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	<title>Fridays for future Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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	<description>Finanzen, Wirtschaft und Lifestyle - Finanzblog</description>
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	<title>Fridays for future Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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		<title>Klimaschutz und Kapitalismus: Ein Widerspruch?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Nov 2021 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Fridays for future]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nicht erst seitdem 2019 die Initiative „Fridays for Future“ die Weltbühne betreten – und seit Corona auch wieder spektakulär verlassen- hat, beschäftigt viele Menschen die Frage von Klimaschutz und Nachhaltigkeit im gesellschaftlichen Kontext. Auf der einen Seite treibt Viele die Sorge um unser Klima um, andererseits ist Klimapolitik auch stets Gesellschaftspolitik. Also wie passen Klimaschutz...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/klimaschutz-und-kapitalismus-ein-widerspruch/">Klimaschutz und Kapitalismus: Ein Widerspruch?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Nicht erst seitdem 2019 die Initiative „<strong>Fridays for Future</strong>“ die Weltbühne betreten – und seit <a href="https://www.finanzguerilla.de/gefaehrdet-corona-die-demokratie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Corona</a> auch wieder spektakulär verlassen- hat, beschäftigt viele Menschen die Frage von <strong>Klimaschutz</strong> und <strong>Nachhaltigkeit</strong> im gesellschaftlichen Kontext. Auf der einen Seite treibt Viele die Sorge um unser Klima um, andererseits ist <strong>Klimapolitik</strong> auch stets <strong>Gesellschaftspolitik</strong>.</p>



<p>Also wie passen <strong>Klimaschutz</strong> und <a href="https://www.finanzguerilla.de/verantwortungseigentum-besser-als-gmbh-und-ag/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kapitalismus</a> eigentlich zusammen? Handelt es sich hierbei nicht sogar um Gegensätze? Oder wird uns vielleicht nur verkauft, dass es sich angeblich um Gegensätze handelt? Darum soll es im heutigen Artikel gehen, der in erster Linie meine eigenen Gedanken zu dem Thema darstellen soll. Weder bin ich Politiker, noch <strong>Umwelt- oder Wirtschaftslobbyist</strong>, so viel zur Klarstellung vorab.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Umweltschutz und Kapitalismus: Definitionen</h2>



<p>Zunächst ist es wichtig, einmal zu <strong>definieren</strong>, was man unter den angeblich widerstreitenden Positionen überhaupt versteht. Heutzutage definiert Jeder „<strong>Klimaschutz</strong>“ anders, genau wie „<strong>Kapitalismus</strong>“ sehr unterschiedlich definiert wird. </p>



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<p>Für Manche bedeutet <strong>Umweltschutz</strong>, <a href="https://www.finanzguerilla.de/minimalismus-als-lebensweg-und-lebensstil/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in einer kleinen Hütte zu leben</a> und <strong>Selbstversorger </strong>zu sein, andere halten unser <strong>derzeitiges Wirtschaftssystem</strong> fälschlicherweise für „<em>Kapitalismus</em>“ oder gar „<em>Turbo-Kapitalismus</em>“. Beides trifft eigentlich nicht zu.</p>



<p>Manche haben schon ein gutes Gewissen, wenn sie „nur“ <strong>Bio-Gemüse</strong> kaufen, Andere ordnen ihre gesamte Existenz den Maximen des Umweltschutzes unter.</p>



<p>Damit du als Leser auch weißt, wie ich die Begriffe persönlich <strong>im Ideal</strong> sehe, nachfolgend kurz meine Einordnung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Idealer „Klima- und Umweltschutz“ bedeutet für mich:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Unpolitisch</li>



<li>Rücksichtnahme auf endliche <strong>natürliche Ressourcen</strong></li>



<li>Verminderung der <strong>Schadstoff-Emissionen</strong></li>



<li><strong>Nachhaltigkeit</strong> für kommende Generationen</li>



<li>„Back to nature“, also ein <strong>Ende der Entfremdung von Mensch und Natur</strong></li>



<li>vorrangige Nutzung <strong>regenerativer</strong> und <strong>sicherer Energien</strong> vor limitierten oder unsicheren Energien (i.d.R. fossiler Art)</li>



<li>„<strong>gesunder Konsum</strong>“, also kein Konsum um des Konsumierens Willen (raus aus der <a href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-guerilla/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gesellschaftlichen Konsummatrix</a>)</li>



<li>gesunde Balance zwischen <strong>Natur und menschlicher Bevölkerung</strong> (keine Übervölkerung)</li>



<li>Artenschutz, insbesondere konsequente <strong>Verhinderung der Ausrottung von Lebewesen</strong> aufgrund „Aberglauben“ (Wolf=böse), angeblicher „medizinischer Wirkung“ (zerriebene Elefantenstoßzähne) oder weil sie „gut schmecken“ (Haifischflossensuppe)</li>



<li>Gesellschaftlich: <strong>Kleinere, kooperierende, individuellere und freiheitlichere Einheiten</strong> statt riesige Kollektive („Mega-Cities“ nach asiatischem Vorbild – Horror!)</li>



<li>Einsatz von <strong>High-Tech</strong>, um Umweltschutz zu fördern</li>



<li>„Geerdet sein“</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Idealer „Kapitalismus“ bedeutet für mich:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Liberale Marktwirtschaft</strong> mit sozialem Anstrich, KEINE Planwirtschaft</li>



<li><strong>Effiziente Nutzung der Ressourcen</strong> zur Befriedigung individuell menschlicher (Grund-)Bedürfnisse</li>



<li>Wohlstand für möglichst viele Menschen; <strong>wachsender globaler Wohlstand</strong> bei <strong>abnehmender bitterer Armut</strong></li>



<li>So <strong>wenig Staat wie möglich, so viel Staat wie nötig</strong></li>



<li>Keine Subventionen aller Art; wenn einer subventioniert, dann der Markt</li>



<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/in-dubio-pro-libertate/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Freiheit</a> vor Kollektivismus</li>



<li>Abbau überflüssiger Bürokratie</li>



<li><strong>Eigenverantwortung</strong> statt Staatsgläubigkeit</li>



<li>Gesunder Eigennutz (der dann automatisch zum Gemeinwohl beiträgt)</li>



<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/bitcoin-zertifikate-als-investment-sinnvoll-oder-nicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alternativen zum inflationären Fiat-Geldsystem</a>, welches zu wachsendem gesellschaftlichen <a href="https://www.finanzguerilla.de/rastlosigkeit-und-stress-was-hilft/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Stress</a>, Hektik und <a href="https://www.finanzguerilla.de/selbstoptimierung-als-sackgasse/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unzufriedenheit</a> führt</li>



<li>Höhere Quote an <a href="https://www.finanzguerilla.de/altersvorsorgepflicht-fuer-selbststaendige/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Selbstständigen</a>, Einzelunternehmern, <strong>Freiberuflern</strong> und <strong>Unternehmern</strong>, weniger Arbeitsverhältnisse im <strong>goldenen Käfig „öffentlicher Dienst“</strong></li>



<li>Staat setzt die Grenzen und überwacht deren Einhaltung (insbesondere bei <strong>Monopolbildungen</strong> etc.), innerhalb der Grenzen: <strong>Freier Markt</strong></li>



<li><strong>Besseres</strong>, <strong>entspannteres</strong> und <strong>freundlicheres</strong> Miteinander als Ergebnis möglichst hoher Befriedigung von <strong>Individualbedürfnissen</strong> und dem anschließenden individuellen Übergang in die Phase „<strong>Selbstverwirklichung</strong>“ (frei nach Maslow)</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="580" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/03/Klimaschutz-und-Kapitalismus-Maslowsche-Pyramide-2-1024x580.jpg" alt="Kapitalismus und Umweltschutz sind keine Gegnsätze. Im Gegenteil. Die bisherige Geschichte zeigt, dass je wohlhabender eine Gesellschaft geworden ist, automatisch auch der Zustand der Umwelt davon im positiven Sinne profitiert hat." class="wp-image-3488" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/03/Klimaschutz-und-Kapitalismus-Maslowsche-Pyramide-2-1024x580.jpg 1024w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/03/Klimaschutz-und-Kapitalismus-Maslowsche-Pyramide-2-300x170.jpg 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/03/Klimaschutz-und-Kapitalismus-Maslowsche-Pyramide-2-768x435.jpg 768w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/03/Klimaschutz-und-Kapitalismus-Maslowsche-Pyramide-2.jpg 1249w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bedürfnispyramide nach Maslow</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Kann Kapitalismus Klimaschutz?</h2>



<p>Wenn man sich meine persönlichen, zugegeben stark <strong>idealisierten</strong>, Vorstellungen einmal intensiv durchdenkt, dann sollte man feststellen, dass der angebliche Widerspruch eigentlich gar keiner ist. Zumindest wenn man sich wirklich eingehend mit den <strong>Theorien von Freiheit und Marktwirtschaft</strong> nach z.B. <strong>Friedrich August von Hayek</strong> (*1899) oder <strong>Ludwig von Mises</strong> (*1881) beschäftigt hat. Selbst Klassiker wie <strong>John Locke</strong> (*1632) dürften die Wenigsten Klimakämpfer auf dem Schirm haben oder sie werden als „Feinde“ betrachtet. Dabei sind dies die Vordenker einer <em>wirklich</em> freien Gesellschaft.<br><br>Leider stelle ich auf der anderen Seite immer wieder fest, dass sich die meisten <strong>Kämpfer für Klimaschutz</strong> offenbar ausschließlich mit Denkern wie <strong>Karl Marx</strong>, <strong>Theodor W. Adorno</strong> oder <strong>Thomas Piketty</strong> zu beschäftigen scheinen und somit automatisch <strong>dem politisch linken Lager zuzuordnen</strong> sind (auch eine Art von Wahrnehmungs-„Bubble“).<br><br>Teilweise ist in neueren Veröffentlichungen auch die Rede von <strong>Jean-Jacques Rousseau</strong> (*1712) als neuer „Gott der Linken“ (<a href="https://www.welt.de/kultur/plus227775871/Norbert-Bolz-ueber-das-Elend-der-Linken-und-ihren-neuen-Gott.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">zum Beispiel in diesem Artikel</a>). Hier vor allem wegen seiner <strong>Ablehnung von Privateigentum</strong> und seinem <strong>Ideal des naturverbundenen Menschen</strong>, der in kleinen soziologischen Gruppen lebt.<br><br>Dass der <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/in-dubio-pro-libertate/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Liberalismus</a></strong> in Deutschland schon immer einen schweren Stand hatte, dürfte hinlänglich bekannt sein. Nicht umsonst konnten im <strong>20. Jahrhundert zwei sozialistische Systeme</strong> in Deutschland Fuß fassen. Irgendwie braucht der Deutsche offenbar eine Obrigkeit, der er sich mit Wollust unterwerfen kann. Eigenverantwortung eher Fehlanzeige.</p>



<p>Beide totalitäre Systeme haben bis heute ihre Spuren hinterlassen. Aber hey, der „<em>echte</em>“ <strong>Kommunismus</strong> wurde ja nie ausprobiert, gell?! (Wie ich diese Ausrede immer liebe). und Übrigens: Ein &#8222;<em>echter</em>&#8220; <strong>Kapitalismus</strong> wurde noch viel weniger ausprobiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Umweltschutz nur für Privilegierte?</h2>



<p>Was mich bei den <a href="https://www.finanzguerilla.de/links-gegen-rechts/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">heutigen Verfechtern des Umweltschutzes</a> und <a href="https://www.finanzguerilla.de/reiche-sind-an-allem-schuld/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kritikern des Kapitalismus</a> etwas befremdet, ist der Umstand, dass viele aus gut situierten, saturierten und wohlhabenden Akademiker-Familien kommen. Diese Bewegung speist sich somit nicht mehr aus dem <strong>Proletariat</strong> wie zu Zeiten Marx&#8216;, sondern rekrutiert ganz frech im <strong>bürgerlichen Milieu</strong>. Dass dies natürlich Glaubwürdigkeitsfragen aufwirft, sollte klar sein: </p>



<p>Aus der eigenen, <strong>gesicherten Existenz im Elfenbeinturm</strong>, lässt sich natürlich prima Demut, <strong>Minimalismus</strong> und <strong>freiwilliger Verzicht</strong> für alle predigen. Bis heute ist dies bei vielen Religionsgemeinschaften nicht anders. Schau dir einfach mal den &#8222;Gehaltszettel&#8220; deines Pfarrers an. </p>



<p>Wenn man von Geburt an alles hatte, dann weiß man eben auch diese Dinge nicht mehr wertzuschätzen. Das, finde ich, zeigt sich sehr eindrucksvoll bei vielen Klimaaktivisten der <a href="https://www.finanzguerilla.de/ruiniert-die-generation-z-unseren-wohlstand/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Generation Z</a>.</p>



<p>Den <strong>Kapitalismus</strong> und <strong>Konsum</strong> kritisieren, aber andererseits von seinen Früchten leben, ist genauso heuchlerisch, wie wenn in sozialistischen Systemen Besitzlosigkeit vom Normalbürger gefordert wird, nicht jedoch vom <strong>Parteifunktionär</strong>. Irgendjemand macht sich immer die Taschen voll, egal wie man das System nennt. Soll nicht auch eine <strong>Sarah Wagenknecht</strong> mehrfache <strong>Euro-Millionärin</strong> sein? Habe ich zumindest mal gehört. Soll sie doch all ihr Geld spenden und sich nur eine Minimalexistenz auszahlen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Selbstverwirklichung als Treiber von Umweltschutz</h2>



<p>Ich habe oben in der Grafik die <strong>maslowsche Bedürfnispyramide</strong> etwas ergänzt. Für mich haben die Erkenntnisse von Maslow auch heute noch immer Gewicht. Im Prinzip zeigt die Pyramide, dass es <strong>verschiedene Ebenen menschlicher Bedürfnisse</strong> gibt, die der Mensch nach einer Reihenfolge gerne befriedigt sehen möchte. Die unteren Ebenen sind breiter als die darüber liegenden, sprich deren Befriedigung hat zunächst Priorität.</p>



<p>Die einzelnen Ebenen (von der Priorität absteigend):</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Physiologische Bedürfnisse</strong>, also <em>überlebenswichtige Bedürfnisse</em>: Atmen, Wasser, Nahrung, Fortpflanzung, Schlaf, &#8222;Dach über dem Kopf&#8220; etc.</li>



<li><strong>Sicherheitsbedürfnisse</strong>: Körperliche und seelische Sicherheit, materielle Grundexistenz, Familie und Gesundheit als Notanker</li>



<li><strong>Soziale Bedürfnisse</strong>: Hierzu zählen Freundschaften, Beziehungen, der gegenseitige Austausch mit anderen Menschen, <strong>Gruppenzugehörigkeit</strong> und das spielen einer &#8222;gesellschaftlichen Rolle&#8220;</li>



<li><strong>Individualbedürfnisse</strong>: Hierzu zählt Maslow Selbstbestätigung, <strong>Wertschätzung durch Andere</strong>, <strong>Unabhängigkeit</strong>, <strong>Freiheit</strong>, Stärke, Erfolg, <strong>Vertrauen</strong> und viele andere Attribute. Hier setzen oftmals die <strong>Motivations-Coaches</strong> gerne an und werben mit der <a href="https://www.finanzguerilla.de/selbstoptimierung-als-sackgasse/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Erfüllung genau dieser Bedürfnisse</a>.</li>



<li><strong>Selbstverwirklichung</strong>: Das ist die am schwersten zu befriedigende Ebene: Wenn alle anderen vorgenannten Ebenen durchschritten wurden, dann soll sich laut Maslow eine <strong>neue Unzufriedenheit im Menschen einstellen</strong>: Er strebt dann nämlich nach einer <strong>sinnvollen Existenz</strong>, Erfüllung seiner Bestimmung (siehe Modewort &#8222;<a href="https://www.finanzguerilla.de/verantwortungseigentum-besser-als-gmbh-und-ag/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">purpose</a>&#8222;), <strong>Ausbau</strong> und <strong>Nutzung seiner Talente</strong>, seiner <strong>Potenziale</strong> und seiner <strong>Kreativität</strong>. Der Mensch wird also tendentiell unruhig, unzufrieden und sucht auf der Ebene der Selbstverwirklichung &#8222;Erleuchtung&#8220;.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Klimaschutz nach Maslow</h2>



<p>Wenn man sich die <strong>Pyramide von Maslow</strong> also genauer anschaut, dann kann man daraus in Bezug auf Umweltschutz folgende Behauptungen aufstellen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Je größer der Wohlstand in einer Gesellschaft ist, desto mehr Menschen liebäugeln mit dem Thema Umweltschutz und desto <strong>besser geht es der Umwelt in so einem Staat</strong></li>



<li>Umweltschutz muss man sich &#8222;leisten&#8220; können: Wenn die <strong>unteren Ebenen nicht befriedigt</strong> sind, fällt der Gedanke an <strong>Umweltschutz und Konsumverzicht</strong> auf wenig fruchtbaren Boden</li>



<li>Bevor die <strong>Selbstverwirklichung</strong> einsetzt, müssen erst andere Bedürfnisse befriedigt werden, unter anderem auch die Individualbedürfnisse</li>



<li>Auch <strong>Klimaaktivisten sind keineswegs selbstlos</strong>, im Gegenteil: Auch sie befriedigen einfach nur ihre individuellen Bedürfnisse ihrer Ebene bzw. versuchen, sich selbst zu verwirklichen</li>
</ul>



<p>Das Ganze heißt natürlich jetzt nicht, dass man sich nicht für <strong>Klimaschutz</strong> einsetzen sollte, ganz im Gegenteil. Wie ich oben beschrieben habe, haben für mich die <strong>Natur und die Umwelt</strong> absolute Priorität. </p>



<p>Ich würde jedoch keinem Menschen vorschreiben, sich in Konsumverzicht für &#8222;die gute Sache&#8220; zu üben, schon gar nicht wenn ich selbst nie <strong>aus eigener Kraft</strong> die unteren Ebenen durchschritten habe.</p>



<p>Diese Tendenz kann man leider sehr häufig in der <a href="https://www.finanzguerilla.de/links-gegen-rechts/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">politischen Linken</a> beobachten, nicht umsonst haben die Grünen vielerorts den Beinamen &#8222;<strong>Verbotspartei</strong>&#8222;. Eine solche Verbotsdoktrin widerspricht auch Maslow. Sie behindert die <strong>Bedürfnisbefriedigungen der Menschen</strong> (<a href="https://www.focus.de/politik/deutschland/nach-streit-um-hofreiter-aeusserungen-gruenen-peitsche-oder-echte-loesung-was-verbot-des-einfamilienhauses-bringen-wuerde_id_12983044.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verbot von Einfamilienhäusern</a>) und hat daher nie funktioniert und wird auch nie dauerhaft funktionieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kapitalismus und Umweltschutz: Ja auf jeden Fall!</h2>



<p>Für mich passen Umweltschutz und Kapitalismus also sehr gut zusammen. In einem <strong>freien Markt</strong>, wo alle Ressourcen auch einen <strong>frei durch Wettbewerb generierten Preis</strong> haben (ohne Subventionen, Förderungen und Vetterleswirtschaft bzw. Korruption), müsste sich automatisch durch den <strong>technologischen Fortschritt</strong> eine Ressourcenschonung ergeben. Was meine ich damit?</p>



<p><strong><em>Beispiel: </em></strong></p>



<p>Zu meiner Kindheit verfügte beispielsweise der durchschnittliche Haushalt über folgende Gerätschaften, mit denen er seine Bedürfnisse befriedigte: </p>



<p><strong>Fernseher</strong>, <strong>Festnetztelefon</strong> bzw. (Klapp)<strong>Handy</strong>, <strong>Kassettenrekorder</strong>, <strong>Stereoanlage</strong>, <strong>Fotoapparat</strong>, <strong>Videokamera</strong>, vllt. noch <strong>Pay-TV-Box</strong> und einen <strong>Computer</strong>. Dazu brauchte man noch <strong>Kassetten</strong> und <strong>CDs</strong> in Hülle und Fülle. Alle diese Dinge verschlangen <strong>Ressourcen</strong>, verschmutzten die Umwelt durch ihre Herstellung (Plastik, Abbau von Metallen für die Geräte etc.).</p>



<p>Heute würde man die <strong>gleichen Bedürfnisse</strong> mit folgenden Gerätschaften ebenfalls (oder sogar besser) befriedigen: <strong>Smart-TV</strong> (ersetzt TV und Pay-TV), <strong>Smartphone</strong> (ersetzt Telefon, (Klapp)Handy, Computer, Fotoapparat, Videokamera und Stereoanlage) und einen <strong>Bluetooth-Lautsprecher</strong> (für einen besseren Klang als nur mit dem Smartphone;-)).</p>



<p>Du siehst also, der<strong> technische Fortschritt</strong> &#8211; gerade bei <strong>Konsumgütern</strong> &#8211; führt dazu, dass die Ressourcen schon heute wesentlich effizienter genutzt werden, als noch vor 20 Jahren. Und das völlig ohne <strong>selbstaufopfernden Verzicht</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bessere Umwelt durch mehr Wohlstand?!</h2>



<p>Ich würde zusammenfassend also folgende Behauptung aufstellen: </p>



<p>Wenn wir es in den westlichen Staaten schaffen, unseren Wohlstand weiterhin zu mehren, dann führt dies dazu, dass <strong>immer mehr Menschen in die oberen Ebenen der Pyramide</strong> aufsteigen. Daraus ergibt sich dann kurioserweise ein wachsender <strong>automatischer und freiwilliger Verzicht</strong> durch Aufstieg in den Bereich der <strong>Selbstverwirklichung</strong>. Ähnlich wie es Minimalisten schon heute tun: Sich <a href="https://www.finanzguerilla.de/minimalismus-als-lebensweg-und-lebensstil/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">freiwillig auf weniger beschränken</a> und dadurch sogar <strong>an Lebensqualität gewinnen</strong>.</p>



<p>Dies führt dann wiederum zu <strong>weniger Bedarf an Konsumgütern</strong>, sodass die Unternehmen ihre Güter zunehmend an Staaten mit weniger Wohlstand verteilen können. Angenehmer Nebeneffekt: <strong>Global sinkt die bittere Armut</strong>, der Anteil an Superreichen steigt. Die Weltbank hat berechnet, dass zwischen <strong>1981 und 2012 der Anteil von unter 1,90 US-Dollar (Kaufkraft) pro Tag und Kopf lebenden Menschen von 44% auf 12,7% gesunken</strong> ist. 2015 lag diese <strong>globale Armut</strong> sogar erstmals unter 10% (Quelle: <a href="https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/52680/armut" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Armutsbericht und Globalisierung</a>).</p>



<p>Und wenn es einen Umweltkiller schlechthin gibt, dann wohl die Armut. Man schaue sich nur einmal den Zustand der Natur in bitterarmen Ländern an.</p>



<p>Auch Staaten mit sozialistischen Systemen sind alles andere als Musterknaben in Sachen Umweltschutz. Die schmutzigsten Orte dieser Welt liegen in der ehemaligen Sowjetunion. Auch hiesige DDR hinterließ durch seinen <strong>Kohletagebau</strong> und die <strong>industrielle Planwirtschaft</strong> einen fatalen Fußabdruck in der Klimabilanz. </p>



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<p>Nein, <strong>Kapitalismus</strong> und <strong>Klimaschutz</strong> sind kein Widerspruch. Sie könnten sogar sehr gut zusammen harmonieren &#8211; wenn man sie nur ließe. <strong>Freiheit</strong>, technologischer <strong>Fortschritt</strong> und <strong>Klimaschutz</strong>. Ein sehr guter Dreiklang wie ich finde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit:</h2>



<p>Auch die kürzliche Bundestagswahl und die Verhandlungen einer (eventuell) neuen Ampel-Koalition für Deutschland hat uns vor Augen geführt: <strong>Klimaschutz</strong> und <strong>Wirtschaft</strong> müssen Hand in Hand gehen. Ohne den jeweils anderen Faktor funktioniert keines der Beiden. Es gibt <strong>kein Land in Wohlstand ohne Kapitalismus</strong> und es gibt <strong>kein sozialistisches Land ohne Umweltschäden und &#8211; verschmutzung</strong>.</p>



<p>Hier muss also ein funktionierender Kompromiss gefunden werden. Denn trotz allem haben wir nur <strong>eine Umwelt </strong>und ein <strong>Klima</strong>. Aber wenn alle 80 Millionen Bundesbürger wieder auf Bäumen, in Jurten oder als Selbstversorger leben würden, würde auch dies logischerweise kaum funktionieren.</p>



<p> <em>Dieser Artikel wurde überarbeitet und erschien erstmalig am 27.03.2021.</em> </p>
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