</li>



<li>Keine <strong>Vorabpauschale</strong>, da die Erträge bereits versteuert wurden. Daher muss kein Geld auf dem Verrechnungskonto für die Steuer vorgehalten werden</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Contra ausschüttende ETF:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Es gibt keinen <strong>Steuerstundungseffekt</strong> wie bei Thesaurierern. Die Ausschüttung wurde bereits versteuert. </li>



<li>Der <strong>Ausschüttungsbetrag</strong> geht immer vom Sparerfreibetrag (<strong>801 Euro</strong>) ab, die Ausschüttungen werden also voll versteuert, sobald sie höher als <strong>801 Euro</strong> sind. Jedoch gibt es bei ETFs grundsätzlich eine <strong>prozentuale Steuerfreistellung</strong>, je nach ETF-Gattung (Aktien, Misch-ETF, Anleihen-ETF).</li>



<li>Soll der <strong>Ausschüttungsbetrag vom Zinseszinseffekt</strong> profitieren, so muss der Anleger den Betrag <strong>manuell reinvestieren</strong></li>



<li>Dadurch können Transaktionskosten, Spreads und Gebühren entstehen, die die Gesamtperformance auf <strong>langfristiger Zeitebene</strong> im Vergleich zu Thesaurierern mindern</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit:</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ob du nun einen <strong>thesaurierenden oder ausschüttenden ETF</strong> wählst, bleibt im Grunde dir selbst überlassen und richtet sich nach einen persönlichen Investitionszielen. Ich selbst investiere grundsätzlich in beide Arten von ETF, da ich mit dieser Entweder-oder-Mentalität nicht viel anfangen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich persönlich gehe aber so vor, dass ich meine <strong>Ausschüttungen</strong> immer sofort manuell wieder investiere,&nbsp; da wie gesagt der <strong>Zinseszinseffekt</strong> ein überaus mächtiges Werkzeug zur Vermögensbildung ist. Hierbei gehe ich je nach aktueller wirtschaftlicher Lage so vor, dass ich die Ausschüttungen zum Teil <span style="text-decoration: underline;"><strong>per Einmalzahlung</strong></span> im Rahmen meiner ETF-Sparpläne investiere. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei manchen meiner ETF sind Einmalzahlungen nämlich <span style="text-decoration: underline;">ohne zusätzliche Transaktionskosten</span> möglich. Dadurch greift bei meinen ETF der letzte oben genannte Nachteil bei Ausschüttern nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Habe ich aber Lust, beispielsweise mein <strong>P2P-Engagement</strong> entsprechend zu erhöhen, kann ich dies auch dank den <strong>Ausschüttungen</strong> machen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Thesaurierenden oder ausschüttenden ETF &#8211; Was wählt ihr denn und warum?</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Achtung! Neues Investmentsteuerreformgesetz:</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie du vielleicht mitbekommen hast, wird sich mit dem neuen <strong>Investmentsteuergesetz</strong> ab dem <strong>01.01.2018</strong> in Sachen Fondsbesteuerung einiges ändern. Teilweise positiv für den Anleger, teilweise aber auch sehr negativ. Insbesondere <strong>die bisherigen Vorteile in der Besteuerung von SWAP-basierten ETFs</strong> werden künftig wohl wegfallen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zukünftig werden also alle ETF gleich behandelt. Auch die Unterscheidung von &#8222;steuerschönen&#8220; und &#8222;steuerhässlichen&#8220; ETFs fällt dann weg (einer der wenigen Vorteile der Reform).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da die neue Besteuerung sehr komplex ausfallen wird, verzichte ich hier darauf, die ganzen Änderungen selber zum x-tausendsten Male im Internet zusammenzusuchen. Die in meinen Augen bisher beste Zusammenfassung mit den Änderungen samt Praxisbeispielen gibts in <a href="http://www.finanztip.de/indexfonds-etf/investmentsteuerreformgesetz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einem Artikel Finanztip.de speziell über das neue Investmentsteuergesetz</a>. Hier solltest du Antworten auf eventuelle Fragen deinerseits bekommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Auswirkungen hat das neue Gesetz auf mich?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Da man grundsätzlich seine Anlageentscheidungen nicht nach der Steuergesetzgebung ausrichten sollte, hat das neue Gesetz nur wenige Auswirkungen auf meine Anlagestrategie. Was ich jedoch gemacht habe, ist dass ich einige meiner ETFs auf <strong>thesaurierend</strong> umgestellt habe. Einfach weil ich meinen Steuerfreibetrag schon lange jährlich ausschöpfe. Zu den Beweggründen und welche ETF ich nun halte, kannst du bei Interesse <a href="https://www.finanzguerilla.de/das-neue-investmentsteuerreformgesetz-ab-2018/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> nachlesen.</p>



<pre class="wp-block-verse"><em>Dieser Artikel erschien erstmals am 24.09.2016.</em></pre>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/">Thesaurierenden oder ausschüttenden ETF wählen &#8211; was ist besser?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ETF-Sparplan vs. Aktien-Sparplan</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/</link>
					<comments>https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Oct 2021 21:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktien]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Dividendenzahlungen]]></category>
		<category><![CDATA[ETF-Sparplan]]></category>
		<category><![CDATA[Gebühren]]></category>
		<category><![CDATA[Pro und Contra]]></category>
		<category><![CDATA[Transaktionskosten]]></category>
		<category><![CDATA[Vorteile und Nachteile von Aktien-Sparplänen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.finanzguerilla.de/?p=322</guid>

					<description><![CDATA[<p>ETF-Sparplan vs. Aktien-Sparplan &#8211; was ist besser? Soll ich mein Geld lieber in einen ETF-Sparplan investieren oder besser Einzelaktien mittels Sparplan besparen? Indexsparplan oder Einzelaktien, das ist bei Vielen eine reine Glaubensfrage. Beide Lager sind auch hoffnungslos verstritten, beide führen aber auch gute Argumente für die jeweils andere Sichtweise an. Heute möchte ich daher mal...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/">ETF-Sparplan vs. Aktien-Sparplan</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap wp-block-paragraph">ETF-Sparplan vs. Aktien-Sparplan &#8211; was ist besser? Soll ich mein Geld lieber in einen <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>ETF</strong></a><strong>-Sparplan</strong> investieren oder besser <a href="https://www.finanzguerilla.de/altersvorsorge/aktien/">Einzelaktien</a> mittels <strong>Sparplan</strong> besparen? Indexsparplan oder Einzelaktien, das ist bei Vielen eine reine Glaubensfrage. Beide Lager sind auch hoffnungslos verstritten, beide führen aber auch gute Argumente für die jeweils andere Sichtweise an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute möchte ich daher mal meine Sicht der Dinge darstellen und wieso eine Kombination aus Beidem auch Sinn machen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">ETF oder Einzelaktien regelmäßig besparen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beispiel: Du willst jeden Monat z.B. <strong>100 Euro</strong> langfristig investieren. Entscheidest du dich nun für einen (oder mehrere) <strong>ETF</strong> oder für (eine oder mehrere) <strong>Einzelaktien</strong>?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fakt ist: Als <strong>ETF-Investor</strong> nimmst du am Auf- und Ab des <strong>Gesamtmarktes</strong> teil, während du als <strong>Einzelaktien-Investor</strong> &#8222;nur&#8220; an den jeweiligen Firmen beteiligt bist, deren <a href="https://www.finanzguerilla.de/aktien-und-moral/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aktien</a> du auch hältst, ist ja logisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorteil bei <strong>Einzelaktien</strong> ist, dass die Firmen unter Umständen <strong>besser als der Markt</strong> abschneiden können und du den Markt (z.B. <strong>Dax</strong> oder den <strong>S&amp;P 500</strong>) mit Einzelaktien also schlägst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nachteil: Auch das Gegenteil kann der Fall sein, was man die letzten Jahre an dem miserablen <strong>Aktienkurs</strong> der <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.finanzen100.de/aktien/deutsche-bank-wkn-514000_H706276847_81348/?gps=1" target="_blank"><strong>Deutschen Bank</strong></a> anschaulich vorgeführt bekommen hat. Hier hätte man mit seiner Investition je nach Einstiegszeitpunkt teilweise um bis zu <strong>80 Prozent Verlust</strong> gemacht, während der DAX beispielsweise sogar neue Allzeithochs erklommen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Studien belegen aber, dass trotzdem die wenigsten Firmen <strong>dauerhaft</strong> den Gesamtmarkt outperformen, da diese immer gewissen <strong>unternehmerischen Zyklen</strong> unterliegen. Letztendlich kommt es aber bei einer langfristigen Anlage auch genau auf diese langfristige Entwicklung an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies spricht eigentlich schon alleine für die <strong>ETF-Variante</strong>. Über die <strong>Gesamtperformance</strong> der Investition entscheidet aber auch die <strong>Höhe der </strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/wie-sollte-man-die-dividende-reinvestieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Dividenden</strong> der Einzelaktien</a>, die im Kurs in der Regel nicht enthalten sind. Im Schnitt liegen diese derzeit bei <strong>2-5 Prozent</strong> bei Einzelaktien aus dem DAX.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer also bei Einzelaktien nur auf den Chart und den Preis der Aktie schaut, der unterschlägt dadurch unter Umständen einen großen Teil der Performance.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie steht es um die ETF-Sparplan-Gebühren?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen ganz wichtigen Punkt stellen wie immer bei der langfristigen Geldanlage die <strong>einmaligen</strong> und <strong>laufenden Gebühren</strong> dar. Allgemein hängt das natürlich auch von deinem ausgewählten Broker ab. <strong>ETF-Sparpläne</strong> sind oftmals <strong>komplett kostenlos</strong> besparbar (je nach <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-etf/">ETF</a>), Gebühren fallen nur für den zugrundeliegenden ETF und dessen Verwaltung an (<strong>Total Expense Ratio</strong> – kurz <strong>TER</strong>). Diese liegen im Schnitt zwischen <strong>0,09</strong> und <strong>0,7 Prozent</strong> p.a. bei ETFs.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ausgabeaufschläge</strong> wie bei aktiv gemanagten Fonds gibt es bei ETFs ebenfalls nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die jeweiligen Kosten siehst du im Verkaufsprospekt des Fonds bzw. auf einschlägigen Finanzportalen wenn du die WKN oder ISIN des ETF in der Suche eingibst. Wohl gemerkt das sind <strong>laufende Kosten</strong>, die jedes Jahr <strong>deinen Ertrag schmälern</strong> und automatisch von der Fondsgesellschaft vom <strong>Fondsvermögen</strong> abgezogen werden. Du kannst dagegen rein gar nichts tun.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Prozentuale Kosten beim ETF</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Beispiel: Bei einer angelegten Summe von <strong>100.000 Euro</strong> und einem ETF mit einer <strong>TER</strong> von <strong>0,25 %</strong>, kostet dich alleine das <strong>Investiert-Sein</strong> in den ETF <strong>250 Euro Gebühren pro Jahr</strong>, welches dir von deinen Gewinnen automatisch <strong>auf ETF-Ebene abgezogen</strong> wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Immerhin wird dein <strong>Giro- oder Verrechnungskonto</strong> mit der Summe <strong>nicht</strong> belastet, es fällt lediglich dein Gewinn automatisch geringer aus. Dies merkst du aber in aller Regel überhaupt nicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Achtung: <strong>Durch das Investmentsteuerreformgesetz gab es hierbei 2018 eine Änderung</strong>! Hier wird bei <strong>Thesaurierern</strong> tatsächlich auch Geld vom Konto abgezogen in Form der <strong>Vorabpauschale</strong>. Die weiteren Auswirkungen der Reform auf <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">thesaurierende oder ausschüttende ETFs</a> kannst du hier nachlesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dennoch zum Vergleich: Bei aktiv gemanagten Fonds fallen gut und gerne Verwaltungsgebühren von </em><strong><em>1-2 %</em></strong><em> an, was bei </em><strong><em>100.000 Euro</em></strong><em> Anlagekapital laufenden Kosten von </em><strong><em>1000-2000 Euro</em></strong><em> pro Jahr entspricht.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Sparplan-Gebühren bei Einzelaktien</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei <strong>Einzelaktien</strong> kommt es in Hinsicht auf die Gebühren ebenfalls darauf an: Hier entstehen <em>keine laufenden Kosten</em> durch den Aktienbestand im Depot an sich. Allerdings verlangt der Broker in der Regel eine gewisse <strong>prozentuale Kaufgebühr</strong> (z.B. <strong>1,5% der investierten Summe</strong>) und teilweise noch eine <strong>Eintragungsgebühr</strong> ins <strong>Aktienregister</strong> bei deutschen (Namens-)Aktien (z.B. <strong>1,95 Euro</strong>), je nach Broker.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Kauf einer deutschen Namensaktie zu 100 Euro <strong>per Sparplan</strong> bedeutet das:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>1,50 Euro</strong> Sparplangebühr</li>



<li><strong>[1,95 Euro</strong> Eintragungsgebühr ins Namensregister, je nach Broker]</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Macht somit <strong>3,45 Euro Gesamtkosten</strong> pro monatlichem Kauf. Von deinen 100 Euro werden also nur <strong>96,55 Euro</strong> tatsächlich in das jeweilige Unternehmen investiert. Ist ja auch ok so, der Broker muss ja auch sein Geld verdienen dürfen. Das bedeutet für dich aber:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einzelaktie muss also erst diese <strong>3,45 Euro</strong> an Wert gewinnen, damit die Kosten wieder drin sind bzw. der Break Even erreicht ist. Die erste <strong>Dividendenzahlung</strong> geht also alleine dafür schonmal drauf, dass du die Aktien gekauft hast (eventuelle <em><strong>Kurswertsteigerungen</strong></em> blende ich hier mal aus, diese können die Rechnung natürlich positiv beeinflussen &#8211; oder negativ). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Du siehst also, wieso sich manche Menschen auch <a href="https://www.finanzguerilla.de/trading-das-sollte-man-vor-dem-einstieg-wissen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">arm traden</a> können. <a href="https://www.finanzguerilla.de/beste-finanzbuecher-tipps-empfehlungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hin-und-Her macht Taschen leer</a>, hast du bestimmt schonmal gehört.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kaufkosten als Renditebremse</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sind die <strong>Kaufkosten</strong> aber erstmal drin, gibt es dann aber <strong>keine weiteren laufenden Kosten durch die Einzelaktien</strong>. Ganz im Gegensatz zu den <strong>jährlich weiter laufenden Kosten</strong> eines <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-in-der-krise-haelt-das-bollwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF-Sparplan</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kauft man die eine Aktie für <strong>100 Euro</strong> übrigens ohne den Sparplan als <strong>Einmalanlage</strong>, zahlt man teilweise sogar ganze <strong>5-10 Euro Transaktionsgebühren</strong> für den Kauf. Auch hier gilt: Die Aktie muss erst einmal <strong>5-10 Prozent</strong> an Wert gewinnen, ehe du Null auf Null bist. Das sind schonmal 2-3 Dividendenzahlungen im Schnitt, du musst die Aktie also erstmal <strong>3 Jahre</strong> halten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es macht hier also definitiv Sinn, auf die <strong>Transaktionsgebühren</strong> zu achten. Nicht umsonst <a href="https://www.finanzguerilla.de/smartbroker-bester-broker-test/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">teste ich aktuell den Smartbroker</a> mit seinen für mich sehr attraktiven Konditionen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Bei Interesse einfach selbst kostenlos testen unter:</em></p>



<!-- Beginn https://www.financeads.net/-Code --><a href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C2968117438B" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.financeads.net/tb.php?t=25598V2968117438B" alt="468x60_weltweit-handeln_smartbrokerplus" border="0" width="468" height="60"></a><!-- Ende https://www.financeads.net/-Code -->



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du die <strong>Verkaufskosten</strong> dazu rechnest, wären das ganze <strong>6 Jahre</strong>. Daher ist man meiner Ansicht nach sogar bei geringen Summen mit einem <strong>Sparplan</strong> (den du ja je nach Belieben auch pausieren kannst) definitiv besser bedient.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Günstiger Broker wichtig!</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe ausgerechnet: Will man <strong>mehr als 700 Euro</strong> investieren, sollte man aus Transaktionskostensicht per <strong>manuellem Einmalkauf</strong> die jeweilige Aktie kaufen, <strong>unterhalb von 700 Euro</strong> kann sich der Kauf mittels Sparplan rechnen. Diese Rechnung gilt in erster Linie für mein Haupt-Depot bei der <a href="https://www.finanzguerilla.de/neue-aktiensparplaene-bei-der-consorsbank/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Consorsbank</a>. Beim <strong>Smartbroker</strong> sind die Kosten hier wesentlich geringer! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rechnung hängt natürlich auch immer vom <strong>Kaufkurs</strong> ab, über diesen hast du beim <strong>Einmalkauf</strong> natürlich die <strong>bessere Kontrolle</strong>, aber natürlich auch mehr Arbeit. Du siehst: Liegen die Aktien aber erstmal im Depot, verursachen sie <em>keinerlei weitere Kosten</em> im Gegensatz zu den ETFs. Das ist natürlich ein gewichtiges Argument für die <strong>Einzelaktien</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stückelung der Aktien</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du Aktien per <a href="https://www.finanzguerilla.de/vanguard-etfs-in-deutschland-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sparplan</a> kaufst, hast du logischerweise <strong>keine ganzen Stücke</strong> im Depot liegen, sondern zum Beispiel <strong>1,468 Stück</strong> einer Amazon-Aktie. Wie wirkt sich dies aus? Nunja in erster Linie gar nicht. Du bekommst dann auch die Kurssteigerungen für die exakte Anzahl deiner Aktien, genau wie eine <strong>prozentuale Beteiligung an den Dividenden</strong>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier hast du dadurch keine Nachteile, im Gegenteil, deine Dividende ist bei <strong>23,355 Stück</strong> höher als bei ganzen <strong>23 Stück</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einziger Unterschied ist die Abrechnung bei der Bank. Die vollen Aktien gehören dir, die <strong>Bruchstücke der Aktien bei Sparplänen</strong> sind in einem gesonderten Sparplan-Topf des Brokers. Dies hatte bislang noch keinerlei negative Auswirkungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Abwarten wie das im Falle einer <strong>Pleite des Brokers aussehen wird</strong> bei einer <a href="https://www.finanzguerilla.de/krise-und-dann-depotabsicherung-fuer-den-ernstfall/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kommenden Finanzkrise</a>?! Diese Bruchstücke könnten dann <strong>nicht zum geschützten Sondervermögen der Bank gehören</strong> und dir somit verloren gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ganzen Stücke deiner Aktien sind ohnehin geschützt vor der Pleite des Brokers. Diese sind Sondervermögen und getrennt von der Insolvenzmasse.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was spricht gegen Einzelaktien?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie oben bereits beschrieben, gelingt es nur den wenigsten Firmen, <strong>dauerhaft mehr Gewinn zu machen als ein breit gefasster Index</strong>. Der index hat also in der Regel eine <strong>bessere Performance</strong>. Zudem bist du mit Einzelaktien vom Schicksal der Unternehmen abhängig. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Risiko ist also um einiges höher als bei <strong>ETFs</strong>, Stichwort: <strong>Diversifizierung</strong>. Geht das Unternehmen pleite, sprich die Aktie geht auf Null oder wird liquidiert, ist <strong>dein gesamtes Geld futsch</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du nur <strong>deutsche Einzelaktien</strong> kaufst, hast du zusätzlich noch das Problem, <strong>nur in einem Land investiert</strong> zu sein (sog. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Home_Bias" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>Home-Bias</em></a>). Mit einem ETF hast du teilweise die <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ganze Welt in einem ETF</a> gebündelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiterer Nachteil von Einzelaktien ist natürlich, dass du <a href="https://www.finanzguerilla.de/neue-aktiensparplaene-bei-der-consorsbank/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">viele Aktien gar nicht mit einem Sparplan besparen kannst</a>. Bei den größten Aktien des DAX ist das natürlich kein Problem. Möchtest du aber auch <strong>amerikanische Top-Aktien</strong> oder spekulative Titel aus den <a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-und-wie-in-emerging-markets-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Emerging Markets</a> per Sparplan besparen, guckst du vielleicht in die Röhre. Sie werden schlicht nicht bei jedem Broker als Sparplan angeboten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du musst diese Aktien also als <strong>Einmalkauf ins Depot legen</strong>, was unter Umständen angesichts der Transaktionskosten ziemlich ins Geld gehen kann, wenn du dir z.B. deinen eigenen Fonds &#8222;bauen&#8220; willst. Das lohnt sich eigentlich nur bei größeren Summen pro Aktie. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich persönlich befürworte eine Größe für Einzelpositionen von mindestens <strong>2000 Euro pro Einzelaktie</strong>. Auch diese Rechnung hängt davon ab, bei welchem Broker du bist. Besonders günstig sind auch hier der <a href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C2968117432B" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">Smartbroker</a>* oder Traderepublic.</p>



<h2 class="wp-block-heading">ETF sind Finanzprodukte!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was man auch nicht vergessen darf: ETF, genauso wie <strong>aktive Fonds</strong>, gehören zur Kategorie der <em>Finanzprodukte</em>. Sprich es sind <strong>künstliche Paketlösungen der Finanzindustrie</strong>. Zwar sind ETFs und Fonds ziemlich stark reguliert, jedoch sind die internen Abläufe der Fonds teilweise intransparent. Du hast im Prinzip also immer einen Mittelsmann zwischen dir und deinen Aktien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einzelaktien hingegen sind <em>direkte</em> Investitionen in die jeweiligen Unternehmen, ohne &#8222;Mittelsmann&#8220; in Form eines <strong>Finanzproduktes</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich persönlich ist das nun nicht wirklich ein Vor- bzw. Nachteil. Auch Finanzprodukte haben ihre Berechtigung und die ETFs gehören meiner Meinung nach noch zu den <strong>risikoärmsten</strong> und <strong>transparentesten Lösungen</strong> der Branche. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Von daher hätte ich als Anleger keine Bauchschmerzen, mein Geld in Fonds oder ETFs zu stecken, nur weil dies eben <strong>Finanzprodukte</strong> sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sich hingegen an Finanzprodukten generell stört, ist quasi gezwungen
direkt in die Unternehmen in Form von <strong>Einzelaktien</strong> zu
investieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie mache ich es nun?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das beste aus beiden Welten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich persönlich kombiniere beide Modelle miteinander. Ich investiere überwiegend in weltweite ETFs (siehe <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/">Link</a>) mittels <strong>ETF-Sparplan</strong> und dann noch in ausgewählte <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-aktien/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Einzelaktien</strong></a>. Sparpläne machen hierbei für mich bei Aktien Sinn, die ich langfristig halten möchte und die von der &#8222;Sicherheit&#8220; ähnlich wie ETFs sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klassisches Beispiel hier zum Beispiel eine <strong>Berkshire Hathaway</strong>. Dies ist im Prinzip ein aktiv gemanagter Fonds im Aktiengewand, aber <strong>ohne laufende Kosten</strong>. Hierzu aber gleich mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch kombiniere ich die Stärken und die Schwächen beider Anlageklassen (<strong>Finanzprodukt ETF</strong> und <strong>Einzelaktie</strong>) und kann notfalls immernoch Feinabstimmungen vornehmen, falls eine Aktie underperformt. Die Chancen, dass meine Einzelaktien auch mal überdurchschnittlich performen nehme ich so ebenfalls mit, genau wie die regelmäßige <strong>jährliche Dividende</strong> der Unternehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem besteht die Möglichkeit, <a href="https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-einem-passiven-investment-den-index-schlagen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">durch die Einzelaktien unter Umständen den Index zu schlagen</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Holding-Aktien als ETF-Ersatz?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich ebenfalls mal als Anregung in den Raum werfen möchte, ist die Möglichkeit, in <strong>Einzelaktien mit einer Holding-Struktur </strong>zu investieren. Prominentes Beispiel ist die <strong>Berkshire Hathaway</strong>-Aktie oder die der <strong>Danaher Corporation</strong>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Aktien sind im Prinzip mit <strong>ETFs</strong> bzw. <strong>aktiv gemanagten Fonds</strong> vergleichbar, da sie wiederum viele weitere Unternehmen besitzen und das Risiko dadurch recht <strong>breit streuen</strong>. Als wirklicher Ersatz für den ETF-Sparplan taugen sie allerdings nur bedingt, als <strong>Beimischung zum Depot</strong> oder für einen Rendite-Turbo können sie aber durchaus Sinn machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich mit Rendite-Turbo meine, ist mein <a href="https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-einem-passiven-investment-den-index-schlagen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Muster-Portfolio</a>, mit welchem ich versuche, <strong>passiv den Index zu schlagen</strong>. Hier sind auch wenige Einzelaktien mit an Bord. Näheres zu der Strategie gibts in <a href="https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-einem-passiven-investment-den-index-schlagen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">diesem Artikel</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Update: Im Zuge einer jüngeren Strategie-Anpassung habe ich meine </em><strong><em>Einzelaktien-Sparpläne</em></strong><em> bis auf ganz wenige Ausnahmen allesamt gestoppt. Hier werde ich zukünftig auf </em><strong><em>manuelle Einzelkäufe bei den Aktien</em></strong><em> umsteigen. Was meine </em><strong><em>Gründe hierfür</em></strong><em> sind und wieso ich die </em><strong><em>neue Strategie</em></strong><em> für lukrativer und angenehmer erachte, kannst du </em><a href="https://www.finanzguerilla.de/krise-und-dann-depotabsicherung-fuer-den-ernstfall/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>in diesem Artikel</em></a><em> nachlesen.</em> </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nutzt du einen <a href="https://amzn.to/2KrOXiq" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF-Sparplan für deinen Vermögensaufbau</a>*? </strong></p>



<a href="https://c.trackmytarget.com/uf66a0"><img decoding="async" src="https://i.trackmytarget.com/uf66a0" /></a>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/">ETF-Sparplan vs. Aktien-Sparplan</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Technologie im Depot &#8211; Aber wie?</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/technologie-im-depot-wie-vorgehen/</link>
					<comments>https://www.finanzguerilla.de/technologie-im-depot-wie-vorgehen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 May 2021 19:02:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktien]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
		<category><![CDATA[MSCI World vs. NASDAQ 100]]></category>
		<category><![CDATA[NASDAQ100-ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Performance NASDAQ 100]]></category>
		<category><![CDATA[Tech-Werte]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie-Aktien]]></category>
		<category><![CDATA[Vergleich NASDAQ 100 vs.ACWI]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.finanzguerilla.de/?p=3506</guid>

					<description><![CDATA[<p>Technologie, ja oder nein?! Langfristig zu investieren ist keine Kunst. Wer meinen Blog hier länger schon verfolgt, weiß, dass ich langfristiges, erfolgreiches und nachhaltiges Investieren für keine Raketenwissenschaft halte. Nicht auf Trends hereinzufallen oder ihnen hinterherzulaufen, gestaltet sich manchmal jedoch auch nicht sonderlich leicht, gerade in der heutigen Zeit der günstigen „Neo-Broker“ und Anlagethemen mit...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/technologie-im-depot-wie-vorgehen/">Technologie im Depot &#8211; Aber wie?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap wp-block-paragraph">Technologie, ja oder nein?! Langfristig zu investieren ist keine Kunst. Wer <a href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-guerilla/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">meinen Blog</a> hier länger schon verfolgt, weiß, dass ich <strong>langfristiges</strong>, <strong>erfolgreiches</strong> und <strong>nachhaltiges Investieren</strong> für keine Raketenwissenschaft halte. Nicht auf Trends hereinzufallen oder ihnen hinterherzulaufen, gestaltet sich manchmal jedoch auch nicht sonderlich leicht, gerade in der heutigen Zeit der <a href="https://www.finanzguerilla.de/smartbroker-bester-broker-test/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">günstigen „Neo-Broker“</a> und Anlagethemen mit <strong>Internet-Hype</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei mir war immer eine eher kritische Frage, <em>wie</em> ich denn <strong>Technologie in meinem langfristigen Depot abbilden soll</strong>. Wann begebe ich mich zu stark auf <em>Spekulationspfade</em>? Wie <em>zukunftsfähig</em> sehe ich eine <strong>Technologie</strong> bzw. Branche? Kann ich als Privatanleger solche Chancen und <a href="https://www.finanzguerilla.de/gefahren-von-etfs/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Risiken</a> überhaupt seriös einschätzen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute soll es also um das Thema „<strong>Tech im Depot</strong>&#8220; gehen und wie ich diese Thematik für mich persönlich bewerte und umsetze.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Grundsatzfrage: Tech-Aktien ja oder nein?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich würde ich mich eher als einen <strong>zukunftsoptimistischen</strong> und <strong>fortschrittsgläubigen Investor</strong> bezeichnen. Ich denke, dass <strong>kluge Technologie</strong> viele unserer zukünftigen globalen Probleme zu lösen vermag. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seien es Fragen des <strong>Klimaschutzes</strong> (Geo-Engineering, regenerative Energien, emissionsarme Mobilität), einer nachhaltigen menschlichen Existenz (<strong>biologisch abbaubares Plastik</strong>, gesundes <strong>Fleisch ohne Tiere töten zu müssen</strong>, „Back to Nature“, nachhaltige Wirtschaft ohne <a href="https://www.finanzguerilla.de/wo-bitcoin-direkt-kaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fiat-Geld-Inflations- und Leistungsdruck</a>), der <strong>Einsparung natürlicher Ressourcen</strong> (ein Gerät mit vielen Funktionen ersetzt mehrere Geräte) oder das <strong>Kurieren von schweren Krankheiten</strong> wie Krebs. Ich habe hier also großes Vertrauen in Forscher, Programmierer, Erfinder, Ingenieure und Naturwissenschaftler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im <a href="https://www.finanzguerilla.de/klimaschutz-und-kapitalismus-ein-widerspruch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">letzten Artikel</a> habe ich herausgearbeitet, dass zum Beispiel <a href="https://www.finanzguerilla.de/reiche-sind-an-allem-schuld/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kapitalismus</a> und Klimaschutz für mich deshalb auch absolut keine Widersprüche darstellen, im Gegenteil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich möchte ich also, dass sich meine <strong>persönliche Überzeugung</strong> auch in meinem Depot widerspiegelt. <strong>Tech-Aktien müssen also mit rein</strong>. Doch wie kann man so etwas smart umsetzen?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tech-Aktien bergen hohe Risiken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anfangen möchte ich heute mit einem Grundsatz, den ich mir aus dem Buch &#8222;<a href="https://amzn.to/33gNHpY" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">Finanzberatung? Nein danke!</a>&#8222;* abgeschaut habe:</p>



<pre class="wp-block-verse">Grundsatz: <strong>Technologie-Einzelaktien</strong> meiden! Zumindest beim <strong>langfristigen investieren</strong> (<strong>15 Jahre plus</strong>).</pre>



<p class="wp-block-paragraph">In dem Buch war die Sprache von unverhältnismäßig hohen Risiken, die mit einem <strong>langfristigen Investment</strong> in <a href="https://www.finanzguerilla.de/in-einzelaktien-statt-etf-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Einzelaktien</a> aus dem <strong>Technologiebereich</strong> einhergehen sollen. Zu <em>schnelllebig</em> sei die Zeit, große Trends können sich von <strong>Heute auf Morgen ändern</strong>. Ehemalige <strong>Marktführer</strong> werden abgelöst und verlieren im Wettbewerb – im Extremfall <a href="https://www.finanzguerilla.de/funktioniert-mintos-langfristig-pleite-gefahr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">bis zur Pleite</a>. Andere Branchen im Gegenzug werden immer gebraucht und seien daher vorzuziehen (<strong>Konsumgüter</strong>, <strong>Nahrungsmittel </strong>und <strong>Hygieneartikel</strong> etc.).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sprachjargon bei <strong>Tech-Aktien</strong> spricht man auch gerne vom „<strong>The-Winner-takes-it-all-Prinzip</strong>“. Demnach wird ein Markt selten unter mehreren Firmen aufgeteilt, sondern von einzelnen Wenigen dominiert. Bis hin zur <strong>Bildung von Monopolen</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich nun als Privatperson langfristig für einen Zeitraum <strong>15-30 Jahre</strong> fürs Alter vorsorgen möchte, scheint eine solche Prognose in der Tat schwierig zu sein. Wenn jemand anno <strong>1985 in Kodak</strong> investiert hätte, wäre er <strong>heute vermutlich nahezu Pleite</strong>. Ähnliches bei der <strong>Dotcom-Blase im Jahr 2000</strong>. Auch hier setzten viele Privatanleger auf Firmen, die es heute zum Teil schon gar nicht mehr gibt. Auch hier waren <strong>Totalverluste</strong> nichts Ungewöhnliches. Im besten Fall dümpeln solche <strong>Aktien Dekaden nur so vor sich hin, ohne Rendite zu machen</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn hier die Opportunitätskosten berücksichtigt werden (wieviel Rendite wäre stattdessen in der Zeit möglich gewesen?), tut auch dies weh und kann die <strong>Vermögensbildung langfristig zerstören</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich gebe dem Buch daher im Grundsatz durchaus Recht und kann die Argumente sehr gut nachvollziehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neuartige Nischen-ETFs</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einen anderen aktuellen Trend blicke ich daher auch relativ skeptisch: Neuerdings sind bei manchen Anlegern (auch gerne bei jüngeren) gewisse <strong>Technologie-Trend-ETFs</strong> ziemlich begehrt. Egal ob Themen wie &#8222;<strong>Global Clean Energy</strong>&#8222;, &#8222;<strong>Electric Vehicles</strong>&#8222;, &#8222;<strong>Wasserstoff</strong>&#8220; oder &#8222;<strong>Kommende Mega-Trends</strong>&#8222;. Verschiedene ETF-Anbieter bieten hier zahlreiche ETFs an, für die dann gerne auf <strong>Youtube</strong>, <strong>in Foren</strong> oder <strong>anderen Medien</strong> fleißig die Werbetrommel gerührt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige dieser <strong>Trend-ETFs</strong> haben aber beim letzten Rücksetzer der Tech-Werte ziemlich gelitten, mehr noch als ein breiter Technologie-Index. Teilweise brachen diese ETFs um 30 Prozent ein, die erstmal wieder aufgeholt werden wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich persönlich halte davon aktuell nichts. Zum einen weil Technologie an sich schon eine <strong>Sektorwette</strong> darstellt. Wenn man dann noch einzelne Trends abzubilden versucht, wird aus der <strong>Sektorwette</strong> zusätzlich noch eine <strong>Branchenwette</strong> (z.B. Wasserstoff). Für meine Strategie ist das aktuell einfach nicht passend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders sehe ich <strong>Krypto-Währungen</strong>, weshalb ich auch in diese mit Maß und Ziel gerne investiere. Meine Strategie hierzu kannst du <a href="https://www.finanzguerilla.de/wo-bitcoin-direkt-kaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> und <a href="https://www.finanzguerilla.de/bitcoin-zertifikate-als-investment-sinnvoll-oder-nicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> nachlesen. Aber auch hier würde ich mich nie festlegen, welche Währung bzw. welchen Coin es in <strong>10-20 Jahren</strong> noch gibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Crash der Tech-Aktien?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch scheint der <strong>Rückgang der Kurse</strong> bzw. die <strong>Stagnation der Technologie-Aktien</strong> in den letzten Monaten Skeptikern der <strong>Sektorwette</strong> &#8222;Technologie&#8220; hier Recht zu geben. Die einen sprechen von <strong>ganz normaler Sektor-Rotation</strong>, also <strong>weg von Tech</strong> und <strong>hin zu Value</strong>. Andere machen die <strong><a href="https://www.wiwo.de/finanzen/boerse/zinsen-steigende-anleiherenditen-schueren-angst-vor-crash/26932542.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gefahr von steigenden Zinsen</a></strong> für den <strong>Einbruch der Tech-Werte</strong> verantwortlich. Auch die drohende <strong>Ablösung der USA durch China Als Weltmacht Nr. 1</strong> sorgt hier für reichlich Spekulationsstoff.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Letztendlich: Mir als Privatinvestor können die Gründe egal sein, entscheidend ist die <strong>Rendite langfristig</strong> und die <strong>Gesamtperformance des Depots</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier muss man ganz klar festhalten, dass jede Strategie, die vollständig auf Technologie verzichtete <strong>in den letzten 15 Jahren klar unterlegen</strong> war. Ohne Tech-Werte hätte man als Investor auf einen Großteil der <strong>Börsenrally</strong> verzichtet und hätte dadurch sein Vermögen wesentlich weniger effizient vermehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somit war auch unter dem Gesichtspunkt <strong>Performance</strong> Technologie essentiell.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tech-Index vs. Welt-Index</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die klare <strong>Outperformance von Tech</strong> gegenüber dem breiten Markt wird besonders deutlich, wenn man die entsprechenden <strong>Leit-Indices</strong> einmal miteinander vergleicht. Dies fällt wieder am leichtesten mit der Gegenüberstellung von den jeweiligen ETFs:<br><br>So performte ein ETF auf den <strong>NASDAQ 100</strong> (<a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">thesaurierend</a>) in den letzten <strong>5 Jahren</strong> mit <strong>25,39% p.a.</strong> (auf EURO-Basis). Ein vergleichbarer <strong>ETF auf den ACWI</strong> (thesaurierend) brachte es hier auf „nur“ <strong>12,59% p.a.</strong> (auf EURO-Basis).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="540" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/05/NASDAQ100-vs.-MSCI-ACWI-1024x540.jpg" alt="Vergleich ETF MSCI ACWI und ETF NASDAQ 100" class="wp-image-3507" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/05/NASDAQ100-vs.-MSCI-ACWI-1024x540.jpg 1024w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/05/NASDAQ100-vs.-MSCI-ACWI-300x158.jpg 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/05/NASDAQ100-vs.-MSCI-ACWI-768x405.jpg 768w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/05/NASDAQ100-vs.-MSCI-ACWI.jpg 1442w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/IE00B53SZB19,IE00BGHQ0G80" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fondsweb.com</a>, Stand: 05.05.2021</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Den <strong>NASDAQ 100</strong> habe ich für den Vergleich als Index gewählt, weil er der bedeutendste <strong>Technologie-Index weltweit</strong> ist. Zwar sind überwiegend US-Unternehmen darin gelistet, bedeutende ausländische Player (z.B. aus <strong>China</strong> oder <strong>Israel</strong>) finden sich aber auch darin. Der <strong>ACWI-Index</strong> wiederum ist der global nahezu <strong>am breitesten gestreute</strong>, sodass sich hier ganz gut „<strong>der Gesamtmarkt</strong>“ ablesen lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Auch interessant: <a href="https://www.finanzguerilla.de/depot-fuer-kinder-steuerfrei-ins-erwachsenenalter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Steuerfreie Geldanlage für das Kleinkind</a></em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Achtung: Verzerrungen durch Tech!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hier muss aber eine Sache deutlich betont werden: <strong>Die Technologie-Werte dominieren derzeit auch die weltweiten Indices</strong>. Wer den <strong>ACWI</strong> oder <strong>MSCI-World</strong> für seine <strong>Vermögensbildung</strong> wählt, ist auch hier schon ziemlich stark in <strong>Technologie-Werte</strong> investiert. Das muss man sich stets bewusstmachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Siehe die ersten 10 Top-Positionen des ACWI (<a href="https://www.msci.com/documents/10199/8d97d244-4685-4200-a24c-3e2942e3adeb" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>, Stand: 05.05.2021) und ihren Anteil am Gesamtindex:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Apple</strong> (3,36%)</li>



<li><strong>Microsoft</strong> (2,74%)</li>



<li><strong>Amazon</strong> (2,13%)</li>



<li><strong>Facebook</strong> (1,14%)</li>



<li><strong>Alphabet A</strong> (1,00%)</li>



<li><strong>Alphabet B</strong> (0,99%)</li>



<li><strong>Taiwan Semiconductor </strong>(0,82%)    </li>



<li><strong>Tesla</strong> (0,82%)</li>



<li><strong>JP Morgan Chase</strong> (0,75%)</li>



<li><strong>Tencent</strong> (0,73%)</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Somit sind <strong>9 von 10 Unternehmen der Top 10 des ACWI im Technologiebereich</strong> anzusiedeln. Insgesamt machen die oben genannten Firmen also eine Gewichtung von <strong>14,49%</strong> des gesamten ACWI aus!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ohne Tech geht also theoretisch gar nichts</strong>. Sollten Tech-Werte <a href="https://www.finanzguerilla.de/wann-kommt-der-finanzcrash/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">stark einbrechen</a>, würden sie somit Stand heute auch die <strong>globalen Indices</strong> mit in den Abgrund reißen. Zumindest bis neue Unternehmen aus anderen Branchen <strong>in den Index nachrücken</strong> und die <strong>Apples</strong>, <strong>Microsofts</strong> und <strong>Amazons</strong> ablösen. Dann sollte sich auch der Index wieder berappeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du siehst also: Auch wenn du für deine Altersvorsorge die <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ein-ETF-Strategie</a> fährst, bist du schon nicht unerheblich in Tech investiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie in Technologie investieren?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Also Butter bei die Fische, wie mache ich es?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich persönlich unterscheide auch hier wieder in <strong>kurz-/ mittelfristig</strong> (eher spekulativ) und in <strong>langfristig</strong> (<a href="https://www.finanzguerilla.de/ruerup-rente-versus-etf-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Altersvorsorge</a>/Vermögensaufbau). Mittelfristig investiere ich durchaus in <strong>einzelne Firmen</strong> wie <strong>Amazon</strong>, <strong>JD.com</strong> oder <strong>Tencent</strong>. Hier besteht für mich auch kein Widerspruch zu der oben genannten Grundregel des Buches. Hier verfolge ich die Firmen aber sehr aufmerksam und bin dann auch bereit, mich bei einem <strong>Umkippen der Stimmung</strong> von den Unternehmen zu trennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders bei meiner <strong>langfristigen Strategie für die Altersvorsorge</strong> (15+ Jahre): Hier nutze ich tatsächlich einen <strong>ETF auf den NASDAQ 100</strong> als <strong>Ergänzung in meinem Welt-Portfolio</strong>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Grundannahme hier: Auch in den nächsten Jahrzehnten wird <strong>Technologie ein Treiber des Fortschrittes</strong> und des <strong>wirtschaftlichen Aufschwunges der Welt</strong> sein. Zudem werden sich einige <strong>Tech-Werte heute</strong> in die <strong>Value-Werte von morgen</strong> verwandeln. Eine Übergewichtung des Tech-Sektors im Vergleich zum normalen Markt spiele ich also ganz bewusst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier sehe ich durchaus Chancen, dass der <strong>NASDAQ 100-Anteil</strong> die <strong>Gesamtperformance des Depots langfristig über die ACWI-Performance</strong> pusht. Quasi als kleiner Turbo im Depot.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Risiken von <strong>Branchenpleiten</strong> oder die <strong>zeitraubende Analyse von Tech-Konzernen</strong> spare ich mir hier gerne. Wie ich schon oft festgestellt habe: Eine <strong>einzelne Firma</strong> kann sterben, ein <strong>Aktienindex</strong> jedoch nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gefahr steigender Zinsen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Freilich kann niemand vorhersagen, ob es so kommt oder ob das kommende Jahrzehnt gar zu einem <strong>Fiasko für Tech-Werte</strong> wird. Zum Beispiel falls je <strong>tatsächlich die Zinsen weltweit ansteigen sollten</strong>, worunter dann die <strong>Wachstums- und Tech-Werte</strong> besonders leiden dürften. Immerhin schickte alleine schon das Flüstern von Inflation und Zinsanhebung die Tech-Aktien auf Talfahrt.<br><br>Dieses Risiko gehe ich dann aber auch bewusst ein. Ich bleibe hier zuversichtlich, dass <strong>ohne Technologie die Probleme der Gegenwart und Zukunft nicht zu lösen sind</strong>, weshalb ich auch hier langfristig für den <strong>NASDAQ 100</strong> sehr optimistisch bin.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Hier gleich einen langfristigen ETF-Sparplan auf den <strong>NASDAQ 100</strong> eröffnen:</em></p>



<!-- Beginn https://www.financeads.net/-Code --><a href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C2968117438B" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.financeads.net/tb.php?t=25598V2968117438B" alt="468x60_weltweit-handeln_smartbrokerplus" border="0" width="468" height="60"></a><!-- Ende https://www.financeads.net/-Code -->



<h2 class="wp-block-heading">Fazit:</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als persönliches Fazit bleibt mir nur festzuhalten, dass ich ganz bewusst den <strong>Tech-Sektor</strong> in der <strong>langfristigen Geldanlage</strong> leicht übergewichten möchte. Es lässt sich in etwa damit vergleichen, wie wenn man zusätzlich zu einem <strong>ACWI-ETF</strong> noch einen <a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-und-wie-in-emerging-markets-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Emerging Markets-ETF</a> wählt. Theoretisch ist auch im ACWI schon genügend EM drin. Aber auch hier sage ich: In den EM spielt zukünftig die Musik, weshalb ich auch hier eine leichte Übergewichtung für mich passend finde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann mir aber beim besten Willen <strong>keine Zukunft ohne Technologie</strong> und <strong>Tech-Unternehmen</strong> vorstellen. Daher gehe ich davon aus, dass ein Investment in den <strong>NASDAQ 100</strong> mittels ETF keine übermäßigen Risiken langfristig in sich bergen und die Chancen für eine Outperformance des ACWI oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/vanguard-etfs-in-deutschland-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">FTSE All-World</a> dadurch ganz gut stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie es dann tatsächlich kommt, wird die Zukunft zeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Auch interessant:</em></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><em><a href="https://www.youtube.com/watch?v=9q01DYyYxRk&amp;ab_channel=Erichsen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tech-Aktien: Wann stürzen Amazon, Apple &amp; Co. ab?</a></em></li>



<li><em><a href="https://finanzmarktwelt.de/msci-world-us-tech-aktien-eine-gefahr-fuer-aktiensparer-weltweit-156111/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MSCI World: US-Tech-Aktien eine Gefahr für Aktiensparer weltweit?</a></em></li>



<li><em><a href="https://www.etf-nachrichten.de/rendite-knaller-nasdaq-ein-versprechen-an-die-zukunft/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rendite-Knaller NASDAQ: Ein Versprechen an die Zukunft?</a></em></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/technologie-im-depot-wie-vorgehen/">Technologie im Depot &#8211; Aber wie?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.finanzguerilla.de/technologie-im-depot-wie-vorgehen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
