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	<title>fondsgebundene Rentenversicherung kündigen Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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	<description>Finanzen, Wirtschaft und Lifestyle - Finanzblog</description>
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	<title>fondsgebundene Rentenversicherung kündigen Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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		<title>Sollte ich meine Riester-Rente oder meine Lebensversicherung verkaufen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jul 2017 17:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sollte man bei den Niedrigzinsen die Lebensversicherung verkaufen? Eines vorweg: Ich mache hier in dem Artikel keine Anlageberatung und sage dir daher auch nicht, ob und wie du meiner Meinung nach handeln solltest. Jeder Fall ist individuell zu betrachten, Patentrezepte und Pauschalaussagen sind nicht immer auf alle zutreffend. Was ich aber nachfolgend mache: Ich schildere...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/sollte-man-riester-rente-lebensversicherung-verkaufen/">Sollte ich meine Riester-Rente oder meine Lebensversicherung verkaufen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Sollte man bei den Niedrigzinsen die <strong>Lebensversicherung verkaufen</strong>? Eines vorweg: Ich mache hier in dem Artikel keine Anlageberatung und sage dir daher auch nicht, ob und wie du meiner Meinung nach handeln solltest.</p>



<p>Jeder Fall ist individuell zu betrachten, Patentrezepte und Pauschalaussagen sind nicht immer auf alle zutreffend. Was ich aber nachfolgend mache: Ich schildere dir meine eigenen Erfahrungen und die Schlussfolgerungen, die ich für mich gezogen habe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Ausgangssituation</h2>



<p>Unabhängig von meinem direkten Engagement an der Börse, hatte das Thema <strong>Altersvorsorge</strong> für mich schon immer einen großen Stellenwert. Zwar war der Stellenwert nicht sooo groß, dass ich dem alles andere untergeordnet hätte, dennoch war mir schon von Beginn meiner beruflichen Karriere an klar, dass ich im Alter mit weniger „Gehalt“ auskommen muss als heute.</p>



<p>Zudem war mir klar, dass ich mich nicht alleine auf die staatlichen Sicherungssysteme verlassen kann und will. Im übrigen halte ich es sowieso<strong> nicht für die Aufgabe des Staates, für eine auskömmliches Leben seiner Bürger zu sorgen</strong>, das ist aber ein anderes Thema. Auch habe ich keinerlei <a href="https://www.finanzguerilla.de/aktien-und-moral/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">moralische Probleme beim Investieren in Aktien</a>.</p>



<p>Es wird also eine Lücke geben, ob ich will oder nicht. Damit diese Lücke nicht zu einer Verringerung meines Lebensstandards führt, <em>muss</em> ich also handeln. Eigenverantwortung war gefragt. Auf <a href="https://www.finanzguerilla.de/rente-mit-77/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Versprechungen des Staates</a> gebe ich da nämlich nicht viel.</p>



<p>Was ich dann in den Folgejahren (Anfang der 20er) für mich und meinen Lebensabend abgeschlossen habe:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Bausparvertrag</strong>, damals mit <strong>3 Prozent</strong> verzinst</li>



<li><strong>Kapitalbildenden, fondsgebundene Rentenversicherung</strong> (mit Kapitalwahlrecht in einer Summe oder monatlicher Auszahlung zum Renteneintritt)</li>



<li><strong>Fondsgebundene Riester-Rente</strong> (unter Hinzuziehung vermögenswirksamer Leistungen des Arbeitgebers)</li>
</ul>



<p>Ich war also eigentlich gut aufgestellt fürs Alter. Dachte ich. Doch nachdem ich meine Kompetenzen in Sachen <strong>Finanzen</strong> ausgebaut hatte, kamen mir immer mehr Zweifel, ob meine Lösungen auch wirklich effizient und sinnvoll sind und mir auch die größtmögliche <strong>Rendite fürs Alter</strong> bringt. Letztendlich fiel meine Antwort mit NEIN recht eindeutig aus.</p>



<p>Also ergriff ich seit Ende meiner 20er bis zum Jahr 2016 folgende Maßnahmen, die ich dir dann auch gleich begründe (wie gesagt aus sehr subjektiver Sicht).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Riester-Rente kündigen</h2>



<p>Ja, die Zulage von <strong>154 Euro</strong> im Jahr war nett. Danke Vater Staat, dass du mich wiedermal so gut versorgst und mich von jeglicher Eigenverantwortung frei sprichst. Aber wie so oft bei staatlich subventionierten Dingen, hat die Sache auch einen Haken: Das Produkt meiner Riester-Rente war mit <strong>hohen Gebühren</strong> versehen, die jährlich an meiner Rendite geknabbert haben.</p>



<p>Zudem steckte nur ein schwacher &#8222;Motor&#8220; in meiner Riester, weshalb sie dauerhaft auch nie wirklich gut hätte performen können &#8211; <strong>nach Kosten und Gebühren</strong>.</p>



<p>Zudem war das Geld durch die vertraglichen Förderungen wenig flexibel und im Prinzip &#8222;gebunden&#8220;. Zwar war meine Riester-Rente in Form eines <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/">Aktienfonds-Sparplanes</a> konstruiert, dadurch grundsätzlich schonmal gar nicht schlecht und vermutlich besser als so manche &#8222;normale&#8220; konservative <strong>Lebensversicherung</strong>.</p>



<p>Dennoch lag dem Produkt ein <strong>aktiv gemanagter Aktienfonds</strong> zugrunde, der natürlich Gebühren kostet. Neben einem Ausgabeaufschlag für den Fonds, lagen auch die laufenden Managementgebühren des Fonds bei knapp <strong>1,5 bis 2 Prozent pro Jahr</strong>. Freilich das musste ich mir alles selbst heraussuchen und aktiv mit anderen Fonds oder <a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-etf/">ETF</a>s vergleichen.</p>



<p>Inzwischen weiß ich: Laufende Gebühren und immer wiederkehrende Kosten sind Gift für einen effizienten <strong>Vermögensaufbau fürs Alter</strong>.</p>



<p>Die <strong>Riester-Rente</strong> wurde also <strong>gekündigt</strong> und schon da zeigte sich auch die Schattenseite staatlicher Subventionierung: Die <strong>Zulagen</strong> durfte ich allesamt an den <strong>Staat zurückzahlen</strong>. Danke auch. Unter dem Strich hatte ich über die Jahre also lediglich einen <strong>aktiv gemanagten Aktienfonds</strong> am Laufen, der möglicherweise ganz ordentlich lief, aber auch hohe laufende Gebühren mit sich brachte, aufgrund des Etikettes &#8222;Riester-Rente&#8220;. Unterm Strich natürlich viel zu teuer im Nachhinein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bausparvertrag kündigen</h2>



<p>Mit Aufkommen der Niedrig- und Negativzinsen um die <strong>Finanzkrise 2008</strong> herum trennte ich mich auch von meinem <strong>lange laufenden Bausparvertrag</strong> nach Ablauf der <strong>7-jährigen Ansparzeit</strong>. Auch hier hatte ich irgendwie das Gefühl, dass ich mit angezogener Handbremse Richtung Altersvorsorge unterwegs bin und das Geld <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">anderweitig sinnvoller für mich arbeiten könnte</a>. Ich wollte also den Turbo, statt der Schnecke. Von Zielen wie der <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">finanziellen Freiheit</a> hatte ich damals noch keinen Schimmer.</p>



<p>Trotzdem wurde der Bausparvertrag gekündigt und das erhaltene Guthaben am <strong>Aktienmarkt investiert</strong>. In der Anfangszeit zugegeben mehr schlecht als recht und mit hohem Lehrgeld.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Lebensversicherung verkaufen</h2>



<p>Der letzte Schritt meiner persönlichen „Rentenoptimierung“ erfolgte im <strong>Herbst 2016</strong>. Da kündigte ich meine kapitalbildende <strong>fondsgebundene Rentenversicherung</strong> nach einer Laufzeit von über 12 Jahren. Wieso betone ich die <strong>12 Jahre</strong>? Nunja. Das Schöne war: Der Vertrag war ein Altvertrag von <strong>vor 2005</strong>, das heißt, ich habe die gesamte Summe nach Ablauf von 12 Jahren <em><strong>steuerfrei</strong></em> ausbezahlt bekommen.</p>



<p>Eine kleine aber feine Rendite habe ich zudem gemacht. Zu den Unterschieden vor/nach 2005 siehe die Grafik im Artikel von Focus-Online.</p>



<p>Wieso genau habe ich die Rentenversicherung gekündigt? Auch hier war &#8222;Rendite&#8220; das Zauberwort. Immerhin sind solche Rentenversicherungen oft so konstruiert, dass die Versicherungen in den Anfangsjahren <strong>kaum Rendite</strong> machen, da die Gebühren abgezogen werden. Für einen 40 Jahre laufenden Vertrag zahlst du im <strong>4-stelligen Bereich Abschlussgebühren</strong>, die oft und gerne verschwiegen werden oder zumindest gut im Kleingedruckten versteckt sind.</p>



<p>Diese <strong>Abschlussgebühren</strong> sind per se nicht schlimm, aber das Produkt sollte halt auch entsprechend liefern und nicht nur versprechen. Und hieran mangelt es vielen dieser Produkte. Wenn diese im Schnitt <strong>4% p.a</strong>. machen, aber <strong>auf 40 Jahre</strong> gesehen möglicherweise <strong>6% p.a.</strong> möglich wären mit Produkten die effizienter und günstiger sind, wieso dann nicht lieber diese wählen?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mangelnde Rendite</h3>



<p>Das heißt die Versicherung zahlt zuerst mal sich selbst und erst dann kommt der Anleger in den Genuss des erwirtschafteten Gelds. In den grünen Bereich kommen die Versicherungen oft erst nach mehreren Jahren.<br>Zudem zahlen diese Versicherungen wie der Name schon sagt erst nach Erreichen einer speziellen Altersgrenze.</p>



<p>Vorher hat der Anleger in der Regel nichts von der Versicherung. Sich <strong>über 40 Jahre</strong> an einen Vertrag zu binden war schlicht keine Option mehr für mich. Daher habe ich schon vor Abschluss der Versicherung auch die Variante einer <strong>Kapitalauszahlung in einer Summe</strong> gewählt. Wer weiß wie viele Jahre man <strong>nach 63 überhaupt noch lebt</strong> und etwas von dem Geld hat?</p>



<p>Aber am ärgerlichsten waren für mich die hohen Gebühren und die Abzüge, die direkt auf die Rendite durchschlugen. Selbst wenn ich den Vertrag hätte ruhen lassen (also keine weiteren Raten mehr gezahlt hätte), wären die Gebühren jedes Jahr fällig gewesen. Wenn ich mir retrograd vorstelle, wieviel Rendite ich in <strong>12 Jahren</strong> mit einer <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">anderen Strategie</a> hätte machen können, könnte es mir schon schwindelig werden.</p>



<p>Diese Zeit hätte dazu gereicht, schon einen riesen Schritt Richtung <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">finanzieller Freiheit</a> zu machen oder sie sogar zu erreichen. Hätte, hätte Fahrradkette. Vorbei ist&#8217;s, Vergangenheit. Daher den Blick ab ab Richtung Zukunft. Und ein paar Jährchen Zeit zum Gas geben habe ich ja auch noch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine Strategie heute</h2>



<p>Zugegebenermaßen fahre ich heute <strong>ziemliches Risiko</strong> bei meiner <a href="https://www.finanzguerilla.de/altersvorsorge/">Altersvorsorge</a>. So mancher Versicherungsmakler würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen angesichts meiner <strong>hohen Aktienquote</strong> und wieder mit diesen typischen „<em>Was wäre wenn…</em>“-Argumenten oder dem allseits beliebten „globalen <a href="https://www.finanzguerilla.de/krise-und-dann-depotabsicherung-fuer-den-ernstfall/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Finanzcrash</a>“ kommen. Ohne Risiko gibt es nunmal auch keine Rendite, das weiß ich inzwischen.</p>



<p>Ich betone hier aber nochmal, dass die nachfolgende Strategie nur meine eigene ganz <strong>individuelle</strong> ist. Sie muss nichts für dich sein, ja kann sogar schädlich für dich sein. Außerdem ist nicht in Stein gemeißelt, dass die Strategie auch dauerhaft so bleibt oder nicht in Nuancen geändert oder ergänzt wird (z.B. um eine <strong>Risiko-Lebensversicherung</strong> bei <a href="https://www.finanzguerilla.de/depot-fuer-kinder-steuerfrei-ins-erwachsenenalter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nachwuchs</a> etc.).</p>



<p>Aber Ziel ist es zunächst mal, die Strategie die <strong>nächsten Jahre und Jahrzehnte</strong> so weiterlaufen zu lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine Vorsorgestrategie:</h2>



<h3 class="wp-block-heading">1) ETF-Sparpläne, monatlich bespart &#8211; Zielrichtung: Zielgerichteter Vermögensaufbau</h3>



<p>Dadurch habe ich mir einen stark diversifizierten „<strong>Kern</strong>“ meiner Altersvorsorge geschaffen. Die <strong>ETFs</strong> können über meinen Online-Broker teilweise sogar <strong>kostenlos bespart</strong> werden. Es gibt also keinerlei Kaufgebühren. <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ein ETF deckt die gesamte Welt</a> nach Kapitalisierung gewichtet ab.</p>



<p>Als Indices folge ich den möglichst globalen. Der <strong>MSCI World</strong> beinhaltet Aktien von knapp <strong>1600 Unternehmen</strong> weltweit, der <strong>FTSE All-World</strong> über <strong>3000</strong>. Eine größere Risikostreuung meines Geldes ist fast nicht vorstellbar. Durch den kleineren Anteil der <strong>Emerging Markets</strong> profitiere ich zudem langfristig von relativ guten Wachstumschancen der <strong>Schwellenländer</strong>.</p>



<p>Auch wenn die USA irgendwann einmal ihre Vorherrschaft verlieren, hat dies für meinen globalen ETF lediglich die Auswirkung, dass er den US-Anteil senkt und andere Staaten mehr gewichtet.</p>



<p><strong>ETFs</strong> die ich hierfür ganz gut finde, habe ich dir <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> in einer Übersicht zusammengefasst.</p>



<p>Das Verhältnis von 70/30 (<strong>World</strong>/ <strong>Emerging Markets</strong>) orientiert sich an den modernen wissenschaftlichen Portfolio-Theorien. Unter anderem nachzulesen im „<a rel="noopener noreferrer" href="http://amzn.to/2tC6Ous" target="_blank">Kommer</a>“*. Ich selbst habe einen <strong>einzigen Welt-ETF</strong> ohne Rebalancing hierfür genutzt. Statt 70:30 also 90:10.</p>



<p>Auf <strong>aktives Rebalancing</strong> verzichte ich aber bewusst. Diese ETFs sollen nämlich komplett passiv laufen. Alternativ habe ich damals auch mit dem Gedanken gespielt, den <a rel="noopener noreferrer" href="https://www.arero.de/" target="_blank">ARERO</a> (<strong>A</strong>ktien <strong>Re</strong>nten <strong>Ro</strong>hstoffe) als meinen Kern zu wählen, bin aber aufgrund meiner Skepsis gegenüber Rohstoffen dann doch bei den reinen weltweiten <strong>Aktien-ETFs</strong> geblieben.</p>



<p>Dabei hätte der <strong>ARERO</strong> auch das Rebalancing für mich übernommen, jedoch zu etwas höheren Gebühren (ca. <strong>0,5 % p.a.</strong>). Diese sind meiner Meinung nach aber dennoch völlig in Ordnung.</p>



<p>Die Philosophie des ARERO basiert auf dem Buch &#8222;<a rel="noopener noreferrer" href="http://amzn.to/2sETqBs" target="_blank">Genial einfach investieren</a>&#8222;* von <strong>Martin Weber</strong>. Der Fonds scheint ganz gut zu sein und beinhaltet ein <strong>komplettes Welt-Portfolio</strong>. Ich selbst wollte nur in Aktien gehen, daher habe ich ihn erstmal nicht ins Portfolio genommen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Und der Crash?</h4>



<p>Sollte es einmal zum <strong>Einbruch an den Finanzmärkten</strong> kommen, kaufe ich durch den Sparplan-Effekt billiger mehr Stücke nach. Das federt etwas ab und beschleunigt den Turnaround wenn es wieder nach oben geht. Meine <strong>„Panik“ bei fallenden Kursen</strong> sollte sich so in Grenzen halten, auch bei längeren Phasen einer Baisse.</p>



<p>Vielleicht freue ich mich sogar bei dem nächsten großen Crash, wer weiß. Daher habe ich auf sicher geltende Anlagen als Beimischung (<strong>Renten</strong>) vorerst verzichtet.</p>



<p>Zum Thema laufende Kosten: Im Gegensatz zu meiner <strong>Riester-Rente</strong> (aktiver Fonds) und meiner gekündigten Lebensversicherung, verursachen meine ETFs zusammen Gebühren von nur <strong>0,25 &#8211; 0,5 % pro Jahr</strong>. </p>



<p>Ich bin mir im Klaren darüber, dass ich im Falle von angesparten <strong>200.000 Euro</strong> zum Beispiel <strong>500-1000 Euro Gebühren pro Jahr</strong> an die ETF-Gesellschaft bezahle. Dafür nehme ich aber ja auch eine Dienstleistung in Anspruch, also für mich völlig ok.</p>



<p>Nichtsdestotrotz partizipiere ich durch die ETFs langfristig auch optimal an den globalen Aktiengewinnen von im Schnitt <strong>7-9 Prozent pro Jahr</strong>. Schwankungen hin oder her. Ob ich nun <strong>8 Prozent Rendite pro Jahr</strong> oder „nur“ 7,5 Prozent (8%-0,5%) mache, ist mir dann doch relativ egal.</p>



<p>Vermutlich würde ich mit einem <strong>aktiv gemanagten Fonds</strong> noch mehr an Gebühren bezahlen und <a href="https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/fonds-etf/indexfonds-aktiv-gemanagte-fonds-enttaeuschen/8941324-2.html?ticket=ST-1723302-zD1ZcfoLC1h5PXYtyKpu-ap2" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="nicht wirklich besser abschneiden (öffnet in neuem Tab)">nicht wirklich besser abschneiden</a>, aber das ist ein anderes Thema.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2) Einzelaktien-Depot, Sparplan/Einzelkäufe &#8211; Zielrichtung: Passives Einkommen generieren (Dividende)</h3>



<p>In meinem Depot finden sich die typischen <strong>Dividenden-Aristokraten</strong>, Titel aus dem <strong>DAX</strong>, aus den <strong>USA</strong>, <strong>Großbritannien</strong>, <strong>China</strong> und der <strong>Schweiz</strong>. Zielrichtung ist hier das Schaffen und Skalieren eines <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Passiven Einkommens</a> durch Dividenden. Der Cashflow aus diesen Einnahmen soll langfristig meine Rente ergänzen.</p>



<p>Sollte es ganz außergewöhnlich gut laufen, könnte dieses Depot auch zur <strong>finanziellen Freiheit</strong> führen, was ja mein übergeordnetes <a rel="noopener noreferrer" href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank">Langzeit-Ziel</a> darstellt.</p>



<p>Das wäre dann der Fall, wenn ich alleine <strong>von meinen Dividenden-Einkünften leben könnte</strong> bzw. ich so viele Dividenden bekomme, wie ich als aktuelles Gehalt beziehe.</p>



<p>Im Vergleich zu der <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF-Strategie</a> hat diese Strategie mehr Risiko, da ich <em><strong>aktives Stock-Picking</strong></em> betreibe. Dafür bereitet sie mir aber auch wesentlich mehr Spaß als nur „langweilig“ <strong>passiv in ETF</strong> zu investieren. Durch das Augenmerk auf Dividende sollten mich auch hier die höheren Kursschwankungen der <a href="https://www.finanzguerilla.de/aktien-eine-frage-des-alters/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Einzelaktien</a> weiter nicht stören.</p>



<p>Es geht daher im Grunde auch nicht darum, den <strong>Index zu schlagen</strong>, das würde ich vermutlich ohnehin nicht schaffen, <a rel="noopener noreferrer" href="http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/investmentfonds-manager-86-prozent-verfehlen-ihre-benchmark-a-1083401.html" target="_blank">wenn selbst professionelle Fonds-Verwalter daran scheitern</a>.</p>



<p>Das einzige Alptraum-Szenario: Die Pleite von einzelnen Firmen, was den Totalverlust dieser Position in meinem Depot bedeuten würde. Da ich aber fast nur <strong>Global Player</strong> im Depot habe, sollte das Risiko halbwegs überschaubar sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3) Immobilie &#8211; Passives Einkommen generieren (Mieteinnahmen)</h3>



<p>Dritte Säule meiner persönlichen Altersvorsorge ist <a href="https://www.finanzguerilla.de/immobilien-mieten-oder-kaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vermietetes Wohneigentum</a>. Auch die <strong>langfristigen Mieteinnahmen</strong> bieten eine gute Grundlage für <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passives Einkommen</a> und eine Absicherung im Alter. Wobei <em>passiv</em> hier relativ ist. Wirklich passiv sind nur Aktien und ETF-Renditen. Bei <a href="https://www.finanzguerilla.de/immobilien/">Immobilien</a> müssen Mieter gefunden, die Abrechnung erstellt und <strong>Reparaturen durchgeführt</strong> und bezahlt werden.</p>



<p>Dafür bieten sie aber in der Anfangszeit auch einen <strong>guten Hebel</strong>, weil nur relativ wenig Eigenkapital und viel Fremdkapital benutzt wird.</p>



<p><strong>Immobilien als Geldanlage</strong> sind ja recht umstritten in der Finanzwelt, aber sie gehören für mich durchaus dazu. Sie sind zwar in der <strong>Gesamt-Performance vermutlich den Aktien unterlegen</strong>, aber zur Asset-Streuung mehr als geeignet.</p>



<p>Außerdem tut es verdammt gut zu wissen, dass man im Alter selbst wieder in seine Wohnung einziehen könnte und dann für immer <em>mietfrei</em> (wenn die Wohnung abbezahlt ist) wohnt. Immerhin sind auch <strong>wegfallenden monatliche Fixkosten eine Art von Rente</strong>. Auch zum Thema <a href="http://amzn.to/2sERyZu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mieten oder Kaufen</a>* hat sich Gerd Kommer lesenswert geäußert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">4) Rürup-Rente</h3>



<p>Waaaas? Dein Ernst? Ja, mein Ernst. Es gibt tatsächlich mittlerweile ganz gute Lösungen von Rürup-Renten, die sogar auf <strong>ETF-Basis</strong> funktionieren. Als <strong>hartz4- und pfändungssicherer Grundschutz</strong>, kann eine <strong>Rürup-Rente</strong> tatsächlich &#8211; insbesondere für <strong>Selbstständige</strong> und <strong>Besserverdiener</strong> &#8211; durchaus Sinn machen. So kann man z.B. die eingezahlten Beiträge bis zu einer Höhe von aktuell <strong>23.000 Euro</strong> von der <strong>Steuer absetzen</strong>, was einen zusätzlichen Hebel darstellt.</p>



<p>Aktuell habe ich aber noch keine abgeschlossen und kämpfe noch immer mit mir.</p>



<p>Einschränkung: Mit der <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/ruerup-rente-versus-etf-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rürup</a></strong> befindest du dich in der <strong>1. Schicht der Altersvorsorge</strong>, somit in der gleichen Schicht wo auch die <strong>gesetzliche Grundrente</strong> anzusiedeln ist. Das hat die Folge, dass du im Alter dein Geld lediglich als <strong>laufende Rente</strong> (sog. <em>Leibrente</em>) ausbezahlt bekommen kannst. </p>



<p>Eine Auszahlung <strong>in einer Summe ist nicht möglich</strong>. Auch wenn du stirbst, kann dein Geld futsch sein, wenn du nicht noch (teurere) Zusatzklauseln für <strong>deine Angehörigen abgeschlossen</strong> hast.</p>



<p>Dafür kannst du deine monatlichen Rürup-Beiträge <strong>bis zu einer Summe von derzeit um die 23.000 Euro</strong> von der Steuer absetzen. Durch die Steuerersparnis und die durchaus nicht zu verachtende Rendite einer 70/30 ETF-Lösung (siehe oben) in einer Rürup, kann sich eine <strong>sehr ordentliche monatliche Rente zusammenläppern</strong>.</p>



<p>Aber wie auch bei der <strong>Riester</strong> gilt auch bei der <strong>Rürup</strong>: Es ist und bleibt Geschmacksache, ob man staatlich geförderte Lösungen haben möchte oder nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Wie du siehst, gehe ich bei meiner <strong>Altersvorsorge</strong> einen etwas anderen Weg als ihn der Mainstream beschreitet und von „Experten“ empfohlen wird. Die meisten Deutschen verlassen sich wohl noch immer auf ihre <strong>Renten- oder Lebensversicherung</strong>, was ja auch völlig in Ordnung ist. </p>



<p>Aber ihnen sollte zumindest bewusst sein, dass die erwartete Renditen eher mickrig sein werden und das Thema <strong>Altersarmut</strong> wohl noch nicht ganz abgehakt sein dürfte. Ärgerlich wenn das böse Erwachen erst im Alter kommt, wenn man mehr Geld dringend bräuchte.</p>



<p>Dass ich mich inzwischen <strong>selbst um eine Finanzen kümmere</strong> ist für mich glasklar und logisch. Ich denke dass meine Strategie langfristig auch Früchte tragen wird. Bereits Heute habe ich ja schon einen stetigen <strong>Cashflow durch die Dividende</strong>. Ich sehe also schon, dass meine Vorsorge etwas nützt und funktioniert, im HIER und JETZT.</p>



<p>Das ist bei anderen Lösungen der Versicherungsbranche oftmals leider nicht gegeben. Hier droht im schlimmsten Falle nach 40 Jahren &#8211; wenn abgerechnet wird &#8211; ein grausiges Erwachen.</p>



<p>P.S.: Worauf ich in diesem Artikel nicht eingegangen bin, sind Dinge wie Tagesgeld (<a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzieller-schutz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">finanzieller Schutz</a>) und weitere Investments die ich tätige (<a href="https://www.finanzguerilla.de/p2p-kredite/">P2P</a>, <a href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-ich-aktuell-vermehrt-cfd-trading-betreibe/">CFD</a> (sehr selten), <a href="https://www.finanzguerilla.de/private-equity/">Private Equity</a> etc.). Ich unterscheide ganz genau zwischen <em>Altersvorsorge</em> und <em>Vermögensaufbau/Investieren</em>.</p>



<p>Alles oben Genannte ist für mich <strong>Altersvorsorge</strong>, der Rest ist <strong>Investieren und Kapitalaufbau</strong>. Oder würdest du deine Altersvorsorge in die Hände eines Peer-to-Peer-Marktplatzes geben?! Ich nicht.</p>



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<p><strong>Wie sieht denn deine eigene Altersvorsorge aus? Hast Du Versicherungsprodukte abgeschlossen?</strong></p>
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