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	<title>Minimalismus als Lebensweise Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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	<description>Finanzen, Wirtschaft und Lifestyle - Finanzblog</description>
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	<title>Minimalismus als Lebensweise Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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		<title>Minimalismus als Lebensweg und Lebensstil</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Feb 2017 12:55:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Frugalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kritikpunkte Minimalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Minimalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Minimalismus gleich Schmarotzertum?]]></category>
		<category><![CDATA[Minimalismus und Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Reduktion auf das Wesentliche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Derzeit beschäftige ich mich mit dem Thema Minimalismus und dem minimalistischen Lebensstil allgemein. Was das bedeutet, was für Ideen dahinterstecken, das zeige ich dir im heutigen Artikel auf. Wie komme ich dazu? Nunja, ich bin der Meinung, dass wenn man sich intensiv mit seinen Finanzen auseinandersetzt und gewisse Ziele verfolgt (z.B. finanzielle Freiheit oder Unabhängigkeit),...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/minimalismus-als-lebensweg-und-lebensstil/">Minimalismus als Lebensweg und Lebensstil</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Derzeit beschäftige ich mich mit dem Thema Minimalismus und dem <strong>minimalistischen Lebensstil </strong>allgemein. Was das bedeutet, was für Ideen dahinterstecken, das zeige ich dir im heutigen Artikel auf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie komme ich dazu?</h2>



<p>Nunja, ich bin der Meinung, dass wenn man sich intensiv mit seinen Finanzen auseinandersetzt und gewisse Ziele verfolgt (z.B. <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">finanzielle Freiheit</a> oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-unabhaengigkeit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unabhängigkeit</a>), dann ist es meiner Meinung nach zwingend, sich auch gleichzeitig mit dem Thema <strong>Einnahmen</strong> und vor allem den <strong>Ausgaben</strong> zu beschäftigen. Jeder kennt ja den Spruch:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;<em>Reich macht dich nicht dein Gehalt, sondern das was davon abzüglich aller Lebenshaltungskosten/Ausgaben noch übrig ist und du für dich arbeiten lässt.</em>&#8222;</p>
</blockquote>



<p>Daher erachte ich auch die <strong>Ausgabenseite</strong> für essentiell. In den Medien beobachte ich in letzter Zeit vermehrt <strong>Artikel über Minimalismus</strong> und den <a rel="noopener noreferrer" href="https://amzn.to/2l92Qll" target="_blank">minimalistischen Lebensstil</a>.* Diese Lebensweise soll toll und befreiend sein. Demnach scheinen sich immer mehr Menschen in Verzicht zu üben, teilweise durch die <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Motivation (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.finanzguerilla.de/themen/" target="_blank">Motivation</a> getrieben, die Welt zu retten oder zumindest ein Stück besser zu machen. Hier geht mein Blick wieder zur <strong>linksgrünen Pädagogik-Szene</strong>, die dort überproportional stark vertreten ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Minimalismus heißt Reduzieren</h2>



<p>Aber was ist Minimalismus eigentlich genau? Befürworter dieses Lebenskonzeptes betrachten den Minimalismus gerne als &#8222;<em>Entrümpeln</em>&#8220; des eigenen Lebens, was zu mehr <strong>Lebenszufriedenheit</strong> und <strong>Glück</strong> führen soll. Als <strong>Reduktion auf das Nötigste</strong> und gleichzeitige <strong>Fokussierung auf das Wesentliche</strong>. In diesen Menschen ist die Erkenntnis gereift, dass (vor allem materieller) Besitz auch lähmen kann. </p>



<p>Vielleicht kennst auch du das Gefühl, wenn du zum Beispiel deine Garage betrittst und sich in allen Ecken Gerümpel angesammelt hat. Es liegt da einfach rum und wird wenn überhaupt nur sporadisch benutzt. Bei manchen Menschen führt dieser Anblick zu einem Gefühl des <em>Gefesselt-Seins</em>. Sie leiden regelrecht seelisch daran.</p>



<p>Ein tiefgreifendes Gefühl, nicht der Herr über die Gegenstände zu sein, sondern vielmehr deren Sklave. Eben frei nach <strong>Tyler Durden</strong> (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fight_Club_(Film)" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fightclub</a>):</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>&#8222;Alles was du besitzt, besitzt irgendwann dich.&#8220;</em></p>
</blockquote>



<p>Sicherlich ist an dieser Feststellung einiges dran. Besitz kann meiner Meinung nach tatsächlich fesseln. Nun gibt es eben Menschen, die in besonderer Art und Weise innerlich leiden, je mehr unnütze Gegenstände sich in ihrem Haushalt auftürmen. Sei es weil sie sich irgendwann in ihrem eigenen Haus nicht mehr zu Recht finden oder weil es einfach nur Platz wegnimmt, der anderweitig besser genutzt werden könnte. </p>



<p>Solche Menschen entscheiden sich manchmal dann für den <strong>minimalistischen Lebensweg</strong> und reduzieren all ihren weltlichen Besitz auf das Wesentliche. Hauptmotivation ist aber oftmals eine seelische Komponente (z.B. nach einem Schicksalsschlag im Leben). Beim <strong>finanziellen Minimalismus</strong>, genannt <strong>Frugalismus</strong>, steht sowohl das Innere, als auch das Materielle im Fokus. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Minimalismus mit 50-100 Gegenstände</h2>



<p>Manche in der Szene orientieren sich an konkreten Zahlen. Beispielsweise wird die Ansicht vertreten, dass <strong>100 Gegenstände</strong> zu besitzen ausreicht, um das Nötigste im Leben zu haben.</p>



<p>Je nach <strong>Forum</strong>, <strong>Webseite</strong> oder <strong>Selbstfindungs-Blog</strong> variieren die Zahlen entsprechend. Manche befürworten mehr Gegenstände (bis zu 1000), Manche sind radikaler unterwegs und bleiben eben unter 50 Gegenständen.</p>



<p>Meine Meinung dazu: Eine konkrete Zahl halte ich für Quatsch. Viel wichtiger ist, die Gegenstände vielleicht mal zu erfassen und einen ehrlichen &#8222;<em>Ist</em>&#8222;-Zustand zu erheben. Wie auch bei einer Diät stellst du dich ja auch vorher auf die Wage oder misst deinen Bauchumfang und schaust dir den Schlamassel zunächst nüchtern in Zahlen an. Oder bei der Finanzplanung, indem zu zu Beginn alle Einnahmen und Ausgaben erfasst.</p>



<p>Erst <em>NACH</em> einer solchen Erhebung folgt dann Stufe 2, nämlich das Abwägen und Reduzieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beispiele aus den Medien</h2>



<p>Als ich mich mit dem Thema befasst habe, habe ich mir natürlich auch Sendungen aus den (Mainstream-)<strong>Medien</strong> über das Thema angeschaut und mir so meine Notizen und Gedanken zu dem Thema gemacht. Ich poste hier jetzt mal einfach <strong>paar Videos</strong>, die dir die Materie vielleicht zugänglicher machen. Aber wundere dich nicht über einen eventiuellen linksgrünen Anstrich. Die Erklärung folgt weiter unten:</p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Gutes Leben – ohne Konsum?" width="720" height="405" src="https://www.youtube.com/embed/JnEWVgEM38U?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Ein anderer Weg - Ohne Sicherheiten durchs Leben" width="720" height="405" src="https://www.youtube.com/embed/d0H22ZLO7iI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Essen ohne Geld - Die Ernährungskünstler | Die Reportage | NDR" width="720" height="405" src="https://www.youtube.com/embed/uKa6uUxr9PU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<p>Die Filme zeigen Beispiele von Menschen, die sich für den <strong>Minimalismus als Ideal</strong> entschieden haben. Da ist es wieder einmal bezeichnend, dass solche Filme in den öffentlich rechtlichen Medien gezeigt werden (die meiner Meinung nach tendenziell von der politisch linksgrünen Lobby unterwandert ist&#8230;). Aber das Thema <a href="https://www.finanzguerilla.de/gezielte-manipulation-finanzielle-bildung-matrix/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Medienmanipulation</a> und <a aria-label="gesellschaftliche Programmierung (öffnet in neuem Tab)" rel="noreferrer noopener" href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-guerilla/" target="_blank">gesellschaftliche Programmierung</a> lasse ich hier heute mal aus.</p>



<p>Allen Darstellern und Vertretern des Minimalismus ist jedoch eines gemein: Ein starkes Bedürfnis nach <a href="https://www.finanzguerilla.de/in-dubio-pro-libertate/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Freiheit</a>. Hier entsteht auch schon das erste &#8222;Problem&#8220; des Minimalismus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Freiheit gibt es nur &#8222;unten&#8220; oder &#8222;oben&#8220;</h2>



<p>Wenn ich mich so mit dem Thema Minimalismus beschäftige und mir vor allem die obigen Filme anschaue, muss ich automatisch an <strong>Gerald Hörhan</strong> denken. Dem einen oder anderen ist er vielleicht als <a rel="noopener noreferrer" href="https://www.youtube.com/watch?v=vwjOdWwDWLA&amp;list=PLYuWaAuByRnK2H_2N2yPDFtaX0XpSv43-&amp;index=1" target="_blank">Investment Punk</a> bekannt. Seine Message ist nämlich, dass es persönliche Freiheit in der Gesellschaft nur ganz &#8222;<strong>Oben</strong>&#8220; oder ganz &#8222;<strong>Unten</strong>&#8220; geben kann.</p>



<p>Damit meint er: Ein Obdachloser auf der Straße ist frei. Er kann tun und lassen was er will und hat keinerlei Verpflichtungen. Das ist die <strong>untere Seite der Freiheit</strong>. Die obere Seite sind Menschen, die <strong><a rel="noreferrer noopener" label="finanziell unabhängig (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank">finanziell unabhängig</a></strong> sind und dadurch <strong>frei</strong> sind. Sprich sie müssen nicht mehr arbeiten, sondern <em>können</em> arbeiten. Sie haben sich ein Vermögen erschaffen, das ihnen den Lebensunterhalt sichert. Das wäre die <strong>obere Seite der Freiheit</strong>.</p>



<p>Seiner Meinung nach ist die bürgerliche &#8222;Mittelschicht&#8220; alles andere als frei und deren Angehörige Sklaven ohne es zu merken. Sie laufen im <a href="https://www.finanzguerilla.de/raus-aus-dem-hamsterrad/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hamsterrad</a> mit. In der Spur gehalten werden sie durch gesellschaftliche Programmierung durch Medien, Kirche, Politik und die Gesellschaft (Nachbarn, Freunde, Familie&#8230;) an sich.</p>



<p>Also was ist nun mit Minimalisten und wie stehe ich zu ihnen? Das kommt darauf an, da ich finde, dass es <strong>unterschiedliche Arten von Minimalismus</strong> gibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der &#8222;negative&#8220; Minimalismus</h2>



<p>Ich persönlich sehe den Minimalismus grundsätzlich eher positiv, betrachte ihn aber aus zwei verschiedenen Richtungen. Nämlich: Ich sage Minimalismus ist klasse und das Entschlacken und Fokussieren der eigenen <strong>materiellen Besitztümer</strong> ist definitiv eine gute Sache. Aber: Wie immer gilt auch hier, dass die <strong>eigene persönliche Freiheit</strong> immer dann eine Grenze findet, wenn die <em>Freiheiten Anderer dadurch negativ beeinträchtigt werden</em>.</p>



<p>Diese Freiheiten anderer Menschen werden beispielsweise dadurch beeinträchtigt, dass Hardcore-Minimalisten, die in Wäldern oder Hütten leben, im Zweifelsfall früher oder später der <em>Allgemeinheit auf der Tasche liegen werden</em>. Das ist für mich ein absolutes No-Go und da gönne ich diesen Menschen ihre Freiheit auch in keinster Weise. </p>



<p>Unterstellt man ihnen zum Beispiel, dass sie tatsächlich kein Einkommen haben und ihren Minimalismus z.B. in jungen Jahren auf Hartz 4 gründen, dann werden sie auf Kurz oder Lang dem <strong>Sozialsystem</strong> zur Last fallen. In der Regel ist es für diese Menschen zwar kein großes Problem, weil das Mindset, eher die Hand aufzuhalten als selbst etwas zu leisten, ihnen oftmals ideologisch zu Eigen ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Minimalisten als Schmarotzer?</h3>



<p>Für die anderen Menschen, die das aber finanzieren müssen, kann das durchaus ein Problem sein. Stichwort <strong>Gerechtigkeit</strong>. Aus eigener familiärer Erfahrung weiß ich, dass zum Beispiel der Aufenthalt in einem Pflegeheim (Demenz) im Alter teilweise über <strong>1200 Euro/Monat</strong> kosten kann. Die Kosten werden durch die <strong>gesetzliche Pflegeversicherung</strong> nicht vollständig übernommen. Ein Eigenanteil ist je nach Unterbringung fast immer fällig. Das will erstmal geschultert werden.</p>



<p>Bei den Hardcore-Minimalisten habe ich da dann immer das Gefühl, dass sie diesbezüglich immer nur im <strong><em>Hier und Jetzt</em></strong> leben, quasi nach mir die Sintflut. Grundsätzlich ja ein klasse Konzept (Stichwort: <a rel="noopener noreferrer" href="https://karrierebibel.de/achtsamkeit-uebungen/" target="_blank">Achtsamkeit</a>) und eigentlich sehr erstrebenswert. </p>



<p>Aber gewisse Antworten auf im Leben zwangsläufig auftretende Fragen (das Alter ist nunmal unumgehbar) sollten sie meiner Meinung nach schon geben können, vor allem wenn sie dann gerne den eigenen Lebensstil als &#8222;<em>überlegen</em>&#8222;, &#8222;<em>optimal durchdacht</em>&#8220; und &#8222;<em>nachhaltig</em>&#8220; nach Außen zu verkaufen versuchen.</p>



<p>Alles andere ist in meinen Augen egoistisch, naiv, narzisstisch und letztendlich asozial, was ich in dieser Szene leider auch sehr oft beobachte. Die Beschäftigung mit dem <strong>eigenen Selbst</strong> steht im Vordergrund, sie stellen sich selbst auf ein meterhohes Podest alltäglicher Hybris.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der &#8222;positive&#8220; Minimalismus</h2>



<p>Ich bin Fan eines ganz anderen <strong>Minimalismus</strong>. So sehe ich die Sache bei Menschen anders, die <strong>selbst für ihren Unterhalt sorgen</strong> oder gesorgt haben (z.B. Rentner) und ihre laufenden Kosten einfach nur radikal herunterfahren. Wenn (wie in dem einen Film oben) ein Rentner durch Minimalismus glücklich ist und von seinen <strong>500 Euro/Monat</strong> gut leben kann, dann gönne ich ihm das von Herzen. Mit diesem Lebensstil bin ich absolut einverstanden und würde ihn auch bei jeder Gelegenheit unterstützen. In gewisser Weise ist dieser Lebensstil auch tatsächlich &#8222;nachhaltig&#8220;, ehrlich und anständig.</p>



<p>Natürlich gibt es auch Kritikpunkte an einem positiven Minimalismus, z.B. würde er wohl nie funktionieren, wenn Jeder ihn leben würde. Aber wenn alle Menschen von Hartz 4 oder einem bedingungslosen Grundeinkommen leben würden, würde dies vermutlich ebenfalls nicht funktionieren. Ein <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Artikel der Zeitschrift Capital vom 6.11.2019 (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.capital.de/geld-versicherungen/willkommen-im-schlaraffenland-des-frugalismus" target="_blank">Artikel der Zeitschrift Capital vom 6.11.2019</a> bringt die <strong>Kritikpunkte</strong> ganz gut auf den Punkt.</p>



<p>Das gilt natürlich nicht nur für Rentner, sondern auch für Selbstständige, <a rel="noopener noreferrer" href="https://amzn.to/2kcqYWG" target="_blank">Reiseblogger</a>*, <strong>Freelancer</strong> oder <strong>Gelegenheitsjobber</strong>. Wenn sie es schaffen durch Umstellung ihrer Konsumgewohnheiten und Reduktion auf das Wesentliche, mit ihrem (geringen) Gehalt auszukommen, <em>OHNE ANDEREN JETZT ODER IN ZUKUNFT AUF DER TASCHE ZU LIEGEN</em>, dann haben diese Menschen meinen Respekt und meine volle Unterstützung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sinnvolle Reduktion</h3>



<p>Dinge abzuschaffen, die nicht benötigt werden, den <strong>Wohnraum zu verkleinern</strong> (ggf. <a rel="noopener noreferrer" href="https://www.wg-gesucht.de/" target="_blank">WG</a>), <strong>kein eigenes Auto</strong> zu haben und tagtäglich <strong>bewusst konsumieren</strong>, das sind alles sehr gute Ideen. Tatsächlich kannst du einiges an Geld sparen, wenn du überflüssigen Balast abwirfst. Auch bin ich definitiv der Meinung, dass die eigene Seele von weniger materiellem Besitz profitiert und du ein insgesamt <strong>freieres Leben</strong> haben kannst. </p>



<p>Der Lebensunterhalt muss aber meiner Meinung nach selbst bestritten werden. Sei es durch Arbeit, Landwirtschaft, <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen-generieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passives Einkommen</a> oder clevere <a href="https://www.finanzguerilla.de/themen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Investments</a>. Immerhin kann man sich ja auch selbst ein <a href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-passives-einkommen-wichtig-ist/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passives Einkommen</a> erschaffen und dann versuchen von den <strong>500-1000 Euro</strong> minimalistisch zu leben. DAS ist in meinen Augen wirklich ehrenhaft und respektabel.</p>



<p>Aber mein Essen aus Containern holen? Ohne Bankkonto und Obdach durch die Welt streifen und sich nur im Sonnenschein meiner eigenen Existenz räkeln?! Nee, sorry, das überlasse ich anderen. Das hat für mich mit <strong>Nachhaltigkeit</strong> rein gar nichts mehr zu tun. Dann schnappe ich mir lieber mein <a href="https://www.finanzguerilla.de/dein-persoenliches-finanz-pokemon/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pokémon</a> und erobere die Welt.</p>



<p>Einen wirklich klasse Film zum Thema Minimalismus und Rückbesinnung zur Natur habe ich auch letztes Jahr im Kino gesehen, er heißt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Captain_Fantastic_%E2%80%93_Einmal_Wildnis_und_zur%C3%BCck" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Captain Fantastic – Einmal Wildnis und zurück (2016)</a>. Viggo Mortensen (Aragorn aus Herr der Ringe) spielt da einen Vater, der seine Kinder nach marxistischen Regeln im Wald groß zieht und im Laufe des Films an Grenzen seines Konzeptes stößt. Ein meiner Meinung nach klasse Film mit Niveau und Message, sehr sehenswert wenn dich das Thema interessiert. So, genug Werbung gemacht.</p>



<p><strong>Wie ist deine Meinung zum Minimalismus/Frugalismus? Wäre dieser Lifestyle etwas für dich?</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/minimalismus-als-lebensweg-und-lebensstil/">Minimalismus als Lebensweg und Lebensstil</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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