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	<title>Persönlichkeitsentwicklung Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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	<description>Finanzen, Wirtschaft und Lifestyle - Finanzblog</description>
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	<title>Persönlichkeitsentwicklung Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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		<title>Buchtipp: Das Café am Rande der Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 May 2022 19:34:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[finanzielle Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[John Strelecky]]></category>
		<category><![CDATA[Mindset]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[The Big Five for Life]]></category>
		<category><![CDATA[ZDE]]></category>
		<category><![CDATA[Zweck der Existenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Erzählung über den Sinn des Lebens von John Strelecky Mit Nachwuchs ist freie Zeit zum Lesen ein nicht zu unterschätzender Luxus. Umso froher bin ich, dass ich in unserem jüngsten Urlaub tatsächlich Zeit fand, wiedermal ein Buch komplett zu lesen. &#8222;Das Café am Rande der Welt&#8220; von John Strelecky heißt das Werk. Bemerkenswert: Es...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Eine Erzählung über den Sinn des Lebens</strong></p>



<p><em>von John Strelecky</em></p>



<p class="has-drop-cap">Mit Nachwuchs ist freie Zeit zum Lesen ein nicht zu unterschätzender Luxus. Umso froher bin ich, dass ich in unserem jüngsten Urlaub tatsächlich Zeit fand, wiedermal ein Buch komplett zu lesen. &#8222;<strong>Das Café am Rande der Welt</strong>&#8220; von <em>John Strelecky </em>heißt das Werk. Bemerkenswert: Es hat nur <strong>128 Seiten</strong> und ist auch relativ <strong>großzügig</strong> geschrieben. Dennoch habe ich es durch und bin froh darüber, dass es sich nun in meine Bibliothek einreihen kann. </p>



<p>Wenn das Buch schon so kurz ist, werde ich auch meine heutige Buchbesprechung entsprechend kurz fassen. Wahrscheinlich dürftest du das Buch ohnehin kennen oder zumindest davon gehört haben.</p>



<pre class="wp-block-verse"><em>Übrigens: John Strelecky hat auch das von mir bereits bewertete Buch "<strong>The Big Five For Life</strong>" verfasst. Ab und zu erkennt man Teile davon auch in "<strong>Das Café am Rande der Welt</strong>" wieder. Ich sage nur: ZDE.

Die Rezension von "The Big Five For Life" findest du <a href="https://www.finanzguerilla.de/buchtipp-the-big-five-for-life/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>.</em></pre>



<h2 class="wp-block-heading">Das Café am Rande der Welt &#8211; Inhalt</h2>



<p>Doch worum geht es in &#8222;Das Café am Rande der Welt&#8220;? Nun, das ist schnell erklärt: Der Protagonist namens &#8222;<strong>John</strong>&#8220; (analog dem Autor) ist mit seinem Pkw unterwegs und steht genervt im Stau. Später im Buch erfährt der Leser, dass sich der Protagonist wohl auf der Fahrt in den Urlaub befindet. Unter anderem, um sich von seinem <strong>stressbehafteten Erwerbsleben</strong> zu erholen.</p>



<p>Wohin er fährt? Erfährt der geneigte Leser nicht. Welchem Job John nachgeht? Kein Wort darüber im Buch. Hat er Familie oder Partnerin? Auch dies bleibt ein Geheimnis. Tatsächlich steht der Protagonist ziemlich wenig im Mittelpunkt des Buches.</p>



<p>Der Stau belastet ihn schließlich so, dass er einen Umweg fährt und letztendlich auf einen einsamen Highway gelangt. Hier wird es immer einsamer, er verliert seine Orientierung und schließlich geht ihm auch noch der Sprit aus.</p>



<p>Dann entdeckt er es: Ein völlig abseits gelegenes Café namens &#8222;<strong>Das Café der Fragen</strong>&#8222;. Dort kehrt John völlig entkräftet, hungrig, übermüdet und genervt ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Existentielle Fragen nach dem Sinn des Lebens</h2>



<p>Im Café wird er vom Besitzer &#8222;<strong>Mike</strong>&#8220; und seiner Mitarbeiterin und Bedienung &#8222;<strong>Casey</strong>&#8220; umsorgt. Es herrscht eine mystische und seltsame Atmosphäre. Alles ist komisch. Außer John ist nur noch ein anderes Paar im Café. Andere Gäste gibt es nicht.</p>



<p>John liest die Speisekarte und bestellt ein <strong>nächtliches und reichhaltiges Frühstück</strong>. Die Speisekarte wiederum hat es in sich: Auf der Rückseite stehen drei Fragen, die den Rest des Buches und die folgenden Dialoge mit den anderen Personen im Café bestimmen sollen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>WARUM BIST DU HIER?</li>



<li>HAST DU ANGST VOR DEM TOD?</li>



<li>FÜHRST DU EIN ERFÜLLTES LEBEN? </li>
</ul>



<p>Nach anfänglicher Reaktanz und weil John in seinem bisherigen Leben wohl eher weniger spirituell zu sein schien, ließ er sich erst nach und nach auf diese Fragen ein. Die Erörterung der Fragen mit Mike und Casey tragen schließlich dazu bei, dass Johns Leben eine völlig neue Wendung erfährt&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">ZDE &#8211; Zweck der Existenz</h2>



<p>Bereits in &#8222;<strong>The Big Five For Life</strong>&#8220; kam das Wort vor, welches sich auch in diesem Buch wiederfindet: <strong>ZDE</strong>. Es steht für <strong>Zweck der Existenz</strong> und bedeutet laut dem Autor in etwa: </p>



<p><em><strong>Jeder Mensch hat eine Bestimmung auf dieser Erde. Wirklich glücklich könne man demnach nur werden, wenn man ein Leben führt, welches möglichst nahe der eigenen Bestimmung folgt.</strong></em></p>



<p>Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, bedeutet das laut &#8222;Das Café am Rande der Welt&#8220;: <em>Tue was du liebst, solange es deiner Bestimmung entspricht und das Leben wird dich dafür belohnen. Spirituell und materiell</em>.</p>



<p>Kommt dir das bekannt vor? Richtig. Das Buch schlägt hierbei in eine ähnliche Kerbe wie &#8222;<a href="https://amzn.to/3LTdHws" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">The Secret</a>&#8222;* oder &#8222;<a href="https://www.finanzguerilla.de/think-and-grow-rich-rezension/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Think and grow rich</a>&#8222;. Hat man einfach irgendwo schonmal gehört. Muss das schlecht sein? Nicht unbedingt. Kann diese Denkweise helfen? Ich vermute ja, weiß es aber nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Meine Meinung zum Buch</h2>



<p>Das Buch liest sich flott und einfach und eignet sich als &#8222;<strong><em>Fast Food-Literatur</em></strong>&#8220; für Zwischendurch im besten Sinne. Ich würde es somit in eine ähnliche Kategorie packen wie &#8222;<a href="https://www.finanzguerilla.de/der-reichste-mann-von-babylon-erfolgsgeheimnisse-der-antike-der-erste-schritt-in-die-finanzielle-freiheit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der Reichste Mann von Babylon</a>&#8220; , &#8222;<a href="https://www.finanzguerilla.de/buchtipp-von-einer-schildkroete-die-kunst-des-lebens-lernen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die 7 Geheimisse der Schildkröte</a>&#8220; oder &#8222;<a href="https://www.finanzguerilla.de/buchtipp-zwerge-versetzen-berge-mit-kleinen-schritten-grosses-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zwerge versetzen Berge</a>&#8222;. Allesamt habe ich bereits besprochen und selbst gelesen (Besprechungen siehe Links).</p>



<p>Zielgruppe aller Bücher sind eher Neueinsteiger in die Thematik &#8222;<strong>Persönlichkeitsentwicklung</strong>&#8222;. Mit Ausnahme von &#8222;Der reichste Mann von Babylon&#8220;. Dieses Buch richtet sich tatsächlich eher an <strong>finanziell interessierte</strong> Leser.</p>



<p>Leider merkt man dem Buch an mancher Stelle auch an, dass es sich eher an Newcomer der Persönlichkeitsentwicklung richtet. Für mich machte es manchmal den Eindruck, dass das Buch einzig alleine dazu dient, den Leser an den &#8222;<strong>Haken der <a href="https://www.finanzguerilla.de/selbstoptimierung-als-sackgasse/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Selbstoptimierungs- und Persönlichkeitsentwicklungs-Industrie</a></strong>&#8220; zu nehmen. Manche Dialoge sind einfach <em>zu offensichtlich konstruiert</em> und machen auf mich dadurch einen <em>nicht authentischen</em> Eindruck.</p>



<p>Nicht umsonst bietet <a href="https://www.johnstrelecky.com/de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">John Strelecky</a> auch Erfolgsseminare an und ist als <em>Speaker</em> und Coach tätig. Das Buch hat manchmal den Charakter einer Werbeschrift für eben solche Seminare.</p>



<p>Falls du dir selbst ein Bild von John Strelecky machen möchtest, kann ich dir dieses Video empfehlen:</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Das Café der Fragen &#8211; Gegen den Strom schwimmen</h2>



<p>Was mir hingegen sehr gut gefallen hat an dem Buch, ist die Abrechnung mit der <strong>Mittelmäßigkeit der Masse</strong>. Beziehungsweise die Abrechnung mit dem <em>spießigen Standardleben</em> und dem ausschließlichen Fokus auf beruflichem Erfolg. Mache was die Masse macht und du wirst auch nur die Ergebnisse der Masse bekommen. Was in Sachen <strong>Finanzen</strong> stimmt, kann im Bereich der <strong>Persönlichkeitsentwicklung</strong> auch nicht falsch sein.</p>



<p>Die <a href="https://www.finanzguerilla.de/gezielte-manipulation-finanzielle-bildung-matrix/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wenigsten Menschen führen ein erfülltes und glückliches Leben</a>, wenn sie immer nur dem Mainstream folgen. Wahre Worte. Diese Geisteshaltung wird in dem Buch auch dadurch symbolisiert, dass John den nervigen Stau verlässt und sich ohne Straßenkarte auf den Weg macht, der ihn letztendlich zum &#8222;<strong>Café der Fragen</strong>&#8220; führt. Zwar sind die anderen Stauteilnehmer vermutlich vor ihm an ihrem Fahrtziel, Johns Umweg erspart ihm aber, am folgenden Tag wieder im gleichen Stau zu stehen.</p>



<p>Auch hier versprüht das Buch leichte Vibes von <strong>Earl Nightingales</strong> Werk &#8222;<a href="https://www.finanzguerilla.de/lead-the-field-earl-nightingale-lohnt-es/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lead The Field</a>&#8222;. </p>



<p>Somit bleibt zum Buch zusagen: Wohl schmeckender Happen Positivität für Zwischendurch. Das Rad wird hierbei aber nicht neu erfunden. Für Neulinge der Persönlichkeitsentwicklung aber definitiv empfehlenswert!</p>



<h2 class="wp-block-heading has-highlight-color has-text-color"><strong>Bewertung:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 3,8 / 5</strong></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Herausgeber ‏ : ‎ </strong>dtv; 58. Edition (1. Februar 2007)</li>



<li><strong>Sprache ‏ : ‎ </strong>Deutsch</li>



<li><strong>Taschenbuch ‏ : ‎ </strong>128 Seiten</li>



<li><strong>ISBN-10 ‏ : ‎ </strong>3423209690</li>



<li><strong>ISBN-13 ‏ : ‎ </strong>978-3423209694</li>



<li><strong>Originaltitel ‏ : ‎ </strong>The Why Are You Here Cafe</li>
</ul>



<p><strong>Hast du das Buch oder andere hier besprochene Bücher gelesen?</strong></p>
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			</item>
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		<title>Selbstoptimierung: Wann sie zur Sackgasse wird und schadet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Oct 2018 16:48:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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		<category><![CDATA[Manipulation durch Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Stressabbau]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Selbstoptimierung und die eigenen vermeintlichen Träume zu jagen, ist äußerst hipp. So scheint es mir zumindest dieser Tage. In den bunten Welten von Youtube, Instagram, Facebook und Konsorten scheint alles so wunderbar klar, übersichtlich und „positiv“. Du kannst, wenn du nur willst. Du musst nur den inneren Schweinehund besiegen, dann wird das schon. „Lebe deinen...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap"><strong>Selbstoptimierung</strong> und die eigenen vermeintlichen Träume zu jagen, ist äußerst hipp. So scheint es mir zumindest dieser Tage. In den bunten Welten von <strong>Youtube</strong>, <strong>Instagram</strong>, Facebook und Konsorten scheint alles so wunderbar klar, übersichtlich und „positiv“. <em>Du kannst, wenn du nur willst</em>. Du musst nur den inneren Schweinehund besiegen, dann wird das schon.</p>



<p>„<em>Lebe deinen Traum, genieße dein Leben und erreiche deine Ziele</em>“ schreit’s von allen Dächern und aus jedem dritten Youtube-Channel. <strong>Selbstoptimierung</strong> rules. Versteh mich nicht falsch: Ich bin der Letzte, der etwas dagegen einzuwenden hat, die beste Version seiner Selbst zu werden. Allerdings muss der Preis stimmen.</p>



<p>Das Gegenteil von Weiterentwicklung würde schließlich bedeuten, sich in rechtfertigender Passivität den Jahre- oder jahrzehntelang <a href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-guerilla/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einprogrammierten Glaubenssätzen</a> und dem Leben generell kampflos zu ergeben.</p>



<p>Nein, das ist sicherlich eine noch schädlichere Taktik, als dem <strong>Social-Media-Selbstoptimierungswahn</strong> zu verfallen. Hier befindet man sich wenigstens halbwegs auf einer zielgerichteten Reise, auch wenn sie manchmal in einer Sackgasse enden kann.</p>



<p>Rein passiv durchs Leben zu gehen, hieße jedoch, gar kein Ziel zu haben. Schon der Lateiner wusste immerhin:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„<em>Errare humanum est</em>“ (dt.: &#8222;Irren ist menschlich&#8220;)</p>
</blockquote>



<p>Daher lieber zielgerichtet den Weg in eine Sackgasse gehen, zu lernen <strong>umzukehren</strong> und <strong>einen anderen Weg</strong> versuchen, als sich <strong>passiv durchs Leben schubsen zu lassen</strong> wie ein Kajak ohne Ruder auf dem Ozean. So zumindest meine Meinung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Sache mit den sozialen Medien</h2>



<p>Nun leben wir unzweifelhaft in einer Zeit, die von <em>sozialen Medien</em> geradezu dominiert wird. Verbunden natürlich mit all ihren Vor- und Nachteilen: Im Bett nachts wird vor dem Einschlafen nochmal auf <a href="https://www.facebook.com/FinanzGuerilla/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Facebook</strong></a>, <strong>Instagram</strong> oder <strong>Pinterest</strong> gesurft und durch ein Schaufenster die Leben von <strong>vermeintlich glücklichen</strong>, <strong>erfolgreichen</strong>, <strong>sportlichen</strong>, hippen und durch die Bank positiven Menschen betrachtet.</p>



<p>Selbstoptimierung quasi in Dauerbeschallung. Für das eigene Gehirn vor allem kurz vor der Tiefschlafphase eine mittelprächtige Katastrophe, <a href="https://www.welt.de/gesundheit/article155412601/Das-passiert-wenn-das-Smartphone-mit-ins-Bett-geht.html">was dir jeder Psychologe so bestätigen</a> wird.</p>



<p>Ein weiteres Problem dabei: Es sind oft keine Prominenten, sondern teilweise die <strong>eigenen Freunde</strong> und Bekannten, die solche vermeintlich „<strong>perfekten Leben</strong>“ führen und nach Außen zur Schau stellen. Das kann unter Umständen dann schon an deinem eigenen Selbstwert nagen.</p>



<p>Wenn es enge Freunde sind, dann ist diese „Fassade“ der <strong>Selbstdarstellung</strong> noch halbwegs einfach zu durchschauen. Hat man aber 1000+ „Freunde“ auf der Freundesliste, dann kann dir die Differenzierung durchaus mal schwer fallen. Hier kann dann tatsächlich dein Selbstbewusstsein geschädigt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alles Übel steckt im Vergleich</h2>



<p>Wenn uns diese Differenzierung schwer fällt, dann lauert dort ein wahrer <strong>Glücklichkeits- und Zufriedenheits-Killer</strong>: Der <strong><em>Vergleich</em></strong>. Du kennst dein eigenes Leben in- und auswendig. Dann siehst du Bilder, wie deine Kindheitsfreunde auf <strong>Hawaii surfen</strong>, die <strong>große Karriere machen</strong> oder offenbar dauerhaft <strong>nur am Feiern</strong> sind.</p>



<p><em>Mögliche logische Folge dessen:</em></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Im <strong>Positiven</strong>: Du hinterfragst dein eigenes Leben und reflektierst selbstkritisch. Du kannst dann an einigen Stellschrauben drehen und deinem Leben vielleicht neuen „Pepp“ verleihen, ohne gleich das neue Supertalent werden zu müssen.</li>



<li>Im <strong>Negativen</strong>: Du entwickelst Neid und Missgunst, wodurch die sozialen Medien teilweise regelrecht zu assozialen Medien mutieren (<a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/soziale-netzwerke-wie-einsam-und-ungluecklich-macht-facebook-15343982.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Quelle</a>).</li>
</ul>



<p>Ich würde mich festlegen, dass in der großen Masse tatsächlich die <em>negativen</em> Folgen bei der Social-Media-Nutzung überwiegen. So gibt es schon länger Studien die besagen, dass soziale Netzwerke bei starker Nutzung <strong>unglücklich</strong> und <strong>einsam</strong> machen können (<a href="https://futurezone.at/science/studie-facebook-macht-dich-traurig/257.940.920" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> und <a href="https://www.n-tv.de/panorama/Facebook-uebt-sich-in-Selbstkritik-article20188823.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>). Sogar Facebook ist mittlerweile auffällig selbstkritisch in diesem Zusammenhang.</p>



<p>Neben weiteren zahlreichen Gründen liegt es auch hier vor allem am stetigen <strong>Vergleich mit anderen Menschen</strong> und deren öffentlich zur Schau gestellten „Leben“.<br>Nicht umsonst führen sogar die Hersteller von Smartphones neue Gimmicks wie die <strong>Messung der Bildschirmzeit</strong> ein (<a href="https://www.macwelt.de/a/ios-12-so-funktioniert-bildschirmzeit,3439380" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Quelle</a>).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Achtung Marketing!</h2>



<p>Aber ich kann dich auch beruhigen: Wenn du die glamourösen Bilder Einiger auf <strong>Facebook</strong> und <strong>Instagram</strong> siehst, dann kannst du in einer großen Zahl der Fälle einfach davon ausgehen, dass es nichts anderes als <strong>Werbung</strong>, <strong>Selbstvermarktung</strong> und <strong>geschicktes Marketing</strong> ist. Aktuelles Modestichwort: <strong>Influencer-Marketing</strong>.</p>



<p>Da hockt dann das begattungswürdige blonde Püppchen zuhause bei sich auf der Couch und erzählt dir aufgestylt und geschminkt Irgendwas darüber, wie du deine Haare machen kannst. „Zufällig“ greift sie dann zu einem Lockenstab der Marke XY, den du auch noch in den Links unterhalb des Beitrages oder Videos kaufen kannst. Oder im Hintergrund steht auffällig unauffällig das Produkt der Marke XY herum.</p>



<p>Selbstredend verdient die Tussi dann mit, wenn du über ihren Link den Lockenstab kaufst oder überhaupt indem du ihren Kanal anschaust.&nbsp; An sich finde ich diese Art des Geldverdienens auch nicht verwerflich, Prostitution gab es ja schon immer ;-).</p>



<p>Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied zu Zeiten vor dem Internet und dem aktuellen Influencer-Marketing:</p>



<p>Konnte man früher zu Zeiten des guten alten Fernsehens und Radios noch genau <em>zwischen Werbung und Inhalt unterscheiden</em>, so ist dies auf <strong>Social Media-Kanälen</strong> inzwischen oft nicht mehr der Fall. Vorwiegend junge Leute halten die gezeigten Bilder und Videos tatsächlich für Realität, was mehr als fatal sein kann.</p>



<p>Denn wenn du den Unterschied zwischen <strong>echter Selbstoptimierung</strong> im Sinne <strong>Persönlichkeitsentwicklung</strong> und <strong>plumpem Marketing</strong> nicht mehr kennst, dann könntest auch du mit der Zeit ein psychologisches Problem aufgrund der Realitätsverzerrung bekommen. Schleichend und meist wenig offensichtlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Psychische Probleme dank Social Media</h2>



<p>Wenn immer mehr Menschen <strong>psychische Probleme durch die Nutzung von Social Media</strong> bekommen, sich <strong>gestresst</strong>, <strong>gehetzt</strong>, <strong>dauererreichbar</strong> oder <strong>unglücklich</strong> fühlen, dann lassen sich wiederum auch immer besser vermeintliche Hilfsangebote über die Social-Media-Kanäle vermarkten. Seien es <strong>Seminare für innere Ruhe</strong>, <strong>Meditation</strong>, <strong>Coachings</strong> oder das übliche <strong>Motivationseinerlei</strong>.</p>



<p>Auch hier mich bitte nicht missverstehen: Es gibt zahlreiche wirklich gute und tatsächlich hilfreiche <strong>Angebote</strong>, <strong>Konzepte</strong>, <strong>Bücher</strong> und <strong>Videos</strong> auf dem Markt, teilweise auch kostenlos. Manche stelle ich an <a href="https://www.finanzguerilla.de/beste-finanzbuecher-tipps-empfehlungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dieser Stelle</a> auch vor. Von diesen positiven Beispielen spreche ich hier aber nicht. Ich spreche von den schwarzen Marketing-Schafen.</p>



<p>Bei ihnen ist es so, dass du oftmals nur mit einer „<em>genialen Erkenntnis</em>“ oder einem „<em>genialen Konzept</em>“ oder Produkt getriggert/gelockt wirst, um dann in einem weiteren Schritt vor allem <strong>Geld auszugeben</strong>, sobald es dann in die Tiefe jenseits von <strong>Facebook</strong> und <strong>Youtube</strong> geht. Ähnlich einer Sekte.</p>



<p>Ist diese Tiefe dann qualitativ hochwertig, ist es eine klasse Sache. Wenn nicht, dann Glückwunsch: Du bist eines von tausenden <strong>Bauernopfern</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Selbstoptimierung ja – aber bitte mit Maß</h2>



<p>Somit gilt auch beim Thema <strong>Selbstoptimierung</strong> wie überall: Die Dosis macht das Gift.</p>



<p>Wenn sich zu der „gesunden Dosis“ dann auch noch kritisches Hinterfragen deinerseits gesellt, dann bist du meiner Meinung nach schon auf einem ziemlich guten Weg, eben nicht den schädlichen psychologischen Dynamiken der Neuzeit wie <strong>Neid</strong>, <strong>Missgunst</strong>, <strong>Depression</strong> oder <strong>Burnout</strong> auf den Leim zu gehen. Im Gegenteil, dann hast du tatsächlich die Möglichkeit konstant weiter zu wachsen und Neues auszuprobieren.</p>



<p>Vielleicht hilft es, sich manchmal einfach vorzustellen, dass auch das blonde Insta-Püppchen ab und zu aufs Klo muss und sich dieser Vorgang dann in allen seinen Details vermutlich nicht wesentlich von dem deinen unterscheidet.</p>



<p>Oder dass sich auch der <strong>surfende Dauerpartygänger</strong> zur Finanzierung seines geilen Lifestyles im Alltag wieder ziemlich <a href="https://www.finanzguerilla.de/raus-aus-dem-hamsterrad/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">im Hamsterrad verbiegen</a> muss. Ja vielleicht gar seine Erfahrungen auf Schulden aufbaut, wie es bei den vielen unter 30-jährigen, bei Mama wohnenden, <strong>AMG-Mercedes-Disko-Checkern</strong> oft der Fall ist.</p>



<p>Oder du das nächste Mal etwas kritischer hinterfragst, wieso dir Jemand auf Facebook aus heiterem Himmel einen <strong>geilen gesunden neuen Lifestyle</strong> mit einem geilen Team anbietet. Vielleicht sollst auch du einfach nur in einem Strukturvertrieb Gemüsepillen verkaufen. Vielleicht hat das ja dann doch gar nichts mit Nächstenliebe zu tun, sondern lediglich mit Selbstliebe des Anwerbers?</p>



<p>Oder du eben – und das ist das Schwerste überhaupt – <strong>aufhörst, dich mit Anderen zu vergleichen</strong>. So entziehst du automatisch so manchen Marketinglern deren Grundlage.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Finanzielle Selbstoptimierung</h2>



<p>Auch bei der finanziellen Selbstoptimierung gilt: <strong>Nicht übertreiben</strong>. Wer sich zu sehr <strong>finanziell einengt</strong>, der geht eine <em>gefährliche Wette auf die Zukunft ein</em> und <strong>verpennt unter Umständen sein aktuelles Leben</strong> im <a href="https://amzn.to/2PLPCdK" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier und Jetzt</a>*.<br>Wahrscheinlich reicht es für die Meisten, die explizit nicht das oberste Ziel der <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">finanziellen Freiheit</a> haben, aus, ihre monatlichen Ausgaben kritisch zu prüfen und die Sparquote etwas zu erhöhen.</p>



<p>Ich selbst habe auch meine Finanzen <strong>in den letzten Jahren konsequent vereinfacht</strong>, sprich meine Anzahl an <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-etf/">ETF</a>s</strong>  und <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-aktien/">Einzelaktien</a> reduziert, dadurch <a href="https://www.finanzguerilla.de/in-einzelaktien-statt-etf-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">finanziell mehr fokussiert</a> und den zeitlichen Aufwand für die Verwaltung des Depots gesenkt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Selbstoptimierung &#8211; Mein Fazit:</h2>



<p>Ich selbst bin mittlerweile sehr vorsichtig mit der <strong>Selbstoptimierung</strong>, wie sie durch die (jungen) Medien derzeit transportiert wird. Immer öfter stelle ich beim Blick hinter die Kulissen geschicktes <strong>Marketing</strong> und <strong>Clickbaiting</strong> fest. Nur allzu schnell ist man selbst <em>Kunde eines Bedürfnisses, welches durch das umfangreiche Angebot überhaupt erst geweckt wurde</em>. Also ist Aufpassen angesagt, nicht Alles ist <a href="https://www.finanzguerilla.de/steuerfreies-gold-mit-euwax-gold-2/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gold</a> was glänzt, geschweige denn tatsächlich nützlich.</p>



<p>Kürzlich ist mir das auch beim Thema <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">finanzielle Freiheit</a> als Schlagwort aufgefallen. Vieles (nicht Alles!) ist einfach nur <strong>Marketing</strong>, was aber an der genialen Grundidee (<a href="https://www.finanzguerilla.de/in-dubio-pro-libertate/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Freiheit</a>) und der Realisierbarkeit für mich jedoch nichts ändert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Maßnahmen gegen übertriebene Selbstoptimierung</h3>



<p>Gute Erfahrungen habe ich persönlich mit <strong>folgenden Schritten gegen den Selbstoptimierungswahn</strong> gemacht:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><em>Ich höre mehr auf meinen Bauch</em>. Stimmt das Gefühl nicht mehr, dann gehe ich den eingeschlagenen Weg nicht weiter und probiere lieber etwas Neues</li>



<li><em>Weniger Zeit auf Facebook ist mehr Zeit im realen Leben mit realen Hobbies und realen Menschen</em>, ganz ohne Fassade.</li>



<li><em>Meditation und Stille helfen</em>: Ab und zu einfach nur <strong>Ruhe und Stille</strong>, ganz ohne <strong>Handy</strong>, Computer, sozialem Hintergrundrauschen, stattdessen mit einem <strong>ruhigen Geist</strong>.</li>
</ul>



<p>Zugegeben, anfangs fällt es sehr schwer, weil wir heute dazu gedrillt werden, ständig mit unserer Aufmerksamkeit hin- und her zu springen (<a href="https://www.zeit.de/digital/internet/2018-10/sabine-kastner-psychologie-aufmerksamkeit-konzentration-smartphone-gehirn" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Quelle</a>). Dadurch gelingt es uns immer weniger, uns längere Zeit auf nur eine Sache zu konzentrieren. Hier spielen dann die Social Media ihre teilweise <strong>toxische Wirkung</strong> vollends aus.<br><a href="https://c.trackmytarget.com/uf66a0"><img decoding="async" src="https://i.trackmytarget.com/uf66a0"></a><br>Falls dich das Thema über diesen Beitrag hinaus interessiert, liste ich dir nachfolgend noch weitere &#8211; meiner Meinung nach &#8211; lesenswerte Artikel zum Thema <strong>Selbstoptimierung</strong> auf:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>&#8222;Der Selbstoptimierungs-Wahnsinn und warum wir ihm verfallen&#8220;</strong> (<a href="https://mymonk.de/selbstoptimierungs-wahn/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Link</a>)</li>



<li><strong>&#8222;Jeder kann alles, nichts ist unmöglich: Wenn Selbstoptimierung grenzenlos wird&#8220;</strong> (<a href="https://www.stern.de/neon/vorankommen/karriere/grenzenlose-selbstoptimierung---jeder-kann-alles--nichts-ist-unmoeglich--8402168.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Link</a>)</li>



<li><strong>&#8222;Wie das Bedürfnis nach Individualität uns alle gleich langweilig macht&#8220;</strong> (<a href="https://www.stern.de/neon/wilde-welt/wie-das-beduerfnis-nach-individualitaet-uns-alle-gleich-langweilig-macht-8362412.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Link</a>)</li>
</ul>



<p>Welche Erfahrungen mit der Selbstoptimierung hast du bereits gemacht?</p>
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