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	<title>iShares STOXX Global Select Dividend 100 (WKN: A0F5UH) Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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	<description>Finanzen, Wirtschaft und Lifestyle - Finanzblog</description>
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	<title>iShares STOXX Global Select Dividend 100 (WKN: A0F5UH) Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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		<title>Was bringt ein passives Depot mit 200.000 Euro an Cashflow?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Sep 2022 11:25:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktien]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Dividendenwachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Fidelity Global Quality Income ETF (Dist) - WKN: A2DL7E]]></category>
		<category><![CDATA[iShares STOXX Global Select Dividend 100 (WKN: A0F5UH)]]></category>
		<category><![CDATA[Kurswachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (Dist) - WKN: A1JX52]]></category>
		<category><![CDATA[ZWei-ETF-Lösung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Zeiten von hoher Inflation, Krise und Krieg, kann ein stetiger Cashflow den Unterschied machen. Dieser Geldfluss beruhigt die Nerven ungemein, sorgt für finanzielle Flexibilität und auch steigende Gas- und Strompreise verlieren erheblich ihren Schrecken. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie denn ein solcher Cashflow für einen passiven Buy-and-hold-Anleger aussehen könnte. Damit das alles...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-depot-mit-200000-euro-cashflow/">Was bringt ein passives Depot mit 200.000 Euro an Cashflow?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>In Zeiten von hoher Inflation, Krise und Krieg, kann ein stetiger <strong>Cashflow</strong> den Unterschied machen. Dieser Geldfluss beruhigt die Nerven ungemein, sorgt für finanzielle Flexibilität und auch steigende Gas- und Strompreise verlieren erheblich ihren Schrecken. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie denn ein solcher Cashflow für einen passiven Buy-and-hold-Anleger aussehen könnte. Damit das alles nicht nur graue Theorie ist, möchte ich in diesem Artikel einfach mal ein Szenario mit einem <strong>Depot in Höhe von 200.000 Euro</strong> durchrechnen. Du wirst überrascht sein.</p>



<pre class="wp-block-verse"><em>Transparenzhinweis: Nachfolgendes Szenario stellt <strong>keine Anlageempfehlung</strong> oder gar <strong>-beratung</strong> dar. Es ist nur die Umsetzung einer Idee. Für dein Geld bist und bleibst du grundsätzlich selbst verantwortlich. Ich habe aktuell beide ETFs auch selbst im Depot, verfolge aber nicht die nachfolgende Strategie.</em> Ich erhalte ferner auch keinerlei Vergütung für die Erwähnung dieser ETFs.</pre>



<h2 class="wp-block-heading">Die Ausgangslage &#8211; Depot mit 200.000 Euro</h2>



<p>Nehmen wir mal an, du warst die letzten Jahre fleißig, sparsam und hast dein Geld clever investiert. Du hast die <a href="https://www.finanzguerilla.de/beste-finanzbuecher-tipps-empfehlungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gängigen Ratschläge und Tipps</a> allesamt beherzigt und dein Depot immer weiter gefüttert. Du hast dich nicht durch Meme-Stocks, Alt-Coins oder NFT-Scams von deiner Strategie abbringen lassen und sitzt heute auf einem stattlichen Depot mit einem Wert von <strong>200.000 Euro</strong>. </p>



<p>Nun möchtest du alles vereinfachen, automatisieren und das ganze schon als <a href="https://www.finanzguerilla.de/deutsches-rentensystem-vor-dem-aus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Grundstock für die Rente</a> benutzen, die dir schon heute zufließt. Du möchtest <strong>Cashflow</strong> aus deinem Depot und baust es aber gleichzeitig trotzdem immer weiter aus.</p>



<p>Nun, das ist möglich. Und darum geht es heute. Nehmen wir mal weiter an, du hast dich mit deiner Einzelaktien-Auswahl ziemlich verzettelt, zweifelst daher an der Dividendenstrategie und landest doch immer wieder nur unterhalb der Performance des MSCI World oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">anderer Vergleichsindices</a>.</p>



<p>Was kannst du tun und wie könnte das ganz realistisch und praktisch aussehen?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwei ausschüttende ETF für stetigen Cashflow</h2>



<p>Wie wir <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in diesem Artikel</a> hier bereits gelernt haben, sind <strong>ausschüttende ETFs </strong>erste Wahl, wenn es in erster Linie um Cashflow oder &#8222;<em><a href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-passives-einkommen-wichtig-ist/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passives Einkommen</a></em>&#8220; gehen soll. Wir möchten es möglichst simpel, <strong>global </strong>und <strong>diversifiziert</strong> haben. Einfach nur gut schlafen können, auch wenn die Welt drumherum durchdreht.</p>



<p>Wenn wir es wirklich einfach haben wollen, können hierzu <strong>zwei ETFs zu je 100.000 Euro</strong> ausreichen. </p>



<p>Im ersten Szenario kaufen wir die ETFs <strong>hier und heute für 200.000 Euro</strong>.</p>



<p>In <strong>einem zweiten Szenario</strong> mache ich die Was-wäre-wenn-Schachtel auf und wir schauen, was passiert wäre, wenn wir sie <strong>vor 5 Jahren</strong> gekauft hätten.</p>



<p>Ich würde mich in den Szenarien für folgende ETFs entscheiden:</p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (Dist) &#8211; WKN: A1JX52</h3>



<p>Als aufmerksamer Leser weißt du bereits, dass ich riesiger Fan des globalen Schlachtschiffes aus dem Hause Vanguard bin. Sei es als <strong>ausschüttende Variante</strong> oder als <strong>Thesaurierer</strong> (<strong>A2PKXG</strong>). Wir möchten hier Cashflow haben, daher nehmen wir den Ausschütter. Dieser ETF enthält <strong>Industrie- und Schwellenländer</strong> und über <strong>3000 Einzelaktien</strong>. Zugegebenermaßen sind für die Performance aber nur die ersten 50 wirklich relevant. Der ETF ist sehr populär, weshalb die Gefahr sehr gering sein dürfte, dass dieser &#8222;aufgelöst&#8220; oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/wenn-der-etf-ploetzlich-gruen-wird-esg/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">durch ESG-Schnickschnack</a> verunstaltet wird.</p>



<p>Wie bei ETFs üblich erhältst du nicht nur Toptitel, sondern eben auch Gurken, die dann aber regelmäßig aussortiert und durch neue Unternehmen ersetzt werden. Alles streng nach Marktkapitalisierung gewichtet. Du hast darin große und mittelgroße Unternehmen weltweit. Dieser ETF bildet übrigens auch den Kern meiner <a href="https://www.finanzguerilla.de/ruerup-rente-versus-etf-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rürup-Rente</a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Fidelity Global Quality Income ETF (Dist) &#8211; WKN: A2DL7E</h3>



<p>Bei einer so hohen Summe macht es in meinen Augen Sinn, über ETF-Anbieter hinaus zu diversifizieren. Zwar gelten ETF gemeinhin als &#8222;sicher&#8220;, aber auch hier sollte man in meinen Augen nicht alle Eier in einen Korb, sprich eine Gesellschaft, legen. Dies dient der reinen Vorsicht. Lass dich hier nicht von Finanzbloggern oder angeblichen &#8222;Experten&#8220;, die von &#8222;<em>Gefahren von ETFs</em>&#8220; warnen und im Prinzip nur <strong>Clickbait</strong> für ihren eigenen Kanal betreiben, verunsichern.</p>



<p>Der genannte ETF fokussiert sich eher auf <strong>Qualitätsunternehmen</strong> und verfolgt eine <strong>Dividendenstrategie</strong>. Auch im Fokus: Wachsende Dividenden. Er enthält dadurch wesentlich weniger Einzelaktien (ca. <strong>239 Stück</strong>), was aber zumindest in den letzten Jahren zu einer leichten Outperformance des Vanguard geführt hat.</p>



<p><strong>Wachsende Dividenden</strong> sind enorm wichtig, wenn man von seinem Depot zehren oder gar leben möchte. Dadurch hat man immer einen gewissen &#8222;Inflationsausgleich&#8220; oder regelmäßige &#8222;Gehalts- oder Rentenerhöhungen&#8220;. Der Fidelity beinhaltet <strong>ausschließlich Titel von Industrieländern</strong>. Bislang konnte sich das Dividenden-Wachstum stets sehen lassen. </p>



<p>Der ETF ist im Vergleich zum Vanguard mit einer Fondsgröße von <strong>241,76&nbsp;Mio. €</strong> leider noch nicht ganz so populär. Hier hoffe ich, dass er noch stark wächst, was ebenfalls die Gefahr einer Auflösung etc. verringern sollte.</p>



<p>Aber kommen wir nun zu den beiden Szenarien:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Cashflow-Rechnungen der Szenarien</h2>



<p>Stand heute (Schlusskurs vom 16.09.2022) kostet 1 ETF-Anteil des <strong>Vanguard</strong> ca. <strong>97,68 Euro</strong>. Für 100.000 Euro erhältst du somit (gerundet) <strong>1024 Stück</strong>.</p>



<p>Stand heute (Schlusskurs vom 16.09.2022) kostet 1 ETF-Anteil des <strong>Fidelity</strong> ca. <strong>6,79 Euro</strong>. Für 100.000 Euro erhältst du somit (gerundet) <strong>14.728 Stück</strong>.</p>



<p>Am <strong>16.09.2017 </strong>kostete 1 ETF-Anteil des <strong>Vanguard</strong> ca. <strong>74,91 Euro</strong>. Für 100.000 Euro hättest du damals (gerundet) <strong>1335 Stück</strong> bekommen.</p>



<p>Am <strong>16.09.2017 </strong>kostete 1 ETF-Anteil des <strong>Fidelity</strong> ca. <strong>4,55 Euro</strong>. Für 100.000 Euro hättest du damals (gerundet) <strong>21.978 Stück</strong> bekommen.</p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table><tbody><tr><td></td><td><strong>Vanguard FTSE All-World</strong></td><td></td><td><strong>Fidelity Global Quality Income</strong></td></tr><tr><td><strong>Gesamtsumme</strong></td><td>100.000 Euro</td><td></td><td>100.000 Euro</td></tr><tr><td><strong>Kauf 09/2022</strong></td><td><strong>1024 Stück</strong></td><td></td><td><strong>14.728 Stück</strong></td></tr><tr><td><strong>Dividende 2022</strong></td><td><strong>2170,88 Euro</strong> (2,12 € / Anteil laut Schätzung 2022)</td><td></td><td><strong>3092,88 Euro</strong> (0,21 € / Anteil laut Schätzung 2022)</td></tr><tr><td>Dividende 2022 / Monat</td><td><strong>180,90 Euro</strong></td><td></td><td><strong>257,74 Euro</strong></td></tr><tr><td></td><td></td><td></td><td></td></tr><tr><td><strong>Kauf 09/2017</strong></td><td><strong>1335 Stück</strong></td><td></td><td><strong>21.978 Stück</strong></td></tr><tr><td>Dividende <strong>2018</strong> (<em>der Fidelity kam erst Mitte 2017 auf den Markt</em>)</td><td><strong>2309,55 Euro</strong> (1,73 € / Anteil 2018)</td><td></td><td><strong>3076,92 Euro</strong> (0,14 € / Anteil 2018)</td></tr><tr><td>Dividende <strong>2022</strong></td><td><strong>2830,20 Euro</strong> (2,12 € / Anteil)</td><td></td><td><strong>4615,38 Euro</strong> (0,21 € / Anteil)</td></tr><tr><td>Dividende 2022 / Monat</td><td><strong>235,85 Euro</strong></td><td></td><td><strong>384,62 Euro</strong></td></tr><tr><td>Anteilswerte 2022</td><td><strong>130.402,80 Euro</strong></td><td></td><td><strong>149.230,62 Euro</strong></td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption">Wertentwicklung und Entwicklung der Dividende (Quelle: <a href="https://de.extraetf.com/etf-comparison?etf=IE00B3RBWM25,IE00BYXVGZ48" target="_blank" rel="noreferrer noopener">extraETF</a>)</figcaption></figure>



<p>Fassen wir also zusammen: Würden wir die ETFs <em>JETZT</em> für 200.000 Euro kaufen, würde uns ein <strong>passiver Cashflow</strong> in Höhe von ca. <strong>438,64 Euro</strong> pro Monat zufließen. Dies entspricht einer Dividendenrendite von ca. <strong>2,63 Prozent</strong>. Wie sich der Wert entwickeln wird, lässt sich schwer abschätzen, aber ich gehe davon aus, dass zusätzlich auch in den kommenden Jahren ein Wertzuwachs (Kurswachstum) stattfindet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hättest du die ETFs 2018 gekauft&#8230;</h2>



<p>Richtig geschockt hat mich, was denn der Status Quo wäre, wenn wir die beiden ETFs im <strong>Jahre 2017</strong> zu je <strong>100.000 Euro</strong> gekauft hätten. Dann hätten wir 2022:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen monatlichen <strong>Cashflow</strong> von <strong>620,47 Euro</strong></li>



<li>Einen Gesamt-Depotwert in Höhe von ca. <strong>279.632,62 Euro</strong></li>
</ul>



<p>An dieser Stelle musste ich nochmal alles nachrechnen, aber es dürfte tatsächlich stimmen. Es sind nicht nur die regelmäßigen, auf den Monat herunter gerechneten Dividenden <strong>seit 2018</strong> stetig von <strong>438,64 Euro</strong> auf <strong>620,47 Euro</strong> (Wertzuwachs: 41,45 % / <strong>10,36 % p.a.</strong>) gestiegen. Auch die Anteile der ETFs haben sich von <strong>200.000 Euro</strong> auf <strong>279.632,62 Euro</strong> (Wertzuwachs: 39,82 % / <strong>9,95 % p.a.</strong>) verteuert.</p>



<p>Eine in meinen Augen doch sehr beeindruckende Performance. <strong>Kurswachstum </strong>plus <strong>Dividende</strong> plus <strong>Dividenden-Steigerungen,</strong> sowas macht Spaß!</p>



<p>Und das beste: Im Prinzip bekommst du den Cashflow <em>lebenslang</em>. Schon heute. Selbst wenn du nichts mehr zukaufst oder die <strong>Ausschüttung verkonsumierst</strong>. Kaufst du weiter zu oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/wie-sollte-man-die-dividende-reinvestieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">reinvestierst du die Ausschüttungen</a> zum Teil wieder, dann hebelst du die Rendite und die monatlichen Zahlungen natürlich weiter. </p>



<p>Wer braucht da noch <a href="https://www.finanzguerilla.de/unsinn-lebensversicherungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">private Renten- oder Lebensversicherungen</a>?!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zweite Miete als Cashflow</h2>



<p>Du siehst also, du kannst bei so einem Cashflow schon fast von einer <strong>regelmäßigen Mietzahlung</strong> sprechen, die deinem Konto zufließt. Diese sollte auch weiterhin fließen, wenn es nicht zum Dritten Weltkrieg kommt. Aber selbst dann wärst du vermutlich mit diesen beiden ETFs weitaus besser unterwegs als mit riskanten Growth-Einzeltiteln, die dann allesamt über den Jordan gehen.</p>



<p>Natürlich kann man solch eine Strategie auch mit Einzeltiteln (<a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-aristokraten-als-rettungsanker/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-Aristokraten</a>) umsetzen oder man wählt andere ETFs (zum Beispiel reine <a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-etfs-lohnt-sich-ein-investment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-ETFs</a>). Auch habe ich dir in einem anderen Artikel eine <a href="https://www.finanzguerilla.de/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ähnliche Lösung</a> vorgestellt. </p>



<p>Das heutige Experiment sollte nur als Beispiel dienen, was man machen <em>kann</em> und was die Konsequenzen nach <strong>4 Jahren</strong> gewesen <em>wären</em>. Zudem soll es ohne Geschäftsberichte wälzen und Einzelaktien checken funktionieren.</p>



<p>Ich persönlich gehe davon aus, dass auch <strong>die nächsten 4 Jahre am Aktienmarkt keine Nullrunden</strong> werden. Und selbst wenn: Die Ausschüttungen kommen dann trotzdem.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zu diesen Terminen bekommst du dein Geld</h2>



<p>Wichtig noch zum Schluss: Die monatlichen Beträge bekommst du natürlich nicht monatlich. Beide ETFs sind <strong>Quartalszahler</strong>. Beide decken sich aber gegenseitig ganz gut ab, sodass du tatsächlich an fast allen Monaten eine Zahlung erhältst.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Vanguard FTSE All-World</strong>: März, Juni, September, Dezember</li>



<li><strong>Fidelity Global Quality Income</strong>: Februar, Mai, August, November</li>
</ul>



<p>Du musst daher also mit <strong>4 Monaten ohne Geldfluss</strong> auskommen, diese sind aber bei der Rechnung oben in dem Cashflow bereits berücksichtigt. Was ich nicht berücksichtigt habe, sind die Steuern, nämlich die Abgeltungssteuer. </p>



<p>Nach Ausschöpfen des Freibetrages von <strong>801 Euro</strong> (2023: <strong>1000 Euro</strong>) möchte Vater Staat seinen Anteil an deinen Ausschüttungen haben. Bei ETF bist du aber in einer steuerlich ganz guten Situation, da deine Gewinne teilweise freigestellt werden. </p>



<p>Kaufkosten habe ich in der Rechnung ebenfalls nicht berücksichtigt, da bei den heutigen Brokern schon Käufe zu 1 oder gar 0 Euro möglich sind. Mit ein Grund, wieso ich selbst auch <a href="https://www.finanzguerilla.de/smartbroker-bester-broker-test/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">einen zweiten Broker</a> hinzugenommen habe (<a href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C296855760B" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Hier ausprobieren</a>*). Ich würde auch dir dringend zu einem günstigen und guten (!) Broker raten!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alle 12 Monate Ausschüttungen? Mit einem dritten ETF möglich</h2>



<p>Du bekommst mit diesem simpel-Depot also in den oben genannten Monaten verlässlich deine Ausschüttungen. Manchen kann es dabei aber wichtig sein, wirklich <strong><em>jeden </em>Monat Ausschüttungen</strong> zu bekommen. Das könntest du hier erreichen, wenn du zusätzlich zu den genannten zwei ETFs noch einen weiteren ausschüttenden <a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-etfs-lohnt-sich-ein-investment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-ETF</a> hinzunimmst: Den <strong>Ishares STOXX Global Select Dividend 100</strong> (WKN: <strong>A0F5UH</strong>). Dieser füllt mit seinen Ausschüttungsintervallen exakt die oberen Lücken:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Ishares STOXX Global Select Dividend 100</strong>: Januar, April, Juli, Oktober.</li>
</ul>



<p>Ich selbst habe ihn in dem <strong>200.000 Euro-Depot</strong> aber nicht berücksichtigt. Das liegt zum einen daran, dass es mathematisch gesehen völlig unerheblich ist, wie oft und wann Ausschüttungen erfolgen. Es kommt auf die Gesamtsumme und die Performance an. Genau letztere war die letzten Jahre beim <strong><a href="https://de.extraetf.com/etf-profile/DE000A0F5UH1?tab=distributions" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ishares STOXX Global Select Dividend 100</a></strong> nicht gerade berauschend. Der Vanguard und der Fidelity waren hier richtig gut. Zudem wuchsen die Ausschüttungen des Global Select Dividend 100 nicht so stark und zuverlässig wie bei den anderen beiden.</p>



<p>Wer auf monatliche Ausschüttungen partout nicht verzichten möchte, kann sich den ETF aber dennoch gerne einmal näher anschauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit:</h2>



<p>Mit nur zwei ETFs kannst du selbst ein <strong>sechsstelliges Depot </strong>auf <strong>Cashflow</strong>, <strong>Kurswachstum</strong> und <strong>Dividenden-Wachstum</strong> &#8222;programmieren&#8220; und dann quasi im Autopilot weiterlaufen lassen. Hier musst du keine Geschäftsberichte Lesen, Unternehmen analysieren oder Zukunftsprognosen abgeben. Auch brauchst du keine teuren &#8222;<strong>Robo-Advisors</strong>&#8220; oder &#8222;<strong>Vermögensverwalter</strong>&#8222;. Selbst Fachwissen erübrigt sich weitestgehend. Die beiden ETF und dein Broker regeln alles für dich.</p>



<p>Dennoch eine kleine Warnung zum Schluss: ETFs beinhalten zu <strong>100% Aktien</strong>. Und Aktien schwanken. Teilweise auch stärker! Damit musst du umgehen können und dennoch Kurs halten. Ich denke aber, dass du mit solchen im Prinzip &#8222;<strong>Welt-ETFs</strong>&#8220; dennoch recht sicher unterwegs sein wirst. Beim Vanguard hast du die <a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-und-wie-in-emerging-markets-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schwellenländer</a> mit drin, falls diese wieder anziehen. Der Fidelity filtert ganz ordentlich, weshalb es extreme Krücken eigentlich gar nicht erst in den ETF bzw. Index schaffen sollten.</p>



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<p>Insofern wäre ich mit einer solchen Zwei-ETF-Lösung mehr als tiefenentspannt.</p>



<p><strong><em>Wie ist deine Einschätzung zu so einem Simpel-Depot? Ab sechsstellig lieber Einzelaktien? Oder bei hohen Summen gerade deshalb lieber zu ETFs greifen? Wie ist deine Meinung.</em></strong></p>
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		<title>Dividenden-ETFs &#8211; Lohnt sich ein Investment?</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/dividenden-etfs-lohnt-sich-ein-investment/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2020 14:35:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Dividende reinvestieren; Dividende in Einzelaktien reinvestieren; in Einzelaktien oder ETF investieren; Geldmaschine; automatische Geldmaschine]]></category>
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		<category><![CDATA[Dividenden-ETFs]]></category>
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		<category><![CDATA[Invesco FTSE Emerging Markets High Dividend Low Volatility UCITS ETF (WKN: A2AHZU)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Dividenden-Strategie steht bei vielen Anlegern mit Fokus auf passiven Einnahmen und stetigem Cashflow hoch im Kurs. Mit Dividenden-ETFs lässt sich eine solche Strategie ebenfalls umsetzen. Hier gibt es allerdings Fallstricke, die du als Anleger unbedingt kennen solltest, um nicht einige Jahre später ernüchtert zu erkennen: Mist, ich habe Zeit und Rendite verloren! Bei Dividenden-ETFs...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-etfs-lohnt-sich-ein-investment/">Dividenden-ETFs &#8211; Lohnt sich ein Investment?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap"><strong><em>Eine Dividenden-Strategie steht bei vielen Anlegern mit Fokus auf <a href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-passives-einkommen-wichtig-ist/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passiven Einnahmen</a> und stetigem Cashflow hoch im Kurs. Mit Dividenden-ETFs lässt sich eine solche Strategie ebenfalls umsetzen. Hier gibt es allerdings Fallstricke, die du als Anleger unbedingt kennen solltest, um nicht einige Jahre später ernüchtert zu erkennen: Mist, ich habe Zeit und Rendite verloren! Bei Dividenden-ETFs spielt auch Corona, als erste „richtige“ Krise seit 2007/2008 eine gewisse Rolle. Hierzu dann im nachfolgenden Artikel mehr.</em></strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sind Dividenden-ETFs?</h2>



<p>Was genau ETFs sind, solltest du als aufmerksamer Leser dieser Seite inzwischen wissen. Falls nicht, kannst du dir die Basics <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> und <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> noch mal anlesen. <strong>Dividenden-ETFs</strong> bilden hierbei (wie der Name schon sagt) einen <strong>Index</strong> ab, der sich in verschiedener Ausprägung nach dem <strong>Kriterium der Dividendenzahlung</strong> der enthaltenen Unternehmen richtet.</p>



<p>Im Gegensatz zu klassischen, nur nach <strong>Marktkapitalisierung gewichteten, ETFs</strong> auf den <strong>MSCI World</strong>, MSCI <strong>Emerging Markets</strong> oder den <a href="https://www.finanzguerilla.de/vanguard-etfs-in-deutschland-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pendants von Vanguard</a>, basieren Dividenden-ETFs auf <em><strong>Dividenden-Indices</strong></em>. Hier werden meist große Indices anhand zusätzlicher <em>Faktoren</em> „gefiltert“ und dadurch eine definierte <strong>Auswahl an Einzeltiteln herausgesucht</strong>, die sich dann im Dividenden-Index wiederfinden. Diese Faktoren können <strong>Höhe der Dividendenzahlung</strong>, <strong>Kontinuität der Dividendenzahlung</strong>, <strong>Höhe der Dividende im Verhältnis zur Volatilität</strong> oder ähnliches sein.</p>



<p>Diese Dividenden-Indices sehen dann von ihrer Zusammensetzung völlig anders aus, als der ursprüngliche große Index, aus denen sie gefiltert haben. Einfach weil sich die Kriterien an die Unternehmen unterscheiden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bei Anlegern beliebte Dividenden-ETFs</h2>



<p>Bei vielen Privatanlegern stehen solche Dividenden-ETFs hoch im Kurs. Nicht zuletzt, weil sie oft eine <strong>höhere Ausschüttungsrendite</strong> bieten, als die großen <strong>marktkapitalisierten Indices</strong>. Bei einem Dividenden-ETF kannst du im Schnitt mit einer <strong>Ausschüttungsrendite von 3-6 % p.a.</strong> rechnen. Auf den ersten Blick also nicht schlecht für Anleger, die Wert auf einen <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen-auf-der-rolltreppe-durchs-leben/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passiven Geldfluss</a> legen.</p>



<p>Bei den regulären, <strong>globalen Indices</strong> landest du im Schnitt bei <strong>2-3 % Ausschüttungsrendite</strong>. Wohlgemerkt ich spreche hier von der <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen-mit-dividenden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ausschüttungsrendite</a>, <em>nicht</em> von der <strong>absoluten Rendite</strong>, die stets <strong>aus Dividende</strong> und <strong>Kurswachstum</strong> gebildet wird!</p>



<p>Bei <strong>Anlegern beliebte Dividenden-ETFs</strong> sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>SPDR S&amp;P US Dividend Aristocrats UCITS ETF</strong> (WKN: A1JKS0)</li>



<li><strong>SPDR S&amp;P Global Dividend Aristocrats UCITS ETF</strong> (WKN: A1T8GD)</li>



<li><strong>iShares STOXX Global Select Dividend 100</strong> (WKN: A0F5UH)</li>



<li><strong>Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield UCITS ETF</strong> (WKN: A1T8FV)</li>



<li><strong>Invesco FTSE Emerging Markets High Dividend Low Volatility UCITS ETF</strong> (WKN: A2AHZU)</li>
</ul>



<p>Alle erwähnten Dividenden-ETFs setzen unterschiedliche Schwerpunkte, sind also auch <strong>nur bedingt miteinander vergleichbar</strong>. Du solltest auf jeden Fall im Vorfeld diese Schwerpunkte checken und überprüfen, ob sie für dich persönlich so auch Sinn machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dividende vs. Marktkapitalisierung: Machen Dividenden-ETFs Sinn?</h2>



<p>Wo wir schon beim eigentlichen Thema wären: <strong>Lohnen sich solche Dividenden-ETFs überhaupt langfristig</strong>? Wie performen diese denn <strong>im Vergleich zu den Brot-und-Butter-ETFs</strong>?</p>



<p>Nun, hier fällt das Urteil leider wenig zweideutig aus: Grundsätzlich haben Dividenden-ETFs in der Vergangenheit in der Regel <strong>schlechter abgeschnitten als ihre nach Marktkapitalisierung gewichteten Indices</strong>.</p>



<p>Selbst langjährige Kursraketen wie der <strong>SPDR US Dividend Aristocrats ETF</strong> unterlag zuletzt dank Corona seinem Vergleichsindex <strong>S&amp;P 500</strong> deutlich. Mehr dazu weiter unten.</p>



<p><strong>Wieso ist das so?</strong></p>



<p>Wenn die großen Kurstreiber der internationalen Börsen (z.B. die <strong>Tech-Werte aus Amerika</strong>) keine oder nur <strong>geringe Dividenden</strong> zahlen, dann werden diese meistens bei <strong>Dividenden-ETFs automatisch nicht aufgenommen</strong>. Sprich: Du musst ohne die <strong>Amazons</strong>, <strong>Apples</strong>, <strong>Microsofts</strong>, <strong>Teslas</strong> und <strong>Alphabets</strong> dieser Welt auskommen. Bei Dividenden-ETFs auf <strong>Schwellenländer</strong> gilt ähnliches: Hier hast du dann keine <strong>Alibaba</strong>, <strong>JD.com</strong> oder <strong>Tencent</strong> im Depot.</p>



<p>Dividenden-ETFs steigen also <strong>weniger dynamisch im Wert</strong>, da die Highflyer einfach fehlen. Dafür schwanken sie in der Theorie weniger stark, da <strong>stabile Qualität</strong> enthalten sein soll. Nun, auch das gilt in Krisen leider nicht uneingeschränkt, wie wir gleich sehen werden:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Problem Krise: Index wird durchgemischt!</h2>



<p>Die wenigsten Dividenden-ETFs haben die <strong>Finanzkrise 2007/2008</strong> mit durchgemacht. Es gab sie einfach noch nicht. Sie existierten seit ihrer Auflage quasi nur im <strong>Sonnenschein des Börsenaufschwunges der letzten 10 Jahre</strong>. Dieses Jahr kam dann <a href="https://www.finanzguerilla.de/gefaehrdet-corona-die-demokratie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Corona</a>, die meiner Meinung nach wieder <strong>erste ernstere Krise seit der Finanzkrise 2008</strong>. Und siehe da: Die <strong>Dividenden-ETFs sind durch die Bank stark eingebrochen</strong> und haben sich bis dato (Stand: November 2020) auch <strong>noch nicht wieder erholt</strong>.</p>



<p>Nachfolgende Grafik zeigt hier das ganze Dilemma der Dividenden-ETFs:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="501" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2020/11/Vergleich-Dividenden-ETFs-nach-Corona-1024x501.jpg" alt="Dividenden-ETFs VErgleich nach Corona" class="wp-image-3362" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2020/11/Vergleich-Dividenden-ETFs-nach-Corona-1024x501.jpg 1024w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2020/11/Vergleich-Dividenden-ETFs-nach-Corona-300x147.jpg 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2020/11/Vergleich-Dividenden-ETFs-nach-Corona-768x376.jpg 768w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2020/11/Vergleich-Dividenden-ETFs-nach-Corona.jpg 1526w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/IE00B9CQXS71,DE000A0F5UH1,IE00B6YX5D40,IE00B8GKDB10,IE00BYYXBF44" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fondsweb.de</a></figcaption></figure>



<p>Der <strong>Einbruch</strong> war also vehement und bitter. Die Verluste sind bis heute <strong>noch nicht aufgeholt</strong>. Ganz im Gegensatz zu den <strong>marktkapitalisierten Indices</strong>. Hier werden zum Teil schon wieder <strong>neue Höchststände</strong> erreicht (<strong>NASDAQ 100</strong>, <strong>S&amp;P 500</strong>, <strong>MSCI World</strong>, <strong>DAX</strong> etc.).</p>



<p>Dieser Einbruch hat mich auch dazu bewogen, meine <strong>Investment-Strategie</strong> in Sachen Schwellenländern anzupassen. Hier bespare ich wieder ganz regulär den <strong>FTSE Emerging Markets</strong> bzw. <strong>MSCI Emerging Markets</strong>. <a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-und-wie-in-emerging-markets-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die nähere Begründung kannst du im Artikel von damals nachlesen</a>.</p>



<p>Auch bei den populären Dividenden-ETFs aus dem Hause SPDR gab es <strong>herbe Verluste</strong>. Teilweise so starke, dass sie die komplette <strong>10-Jahresrendite in den Keller geschickt haben</strong>.</p>



<p>So hat der SPDR US Dividend Aristocrats <strong>lange Zeit verlässlich den S&amp;P 500 outperformt</strong>. Wenn man nach Corona aber den ETF mit einem gewöhnlichen ETF auf den S&amp;P 500 vergleicht, kommen einem die Tränen. Aktuell (Stand November 2020) sieht das Bild nämlich folgendermaßen aus (Quelle: <strong>fondsweb.de</strong>).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="235" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2020/11/Vergleich-1024x235.png" alt="Vergleich US-Dividendenaristokraten und der S&amp;P 500" class="wp-image-3364" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2020/11/Vergleich-1024x235.png 1024w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2020/11/Vergleich-300x69.png 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2020/11/Vergleich-768x177.png 768w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2020/11/Vergleich.png 1166w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vergleich US-Dividendenaristokraten und der S&amp;P 500</figcaption></figure>



<p>Du siehst also, der Corona-Crash hat die <strong>gesamte Outperformance</strong> auch hier pulverisiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Globale ETF – Dividende vs. Marktkapitalisierung</h2>



<p>Aber wie sieht es bei <strong>global gestreuten ETFs</strong> aus? Auch hier besteht leider ein eklatanter <strong>Performance-Unterschied</strong> zwischen einem <strong>globalen Dividenden-ETF</strong> und einem <strong>globalen Marktkapitalisierungs-ETF</strong>. Hier vergleiche ich mal die <strong>beiden beliebten ETFs aus gleichem Hause</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield UCITS ETF</strong></li>
</ul>



<p class="has-text-align-center"><strong>VS.</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Vanguard FTSE All-World UCITS ETF</strong></li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="233" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2020/11/Vergleich2-1024x233.png" alt="Vergleich Vanguard-ETFs mit und ohne Fokus auf Dividende" class="wp-image-3365" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2020/11/Vergleich2-1024x233.png 1024w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2020/11/Vergleich2-300x68.png 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2020/11/Vergleich2-768x175.png 768w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2020/11/Vergleich2.png 1161w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vergleich Vanguard-ETFs mit und ohne Fokus auf Dividende</figcaption></figure>



<p>Der eine setzt global auf <strong>dividendenstarke Aktien</strong>, der andere auf <strong>Marktkapitalisierung</strong>. Auch hier zeigt sich: <strong>Marktkapitalisierung liefert langfristig die bessere Performance</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dividenden-ETFs <em>müssen</em> automatisch auf Crash reagieren</h2>



<p>Aber was ist der Grund für diese Anfälligkeit für Krisen? Gelten <strong>Dividenden-ETFs</strong>, besonders die auf sogenannte „<em><strong>Aristokraten</strong></em>“, landläufig nicht als besonders „sicher“, da sie angeblich „Qualität“ (<strong>Value</strong>) bieten?</p>



<p>Auch hier findet sich die Antwort in der <strong>Indexzusammensetzung</strong>: Wenn ein Index Unternehmen aufnimmt, die <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-aristokraten-als-rettungsanker/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">seit 50 Jahren Dividenden zahlen und/oder erhöhen</a></strong> und diese Unternehmen die <strong>Dividende plötzlich kürzen oder streichen (müssen)</strong>, fliegen diese <strong>ansonsten stabilen Unternehmen auch aus dem Index</strong>. Der Index ist hier wie ein Roboter und sortiert gnadenlos aus. Ein ETF auf diesen Index <strong>muss diese dann automatisch auch verkaufen</strong>, da der Index ja <strong>weiterhin abgebildet werden soll</strong>.</p>



<p>Theoretisch kann der ETF die Aktie erst dann wieder kaufen, <strong>bis sie die Aufnahmekriterien des Index erneut erfüllt</strong>. Also bei <strong>Dividenden-Aristokraten</strong> (in den USA) müssten sie ab dem Zeitpunkt des Ausscheidens wieder <strong>25 Jahre folgend ihre Dividende zahlen oder erhöhen</strong>. Bis dahin dürften sie streng genommen nicht im Index landen. Gnadenlos auch hier.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Marktbreite ETFs im Crash stabiler</h3>



<p>Beim <strong>SPDR S&amp;P Global Dividend Aristocrats UCITS ETF</strong> konnte man diesen Umstand deutlich erkennen. Hierin dürfte auch der Grund dafür liegen, dass er sich <strong>bis heute nicht wieder erholt hat</strong>: Die Unternehmen sind einfach rausgeflogen und können erst nach Jahren überhaupt wieder in den Index aufsteigen. Andere Unternehmen sind nachgerutscht.</p>



<p>Bei einem <strong>normalen ETF</strong> fliegen bei einer Krise zwar auch einige Unternehmen raus (z.B. <strong>Wirecard aus dem DAX</strong>), aber oftmals ändert <strong>sich nur die Gewichtung zwischen den Unternehmen in den Top 20</strong>. Die Unternehmen auf den hinteren Rängen beeinflussen die Performance ohnehin weniger. Also ob nun <strong>Apple</strong> oder <strong>Microsoft</strong> auf Platz 1 oder 2 im <strong>ETF</strong> sind, dürfte zu vernachlässigen sein. Hier erfolgt deutlich seltener ein Aussortieren von Unternehmen oder ein Wechsel an der Spitze.</p>



<p>Hier werden eher globale Machtverschiebungen relevant, wenn man einen <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">globalen Welt-ETF</a> hat. Daher dürften <strong>nach Marktkapitalisierung gewichtete ETFs</strong> in Krisen tatsächlich <em><strong>stabiler</strong></em> sein, als die Dividenden-ETFs.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn Dividendenstrategie, dann mit Einzelaktien!</h2>



<p>Um diesen <strong>Automatismus bei den ETFs</strong> zu umgehen, kann es tatsächlich bei einer <strong>Dividenden-Strategie</strong> mehr Sinn machen, die Strategie mit <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-aktien/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Einzelaktien</a> umzusetzen. Hier gibt man Unternehmen nämlich die Chance, <strong>kleine Dellen in der Performance und Dividendenzahlung</strong> wieder aufzuholen, ohne dass man sie gleich aus dem Depot wirft (wie es der <strong>Dividenden-ETF</strong> tun <em>muss</em>).</p>



<p><strong>Mc Donalds</strong> kürzt in einem Geschäftsjahr mal die Dividende oder setzt sie aus? Kein Problem, vielleicht <strong>verdoppeln sie sie im Folgejahr dafür wieder</strong>.</p>



<p>Mit <strong>Einzelaktien</strong> bist du hier in ein <strong>weniger starres Korsett gezwungen</strong> und kannst Aktien auch mal in Ruhe „<em>atmen</em>“ lassen. Natürlich gehört hier dann auch wieder die <strong>Analyse von Unternehmen</strong> und die <strong>intelligente Auswahl an Aristokratenaktien</strong> dazu.</p>



<p>Aber generell gilt: <strong>Du wirst im Endeffekt eher selten den nach Marktkapitalisierung gewichteten Markt schlagen</strong>! Eine <strong>Amazon</strong> zahlt eben einfach (noch?) <strong>keine Dividende</strong>, wächst aber wie Sau. Es stellt sich somit ganz grundsätzlich die Frage, ob du überhaupt eine <strong>Dividendenstrategie</strong> als sinnvoll erachtest oder lieber gleich einen langweiligen <strong>MSCI ACWI / World-ETF</strong> kaufst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Dividende verliert!</h2>



<p>Man muss also (leider) <strong>ganz deutlich sagen</strong>: Im <strong>Vergleich Dividenden-ETFs versus marktkapitalisierte  ETFs</strong> verliert stets die Dividenden-Variante. Da es jedoch <em><strong>langfristig</strong></em> immer auf die Gesamtperformance im Depot ankommt, sollte man diesen Fakt bei der <strong>langfristigen Geldanlage</strong> auf jeden Fall berücksichtigen.</p>



<p>Kommt es dir auf den sturen <strong>Vermögensaufbau</strong> an, dann solltest du <strong>marktkapitalisierungsgewichtete ETFs bevorzugen</strong> und <strong>Dividenden-ETFs</strong> meiner Meinung nach meiden. Denn auch wenn du sie nur beimischst: Sie dürften langfristig <strong>deine Rendite nach unten ziehen</strong>.</p>



<p>Ist dir aber die Gesamtperformance nicht so wichtig und du legst eher <strong>Wert auf eine hohe Ausschüttungsrendite</strong> und möchtest dennoch <strong>keine Einzelaktien</strong> haben, dann können <strong>Dividenden-ETFs</strong> durchaus Sinn machen. Man muss nämlich auch hier sagen: Sie performen anständig. <strong>Wesentlich anständiger als auf dem Tagesgeld oder Girokonto</strong>. Sie verlieren eben nur im Vergleich zu den üblichen marktbreiten ETFs.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Unsicherheitsfaktor Zukunft</h3>



<p>Zudem: Niemand weiß, wie sich die Zukunft entwickelt. Wenn es zum Beispiel einen <strong>Tech-Crash</strong> gibt, könnte der <strong>Fokus auch wieder Richtung Value gehen</strong> und <strong>Dividenden-ETFs langfristig davon profitieren</strong>. Aber wie gesagt: An der Anfälligkeit für größere Korrekturen ändert sich meiner Meinung nach dadurch nichts.</p>



<p>Für mich machen daher Dividenden-ETFs leider keinen Sinn. Wenn schon ein Fokus auf Dividenden, dann bitte mit einer entsprechenden <strong>Strategie</strong> und mit <strong>Einzelaktien</strong>. Hier ist wohl auch in Zukunft als <strong>Buy-and-Hold-Anleger</strong> einiges zu holen. Wenn auch vielleicht nicht so viel wie mit einem simplen Investment in den <strong>ACWI oder FTSE All-World</strong>. Auch das wird die Zukunft zeigen.</p>



<p><strong>Wie stehst du zu Dividenden-ETFs? Hast du solche in deinem Portfolio? Wenn ja, wieso?</strong></p>



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