Welt-ETF als Altersvorsorge

Heute möchte ich dir einmal meine Einschätzung zu der Frage erläutern, ob ich einen einfachen Welt-ETF als Altersvorsorge für sinnvoll oder weniger optimal halte.

Wie du als (hoffentlich) aufmerksamer Leser dieser Seite bereits weißt, gliedert sich meine Investmentstrategie, zumindest der Wertpapier-Teil, in einen ETF-Kern und ergänzend dazu in Einzelaktien als Satelliten, die regelmäßige Einkünfte abwerfen und vielleicht hin und wieder den Index schlagen. Hierbei setze ich jedoch nicht nur auf Dividenden-Werte, sondern auch auf Wachstumswerte.

Wieso ich mich für ETFs entschieden habe und deswegen sogar meine kapitalbildende Lebensversicherung und meine Riester-Rente gekündigt habe, kannst du ebenfalls in meinen älteren Beiträgen nachlesen.

Aber um die Strategie im Gesamten geht es mir hier heute nicht, sondern eben den Aspekt meines „Welt-ETF“ im Kern. 

Reicht ein Welt-ETF als Altersvorsorge?

Unter anderem bespare ich in meinem „Kern“ einen ETF auf den weltweiten FTSE All-World Index. Dieser enthält über 3000 Unternehmen aus nahezu allen geografischen Bereichen dieser Welt. In diesem Beitrag habe ich dir meinen ETF und seine geografische und branchenmäßige Aufteilung bereits vorgestellt.

Vereinfacht gesagt enthält er Industrieländer mit einem Verhältnis von knapp 90 % und Schwellenländer mit einem Anteil von knapp 10 %. Nordamerika, Europa, Pazifik, Schwellenländer – alles drin.

Dieser Welt-ETF im Kern soll später auch meine Altersvorsorge sein, sprich Buy-and-hold in Reinkultur per Sparplan. Stur, stupide, langweilig und dauerhaft ist die Devise. Auf die anderen ETF meiner Altersvorsorge möchte ich hier absichtlich nicht eingehen und mich nur auf den „Welt-ETF“ konzentrieren.

Aber wie sinnvoll ist es überhaupt, die Altersvorsorge in die Hände eines globalen Index wie den FTSE All-World, ACWI oder MSCI World / MSCI Emerging Markets-Mix zu legen? Geht man hierbei nicht ein ziemlich hohes Risiko ein, da z.B. keine Anleihen oder Rohstoffe enthalten sind?

Um meine Gedanken zu dieser Frage soll es hier nun gehen.

FTSE All-World, MSCI ACWI, MSCI World / MSCI Emerging Markets – im Prinzip Alles das Gleiche

Egal ob du selbst nun einen 1-ETF-Ansatz verfolgst oder der inzwischen vielfach propagierten und etablierten 70/30 Aufteilung (MSCI World / EM) folgst, meine nachfolgenden Gedanken treffen auf beide Szenarien zu. Ich persönlich folge dem All-World Index, weil ich keine Lust auf Rebalancing habe, um die 70:30-Relation jedes Jahr aufs Neue herzustellen. Kostet mir zu viel Rendite.

Ich bin mir aber im Klaren darüber, dass wenn die Emerging Markets abgehen wie eine Rakete, ich dann nur mit 10 % anteilig dabei bin, anstatt mit 30 % beim 70/30-Mix. Andererseits: Wenn die Schwellenländer weiterhin unterperformen wie die letzten Jahre, dürfte mein All-World durch den geringer gewichteten Anteil Emerging Markets sogar theoretisch besser abschneiden als der 70:30-Mix, jedoch logischerweise schlechter als der Standard MSCI World.

Welches Szenario letztendlich eintrifft steht – wie immer an der Börse – in den Sternen, weshalb ich mir diesen Stress gar nicht geben möchte. MSCI ACWI (All Country World Index) oder der FTSE All-World muss also her.

Welchen ETF man dann persönlich bespart, ist Geschmacksache und richtet sich nach Fragen wie

  • Kosten (TER),
  • Fondsgröße (somit die Wahrscheinlichkeit einer vorzeitigen Schließung, weil zu unwirtschaftlich),
  • Tracking-Error und ob er
  • thesaurierend oder ausschüttend (Unterschied siehe hier)

sein soll. Wenn man sämtliche ETFs auf dem Markt aktuell vergleicht, sind die Unterschiede in der Performance marginal. Eine richtig „schlechte“ Wahl ist momentan zumindest nicht unbedingt zu befürchten.

Welt-ETFs auf einen Blick

Wenn auch du mit dem Gedanken nur eines Welt-ETF spielst, dann gebe ich dir nachfolgend eine kleine Übersicht über mögliche ETFs, die auf dem deutschen Markt aktuell handelbar sind (Stand: 29.01.2019):

NameLyxor MSCI All Country World UCITS ETF Acc (EUR)iShares MSCI ACWI UCITS ETF (Acc)SPDR MSCI ACWI UCITS ETFVanguard FTSE All-World UCITS ETFXtrackers MSCI AC World Index UCITS ETF 1C
ISINLU1829220216  IE00B6R52259IE00B44Z5B48IE00B3RBWM25IE00BGHQ0G80
WKNLYX00CA1JMDFA1JJTCA1JX52A1W8SB
FondswährungEURUSDUSDUSDEUR
AusschüttungThesaurierendThesaurierendThesaurierendAusschüttendThesaurierend
ReplikationSynthetisch (unfunded Swap)Physisch (optimiertes Sampling)Physisch (optimiertes Sampling)Physisch (optimiertes Sampling)Physisch (optimiertes Sampling)
Gesamtkosten (TER)0,45% p.a.0,60% p.a.0,40% p.a.0,25% p.a.0,40% p.a.

Wie oben bereits geschrieben ist es Geschmacksache, ob man nun den FTSE All-World Index oder den ACWI-Index wählt. Die Zusammensetzung und Performance gleicht sich beinahe vollständig. Auch ob man nun einen Thesaurierer oder Ausschütter wählt, ist nach der Investmentsteuerreform 2018 nicht mehr kriegsentscheidend.

Die Gebühren sind in meinen Augen bei einer jahrzehntelangen Anlagedauer auch zu vernachlässigen. TER-Unterschiede werden auf die Dauer vermutlich mit entsprechender Über- oder Unterperformance im Vergleich zu den Mitbewerbern auf lange Sicht wieder ausgeglichen.

Wieviel Risiko steckt in so einem Welt-ETF?

Aber wenn die eigene Altersvorsorge davon abhängt: Wie sicher ist denn so ein Fonds? Nunja, der weltweite MSCI-World-Index erzielte laut MSCI-World Rendite-Dreieck die vergangenen 30 Jahre eine Rendite von 6 Prozent pro Jahr (Quelle).

Klar, das sind mal wieder nur Rückwärtsbetrachtungen, jedoch denke ich, dass es so lange es weltweit Unternehmen gibt, die produzieren, es auch weiterhin daraus Rendite geben wird. Zumindest solange die Menschheit weiter wächst und dadurch auch die menschlichen Bedürfnisse (siehe Maslow).

Klar wird sich der Index in den kommenden 30 Jahren vermutlich drastisch (!) in seiner Zusammensetzung verändern. Einige Unternehmen fliegen raus, gehen Pleite oder räumen ihren Platz für junge Highflyer, die mit ihrer Marktkapitalisierung den Index im Ganzen anheben. In den letzten 5 Jahren eindrucksvoll so geschehen durch die FANG-Aktien aus den USA.

Schwellenländer entscheiden über zukünftige Rendite

Ich persönlich gehe davon aus, dass sich z.B. China und Indien auch in Zukunft sehr gut entwickeln werden, vielleicht sogar dynamischer und nachhaltiger als die Industrieländer mit ihrer „old-Economy“. Alleine die Bevölkerungszahl dieser Länder birgt enorme wirtschaftliche Chancen. Daher gehe ich durchaus davon aus, dass die Schwellenländer zukünftig den Ausschlag in Sachen Rendite geben werden.

Im ACWI / FTSE All-World sind eben diese Länder enthalten. Dadurch könnten die beiden Welt-Indizes den MSCI-World (nur Industrieländer) auf Dauer sogar schlagen. Dadurch könnten die Welt-Indizes langfristig vielleicht im Bereich von 6,5-8 Prozent p.a. Rendite mitspielen. Natürlich würden in so einem Falle die 70/30-Mixer noch bessere Rendite einfahren…

China als neue Nummer 1?

Wenn irgendwann nicht mehr die USA die Indices nach Marktkapitalisierung dominieren (aktuell über 50 Prozent), sondern z.B. China, kann sich auch die Performance des Welt-Index gravierend nach oben oder unten ändern. Das finde ich persönlich das Spannende an der Sache: Man ist an der gesamten Welt und auch ihrer politisch-wirtschaftlichen Aufteilung beteiligt, inklusive ihrer Änderungen.

Dadurch schätze ich die Situation so ein, dass Fonds/ETFs auf diese Indices tatsächlich die Chance haben, dauerhaft am Markt verfügbar zu bleiben. Im Endeffekt kann es dem Anleger sogar egal sein, wer wirtschaftlich die Hosen in der Welt an hat, beteiligt ist man in jedem Fall.

Was passiert bei Krisen und Unternehmenspleiten?

ETFs auf den ACWI oder FTSE All-World halte ich aufgrund ihrer extremen Diversifikation für ziemlich „sicher“, im Sinne eines eventuellen Totalverlustes des eingesetzten Kapitals. Es muss schon viel geschehen, damit die größten 2000-3000 weltweiten Unternehmen alle pleitegehen oder durch Disruption ausgelöscht werden. Einzelne ja, alle nein.

Wenn dies doch mal passieren sollte, kann uns unser Wertpapierdepot und unsere Altersvorsorge ohnehin am Hintern vorbeigehen.

Hier zählt dann das nackte Überleben und die physische Sicherung der eigenen Existenz. Selbst im sehr unwahrscheinlichen Fall eines Atomkrieges zwischen zwei Staaten dürften noch Unternehmen übrigbleiben, die dann eben den Index repräsentieren. Mehr Sicherheit geht so gesehen eigentlich fast nicht.

Ein Index stirbt nicht

Gedankenspiel:

Hätte jedes Land auf der Welt nur noch ein einziges Unternehmen (insgesamt also 194 Aktien), dann wären immer noch genügend Unternehmen in dem Welt-Index, sodass von einer recht großen Streuung gesprochen werden kann.

Ich schätze somit die Zukunftsaussichten dieser Welt-ETFs als sehr gut ein. Jedoch schwanken diese Indices auch mit dem globalen Aktienmarkt, darüber sollten sich interessierte Anleger unbedingt bewusst sein.

Dadurch ist auch trotz der guten langfristigen Aussichten etwas Taktik geboten, wenn es Richtung Renteneintritt geht oder wenn man anfangen möchte, von seinem Depot zu zehren. Nichts ärgerlicher als wenn kurz vor der Rente noch eine Wirtschaftskrise das mühsam aufgebaute Depot zerschießt.

Umschichtungen im Alter nötig

Wenn also die Rente absehbar ist, sind in meinen Augen Umschichtungen in risikoärmere Produkte absolut notwendig. Hier kann es dann Sinn machen, z.B. Teilverkäufe vorzunehmen und diese in risiko- und schwankungsärmere Anlageprodukte (z.B. Anleihen) einmalig umzuschichten, die ihre 2-4 Prozent p.a. verlässlich und halbwegs schwankungsarm schaffen. Und das dauerhaft. Neue Devise: Kapitalerhalt vor Kapitalaufbau.

Wer nicht umschichten möchte, kann einen anderen, riskanteren, Ansatz wählen: Nämlich die sogenannte 4%-Regel. Hier wird unterstellt, dass man jedes Jahr 4% aus seinem ETF entnehmen kann (durch Verkäufe) und das verbleibende Kapital trotzdem weiter wächst oder zumindest nicht schrumpft. Beispiel: Wenn du 6% p.a. machst, jedoch nur 4% entnimmst, wächst dein Vermögen dennoch um 2%. Zumindest rechnerisch. So gesehen hätte man dann eine sogenannte „ewige Rente„, die sich selbst speist.

Fazit:

Ein Welt-ETF kann meiner Meinung nach also sehr gut zum Aufbau einer Altersvorsorge genutzt werden. Ich habe da momentan absolut keine Bauchschmerzen dies so für mich umzusetzen. So ein ETF hat einfach sehr viele Vorteile, die man sich als langfristiger Anleger wünscht:

  • extrem breit gestreut
  • gute Fondsgrößen
  • relativ schwankungsarm aufgrund der hohen Diversifikation
  • Chancen durch den Schwellenländeranteil
  • Geringe laufende Kosten
  • Kein Rebalancing nötig im Gegensatz zu Lösungen aus mehreren ETFs (z.B. nach Gerd Kommer*)
  • „Unsterblicher Index“, trotz aller kommenden Widrigkeiten, Krisen und Disruptionen
  • Als Thesaurierer quasi eine „Fire and Forget-Lösung“, die keinerlei Tätigkeit des Anlegers verlangt

Einziger Wermutstropfen ist, dass im Alter umgeschichtet werden muss, da die Schwankungen dann doch zu groß sind, wenn es in die Auszahlungsphase geht.

Zudem würde ich keinem Mitte 50 empfehlen, ausschließlich mit einem solchen ETF fürs Alter vorzusorgen. Da gibt es durchaus sinnvollere Möglichkeiten, zum Beispiel auch mit Versicherungsmantel in Kombination mit einem garantierten Rentenfaktor.

Wie ist deine Meinung zum Thema Altersvorsorge mit ETFs? Wie hast du die Altersvorsorge für dich gelöst?

21 Kommentare

  1. Sicherlich eine gute Basis für die Altersvorsorge, ich will etwas ergänzen:

    – Es fehlen für eine maximale globale Diversifikation die Small Caps
    – Ein 100 %-Portfolio in Aktien-ETF sollte man sich gut überlegen aufgrund der Schwankungsbreite
    – Spekulationen darüber,w elche Wirtschaftsregion die beste aktienrendite liefern wird, sind vollkommen müßig, da alles öffentliche Wissen ebreits eingepreist ist – Market Timing funkioniert noch schlechter als Asset Picking. Lösung: Einfach einmal in alles investieren in einer vernünftigen und vernünftig besparbaren Allokation.

    Ich selbst habe 80 % meines Investmentvermögens so investiert:

    55% MSCI World
    20 % MSCI World Small Cap
    25 % MSCI Emerging Markets IMI

    Ausführlich dazu hier: https://www.buzznews.de/2018/07/03/altersvorsorge-musterdepot-mit-3-etfs-wie-ich-ein-einfaches-starkes-weltportfolio-aufbaue/

    1. Hi AlexJ,

      Small Caps haben mit Sicherheit auch ihre Berechtigung und performen im langjährigen Durchschnitt vermutlich besser als die großen Indices. So wie auch der MDAX meistens besser als der DAX performt.

      Dennoch verzichte ich aktuell auf Smal Caps. Wenn dann würde ich sie aber auch mittels ETFs umsetzen, genauso wie in deinem Beispiel.

      Gruß

  2. Da der Vanguard ein Ausschütter ist, ist es gar nicht nötig Anteile (4% oder so) zu verkaufen. Man verkonsumeiert (später bei Rentenbeginn, davor werden sie wiederangelegt) die Ausschüttungen und bleibt ansonsten voll investiert. Zur Ergänzung habe ich noch den World Small Cap (Bei dem muss ich Anteile verkaufen, wird wahrscheinlich Cashbestand, von Anleihen halte ich nicht viel, von Rohstoffen noch weniger, außer physischem Gold und 2 weitere Dividenden ETFs um jeden Monat eine Ausschüttung mitzunehmen.

    1. Hallo Andy!

      Danke für deinen Beitrag. Du hast völlig Recht, dadurch dass der Vanguard ausschüttet, hast du tatsächlich ohne Rebalancing einen stetigen Cashflow.

      Allerdings beträgt die Ausschüttungsrendite in der Regel nur zwischen 2,1-2,8 Prozent, was fürs Alter um davon leben zu können vermutlich alleine nicht ausreichen dürfte. Klar, wenn man den ETF zum Beispiel auf 1.000.000 Euro angespart hat, dann sind die Ausschüttungen alleine auch schon knapp über 2000 Euro pro Monat. Aber das dürften wohl nur die Wenigsten schaffen 😉

      Realistisch sind für die meisten leider eher eine Summe von 100.000 bis 200.000 Euro maximal.

      Gruß

  3. Hallo,

    ich mache es im Kern gerade so wie beschrieben. Ein ETF und gut ist. Ergänzt wird das ganze durch den langfristigen Aufbau einer Tagesgeldposition und die staatlichen Renten (Versorgungswerke und Betriebsrenten – ich habe in meinem Berufsleben zwangsläufig mehrere angesammelt).
    Was ich besonders daran mag ist, wie einfach und gut durchschaubar der Teil ist, auf den ich unmittelbaren Zugriff habe (ETF und TG). Ich nutze derzeit die Ausschüttungen des ETF zum Aufbau der TG-Position (die mich im Alter bei einem Aktiencrash dann für Jahre über Wasser halten würde) und zur freiwilligen zusätzlichen Einzahlung ins Versorgungswerk.

    LG

    Hans

    1. Hallo Hans,

      Nunja, Tagesgeld hat halt den großen Nachteil, dass du im Prinzip am Tropf der Geldpolitik und der Währung hängst (FIAT-Geldsystem: https://de.wikipedia.org/wiki/Fiatgeld) und dein Geld nur bis 100.000 Euro gegen Bankenpleiten, Krisen etc. geschützt ist. Ich würde definitiv nicht mehr als 100.000 Euro aufm Tagesgeld lassen. Den Rest besser in Sachwerte (Aktien, Immobilien oder Gold) investieren.

      Renten/Anleihen können eine feine Sache sein, allerdings sollten auch sie mindestens 2% abwerfen, damit du überhaupt Vermögen bildest oder stabil hältst.
      Mache dir klar: Am Tagesgeld nagt die Inflation von 1,5-2,5% langfristig. Das heißt jeder Euro aufm Tagesgeld, der nicht mindestens so verzinst wird, führt für dich zu einem Vermögensverlust durch Kaufkraftverlust.

      Vielleicht ändern sich die Zeiten wieder, bis dahin würde ich nur in Tagesgeld mit mindestens 2,5% Verzinsung gehen. Und das dürfte man aktuell wohl nirgends finden…

      Gruß
      Andreas

  4. Hallo,
    bespare den Vanguard FTSE All World jetzt auch. Meine Frage:
    Hat der Brexit Auswirkungen auf den FTSE? Und ich dadurch eventuelle Nachteile weil der Vanguard auf den FTSE aufbaut? z.B. das es weniger gehandelt wird, weil es auf dem Londoner Markt gehandelt wird?
    Danke.

    1. Hallo!

      Meines Wissens nach dürfte sich der Brexit hier nicht negativ auswirken, da der FTSE All-World ja lediglich ein Index ist (wie die Indizes von MSCI). Der Vanguard-ETF ist ohnehin in Irland aufgelegt, somit bleibt das ETF-Domizil innerhalb der EU. Ob sich durch den Brexit natürlich Nachteile für den Indexanbieter ergeben, kann ich nicht sagen. Ich vermute jedoch stark, dass das nicht der Fall sein wird. Und einen globalen Index juckt der Brexit ohnehin nicht.

      Sollten sich aber tatsächlich Nachteile ergeben oder der FTSE zukünftig schlechter als der ACWI abschneiden, dann kann man immernoch in den ACWI wechseln. Auf die paar Euro Transaktionskosten kommt es dann auch nicht an.

      Liebe Grüße

  5. Hallo,
    „Unsterblicher Index“ – , das mag ja sein, wenn wir nun mal bitte unsere Aluhüte aufsetzen , wir kaufen mit so einem ETF ein Wertpapier, welches elektronisch und nicht physisch (als Urkunde) verwahrt wird. Wenn da mal ein Sonnenstürmchen durch die Rechner des Wertpapierdienstleisters geht oder ein elektromagnetischer Impuls durch ein Atombömbchen – dann wars das mit den elekrtronisch verwahrten Aktien, ETF usw. Nichts mehr da, kann keiner mehr zuordnen. Nur mal so aluhutmäßig gedacht. Es muss also 30 Jahre lang alles bestens funktionieren, kein Hacker, kein EMP etc darf an die Computer ran, wo dein Geld geparkt wurde. Auch eine Spekulation.

    1. Hallo Eillen,

      Du hast sicherlich Recht, ein gewisses Endrisiko besteht immer. In diesem Fall ist es natürlich sehr wichtig, regelmäßig die Depotauszüge zu sichern, ggf. gut verwahrt in physischer Form. Ist zwar immernoch keine Garantie, aber besser als nichts. Zudem sind die ganzen Daten ja dezentral und quer über den Globus verteilt in Rechenzentren. Und wenn überall auf der Welt Atombomen hochgehen, braucht eh keiner mehr Aktien 😉

      Zudem darfst du nicht vergessen, dass die technische Entwicklung auch fortschreitet. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es zukünftig durch die Blockchain-Technologie einige Änderungen geben wird und die „Verwahrstellen“ über Kurz oder Lang als Zwischenstelle wegfallen könnten.

      Dann hast du quasi tatsächlich „dein Depot“ auf einem gesicherten USB-Stick oder ähnlichem, ähnlich wie es bei Bitcoin-Börsen schon heute der Fall ist. Theoretisch würde hierzu sogar ein Blatt Papier ausreichen. Ich denke dass der Trend langfristig weg geht von deiner beschriebenen Gefahr mit zentralisierten Verwahrstellen (Clearstream etc.), hin zu dezentralisierten individuellen Lösungen. Aber dennoch macht es natürlich Sinn, Vorkehrungen zu treffen – mit oder ohne Aluhut 🙂

      Liebe Grüße

  6. Moin!
    Nach langer Einarbeitung in das Thema und Recherche zu den ETFs bespare ich nun seit einigen Monaten den typischen MSCI World mit 200€ in einem Sparplan (gewählt habe ich diesen thesaurierenden ETF wegen der Einfachheit, um endlich ins Tun zu kommen und anzufangen mit dem Vermögensaufbau, ohne noch länger darüber nachzugrübeln welche Konstellation am besten wäre).
    Nebenbei versuche ich mich noch etwas risikofreudiger an Einzelaktien um sich damit auseinanderzusetzen und an der Börse Erfahrungen zu sammeln.
    Das ganze mache ich mit zwei getrennten Depots; eines nur mit dem/den ETFs und langfristigen Investments, wo ich über lange Zeitraum nicht reinschaue, sowie ein weiteres mit den Einzelaktien (Spielkonto?), wo ich die Kurse direkt auf dem Smartphone per App verfolgen kann (und leider auch recht viel tue…).

    Nun habe ich in der vergangenen Zeit immer mehr von der Kombination aus MSCI World + EM im Verhältnis 70/30% sowie auch dem MSCI ACWI und FTSE All-World gehört und überlege aufgrund der starken US- und Industriestaaten-Gewichtung bzw. fehlender Abdeckung der Schwellenländer, ob ich
    1. noch den MSCI EM dazu monatlich bespare, oder
    2. ganz auf entweder den MSCI ACWI oder den FTSE All-World (mit auch nur 10% Schwellenländeranteil) umsattele.

    Meine Überlegungen dazu:
    Zu Bedenken wäre aus meiner Sicht dann, dass ich mit mehreren monatlichen Sparplänen (im Falle MSCI World + EM) natürlich auch mehr Ordergebühren zahlen muss (1€ pro Ausführung, fällt das groß ins Gewicht? Immerhin schon 0,5% bei 200€ Sparrate).
    Auf der anderen Seite ist man da eventuell etwas flexibler, und könnte später den EM schwerer gewichten, wenn die Schwellenländer irgendwann stärker performen sollten.

    Bei den All World Varianten hätte man nur einen ETF – also sehr übersichtlich.
    Beim MSCI ACWI scheint mir die TER mit 0,6 sehr hoch zu sein, der FTSE von Vanguard ist dafür günstig (0,2%), allerdings auch ausschüttend, sodass man die Dividenen noch managen müsste.
    Dazu stellt sich mir die Frage, ob sich da für den langfristigen Anteil nicht mehr die thesaurierenden ETFs eignen um direkt (ohne nachzudenken) langfristig vom Zinseszins zu profitieren, während man bei ausschüttenden ja das Geld selbst wieder anlegen müsste und dadurch auch immer wieder Ordergebühren zahlt.
    Außerdem frage ich mich, ob man hinsichtlich des Freibetrags von 801€ zunächst einen Ausschütter besparen sollte, bis man diesen Freibetrag ausgereizt hat, oder ob das durch die Vorab-Pauschale bei Thesaurierenden ETFs egal ist.

    Was schlägst du in dieser Situation vor?
    Sollte man dann die bisherigen Anteile am normalen MSCI World verkaufen oder einfach im Depot liegen lassen und den Sparplan auf den/die neuen ETF umstellen?
    Mich beschäftigen diese Fragen leider schon sehr lange und intensiv und habe stets die Besorgnis, mit den eigenen Überlegungen an der finalen Anlagestrategie für den Grundbaustein des Vermögensaufbau den „Einstiegszeitpunkt“ immer weiter hinauszuzögern.

    Viele Grüße!

    1. Hallo Luke,

      Ich persönlich bin ein Freund von Emerging Markets. Hierzu habe ich kürzlich auch einen extra Artikel über die Unterschiede des FTSE EM und MSCI EM geschrieben und wie ich es derzeit handhabe.

      Ich sehe es so:
      1. Entweder die Lösung 70:30 mit dem Nachteil des Rebalancing. Oder ohne Rebalancing, dann kann dies aber zu einem Übergewicht der EM führen mit der Zeit. Zudem zu einer größeren Schwankung im Depot
      2. ACWI + MSCI EM oder FTSE All-World + FTSE EM, die EM jeweils als Ergänzung

      Wie du korrekt feststellst, hast du mit einem ACWI theoretisch schon die EM mit drin, allerdings „nur“ mit knapp 10 % Gewichtung. Ich persönlich finde es aber nicht „doppelt gemoppelt“ wenn du den ACWI mit einem EM noch ergänzt, wenn du das möchtest. Das ist einfach nur Geschmacksache.
      Ich habe gerne einen ETF als Komplettpaket und ergänzend den EM, den ich dann aber auch von Zeit zu Zeit verkaufen würde, wenn die EM beispielsweise mal besonders gut oder schlecht laufen sollten. Hierüber kann man dann diskutieren.

      Zum Thema ausschüttender vs. thesaurierender ETF: Ich persönlich bin ein Fan der Ausschütter. Hier zahlst du dann die (geringen) Steuern mit deinen Erträgen und musst nichts nachschießen (wie z.B. die Vorabpauschale nach Überschreiten des Freibetrages).

      Die Erträge reinvestiere ich dann manuell, habe aber die Flexibilität, sie in andere Werte zu reinvestieren, die ggf. mehr Rendite versprechen als der ACWI bzw. FTSE All-World. Ansonsten sammle ich die Ausschüttungen und reinvestiere sie bei einem Einbruch der Kurse. So kann man dann etwas Timing haben, wenn man das möchte.

      Wer jedoch die Rundum-Sorglos-Variante möchte, der nimmt einen ACWI oder FTSE All-World (gibt es jetzt brandneu auch als Thesaurierer: WKN: A2PKXG!). Vielleicht ist der neue Vanguard ETF für dich ja interessant. Ich gehe auch davon aus, dass er bald überall als Sparplan erhältlich sein wird, was derzeit noch nicht der Fall ist, da zu neu auf dem Markt.

      Tatsächlich kann es Sinn machen, bis zum Ausschöpfen des Freibetrages einen Ausschütter zu wählen und danach dann auf einen Thesaurierer mit „Steuerstundung light“ umzuschichten, aber immer mit etwas Geld auf dem Verrechnungskonto für die Steuer. Solange du keine sechsstelligen Beträge hast, sollte die Vorabpauschale auch nicht wehtun.

      Liebe Grüße

  7. Hallo,

    ist es nach dem kleinen Coronavirus-Crash; ich gehe davon aus, dass wir noch deutlich weiter fallen im Alter von 53 Jahren mit einem Kapital von 1.600.000 noch sinvoll in den FTSE-AllWorld zu gehen oder viell. eher in einen ARERO o.ä.?

    Ich hatte bisher immer nahezu 100% Aktienanteil in diversen Fonds, vergleichbar am ehesten mit der häufig genannten 70/30 Variante irgendwie, aber natürlich nicht wirklich.

    Der Freibetrag von 100.000 Zugewinn für Altbestände ist deutlich überschritten worden.

    Das bisherige Depot (Auslandsbank) ist zu rel. Höchstständen im letzten Jahr aufgelöst worden und es besteht Handlungsbedarf.

    Der Fragesteller war selbständig und wird keine Rente beziehen, ist leider noch privatversichert und hat darüber hinaus keine aktuellen Einkünfte.

    Danke für die Ideen und Hilfe vorab!

    Ralf

    1. Hallo Ralf,

      Zunächst einmal gratuliere ich dir für die ansehnliche Summe, die sich über die Jahre da bei dir zusammengeläppert hat! Respekt.

      Also meine persönliche Ansicht ist, dass ich beim FTSE All-World von einem Anlagehorizont von 5-10 Jahren ausgehe. Über diesen Zeitraum sollte das Risiko eigentlich kontinuierlich sinken. Bei einer Anlagesumme von 1,6 Mio. Euro sollten dir bei einer angenommenen Ausschüttungsrendite von 2% ca. 2666 Euro brutto (also ohne Steuern) pro Monat zufließen, ohne dass dein Grundkapital sinkt („Ewige Rente“). Von daher sehe ich es eigentlich als möglich an, bei dieser Summe nur von den Ausschüttungen halbwegs zu leben.

      Von daher hätte ich jetzt keine Bauchschmerzen dabei, in den ETF zu investieren. Allerdings kann dir niemand sagen, ob es nach dem Corona-Virus zeitnah wieder aufwärts geht und das eine gute Einstiegsgelegenheit ist oder sich eine veritable Krise anschließt, die längerfristig abwärts geht. Eventuell kannst du ja auch dein Investment über mehrere ETFs und Anbieter streuen, indem du z.B. einen dividendenfokusierten Index hinzu nimmst, als Ergänzung zu einem marktkapitalisierungsgewichteten ETF wie den All-World.

      Ähnlich wie ich es in diesem Artikel dargestellt habe: https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/
      Vielleicht hilft das dir weiter.

      Liebe Grüße und viel Erfolg dir!

  8. Vielen lieben Dank,

    das bringt mich in meinem Überlegungen auf jeden Fall weiter!

    Der Arero macht halt im Rohstoffpart gemäß einer Grafik, die ich bei Morningstar gesehen habe, eigtl. permanente Verluste seit Jahren und ich bin mit hohem Risiko (100% Aktien) und hohen Schwankungen bisher recht gut gefahren, trotz enormer Sorgen zwischendurch (vergessen will ich die nicht!).

    Ich schau mir das morgen genauer an.

    Ich denke 60/40 sowie in Deiner Beschreibung könnte das Endprodukt sein, sicherer für mich wird es, wenn es noch mindestens 10% nach unten geht.

    Steuerlich ist seit der Reform 2018 mit dem SPDR S&P Global Dividend Aristocrats UCITS ETF wohl auch nichts mehr faul, oder?

    Das u.a. war auch der Grund, weswegen ich im Ausland geblieben bin. Viele ETFs waren ja kaum handlebar, vor allem, wenn man nicht den ganzen Tag und alle paar Monate neu dazu liest und Lust dazu hat (Habe ich nicht!).

    Ralf

    1. Hallo Ralf,

      Ja da hast du vollkommen Recht. Seit der Gesetzesänderung 2018, beginnend ab 2019, werden in der Tat alle ETFs steuerlich gleich behandelt, unabhängig von ihrem Fondsdomizil.
      Von daher gibt es diesbezüglich bei dem SPDR keine Einschränkungen mehr. Wenn er zu deiner Strategie passen sollte, spricht meiner Meinung nach nichts dagegen. Er performt halt langfristig vermutlich stets schlechter als der All-World, schüttet aber mehr aus und das auch noch zeitversetzt um einen Monat zum Vanguard.
      Näheres habe ich dann im Artikel für dich zum Nachlesen.

      Viel Erfolg!

  9. Hallo,
    danke für die informativen Artikel auf deiner Seite!
    ich habe eine Frage zu folgender Aussage:
    „Die Gebühren sind in meinen Augen bei einer jahrzehntelangen Anlagedauer auch zu vernachlässigen. TER-Unterschiede werden auf die Dauer vermutlich mit entsprechender Über- oder Unterperformance im Vergleich zu den Mitbewerbern auf lange Sicht wieder ausgeglichen.“

    Wenn ich jetzt MSCI ACWI mit TER 0,4 und FTSE All-World (Thesaurierend ) mit TER 0,22 vergleiche, inwiefern sollt das keinen Unterschied machen in zwei , drei oder zwanzig Jahren?

    Hab vor kurzem mit dem ACWI und MSCI EM als Sparplan begonnen und hab erst jetzt gesehen dass der FTSE doch wesentlich geringeren TER hat….

    Liebe Grüße

    1. Hallo Martin,

      Ich denke die Aussage bezieht sich auf die „Tracking difference“(TD).

      Die laufenden Kosten, kurz TER ist nur ein Kriterium bei der Auswahl eines guten ETF. Die TD bezeichnet, wie „genau“ Der ETF seinen Index abbildet. Es gibt tatsächlich ETFs die regelmäßig besser abschließen als ihr Index.

      Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Wenn der etf mit TER 0,4 seinen Index regelmäßig um 0,2 Prozent schlägt, dann kann das dir tatsächlich langfristig mehr Rendite bringen als einer mit TER 0,22, der regelmäßig aber um 0,2 Prozent schlechter abschneidet als sein Index. Verständlich?

      Vielleicht war die Aussage darauf bezogen, dass vielleicht mal der eine oder andere ETF seinen Index schlägt und sich das langfristig nichts nimmt.

      Grundsätzlich bin ich aber auch der Meinung, dass die laufenden Kosten möglichst gering gehalten werden sollten. Anhand der TER lässt sich das halt besser prognostizieren als mit der TD.

      LG

  10. Hallo,

    zuerst vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag.

    Ich habe auch die Kommentare von Luke vom 30.01.2020 und Martin vom 13.04.2020 gelesen und bin ebenso noch nicht so lange dabei und bespare erst seit wenigen Monaten den MSCI World (A1XB5U) und MSCI EM (A12GVR) mit ca. 70/30 ohne Gebühren bei der Consorsbank (xtrackers). Diese sind für meine Altersvorsorge vorgesehen, also noch sehr lange.

    Nun bin ich am überlegen, u.a. aufgrund deiner genannten Gründe auf den Vanguard FTSE All-World umzusteigen. Allerdings fallen hier bei der Consorsbank 1,5 % Gebühren an, die beiden bestehenden ETFs sind noch bis Ende 2022 kostenfrei.
    Ich frage mich daher nun, ob es nicht sinnvoller ist, doch bei den bisherigen beiden ETFs zu verbleiben anstelle dem All-World mit Gebühren. Wie ist deine Meinung zur Kosteneinsparung bei kostenlosen ETFs?

    LG

    1. Hallo Tom,

      Ich kann dir und will dir hier keine Empfehlungen aussprechen. Aber vielleicht helfen dir folgende Fragen weiter:

      1) Will ich beim FTSE All-World, dass die Emerging Markets „nur“ 10-15% ausmachen? Gehst du davon aus, dass in dieser Region der Welt in den nächsten 10 Jahren die Musik spielt, dann ist deine aktuelle Gewichtung mit 30% unter Renditebetrachtungen sinnvoller.

      2) Wie sehr stört dich das Rebalancing? Deine aktuelle 70:30-Balance möchtest du vermutlich dauerhaft beibehalten. Das schaffst du nur durch Zukäufe des „schlechter“ gelaufenen ETF bzw. Verkäufe des „besser“ gelaufenen ETFs. Das ist etwas fummelige Arbeit. Bequemer wäre dann ein automatisches Rebalancing durch einen FTSE All-World bzw. ACWI-ETF. Auch hier gibt es zum Beispiel einen aktuell bei der Consorsbank kostenfrei besparbaren der Xtrackers (WKN: A1W8SB).

      3) Aktuell sind manche ETFs kostenfrei besparbar. Das ist eine klasse Sache, wenn man größere Summen auf einmal investieren möchte. Aber: Auch diese sind irgendwann nicht mehr kostenfrei besparbar. Vor allem wenn du auf weite Sicht investieren möchtest. Wer weiß schon, wie die Kostenstruktur bei den Brokern in 10 Jahren ist. Rendite, Tracking-Differenz zum Index und laufende Kosten sind in meinen Augen wichtiger. Vor allem die laufenden Kosten der ETFs fallen da in meinen Augen viel mehr ins Gewicht, vor allem wenn du dann mal irgendwann bei sechsstelligen Beträgen im Depot bist. Ob du 0,22% laufende Kosten oder 0,50% hast, macht bei hohen Summen durchaus einen Unterschied aus.

      Bei z.B. 400.000 Euro Depotwert zahlst du beim Vanguard z.B. 880 Euro pro Jahr (0,22%) laufende Kosten, bei ETFs mit 0,5% bist du schon bei 2000 Euro im Jahr. Für diese Differenz hättest du dann sehr oft die einmalig 1,5% Sparplangebühr zahlen können.

      Unterm Strich alles nur Mathematik. Du hast mich nach meiner Meinung gefragt? Also: Kostenfrei besparbare ETFs sind eine feine Sache. Wenn ich einen Index abbilden möchte und die laufenden Kosten in etwa gleich sind, greife auch ich natürlich zu den kostenfreien. Ansonsten sind für mich wichtiger: Gesamtrendite, Tracking-Differenz, ETF-Größe und die laufenden Kosten (TER). Zudem dann noch die Entscheidung: Soll es thesaurierend oder ausschüttend sein? Den Vanguard z.B. gibt es aktuell in beiden Varianten.

      Viel Erfolg und liebe Grüße!

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