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	<title>Vor- und Nachteile von ausschüttenden ETF Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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	<description>Finanzen, Wirtschaft und Lifestyle - Finanzblog</description>
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	<title>Vor- und Nachteile von ausschüttenden ETF Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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		<title>Thesaurierenden oder ausschüttenden ETF wählen &#8211; was ist besser?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Nov 2021 20:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerliche Situation bei thesaurierenden ausländischen ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerstundungseffekt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einen thesaurierenden oder ausschüttenden ETF &#8211; was solltest du für deine Vermögensbildung wählen? Das ist in diesem Artikel die Frage. Kaum eine andere Frage wird im Bereich von ETFs, aber auch bei aktiv gemanagten Fonds, so kontrovers diskutiert. Das eine Lager schwört auf thesaurierende ETFs, da sich diese angeblich eher zum effektiven Vermögensaufbau eignen und...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/">Thesaurierenden oder ausschüttenden ETF wählen &#8211; was ist besser?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Einen thesaurierenden oder ausschüttenden ETF &#8211; was solltest du für deine Vermögensbildung wählen? Das ist in diesem Artikel die Frage. Kaum eine andere Frage wird im Bereich von <a href="https://www.finanzguerilla.de/altersvorsorge/etf/">ETF</a>s, aber auch bei <strong>aktiv gemanagten Fonds</strong>, so kontrovers diskutiert. Das eine Lager schwört auf <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">thesaurierende ETF</a>s, da sich diese angeblich eher zum effektiven Vermögensaufbau eignen und den Zinseszinseffekt effektiv ausnutzen. Das andere Lager schwört auf die <strong>Ausschütter</strong>, da diese ein <a href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-passives-einkommen-wichtig-ist/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passives Einkommen</a> ermöglichen. Und das ab dem ersten Euro.</p>



<p>Doch was stimmt nun? Ist die eine Ertragsverwendung tatsächlich der anderen grundsätzlich überlegen? Dieser Frage soll der heutige Beitrag gewidmet sein. Zunächst einmal klären wir die beiden Begriffe, die gar nicht so kompliziert zu verstehen sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sind thesaurierende ETFs?</h2>



<p>Egal ob nun thesaurierend oder ausschüttend, gemeint ist immer die jeweilige <strong><span style="text-decoration: underline;">Ertragsverwendung</span></strong> des ETF oder Fonds. Bei thesaurierenden ETF werden die über das Jahr gemachten Gewinne (z.B. aus <a href="https://www.finanzguerilla.de/wie-sollte-man-die-dividende-reinvestieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden</a>) am Jahresende <strong>automatisch neu angelegt</strong>. Das heißt, die Fondsgesellschaft kauft mit den Gewinnen innerhalb des Fonds automatisch neue Fondsbestandteile (z.B. <a href="https://www.finanzguerilla.de/aktien-und-moral/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aktien</a>, Anleihen, Rohstoffe), wodurch sich der &#8222;Kurs&#8220; des ETF erhöht und die Anteile der Anleger an Wert gewinnen, der so genannte <strong>NAV</strong> (Nettoinventarwert) des ETF. </p>



<p>Eine direkte Weitergabe der Gewinne an die Anleger erfolgt bei Thesaurierern somit zunächst einmal nicht. Somit kann der &#8222;Ertrag&#8220; auch nicht außerhalb des ETF verwendet werden und z.B. <a href="https://www.finanzguerilla.de/wie-sollte-man-die-dividende-reinvestieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in andere Aktien/ETFs reinvestiert</a> werden. Das wäre zum Beispiel bei <strong>Ausschüttern</strong> der Fall, aber dazu gleich mehr.</p>



<p>Meist passiert die Wiederanlage innerhalb des ETF am letzten Handelstag des Jahres, also am 31.12.. Der Anleger hat mit der Thesaurierung in erster Linie keine Arbeit, alles wird durch den Fonds erledigt. Lediglich die <strong>Besteuerung</strong> ist dann wieder für den Anleger interessant, hier gibt es nämlich Unterschiede. </p>



<p>So sind thesaurierende ETF zunächst steuerlich recht simpel. Seit dem 2018 eingeführten Investmentsteuerreformgesetz gibt es im Prinzip ohnehin <strong>keinen Unterschied mehr in der Besteuerung zwischen ausschüttenden und thesaurierenden ETFs</strong> mehr. Naja, sagen wir fast keine Unterschiede mehr. Aus steuerlichen Gesichtspunkten macht der Thesaurierer etwas mehr Sinn. Aber auch nur in Zeiten von Niedrigzinsen.</p>



<p>Auch das leidige Thema ETF mit steuerlichem Sitz im Ausland (früher gab es so genannte steuerhässliche ETF) sind heute passé.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Exkurs: Steuerfreie SWAP-ETFs</h3>



<p>Ganz früher gab es nur eine Variante, die steuerlich nahezu perfekt war: SWAP-basierte ETF mit einem Sitz in einem steuerlich attraktiven Land. Man musste bei dieser Art ETF damals keine Anlage KAP ausfüllen, auch gingen die <strong>thesaurierten Erträge</strong> nicht vom <strong>Sparerfreibetrag</strong> ab. Weil es im Prinzip keine <em>wirklichen</em> Erträge gab und sich die Performance auf Tauschgeschäfte (&#8222;Swaps&#8220;) mit Partnern zurückführen ließ. Diese garantierten dem ETF-Management quasi die Performance des zugrundeliegenden Index.</p>



<p>Diese komfortable Situation hat sich aber leider durch ein <a href="https://www.finanzguerilla.de/das-neue-investmentsteuerreformgesetz-ab-2018/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">neues Gesetz seit 2018</a> geändert. Was genau SWAP bedeutet und welche Arten von <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF</a> es gibt, kannst du bei Interesse <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-etf/">hier nochmal nachlesen</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Für wen eignen sich thesaurierende ETF?</h2>



<p>Die <strong>automatische Wiederanlage</strong> klingt soweit schonmal nicht schlecht. Thesaurierer haben also durchaus ihre Vorteile. Insgesamt eignen sich thesaurierende ETF tatsächlich für Anleger, die simpel, unkompliziert und <a href="https://www.finanzguerilla.de/kann-man-mit-einem-passiven-investment-den-index-schlagen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passiv</a> ein <strong>Vermögen aufbauen</strong> möchten. Man kauft die Anteile einmalig oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-in-der-krise-haelt-das-bollwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">regelmäßig als Sparplan</a> und muss sich zunächst um nichts weiteres kümmern. </p>



<p>Erst beim Verkauf muss man sich wieder näher mit seinen Fonds beschäftigen, abhängig vom zu diesem Zeitpunkt geltenden Steuerrecht. Kleine Einschränkung: Die ebenfalls 2018 eingeführte &#8222;<strong>Vorabpauschale</strong>&#8220; führt auch bei <strong>thesaurierenden ETF</strong> für eine laufende Steuerschuld. Wie hoch diese Steuerschuld ist, wird jährlich durch das Bundesfinanzministerium festgelegt und richtet sich unter anderem nach dem aktuellen Zinsniveau.</p>



<p>Hier gibts eine <a href="https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/investmentsteuerreformgesetz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gute Zusammenfassung der Änderungen durch die Besteuerung thesaurierender ETFs</a>.</p>



<p>Hier musst du allerdings schon einen deutlich sechsstelligen Betrag im ETF investiert haben, um eine Steuer auszulösen. Zumal ohnehin erst der <strong>Sparerpauschbetrag</strong> von <strong>801 Euro </strong>(einzeln veranlagt) / <strong>1602 Euro</strong> (gemeinsam veranlagt) berücksichtigt wird. </p>



<p>Ab<strong> 2023 </strong>soll dieser sogar auf <strong>1000 / 2000 Euro</strong> steigen. Erst wenn diese Beträge ausgeschöpft sind, wirst du mit deinen ETF steuerpflichtig.</p>



<p>Durch die automatische Wiederanlage (<strong>Thesaurierung</strong>) der Fondsanteile durch die Fondsgesellschaft, partizipiert der Anleger bei thesaurierenden ETF automatisch vom <strong>Zinseszins-Effekt</strong>. Dass der <strong>Zinseszins</strong> langfristig für die Bildung von Vermögen absolut entscheidend ist, dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben. <strong>Ohne Zinseszins-Effekt ist in der Regel kein großer Vermögensaufbau zu erzielen</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie erkenne ich, ob mein ETF thesaurierend ist?</h2>



<p>Schön und gut, du möchtest also einen <strong>thesaurierenden ETF</strong> kaufen. Aber woher weißt du nun, wie die Erträge verwendet werden? Wie so oft hilft dir hier ein Blick in den <strong>Fondsprospekt</strong>. Alternativ kannst du auf fast allen einschlägigen Finanzseiten im Internet deinen Fonds anhand seiner WKN eingeben und dir die Infos dort rausziehen.</p>



<p>Hier an dem Bild siehst du, wie sowas dann in der Praxis aussehen kann (Quelle: Fondssuche bei <a href="https://www.justetf.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">justetf.com</a>):</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1013" height="291" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2016/09/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-ETF-Thesaurierer.jpg" alt="thesaurierenden oder ausschüttenden ETF - was wählen?" class="wp-image-511" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2016/09/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-ETF-Thesaurierer.jpg 1013w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2016/09/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-ETF-Thesaurierer-300x86.jpg 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2016/09/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-ETF-Thesaurierer-768x221.jpg 768w" sizes="(max-width: 1013px) 100vw, 1013px" /></figure>
</div>


<p>Du siehst also, dass du nicht darum herum kommst, dich im Vorfeld etwas mit deinem favorisierten ETF zu beschäftigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sind ausschüttende ETFs?</h2>



<p>Kommen wir nun zu den <strong>ausschüttenden ETF</strong>. Hier sieht die Sache ein bisschen anders aus. Bei ausschüttenden ETFs werden die <strong>Erträge und Gewinne</strong> des ETF oder Fonds nämlich entweder am <strong>Jahresende</strong> oder auch über das Jahr verteilt, <strong>direkt an die Anleger ausgezahlt</strong> (ausgeschüttet). </p>



<p>Bei einmal im Jahr ausschüttenden ETF erfolgt die Auszahlung meistens auch zum <strong>31.12.</strong> (analog Thesaurierer), bei <strong>quartalsweiser Ausschüttung</strong> entsprechend vier Mal über das Jahr verteilt, jeweils zum Ende eines Quartals oder auch mal zeitversetzt. Meist erfolgt der tatsächliche Geldeingang einige Tage später zu Beginn des neuen Monats. Hier gibt es meistens einen <strong>EX-Tag</strong>, an welchem der <strong>ETF im Depot sein muss</strong>, und einen <strong>Zahlungstag</strong>, an dem das <strong>Geld auf das Verrechnungskonto wandert</strong>.</p>



<p>Du siehst also, im Gegensatz zu thesaurierenden ETF bekommst du bei ausschüttenden ETFs deine Gewinne &#8222;in Bar&#8220; ausbezahlt. Die Gewinne können selbst frei verwendet werden, ohne dass sie an den Fonds gebunden bleiben. Du kannst also diese Art von ETF tatsächlich für ein <strong>regelmäßiges Einkommen</strong> nutzen und entsprechend ausbauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Für wen eignen sich ausschüttende ETF?</h2>



<p>Alleine daran siehst du schon, dass sich <strong>ausschüttende ETF</strong>, vor allem die quartalsweise ausschüttenden, für Leute eignen können, die sich ein <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen-mit-dividenden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>passives Einkommen</strong></a> aufbauen möchten. Je nach Höhe deines investierten Kapitals, kann es dann auch sein, dass du von deinen <strong>Ausschüttungen leben kannst</strong>, oder dir diese zumindest ein <strong>lukratives passives Nebeneinkommen</strong> bescheren. </p>



<p>Die Ausschüttungen sind quasi dein &#8222;Gehalt&#8220;, welches du dir selbst zahlst. Als Faustregel brauchst du <strong>20 x dein Jahresgehalt,</strong> um von Ausschüttungen auf diese Summe ungefähr leben zu können. Natürlich je nach Lebensstil und sonstigen laufenden Kosten.</p>



<pre class="wp-block-verse">Übrigens: Mit nur <strong>zwei ETFs</strong> kannst du schon an <strong>8 von 12 Monaten</strong> im Jahr ein passives Einkommen mit Ausschüttungen erhalten. <a href="https://www.finanzguerilla.de/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier findest du einen Artikel über die beiden ETFs</a>.</pre>



<p>Der Nachteil der direkten Auszahlung ist aber, dass du bei <strong>ausschüttenden Fonds</strong> nicht in so starker Form vom <strong>Zinseszins-Effekt</strong> profitierst im Gegensatz zu thesaurierenden Fonds. Du müsstest also das Geld erst <strong>selbst wieder anlegen</strong>, um die Erträge per <strong>Zinseszins</strong> zu vermehren. Dies kann etwas aufwändig sein und vor allem auch durch die Transaktionskosten deine Gesamtperformance im Gegensatz zu Thesaurierern mindern.</p>



<p>Andererseits kannst du beim Reinvestieren ggf. &#8222;günstige&#8220; Gelegenheiten oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/kommt-jetzt-der-grosse-crash-steigende-zinsen-finanzcrash/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Crashs ausnutzen</a> oder die Ausschüttung in andere lukrativere Wertpapiere stecken. Wenn du dich hier geschickt anstellst, übertriffst du eventuell sogar den Thesaurierer in der Gesamtperformance. So oder so bedeutet ein ausschüttender ETF aber <strong>mehr aktive Arbeit</strong>. Zudem solltest du tunlichst vermeiden, die <strong>Erträge zu verkonsumieren</strong>, da du sonst den <strong>Zinseszinseffekt</strong> zerstörst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beispielrechnung: Unterschied Ausschütter vs. Thesaurierer</h2>



<p>Sagen wir du hast einen ausschüttenden Fonds und erhältst zum 31.12. eine <strong>Ausschüttung von 4000 Euro</strong>. Diese 4000 Euro kannst du zwar frei verwenden, legst du sie aber in dem Fonds selbst wieder an, zahlst du möglicherweise <strong>Transaktionsgebühren</strong>, Börsenspreads und ggf. <strong>Maklerprovisionen</strong>. Soll das Geld immer in den ETF zurückfließen, wäre hier ein <strong>Thesaurierer</strong> wohl geschickter.</p>



<p>Beim Thesaurierer würde die <strong>Reinvestition</strong> nahezu kostenneutral (bzw. wesentlich günstiger aufgrund besserer Konditionen für Institutionelle) und zudem <strong>automatisiert</strong> durch die Fondsgesellschaft erfolgen. Zudem zahlst du <strong>Abgeltungssteuer</strong> für jeden Euro, der über deinem Sparerfreibetrag von <strong>801 Euro</strong> (ledig) liegt. Das heißt in dem Fall müsstest du <strong>3199 Euro</strong> der Ausschüttung versteuern. Bei einem Abgeltungssteuersatz von knapp <strong>26 Prozent</strong>, müsstest du somit knapp <strong>831 Euro Steuern</strong> zahlen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ausschütter: Der Staat hält die Hand auf</h3>



<p>Tatsächlich fließen also &#8222;nur&#8220; <strong>2368 Euro</strong> zurück auf dein Verrechnungskonto.</p>



<p>Jetzt kann es aber sein, dass es ein neues Produkt mit höherer Rendite auf dem Markt gibt, oder du deine <strong>Assetklassen umschichten</strong> möchtest. Dann könntest du die <strong>4000 Euro</strong> (bzw. <strong>2368 Euro</strong> nach Steuern) verwenden, um Rohstoffe, <a href="https://www.finanzguerilla.de/steuerfreies-gold-mit-euwax-gold-2/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gold</a>, <a href="https://www.finanzguerilla.de/platzt-der-traum-vom-eigenheim/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Immobilien</a> oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/bitcoin-zertifikate-als-investment-sinnvoll-oder-nicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">andere Anlageklassen</a> zu kaufen und quasi <em>neu</em> zu investieren. </p>



<p>Du bist bei <strong>Ausschüttern</strong> dadurch taktisch etwas flexibler, musst dich aber auch selbst um dein Geld aktiv kümmern.</p>



<p>Gibst du die <strong>4000 Euro hingegen ohne Wiederanlage für Konsum</strong> aus, dann hast du mit dem <strong>ausschüttenden ETF</strong> auf Dauer gesehen weniger Gewinn als mit einem <strong>thesaurierenden</strong>. Aber es kann ja auch sein, dass du die Absicht verfolgst, von deinen Ausschüttungen jedes Jahr in Urlaub zu gehen. </p>



<p>Dann eignen sich ausschüttende ETF sehr gut. Ergo: Wenn du ein Vermögen aufbauen möchtest, erfordern Ausschütter <strong>mehr aktive Interventionen und &#8222;Pflege&#8220; durch den Anleger als thesaurierende ETF</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Woran erkenne ich ausschüttende ETF?</h2>



<p>Auch hier ist die Antwort wie oben. Ein Blick in den Fondsprospekt oder ins Internet hilft dabei. Wie oben hier ein Beispiel wie das dann aussehen kann (Quelle: Fondssuche bei <a href="https://www.justetf.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">justetf.com</a>):</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft"><img decoding="async" width="1003" height="282" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2016/09/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-ETF-Ausschuetter.jpg" alt="thesaurierenden oder ausschüttenden ETF - was wählen?" class="wp-image-512" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2016/09/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-ETF-Ausschuetter.jpg 1003w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2016/09/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-ETF-Ausschuetter-300x84.jpg 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2016/09/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-ETF-Ausschuetter-768x216.jpg 768w" sizes="(max-width: 1003px) 100vw, 1003px" /></figure>
</div>


<p>Auf den meisten Webseiten im Internet bekommst du somit deine gewünschten Informationen, um den Fonds deiner Wahl zu analysieren und ggf. zu kaufen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Thesaurierenden oder ausschüttenden ETF &#8211; Was solltest du wählen?</h2>



<p>Tja wie oben schon erwähnt, so ist die Antwort auf die Frage sehr schwer, bzw. unmöglich. Für <em>dich</em> kannst du die Frage am besten mit einer weiteren Frage beantworten, nämlich: <strong>Was ist mein Anlageziel</strong>? Ist dein Anlageziel ein <strong>regelmäßiges passives Einkommen</strong> und <strong>aktives Management deiner Erträge zur Wiederanlage</strong>, kann ein Ausschütter für dich Sinn machen.</p>



<p>Möchtest du ein <strong>großes Vermögen unkompliziert aufbauen</strong>, mit der Gefahr, dass du dein Geld <strong>nur einem Topf anvertraust</strong>, ist ein <strong>Thesaurierer</strong> die bessere Wahl. Zusammenfassend gebe ich nachfolgend noch eine kleine Übersicht über Vor- und Nachteile beider Ertragsverwendungsarten:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Pro thesaurierende ETF:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Geringfügiger <strong>Steuerstundungseffekt</strong>, da steuerlich nur die<strong> Vorabpauschale</strong> seit der Gesetzesänderung 2018 anfällt. Dadurch ergibt sich mathematisch eine leicht höhere Rendite als bei Ausschüttern. Sollten die allgemeinen Marktzinsen aber stark steigen, verliert dieser Vorteil nach und nach an Relevanz</li>



<li>Optimale Ausnutzung des <strong>Zinseszinseffekts</strong> &#8211; ohne zeitlichen Mehraufwand</li>



<li>Wiederanlage erfolgt <strong>automatisiert</strong> durch den Fonds selbst &#8211;> passiv, simpel und ohne großen Aufwand</li>



<li>Steuerfreibetrag von <strong>801 Euro</strong> wird &#8222;nur&#8220; um die jährliche Vorabpauschale reduziert, dadurch dauert es länger, bis du in den steuerpflichtigen Bereich kommst (da Steuerstundungeffekt) bzw. du die 801 Euro &#8222;voll&#8220; kriegst.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Contra thesaurierende ETF:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Es entsteht kein <strong>Cashflow</strong>, der durch den Anleger flexibel anderweitig eingesetzt werden kann. Das Kapital ist und bleibt in dem ETF gebunden. Will man später aus dem ETF ein <strong>passives Einkommen</strong> beziehen, muss in einen Ausschütter oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-aristokraten-als-rettungsanker/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividenden-Aktien</a> umgeschichtet werden oder regelmäßig Anteile des Thesaurierers verkauft werden.</li>



<li>Daher sind thesaurierende ETF <strong>weniger flexibel</strong>, um beispielsweise auf sich <strong>ändernde Rahmenbedingungen</strong> reagieren zu können oder mit den Gewinnen in andere Wertpapiere zu investieren</li>



<li>Sollte die <strong>Vorabpauschale den Sparerfreibetrag übersteigen</strong>, muss der Anleger Geld &#8222;nachschießen&#8220;, um die Steuer zu begleichen. Hierzu sollte dann stets etwas Geld auf dem Verrechnungskonto verbleiben</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Pro ausschüttende ETF:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der Anleger erhält einen <strong>regelmäßigen Geldfluss</strong>. Ausschüttende ETF erfüllen somit am ehesten die Anforderungen für ein <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">passives Einkommen</a>.</li>



<li>Geld kann <strong>flexibel anderweitig eingesetzt werden</strong>, z.B. um andere Anlageklassen zu besparen (<a href="https://www.finanzguerilla.de/immobilien/">Immobilien</a>, <a href="https://www.finanzguerilla.de/p2p-kredite/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Peer-to-Peer-Kredite</a> oder zukünftig noch kommende Anlageklassen)</li>



<li>Ausschüttungen erfolgen teilweise <strong>mehrmals im Jahr</strong>, nicht erst am Jahresende</li>



<li><strong>Taktisches Reinvestieren</strong> möglich, dadurch höhere Performance als Thesaurierer grundsätzlich möglich (Ausschüttung erst bei einem Kurseinbruch händisch reinvestieren)</li>



<li>Keine <strong>Vorabpauschale</strong>, da die Erträge bereits versteuert wurden. Daher muss kein Geld auf dem Verrechnungskonto für die Steuer vorgehalten werden</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Contra ausschüttende ETF:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Es gibt keinen <strong>Steuerstundungseffekt</strong> wie bei Thesaurierern. Die Ausschüttung wurde bereits versteuert. </li>



<li>Der <strong>Ausschüttungsbetrag</strong> geht immer vom Sparerfreibetrag (<strong>801 Euro</strong>) ab, die Ausschüttungen werden also voll versteuert, sobald sie höher als <strong>801 Euro</strong> sind. Jedoch gibt es bei ETFs grundsätzlich eine <strong>prozentuale Steuerfreistellung</strong>, je nach ETF-Gattung (Aktien, Misch-ETF, Anleihen-ETF).</li>



<li>Soll der <strong>Ausschüttungsbetrag vom Zinseszinseffekt</strong> profitieren, so muss der Anleger den Betrag <strong>manuell reinvestieren</strong></li>



<li>Dadurch können Transaktionskosten, Spreads und Gebühren entstehen, die die Gesamtperformance auf <strong>langfristiger Zeitebene</strong> im Vergleich zu Thesaurierern mindern</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit:</h2>



<p>Ob du nun einen <strong>thesaurierenden oder ausschüttenden ETF</strong> wählst, bleibt im Grunde dir selbst überlassen und richtet sich nach einen persönlichen Investitionszielen. Ich selbst investiere grundsätzlich in beide Arten von ETF, da ich mit dieser Entweder-oder-Mentalität nicht viel anfangen kann.</p>



<p>Ich persönlich gehe aber so vor, dass ich meine <strong>Ausschüttungen</strong> immer sofort manuell wieder investiere,&nbsp; da wie gesagt der <strong>Zinseszinseffekt</strong> ein überaus mächtiges Werkzeug zur Vermögensbildung ist. Hierbei gehe ich je nach aktueller wirtschaftlicher Lage so vor, dass ich die Ausschüttungen zum Teil <span style="text-decoration: underline;"><strong>per Einmalzahlung</strong></span> im Rahmen meiner ETF-Sparpläne investiere. </p>



<p>Bei manchen meiner ETF sind Einmalzahlungen nämlich <span style="text-decoration: underline;">ohne zusätzliche Transaktionskosten</span> möglich. Dadurch greift bei meinen ETF der letzte oben genannte Nachteil bei Ausschüttern nicht.</p>



<p>Habe ich aber Lust, beispielsweise mein <strong>P2P-Engagement</strong> entsprechend zu erhöhen, kann ich dies auch dank den <strong>Ausschüttungen</strong> machen. </p>



<p><strong>Thesaurierenden oder ausschüttenden ETF &#8211; Was wählt ihr denn und warum?</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Achtung! Neues Investmentsteuerreformgesetz:</strong></h2>



<p>Wie du vielleicht mitbekommen hast, wird sich mit dem neuen <strong>Investmentsteuergesetz</strong> ab dem <strong>01.01.2018</strong> in Sachen Fondsbesteuerung einiges ändern. Teilweise positiv für den Anleger, teilweise aber auch sehr negativ. Insbesondere <strong>die bisherigen Vorteile in der Besteuerung von SWAP-basierten ETFs</strong> werden künftig wohl wegfallen. </p>



<p>Zukünftig werden also alle ETF gleich behandelt. Auch die Unterscheidung von &#8222;steuerschönen&#8220; und &#8222;steuerhässlichen&#8220; ETFs fällt dann weg (einer der wenigen Vorteile der Reform).</p>



<p>Da die neue Besteuerung sehr komplex ausfallen wird, verzichte ich hier darauf, die ganzen Änderungen selber zum x-tausendsten Male im Internet zusammenzusuchen. Die in meinen Augen bisher beste Zusammenfassung mit den Änderungen samt Praxisbeispielen gibts in <a href="http://www.finanztip.de/indexfonds-etf/investmentsteuerreformgesetz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einem Artikel Finanztip.de speziell über das neue Investmentsteuergesetz</a>. Hier solltest du Antworten auf eventuelle Fragen deinerseits bekommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Auswirkungen hat das neue Gesetz auf mich?</h2>



<p>Da man grundsätzlich seine Anlageentscheidungen nicht nach der Steuergesetzgebung ausrichten sollte, hat das neue Gesetz nur wenige Auswirkungen auf meine Anlagestrategie. Was ich jedoch gemacht habe, ist dass ich einige meiner ETFs auf <strong>thesaurierend</strong> umgestellt habe. Einfach weil ich meinen Steuerfreibetrag schon lange jährlich ausschöpfe. Zu den Beweggründen und welche ETF ich nun halte, kannst du bei Interesse <a href="https://www.finanzguerilla.de/das-neue-investmentsteuerreformgesetz-ab-2018/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> nachlesen.</p>



<pre class="wp-block-verse"><em>Dieser Artikel erschien erstmals am 24.09.2016.</em></pre>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/">Thesaurierenden oder ausschüttenden ETF wählen &#8211; was ist besser?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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