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	<title>Minimalismus und Nachhaltigkeit Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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	<description>Finanzen, Wirtschaft und Lifestyle - Finanzblog</description>
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	<title>Minimalismus und Nachhaltigkeit Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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		<title>Klimaschutz und Kapitalismus: Ein Widerspruch?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Nov 2021 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Fridays for future]]></category>
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		<category><![CDATA[Klimaschutz und Kapitalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nicht erst seitdem 2019 die Initiative „Fridays for Future“ die Weltbühne betreten – und seit Corona auch wieder spektakulär verlassen- hat, beschäftigt viele Menschen die Frage von Klimaschutz und Nachhaltigkeit im gesellschaftlichen Kontext. Auf der einen Seite treibt Viele die Sorge um unser Klima um, andererseits ist Klimapolitik auch stets Gesellschaftspolitik. Also wie passen Klimaschutz...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/klimaschutz-und-kapitalismus-ein-widerspruch/">Klimaschutz und Kapitalismus: Ein Widerspruch?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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<p class="has-drop-cap">Nicht erst seitdem 2019 die Initiative „<strong>Fridays for Future</strong>“ die Weltbühne betreten – und seit <a href="https://www.finanzguerilla.de/gefaehrdet-corona-die-demokratie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Corona</a> auch wieder spektakulär verlassen- hat, beschäftigt viele Menschen die Frage von <strong>Klimaschutz</strong> und <strong>Nachhaltigkeit</strong> im gesellschaftlichen Kontext. Auf der einen Seite treibt Viele die Sorge um unser Klima um, andererseits ist <strong>Klimapolitik</strong> auch stets <strong>Gesellschaftspolitik</strong>.</p>



<p>Also wie passen <strong>Klimaschutz</strong> und <a href="https://www.finanzguerilla.de/verantwortungseigentum-besser-als-gmbh-und-ag/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kapitalismus</a> eigentlich zusammen? Handelt es sich hierbei nicht sogar um Gegensätze? Oder wird uns vielleicht nur verkauft, dass es sich angeblich um Gegensätze handelt? Darum soll es im heutigen Artikel gehen, der in erster Linie meine eigenen Gedanken zu dem Thema darstellen soll. Weder bin ich Politiker, noch <strong>Umwelt- oder Wirtschaftslobbyist</strong>, so viel zur Klarstellung vorab.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Umweltschutz und Kapitalismus: Definitionen</h2>



<p>Zunächst ist es wichtig, einmal zu <strong>definieren</strong>, was man unter den angeblich widerstreitenden Positionen überhaupt versteht. Heutzutage definiert Jeder „<strong>Klimaschutz</strong>“ anders, genau wie „<strong>Kapitalismus</strong>“ sehr unterschiedlich definiert wird. </p>



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<p>Für Manche bedeutet <strong>Umweltschutz</strong>, <a href="https://www.finanzguerilla.de/minimalismus-als-lebensweg-und-lebensstil/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in einer kleinen Hütte zu leben</a> und <strong>Selbstversorger </strong>zu sein, andere halten unser <strong>derzeitiges Wirtschaftssystem</strong> fälschlicherweise für „<em>Kapitalismus</em>“ oder gar „<em>Turbo-Kapitalismus</em>“. Beides trifft eigentlich nicht zu.</p>



<p>Manche haben schon ein gutes Gewissen, wenn sie „nur“ <strong>Bio-Gemüse</strong> kaufen, Andere ordnen ihre gesamte Existenz den Maximen des Umweltschutzes unter.</p>



<p>Damit du als Leser auch weißt, wie ich die Begriffe persönlich <strong>im Ideal</strong> sehe, nachfolgend kurz meine Einordnung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Idealer „Klima- und Umweltschutz“ bedeutet für mich:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Unpolitisch</li>



<li>Rücksichtnahme auf endliche <strong>natürliche Ressourcen</strong></li>



<li>Verminderung der <strong>Schadstoff-Emissionen</strong></li>



<li><strong>Nachhaltigkeit</strong> für kommende Generationen</li>



<li>„Back to nature“, also ein <strong>Ende der Entfremdung von Mensch und Natur</strong></li>



<li>vorrangige Nutzung <strong>regenerativer</strong> und <strong>sicherer Energien</strong> vor limitierten oder unsicheren Energien (i.d.R. fossiler Art)</li>



<li>„<strong>gesunder Konsum</strong>“, also kein Konsum um des Konsumierens Willen (raus aus der <a href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-guerilla/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gesellschaftlichen Konsummatrix</a>)</li>



<li>gesunde Balance zwischen <strong>Natur und menschlicher Bevölkerung</strong> (keine Übervölkerung)</li>



<li>Artenschutz, insbesondere konsequente <strong>Verhinderung der Ausrottung von Lebewesen</strong> aufgrund „Aberglauben“ (Wolf=böse), angeblicher „medizinischer Wirkung“ (zerriebene Elefantenstoßzähne) oder weil sie „gut schmecken“ (Haifischflossensuppe)</li>



<li>Gesellschaftlich: <strong>Kleinere, kooperierende, individuellere und freiheitlichere Einheiten</strong> statt riesige Kollektive („Mega-Cities“ nach asiatischem Vorbild – Horror!)</li>



<li>Einsatz von <strong>High-Tech</strong>, um Umweltschutz zu fördern</li>



<li>„Geerdet sein“</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Idealer „Kapitalismus“ bedeutet für mich:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Liberale Marktwirtschaft</strong> mit sozialem Anstrich, KEINE Planwirtschaft</li>



<li><strong>Effiziente Nutzung der Ressourcen</strong> zur Befriedigung individuell menschlicher (Grund-)Bedürfnisse</li>



<li>Wohlstand für möglichst viele Menschen; <strong>wachsender globaler Wohlstand</strong> bei <strong>abnehmender bitterer Armut</strong></li>



<li>So <strong>wenig Staat wie möglich, so viel Staat wie nötig</strong></li>



<li>Keine Subventionen aller Art; wenn einer subventioniert, dann der Markt</li>



<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/in-dubio-pro-libertate/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Freiheit</a> vor Kollektivismus</li>



<li>Abbau überflüssiger Bürokratie</li>



<li><strong>Eigenverantwortung</strong> statt Staatsgläubigkeit</li>



<li>Gesunder Eigennutz (der dann automatisch zum Gemeinwohl beiträgt)</li>



<li><a href="https://www.finanzguerilla.de/bitcoin-zertifikate-als-investment-sinnvoll-oder-nicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alternativen zum inflationären Fiat-Geldsystem</a>, welches zu wachsendem gesellschaftlichen <a href="https://www.finanzguerilla.de/rastlosigkeit-und-stress-was-hilft/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Stress</a>, Hektik und <a href="https://www.finanzguerilla.de/selbstoptimierung-als-sackgasse/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unzufriedenheit</a> führt</li>



<li>Höhere Quote an <a href="https://www.finanzguerilla.de/altersvorsorgepflicht-fuer-selbststaendige/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Selbstständigen</a>, Einzelunternehmern, <strong>Freiberuflern</strong> und <strong>Unternehmern</strong>, weniger Arbeitsverhältnisse im <strong>goldenen Käfig „öffentlicher Dienst“</strong></li>



<li>Staat setzt die Grenzen und überwacht deren Einhaltung (insbesondere bei <strong>Monopolbildungen</strong> etc.), innerhalb der Grenzen: <strong>Freier Markt</strong></li>



<li><strong>Besseres</strong>, <strong>entspannteres</strong> und <strong>freundlicheres</strong> Miteinander als Ergebnis möglichst hoher Befriedigung von <strong>Individualbedürfnissen</strong> und dem anschließenden individuellen Übergang in die Phase „<strong>Selbstverwirklichung</strong>“ (frei nach Maslow)</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="580" src="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/03/Klimaschutz-und-Kapitalismus-Maslowsche-Pyramide-2-1024x580.jpg" alt="Kapitalismus und Umweltschutz sind keine Gegnsätze. Im Gegenteil. Die bisherige Geschichte zeigt, dass je wohlhabender eine Gesellschaft geworden ist, automatisch auch der Zustand der Umwelt davon im positiven Sinne profitiert hat." class="wp-image-3488" srcset="https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/03/Klimaschutz-und-Kapitalismus-Maslowsche-Pyramide-2-1024x580.jpg 1024w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/03/Klimaschutz-und-Kapitalismus-Maslowsche-Pyramide-2-300x170.jpg 300w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/03/Klimaschutz-und-Kapitalismus-Maslowsche-Pyramide-2-768x435.jpg 768w, https://www.finanzguerilla.de/wp-content/uploads/2021/03/Klimaschutz-und-Kapitalismus-Maslowsche-Pyramide-2.jpg 1249w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bedürfnispyramide nach Maslow</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Kann Kapitalismus Klimaschutz?</h2>



<p>Wenn man sich meine persönlichen, zugegeben stark <strong>idealisierten</strong>, Vorstellungen einmal intensiv durchdenkt, dann sollte man feststellen, dass der angebliche Widerspruch eigentlich gar keiner ist. Zumindest wenn man sich wirklich eingehend mit den <strong>Theorien von Freiheit und Marktwirtschaft</strong> nach z.B. <strong>Friedrich August von Hayek</strong> (*1899) oder <strong>Ludwig von Mises</strong> (*1881) beschäftigt hat. Selbst Klassiker wie <strong>John Locke</strong> (*1632) dürften die Wenigsten Klimakämpfer auf dem Schirm haben oder sie werden als „Feinde“ betrachtet. Dabei sind dies die Vordenker einer <em>wirklich</em> freien Gesellschaft.<br><br>Leider stelle ich auf der anderen Seite immer wieder fest, dass sich die meisten <strong>Kämpfer für Klimaschutz</strong> offenbar ausschließlich mit Denkern wie <strong>Karl Marx</strong>, <strong>Theodor W. Adorno</strong> oder <strong>Thomas Piketty</strong> zu beschäftigen scheinen und somit automatisch <strong>dem politisch linken Lager zuzuordnen</strong> sind (auch eine Art von Wahrnehmungs-„Bubble“).<br><br>Teilweise ist in neueren Veröffentlichungen auch die Rede von <strong>Jean-Jacques Rousseau</strong> (*1712) als neuer „Gott der Linken“ (<a href="https://www.welt.de/kultur/plus227775871/Norbert-Bolz-ueber-das-Elend-der-Linken-und-ihren-neuen-Gott.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">zum Beispiel in diesem Artikel</a>). Hier vor allem wegen seiner <strong>Ablehnung von Privateigentum</strong> und seinem <strong>Ideal des naturverbundenen Menschen</strong>, der in kleinen soziologischen Gruppen lebt.<br><br>Dass der <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/in-dubio-pro-libertate/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Liberalismus</a></strong> in Deutschland schon immer einen schweren Stand hatte, dürfte hinlänglich bekannt sein. Nicht umsonst konnten im <strong>20. Jahrhundert zwei sozialistische Systeme</strong> in Deutschland Fuß fassen. Irgendwie braucht der Deutsche offenbar eine Obrigkeit, der er sich mit Wollust unterwerfen kann. Eigenverantwortung eher Fehlanzeige.</p>



<p>Beide totalitäre Systeme haben bis heute ihre Spuren hinterlassen. Aber hey, der „<em>echte</em>“ <strong>Kommunismus</strong> wurde ja nie ausprobiert, gell?! (Wie ich diese Ausrede immer liebe). und Übrigens: Ein &#8222;<em>echter</em>&#8220; <strong>Kapitalismus</strong> wurde noch viel weniger ausprobiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Umweltschutz nur für Privilegierte?</h2>



<p>Was mich bei den <a href="https://www.finanzguerilla.de/links-gegen-rechts/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">heutigen Verfechtern des Umweltschutzes</a> und <a href="https://www.finanzguerilla.de/reiche-sind-an-allem-schuld/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kritikern des Kapitalismus</a> etwas befremdet, ist der Umstand, dass viele aus gut situierten, saturierten und wohlhabenden Akademiker-Familien kommen. Diese Bewegung speist sich somit nicht mehr aus dem <strong>Proletariat</strong> wie zu Zeiten Marx&#8216;, sondern rekrutiert ganz frech im <strong>bürgerlichen Milieu</strong>. Dass dies natürlich Glaubwürdigkeitsfragen aufwirft, sollte klar sein: </p>



<p>Aus der eigenen, <strong>gesicherten Existenz im Elfenbeinturm</strong>, lässt sich natürlich prima Demut, <strong>Minimalismus</strong> und <strong>freiwilliger Verzicht</strong> für alle predigen. Bis heute ist dies bei vielen Religionsgemeinschaften nicht anders. Schau dir einfach mal den &#8222;Gehaltszettel&#8220; deines Pfarrers an. </p>



<p>Wenn man von Geburt an alles hatte, dann weiß man eben auch diese Dinge nicht mehr wertzuschätzen. Das, finde ich, zeigt sich sehr eindrucksvoll bei vielen Klimaaktivisten der <a href="https://www.finanzguerilla.de/ruiniert-die-generation-z-unseren-wohlstand/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Generation Z</a>.</p>



<p>Den <strong>Kapitalismus</strong> und <strong>Konsum</strong> kritisieren, aber andererseits von seinen Früchten leben, ist genauso heuchlerisch, wie wenn in sozialistischen Systemen Besitzlosigkeit vom Normalbürger gefordert wird, nicht jedoch vom <strong>Parteifunktionär</strong>. Irgendjemand macht sich immer die Taschen voll, egal wie man das System nennt. Soll nicht auch eine <strong>Sarah Wagenknecht</strong> mehrfache <strong>Euro-Millionärin</strong> sein? Habe ich zumindest mal gehört. Soll sie doch all ihr Geld spenden und sich nur eine Minimalexistenz auszahlen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Selbstverwirklichung als Treiber von Umweltschutz</h2>



<p>Ich habe oben in der Grafik die <strong>maslowsche Bedürfnispyramide</strong> etwas ergänzt. Für mich haben die Erkenntnisse von Maslow auch heute noch immer Gewicht. Im Prinzip zeigt die Pyramide, dass es <strong>verschiedene Ebenen menschlicher Bedürfnisse</strong> gibt, die der Mensch nach einer Reihenfolge gerne befriedigt sehen möchte. Die unteren Ebenen sind breiter als die darüber liegenden, sprich deren Befriedigung hat zunächst Priorität.</p>



<p>Die einzelnen Ebenen (von der Priorität absteigend):</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Physiologische Bedürfnisse</strong>, also <em>überlebenswichtige Bedürfnisse</em>: Atmen, Wasser, Nahrung, Fortpflanzung, Schlaf, &#8222;Dach über dem Kopf&#8220; etc.</li>



<li><strong>Sicherheitsbedürfnisse</strong>: Körperliche und seelische Sicherheit, materielle Grundexistenz, Familie und Gesundheit als Notanker</li>



<li><strong>Soziale Bedürfnisse</strong>: Hierzu zählen Freundschaften, Beziehungen, der gegenseitige Austausch mit anderen Menschen, <strong>Gruppenzugehörigkeit</strong> und das spielen einer &#8222;gesellschaftlichen Rolle&#8220;</li>



<li><strong>Individualbedürfnisse</strong>: Hierzu zählt Maslow Selbstbestätigung, <strong>Wertschätzung durch Andere</strong>, <strong>Unabhängigkeit</strong>, <strong>Freiheit</strong>, Stärke, Erfolg, <strong>Vertrauen</strong> und viele andere Attribute. Hier setzen oftmals die <strong>Motivations-Coaches</strong> gerne an und werben mit der <a href="https://www.finanzguerilla.de/selbstoptimierung-als-sackgasse/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Erfüllung genau dieser Bedürfnisse</a>.</li>



<li><strong>Selbstverwirklichung</strong>: Das ist die am schwersten zu befriedigende Ebene: Wenn alle anderen vorgenannten Ebenen durchschritten wurden, dann soll sich laut Maslow eine <strong>neue Unzufriedenheit im Menschen einstellen</strong>: Er strebt dann nämlich nach einer <strong>sinnvollen Existenz</strong>, Erfüllung seiner Bestimmung (siehe Modewort &#8222;<a href="https://www.finanzguerilla.de/verantwortungseigentum-besser-als-gmbh-und-ag/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">purpose</a>&#8222;), <strong>Ausbau</strong> und <strong>Nutzung seiner Talente</strong>, seiner <strong>Potenziale</strong> und seiner <strong>Kreativität</strong>. Der Mensch wird also tendentiell unruhig, unzufrieden und sucht auf der Ebene der Selbstverwirklichung &#8222;Erleuchtung&#8220;.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Klimaschutz nach Maslow</h2>



<p>Wenn man sich die <strong>Pyramide von Maslow</strong> also genauer anschaut, dann kann man daraus in Bezug auf Umweltschutz folgende Behauptungen aufstellen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Je größer der Wohlstand in einer Gesellschaft ist, desto mehr Menschen liebäugeln mit dem Thema Umweltschutz und desto <strong>besser geht es der Umwelt in so einem Staat</strong></li>



<li>Umweltschutz muss man sich &#8222;leisten&#8220; können: Wenn die <strong>unteren Ebenen nicht befriedigt</strong> sind, fällt der Gedanke an <strong>Umweltschutz und Konsumverzicht</strong> auf wenig fruchtbaren Boden</li>



<li>Bevor die <strong>Selbstverwirklichung</strong> einsetzt, müssen erst andere Bedürfnisse befriedigt werden, unter anderem auch die Individualbedürfnisse</li>



<li>Auch <strong>Klimaaktivisten sind keineswegs selbstlos</strong>, im Gegenteil: Auch sie befriedigen einfach nur ihre individuellen Bedürfnisse ihrer Ebene bzw. versuchen, sich selbst zu verwirklichen</li>
</ul>



<p>Das Ganze heißt natürlich jetzt nicht, dass man sich nicht für <strong>Klimaschutz</strong> einsetzen sollte, ganz im Gegenteil. Wie ich oben beschrieben habe, haben für mich die <strong>Natur und die Umwelt</strong> absolute Priorität. </p>



<p>Ich würde jedoch keinem Menschen vorschreiben, sich in Konsumverzicht für &#8222;die gute Sache&#8220; zu üben, schon gar nicht wenn ich selbst nie <strong>aus eigener Kraft</strong> die unteren Ebenen durchschritten habe.</p>



<p>Diese Tendenz kann man leider sehr häufig in der <a href="https://www.finanzguerilla.de/links-gegen-rechts/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">politischen Linken</a> beobachten, nicht umsonst haben die Grünen vielerorts den Beinamen &#8222;<strong>Verbotspartei</strong>&#8222;. Eine solche Verbotsdoktrin widerspricht auch Maslow. Sie behindert die <strong>Bedürfnisbefriedigungen der Menschen</strong> (<a href="https://www.focus.de/politik/deutschland/nach-streit-um-hofreiter-aeusserungen-gruenen-peitsche-oder-echte-loesung-was-verbot-des-einfamilienhauses-bringen-wuerde_id_12983044.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verbot von Einfamilienhäusern</a>) und hat daher nie funktioniert und wird auch nie dauerhaft funktionieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kapitalismus und Umweltschutz: Ja auf jeden Fall!</h2>



<p>Für mich passen Umweltschutz und Kapitalismus also sehr gut zusammen. In einem <strong>freien Markt</strong>, wo alle Ressourcen auch einen <strong>frei durch Wettbewerb generierten Preis</strong> haben (ohne Subventionen, Förderungen und Vetterleswirtschaft bzw. Korruption), müsste sich automatisch durch den <strong>technologischen Fortschritt</strong> eine Ressourcenschonung ergeben. Was meine ich damit?</p>



<p><strong><em>Beispiel: </em></strong></p>



<p>Zu meiner Kindheit verfügte beispielsweise der durchschnittliche Haushalt über folgende Gerätschaften, mit denen er seine Bedürfnisse befriedigte: </p>



<p><strong>Fernseher</strong>, <strong>Festnetztelefon</strong> bzw. (Klapp)<strong>Handy</strong>, <strong>Kassettenrekorder</strong>, <strong>Stereoanlage</strong>, <strong>Fotoapparat</strong>, <strong>Videokamera</strong>, vllt. noch <strong>Pay-TV-Box</strong> und einen <strong>Computer</strong>. Dazu brauchte man noch <strong>Kassetten</strong> und <strong>CDs</strong> in Hülle und Fülle. Alle diese Dinge verschlangen <strong>Ressourcen</strong>, verschmutzten die Umwelt durch ihre Herstellung (Plastik, Abbau von Metallen für die Geräte etc.).</p>



<p>Heute würde man die <strong>gleichen Bedürfnisse</strong> mit folgenden Gerätschaften ebenfalls (oder sogar besser) befriedigen: <strong>Smart-TV</strong> (ersetzt TV und Pay-TV), <strong>Smartphone</strong> (ersetzt Telefon, (Klapp)Handy, Computer, Fotoapparat, Videokamera und Stereoanlage) und einen <strong>Bluetooth-Lautsprecher</strong> (für einen besseren Klang als nur mit dem Smartphone;-)).</p>



<p>Du siehst also, der<strong> technische Fortschritt</strong> &#8211; gerade bei <strong>Konsumgütern</strong> &#8211; führt dazu, dass die Ressourcen schon heute wesentlich effizienter genutzt werden, als noch vor 20 Jahren. Und das völlig ohne <strong>selbstaufopfernden Verzicht</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bessere Umwelt durch mehr Wohlstand?!</h2>



<p>Ich würde zusammenfassend also folgende Behauptung aufstellen: </p>



<p>Wenn wir es in den westlichen Staaten schaffen, unseren Wohlstand weiterhin zu mehren, dann führt dies dazu, dass <strong>immer mehr Menschen in die oberen Ebenen der Pyramide</strong> aufsteigen. Daraus ergibt sich dann kurioserweise ein wachsender <strong>automatischer und freiwilliger Verzicht</strong> durch Aufstieg in den Bereich der <strong>Selbstverwirklichung</strong>. Ähnlich wie es Minimalisten schon heute tun: Sich <a href="https://www.finanzguerilla.de/minimalismus-als-lebensweg-und-lebensstil/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">freiwillig auf weniger beschränken</a> und dadurch sogar <strong>an Lebensqualität gewinnen</strong>.</p>



<p>Dies führt dann wiederum zu <strong>weniger Bedarf an Konsumgütern</strong>, sodass die Unternehmen ihre Güter zunehmend an Staaten mit weniger Wohlstand verteilen können. Angenehmer Nebeneffekt: <strong>Global sinkt die bittere Armut</strong>, der Anteil an Superreichen steigt. Die Weltbank hat berechnet, dass zwischen <strong>1981 und 2012 der Anteil von unter 1,90 US-Dollar (Kaufkraft) pro Tag und Kopf lebenden Menschen von 44% auf 12,7% gesunken</strong> ist. 2015 lag diese <strong>globale Armut</strong> sogar erstmals unter 10% (Quelle: <a href="https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/52680/armut" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Armutsbericht und Globalisierung</a>).</p>



<p>Und wenn es einen Umweltkiller schlechthin gibt, dann wohl die Armut. Man schaue sich nur einmal den Zustand der Natur in bitterarmen Ländern an.</p>



<p>Auch Staaten mit sozialistischen Systemen sind alles andere als Musterknaben in Sachen Umweltschutz. Die schmutzigsten Orte dieser Welt liegen in der ehemaligen Sowjetunion. Auch hiesige DDR hinterließ durch seinen <strong>Kohletagebau</strong> und die <strong>industrielle Planwirtschaft</strong> einen fatalen Fußabdruck in der Klimabilanz. </p>



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<p>Nein, <strong>Kapitalismus</strong> und <strong>Klimaschutz</strong> sind kein Widerspruch. Sie könnten sogar sehr gut zusammen harmonieren &#8211; wenn man sie nur ließe. <strong>Freiheit</strong>, technologischer <strong>Fortschritt</strong> und <strong>Klimaschutz</strong>. Ein sehr guter Dreiklang wie ich finde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit:</h2>



<p>Auch die kürzliche Bundestagswahl und die Verhandlungen einer (eventuell) neuen Ampel-Koalition für Deutschland hat uns vor Augen geführt: <strong>Klimaschutz</strong> und <strong>Wirtschaft</strong> müssen Hand in Hand gehen. Ohne den jeweils anderen Faktor funktioniert keines der Beiden. Es gibt <strong>kein Land in Wohlstand ohne Kapitalismus</strong> und es gibt <strong>kein sozialistisches Land ohne Umweltschäden und &#8211; verschmutzung</strong>.</p>



<p>Hier muss also ein funktionierender Kompromiss gefunden werden. Denn trotz allem haben wir nur <strong>eine Umwelt </strong>und ein <strong>Klima</strong>. Aber wenn alle 80 Millionen Bundesbürger wieder auf Bäumen, in Jurten oder als Selbstversorger leben würden, würde auch dies logischerweise kaum funktionieren.</p>



<p> <em>Dieser Artikel wurde überarbeitet und erschien erstmalig am 27.03.2021.</em> </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/klimaschutz-und-kapitalismus-ein-widerspruch/">Klimaschutz und Kapitalismus: Ein Widerspruch?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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		<title>Minimalismus als Lebensweg und Lebensstil</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Feb 2017 12:55:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Frugalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kritikpunkte Minimalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Minimalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Minimalismus als Lebensstil]]></category>
		<category><![CDATA[Minimalismus als Lebensweise]]></category>
		<category><![CDATA[Minimalismus gleich Schmarotzertum?]]></category>
		<category><![CDATA[Minimalismus und Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Reduktion auf das Wesentliche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Derzeit beschäftige ich mich mit dem Thema Minimalismus und dem minimalistischen Lebensstil allgemein. Was das bedeutet, was für Ideen dahinterstecken, das zeige ich dir im heutigen Artikel auf. Wie komme ich dazu? Nunja, ich bin der Meinung, dass wenn man sich intensiv mit seinen Finanzen auseinandersetzt und gewisse Ziele verfolgt (z.B. finanzielle Freiheit oder Unabhängigkeit),...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Derzeit beschäftige ich mich mit dem Thema Minimalismus und dem <strong>minimalistischen Lebensstil </strong>allgemein. Was das bedeutet, was für Ideen dahinterstecken, das zeige ich dir im heutigen Artikel auf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie komme ich dazu?</h2>



<p>Nunja, ich bin der Meinung, dass wenn man sich intensiv mit seinen Finanzen auseinandersetzt und gewisse Ziele verfolgt (z.B. <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">finanzielle Freiheit</a> oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-unabhaengigkeit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unabhängigkeit</a>), dann ist es meiner Meinung nach zwingend, sich auch gleichzeitig mit dem Thema <strong>Einnahmen</strong> und vor allem den <strong>Ausgaben</strong> zu beschäftigen. Jeder kennt ja den Spruch:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;<em>Reich macht dich nicht dein Gehalt, sondern das was davon abzüglich aller Lebenshaltungskosten/Ausgaben noch übrig ist und du für dich arbeiten lässt.</em>&#8222;</p>
</blockquote>



<p>Daher erachte ich auch die <strong>Ausgabenseite</strong> für essentiell. In den Medien beobachte ich in letzter Zeit vermehrt <strong>Artikel über Minimalismus</strong> und den <a rel="noopener noreferrer" href="https://amzn.to/2l92Qll" target="_blank">minimalistischen Lebensstil</a>.* Diese Lebensweise soll toll und befreiend sein. Demnach scheinen sich immer mehr Menschen in Verzicht zu üben, teilweise durch die <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Motivation (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.finanzguerilla.de/themen/" target="_blank">Motivation</a> getrieben, die Welt zu retten oder zumindest ein Stück besser zu machen. Hier geht mein Blick wieder zur <strong>linksgrünen Pädagogik-Szene</strong>, die dort überproportional stark vertreten ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Minimalismus heißt Reduzieren</h2>



<p>Aber was ist Minimalismus eigentlich genau? Befürworter dieses Lebenskonzeptes betrachten den Minimalismus gerne als &#8222;<em>Entrümpeln</em>&#8220; des eigenen Lebens, was zu mehr <strong>Lebenszufriedenheit</strong> und <strong>Glück</strong> führen soll. Als <strong>Reduktion auf das Nötigste</strong> und gleichzeitige <strong>Fokussierung auf das Wesentliche</strong>. In diesen Menschen ist die Erkenntnis gereift, dass (vor allem materieller) Besitz auch lähmen kann. </p>



<p>Vielleicht kennst auch du das Gefühl, wenn du zum Beispiel deine Garage betrittst und sich in allen Ecken Gerümpel angesammelt hat. Es liegt da einfach rum und wird wenn überhaupt nur sporadisch benutzt. Bei manchen Menschen führt dieser Anblick zu einem Gefühl des <em>Gefesselt-Seins</em>. Sie leiden regelrecht seelisch daran.</p>



<p>Ein tiefgreifendes Gefühl, nicht der Herr über die Gegenstände zu sein, sondern vielmehr deren Sklave. Eben frei nach <strong>Tyler Durden</strong> (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fight_Club_(Film)" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fightclub</a>):</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>&#8222;Alles was du besitzt, besitzt irgendwann dich.&#8220;</em></p>
</blockquote>



<p>Sicherlich ist an dieser Feststellung einiges dran. Besitz kann meiner Meinung nach tatsächlich fesseln. Nun gibt es eben Menschen, die in besonderer Art und Weise innerlich leiden, je mehr unnütze Gegenstände sich in ihrem Haushalt auftürmen. Sei es weil sie sich irgendwann in ihrem eigenen Haus nicht mehr zu Recht finden oder weil es einfach nur Platz wegnimmt, der anderweitig besser genutzt werden könnte. </p>



<p>Solche Menschen entscheiden sich manchmal dann für den <strong>minimalistischen Lebensweg</strong> und reduzieren all ihren weltlichen Besitz auf das Wesentliche. Hauptmotivation ist aber oftmals eine seelische Komponente (z.B. nach einem Schicksalsschlag im Leben). Beim <strong>finanziellen Minimalismus</strong>, genannt <strong>Frugalismus</strong>, steht sowohl das Innere, als auch das Materielle im Fokus. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Minimalismus mit 50-100 Gegenstände</h2>



<p>Manche in der Szene orientieren sich an konkreten Zahlen. Beispielsweise wird die Ansicht vertreten, dass <strong>100 Gegenstände</strong> zu besitzen ausreicht, um das Nötigste im Leben zu haben.</p>



<p>Je nach <strong>Forum</strong>, <strong>Webseite</strong> oder <strong>Selbstfindungs-Blog</strong> variieren die Zahlen entsprechend. Manche befürworten mehr Gegenstände (bis zu 1000), Manche sind radikaler unterwegs und bleiben eben unter 50 Gegenständen.</p>



<p>Meine Meinung dazu: Eine konkrete Zahl halte ich für Quatsch. Viel wichtiger ist, die Gegenstände vielleicht mal zu erfassen und einen ehrlichen &#8222;<em>Ist</em>&#8222;-Zustand zu erheben. Wie auch bei einer Diät stellst du dich ja auch vorher auf die Wage oder misst deinen Bauchumfang und schaust dir den Schlamassel zunächst nüchtern in Zahlen an. Oder bei der Finanzplanung, indem zu zu Beginn alle Einnahmen und Ausgaben erfasst.</p>



<p>Erst <em>NACH</em> einer solchen Erhebung folgt dann Stufe 2, nämlich das Abwägen und Reduzieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beispiele aus den Medien</h2>



<p>Als ich mich mit dem Thema befasst habe, habe ich mir natürlich auch Sendungen aus den (Mainstream-)<strong>Medien</strong> über das Thema angeschaut und mir so meine Notizen und Gedanken zu dem Thema gemacht. Ich poste hier jetzt mal einfach <strong>paar Videos</strong>, die dir die Materie vielleicht zugänglicher machen. Aber wundere dich nicht über einen eventiuellen linksgrünen Anstrich. Die Erklärung folgt weiter unten:</p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



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<iframe title="Gutes Leben – ohne Konsum?" width="720" height="405" src="https://www.youtube.com/embed/JnEWVgEM38U?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<iframe loading="lazy" title="Ein anderer Weg - Ohne Sicherheiten durchs Leben" width="720" height="405" src="https://www.youtube.com/embed/d0H22ZLO7iI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<iframe loading="lazy" title="Essen ohne Geld - Die Ernährungskünstler | Die Reportage | NDR" width="720" height="405" src="https://www.youtube.com/embed/uKa6uUxr9PU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<p>Die Filme zeigen Beispiele von Menschen, die sich für den <strong>Minimalismus als Ideal</strong> entschieden haben. Da ist es wieder einmal bezeichnend, dass solche Filme in den öffentlich rechtlichen Medien gezeigt werden (die meiner Meinung nach tendenziell von der politisch linksgrünen Lobby unterwandert ist&#8230;). Aber das Thema <a href="https://www.finanzguerilla.de/gezielte-manipulation-finanzielle-bildung-matrix/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Medienmanipulation</a> und <a aria-label="gesellschaftliche Programmierung (öffnet in neuem Tab)" rel="noreferrer noopener" href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-guerilla/" target="_blank">gesellschaftliche Programmierung</a> lasse ich hier heute mal aus.</p>



<p>Allen Darstellern und Vertretern des Minimalismus ist jedoch eines gemein: Ein starkes Bedürfnis nach <a href="https://www.finanzguerilla.de/in-dubio-pro-libertate/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Freiheit</a>. Hier entsteht auch schon das erste &#8222;Problem&#8220; des Minimalismus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Freiheit gibt es nur &#8222;unten&#8220; oder &#8222;oben&#8220;</h2>



<p>Wenn ich mich so mit dem Thema Minimalismus beschäftige und mir vor allem die obigen Filme anschaue, muss ich automatisch an <strong>Gerald Hörhan</strong> denken. Dem einen oder anderen ist er vielleicht als <a rel="noopener noreferrer" href="https://www.youtube.com/watch?v=vwjOdWwDWLA&amp;list=PLYuWaAuByRnK2H_2N2yPDFtaX0XpSv43-&amp;index=1" target="_blank">Investment Punk</a> bekannt. Seine Message ist nämlich, dass es persönliche Freiheit in der Gesellschaft nur ganz &#8222;<strong>Oben</strong>&#8220; oder ganz &#8222;<strong>Unten</strong>&#8220; geben kann.</p>



<p>Damit meint er: Ein Obdachloser auf der Straße ist frei. Er kann tun und lassen was er will und hat keinerlei Verpflichtungen. Das ist die <strong>untere Seite der Freiheit</strong>. Die obere Seite sind Menschen, die <strong><a rel="noreferrer noopener" label="finanziell unabhängig (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank">finanziell unabhängig</a></strong> sind und dadurch <strong>frei</strong> sind. Sprich sie müssen nicht mehr arbeiten, sondern <em>können</em> arbeiten. Sie haben sich ein Vermögen erschaffen, das ihnen den Lebensunterhalt sichert. Das wäre die <strong>obere Seite der Freiheit</strong>.</p>



<p>Seiner Meinung nach ist die bürgerliche &#8222;Mittelschicht&#8220; alles andere als frei und deren Angehörige Sklaven ohne es zu merken. Sie laufen im <a href="https://www.finanzguerilla.de/raus-aus-dem-hamsterrad/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hamsterrad</a> mit. In der Spur gehalten werden sie durch gesellschaftliche Programmierung durch Medien, Kirche, Politik und die Gesellschaft (Nachbarn, Freunde, Familie&#8230;) an sich.</p>



<p>Also was ist nun mit Minimalisten und wie stehe ich zu ihnen? Das kommt darauf an, da ich finde, dass es <strong>unterschiedliche Arten von Minimalismus</strong> gibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der &#8222;negative&#8220; Minimalismus</h2>



<p>Ich persönlich sehe den Minimalismus grundsätzlich eher positiv, betrachte ihn aber aus zwei verschiedenen Richtungen. Nämlich: Ich sage Minimalismus ist klasse und das Entschlacken und Fokussieren der eigenen <strong>materiellen Besitztümer</strong> ist definitiv eine gute Sache. Aber: Wie immer gilt auch hier, dass die <strong>eigene persönliche Freiheit</strong> immer dann eine Grenze findet, wenn die <em>Freiheiten Anderer dadurch negativ beeinträchtigt werden</em>.</p>



<p>Diese Freiheiten anderer Menschen werden beispielsweise dadurch beeinträchtigt, dass Hardcore-Minimalisten, die in Wäldern oder Hütten leben, im Zweifelsfall früher oder später der <em>Allgemeinheit auf der Tasche liegen werden</em>. Das ist für mich ein absolutes No-Go und da gönne ich diesen Menschen ihre Freiheit auch in keinster Weise. </p>



<p>Unterstellt man ihnen zum Beispiel, dass sie tatsächlich kein Einkommen haben und ihren Minimalismus z.B. in jungen Jahren auf Hartz 4 gründen, dann werden sie auf Kurz oder Lang dem <strong>Sozialsystem</strong> zur Last fallen. In der Regel ist es für diese Menschen zwar kein großes Problem, weil das Mindset, eher die Hand aufzuhalten als selbst etwas zu leisten, ihnen oftmals ideologisch zu Eigen ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Minimalisten als Schmarotzer?</h3>



<p>Für die anderen Menschen, die das aber finanzieren müssen, kann das durchaus ein Problem sein. Stichwort <strong>Gerechtigkeit</strong>. Aus eigener familiärer Erfahrung weiß ich, dass zum Beispiel der Aufenthalt in einem Pflegeheim (Demenz) im Alter teilweise über <strong>1200 Euro/Monat</strong> kosten kann. Die Kosten werden durch die <strong>gesetzliche Pflegeversicherung</strong> nicht vollständig übernommen. Ein Eigenanteil ist je nach Unterbringung fast immer fällig. Das will erstmal geschultert werden.</p>



<p>Bei den Hardcore-Minimalisten habe ich da dann immer das Gefühl, dass sie diesbezüglich immer nur im <strong><em>Hier und Jetzt</em></strong> leben, quasi nach mir die Sintflut. Grundsätzlich ja ein klasse Konzept (Stichwort: <a rel="noopener noreferrer" href="https://karrierebibel.de/achtsamkeit-uebungen/" target="_blank">Achtsamkeit</a>) und eigentlich sehr erstrebenswert. </p>



<p>Aber gewisse Antworten auf im Leben zwangsläufig auftretende Fragen (das Alter ist nunmal unumgehbar) sollten sie meiner Meinung nach schon geben können, vor allem wenn sie dann gerne den eigenen Lebensstil als &#8222;<em>überlegen</em>&#8222;, &#8222;<em>optimal durchdacht</em>&#8220; und &#8222;<em>nachhaltig</em>&#8220; nach Außen zu verkaufen versuchen.</p>



<p>Alles andere ist in meinen Augen egoistisch, naiv, narzisstisch und letztendlich asozial, was ich in dieser Szene leider auch sehr oft beobachte. Die Beschäftigung mit dem <strong>eigenen Selbst</strong> steht im Vordergrund, sie stellen sich selbst auf ein meterhohes Podest alltäglicher Hybris.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der &#8222;positive&#8220; Minimalismus</h2>



<p>Ich bin Fan eines ganz anderen <strong>Minimalismus</strong>. So sehe ich die Sache bei Menschen anders, die <strong>selbst für ihren Unterhalt sorgen</strong> oder gesorgt haben (z.B. Rentner) und ihre laufenden Kosten einfach nur radikal herunterfahren. Wenn (wie in dem einen Film oben) ein Rentner durch Minimalismus glücklich ist und von seinen <strong>500 Euro/Monat</strong> gut leben kann, dann gönne ich ihm das von Herzen. Mit diesem Lebensstil bin ich absolut einverstanden und würde ihn auch bei jeder Gelegenheit unterstützen. In gewisser Weise ist dieser Lebensstil auch tatsächlich &#8222;nachhaltig&#8220;, ehrlich und anständig.</p>



<p>Natürlich gibt es auch Kritikpunkte an einem positiven Minimalismus, z.B. würde er wohl nie funktionieren, wenn Jeder ihn leben würde. Aber wenn alle Menschen von Hartz 4 oder einem bedingungslosen Grundeinkommen leben würden, würde dies vermutlich ebenfalls nicht funktionieren. Ein <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Artikel der Zeitschrift Capital vom 6.11.2019 (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.capital.de/geld-versicherungen/willkommen-im-schlaraffenland-des-frugalismus" target="_blank">Artikel der Zeitschrift Capital vom 6.11.2019</a> bringt die <strong>Kritikpunkte</strong> ganz gut auf den Punkt.</p>



<p>Das gilt natürlich nicht nur für Rentner, sondern auch für Selbstständige, <a rel="noopener noreferrer" href="https://amzn.to/2kcqYWG" target="_blank">Reiseblogger</a>*, <strong>Freelancer</strong> oder <strong>Gelegenheitsjobber</strong>. Wenn sie es schaffen durch Umstellung ihrer Konsumgewohnheiten und Reduktion auf das Wesentliche, mit ihrem (geringen) Gehalt auszukommen, <em>OHNE ANDEREN JETZT ODER IN ZUKUNFT AUF DER TASCHE ZU LIEGEN</em>, dann haben diese Menschen meinen Respekt und meine volle Unterstützung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sinnvolle Reduktion</h3>



<p>Dinge abzuschaffen, die nicht benötigt werden, den <strong>Wohnraum zu verkleinern</strong> (ggf. <a rel="noopener noreferrer" href="https://www.wg-gesucht.de/" target="_blank">WG</a>), <strong>kein eigenes Auto</strong> zu haben und tagtäglich <strong>bewusst konsumieren</strong>, das sind alles sehr gute Ideen. Tatsächlich kannst du einiges an Geld sparen, wenn du überflüssigen Balast abwirfst. Auch bin ich definitiv der Meinung, dass die eigene Seele von weniger materiellem Besitz profitiert und du ein insgesamt <strong>freieres Leben</strong> haben kannst. </p>



<p>Der Lebensunterhalt muss aber meiner Meinung nach selbst bestritten werden. Sei es durch Arbeit, Landwirtschaft, <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen-generieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passives Einkommen</a> oder clevere <a href="https://www.finanzguerilla.de/themen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Investments</a>. Immerhin kann man sich ja auch selbst ein <a href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-passives-einkommen-wichtig-ist/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passives Einkommen</a> erschaffen und dann versuchen von den <strong>500-1000 Euro</strong> minimalistisch zu leben. DAS ist in meinen Augen wirklich ehrenhaft und respektabel.</p>



<p>Aber mein Essen aus Containern holen? Ohne Bankkonto und Obdach durch die Welt streifen und sich nur im Sonnenschein meiner eigenen Existenz räkeln?! Nee, sorry, das überlasse ich anderen. Das hat für mich mit <strong>Nachhaltigkeit</strong> rein gar nichts mehr zu tun. Dann schnappe ich mir lieber mein <a href="https://www.finanzguerilla.de/dein-persoenliches-finanz-pokemon/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pokémon</a> und erobere die Welt.</p>



<p>Einen wirklich klasse Film zum Thema Minimalismus und Rückbesinnung zur Natur habe ich auch letztes Jahr im Kino gesehen, er heißt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Captain_Fantastic_%E2%80%93_Einmal_Wildnis_und_zur%C3%BCck" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Captain Fantastic – Einmal Wildnis und zurück (2016)</a>. Viggo Mortensen (Aragorn aus Herr der Ringe) spielt da einen Vater, der seine Kinder nach marxistischen Regeln im Wald groß zieht und im Laufe des Films an Grenzen seines Konzeptes stößt. Ein meiner Meinung nach klasse Film mit Niveau und Message, sehr sehenswert wenn dich das Thema interessiert. So, genug Werbung gemacht.</p>



<p><strong>Wie ist deine Meinung zum Minimalismus/Frugalismus? Wäre dieser Lifestyle etwas für dich?</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/minimalismus-als-lebensweg-und-lebensstil/">Minimalismus als Lebensweg und Lebensstil</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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