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	<title>Geld macht frei Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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	<description>Finanzen, Wirtschaft und Lifestyle - Finanzblog</description>
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	<title>Geld macht frei Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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		<title>Verdirbt Geld den Charakter?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Mar 2019 18:54:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Geld als konservierte Lebenszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Geld als Tauschmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Geld macht frei]]></category>
		<category><![CDATA[Geld macht nicht glücklich]]></category>
		<category><![CDATA[Verdirbt Geld den Charakter]]></category>
		<category><![CDATA[westliche Gesellschaft satt und träge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist schon beinahe eine als allgemein gültige Wahrheit anerkannte Aussage, die nicht wenige Menschen blindlings unterschreiben würden:  „Geld verdirbt den Charakter“ Oma, Eltern, Lehrer und Co. Schon unsere Oma erzählte uns Socken strickender Weise von den vermeintlich schädlichen Eigenschaften von Geld bei „den Besseren“ der oberen gesellschaftlichen Etagen. Wer würde es schon wagen, seiner...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/verdirbt-geld-den-charakter/">Verdirbt Geld den Charakter?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Es ist schon beinahe eine als allgemein gültige Wahrheit anerkannte Aussage, die nicht wenige Menschen blindlings unterschreiben würden:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p> „Geld verdirbt den Charakter“</p>
<cite>Oma, Eltern, Lehrer und Co.</cite></blockquote>



<p>Schon unsere Oma erzählte uns Socken strickender Weise von
den vermeintlich schädlichen Eigenschaften von Geld bei „den Besseren“ der
oberen gesellschaftlichen Etagen.</p>



<p class="has-drop-cap">Wer würde es schon wagen, seiner Oma zu widersprechen, schon
gar nicht wenn Mutter und Vater ins gleiche Horn stoßen und ebenfalls kein
gutes Haar an wohlhabenderen Menschen und der „Leistungsgesellschaft“ lassen.</p>



<p>Da steht man nun selber da als <strong>Orientierung im Leben</strong> suchender junger Mann bzw. junge Frau und weiß nicht so recht, wie das eigene Verhältnis zum großen <em>G</em> nun eigentlich ausfallen soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vorurteile über Reiche in den Medien</h2>



<p>In den Medien liest man oft von dekadenten Jungprinzen, saufenden und koksenden Schauspielern oder gescheiterten Stars der Musikindustrie. Zudem sind in nahezu fast allen filmischen Erzählungen die Bösewichte reich oder wohlhabend (siehe mein Artikel „<a href="https://www.finanzguerilla.de/reiche-sind-an-allem-schuld/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Reiche sind an allem Schuld</a>“).</p>



<p>Tja, irgendwas muss also doch dran sein an dem Vorurteil. <strong>Geld</strong> kann demnach einfach nicht <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/rastlosigkeit-und-stress-was-hilft/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gut für die eigene Psyche</a></strong> und den eigenen Charakter sein. Also nichts wie die Scheuklappen aufgesetzt, Sozialwissenschaften studiert und ständig nach Bestätigung der eigenen Ideologie Ausschau gehalten.</p>



<p>Die Welt muss immerhin gerettet und von den zersetzenden Auswüchsen des überbordenden <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Kapitalismus (öffnet in neuem Tab)" href="https://amzn.to/2U12qlS" target="_blank">Kapitalismus</a>* befreit werden. Wenn alle arm sind, wäre die Welt ein besserer Ort, da es <strong>keine sozialen Unterschiede</strong> mehr gäbe.</p>



<p>Nein, bitte nicht. Wurde alles schon versucht! Mit
verheerenden Folgen, die man eindrucksvoll in der gesamten
Menschheitsgeschichte nachforschen kann.</p>



<p>Bitte nicht missverstehen: Ich habe nichts gegen
Sozialwissenschaften, im Gegenteil. Aber ein Studienfach nur deswegen zu
belegen, weil man darin seine eigene Weltsicht immer wieder aufs Neue bestätigt
bekommt, halte ich für sehr ungesund. Stichwort selektive Wahrnehmung bzw.
Wahrnehmungsfilter. </p>



<p>Dennoch muss ich zugeben, dass Geld durchaus auch <strong>Auswirkungen auf das <a href="https://www.finanzguerilla.de/burnout-bei-jungen-menschen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">psychische Wohlbefinden</a></strong> von Menschen haben kann. Als Jemand, der nicht aus reichem Hause stammt, konnte ich die negative Wirkung von Geld <strong>im eigenen Umfeld</strong> beobachten. Sei es bei der eigenen Familie oder bei Bekannten. Allerdings muss ich hier differenzieren: Hier hatte durch die Bank weg der <em>Mangel an Geld</em> eine <strong>negative Auswirkung</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Negative Eigenschaften von Geld bei Geldmangel</h2>



<p>Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mit der
idealisierten und romantischen Vorstellung des Helden aus bescheidenem Hause
nicht weit her ist. Geldmangel nervt, isoliert sozial und ist sicherlich auch
nicht zuträglich für die eigene (psychische) Gesundheit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Knauserei / Geiz</h3>



<p>Eine eigenartige Eigenschaft von Geldmangel ist, dass Geld dadurch eine übermäßig große Bedeutung im Leben erhält, auch wenn man eigentlich das Gegenteil beabsichtigte und Geld in seiner Bedeutung am liebsten herunterstufen würde. Jedoch ist leider das Gegenteil der Fall und man läuft Gefahr ein <strong>Sklave des Geldes</strong> zu werden: </p>



<p>Man hat wenig Geld, lästert dabei über die <a href="https://www.finanzguerilla.de/5-merkmale-reicher-menschen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Reichen</a>, die angeblich vom Geld beherrscht werden. Auf der anderen Seite werden Sonderangebote gesucht, die noch günstigere Tankstelle angefahren und jeder Cent dreimal umgedreht. Sprich: Geld beherrscht auch hier auf ungesunde Art und Weise das tagtägliche Leben.</p>



<p>Wenn man auf soziale Veranstaltungen geht – sei es auch nur das örtliche Weinfest – muss immer jede Ausgabe abgewogen werden. <strong>Impulskäufe aus Lebenslust</strong> – Fehlanzeige. Manchmal bringen Menschen sogar die eigene Flasche Wein von Zuhause mit auf das Fest. Kein Witz, habe ich selbst schon beobachtet. </p>



<p>Nun mag es Leute geben, die so etwas für vorbildhaft halten. Vor allem im Schwabenland wird diese Haltung vielleicht weniger kritisch gesehen – ich jedoch finde es in gewisser Weise entwürdigend.</p>



<p>Diese Knauserei und Pfennigfuchserei hat zumindest für mich nichts mit einem <a href="https://www.finanzguerilla.de/elementare-bausteine-des-erfolgs/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gelungenen Leben</a> gemein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Egozentrik</h3>



<p>Ebenfalls konnte ich feststellen, dass sich bei manchen Menschen unter Geldmangel <strong>egozentrische Züge</strong> entwickeln können. Wird in den Medien gerne das Bild des <strong>altruistischen Helden</strong> aus armem Hause postuliert, habe ich in der <strong>Realität genau die gegenteiligen Erfahrungen gemacht</strong>: Die von mir beschriebenen Menschen igeln sich zuhause ein, haben <strong>weniger soziale Kontakte</strong> und konsumieren häufig &#8222;Assi-TV&#8220;. </p>



<p>In Gesprächen stellte sich in meinen Beobachtungen dann manchmal heraus, dass das ICH, ein gern genutztes Substantiv ist. Zwar kann ich mir diesen Umstand psychologisch noch erklären (Geldmangel führt zu Isolation, Isolation führt zu Eigenbrödlertum), dennoch finde ich es sehr schade und würde mir dann doch eher die sozialromantische Variante des <strong>weltoffenen, moralisch einwandfreien, Helden</strong> wünschen.</p>



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<p>Alle diese Eigenschaften – so zumindest meine Erfahrungen – werden leider auch noch mit <a href="https://www.finanzguerilla.de/aktien-eine-frage-des-alters/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">fortschreitendem Alter immer schlimmer</a>, sodass es immer schwieriger für die Menschen wird, aus diesen Spiralen herauszukommen.</p>



<p>Aber nicht nur Geldmangel kann den Charakter verderben, auch <strong>zu viel Geld </strong>kann negative Folgen haben:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Negative Eigenschaften von Geld bei Reichen</h2>



<p>Was können also solche negativen Eigenschaften bei Reichen sein, die je nach Person eventuell durch das Geld verstärkt werden? Nachfolgend ein paar Beispiele, selbstverständlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Geiz</h3>



<p>Eine negative Folge der intensiven Beschäftigung mit dem Thema Geld habe ich bei mir selbst feststellen müssen und habe es seitdem soweit (hoffentlich) im Griff. Zudem weiß ich, dass ich mit diesem Problem nicht alleine war und bin. </p>



<p>Viele Finanzblogger-Kollegen haben ähnliche Feststellungen bei sich gemacht und darüber berichtet: Ich spreche von dem ebenfalls oben bereits erwähnten Geiz, diesmal aber nicht aus Geldmangel, sondern aus der <strong>Lust am Investieren von Geld</strong>, also eher der Geiz durch Vorhandensein von Geld. Von investierbarem Geld. </p>



<p>Dies kann beinahe schon <strong>suchtartige Züge</strong> annehmen, was sicherlich nicht gesund ist und auch nicht gesund sein kann. Man kann tatsächlich <strong>süchtig danach werden</strong>, <strong>Geld zu horten</strong>, <strong>zu vermehren</strong> und sich insgesamt <strong>mit dem Thema Geld zu beschäftigen</strong>.</p>



<a href="https://c.trackmytarget.com/uf66a0"><img decoding="async" src="https://i.trackmytarget.com/uf66a0"></a>



<p>Mir macht es bekanntlich wahnsinnig viel Spaß, mein Depot auszubauen, mich an tollen Firmen zu beteiligen und mein „<a rel="noreferrer noopener" label="passives Einkommen (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank">passives Einkommen</a>“ Monat für Monat wachsen zu sehen. Wenn aber die Lust am Vermögensaufbau so groß wird, dass man sich <strong>monatlich selbst kasteit</strong> und teilweise auf <strong>soziale Kontakte</strong> bzw. <strong>Unternehmungen</strong> verzichtet, nur, weil diese eben immer Geld und Zeit kosten, dann läuft definitiv etwas schief. </p>



<p>Das habe ich für mich abgestellt und lieber meine monatliche Sparquote zugunsten des Lebens im <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Hier und Jetzt (öffnet in neuem Tab)" href="https://amzn.to/2CrUu37" target="_blank">Hier und Jetzt</a>* etwas gesenkt. Ständige Selbstoptimierung ist selten sinnvoll und verursacht in den meisten Fällen auch Stress.</p>



<p>Dieses Problem sehe ich auch immer wieder bei <a href="https://www.finanzguerilla.de/minimalismus-als-lebensweg-und-lebensstil/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">extrem minimalistisch lebenden Menschen</a>. Sich selbst kasteien, jeden Euro umzudrehen und jedem Starbucks-Kaffee auszuweichen wie Neo im Film Matrix den Pistolenkugeln, mag ja für Manche ein gangbarer <a aria-label="Lifestyle (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.finanzguerilla.de/lifestyle/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lifestyle</a> sein. </p>



<p>Ich vermisse dabei dann aber doch immer öfters das „<em>Life</em>“ und sehe eigentlich nur den „<em>Style</em>“. Auch hier machen sich die Betroffenen in meinen Augen zu Sklaven des Geldes. Vielleicht nicht alle, aber zumindest diejenigen, welche den <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Minimalismus extrem betreiben (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.spiegel.de/spiegel/unispiegel/bwl-studentin-zaehlt-was-sie-besitzt-inventur-ihres-lebens-a-1136118.html" target="_blank">Minimalismus extrem betreiben</a>.</p>



<p>So lässt sich tatsächlich auch erklären, wieso manche <strong>Reiche und Superreiche</strong> extrem sparsam leben. Immerhin sagt der Volksmund nicht absolut zu Unrecht: „<em>Von den Reichen kann man das Sparen lernen&#8220;</em>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Skepsis gegenüber dem Staat und Verlustängste</h3>



<p>Wer viel hat, der kann viel verlieren. Bei Reichen kann das dazu führen, dass eine grundlegende Skepsis gegenüber Staat, Politik und &#8211; im schlimmsten Fall &#8211; anderen Menschen entsteht. </p>



<p>Hinter jeder Ecke wähnt man einen potentiellen Räuber des mühsam aufgebauten Wohlstands. Am Beispiel des Staates eben durch <a href="https://www.tichyseinblick.de/meinungen/von-der-wiederkehr-des-sozialismus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="sozialistische Enteignungs-Ambitionen (öffnet in neuem Tab)">sozialistische Enteignungs-Ambitionen</a> oder starke steuerliche Belastungen.</p>



<p>Teilweise kann aber auch ich als Normalsterblicher diese Skepsis durchaus nachvollziehen. Dazu ist unsere <strong>westliche Gesellschaft</strong> vielleicht tatsächlich aktuell <strong>zu satt und träge</strong> geworden, sodass Umverteilung tatsächlich drohen kann (siehe <a href="https://finanzmarktwelt.de/perfider-iwf-vorschlag-bargeld-116728/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="jüngste Vorschläge des IWF zur Abschaffung von Bargeld oder Einführung von Negativzinsen (öffnet in neuem Tab)">jüngste Vorschläge des IWF zur Abschaffung von Bargeld oder Einführung von Negativzinsen</a>).</p>



<p>Auch zeugt die „Reisevorliebe“ größerer Vermögenssummen in die Schließfächer so mancher <strong>tropischer Inselstaaten</strong>, von einer ausgeprägten <strong>Verlustangst unter Vermögenden</strong>. Vielleicht nicht ganz unberechtigt, wenn man sein ganzes Leben lang hart für das aufgebaute Vermögen gearbeitet hat und eventuell viele Entbehrungen in Kauf genommen hat, bis man das erreicht hat, was man eben erreicht hat. </p>



<p>Wenn hier dann noch die sozialistischen Fantasien, auch zur Rettung der <a href="https://www.finanzguerilla.de/rente-mit-77/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gesetzlichen Rente</a>, hinzukommen, kann man eine gewisse Vorsicht unter Vermögenden durchaus nachvollziehen.</p>



<p>Nichtsdestotrotz ist eine <strong>skeptische Paranoia</strong> nicht gerade förderlich für die seelische Gesundheit. Egal ob als Superreicher oder Normalverdiener: Negative Schreckensszenarien dienen meist nur denen, die damit Geld zu verdienen gedenken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Geld: Weder gut noch böse</h2>



<p>Also was nun, verdirbt Geld den Charakter oder nicht? Meiner Meinung nach <strong>verdirbt Geld den Charakter definitiv nicht</strong>. Geld KANN jedoch sowieso vorhandene Persönlichkeitsmerkmale unter Umständen verstärken. Sei es der Mangel an Geld (Geiz, Knauserei, Egozentrik) oder auch ein Überfluss an Geld (ebenfalls Geiz, Skepsis, Verlustängste).</p>



<p>Was ich mich jedoch zu glauben weigere ist, dass ein Mensch seinen Charakter um 180 Grad verändert, nur wenn er zu Geld gekommen ist. Hier spielen eher andere Faktoren mit hinein, jedoch nicht nur das Vorhandensein von Geld. Ansonsten plädiere ich wie schon mehrfach erwähnt zu einer neutralen Sichtweise auf <strong>Geld im Sinne von „<a href="https://www.finanzguerilla.de/die-bedeutung-von-geld/">konservierter Lebenszeit</a></strong>“.</p>



<p>Wie sieht es bei dir aus, konntest du oben beschriebene Auswirkungen bei dir selbst schonmal feststellen &#8211; sei es wegen Mangel von Geld oder auch bei Überfluss von Geld z.B. beim Investieren?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/verdirbt-geld-den-charakter/">Verdirbt Geld den Charakter?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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		<title>Geld macht nicht glücklich&#8230;</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/geld-macht-nicht-gluecklich/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Mar 2017 20:17:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Geld macht frei]]></category>
		<category><![CDATA[Geld macht nicht glücklich]]></category>
		<category><![CDATA[Minimalismus macht frei]]></category>
		<category><![CDATA[Passives Einkommen macht frei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Geld macht nicht glücklich&#8220;. Wer hat diesen Slogan in seinem Leben schon einmal gehört? Ich bin mir sicher, dass auch bei dir sofort die Hand nach oben geht. Seien es Lehrer in der Schule, deine Eltern oder dein Freundeskreis, bestimmt hast du diesen Satz aus diesen Ecken schon einmal gehört. Nunja, ist dieser Satz nun...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/geld-macht-nicht-gluecklich/">Geld macht nicht glücklich&#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>&#8222;Geld macht nicht glücklich&#8220;. Wer hat diesen Slogan in seinem Leben schon einmal gehört? Ich bin mir sicher, dass auch bei dir sofort die Hand nach oben geht. Seien es Lehrer in der Schule, deine Eltern oder dein Freundeskreis, bestimmt hast du diesen Satz aus diesen Ecken schon einmal gehört. Nunja, ist dieser Satz nun richtig oder falsch? Was meinen die wohlmeinenden Tippgeber denn damit?</p>



<p class="has-drop-cap">Meistens wenn du diesen Satz hörst, liest sich die Botschaft dahinter folgendermaßen:</p>



<p><em>&#8222;Geld ist nicht alles im Leben! Mit Geld kannst du dir keine Freunde, Liebe oder Gesundheit kaufen! Darum übe dich in Dankbarkeit und genieße auch die kleinen Dinge im Leben.&#8220;</em></p>



<p>Dieser Bedeutung habe ich grundsätzlich nichts hinzuzufügen. Wenn der Satz als solcher gemeint ist, hat die Sache grundsätzlich in meinen Augen ihre positive Berechtigung.</p>



<p>Je mehr ich mich aber mit dem Thema der <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-unabhaengigkeit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">finanziellen Unabhängigkeit</a> und/oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Freiheit</a> beschäftige, kommt bei mir aber ein gewisser böser Verdacht auf. Wer erfolgreich ist (sei es beruflich und/oder finanziell), der hat es IMMER auch mit Neidern, Miesepetern und Energievampiren zu tun. Vielleicht ist der Satz von solchen Menschen dann folgendermaßen gemeint:</p>



<p><em>&#8222;Gib in deinem Leben nicht so viel Gas, tritt auf die Bremse, du könntest mich sonst dabei abhängen oder zumindest in die unangenehme Situation bringen, mir selbst über meinen eigenen Lebensweg kritisch Gedanken zu machen.&#8220;</em></p>



<p>Sollte sich diese Message hinter dem Satz &#8222;<strong><em>Geld mach nicht glücklich</em></strong>&#8220; verstecken, dann schrillen bei mir die Alarmglocken. Grundsätzlich möchte ich ehrlich gesagt mit solchen Menschen auch keinerlei Kontakt haben. Meine Energie ist mir dafür zu wichtig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Geld macht nicht glücklich&#8230;</h2>



<p>Grundsätzlich stimme ich der Aussage, dass Geld alleine nicht glücklich macht definitiv zu. Alleine ein volles Bankkonto zu haben, macht einen Menschen wenn überhaupt dann nur kurzzeitig bei dessen Anblick glücklich. Entscheidend für das Glück ist aber, wieviel Zeit du hast, das ganze Geld auch zu genießen. </p>



<p>Damit meine ich nicht im Sinne von <a href="https://www.finanzguerilla.de/ein-neues-auto-muss-her/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">konsumieren</a> oder unnötige Dinge zu erwerben bzw. zu tun. Was nützt dir schließlich ein prall gefülltes Konto, wenn du aufgrund deiner 60/70-Stunden-Woche &#8211; dein Preis für dein Geld &#8211; keine <strong>Zeit hast, das Geld auszugeben</strong>, sei es für dich oder deine Liebsten? Oder was nützt dir das Geld, wenn du krank bist? Nichts.</p>



<p>Nicht umsonst sind es oftmals die beruflich stark gestressten Menschen, die sich per Suizid das Leben nehmen. Seien es Manager, Ärzte oder Anwälte. Wenn Geld doch glücklich macht, wieso nehmen sich gerade auch Menschen dieser Berufsgruppen oft das Leben oder geraten zumindest in schwere Sinnkrisen aka Midlife-Crisis aka Burnout? </p>



<p>Wenn Geld glücklich machen würde, dann hätte sich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Cobain" target="_blank" rel="noopener">Kurt Cobain</a> wohl nicht mit einer Schrotflinte den Schädel weggepustet (wenn man mal nicht den Verschwörungstheorien folgt, die einen Mord dahinter zu erkennen meinen). Überspitzt formuliert: Der Kerl hatte so viel Geld, dass wenn er es intelligent angelegt hätte, er sein <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen/" target="_blank" rel="noopener">restliches Leben lang von den Erträgen leben</a> hätte können, wenn gewünscht sogar ohne jemals wieder einen Finger krumm machen zu MÜSSEN, aber DÜRFEN.</p>



<p>Irgendetwas muss an dem Satz also tatsächlich nicht stimmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8230;aber Geld macht frei</h2>



<p>Was Geld aber zumindest in meinen Augen definitiv zu leisten vermag: <strong>Es macht frei</strong>! Was meine ich damit? Natürlich den Bereich der <strong>finanziellen Unabhängigkeit</strong>. Sprich: Dein Vermögen (Aktien, Immobilien, dein Unternehmen, Lizenzrechte, Patente etc.) erwirtschaften einen solchen (passiven) Cashflow, dass dieser Cashflow alleine deine Lebenshaltungskosten vollständig und nachhaltig decken kann. Vereinfacht auf schwäbisch g&#8217;sagt: &#8222;<em>Du lebsch von deine&#8216; Zinse</em>&#8218;&#8220;. Lebst du bescheiden, kann dir hierzu bereits ein geringer Cashflow ausreichen.</p>



<p>Du MUSST nicht mehr arbeiten, aber du KANNST. Meistens WIRD ein solcher freier Mensch (wenn man ein positives Menschenbild hat) auch freiwillig weiter arbeiten, dann aber vermutlich eine Tätigkeit, die sich nicht an der Höhe des Gehalts, sondern an deinen individuellen <strong>Vorlieben</strong>, <strong>Interessen</strong>, <strong>Talenten</strong> oder <strong>Hobbies</strong> orientiert. Das wäre echte Freiheit. </p>



<p>Du fährst gerne Auto und bist kommunikativ? Dann könntest du selbstständig Taxi fahren. Oder du wirst Busfahrer. Wenn es dann doch nichts ist, kannst du dir etwas anderes suchen. Gründest ein Unternehmen oder machst dich selbstständig. Wohl gemerkt, du <strong>musst</strong> noch nicht einmal arbeiten, du hast durch das Erwirtschaften deines <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen-generieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passiven Einkommens</a> quasi schon genug Vorarbeit (und das ist es in der Tat&#8230;) geleistet.</p>



<p>Jetzt kommen natürlich wieder unsere <strong>miesepetrigen und neidischen Mitglieder der Gesellschaft</strong> und schreien von wegen &#8222;<a href="https://www.finanzguerilla.de/aktien-und-moral/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">leistungsloses Einkommen</a>&#8220; usw., aber wer sich mit dem Zusammenhang zwischen Risiko und Rendite auskennt, der weiß, dass einer hohen Rendite auch oftmals ein hohes persönliches Risiko vorausgegangen ist. &#8222;<em>Wer nichts wagt der nichts gewinnt</em>&#8222;, weiß wieder nicht nur der Bürger ausm Schwobaländle.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das selbst geschaffene BGE</h3>



<p>Ein <strong>passives Einkommen</strong> von ausreichender Höhe macht frei. Zu dieser Aussage stehe ich. Letztendlich ist es der gleiche Gedanke wie ihn auch die Befürworter eines <a href="https://www.finanzguerilla.de/bedingungsloses-grundeinkommen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>bedingungslosen Grundeinkommens (BGE)</strong></a> vorbringen. Kriegt jeder Mensch vom Staat sagen wir mal 1000 Euro geschenkt, dann nimmt man ihm die Last, einen mies bezahlten Job anzunehmen und sichert ihn quasi sozial ab. </p>



<p>Wieso ich das BGE von seiner Grundintention nicht gut finde, kannst du bei Interesse <a href="https://www.finanzguerilla.de/bedingungsloses-grundeinkommen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> nochmal nachlesen. Ich sag nur so viel: Das BGE ist staatlich geschaffene Komfortzone, die den Bürger der finanziellen Eigenverantwortung beraubt.</p>



<p>Dennoch gehe ich davon ab, dass wir in den nächsten 10-15 Jahren ein BGE haben werden. Es passt einfach in den momentanen Zeitgeist. Auch der Jobabbau durch die Industrie 4.0 wird dafür sorgen, dass die jetzigen Sozialsysteme wohl zusammenbrechen und ein neues radikaleres Konzept wie das BGE nötig wird. Aber das ist ein anderes Thema&#8230;</p>



<p>Wovon ich aber bekennender Fan bin, ist das selbst geschaffene passive Einkommen, welches dann aber nicht bedingungslos ist und somit auch nicht von jedem erreicht wird, da Disziplin, Durchhaltevermögen und eine Vision hierfür notwendig sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Man kann auch ohne Geld frei sein</h2>



<p>Manche werden nun vorbringen, dass es durchaus auch Freiheit ohne Geld gibt. Diesen Menschen schweben dann im Hinterkopf alternative Lebens- und Gesellschaftskonzepte vor, so wie es früher vielleicht mal die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kommune_(Lebensgemeinschaft)" target="_blank" rel="noopener">Kommunen</a> in den 60/70er Jahren waren. Oder <strong>kommunistische Lebenskonzepte</strong> ohne Eigentum. Oder der Trend des <strong>Minimalismus</strong>. </p>



<p>Auch bei Minimalisten gibt es Strömungen, die am liebsten wieder in kleinen Dorfgemeinschaften jenseits der westlichen Lebensweise ihr Dasein fristen wollen. Einen Beitrag hierüber mit Videos habe ich dir <a href="https://www.finanzguerilla.de/minimalismus-als-lebensweg-und-lebensstil/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>. Minimalismus an sich finde ich klasse.</p>



<p>Nunja, diese Menschen mit ihrem persönlichen Utopia gibt und gab es schon immer. Hier gebe ich aber immer zu bedenken: Diese postulierte und oftmals als Lösung der gesellschaftlichen Probleme angesehene Lebensweise hatten wir früher mal. </p>



<p>Gaaaaanz früher, in Zeiten der Steinzeit und des Mittelalters. Da lebten wir in dörflichen Gemeinschaften und jeder hat sich um jeden gekümmert. Der Schmied hat geschmiedet, der Jäger gejagt und die Handwerker gebaut. War da alles so toll? Scheinbar nicht, sonst hätten wir uns nicht bis in das heutige Jetzt weiter entwickelt. Offenbar hat also damals schon an diesem Konzept etwas nicht gestimmt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ist ein Sozialhilfeempfänger frei?!</h3>



<p>Ohne Geld auf der Straße zu leben oder von Hartz 4 mag manchen ebenfalls als Freiheit vorkommen. Nicht umsonst ist es bei manchen Jugendlichen aus Problemvierteln durchaus en vogue, als Berufswunsch &#8222;Hartzer&#8220; anzugeben. <strong>Aber sind Sozialhilfeempfänger wirklich frei</strong>? </p>



<p>Klar, sie haben den ganzen Tag Zeit zu tun was sie möchten. Aber: Sie hängen am Tropf des Staates. Sie müssen Termine wahrnehmen (also doch nicht uneingeschränkt Zeit), die sie nicht wahrnehmen wollen, sie bekommen im Weigerungsfalle Sanktionen, ihre Konten werden überwacht und der Hygienestandard auf der Straße ist auch nicht der beste. Nee, wahre Freiheit sieht für mich anders aus.</p>



<p>Haben sich Menschen aber ein passives Einkommen erschaffen und leben minimalistisch, bescheiden und vor allem bewusst, KANN dies durchaus als Freiheit bezeichnet werden. Aber auch da spielt dann Geld wieder eine Rolle. Man lernt halt mit weniger auszukommen und sich aus der gesellschftlichen Matrix zu lösen. Ganz ohne Geld geht es aber nicht. Und wenn, dann immer nur zu Lasten anderer. </p>



<p>Wenn sich die Minimalisten oder alternative Öko-Gruppen ihre Zelte und Planwagen auf Grundstücken errichten, dann gehört der Grund jemandem, wenn auch nur der Stadt, somit wieder &#8222;Fremden&#8220;. Wenn der Besitzer dies duldet, ist das alles formal rechtens. <strong>Philosophisch betrachtet sind sie aber wiederum von Geld bzw. dem Besitz anderer abhängig und unfrei</strong>. Also: Ohne Geld geht es auch für diese Menschen einfach nicht.</p>



<p>Wenn es also nur die Wahl gibt auf der Straße ohne Geld bzw. mit Hartz 4 oder finanzielle Freiheit (gerne auch als positiver Minimalist), dann bleibt einem rational denkenden Menschen eigentlich nur die finanzielle Freiheit übrig. Alles andere wäre ein Leben auf Kosten oder auf den Schultern anderer. Immer. Auch der Minimalismus ist nur wenn er <strong>konsequent</strong> und in absoluter <a href="https://www.finanzguerilla.de/klimaschutz-und-kapitalismus-ein-widerspruch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eigenverantwortung gelebt wird, tatsächlich nachhaltig</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit:</h2>



<p>Für mich persönlich stimmt der Ausspruch &#8222;<em>Geld macht nicht glücklich</em>&#8220; alleine also definitiv. Es gibt so viele andere Dinge im Leben, die <a href="https://www.finanzguerilla.de/strategien-fuer-persoenliches-glueck/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wahrlich glücklich</a> machen. Zum Beispiel alleine schon die gesellschaftliche Programmierung zu durchschauen und <strong>aktiv und bewusst</strong> zu leben. Glücklich macht Geld also tatsächlich nicht. Ich persönlich sehe es aber so: <em>&#8222;Geld macht nicht glücklich&#8230;aber es macht frei. Frei von Zwängen und falschen Kompromissen. Und diese Freiheit macht mich glücklich&#8220;</em>.</p>



<p>Vielleicht können dieser Sichtweise auch die eingangs erwähnten Lehrer, Eltern und andere Tippgeber etwas abgewinnen.</p>
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