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	<title>Kryptowährungen 2021 Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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	<description>Finanzen, Wirtschaft und Lifestyle - Finanzblog</description>
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	<title>Kryptowährungen 2021 Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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		<title>Was passiert mit meinem Kryptodepot im Falle einer Scheidung?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jan 2022 18:53:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine der wenigen positiven Begleiterscheinungen des inzwischen zweijährigen Ausnahmezustands ist, dass mehr (junge) Menschen zu Aktien und Kryptowährungen gefunden haben. Bei vielen stellt sich angesichts der teilweise extrem hohen Renditen zu Recht die Frage, was denn bei Verheirateten im Falle einer Scheidung mit dem eigenen Kryptodepot passiert? Hierzu gibt es heute einen Gastbeitrag von Rechtsanwalt...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-passiert-mit-meinem-kryptodepot-im-falle-einer-scheidung/">Was passiert mit meinem Kryptodepot im Falle einer Scheidung?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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<p class="has-drop-cap"><strong><em>Eine der wenigen positiven Begleiterscheinungen des inzwischen zweijährigen Ausnahmezustands ist, dass mehr (junge) Menschen zu Aktien und Kryptowährungen gefunden haben. Bei vielen stellt sich angesichts der teilweise extrem hohen Renditen zu Recht die Frage, was denn bei Verheirateten im Falle einer Scheidung mit dem eigenen Kryptodepot passiert? Hierzu gibt es heute einen Gastbeitrag von Rechtsanwalt Niklas Clamann. Er ist auf Familienrecht spezialisiert und führt von seiner Kanzlei in Münster aus bundesweit das Verfahren der <a href="https://online-scheidung-deutschland.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Online Scheidung</a> durch. Hier stehen dann oftmals auch Konflikte rund um Wertpapierdepots, aber auch Wallets mit Kryptowährungen auf der Tagesordnung.</em></strong></p>



<p>Nachfolgend nun der Beitrag von Rechtsanwalt Niklas Clamann zum Thema <strong>Kryptowährungen</strong>. Vielen Dank dafür:</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="kryptowahrungen-und-scheidung">Kryptowährungen und Scheidung</h2>



<p>Kryptowährungen sind eine Neuerscheinung des 21. Jahrhunderts und haben insbesondere in den letzten Jahren einen <strong>regelrechten Hype</strong> ausgelöst. Der <a href="https://www.finanzguerilla.de/wo-bitcoin-direkt-kaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bitcoin</a> hat als die bisher prominenteste und weltweit marktstärkste unter den Kryptowährungen einigen vorausschauenden Investoren extreme Gewinne beschert. Wer hier frühzeitig investiert hat, erfreut sich an der hohen Wertsteigerung. </p>



<p>Ist die Investition allerdings <strong>innerhalb einer Ehe</strong> getätigt worden, droht beim Scheitern der Ehe im Falle der Scheidung der <strong>Verlust großer Teile dieser Gewinne</strong>. Schuld daran ist der sogenannte <strong>Zugewinnausgleich</strong>, der als Folgesache einer <strong>Ehescheidung</strong> von beiden Ehegatten beantragt werden kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="was-bedeutet-zugewinnausgleich"><strong>Was bedeutet Zugewinnausgleich?</strong></h2>



<p>Mit der Heirat treten beide <strong>Ehegatten automatisch in den Güterstand der Zugewinngemeinschaft</strong> ein. Das bedeutet, dass die Vermögen der Ehegatten <em>getrennt</em> bleiben und jeder Ehegatte <em>sein Vermögen alleine verwaltet</em>. Kommt es zur Ehescheidung, kann jeder Ehegatte die <strong>Durchführung eines Zugewinnausgleichs</strong> beantragen. Beim Verfahren des Zugewinnausgleichs wird der von den Ehegatten <em>während der Ehezeit erwirtschaftete Zugewinn</em>, also sämtliches in dieser Zeit <strong>hinzugewonnenes <a href="https://www.finanzguerilla.de/kommt-neue-vermoegensteuer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vermögen</a></strong>, zum Ende der Ehe ausgeglichen.</p>



<p>Um den Zugewinn der jeweiligen Ehegatten zu berechnen, wird an zwei Zeitpunkte angeknüpft. Das <strong>Datum der Eheschließung</strong> gibt den Anfangszeitpunkt. Endzeitpunkt ist das Datum, an dem der <strong>Scheidungsantrag dem Ehegatten, der die Scheidung nicht beantragt hat, vom Gericht zugestellt wird</strong>. Zu beiden Zeitpunkten wird das gesamte vorhandene Vermögen der jeweiligen Ehegatten zusammengerechnet. </p>



<p>Zum Vermögen zählen beispielsweise <strong>Bankguthaben</strong>, <strong>Bargeld</strong>, <a href="https://www.finanzguerilla.de/selbstgenutzte-immobilie-sinnvolles-investment-oder-nicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Immobilien</a>, Firmen, <strong>Wertpapiere</strong>, <strong>Versicherungen</strong>, Luxusgüter und eben auch Kryptowährungen. Die Differenz zwischen dem am Anfangszeitpunkt und Endzeitpunkt vorhandenen Vermögen ist der <strong>Zugewinn</strong>.</p>



<p>Dazu ein stark vereinfachtes Beispiel: <strong>Ehegatte A</strong> hatte zum Datum der Heirat <strong>5.000,00 € Kontoguthaben</strong>, einen PKW im Wert von <strong>2.000,00 €</strong> und verfügte ansonsten über kein Vermögen. An dem Tag, an dem Ehegatte A der Scheidungsantrag zugestellt wird, hat Ehegatte A 10.000,00 € Kontoguthaben, Wertpapiere im Wert von 7.000,00 € und besitzt keinen PKW mehr. </p>



<p>Das Anfangsvermögen von Ehegatte A beträgt in diesem Fall 7.000,00 €, das Endvermögen 17.000,00 €. Ehegatte A hat damit während der Ehezeit einen <strong>Zugewinn in Höhe von 10.000,00 €</strong> erwirtschaftet.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="wertgewinn-bei-wertpapieren-und-kryptos">Wertgewinn bei Wertpapieren und Kryptos</h3>



<p>Im Rahmen des Zugewinnausgleichs findet nun, wie es der Name bereits verrät, ein <strong><em>Ausgleich</em></strong> des von den Ehegatten jeweils erwirtschafteten Zugewinns statt. Dazu wird zunächst die Differenz des Zugewinns beider Ehegatten berechnet. <strong>Dieser Betrag wird dann hälftig geteilt</strong> und an den Ehegatten mit dem geringeren Zugewinn überwiesen. Durch dieses Verfahren wird sichergestellt, dass <strong>beide Ehegatten zum Ende der Ehe einen Zugewinn in gleicher Höhe</strong> erhalten.</p>



<p>Erneut ein stark vereinfachtes Beispiel: </p>



<p>Der von <strong>Ehegatte B</strong> während der Ehezeit erwirtschaftete Zugewinn beträgt nach Berechnung der Differenz zwischen Anfangs- und Endzeitpunkt <strong>5.000,00 €</strong>. Damit übersteigt der von Ehegatte A während der Ehezeit erwirtschaftete Zugewinn den des Ehegatten B um 5.000,00 €. Daher hat Ehegatte A eine Ausgleichszahlung an Ehegatte B in Höhe der Hälfte der <strong>Differenz, also in Höhe von 2.500,00 €</strong>, zu leisten. </p>



<p>Damit verbleibt für Ehegatte A, nachdem er von seinem Zugewinn in Höhe von 10.000,00 € nunmehr 2.500,00 € abgegeben hat, noch ein Zugewinn in Höhe von 7.500,00 €. Ehegatte B hat zu seinem <strong>Zugewinn in Höhe von 5.000,00 €</strong> eine Ausgleichszahlung in Höhe von 2.500,00 € erhalten und hat daher nunmehr ebenfalls einen Zugewinn in Höhe von 7.500,00 €.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="auch-kryptowahrungen-werden-beim-zugewinnausgleich-berucksichtigt"><strong>Auch Kryptowährungen werden beim Zugewinnausgleich berücksichtigt</strong></h2>



<p>Wie im oben aufgeführten Beispiel bereits ersichtlich, <strong>werden auch Kryptowährungen zum für den Zugewinnausgleich relevanten Vermögen hinzugerechnet</strong>. Allerdings ist es nicht die reine Investition, die einen Zugewinn darstellt. <em><strong>Die Wertsteigerung, die die Kryptowährung erfahren kann, zählt als Zugewinn</strong></em>. Steigt beispielsweise der Bitcoin und ich habe vor oder während der Ehe investiert, muss ich mir den gesamten Gewinn als Zugewinn anrechnen lassen.</p>



<p>Mache ich durch meine Investition beispielsweise in Bitcoin jedoch Verluste, ist der von mir während der Ehezeit zum Preis von <strong>63.000,00 €</strong> erworbene Bitcoin also zum Endzeitpunkt nur noch <strong>43.000,00 € </strong>wert, so sind mir diese <strong>20.000,00 € Verlust</strong> von einem eventuell ansonsten erwirtschafteten Zugewinn im Rahmen der Berechnung des Zugewinnausgleichs <em><strong>abzuziehen</strong></em>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="sicherung-des-kryptodepots-durch-ehevertrag"><strong>Sicherung des Kryptodepots durch Ehevertrag</strong></h2>



<p>Tatsächlich findet der <strong>Zugewinnausgleich</strong> entgegen der weit verbreiteten Ansicht, nach der bei jeder Scheidung immer auch das Vermögen beider Ehegatten aufgeteilt wird, tatsächlich nur statt, <strong>wenn dies einer der beiden Ehegatten beantragt</strong>. Ansonsten, wenn ein solcher Antrag unterbleibt und kein Anwalt mit der außergerichtlichen oder gerichtlichen Durchführung des Zugewinnausgleichs beauftragt wird, <strong>behält bei einer bestehenden Zugewinngemeinschaft jeder Ehegatte auch im Falle einer Scheidung sein Vermögen und es findet keine Aufteilung statt</strong>. </p>



<p>Im Gegensatz zum <em><strong>Versorgungsausgleich</strong></em>, also dem Ausgleich der von den Ehegatten während der Ehezeit <strong>erwirtschafteten Rentenansprüche</strong>, findet der Zugewinnausgleich also nicht <em>automatisch</em> mit der Scheidung statt. Wird ein Zugewinnausgleich nicht beantragt, weil beispielsweise beide Ehegatten trotz Scheidung nach wie vor ein gutes Verhältnis pflegen und keine Ansprüche an den jeweils anderen stellen wollen, können also auch die <strong>erworbenen Kryptowährungen trotz Wertsteigerung in voller Höhe behalten werden</strong>.</p>



<p>Eine zusätzliche Absicherung können ein <strong>notarieller Ehevertrag</strong> oder eine notarielle <strong>Scheidungsfolgenvereinbarung</strong> darstellen, in denen die Durchführung des Zugewinnausgleichs für den Fall der Ehescheidung entweder modifiziert oder ganz ausgeschlossen wird. Eine alternative Methode zur Modifizierung oder zum Ausschluss des Zugewinnausgleichs stellt ein <strong>gerichtlicher Vergleich</strong> dar. </p>



<p>Um einen solchen Vergleich schließen zu können, müssen allerdings beide Ehegatten im Ehescheidungsverfahren <strong>anwaltlich vertreten sein</strong>. Durch eine Modifikation könnte beispielsweise vereinbart werden, dass der Zugewinnausgleich im Falle einer Ehescheidung zwar durchgeführt wird, sämtliche <a href="https://www.finanzguerilla.de/bitcoin-zertifikate-als-investment-sinnvoll-oder-nicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kryptowährungen</a> dabei jedoch unberücksichtigt bleiben sollen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="lasst-sich-das-kryptodepot-im-falle-einer-scheidung-verstecken"><strong>Lässt sich das Kryptodepot im Falle einer Scheidung verstecken?</strong></h2>



<p>Leider ist das Verhältnis zwischen den Ehegatten in den wenigsten Fällen <strong>trotz Scheidung noch so intakt, dass eine Scheidungsfolgenvereinbarung geschlossen werden kann</strong>. Wer nicht in Form eines Ehevertrags vorgesorgt hat, muss sich also <strong>ernsthafte Sorgen um sein Kryptodepot</strong> machen. Da könnte kurzerhand die Idee aufkommen, das Depot einfach <strong>im Falle der Durchführung des Zugewinnausgleichs vor dem Ehegatten zu verstecken</strong>. </p>



<p>Diesem Verlangen sollte jedoch keinesfalls nachgegangen werden. Macht ein Ehegatte gegen den anderen Ehegatten im Rahmen des Zugewinnausgleichsverfahrens seinen gesetzlich festgestellten Auskunftsanspruch hinsichtlich des Vermögens geltend, so <strong>hat der beanspruchte Ehegatte sein gesamtes Vermögen offenzulegen</strong>. </p>



<p>Verschweigt ein Ehegatte dabei Teile seines Vermögens, begeht er <strong>Prozessbetrug</strong>. Damit macht er sich unter Umständen <strong>strafbar</strong>.</p>



<p><em>Weitere Informationen zur Online-Scheidung und Kryptowährungen bei Scheidungen findest du dann wie gesagt auf der <a href="https://online-scheidung-deutschland.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage von Niklas Clamann</a>.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="fazit">Fazit:</h2>



<p><strong>Kryptowährungen</strong> boomten in den letzten Jahren enorm. Das ging zum Teil so weit, dass sogar manch Einer es mit ihnen bis zum <a href="https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-etf-millionaer-werden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Millionär</a> gebracht hat. Wenn es blöd läuft und Derjenige sich dann scheiden lassen lässt, kann es durchaus zu ernsthaften Problemen führen. Insbesondere dann, wenn die Trennung wenig einvernehmlich abläuft und der andere Partner nur wenig bis kaum an Vermögen <strong>während der Ehezeit</strong> zugelegt hat (Schwangerschaft, Halbtagsjob, schlechter bezahlt, <a href="https://www.finanzguerilla.de/minimalismus-als-lebensweg-und-lebensstil/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">unsinniger Konsum</a> etc.). </p>



<p>Man stelle sich nur das Beispiel vor, wenn man mit geringem Einsatz beispielsweise tatsächlich aus <strong>5.000 Euro</strong> (Start der Ehe) es mit dem Bitcoin auf <strong>500.000 Euro</strong> Vermögen gebracht hat. <strong>495.000 Euro</strong> Zugewinn stehen hier womöglich nur einem verhältnismäßig kleinen Zugewinn des anderen Partners gegenüber. Die Rechnungen im Beitrag zeigen wo die Reise dann hingehen kann.</p>



<p>Der Krypto-Besitzer müsste hier dann theoretisch &#8211; nach erfolgtem Antrag der Gegenseite wie wir gelernt haben &#8211; seinen <strong>Ex-Ehepartner eine sechsstellige Summe auszahlen</strong>!!! Ein Ehevertrag könnte in so einem &#8211; zugegebenermaßen recht extremen &#8211; Beispiel also durchaus Sinn machen. Für mich jedenfalls war das Thema eine sehr interessante Exkursion, die durchaus zum Nachdenken anregt. Man muss auf sein Geld einfach aufpassen.</p>



<p><strong>Hast du bereits Erfahrungen mit einem Zugewinnausgleich gemacht? Vielleicht sogar hinsichtlich Bitcoin?</strong></p>
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			</item>
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		<title>Meine Prognosen für das Börsenjahr 2021 &#8211;  Stelle ich mein Depot um?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jan 2021 18:13:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Gold-Performance 2021]]></category>
		<category><![CDATA[Kryptowährungen 2021]]></category>
		<category><![CDATA[Prognose 2021]]></category>
		<category><![CDATA[Sektorrotation]]></category>
		<category><![CDATA[Silber-PErformance 2021]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viel liest man derzeit über Prognosen zur Entwicklung für das Börsenjahr 2021 und die Folgejahre. In manchen Beiträgen und Videos werde ich mit Schlagworten wie „Sektorrotation“, quasi die Wiederbelebung von „Value“-Werten, oder Unworten wie „Hyperinflation“ konfrontiert. Einige sind extrem bullisch, andere wiederum sehen den Crash (diesmal endlich!) kommen. Auch Tech-Werte seien eher zu meiden, weil...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/meine-prognosen-fuer-das-boersenjahr-2021-stelle-ich-mein-depot-um/">Meine Prognosen für das Börsenjahr 2021 &#8211;  Stelle ich mein Depot um?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Viel liest man derzeit über <strong>Prognosen zur Entwicklung für das Börsenjahr 2021</strong> und die Folgejahre. In manchen Beiträgen und Videos werde ich mit Schlagworten wie „<em><strong>Sektorrotation</strong></em>“, quasi die Wiederbelebung von <strong>„Value“-Werten</strong>, oder Unworten wie „<strong>Hyperinflation</strong>“ konfrontiert. Einige sind extrem bullisch, andere wiederum sehen den Crash (diesmal endlich!) kommen.</p>



<p>Auch Tech-Werte seien eher zu meiden, weil sie ihre Hochpunkte bereits gesehen hätten und <a href="https://www.finanzguerilla.de/wann-kommt-der-finanzcrash/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blasen gebildet</a> hätten. Wieder Andere sprechen im Worst Case von einer <strong>„verlorenen Dekade“ für Wertpapiere bis 2030</strong> allgemein. Dies würde angeblich vor allem die jungen &#8222;<strong>Traderepublic-Trader</strong>&#8220; hart treffen. Seitdem diese am Markt aktiv sind, kennen sie nämlich nur eine Richtung: Aufwärts.</p>



<p>Aber gibt es zwischen dem ganzen Marktlärm nicht vielleicht doch auch Handlungsbedarf?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie wird das Börsenjahr 2021?</h2>



<p>Ich habe es schon vorweggenommen: Vieles ist für mich in erster Linie <strong>Marktlärm</strong>. Daher gebe ich nicht viel darauf. Hinter den meisten Prognosen für das <strong>Börsenjahr 2021</strong> verstecken sich in erster Linie die <strong>Interessen derer, die sie verfassen</strong>. <strong>Börsenbriefe</strong>, <strong>Youtube-Channels</strong> und <strong>Bücher</strong> funktionieren mit <strong>Negativnachrichten</strong> und <strong>Angst</strong> nunmal traditionell besser, als mit stoisch ruhigen Nachrichten wie: </p>



<pre class="wp-block-verse"><em><strong>„Bleib einfach beim MSCI (AC)World investiert und mach die Augen zu.“</strong></em></pre>



<p>Was also 2021 bringt, ist in meinen Augen seriös nicht zu prognostizieren. Dennoch kann man für Vieles <strong>Argumente</strong> finden, die sich auch gut begründen lassen. Nachfolgend möchte ich dir kurz darstellen, wie ich mein <strong>Portfolio anpasse</strong> und welchen oben genannten Entwicklungen ich <strong>keinerlei Beachtung</strong> schenke.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Diese Prognosen halte ich für realistisch</h2>



<p>Insbesondere folgende Entwicklungen bzw. Prognosen halte ich 2021 durchaus für realistisch und bin gespannt wie es <strong>am Ende des Börsenjahres 2021</strong> mit meinen Prognosen aussieht:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Inflationäre Schockwelle</strong>, sobald der Konsum nach Corona wieder anzieht</li>



<li>Dadurch: Eventuell <strong>kurzfristige Zinserhöhung durch die Notenbank</strong>, um die Folgen der <strong>Inflation</strong> abzudämpfen (was sich derzeit schon an steigenden Zinsen für <strong>Immobilienkrediten</strong> abzeichnet)</li>



<li><strong>Mittelstarke Korrektur an den Aktienmärkten im 1. Quartal</strong>. Einschätzung: Gute Nachkaufgelegenheit</li>



<li><strong>Starke Korrektur beim Bitcoin im 1. Quartal</strong>. Einschätzung: Gute Nachkaufgelegenheit <strong><em>langfristig</em></strong> (Wert am 19.01.2021: <strong>37.256 US-Dollar</strong>)</li>



<li><strong>Tech-Werte bleiben attraktiv</strong>, wachsen aber nicht mehr so dynamisch wie in der Vergangenheit und korrigieren auf realistische Niveaus</li>



<li><strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/gold-absicherung-depot-finanzcrash-krise/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gold</a></strong> steigt wieder (Wert am 19.01.2021: <strong>1838 US-Dollar</strong>)</li>



<li><strong>Silber</strong> steigt wieder (Wert am 19.01.2021: <strong>25,12 US-Dollar</strong>)</li>



<li>Der <strong>systemische Crash</strong> bleibt (wiedermal) aus</li>



<li>Insgesamt steht uns ein <strong>gutes Börsenjahr 2021</strong> bevor</li>
</ul>



<p>Das ist im Wesentlichen mein Blick in die <strong>Kristallkugel für 2021</strong>. Ende des Jahres werde ich diesen Beitrag nochmals aufgreifen und quasi als Faktencheck nachschauen, ob und wo meine Prognosen zugetroffen haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kommt die Inflation 2021? &#8211; Kaffeesatzleserei vom Feinsten</h2>



<p>Meine Prognosen treffe ich natürlich mit einem gewissen Lächeln, da ich normalerweise Kaffeesatzlesereien nicht viel abgewinnen kann. Als Experiment für dieses Börsenjahr möchte ich es dennoch mal spaßeshalber ausprobieren. </p>



<p>Einige Einwände von <strong>Crash-Propheten</strong>, genau wie Argumente mancher <strong>Perma-Bullen</strong> habe ich hierbei berücksichtigt. Manche Aussagen könntest du daher von anderen Blogs oder Youtubern bereits kennen, wieder andere vielleicht weniger.</p>



<p>Basierend auf meinen Prognosen: Was habe ich nun also bei meinem Depot geändert / ergänzt / umgestellt? Welche Änderungen sehe ich tatsächlich am Horizont? Welche Gefahren drohen und welche Bereiche werden sich eher positiv entwickeln?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Depotänderungen für 2021 und die Folgejahre</h2>



<p>Kurz vorab: Geändert habe ich nicht viel. Mein Ziel war es schon immer und ist es noch, einen gewissen <strong>defensiven Teil</strong> in meinem Depot zu haben und generell eine <strong>langfristige Strategie</strong> zu fahren. Von daher besteht bei meiner Risikoneigung wenig Handlungsbedarf. </p>



<p>Dennoch habe ich ein paar kleine <strong>Änderungen und Eingriffe</strong> vorgenommen, die ich dir gerne kurz darstellen und auch kurz begründen möchte:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Umstellung meiner langfristig besparten ETFs auf die Ertragsverwendung „thesaurierend“</strong>. Dies betrifft insbesondere meine <strong>ETF-Sparpläne</strong>: Mein <a href="https://www.finanzguerilla.de/vanguard-etfs-in-deutschland-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vanguard ist nun thesaurierend</a>, genauso wie mein <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-und-wie-in-emerging-markets-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MSCI Emerging Markets ETF</a></strong>. Wieso die Änderung? Kurzum: Steuerliche Gründe und Bequemlichkeit. Da ich den Freibetrag jährlich von <strong>801 Euro bei weitem überschreite, möchte ich die latenten Steuerstundungs- und Zinseszinsvorteile eines Thesaurierers gerne mitnehmen</strong>. Beide ETFs sollen <strong>10 Jahre plus</strong> laufen, daher kann ich mit der <strong>automatischen Wideranlage auf Fondsebene</strong> sehr gut leben. Zudem entfällt dann das <strong>manuelle Reinvestieren</strong>, was mir wiederum <strong>Zeit</strong> und <strong>Kosten</strong> einspart. Einzig mein <strong>Emerging Markets Bond ETF</strong> bleibt <strong>ausschüttend</strong>, schlicht weil es diesen nicht thesaurierend gibt und ich ihn auch langfristig als „<em><strong>Cashcow</strong></em>“ im Depot nutzen möchte zusammen mit den <a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-etfs-lohnt-sich-ein-investment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden</a> meiner Einzelaktien. Diese <strong>Dividenden aus Aktien und ETF</strong> werden nach wie vor manuell für Nachkäufe genutzt (für den <strong>Zinseszinseffekt</strong>).</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Verkauf eines Teils meiner Kryptos</strong>: <strong>Verkauf <a href="https://www.finanzguerilla.de/wo-bitcoin-direkt-kaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bitcoin</a></strong> bei einem Kurs von <strong>31.663,84 Euro</strong> (am 14.01.2021), <strong>Verkauf Ethereum</strong> bei einem Kurs von <strong>955,50 Euro</strong> (am 14.01.2021). Bei Beiden warte ich eine <strong>deutliche Korrektur</strong> ab und steige dann mit der gleichen Summe wieder günstiger ein. Einen kleinen Teil lasse ich natürlich weiterlaufen, ich bin also in beiden dennoch weiter investiert. Dieses Vorgehen hat sich besonders beim <strong>Ethereum</strong> ausgezahlt, wo ich schon wieder <strong>deutliche Gewinne seit dem Verkauf habe – trotz Teilausstieges</strong>. Zielmarken für meinen Wiedereinstieg: <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/bitcoin-zertifikate-als-investment-sinnvoll-oder-nicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bitcoin</a> zwischen 22.000-26.000 Euro</strong>; <strong>Ethereum zwischen 600-800 Euro</strong>. Dies sind aber nur meine Gedanken, das will ich <strong>nicht als Anlageempfehlung verstanden wissen</strong>. Sollten beide Kaufzonen 2021 nicht mehr erreicht werden, habe ich halt Pech gehabt. Bei den derzeitigen Kursen werde ich aber zunächst nicht mehr in größerem Stil einsteigen. Zu groß ist für mich das Risiko einer Blase.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Ausbau nichtzyklischer Aktien</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Ausbau meiner eher defensiveren Einzelaktien</strong>: Damit meine ich <strong>Value-Aktien</strong>, z.B. im <strong>nichtzyklischen Konsumbereich</strong>. Wenn man den Prognosen Glauben schenken darf, werden diese Aktien durch eine eventuell anstehende Korrektur weniger stark in Mitleidenschaft gezogen. Zudem sollten sie von einer eventuellen <em><strong>Sektorrotation</strong></em> –so es sie überhaupt geben wird &#8211; profitieren. Beispiele aus meinem Depot sind hier Unternehmen wie <strong>Procter &amp; Gamble</strong>, <strong>PepsiCo</strong> und <strong>Unilever</strong>. Also eher die zuverlässigen Langweiler mit nahezu <strong>unverwüstlichem Geschäftsmodell</strong> bzw. &#8222;<strong>Burggraben</strong>&#8222;.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ich bleibe bei meinem <strong>NASDAQ 100-ETF</strong> an Bord und werde hier <strong>keine Teilverkäufe der erheblichen Gewinne vornehmen</strong>. Ähnlich wie bei meinen großen ETFs (<strong>All-World / EM</strong>) plane ich hier, die nächsten 10 Jahre investiert zu bleiben. <strong>Ich glaube nicht an einen brutalen Einbruch der Tech-Werte</strong>, eher an eine <em>Stagnation</em> durch <strong>Regulierung</strong>, die <strong>China-Problematik mit der NASDAQ</strong> und (Teil-)<strong>Zerschlagungen</strong>. Und selbst wenn der NASDAQ 100 um z.B. <strong>20 Prozent korrigieren</strong> würde, wäre dies eher ein guter Zeitpunkt zum <strong>Nachkaufen bzw. zeitweise die Sparpläne zu erhöhen</strong>. Diese Korrektur werde ich voller Vorsatz mitmachen. Da ich mir stets die Tipps aus <a href="https://amzn.to/3is9EsZ" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">diesem Buch</a>* zu Herzen genommen habe, investiere ich nämlich im <strong>Tech-Bereich <em>langfristig</em> nie über Einzelwerte</strong>. Kurz- und mittelfristige Spekulationen gehe ich hingegen schon mal ein.</li>
</ul>



<a href="https://c.trackmytarget.com/uf66a0"><img decoding="async" src="https://i.trackmytarget.com/uf66a0"></a>



<ul class="wp-block-list">
<li>Weiterer Ausbau meiner <a href="https://www.finanzguerilla.de/steuerfreies-gold-mit-euwax-gold-2/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gold</a>&#8211; und <a href="https://www.finanzguerilla.de/ist-silber-ein-gutes-investment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Silber-ETCs</a>. Hier natürlich der Hintergedanke „<strong><em>Inflation</em></strong>“ und eventuelle <strong>Flucht in Sachwerte</strong>. Diese Positionen sind aber ebenfalls langfristig ausgerichtet, sodass ich diese stur weiterlaufen lasse ohne aktuelle Änderung.</li>



<li>Weiteres Abschmelzen und Herunterfahren meiner <a href="https://www.finanzguerilla.de/funktioniert-mintos-langfristig-pleite-gefahr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Investments in Mintos</a>.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Depot-Performance im grünen Bereich</h2>



<p>Hinsichtlich der <strong>Performance meiner Core-Satellite-Strategie</strong> bin ich mehr als zufrieden. Die genaue Performance bekomme ich in nächster Zeit von meiner Depotbank als detailliertere Auswertung: So viel aber schonmal für die Neugierigen unter euch: Alleine die <strong>realisierten Verkäufe und laufenden Erträge im Depot (ohne physische Kryptos!) zusammen beliefen sich schon auf einen Gewinn von knapp 13 Prozent</strong>, gemessen am <strong>investierten Gesamtbetrag</strong> zu Jahresbeginn.</p>



<p><strong>Nicht mitgerechnet</strong> sind hier die Wertsteigerungen von <strong>Gold/Silber</strong>, der <strong>Einzelaktien</strong> und der <strong>ETFs</strong> die im Plus notieren, genau wie die <strong>physischen Kryptos</strong>. Hier warte ich auf die Auswertung und schenke mir die umständlichen Erfassungen mittels <strong>Portfolio-Performance</strong> oder anderen Programmen.</p>



<p>Grundsätzlich bin ich also ziemlich zufrieden und kann mit Stolz sagen, <a href="https://www.finanzguerilla.de/gefaehrdet-corona-die-demokratie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">trotz Corona</a> den <strong>MSCI World im Börsenjahr 2020 geschlagen zu haben</strong>. Würde mir dies nämlich nicht langfristig gelingen, könnte und müsste ich dann konsequenterweise nämlich auf einen <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">einzigen Welt-ETF</a> umstellen und ausschließlich diesen füttern und mir das <a href="https://www.finanzguerilla.de/in-einzelaktien-statt-etf-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Stock-Picking von Einzelaktien</a> schenken.</p>



<p><strong>Wie sieht deine Rendite im Jahr 2020 aus? Was sagt dir der Blick in die Glaskugel für das Börsenjahr 2021?</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/meine-prognosen-fuer-das-boersenjahr-2021-stelle-ich-mein-depot-um/">Meine Prognosen für das Börsenjahr 2021 &#8211;  Stelle ich mein Depot um?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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