Bedingungsloses Grundeinkommen - Sinn oder Unsinn?

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4 Kommentare

  1. Hey Andreas Du hast einen sehr schönen Blog.

    Ich bin auch gegen das BGE aus den von Dir hier aufgezählten Gründen.
    Es ist zwar eine schöne Idee, jedoch in der Praxis (wie der Kommunismus) nicht umsetzbar.

    Der eine große Punkt ist die Finanzierung.
    So würden jährlich über 900 Milliarden Euro (bei einem monatlichen Grundeinkommen von 1000€) alleine für diese Zahlungen benötigt werden.
    Deutschland und die meisten anderen Staaten sind extrem verschuldet und müssten die eigenen Ausgaben eher senken, anstatt sie zu erhöhen. Ich glaube für Sozialleistungen gibt der Bund knapp 100 Milliarden jedes Jahr aus und eine Verneunfachung wäre unter keinen Umständen möglich.

    Häufig wird dann gesagt, dass schließlich das ganze Steuersystem vereinfacht werden würde, keine Arbeitssämter benötigt werden würden und viele Staatsjobs wegfallen würden.
    Natürlich würden dann 100.000 Leute oder sogar mehr wegfallen, doch was willst Du mit diesen machen, denn entlassen kannst Du sie auf keinen Fall. Der Großteil der Kosten würde also bleiben und könnte nicht reduziert werden.

    Schöne Grüße

    Dominik

    1. Hallo Dominik!

      Naja man müsste sie halt umschulen oder in anderen Ämtern oder Behörden unterbringen. Das wäre glaube ich das geringste Problem. Aber wie du schon gesagt hast, die kosten für ein bedingungsloses Grundeinkommen wären immens. Ob sich das der Steuerzahler leisten kann und will, bleibt offen.

      Insgesamt sollte meiner Meinung nach jeder versuchen, sich selbst ein Grundeinkommen mit Dividenden oder Mieteinnahmen aufzubauen. Dann wären die meisten Menschen wahrscheinlich auch sehr viel gelassener.

  2. Sehr schöner Blog, ich sehe aber noch einen weiteren Punkt, weshalb das BGE gerade nicht gerecht ist: Mir scheint das immer aus der Sicht des gering verdienenden Singles in der Großstadt batrachtet. Mit 1000€ / Monat kommt man als Singel in München oder Hamburg nicht weit. Die Familie oder der Mehr-Generationen-Haushalt im ländlichen bekommt schon mal 4000-6000 € /Monat zusammen, bei deutlich niedrigeren Lebenskosten. Diesen Punkt habe ich bisher bei allen von mir gelesenen Seiten zu dem Thema vermisst. Ist unsere Gesellschaft schon so vereinzelt das da keiner mehr dran denkt?

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