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	<title>Welt-ETF als Altersvorsorge Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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	<description>Finanzen, Wirtschaft und Lifestyle - Finanzblog</description>
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	<title>Welt-ETF als Altersvorsorge Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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		<title>Risiken und Gefahren von ETFs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2020 19:53:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ETF]]></category>
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		<category><![CDATA[Disruptionen und Krise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute soll es mal um Risiken und Gefahren bei ETFs gehen. Das Anlegen in ETFs, also in börsengehandelten und indexbasierten Fonds (weitere Infos zu ETFs hier), ist mittlerweile sehr weit verbreitet, was ich persönlich auch gut finde. Immer größer wird auch der Anteil von ETFs am Gesamtmarkt, insbesondere im Vergleich zu traditionellen aktiven Fonds (Quelle)....</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/gefahren-von-etfs/">Risiken und Gefahren von ETFs</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Heute soll es mal um <strong>Risiken und Gefahren bei ETFs</strong> gehen. Das Anlegen in ETFs, also in <strong>börsengehandelten</strong> und <strong>indexbasierten Fonds</strong> (weitere Infos zu ETFs <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>), ist mittlerweile sehr weit verbreitet, was ich persönlich auch gut finde. Immer größer wird auch der <strong>Anteil von ETFs am Gesamtmarkt</strong>, insbesondere im Vergleich zu traditionellen <strong>aktiven Fonds</strong> (<a href="https://www.capital.de/geld-versicherungen/etf-markt-auf-wachstumskurs" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>). Hier sinkt der Anteil bzw. <strong>stagniert</strong>, der Teil von ETFs hingegen <strong>wächst seit mehreren Jahren dynamisch</strong>. Grund genug, auch mal die <strong>Risiken und Gefahren dieser Anlageklasse</strong> zu erwähnen und ein Fazit zu ziehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">ETFs als neue Religion</h2>



<p>Seien es geschätzte Blogger-Kollegen wie <a href="https://www.finanzwesir.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Finanzwesir Albert</a> oder auch Autoren wie <strong><a href="https://amzn.to/2HmyBb3" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">Gerd Kommer</a></strong>*: Überall werden die <strong>Vorzüge des passiven Anlegens in ETFs</strong> betont. ETFs seien eine <strong>zeitsparende</strong>, <strong>günstige</strong> und <strong>halbwegs passive Anlagemöglichkeit</strong>, die bei entsprechender langjähriger Ausdauer und Disziplin <strong>ansprechende Rendite</strong> liefern soll, die meistens sogar <strong>über der Rendite der meisten anderen Marktteilnehmer</strong> liegen soll. Insbesondere <strong>aktiven Fonds</strong> gelingt es selten, einen entsprechenden <strong>Vergleichs-Index</strong> und somit den <strong>ETF</strong> zu schlagen. </p>



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<p>Grundsätzlich soll die ETF-Anlage diejenigen regelmäßig schlagen, die den Markt zu timen versuchen. Also <strong>aktive Investoren</strong>, <strong>aktive Fonds</strong> (<a href="https://www.n-tv.de/ratgeber/Ist-das-die-Stunde-aktiv-gemanagter-Fonds-article21794378.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>) und <strong>Privatanleger</strong>, die viel handeln (<strong>(Day)trader</strong>). </p>



<p>Wenn du länger schon <a href="https://www.finanzguerilla.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">meinen Blog</a> hier verfolgst, dann wirst du feststellen, dass auch ich ein ausgesprochener <strong>Freund der Anlage in ETFs</strong> bin. Allerdings verfolge ich durch meinen <strong>Core-Satellite-Ansatz</strong> keine ausschließlich passive ETF-Strategie. Aber darum soll es heute nicht gehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Risiken und Gefahren von ETFs</h2>



<p>Wie immer ist auch bei den ETFs nicht alles Schwarz und Weiß. Es gibt auch bei der Anlage in ETFs <strong>mehr zu beachten</strong>, als an vielen Stellen erwähnt wird und was Vielen vielleicht nicht so bewusst sein dürfte. Weshalb ich zu der <strong>allgegenwärtig pauschalen Empfehlung zu ETFs</strong> zumindest einige Gedanken, Hinweise und Warnungen mit auf den Weg geben möchte.</p>



<p>Ich sehe hierzu die Zeit als perfekt geeignet, da sich offenbar immer mehr <strong>Privatanleger als Frischlinge wegen Corona an die Börse wagen</strong> (<a href="https://www.boerse-online.de/nachrichten/geld-und-vorsorge/rekordzahlen-bei-onlinebrokern-die-corona-krise-sorgt-fuer-enormen-ansturm-bei-depoteroeffnungen-und-fuer-wartezeiten-1029112276" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>). So erfreulich diese Entwicklung generell, so problematisch kann es werden, wenn die Neulinge durch <strong>Anfänger-Fehler</strong> (hier gibt&#8217;s einige <a href="https://www.finanzguerilla.de/beste-finanzbuecher-tipps-empfehlungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tipps</a>) frustriert wieder abziehen, wie im <strong>2000er Crash</strong>, in deren Folge die <strong>Aktionärsquote in Deutschland wieder einbrach</strong>. Also was sind denn nun <strong>wichtige Aspekte</strong> und <strong>Gefahren bei der Anlage in ETFs</strong>?</p>



<h2 class="wp-block-heading">1. Starke Schwankungen</h2>



<p>Szenario: Du besparst <strong>30 Jahre lang einen ETF</strong> deiner Wahl zur <strong>Altersvorsorge</strong>. Kurz vor Eintritt in den Ruhestand gibt es einen Crash und der Markt bricht um <strong>70 Prozent</strong> ein. Je nach Größe deines Depots kann das richtig wehtun und dir (Buch)Verluste im <strong>sechsstelligen Bereich</strong> bescheren. Natürlich erholen sich die Märkte <strong>langfristig</strong> in der Regel wieder, aber dennoch ist ja irgendwann auch mal die Zeit zum <strong>Versilbern deiner Gewinne</strong>. Oder um <strong>dein Häuschen auf einen Schlag abzuzahlen</strong> oder dir eine <a href="https://www.finanzguerilla.de/ruerup-rente-versus-etf-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rente zu konstruieren</a> etc.</p>



<p>Um <strong>70 Prozent Verluste</strong> aufzuholen, muss der ETF also mathematisch erstmal wieder <strong>233,333 Prozent Rendite machen</strong>. Das kann schon mal dauern. Hier kann dir ein <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-in-der-krise-haelt-das-bollwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Crash</a> dann einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen und dich auf Jahre zurückwerfen. Als <strong>ETF-Investor</strong> hängst du nun mal auf Gedeih und Verderb am jeweiligen Index. <strong>Taktische Verlustbegrenzung</strong> geht hier auf ETF-Ebene nicht, da es eben gerade <strong>keinen Manager gibt, der gegensteuern kann</strong>.</p>



<p>Nichtsdestotrotz nutze auch ich <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETFs zur Altersvorsorge</a>, baue mir hierbei aber gleichzeitig auch einen gewissen <a href="https://www.finanzguerilla.de/gold-absicherung-depot-finanzcrash-krise/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Depotschutz langfristig parallel mit auf</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">2. ETF-Anbieter stellt den Index um</h2>



<p>Das nächste Szenario: Du besparst deinen <strong>ausgewählten ETF</strong> und plötzlich <strong>ändert der ETF-Anbieter den zugrundeliegenden Index</strong>. <strong>Der ETF partizipiert dann an einem gänzlich anderen Index</strong> mit einer anderen Gewichtung unter der gleichen WKN. So etwas ist zum Beispiel kürzlich im Hause <strong>Vanguard</strong> passiert: Der <strong>ETF von Vanguard auf den DAX</strong> wurde eingestellt und auf einen <strong>Index mit deutschen Small-, Mid- und Largecaps</strong> umgestellt (<a href="https://de.extraetf.com/news/etf-news/vanguard-rueckt-vom-dax-etf-ab" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>). </p>



<p>Wenn du nun als Anleger explizit <strong>fokussiert auf die DAX-30-Werte in Deutschland</strong> investieren wolltest, umfasst dein <strong>ETF plötzlich eine Vielzahl von über 150 Werten</strong> und dadurch quasi fast die gesamte <strong>börsennotierte deutsche Wirtschaft</strong>. Hier hast du als Investor <strong>keinerlei Mitspracherecht</strong> und musst diese Kröte einfach schlucken – oder vorher verkaufen. Ob du das aber mit Verlust machen würdest, wage ich zu bezweifeln. Ein <strong>ETF</strong> ist und bleibt nunmal ein „<em><strong>Finanzprodukt</strong></em>“, wo du einen <strong>Mittelsmann zwischen dir und deinem Geld hast</strong>. Hierfür zahlst du ja auch deine TER.</p>



<p>Wenn dieser Mittelsmann seine Arbeit gut macht – perfekt. Es kann aber auch anders laufen, weshalb ich bei allzu <strong>kleinen und unbedeutenden ETF-Anbietern</strong> vorsichtig wäre.</p>



<h2 class="wp-block-heading">3. ETF wird liquidiert, wenn zu wenige Anleger investieren</h2>



<p>Du investierst langfristig in den ETF deiner Wahl und plötzlich bekommst du die <strong>Nachricht des ETF-Anbieters</strong>, dass der ETF zum <strong>Stichtag X eingestellt wird</strong>. Das kann dich als Anleger ebenfalls ziemlich unschön erwischen, vor allem wenn dein ETF gerade <strong>negativ performt</strong>.</p>



<p>Gründe für eine solche <strong>Einstellung deines ETF</strong> können sein:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Die investierte Summe im ETF ist zu gering</strong> und der ETF dadurch für den Anbieter <strong>nicht mehr lukrativ</strong> genug (Vorsicht zum Beispiel bei <strong>ETF</strong>s mit einem <strong>Fondsvolumen von unter 100 Millionen Euro</strong>!)</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der ETF-Anbieter <strong>bereinigt sein Gesamt-Angebot an ETFs</strong> aufgrund eines rauher wehenden Windes am Markt: Zusammenschlüsse mancher ETFs und Wegfall anderer</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der <strong>zugrundeliegende Index ändert sich</strong> auf negative Art und Weise, sodass er de facto <strong>nicht mehr investierbar</strong> ist. Zum Beispiel wenn <strong>immer weniger Unternehmen die Kriterien des Index erfüllen und dadurch keine sinnvolle Streuung des ETFs mehr gewährleistet werden kann</strong>. </li>
</ul>



<p>Hypothetisches Beispiel: Die beliebten <strong>US Dividenden Aristokraten</strong> <strong>streichen oder senken im Crash ihre <a href="https://www.finanzguerilla.de/wie-sollte-man-die-dividende-reinvestieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dividende</a></strong>, sodass sie in dem zugehörigen ETF <strong>nicht mehr vertreten sind</strong>. Statt ursprünglich <strong>100 Unternehmen im Index erfüllen dann beispielsweise nur noch 20 Unternehmen die Aristokratenkriterien</strong>. Ob ein ETF hier dann noch weiter am Markt bleibt, ist fraglich</p>



<h2 class="wp-block-heading">4. Gibt es den ETF(-anbieter) auch in 30 Jahren noch?</h2>



<p>Eine <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen-auf-der-rolltreppe-durchs-leben/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passive Anlage mit ETFs</a> für eine Dauer von <strong>15-30 Jahren</strong> klingt gut. Aber gibt es den ETF dann überhaupt noch? Alle <strong>finanzpornografischen Hochrechnungen</strong> von <strong>Zins und Zinseszins</strong> im <strong>Excel-Sheet</strong> klingen super und motivieren ungemein. </p>



<p>Aber: Ähnlich wie im vorgenannten Fall ist es keineswegs in Stein gemeißelt, dass es den von dir <strong>ausgewählten ETF in 30 Jahren in dieser Form überhaupt noch gibt</strong>.</p>



<p>Wie das <a href="https://www.etf-nachrichten.de/das-passiert-mit-comstage-etfs-nach-verschmelzung-mit-lyxor/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beispiel Comstage vor nicht allzu langer Zeit</a> zeigte, ist auch nicht garantiert, dass dein <strong>ETF-Anbieter langfristig am Markt bleibt</strong>. Zur Erinnerung: Die ehemals <strong>sehr gefragten ETFs von Comstage</strong> werden nun unter <strong>einem gemeinsamen Dach mit Lyxor vertrieben</strong>. Zum Glück blieb dies bislang <strong>ohne negative Folgen für die Investoren</strong>.</p>



<p>Hinsichtlich <strong>Langlebigkeit</strong> haben ETFs in meinen Augen also noch <strong>Nachholbedarf im Vergleich zu aktiven Fonds</strong>. Hier gibt es manche Fonds, die schon seit den <strong>1970er Jahren erfolgreich am Markt sind</strong>. In allen Stärke- und Schwächephasen. ETFs sind (zumindest in Europa) ein noch eher <em>neues</em> Angebot, sodass sich die <strong>langfristigen Entwicklungen kaum abschätzen lassen</strong>. Die meisten ETFs wurden in den <strong>2000ern</strong> und <strong>2010ern</strong> aufgelegt.</p>



<p>Immerhin haben die <strong>ETF</strong>s durch den diesjährigen <a href="https://www.finanzguerilla.de/gefaehrdet-corona-die-demokratie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Corona-Crash</a> eine erste <strong>Bewährungsprobe</strong> in meinen Augen mehr als <strong>vorbildlich gemeistert</strong>. Bislang ist <strong>keiner der Großen in Schieflage</strong> geraten. Von daher gehe ich durchaus davon aus, dass die Grundphilosophie „<strong>Indexing</strong>“ auch weiterhin durchaus etwas taugt – auch in Krisen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">5. Branchen-ETFs als Gefahrenquelle</h2>



<p><strong>Grundidee des Indexing</strong> war stets eine <strong>marktbreite Teilhabe</strong> an der <strong>gesamtwirtschaftlichen Entwicklung</strong>, möglichst <strong>global</strong>. <strong>Langweilig</strong> war hier also stets die Devise. Man <strong>diversifizierte global</strong> und nach <strong>Marktkapitalisierung gewichtet</strong> und der Fisch war geputzt.</p>



<p>Immer wenn eine Anlageklasse aber „<em>hipp</em>“ wird, setzt auch die <strong>Kreativität bei den Anbietern</strong> ein. Zudem muss man konstatieren, dass sich mit ETF <strong>relativ wenig Geld verdienen lässt</strong>, da es <strong>keine Ausgabeaufschläge</strong> etc. gibt. Grund genug, dass es immer mehr ETFs am Markt gibt für die <strong>exotischsten Bedürfnisse und Anleger</strong>: <strong>Mehr-Faktor</strong> hier, <strong>Branchenfokussierung</strong> dort – es tut sich was am ETF-Markt.</p>



<p>Grundsätzlich auch keine schlechte Sache, da du als Anleger dadurch auch ein <strong>erweitertes Angebot</strong> an ETFs hast und deine individuellen <strong>Vorlieben und Prognosen spielen kannst</strong>. Zudem reduziert eine hohe <strong>Anzahl an ETFs am Markt auch die Gefahr</strong>, dass der <strong>gesamte Markt</strong> irgendwann nur noch durch <strong>Käufe- und Verkäufe</strong> von wenigen <strong>Mega-ETFs</strong> <strong>bewegt</strong> wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wasserstoff und Cannabis</h3>



<p>Dennoch: Was gestern noch <strong>3D-Druck-ETFs</strong> oder <strong>Solar-ETFs</strong> waren, sind heute vielleicht <strong>Krypto-ETFs</strong>, <strong>Wasserstoff-ETFs</strong>, <strong>Clean-Energy-ETFs</strong>, <strong>Biotech-ETFs</strong> oder <strong>Cannabis-ETFs</strong>. Aber bedenke: Es handelt sich hier um <strong>Sektoren-Wetten</strong>. Diese kann man in meinen Augen gerne auch mal als <strong>Beimischung</strong> nehmen. Aber zu sagen, dass man jetzt <strong>30 Jahre lang in einen Cannabis-ETF</strong> investiert und hier die <strong>angepriesene Marktrendite</strong> erwartet, halte ich für sehr gefährlich. ETF ist eben nicht gleich ETF, nur weil <strong>ETF</strong> draufsteht.</p>



<p>In diesem Sinne gilt für mich hier die Devise „<strong><em>Back to the Roots</em></strong>“ und das „<strong>Neumodische</strong>“ maximal als <strong>Beimischung mit einem Hauch Markettiming mit ins Depot nehmen</strong> – und bei Zeit auch vielleicht wieder herausnehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">6. Mögliche Umstellungen auf ETF-Ebene</h2>



<h3 class="wp-block-heading">6.1 Änderung der Ertragsverwendung</h3>



<p>Du siehst also, als <strong>ETF-Investor</strong> bist du in vielen Punkten <strong>Spielball des ETF-Anbieters</strong>. Hierzu gehört auch eine geänderte <strong>Ertragsverwendung</strong>: Jetzt hast du 2016 zum Beispiel mit einem <strong>thesaurierenden ETF</strong> auf den <strong>MSCI World</strong> begonnen.</p>



<p>Plötzlich kam <a href="https://www.finanzguerilla.de/das-neue-investmentsteuerreformgesetz-ab-2018/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">2018 die Investmentsteuerreform</a> und zack, dein ETF wurde auf <strong>ausschüttend</strong> umgestellt. Vorbei der Traum vom <strong>passiven Zinseszinseffekt</strong>. Du musstest handeln und entweder den <strong>ETF wechseln</strong> oder <strong>händisch die Ausschüttungen reinvestieren</strong>, was nicht so bequem war wie die<strong> thesaurierende und vollautomatische Variante</strong>. Zudem kostet sie ggf. Gebühren.</p>



<p>Auch hier kommst du also nicht drum herum, deine <strong>ETFs im Auge zu behalten</strong> und auf <strong>Änderungen zu reagieren</strong>. Wenn du so etwas im schlimmsten Falle nicht mitbekommst, verhagelst du dir im <strong>Worst-Case-Szenario deinen Zinseszinseffekt</strong> und noch schlimmer: Die <strong>ausgeschütteten Gelder verlieren auf dem Verrechnungskonto konstant ungenutzt an Kaufkraft</strong>.</p>



<p>Umgekehrt gilt natürlich das Gleiche: Du möchtest dir ein <a href="https://www.finanzguerilla.de/ausschuettungen-an-8-von-12-monaten-mit-nur-zwei-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">dividendenbasiertes Depot mit fließendem Cashflow aufbauen</a> und deine ETFs werden plötzlich von <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ausschüttend auf thesaurierend umgestellt</a>. Auch hier ist dann ein <strong>Tätigwerden deinerseits notwendig</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">6.2 Änderung des Replikationsverfahrens</h3>



<p>Früher waren <strong>synthetisch replizierende ETFs</strong> der letzte Schrei, da diese <strong>komplett steuerfrei</strong> waren. Dann kam 2018 und die Ära der <strong>synthetisch replizierenden ETFs</strong> (auch <strong>Swap-ETFs</strong> genannt) geht seither langsam aber sicher zu Ende. Zu den verschiedenen <strong>Replikationsarten</strong> sei auf meinen Artikel <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-etf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> verwiesen. Swap-ETFs werden vom Kunden einfach nicht mehr nachgefragt, worauf die <strong>ETF-Anbieter natürlich reagieren</strong> (müssen).</p>



<p>Zwar finde ich die <strong>Entwicklung zu physisch replizierend</strong> (<strong>vollständig</strong> oder durch <strong>Sampling</strong>) grundsätzlich begrüßenswert (da in meinen Augen sicherer, da die Wertpapiere <em>tatsächlich</em> im ETF enthalten sind), dennoch hat sich auch hier für den angeblich „passiven“ Investor einiges geändert – vor allem steuerlich.</p>



<p>Je mehr Zeit vergeht und je <strong>unbequemer die Besteuerung innerhalb der EU wird</strong>, kann man nicht ausschließen, dass sich dieser <strong>Trend auch wieder umkehrt</strong> und es bald <strong>steueroptimierte ETFs</strong> mit <strong>Fondsdomizil außerhalb der EU mit synthetischer Replikation</strong> gibt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">6.3 Fondsdomizil wird geändert</h3>



<p>Es hat durchaus seine Gründe, dass die meisten ETFs ihr <strong>Steuerdomizil in Irland</strong> oder <strong>Luxemburg</strong> haben: Hier erfolgt einfach eine andere <strong>steuerliche Behandlung des ETF-Anbieters</strong>, sodass unterm Strich <strong>mehr Rendite beim Anleger landet</strong>. Dies hat mit Kosten auf ETF-Basis zu tun bzw. mit den <strong>Konditionen der Wiederanlage im ETF</strong> (z.B. bei <strong>thesaurierenden ETFs</strong>). Hier sind ETFs mit einem <strong>Steuerdomizil in Deutschland</strong> tendenziell eher als <strong>nachteilig</strong> zu betrachten.</p>



<p>Deutschland ist nunmal leider ein <strong>Hochsteuer-Land</strong>, weshalb auch <strong>ETF-Anbieter als Unternehmen</strong> entsprechend anders belastet werden, als es zum Beispiel in <strong>Irland</strong> der Fall ist. Nun muss man fairerweise sagen, dass das ja auch nicht in Stein gemeißelt ist und sich <strong>langfristig keine steuerliche Prognose für in 30 Jahren abgeben</strong> lässt.</p>



<p>Im Hinterkopf haben sollte man das aber meiner Meinung nach schon. Bis dahin gilt: <strong>ETFs im Zweifelsfall mit Steuerdomizil Irland</strong> oder <strong>Luxemburg</strong> bevorzugen. Wenn sich die Steuern angleichen, dann ist auch dieser Punkt wohl nicht mehr relevant.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Sind ETFs nun gefährlich?</h2>



<p>Du siehst also, die pauschale Empfehlung „<em><strong>ETF-Sparplan einrichten und sich schlafen legen</strong></em>“ funktioniert auch nicht uneingeschränkt. Es gibt Gefahren von ETFs, die man unbedingt auf dem Schirm haben sollte.</p>



<p>Solltest du also nun <strong>Abstand von einem Engagement in ETFs nehmen</strong> aufgrund mancher Gefahren und Risiken? Oder lieber stattdessen ein <strong>Depot mit Einzelaktien aufbauen</strong>? Auf gar keinen Fall!</p>



<p>Trotz mancher <strong>Risiken und Gefahren</strong> sind <strong>ETFs</strong> eine super Sache und ich empfehle sie nach wie vor uneingeschränkt. Nicht umsonst basiert <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">meine Altersvorsorge auf einem Welt-ETF</a>. Wobei hier die Betonung auf <em><strong>Welt-ETF</strong></em> liegt. Dem <strong>3D-Druck</strong>, <strong>Wasserstoff</strong> oder <strong>Cannabis</strong> überlasse ich meine <strong>Altersvorsorge</strong> nicht. Zudem würde ich in der heutigen Zeit der <strong>Disruptionen</strong> und der <strong>Digitalisierung</strong> auch nicht mehr ausschließlich auf <a href="https://www.finanzguerilla.de/altersvorsorge/aktien/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Einzelaktien</a> und stures <strong>Buy-and-hold</strong> setzen.</p>



<p>Wenn dann maximal mit einem „<strong><em>selbstgebauten World-ETF</em></strong>“ mit <strong>50-100 Einzelpositionen</strong>, <strong>wissenschaftlich clever diversifiziert</strong> und <strong>analysiert</strong>. Aber ob du damit den MSCI World/<a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-und-wie-in-emerging-markets-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">EM</a> <strong>langfristig</strong> schlägst? Ich wage es zu bezweifeln. </p>



<p>Hier findet gerade meiner Meinung nach eine <strong>enorme Zeitenwende</strong> an den Märkten statt, wo die <strong>alten Dickschiffe mit zuverlässiger Dividende</strong> und <strong>angeblich unangreifbaren Geschäftsmodellen</strong> immer mehr unter Druck geraten und langsam aber sicher abgelöst werden (im Zweifelsfall offenbart es der <strong>Chart der letzten 10 Jahre</strong>!).</p>



<h2 class="wp-block-heading">ETFs: Disruptionen verlieren ihren Schrecken</h2>



<p>Beispiele gefällig?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>IBM</strong> (früher ehrfürchtig: „<em>the big blue</em>“ genannt)</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>General Electric</strong> („<em>too big to fail</em>?“),</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Kraft Heinz</strong> („<em>Warren Buffett irrt nicht?</em>“),</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Deutsche Bank</strong> („<em>die größte Bank Deutschlands geht immer?</em>“)</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Altria</strong> („<em>geraucht wird immer?</em>“),</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Royal Dutch Shell</strong> („<em>wir brauchen auch in 50 Jahren noch viel Öl?</em>“)</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Und: Ich kann es mir einfach nicht verkneifen: Wie war das doch mit dem <strong>neuen Standard an digitalem Bezahlen</strong> und DEM <strong>Hoffnungsträger der deutschen Tech-Szene</strong>? <strong>Wirecard</strong>!!! Ok ich bin schon still.</li>
</ul>



<p>Daher: Für <strong>Buy-and-hold Anleger</strong> und als <strong>Altersvorsorge</strong> empfehle ich nach wie vor die großen <strong>Flaggschiffe</strong> der bekannten Indexanbieter. Bevorzugt global, langweilig und nach Marktkapitalisierung gewichtet. Namentlich also beispielsweise <strong>MSCI ACWI</strong>, <strong>FTSE All-World</strong>, <strong>MSCI World</strong>, <strong>MSCI Europe</strong> und <strong>MSCI Emerging Markets</strong>.</p>



<p>Die ganzen <strong>Faktor-</strong>, <strong>Einzelländer-</strong> und <strong>Branchen-ETFs</strong> eignen sich gerne als <strong>Beimischung</strong> und zur <strong>zeitlich limitierten Renditeerhöhung</strong> des <strong>Gesamt-Depots</strong> mit einem <strong>gewissen Timing-Charakter</strong> (z.B. <strong>NASDAQ 100</strong> mit seiner ganzen <strong>übermächtigen Tech-Konzerne</strong>).</p>



<p>Hier würde ich mich aber von dem Gedanken verabschieden, <strong>solche ETFs langfristig zu besparen</strong> und <strong>nach 30 Jahren die Marktrendite</strong> (oder eine höhere) zu erwarten.</p>



<p>Heute gilt: <strong>Beständig ist nur der Wandel</strong>. Im Idealfall begegnet man diesem Umstand also mit einem sich <strong>automatisch wandelnden ETF</strong>. Meine Meinung.</p>
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		<title>Welt-ETF als Altersvorsorge</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jan 2019 16:28:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[ETF als Ersatz für Versicherung]]></category>
		<category><![CDATA[ETF-Sparpläne]]></category>
		<category><![CDATA[FTSE All-World Index]]></category>
		<category><![CDATA[MSCI ACWI Index]]></category>
		<category><![CDATA[Vanguard FTSE All-World UCITS ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Welt-ETF als Altersvorsorge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.finanzguerilla.de/?p=2123</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute möchte ich dir einmal meine Einschätzung zu der Frage erläutern, ob ich einen einfachen Welt-ETF als Altersvorsorge für sinnvoll oder weniger optimal halte. Wie du als (hoffentlich) aufmerksamer Leser dieser Seite bereits weißt, gliedert sich meine Investmentstrategie, zumindest der Wertpapier-Teil, in einen ETF-Kern und ergänzend dazu in Einzelaktien als Satelliten, die regelmäßige Einkünfte abwerfen...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/">Welt-ETF als Altersvorsorge</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Heute möchte ich dir einmal meine Einschätzung zu der Frage erläutern, ob ich einen einfachen <strong>Welt-ETF als Altersvorsorge für sinnvoll oder weniger optimal halte.</strong></p>



<p>Wie du als (hoffentlich) aufmerksamer Leser dieser Seite bereits weißt, gliedert sich meine Investmentstrategie, zumindest der <strong>Wertpapier-Teil</strong>, in einen <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-etf/">ETF</a>-Kern</strong> und ergänzend dazu in <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-aktien/">Einzelaktien</a> als Satelliten</strong>, die regelmäßige Einkünfte abwerfen und <a href="https://www.finanzguerilla.de/in-einzelaktien-statt-etf-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vielleicht hin und wieder den Index schlagen</a>. Hierbei setze ich jedoch nicht nur auf Dividenden-Werte, sondern auch auf Wachstumswerte.</p>



<p>Wieso ich mich für ETFs entschieden habe und deswegen sogar meine <a href="https://www.finanzguerilla.de/sollte-man-riester-rente-lebensversicherung-verkaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kapitalbildende Lebensversicherung und meine Riester-Rente gekündigt</a> habe, kannst du ebenfalls in meinen älteren Beiträgen nachlesen.</p>



<p>Aber um die <a href="https://www.finanzguerilla.de/krise-und-dann-depotabsicherung-fuer-den-ernstfall/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Strategie im Gesamten</a> geht es mir hier heute nicht, sondern eben den Aspekt meines „<strong>Welt-ETF</strong>“ im Kern.&nbsp; </p>



<h2 class="wp-block-heading">Reicht ein Welt-ETF als Altersvorsorge?</h2>



<p>Unter anderem bespare ich in meinem „Kern“ einen ETF auf den weltweiten <strong><a aria-label="FTSE All-World Index (öffnet in neuem Tab)" rel="noreferrer noopener" href="https://www.google.com/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=7&amp;ved=2ahUKEwiEzoTt65XgAhWPhqYKHQcWBzEQFjAGegQIBBAC&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.ftse.com%2FAnalytics%2FFactSheets%2FHome%2FDownloadSingleIssue%2FGAE%3FissueName%3DAWORLDS&amp;usg=AOvVaw2Sjg2L6RrWDxnSX3A_FngS" target="_blank">FTSE All-World Index</a></strong>. Dieser enthält über <strong>3000 Unternehmen</strong> aus nahezu allen geografischen Bereichen dieser Welt. <a href="https://www.finanzguerilla.de/vanguard-etfs-in-deutschland-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">In diesem Beitrag</a> habe ich dir meinen ETF und seine geografische und branchenmäßige Aufteilung bereits vorgestellt.</p>



<p>Vereinfacht gesagt enthält er <strong>Industrieländer</strong> mit einem Verhältnis von knapp <strong>90 %</strong> und <strong>Schwellenländer</strong> mit einem Anteil von knapp <strong>10 %</strong>. Nordamerika, Europa, Pazifik, Schwellenländer – alles drin.</p>



<p>Dieser Welt-ETF im Kern soll später auch meine Altersvorsorge sein, sprich <strong>Buy-and-hold</strong> in Reinkultur per Sparplan. Stur, stupide, langweilig und dauerhaft ist die Devise. Auf die anderen ETF meiner Altersvorsorge möchte ich hier absichtlich nicht eingehen und mich nur auf den „Welt-ETF“ konzentrieren.</p>



<p><strong>Aber wie sinnvoll ist es überhaupt, die Altersvorsorge in die Hände eines globalen Index wie den FTSE All-World, ACWI oder MSCI World / MSCI <a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-und-wie-in-emerging-markets-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Emerging Markets</a>-Mix zu legen? Geht man hierbei nicht ein ziemlich hohes Risiko ein, da z.B. keine Anleihen oder Rohstoffe enthalten sind? </strong></p>



<p>Um meine Gedanken zu dieser Frage soll es hier nun gehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">FTSE All-World, MSCI ACWI, MSCI World / MSCI Emerging Markets – im Prinzip Alles das Gleiche</h2>



<p>Egal ob du selbst nun einen 1-ETF-Ansatz verfolgst oder der inzwischen vielfach propagierten und etablierten <strong>70/30</strong> Aufteilung (<strong>MSCI World / EM</strong>) folgst, meine nachfolgenden Gedanken treffen auf beide Szenarien zu. Ich persönlich folge dem All-World Index, weil ich <strong>keine Lust auf Rebalancing</strong> habe, um die 70:30-Relation jedes Jahr aufs Neue herzustellen. Kostet mir zu viel Rendite.</p>



<p>Ich bin mir aber im Klaren darüber, dass wenn die <strong>Emerging Markets</strong> abgehen wie eine Rakete, ich dann nur mit 10 % anteilig dabei bin, anstatt mit 30 % beim 70/30-Mix. Andererseits: Wenn die Schwellenländer weiterhin unterperformen wie die letzten Jahre, dürfte mein All-World durch den geringer gewichteten Anteil Emerging Markets sogar theoretisch besser abschneiden als der 70:30-Mix, jedoch logischerweise schlechter als der Standard <strong>MSCI World</strong>.</p>



<p>Welches Szenario letztendlich eintrifft steht &#8211; wie immer an der Börse &#8211; in den Sternen, weshalb ich mir diesen Stress gar nicht geben möchte. <strong>MSCI ACWI</strong> (<a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-etfs-lohnt-sich-ein-investment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">All Country World Index</a>) oder der <strong>FTSE All-World</strong> muss also her.</p>



<p>Welchen ETF man dann persönlich bespart, ist Geschmacksache
und richtet sich nach Fragen wie </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Kosten (TER), </li>



<li><strong>Fondsgröße</strong> (somit die Wahrscheinlichkeit einer vorzeitigen Schließung, weil zu unwirtschaftlich), </li>



<li>Tracking-Error und ob er </li>



<li><strong>thesaurierend oder ausschüttend</strong> (Unterschied siehe <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>) </li>
</ul>



<p>sein soll. Wenn man sämtliche
ETFs auf dem Markt aktuell vergleicht, sind die Unterschiede in der Performance
marginal. Eine richtig „schlechte“ Wahl ist momentan zumindest nicht unbedingt
zu befürchten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welt-ETFs auf einen Blick</h2>



<p>Wenn auch du mit dem Gedanken nur eines Welt-ETF spielst, dann gebe ich dir nachfolgend eine kleine Übersicht über mögliche ETFs, die auf dem deutschen Markt aktuell handelbar sind (Stand: <strong>29.01.2019</strong>):</p>



<figure class="wp-block-table aligncenter"><table><tbody><tr><td><strong>Name</strong>   </td><td><strong>Lyxor MSCI All Country World UCITS ETF Acc   (EUR)</strong>   </td><td><strong>iShares MSCI ACWI UCITS ETF (Acc)</strong>   </td><td><strong>SPDR MSCI ACWI UCITS ETF</strong>   </td><td><strong>Vanguard FTSE All-World UCITS ETF</strong>   </td><td><strong>Xtrackers MSCI AC World Index UCITS ETF 1C</strong>   </td></tr><tr><td><strong>ISIN</strong>   </td><td><strong>LU1829220216</strong>   &nbsp;   </td><td><strong>IE00B6R52259</strong>   </td><td><strong>IE00B44Z5B48</strong>   </td><td><strong>IE00B3RBWM25</strong>   </td><td><strong>IE00BGHQ0G80</strong>   </td></tr><tr><td><strong>WKN</strong>   </td><td><strong>LYX00C</strong>   </td><td><strong>A1JMDF</strong>   </td><td><strong>A1JJTC</strong>   </td><td><strong>A1JX52</strong>   </td><td><strong>A1W8SB</strong>   </td></tr><tr><td><strong>Fondswährung</strong>   </td><td>EUR   </td><td>USD   </td><td>USD   </td><td>USD   </td><td>EUR   </td></tr><tr><td><strong>Ausschüttung</strong>   </td><td>Thesaurierend   </td><td>Thesaurierend   </td><td>Thesaurierend   </td><td>Ausschüttend   </td><td>Thesaurierend   </td></tr><tr><td><strong>Replikation</strong>   </td><td>Synthetisch   (unfunded Swap)   </td><td>Physisch   (optimiertes Sampling)   </td><td>Physisch   (optimiertes Sampling)   </td><td>Physisch (optimiertes Sampling)   </td><td>Physisch (optimiertes Sampling)   </td></tr><tr><td><strong>Gesamtkosten (TER)</strong>   </td><td><strong>0,45% p.a.</strong>   </td><td><strong>0,60% p.a.</strong>   </td><td><strong>0,40% p.a.</strong>   </td><td><strong>0,25% p.a.</strong>   </td><td><strong>0,40% p.a.</strong>   </td></tr></tbody></table></figure>



<p>Wie oben bereits geschrieben ist es Geschmacksache, ob man nun den <strong>FTSE All-World Index</strong> oder den <strong>ACWI-Index</strong> wählt. Die Zusammensetzung und Performance gleicht sich beinahe vollständig. Auch ob man nun einen <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Thesaurierer oder Ausschütter</a> wählt, ist nach der <strong>Investmentsteuerreform 2018</strong> nicht mehr kriegsentscheidend. </p>



<p>Die Gebühren sind in meinen Augen
bei einer jahrzehntelangen Anlagedauer auch zu vernachlässigen.
TER-Unterschiede werden auf die Dauer vermutlich mit entsprechender Über- oder
Unterperformance im Vergleich zu den Mitbewerbern auf lange Sicht wieder
ausgeglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wieviel Risiko steckt in so einem Welt-ETF?</h2>



<p>Aber wenn die eigene Altersvorsorge davon abhängt: Wie sicher ist denn so ein Fonds? Nunja, der weltweite MSCI-World-Index erzielte laut MSCI-World Rendite-Dreieck die vergangenen 30 Jahre eine Rendite von <strong>6 Prozent pro Jahr</strong> (<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Quelle (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.dasinvestment.com/loys-beim-investmentsparen-ist-jeder-tag-der-richtige-um-zu-beginnen/" target="_blank">Quelle</a>). </p>



<p>Klar, das sind mal wieder nur Rückwärtsbetrachtungen, jedoch denke ich, dass es so lange es weltweit Unternehmen gibt, die produzieren, es auch weiterhin daraus Rendite geben wird. Zumindest solange die Menschheit weiter wächst und dadurch auch die menschlichen Bedürfnisse (siehe Maslow).</p>



<p>Klar wird sich der Index in den kommenden 30 Jahren vermutlich drastisch (!) in seiner Zusammensetzung verändern. Einige Unternehmen fliegen raus, gehen Pleite oder räumen ihren Platz für junge Highflyer, die mit ihrer Marktkapitalisierung den Index im Ganzen anheben. <a rel="noreferrer noopener" aria-label="In den letzten 5 Jahren eindrucksvoll so geschehen durch die FANG-Aktien aus den USA (öffnet in neuem Tab)" href="https://boerse.ard.de/anlagestrategie/branchen/sind-fang-aktien-noch-einen-blick-wert100.html" target="_blank">In den letzten 5 Jahren eindrucksvoll so geschehen durch die FANG-Aktien aus den USA</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schwellenländer entscheiden über
zukünftige Rendite</h2>



<p>Ich persönlich gehe davon aus, dass sich z.B. China und Indien auch in Zukunft sehr gut entwickeln werden, vielleicht sogar <strong>dynamischer</strong> und <strong>nachhaltiger</strong> als die Industrieländer mit ihrer &#8222;old-Economy&#8220;. Alleine die Bevölkerungszahl dieser Länder birgt enorme wirtschaftliche Chancen. Daher gehe ich durchaus davon aus, dass die Schwellenländer zukünftig den Ausschlag in Sachen Rendite geben werden.</p>



<p>Im <strong>ACWI / FTSE All-World</strong> sind eben diese Länder enthalten. Dadurch könnten die beiden Welt-Indizes den MSCI-World (nur Industrieländer) auf Dauer sogar schlagen. Dadurch könnten die Welt-Indizes langfristig vielleicht im Bereich von <strong>6,5-8 Prozent p.a.</strong> Rendite mitspielen. Natürlich würden in so einem Falle die <strong>70/30-Mixer</strong> noch bessere Rendite einfahren…</p>



<h2 class="wp-block-heading">China als neue Nummer 1?</h2>



<p>Wenn irgendwann nicht mehr die USA die Indices nach Marktkapitalisierung dominieren (aktuell über 50 Prozent), sondern z.B. <strong>China</strong>, kann sich auch die <strong>Performance des Welt-Index</strong> gravierend nach oben oder unten ändern. Das finde ich persönlich das Spannende an der Sache: Man ist an der gesamten Welt und auch ihrer politisch-wirtschaftlichen Aufteilung beteiligt, inklusive ihrer Änderungen. </p>



<p>Dadurch schätze ich die Situation so ein, dass Fonds/ETFs auf diese Indices tatsächlich die Chance haben, <strong>dauerhaft am Markt verfügbar zu bleiben</strong>. Im Endeffekt kann es dem Anleger sogar egal sein, wer wirtschaftlich die Hosen in der Welt an hat, beteiligt ist man in jedem Fall.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was passiert bei Krisen und Unternehmenspleiten?</h2>



<p>ETFs auf den ACWI oder FTSE All-World halte ich aufgrund ihrer <strong>extremen Diversifikation</strong> für ziemlich „sicher“, im Sinne eines eventuellen Totalverlustes des eingesetzten Kapitals. Es muss schon viel geschehen, damit die größten 2000-3000 weltweiten Unternehmen alle pleitegehen oder durch <strong>Disruption</strong> ausgelöscht werden. Einzelne ja, alle nein.</p>



<p>Wenn dies doch mal passieren sollte, kann uns unser Wertpapierdepot und unsere Altersvorsorge ohnehin am Hintern vorbeigehen.</p>



<p>Hier zählt dann das nackte
Überleben und die physische Sicherung der eigenen Existenz. Selbst im sehr
unwahrscheinlichen Fall eines Atomkrieges zwischen zwei Staaten dürften noch
Unternehmen übrigbleiben, die dann eben den Index repräsentieren. Mehr
Sicherheit geht so gesehen eigentlich fast nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein Index stirbt nicht</strong> </h2>



<p>Gedankenspiel:</p>



<p>Hätte jedes Land auf der Welt nur noch ein einziges Unternehmen (insgesamt also 194 Aktien), dann wären immer noch genügend Unternehmen in dem <strong>Welt-Index</strong>, sodass von einer recht großen Streuung gesprochen werden kann.</p>



<p>Ich schätze somit die Zukunftsaussichten dieser <strong>Welt-ETFs</strong> als sehr gut ein. Jedoch schwanken diese Indices auch mit dem globalen Aktienmarkt, darüber sollten sich interessierte Anleger unbedingt bewusst sein. </p>



<p>Dadurch ist auch trotz der guten langfristigen Aussichten etwas Taktik geboten, wenn es Richtung <strong>Renteneintritt</strong> geht oder wenn man anfangen möchte, <strong>von seinem Depot zu zehren</strong>. Nichts ärgerlicher als wenn kurz vor der Rente noch eine Wirtschaftskrise das mühsam aufgebaute Depot zerschießt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Umschichtungen im Alter nötig</h2>



<p>Wenn also die Rente absehbar ist, sind in meinen Augen Umschichtungen in risikoärmere Produkte absolut notwendig. Hier kann es dann Sinn machen, z.B. Teilverkäufe vorzunehmen und diese in risiko- und schwankungsärmere Anlageprodukte (z.B. Anleihen) einmalig umzuschichten, die ihre 2-4 Prozent p.a. verlässlich und halbwegs schwankungsarm schaffen. Und das dauerhaft. Neue Devise: <strong>Kapitalerhalt vor Kapitalaufbau</strong>.</p>



<p>Wer nicht umschichten möchte, kann einen anderen, riskanteren, Ansatz wählen: Nämlich die sogenannte <strong>4%-Regel</strong>. Hier wird unterstellt, dass man jedes Jahr <strong>4%</strong> aus seinem ETF entnehmen kann (durch Verkäufe) und das verbleibende Kapital trotzdem weiter wächst oder zumindest nicht schrumpft. Beispiel: Wenn du 6% p.a. machst, jedoch nur 4% entnimmst, wächst dein Vermögen dennoch um 2%. Zumindest rechnerisch. So gesehen hätte man dann eine sogenannte &#8222;<strong>ewige Rente</strong>&#8222;, die sich selbst speist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit:</h2>



<p>Ein Welt-ETF kann meiner Meinung nach also sehr gut zum Aufbau einer Altersvorsorge genutzt werden. Ich habe da momentan absolut keine Bauchschmerzen dies so für mich umzusetzen. So ein ETF hat einfach sehr viele Vorteile, die man sich als langfristiger Anleger wünscht:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>extrem breit gestreut</li>



<li>gute Fondsgrößen</li>



<li>relativ schwankungsarm aufgrund der hohen Diversifikation</li>



<li>Chancen durch den Schwellenländeranteil</li>



<li>Geringe laufende Kosten</li>



<li>Kein Rebalancing nötig im Gegensatz zu Lösungen aus mehreren ETFs (z.B. nach <a aria-label="Gerd Kommer (öffnet in neuem Tab)" href="https://amzn.to/2BcZJ6b" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gerd Kommer</a>*)</li>



<li>„Unsterblicher Index“, trotz aller kommenden Widrigkeiten, Krisen und Disruptionen</li>



<li>Als <strong>Thesaurierer</strong> quasi eine „<em>Fire and Forget-Lösung</em>“, die keinerlei Tätigkeit des Anlegers verlangt</li>
</ul>



<p>Einziger Wermutstropfen ist, dass im Alter umgeschichtet werden muss, da die Schwankungen dann doch zu groß sind, wenn es in die Auszahlungsphase geht.</p>



<p>Zudem würde ich keinem Mitte 50 empfehlen, <strong>ausschließlich</strong> mit einem solchen ETF fürs Alter vorzusorgen. Da gibt es durchaus sinnvollere Möglichkeiten, zum Beispiel auch mit Versicherungsmantel in Kombination mit einem <strong>garantierten Rentenfaktor</strong>.</p>



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<p>Wie ist deine Meinung zum Thema Altersvorsorge mit ETFs? Wie hast du die Altersvorsorge für dich gelöst?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/">Welt-ETF als Altersvorsorge</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sollte ich meine Riester-Rente oder meine Lebensversicherung verkaufen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jul 2017 17:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
		<category><![CDATA[ETF-Sparplan]]></category>
		<category><![CDATA[fondsgebundene Rentenversicherung kündigen]]></category>
		<category><![CDATA[lebensversicherung verkaufen]]></category>
		<category><![CDATA[rentenversicherung kündigen]]></category>
		<category><![CDATA[Riester Rente kündigen]]></category>
		<category><![CDATA[Rürup-Rente]]></category>
		<category><![CDATA[steuerliche förderung]]></category>
		<category><![CDATA[Vanguard FTSE All-World UCITS ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Versicherung kündigen]]></category>
		<category><![CDATA[Welt-ETF als Altersvorsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sollte man bei den Niedrigzinsen die Lebensversicherung verkaufen? Eines vorweg: Ich mache hier in dem Artikel keine Anlageberatung und sage dir daher auch nicht, ob und wie du meiner Meinung nach handeln solltest. Jeder Fall ist individuell zu betrachten, Patentrezepte und Pauschalaussagen sind nicht immer auf alle zutreffend. Was ich aber nachfolgend mache: Ich schildere...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/sollte-man-riester-rente-lebensversicherung-verkaufen/">Sollte ich meine Riester-Rente oder meine Lebensversicherung verkaufen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Sollte man bei den Niedrigzinsen die <strong>Lebensversicherung verkaufen</strong>? Eines vorweg: Ich mache hier in dem Artikel keine Anlageberatung und sage dir daher auch nicht, ob und wie du meiner Meinung nach handeln solltest.</p>



<p>Jeder Fall ist individuell zu betrachten, Patentrezepte und Pauschalaussagen sind nicht immer auf alle zutreffend. Was ich aber nachfolgend mache: Ich schildere dir meine eigenen Erfahrungen und die Schlussfolgerungen, die ich für mich gezogen habe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Ausgangssituation</h2>



<p>Unabhängig von meinem direkten Engagement an der Börse, hatte das Thema <strong>Altersvorsorge</strong> für mich schon immer einen großen Stellenwert. Zwar war der Stellenwert nicht sooo groß, dass ich dem alles andere untergeordnet hätte, dennoch war mir schon von Beginn meiner beruflichen Karriere an klar, dass ich im Alter mit weniger „Gehalt“ auskommen muss als heute.</p>



<p>Zudem war mir klar, dass ich mich nicht alleine auf die staatlichen Sicherungssysteme verlassen kann und will. Im übrigen halte ich es sowieso<strong> nicht für die Aufgabe des Staates, für eine auskömmliches Leben seiner Bürger zu sorgen</strong>, das ist aber ein anderes Thema. Auch habe ich keinerlei <a href="https://www.finanzguerilla.de/aktien-und-moral/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">moralische Probleme beim Investieren in Aktien</a>.</p>



<p>Es wird also eine Lücke geben, ob ich will oder nicht. Damit diese Lücke nicht zu einer Verringerung meines Lebensstandards führt, <em>muss</em> ich also handeln. Eigenverantwortung war gefragt. Auf <a href="https://www.finanzguerilla.de/rente-mit-77/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Versprechungen des Staates</a> gebe ich da nämlich nicht viel.</p>



<p>Was ich dann in den Folgejahren (Anfang der 20er) für mich und meinen Lebensabend abgeschlossen habe:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Bausparvertrag</strong>, damals mit <strong>3 Prozent</strong> verzinst</li>



<li><strong>Kapitalbildenden, fondsgebundene Rentenversicherung</strong> (mit Kapitalwahlrecht in einer Summe oder monatlicher Auszahlung zum Renteneintritt)</li>



<li><strong>Fondsgebundene Riester-Rente</strong> (unter Hinzuziehung vermögenswirksamer Leistungen des Arbeitgebers)</li>
</ul>



<p>Ich war also eigentlich gut aufgestellt fürs Alter. Dachte ich. Doch nachdem ich meine Kompetenzen in Sachen <strong>Finanzen</strong> ausgebaut hatte, kamen mir immer mehr Zweifel, ob meine Lösungen auch wirklich effizient und sinnvoll sind und mir auch die größtmögliche <strong>Rendite fürs Alter</strong> bringt. Letztendlich fiel meine Antwort mit NEIN recht eindeutig aus.</p>



<p>Also ergriff ich seit Ende meiner 20er bis zum Jahr 2016 folgende Maßnahmen, die ich dir dann auch gleich begründe (wie gesagt aus sehr subjektiver Sicht).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Riester-Rente kündigen</h2>



<p>Ja, die Zulage von <strong>154 Euro</strong> im Jahr war nett. Danke Vater Staat, dass du mich wiedermal so gut versorgst und mich von jeglicher Eigenverantwortung frei sprichst. Aber wie so oft bei staatlich subventionierten Dingen, hat die Sache auch einen Haken: Das Produkt meiner Riester-Rente war mit <strong>hohen Gebühren</strong> versehen, die jährlich an meiner Rendite geknabbert haben.</p>



<p>Zudem steckte nur ein schwacher &#8222;Motor&#8220; in meiner Riester, weshalb sie dauerhaft auch nie wirklich gut hätte performen können &#8211; <strong>nach Kosten und Gebühren</strong>.</p>



<p>Zudem war das Geld durch die vertraglichen Förderungen wenig flexibel und im Prinzip &#8222;gebunden&#8220;. Zwar war meine Riester-Rente in Form eines <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/">Aktienfonds-Sparplanes</a> konstruiert, dadurch grundsätzlich schonmal gar nicht schlecht und vermutlich besser als so manche &#8222;normale&#8220; konservative <strong>Lebensversicherung</strong>.</p>



<p>Dennoch lag dem Produkt ein <strong>aktiv gemanagter Aktienfonds</strong> zugrunde, der natürlich Gebühren kostet. Neben einem Ausgabeaufschlag für den Fonds, lagen auch die laufenden Managementgebühren des Fonds bei knapp <strong>1,5 bis 2 Prozent pro Jahr</strong>. Freilich das musste ich mir alles selbst heraussuchen und aktiv mit anderen Fonds oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-etf/">ETF</a>s vergleichen.</p>



<p>Inzwischen weiß ich: Laufende Gebühren und immer wiederkehrende Kosten sind Gift für einen effizienten <strong>Vermögensaufbau fürs Alter</strong>.</p>



<p>Die <strong>Riester-Rente</strong> wurde also <strong>gekündigt</strong> und schon da zeigte sich auch die Schattenseite staatlicher Subventionierung: Die <strong>Zulagen</strong> durfte ich allesamt an den <strong>Staat zurückzahlen</strong>. Danke auch. Unter dem Strich hatte ich über die Jahre also lediglich einen <strong>aktiv gemanagten Aktienfonds</strong> am Laufen, der möglicherweise ganz ordentlich lief, aber auch hohe laufende Gebühren mit sich brachte, aufgrund des Etikettes &#8222;Riester-Rente&#8220;. Unterm Strich natürlich viel zu teuer im Nachhinein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bausparvertrag kündigen</h2>



<p>Mit Aufkommen der Niedrig- und Negativzinsen um die <strong>Finanzkrise 2008</strong> herum trennte ich mich auch von meinem <strong>lange laufenden Bausparvertrag</strong> nach Ablauf der <strong>7-jährigen Ansparzeit</strong>. Auch hier hatte ich irgendwie das Gefühl, dass ich mit angezogener Handbremse Richtung Altersvorsorge unterwegs bin und das Geld <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">anderweitig sinnvoller für mich arbeiten könnte</a>. Ich wollte also den Turbo, statt der Schnecke. Von Zielen wie der <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">finanziellen Freiheit</a> hatte ich damals noch keinen Schimmer.</p>



<p>Trotzdem wurde der Bausparvertrag gekündigt und das erhaltene Guthaben am <strong>Aktienmarkt investiert</strong>. In der Anfangszeit zugegeben mehr schlecht als recht und mit hohem Lehrgeld.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Lebensversicherung verkaufen</h2>



<p>Der letzte Schritt meiner persönlichen „Rentenoptimierung“ erfolgte im <strong>Herbst 2016</strong>. Da kündigte ich meine kapitalbildende <strong>fondsgebundene Rentenversicherung</strong> nach einer Laufzeit von über 12 Jahren. Wieso betone ich die <strong>12 Jahre</strong>? Nunja. Das Schöne war: Der Vertrag war ein Altvertrag von <strong>vor 2005</strong>, das heißt, ich habe die gesamte Summe nach Ablauf von 12 Jahren <em><strong>steuerfrei</strong></em> ausbezahlt bekommen.</p>



<p>Eine kleine aber feine Rendite habe ich zudem gemacht. Zu den Unterschieden vor/nach 2005 siehe die Grafik im Artikel von Focus-Online.</p>



<p>Wieso genau habe ich die Rentenversicherung gekündigt? Auch hier war &#8222;Rendite&#8220; das Zauberwort. Immerhin sind solche Rentenversicherungen oft so konstruiert, dass die Versicherungen in den Anfangsjahren <strong>kaum Rendite</strong> machen, da die Gebühren abgezogen werden. Für einen 40 Jahre laufenden Vertrag zahlst du im <strong>4-stelligen Bereich Abschlussgebühren</strong>, die oft und gerne verschwiegen werden oder zumindest gut im Kleingedruckten versteckt sind.</p>



<p>Diese <strong>Abschlussgebühren</strong> sind per se nicht schlimm, aber das Produkt sollte halt auch entsprechend liefern und nicht nur versprechen. Und hieran mangelt es vielen dieser Produkte. Wenn diese im Schnitt <strong>4% p.a</strong>. machen, aber <strong>auf 40 Jahre</strong> gesehen möglicherweise <strong>6% p.a.</strong> möglich wären mit Produkten die effizienter und günstiger sind, wieso dann nicht lieber diese wählen?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mangelnde Rendite</h3>



<p>Das heißt die Versicherung zahlt zuerst mal sich selbst und erst dann kommt der Anleger in den Genuss des erwirtschafteten Gelds. In den grünen Bereich kommen die Versicherungen oft erst nach mehreren Jahren.<br>Zudem zahlen diese Versicherungen wie der Name schon sagt erst nach Erreichen einer speziellen Altersgrenze.</p>



<p>Vorher hat der Anleger in der Regel nichts von der Versicherung. Sich <strong>über 40 Jahre</strong> an einen Vertrag zu binden war schlicht keine Option mehr für mich. Daher habe ich schon vor Abschluss der Versicherung auch die Variante einer <strong>Kapitalauszahlung in einer Summe</strong> gewählt. Wer weiß wie viele Jahre man <strong>nach 63 überhaupt noch lebt</strong> und etwas von dem Geld hat?</p>



<p>Aber am ärgerlichsten waren für mich die hohen Gebühren und die Abzüge, die direkt auf die Rendite durchschlugen. Selbst wenn ich den Vertrag hätte ruhen lassen (also keine weiteren Raten mehr gezahlt hätte), wären die Gebühren jedes Jahr fällig gewesen. Wenn ich mir retrograd vorstelle, wieviel Rendite ich in <strong>12 Jahren</strong> mit einer <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">anderen Strategie</a> hätte machen können, könnte es mir schon schwindelig werden.</p>



<p>Diese Zeit hätte dazu gereicht, schon einen riesen Schritt Richtung <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">finanzieller Freiheit</a> zu machen oder sie sogar zu erreichen. Hätte, hätte Fahrradkette. Vorbei ist&#8217;s, Vergangenheit. Daher den Blick ab ab Richtung Zukunft. Und ein paar Jährchen Zeit zum Gas geben habe ich ja auch noch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine Strategie heute</h2>



<p>Zugegebenermaßen fahre ich heute <strong>ziemliches Risiko</strong> bei meiner <a href="https://www.finanzguerilla.de/altersvorsorge/">Altersvorsorge</a>. So mancher Versicherungsmakler würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen angesichts meiner <strong>hohen Aktienquote</strong> und wieder mit diesen typischen „<em>Was wäre wenn…</em>“-Argumenten oder dem allseits beliebten „globalen <a href="https://www.finanzguerilla.de/krise-und-dann-depotabsicherung-fuer-den-ernstfall/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Finanzcrash</a>“ kommen. Ohne Risiko gibt es nunmal auch keine Rendite, das weiß ich inzwischen.</p>



<p>Ich betone hier aber nochmal, dass die nachfolgende Strategie nur meine eigene ganz <strong>individuelle</strong> ist. Sie muss nichts für dich sein, ja kann sogar schädlich für dich sein. Außerdem ist nicht in Stein gemeißelt, dass die Strategie auch dauerhaft so bleibt oder nicht in Nuancen geändert oder ergänzt wird (z.B. um eine <strong>Risiko-Lebensversicherung</strong> bei <a href="https://www.finanzguerilla.de/depot-fuer-kinder-steuerfrei-ins-erwachsenenalter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nachwuchs</a> etc.).</p>



<p>Aber Ziel ist es zunächst mal, die Strategie die <strong>nächsten Jahre und Jahrzehnte</strong> so weiterlaufen zu lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine Vorsorgestrategie:</h2>



<h3 class="wp-block-heading">1) ETF-Sparpläne, monatlich bespart &#8211; Zielrichtung: Zielgerichteter Vermögensaufbau</h3>



<p>Dadurch habe ich mir einen stark diversifizierten „<strong>Kern</strong>“ meiner Altersvorsorge geschaffen. Die <strong>ETFs</strong> können über meinen Online-Broker teilweise sogar <strong>kostenlos bespart</strong> werden. Es gibt also keinerlei Kaufgebühren. <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ein ETF deckt die gesamte Welt</a> nach Kapitalisierung gewichtet ab.</p>



<p>Als Indices folge ich den möglichst globalen. Der <strong>MSCI World</strong> beinhaltet Aktien von knapp <strong>1600 Unternehmen</strong> weltweit, der <strong>FTSE All-World</strong> über <strong>3000</strong>. Eine größere Risikostreuung meines Geldes ist fast nicht vorstellbar. Durch den kleineren Anteil der <strong>Emerging Markets</strong> profitiere ich zudem langfristig von relativ guten Wachstumschancen der <strong>Schwellenländer</strong>.</p>



<p>Auch wenn die USA irgendwann einmal ihre Vorherrschaft verlieren, hat dies für meinen globalen ETF lediglich die Auswirkung, dass er den US-Anteil senkt und andere Staaten mehr gewichtet.</p>



<p><strong>ETFs</strong> die ich hierfür ganz gut finde, habe ich dir <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> in einer Übersicht zusammengefasst.</p>



<p>Das Verhältnis von 70/30 (<strong>World</strong>/ <strong>Emerging Markets</strong>) orientiert sich an den modernen wissenschaftlichen Portfolio-Theorien. Unter anderem nachzulesen im „<a rel="noopener noreferrer" href="http://amzn.to/2tC6Ous" target="_blank">Kommer</a>“*. Ich selbst habe einen <strong>einzigen Welt-ETF</strong> ohne Rebalancing hierfür genutzt. Statt 70:30 also 90:10.</p>



<p>Auf <strong>aktives Rebalancing</strong> verzichte ich aber bewusst. Diese ETFs sollen nämlich komplett passiv laufen. Alternativ habe ich damals auch mit dem Gedanken gespielt, den <a rel="noopener noreferrer" href="https://www.arero.de/" target="_blank">ARERO</a> (<strong>A</strong>ktien <strong>Re</strong>nten <strong>Ro</strong>hstoffe) als meinen Kern zu wählen, bin aber aufgrund meiner Skepsis gegenüber Rohstoffen dann doch bei den reinen weltweiten <strong>Aktien-ETFs</strong> geblieben.</p>



<p>Dabei hätte der <strong>ARERO</strong> auch das Rebalancing für mich übernommen, jedoch zu etwas höheren Gebühren (ca. <strong>0,5 % p.a.</strong>). Diese sind meiner Meinung nach aber dennoch völlig in Ordnung.</p>



<p>Die Philosophie des ARERO basiert auf dem Buch &#8222;<a rel="noopener noreferrer" href="http://amzn.to/2sETqBs" target="_blank">Genial einfach investieren</a>&#8222;* von <strong>Martin Weber</strong>. Der Fonds scheint ganz gut zu sein und beinhaltet ein <strong>komplettes Welt-Portfolio</strong>. Ich selbst wollte nur in Aktien gehen, daher habe ich ihn erstmal nicht ins Portfolio genommen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Und der Crash?</h4>



<p>Sollte es einmal zum <strong>Einbruch an den Finanzmärkten</strong> kommen, kaufe ich durch den Sparplan-Effekt billiger mehr Stücke nach. Das federt etwas ab und beschleunigt den Turnaround wenn es wieder nach oben geht. Meine <strong>„Panik“ bei fallenden Kursen</strong> sollte sich so in Grenzen halten, auch bei längeren Phasen einer Baisse.</p>



<p>Vielleicht freue ich mich sogar bei dem nächsten großen Crash, wer weiß. Daher habe ich auf sicher geltende Anlagen als Beimischung (<strong>Renten</strong>) vorerst verzichtet.</p>



<p>Zum Thema laufende Kosten: Im Gegensatz zu meiner <strong>Riester-Rente</strong> (aktiver Fonds) und meiner gekündigten Lebensversicherung, verursachen meine ETFs zusammen Gebühren von nur <strong>0,25 &#8211; 0,5 % pro Jahr</strong>. </p>



<p>Ich bin mir im Klaren darüber, dass ich im Falle von angesparten <strong>200.000 Euro</strong> zum Beispiel <strong>500-1000 Euro Gebühren pro Jahr</strong> an die ETF-Gesellschaft bezahle. Dafür nehme ich aber ja auch eine Dienstleistung in Anspruch, also für mich völlig ok.</p>



<p>Nichtsdestotrotz partizipiere ich durch die ETFs langfristig auch optimal an den globalen Aktiengewinnen von im Schnitt <strong>7-9 Prozent pro Jahr</strong>. Schwankungen hin oder her. Ob ich nun <strong>8 Prozent Rendite pro Jahr</strong> oder „nur“ 7,5 Prozent (8%-0,5%) mache, ist mir dann doch relativ egal.</p>



<p>Vermutlich würde ich mit einem <strong>aktiv gemanagten Fonds</strong> noch mehr an Gebühren bezahlen und <a href="https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/fonds-etf/indexfonds-aktiv-gemanagte-fonds-enttaeuschen/8941324-2.html?ticket=ST-1723302-zD1ZcfoLC1h5PXYtyKpu-ap2" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="nicht wirklich besser abschneiden (öffnet in neuem Tab)">nicht wirklich besser abschneiden</a>, aber das ist ein anderes Thema.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2) Einzelaktien-Depot, Sparplan/Einzelkäufe &#8211; Zielrichtung: Passives Einkommen generieren (Dividende)</h3>



<p>In meinem Depot finden sich die typischen <strong>Dividenden-Aristokraten</strong>, Titel aus dem <strong>DAX</strong>, aus den <strong>USA</strong>, <strong>Großbritannien</strong>, <strong>China</strong> und der <strong>Schweiz</strong>. Zielrichtung ist hier das Schaffen und Skalieren eines <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Passiven Einkommens</a> durch Dividenden. Der Cashflow aus diesen Einnahmen soll langfristig meine Rente ergänzen.</p>



<p>Sollte es ganz außergewöhnlich gut laufen, könnte dieses Depot auch zur <strong>finanziellen Freiheit</strong> führen, was ja mein übergeordnetes <a rel="noopener noreferrer" href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank">Langzeit-Ziel</a> darstellt.</p>



<p>Das wäre dann der Fall, wenn ich alleine <strong>von meinen Dividenden-Einkünften leben könnte</strong> bzw. ich so viele Dividenden bekomme, wie ich als aktuelles Gehalt beziehe.</p>



<p>Im Vergleich zu der <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF-Strategie</a> hat diese Strategie mehr Risiko, da ich <em><strong>aktives Stock-Picking</strong></em> betreibe. Dafür bereitet sie mir aber auch wesentlich mehr Spaß als nur „langweilig“ <strong>passiv in ETF</strong> zu investieren. Durch das Augenmerk auf Dividende sollten mich auch hier die höheren Kursschwankungen der <a href="https://www.finanzguerilla.de/aktien-eine-frage-des-alters/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Einzelaktien</a> weiter nicht stören.</p>



<p>Es geht daher im Grunde auch nicht darum, den <strong>Index zu schlagen</strong>, das würde ich vermutlich ohnehin nicht schaffen, <a rel="noopener noreferrer" href="http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/investmentfonds-manager-86-prozent-verfehlen-ihre-benchmark-a-1083401.html" target="_blank">wenn selbst professionelle Fonds-Verwalter daran scheitern</a>.</p>



<p>Das einzige Alptraum-Szenario: Die Pleite von einzelnen Firmen, was den Totalverlust dieser Position in meinem Depot bedeuten würde. Da ich aber fast nur <strong>Global Player</strong> im Depot habe, sollte das Risiko halbwegs überschaubar sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3) Immobilie &#8211; Passives Einkommen generieren (Mieteinnahmen)</h3>



<p>Dritte Säule meiner persönlichen Altersvorsorge ist <a href="https://www.finanzguerilla.de/immobilien-mieten-oder-kaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vermietetes Wohneigentum</a>. Auch die <strong>langfristigen Mieteinnahmen</strong> bieten eine gute Grundlage für <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passives Einkommen</a> und eine Absicherung im Alter. Wobei <em>passiv</em> hier relativ ist. Wirklich passiv sind nur Aktien und ETF-Renditen. Bei <a href="https://www.finanzguerilla.de/immobilien/">Immobilien</a> müssen Mieter gefunden, die Abrechnung erstellt und <strong>Reparaturen durchgeführt</strong> und bezahlt werden.</p>



<p>Dafür bieten sie aber in der Anfangszeit auch einen <strong>guten Hebel</strong>, weil nur relativ wenig Eigenkapital und viel Fremdkapital benutzt wird.</p>



<p><strong>Immobilien als Geldanlage</strong> sind ja recht umstritten in der Finanzwelt, aber sie gehören für mich durchaus dazu. Sie sind zwar in der <strong>Gesamt-Performance vermutlich den Aktien unterlegen</strong>, aber zur Asset-Streuung mehr als geeignet.</p>



<p>Außerdem tut es verdammt gut zu wissen, dass man im Alter selbst wieder in seine Wohnung einziehen könnte und dann für immer <em>mietfrei</em> (wenn die Wohnung abbezahlt ist) wohnt. Immerhin sind auch <strong>wegfallenden monatliche Fixkosten eine Art von Rente</strong>. Auch zum Thema <a href="http://amzn.to/2sERyZu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mieten oder Kaufen</a>* hat sich Gerd Kommer lesenswert geäußert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">4) Rürup-Rente</h3>



<p>Waaaas? Dein Ernst? Ja, mein Ernst. Es gibt tatsächlich mittlerweile ganz gute Lösungen von Rürup-Renten, die sogar auf <strong>ETF-Basis</strong> funktionieren. Als <strong>hartz4- und pfändungssicherer Grundschutz</strong>, kann eine <strong>Rürup-Rente</strong> tatsächlich &#8211; insbesondere für <strong>Selbstständige</strong> und <strong>Besserverdiener</strong> &#8211; durchaus Sinn machen. So kann man z.B. die eingezahlten Beiträge bis zu einer Höhe von aktuell <strong>23.000 Euro</strong> von der <strong>Steuer absetzen</strong>, was einen zusätzlichen Hebel darstellt.</p>



<p>Aktuell habe ich aber noch keine abgeschlossen und kämpfe noch immer mit mir.</p>



<p>Einschränkung: Mit der <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/ruerup-rente-versus-etf-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rürup</a></strong> befindest du dich in der <strong>1. Schicht der Altersvorsorge</strong>, somit in der gleichen Schicht wo auch die <strong>gesetzliche Grundrente</strong> anzusiedeln ist. Das hat die Folge, dass du im Alter dein Geld lediglich als <strong>laufende Rente</strong> (sog. <em>Leibrente</em>) ausbezahlt bekommen kannst. </p>



<p>Eine Auszahlung <strong>in einer Summe ist nicht möglich</strong>. Auch wenn du stirbst, kann dein Geld futsch sein, wenn du nicht noch (teurere) Zusatzklauseln für <strong>deine Angehörigen abgeschlossen</strong> hast.</p>



<p>Dafür kannst du deine monatlichen Rürup-Beiträge <strong>bis zu einer Summe von derzeit um die 23.000 Euro</strong> von der Steuer absetzen. Durch die Steuerersparnis und die durchaus nicht zu verachtende Rendite einer 70/30 ETF-Lösung (siehe oben) in einer Rürup, kann sich eine <strong>sehr ordentliche monatliche Rente zusammenläppern</strong>.</p>



<p>Aber wie auch bei der <strong>Riester</strong> gilt auch bei der <strong>Rürup</strong>: Es ist und bleibt Geschmacksache, ob man staatlich geförderte Lösungen haben möchte oder nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Wie du siehst, gehe ich bei meiner <strong>Altersvorsorge</strong> einen etwas anderen Weg als ihn der Mainstream beschreitet und von „Experten“ empfohlen wird. Die meisten Deutschen verlassen sich wohl noch immer auf ihre <strong>Renten- oder Lebensversicherung</strong>, was ja auch völlig in Ordnung ist. </p>



<p>Aber ihnen sollte zumindest bewusst sein, dass die erwartete Renditen eher mickrig sein werden und das Thema <strong>Altersarmut</strong> wohl noch nicht ganz abgehakt sein dürfte. Ärgerlich wenn das böse Erwachen erst im Alter kommt, wenn man mehr Geld dringend bräuchte.</p>



<p>Dass ich mich inzwischen <strong>selbst um eine Finanzen kümmere</strong> ist für mich glasklar und logisch. Ich denke dass meine Strategie langfristig auch Früchte tragen wird. Bereits Heute habe ich ja schon einen stetigen <strong>Cashflow durch die Dividende</strong>. Ich sehe also schon, dass meine Vorsorge etwas nützt und funktioniert, im HIER und JETZT.</p>



<p>Das ist bei anderen Lösungen der Versicherungsbranche oftmals leider nicht gegeben. Hier droht im schlimmsten Falle nach 40 Jahren &#8211; wenn abgerechnet wird &#8211; ein grausiges Erwachen.</p>



<p>P.S.: Worauf ich in diesem Artikel nicht eingegangen bin, sind Dinge wie Tagesgeld (<a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzieller-schutz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">finanzieller Schutz</a>) und weitere Investments die ich tätige (<a href="https://www.finanzguerilla.de/p2p-kredite/">P2P</a>, <a href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-ich-aktuell-vermehrt-cfd-trading-betreibe/">CFD</a> (sehr selten), <a href="https://www.finanzguerilla.de/private-equity/">Private Equity</a> etc.). Ich unterscheide ganz genau zwischen <em>Altersvorsorge</em> und <em>Vermögensaufbau/Investieren</em>.</p>



<p>Alles oben Genannte ist für mich <strong>Altersvorsorge</strong>, der Rest ist <strong>Investieren und Kapitalaufbau</strong>. Oder würdest du deine Altersvorsorge in die Hände eines Peer-to-Peer-Marktplatzes geben?! Ich nicht.</p>



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<p><strong>Wie sieht denn deine eigene Altersvorsorge aus? Hast Du Versicherungsprodukte abgeschlossen?</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/sollte-man-riester-rente-lebensversicherung-verkaufen/">Sollte ich meine Riester-Rente oder meine Lebensversicherung verkaufen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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