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	<title>ETF-Sparpläne Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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	<description>Finanzen, Wirtschaft und Lifestyle - Finanzblog</description>
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	<title>ETF-Sparpläne Archive | FinanzGuerilla.de</title>
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		<title>Depot für Kinder: Steuerfrei ins Erwachsenenalter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Nov 2019 18:22:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
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		<category><![CDATA[Wertpapierdepot für Kleinkinder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute geht es mal um etwas sehr Praktisches und Lebensnahes: Nämlich ein Depot für Kinder. Ich möchte dir hier im Artikel zeigen, wie ich vorgegangen bin, sodass meine Tochter bereits im zarten Alter von 3 Wochen zur stolzen Wertpapierbesitzerin geworden ist. Zudem zeige ich dir, wieso es in meinen Augen definitiv für alle Eltern Sinn...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/depot-fuer-kinder-steuerfrei-ins-erwachsenenalter/">Depot für Kinder: Steuerfrei ins Erwachsenenalter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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<p class="has-drop-cap"><strong><em>Heute geht es mal um etwas sehr Praktisches und Lebensnahes: Nämlich ein Depot für Kinder. Ich möchte dir hier im Artikel zeigen, wie ich vorgegangen bin, sodass meine Tochter bereits im zarten Alter von 3 Wochen zur stolzen Wertpapierbesitzerin geworden ist. Zudem zeige ich dir, wieso es in meinen Augen definitiv für alle Eltern Sinn macht, ihrem Nachwuchs ein solches Depot einzurichten.</em></strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Wozu brauchen Kinder denn bitte ein Depot?!</h2>



<p>Fangen wir zunächst einmal mit den Gründen für ein solches Vorhaben an: Kinder sind eine teure Angelegenheit, wenn man es rein wirtschaftlich betrachtet. In ganz jungen Jahren halten sich die Kosten zwar noch in Grenzen, in der <strong>Pubertät</strong> bzw. dem <strong>jungen Erwachsenenalter</strong> ändert sich das jedoch schnell. </p>



<p>Besonders wenn es dann noch um die Themen <strong>Studium</strong> und <strong>eigene Wohnung</strong> geht, kommen schnell gewaltige Summen auf die Eltern oder die Sprösslinge zu. Wenn das Kind <strong>Medizin</strong> oder <strong>Jura</strong> an einer renomierten <strong>Universität</strong> studieren möchte, kann dies auch die Eltern schnell an die Grenzen des <strong>finanziell Machbaren</strong> bringen.</p>



<p>Dann muss meistens ein <a aria-label="Kredit (öffnet in neuem Tab)" rel="noreferrer noopener" href="https://www.finanzguerilla.de/kreditrechner/" target="_blank">Kredit</a> her oder <a aria-label="Bafög (öffnet in neuem Tab)" rel="noreferrer noopener" href="https://www.bafög.de/" target="_blank">Bafög</a>, welches man zum Teil auch zurückzahlen muss. Schaut man nur mal nach Amerika über den Teich, dann sind dort die meisten Studierenden mit <a href="https://www.finanzguerilla.de/kreditarten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studienkrediten</a> verschuldet. Dies bremst sie in den ersten Jahren ihrer Berufstätigkeit vehement aus. Auch wenn es heute noch <a aria-label="günstige Kredite (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.finanzguerilla.de/kreditrechner/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">günstige Kredite</a> gibt, muss das ja nicht so bleiben.</p>



<p>Ein prall gefülltes <strong>Wertpapierdepot</strong> kann hier für wesentliche Erleichterung in allen Lebenslagen sorgen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verrechnungskonto inklusive</h3>



<p class="has-text-align-left">Nun bekommt so ein Kind ja auch gerne mal Geschenke von Familienangehörigen (<strong>Geburtstage</strong>, <strong>Kommunion</strong>, <strong>Konfirmation</strong>, <strong>Schulabschluss</strong> etc.). Oft fallen diese Geschenke als Geldgeschenke aus, die man früher aufs Sparbuch gepackt hat oder in ein kinderliches <strong>Sparschwein</strong>. Dort liegt es herum und verliert beständig an Wert.</p>



<p>Einmal im Jahr hieß es dann, in hoffnungsvoller Demut zur Bank zu pilgern und dem <em><strong>Weltspartag</strong></em> zu frönen. Ich muss vermutlich nicht erwähnen, dass diese Zeiten unwiederbringlich vorüber sind. Das <strong>Sparbuch</strong> ist heute ein <em>Geldvernichtungsbuch</em>. <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Zinsen - Fehlanzeige (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.finanzguerilla.de/wieso-guerilla/" target="_blank">Zinsen &#8211; Fehlanzeige</a>.</p>



<p>Dennoch wollen die <strong>Geschenke</strong> und Zuwendungen aber irgendwo sinnvoll genutzt werden. Im Idealfall als clevere <strong>Vorsorge</strong> für Später, bzw. bis zum <strong>18. Geburtstag</strong>. Genau an dieser Stelle kommt das <strong>Depot für Kinder</strong> ins Spiel.</p>



<p>Dadurch dass jedem Depot immer auch ein <strong>Verrechnungskonto</strong> angegliedert ist, haben die Kleinen sogar bereits eine Art &#8222;<em>Girokonto</em>&#8222;, über die man je nach Bank auch <strong>Transaktionen</strong> und <strong>Überweisungen</strong> ausführen kann. Und Familienangehörige können auf dieses Konto einfache Überweisungen vornehmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Abgeltungssteuer? &#8211; Nein danke!</h3>



<p>Einer der größten Vorteile eines <strong>Depot für Kinder</strong> ist aber, dass in den 18 Jahren (und ggf. darüber hinaus) <strong>keinerlei Abgeltungssteuer</strong> auf <strong>Zinsen</strong> und <strong>Dividenden</strong> anfallen. Das hängt damit zusammen, dass die Kinder kein eigenes Einkommen beziehen und dadurch auch nicht einkommenssteuerpflichtig sind bzw. unter ihrem Freibetrag bleiben. </p>



<p>Über das <strong>Finanzamt</strong> kann man der Depotbank nun genau diesen Umstand mitteilen, sodass die Bank ab diesem Moment keine <strong>Abgeltungssteuer</strong> mehr an das Finanzamt abführt.</p>



<p>Das Kind darf also <strong>Zins- und Dividendenerträge steuerfrei</strong> behalten. Ein nicht zu unterschätzender Hebel in Bezug auf den <a rel="noreferrer noopener" label="Zinseszinseffekt (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.finanzguerilla.de/finanzielle-freiheit-erreichen/" target="_blank">Zinseszinseffekt</a>. Das Einzige was man hierzu benötigt, ist eine sogenannte <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Nichtveranlagungsbescheinigung (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.formulare-bfinv.de/ffw/form/display.do?%24context=3844B784B64832038916" target="_blank">Nichtveranlagungsbescheinigung</a> des Finanzamtes, auch <strong>NV-Bescheinigung</strong> genannt.</p>



<p>Durch das Formular beantragst du quasi eine Bestätigung des Finanzamtes, dass dein <strong>Kind nicht steuerpflichtig</strong> ist, ergo auch keine <strong>Abgeltungssteuer</strong> zu zahlen hat. Die Bescheinigung hat eine <strong>Gültigkeit von 3 Jahren</strong> und muss danach erneut bei der Bank eingereicht werden. Etwas lästiger Papierkram zwar, aber er lohnt sich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Depot gehört alleine deinem Kind</h2>



<p>Nun mag einer auf die Idee kommen, einfach ein <strong>Depot auf sein Kind einzurichten</strong> und selbst von den obigen <strong>steuerlichen Vorteilen</strong> zu profitieren. Hier aber ein wichtiger Hinweis: <em>DAS DEPOT GEHÖRT RECHTLICH EINZIG UND ALLEINE DEINEM NACHWUCHS (!!!)</em>. Die sorgeberechtigten Elternteile <em><strong>verwalten</strong></em> es nur <strong>im Interesse des Kindes</strong>, bis zur Volljährigkeit. </p>



<p>Dies bedeutet, dass du deinem Kind das Geld auch ab Volljährigkeit nicht mehr wegnehmen kannst und darfst. Wenn also deine frisch <strong>18 Jahre</strong> alt gewordene Tochter lieber das <strong>Depot plündern</strong> und mit einem <strong>sudanesischen Wanderzirkus auf Weltreise</strong> gehen möchte, dann kannst du das nicht verhindern.</p>



<p>Sobald das Kind <strong>18 Jahre alt</strong> ist, bekommt es <strong>eigene Zugangsdaten zum Depot</strong> und die Zugangsdaten der Eltern werden gekappt.</p>



<p>Sollte deinem Nachwuchs (Gott bewahre!) etwas Schlimmes zustoßen, würde das Depot dann bei <strong>Ableben</strong> regulär als <strong>Erbe an die Eltern übergehen</strong>. Aber an sowas mag man noch nicht einmal denken. Fürs Protokoll sei es hier der Vollständigkeit halber mal mit erwähnt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kinderdepot eröffnen &#8211; Schritt für Schritt erklärt</h2>



<p>Ich zeige dir nun, wie die ganze Sache <strong>Schritt für Schritt</strong> abläuft. Der Einfachheit halber zeige ich dir das Vorgehen an meinem eigenen Beispiel, da sich die Abläufe von Bank zu Bank leicht unterscheiden können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Grunds<strong>achverhalt:</strong></h3>



<p><em>Wir als junges Paar (unverheiratet) möchten für unsere Tochter ab Geburt ein Depot für Kinder einrichten, um bis zum 18. Geburtstag für das Kind intelligent Vermögen zu bilden. Als Vater bin ich bereits Kunde bei der Consorsbank (Depot </em><a aria-label="hier (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C15212339T" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>hier</em></a><em>* eröffnen), meine Partnerin hat dort kein Konto.</em></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Benötigte Unterlagen:</strong></h4>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Geburtsurkunde im Original</strong> (!) &#8211; Kommt etwa <strong>7-10 Tage nach der Geburt</strong> vom Standesamt. Beantragt wird die Urkunde meistens bereits im Krankenhaus nach der Entbindung. Nach Prüfung schickt die Bank das Original wieder postalisch an die Eltern zurück</li>



<li><strong>Steuer-ID</strong> des Nachwuchses (wird im <strong>Antragsformular der Depoteröffnung</strong> abgefragt). Ablauf: Das Standesamt meldet den neuen Erdenbürger automatisch beim <strong>Finanzamt</strong>. Das <strong>Bundeszentralamt für Steuern</strong> übersendet dann einige Tage später die Steuer-ID. Meistens ist das dann <strong>der erste adressierte Brief an deinen neugeborenen Nachwuchs</strong>.</li>



<li><strong>Erklärung elterliche Sorge</strong> (nur bei <em>unverheirateten</em> Paaren, ansonsten Nachweis der Ehe)</li>



<li><strong>Depoteröffnungsantrag</strong> mit <strong>beiden Unterschriften</strong> der Elternteile</li>



<li>[Identifizierung über PostIdent] &#8211; Da ich bereits <strong>legitimierter Kunde</strong> der <strong>Consorsbank</strong> bin, <strong>entfiel bei uns die erneute Identifizierung</strong>. Die Personalien der Mutter entnimmt die Bank ohnehin aus der amtlich beglaubigten Geburtsurkunde</li>



<li><strong>NV-Bescheinigung des Finanzamtes</strong> (Erklärung siehe oben)</li>



<li>Briefmarke, da im Original versandt werden muss </li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Wie geht es dann weiter?</h3>



<p>Eigentlich war es das schon. Die Bank prüft nun die Unterlagen und eröffnet das <strong>Depot mit Konto</strong>. In meinem Fall ist es so, dass das <strong>Kinderdepot mit dem dazugehörigen Verrechnungskonto</strong> als <em>Unterdepot</em> bei mir geführt wird. </p>



<p>Die <strong>Verwaltung des Depots</strong> und die Auftragserteilung funktioniert mit meinen sowieso schon vorhandenen <strong>Zugangsdaten und Sicherheitsverfahren</strong>. Bequemer und smarter gehts nicht.</p>



<p>Wie oben bereits erwähnt, erhält das Kind dann mit Volljährigkeit <strong>eigene Zugangsdaten</strong> und der <strong>elterliche Zugriff</strong> wird gekappt. Bis dahin sind meine Partnerin und ich gleichberechtigt über das Konto/Depot bevollmächtigt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">ETF-Sparplan einrichten</h3>



<p>Da ich möglichst <strong>wenig administrativen Aufwand</strong> mit dem Depot haben möchte, habe ich mich für meine Tochter für einen einfachen und passiven <a href="https://www.finanzguerilla.de/etf-sparplan-vs-aktien-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF-Sparplan</a> mit <strong>monatlicher Einzahlung</strong> entschieden. So bekommt meine Tochter bereits ab Geburt ein kleines Taschengeld. So ein Sparplan funktioniert bereits <strong>ab 25 Euro</strong> pro Monat.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Welchen ETF wählen?</h3>



<p>Bei der konkreten ETF-Auswahl habe ich mich für einen simplen <strong>Aktions-ETF</strong> (gebührenfreies Besparen) entschieden. Es handelt sich um einen <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">thesaurierenden ETF</a></strong> auf den <strong>MSCI ACWI</strong>, also maximale Streuung <strong>inklusive Schwellenländer</strong>. Die Gewinne werden auf ETF-Ebene <strong>automatisch neu angelegt</strong>.</p>



<p>Da die <strong>NV-Bescheinigung</strong> dafür sorgt, dass keine <strong>Abgeltungssteuer</strong> fällig wird, entfällt auch die <a href="https://www.finanzguerilla.de/das-neue-investmentsteuerreformgesetz-ab-2018/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vorabbesteuerung nach dem Investmentsteuerreformgesetz</a>. Klarer Vorteil also für den <strong>Thesaurierer</strong>. Denn: Es muss kein Guthaben auf dem <strong>Verrechnungskonto</strong> für die Steuerpauschale vorrätig gehalten werden.</p>



<p>Einzahlungen und Geschenke von Verwandten gehen dann direkt auf das <strong>Verrechnungskonto</strong> und werden dann von mir von Zeit zu Zeit als <strong>Einmalzahlungen im Rahmen des Sparplanes</strong> investiert. Oder ich lasse es erstmal auf dem Verrechnungskonto als <strong>Cashreserve</strong> liegen, je nach Geschmack.</p>



<!-- Beginn https://www.financeads.net/-Code --><a href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C15212348B" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="											https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C296855636T" alt="Depotwechsel_728x90" width="728" height="90" border="0"></a><!-- Ende https://www.financeads.net/-Code -->



<h3 class="wp-block-heading">Was kommt da zusammen? </h3>



<p>Lohnt sich so ein Sparplan überhaupt? Von meiner Seite ein ganz klares <em><strong>Ja</strong></em>. Im Schnitt gehe ich von einer Rendite von knapp <strong>7-8 % p.a.</strong> beim <strong>ACWI-ETF</strong> aus. Legen wir für die Rechnung einmal <strong>7 Prozent</strong> zugrunde. Netto, also ohne Steuerabzug. <strong>Ohne zusätzliche Einzahlungen</strong> ergeben sich dann <strong>bis zum 18. Lebensjahr</strong> je nach Höhe der monatlichen &#8222;Taschengeldrate&#8220; (<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Quelle (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php" target="_blank">Quelle</a>):</p>



<ul class="wp-block-list">
<li> <strong>10.586,45 Euro</strong> bei 25 Euro / Monat</li>



<li> <strong>21.172,90  Euro</strong> bei 50 Euro / Monat</li>



<li> <strong>42.345,79  Euro</strong> bei 100 Euro / Monat</li>
</ul>



<p>Höher gehe ich mal nicht, da die Mehrheit wohl in diesem Bereich landen dürfte. Eventuell bleibt es ja nicht nur bei einem Kind. <strong>Die Rechnung ändert sich</strong> natürlich noch vehement, wenn <em>Geldgeschenke</em> (z.B. <strong>1000 Euro</strong> nach einer <strong>Konfirmation</strong>, <strong>Taufe</strong> etc.) zusätzlich für das Kind investiert werden oder die Großeltern noch etwas monatlich zuschießen möchten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie geht es dann nach dem 18. Geburtstag weiter?</h2>



<p>Nunja, das entscheidet meine Tochter dann selbst, da ich keinen Zugriff mehr auf &#8222;ihr&#8220; Geld habe. Im schlimmsten Fall gibt sie das ganze Geld aus und kauft sich Klamotten ;-). Ich würde aber darauf hinwirken, eventuell die Summe <strong>in einen ausschüttenden ETF umzuschichten</strong>, um ihr dadurch bereits <strong>ab Volljährigkeit</strong> ein <strong>kleines zusätzliches <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen-auf-der-rolltreppe-durchs-leben/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passives Einkommen</a> zu verschaffen</strong>. Dieses darf sie dann nach Herzenslust ausgeben.</p>



<p>Ein <strong>Ausschütter</strong> hätte natürlich dann auch <strong>pädagogischen Nutzen</strong>, da sie sieht, dass es nicht clever wäre, ihre <strong>Milch gebende Kuh</strong> für kurzfristigen Konsum zu <strong>schlachten</strong>. Sie soll die Kuh lieber <strong>weiter pflegen</strong> und die <strong>Milch genießen</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit:</h2>



<p>So ein <strong>Depot für Kinder</strong> ist eine feine Sache und in meinen Augen auch schon längst kein <em>Nice-to-have</em> mehr, sondern eigentlich <em>Pflicht</em>. Als es noch 4% Zinsen aufs Konto gab, hätte ein Tagesgeldkonto mehr Sinn gemacht, diese Zeiten sind aber vorbei.</p>



<p>Ich denke dass der <strong>ETF</strong> auch in <strong>18 Jahren</strong> noch in der einen oder anderen Form bestehen wird und auch die größten Firmen weltweit noch irgendwie einen Gewinn erwirtschaften sollten. Diese Einschätzung habe ich auch schon <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in diesem Artikel</a> erklärt. Von daher sehe ich die <strong>Risiken</strong> als überschaubar und die <strong>Chancen</strong> als nicht von der Hand zu weisen.</p>



<p>Ich freue mich zu sehen, wie ihr Depot anwächst und hoffe, dass ich bei meiner Tochter auch zumindest ein bisschen <strong>Verständnis</strong> und <strong>Interesse</strong> für ihre <strong>eigenen Finanzen</strong> wecken kann. Was ihr dann tatsächlich mit <strong>18</strong> als <strong>Kontostand</strong> angezeigt wird, gerät dann schon fast zur (schönen) Nebensache.</p>



<p>Wenn auch du dich für ein Depot bzw. Kinderdepot bei der <strong>Consorsbank </strong>interessierst, dann kannst du es ganz einfach online und kostenlos durch einen Klick auf den nachfolgende Grafik eröffnen*:</p>



<!-- Beginn https://www.financeads.net/-Code --><a href="https://www.financeads.net/tc.php?t=25598C2968117424B" target="_blank"><img decoding="async" src="https://www.financeads.net/tb.php?t=25598V2968117424B" alt="320x50_generisch" border="0" width="320" height="50"></a><!-- Ende https://www.financeads.net/-Code -->



<p><strong>Wie stehst du persönlich zum Thema Depot für Kinder? Hast du bereits für deinen Nachwuchs investiert?</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/depot-fuer-kinder-steuerfrei-ins-erwachsenenalter/">Depot für Kinder: Steuerfrei ins Erwachsenenalter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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		<title>Welt-ETF als Altersvorsorge</title>
		<link>https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jan 2019 16:28:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETF]]></category>
		<category><![CDATA[ETF als Ersatz für Versicherung]]></category>
		<category><![CDATA[ETF-Sparpläne]]></category>
		<category><![CDATA[FTSE All-World Index]]></category>
		<category><![CDATA[MSCI ACWI Index]]></category>
		<category><![CDATA[Vanguard FTSE All-World UCITS ETF]]></category>
		<category><![CDATA[Welt-ETF als Altersvorsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute möchte ich dir einmal meine Einschätzung zu der Frage erläutern, ob ich einen einfachen Welt-ETF als Altersvorsorge für sinnvoll oder weniger optimal halte. Wie du als (hoffentlich) aufmerksamer Leser dieser Seite bereits weißt, gliedert sich meine Investmentstrategie, zumindest der Wertpapier-Teil, in einen ETF-Kern und ergänzend dazu in Einzelaktien als Satelliten, die regelmäßige Einkünfte abwerfen...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/">Welt-ETF als Altersvorsorge</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Heute möchte ich dir einmal meine Einschätzung zu der Frage erläutern, ob ich einen einfachen <strong>Welt-ETF als Altersvorsorge für sinnvoll oder weniger optimal halte.</strong></p>



<p>Wie du als (hoffentlich) aufmerksamer Leser dieser Seite bereits weißt, gliedert sich meine Investmentstrategie, zumindest der <strong>Wertpapier-Teil</strong>, in einen <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-etf/">ETF</a>-Kern</strong> und ergänzend dazu in <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/was-sind-aktien/">Einzelaktien</a> als Satelliten</strong>, die regelmäßige Einkünfte abwerfen und <a href="https://www.finanzguerilla.de/in-einzelaktien-statt-etf-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vielleicht hin und wieder den Index schlagen</a>. Hierbei setze ich jedoch nicht nur auf Dividenden-Werte, sondern auch auf Wachstumswerte.</p>



<p>Wieso ich mich für ETFs entschieden habe und deswegen sogar meine <a href="https://www.finanzguerilla.de/sollte-man-riester-rente-lebensversicherung-verkaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kapitalbildende Lebensversicherung und meine Riester-Rente gekündigt</a> habe, kannst du ebenfalls in meinen älteren Beiträgen nachlesen.</p>



<p>Aber um die <a href="https://www.finanzguerilla.de/krise-und-dann-depotabsicherung-fuer-den-ernstfall/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Strategie im Gesamten</a> geht es mir hier heute nicht, sondern eben den Aspekt meines „<strong>Welt-ETF</strong>“ im Kern.&nbsp; </p>



<h2 class="wp-block-heading">Reicht ein Welt-ETF als Altersvorsorge?</h2>



<p>Unter anderem bespare ich in meinem „Kern“ einen ETF auf den weltweiten <strong><a aria-label="FTSE All-World Index (öffnet in neuem Tab)" rel="noreferrer noopener" href="https://www.google.com/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=7&amp;ved=2ahUKEwiEzoTt65XgAhWPhqYKHQcWBzEQFjAGegQIBBAC&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.ftse.com%2FAnalytics%2FFactSheets%2FHome%2FDownloadSingleIssue%2FGAE%3FissueName%3DAWORLDS&amp;usg=AOvVaw2Sjg2L6RrWDxnSX3A_FngS" target="_blank">FTSE All-World Index</a></strong>. Dieser enthält über <strong>3000 Unternehmen</strong> aus nahezu allen geografischen Bereichen dieser Welt. <a href="https://www.finanzguerilla.de/vanguard-etfs-in-deutschland-sparplan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">In diesem Beitrag</a> habe ich dir meinen ETF und seine geografische und branchenmäßige Aufteilung bereits vorgestellt.</p>



<p>Vereinfacht gesagt enthält er <strong>Industrieländer</strong> mit einem Verhältnis von knapp <strong>90 %</strong> und <strong>Schwellenländer</strong> mit einem Anteil von knapp <strong>10 %</strong>. Nordamerika, Europa, Pazifik, Schwellenländer – alles drin.</p>



<p>Dieser Welt-ETF im Kern soll später auch meine Altersvorsorge sein, sprich <strong>Buy-and-hold</strong> in Reinkultur per Sparplan. Stur, stupide, langweilig und dauerhaft ist die Devise. Auf die anderen ETF meiner Altersvorsorge möchte ich hier absichtlich nicht eingehen und mich nur auf den „Welt-ETF“ konzentrieren.</p>



<p><strong>Aber wie sinnvoll ist es überhaupt, die Altersvorsorge in die Hände eines globalen Index wie den FTSE All-World, ACWI oder MSCI World / MSCI <a href="https://www.finanzguerilla.de/warum-und-wie-in-emerging-markets-investieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Emerging Markets</a>-Mix zu legen? Geht man hierbei nicht ein ziemlich hohes Risiko ein, da z.B. keine Anleihen oder Rohstoffe enthalten sind? </strong></p>



<p>Um meine Gedanken zu dieser Frage soll es hier nun gehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">FTSE All-World, MSCI ACWI, MSCI World / MSCI Emerging Markets – im Prinzip Alles das Gleiche</h2>



<p>Egal ob du selbst nun einen 1-ETF-Ansatz verfolgst oder der inzwischen vielfach propagierten und etablierten <strong>70/30</strong> Aufteilung (<strong>MSCI World / EM</strong>) folgst, meine nachfolgenden Gedanken treffen auf beide Szenarien zu. Ich persönlich folge dem All-World Index, weil ich <strong>keine Lust auf Rebalancing</strong> habe, um die 70:30-Relation jedes Jahr aufs Neue herzustellen. Kostet mir zu viel Rendite.</p>



<p>Ich bin mir aber im Klaren darüber, dass wenn die <strong>Emerging Markets</strong> abgehen wie eine Rakete, ich dann nur mit 10 % anteilig dabei bin, anstatt mit 30 % beim 70/30-Mix. Andererseits: Wenn die Schwellenländer weiterhin unterperformen wie die letzten Jahre, dürfte mein All-World durch den geringer gewichteten Anteil Emerging Markets sogar theoretisch besser abschneiden als der 70:30-Mix, jedoch logischerweise schlechter als der Standard <strong>MSCI World</strong>.</p>



<p>Welches Szenario letztendlich eintrifft steht &#8211; wie immer an der Börse &#8211; in den Sternen, weshalb ich mir diesen Stress gar nicht geben möchte. <strong>MSCI ACWI</strong> (<a href="https://www.finanzguerilla.de/dividenden-etfs-lohnt-sich-ein-investment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">All Country World Index</a>) oder der <strong>FTSE All-World</strong> muss also her.</p>



<p>Welchen ETF man dann persönlich bespart, ist Geschmacksache
und richtet sich nach Fragen wie </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Kosten (TER), </li>



<li><strong>Fondsgröße</strong> (somit die Wahrscheinlichkeit einer vorzeitigen Schließung, weil zu unwirtschaftlich), </li>



<li>Tracking-Error und ob er </li>



<li><strong>thesaurierend oder ausschüttend</strong> (Unterschied siehe <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>) </li>
</ul>



<p>sein soll. Wenn man sämtliche
ETFs auf dem Markt aktuell vergleicht, sind die Unterschiede in der Performance
marginal. Eine richtig „schlechte“ Wahl ist momentan zumindest nicht unbedingt
zu befürchten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welt-ETFs auf einen Blick</h2>



<p>Wenn auch du mit dem Gedanken nur eines Welt-ETF spielst, dann gebe ich dir nachfolgend eine kleine Übersicht über mögliche ETFs, die auf dem deutschen Markt aktuell handelbar sind (Stand: <strong>29.01.2019</strong>):</p>



<figure class="wp-block-table aligncenter"><table><tbody><tr><td><strong>Name</strong>   </td><td><strong>Lyxor MSCI All Country World UCITS ETF Acc   (EUR)</strong>   </td><td><strong>iShares MSCI ACWI UCITS ETF (Acc)</strong>   </td><td><strong>SPDR MSCI ACWI UCITS ETF</strong>   </td><td><strong>Vanguard FTSE All-World UCITS ETF</strong>   </td><td><strong>Xtrackers MSCI AC World Index UCITS ETF 1C</strong>   </td></tr><tr><td><strong>ISIN</strong>   </td><td><strong>LU1829220216</strong>   &nbsp;   </td><td><strong>IE00B6R52259</strong>   </td><td><strong>IE00B44Z5B48</strong>   </td><td><strong>IE00B3RBWM25</strong>   </td><td><strong>IE00BGHQ0G80</strong>   </td></tr><tr><td><strong>WKN</strong>   </td><td><strong>LYX00C</strong>   </td><td><strong>A1JMDF</strong>   </td><td><strong>A1JJTC</strong>   </td><td><strong>A1JX52</strong>   </td><td><strong>A1W8SB</strong>   </td></tr><tr><td><strong>Fondswährung</strong>   </td><td>EUR   </td><td>USD   </td><td>USD   </td><td>USD   </td><td>EUR   </td></tr><tr><td><strong>Ausschüttung</strong>   </td><td>Thesaurierend   </td><td>Thesaurierend   </td><td>Thesaurierend   </td><td>Ausschüttend   </td><td>Thesaurierend   </td></tr><tr><td><strong>Replikation</strong>   </td><td>Synthetisch   (unfunded Swap)   </td><td>Physisch   (optimiertes Sampling)   </td><td>Physisch   (optimiertes Sampling)   </td><td>Physisch (optimiertes Sampling)   </td><td>Physisch (optimiertes Sampling)   </td></tr><tr><td><strong>Gesamtkosten (TER)</strong>   </td><td><strong>0,45% p.a.</strong>   </td><td><strong>0,60% p.a.</strong>   </td><td><strong>0,40% p.a.</strong>   </td><td><strong>0,25% p.a.</strong>   </td><td><strong>0,40% p.a.</strong>   </td></tr></tbody></table></figure>



<p>Wie oben bereits geschrieben ist es Geschmacksache, ob man nun den <strong>FTSE All-World Index</strong> oder den <strong>ACWI-Index</strong> wählt. Die Zusammensetzung und Performance gleicht sich beinahe vollständig. Auch ob man nun einen <a href="https://www.finanzguerilla.de/thesaurierenden-oder-ausschuettenden-etf-waehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Thesaurierer oder Ausschütter</a> wählt, ist nach der <strong>Investmentsteuerreform 2018</strong> nicht mehr kriegsentscheidend. </p>



<p>Die Gebühren sind in meinen Augen
bei einer jahrzehntelangen Anlagedauer auch zu vernachlässigen.
TER-Unterschiede werden auf die Dauer vermutlich mit entsprechender Über- oder
Unterperformance im Vergleich zu den Mitbewerbern auf lange Sicht wieder
ausgeglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wieviel Risiko steckt in so einem Welt-ETF?</h2>



<p>Aber wenn die eigene Altersvorsorge davon abhängt: Wie sicher ist denn so ein Fonds? Nunja, der weltweite MSCI-World-Index erzielte laut MSCI-World Rendite-Dreieck die vergangenen 30 Jahre eine Rendite von <strong>6 Prozent pro Jahr</strong> (<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Quelle (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.dasinvestment.com/loys-beim-investmentsparen-ist-jeder-tag-der-richtige-um-zu-beginnen/" target="_blank">Quelle</a>). </p>



<p>Klar, das sind mal wieder nur Rückwärtsbetrachtungen, jedoch denke ich, dass es so lange es weltweit Unternehmen gibt, die produzieren, es auch weiterhin daraus Rendite geben wird. Zumindest solange die Menschheit weiter wächst und dadurch auch die menschlichen Bedürfnisse (siehe Maslow).</p>



<p>Klar wird sich der Index in den kommenden 30 Jahren vermutlich drastisch (!) in seiner Zusammensetzung verändern. Einige Unternehmen fliegen raus, gehen Pleite oder räumen ihren Platz für junge Highflyer, die mit ihrer Marktkapitalisierung den Index im Ganzen anheben. <a rel="noreferrer noopener" aria-label="In den letzten 5 Jahren eindrucksvoll so geschehen durch die FANG-Aktien aus den USA (öffnet in neuem Tab)" href="https://boerse.ard.de/anlagestrategie/branchen/sind-fang-aktien-noch-einen-blick-wert100.html" target="_blank">In den letzten 5 Jahren eindrucksvoll so geschehen durch die FANG-Aktien aus den USA</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schwellenländer entscheiden über
zukünftige Rendite</h2>



<p>Ich persönlich gehe davon aus, dass sich z.B. China und Indien auch in Zukunft sehr gut entwickeln werden, vielleicht sogar <strong>dynamischer</strong> und <strong>nachhaltiger</strong> als die Industrieländer mit ihrer &#8222;old-Economy&#8220;. Alleine die Bevölkerungszahl dieser Länder birgt enorme wirtschaftliche Chancen. Daher gehe ich durchaus davon aus, dass die Schwellenländer zukünftig den Ausschlag in Sachen Rendite geben werden.</p>



<p>Im <strong>ACWI / FTSE All-World</strong> sind eben diese Länder enthalten. Dadurch könnten die beiden Welt-Indizes den MSCI-World (nur Industrieländer) auf Dauer sogar schlagen. Dadurch könnten die Welt-Indizes langfristig vielleicht im Bereich von <strong>6,5-8 Prozent p.a.</strong> Rendite mitspielen. Natürlich würden in so einem Falle die <strong>70/30-Mixer</strong> noch bessere Rendite einfahren…</p>



<h2 class="wp-block-heading">China als neue Nummer 1?</h2>



<p>Wenn irgendwann nicht mehr die USA die Indices nach Marktkapitalisierung dominieren (aktuell über 50 Prozent), sondern z.B. <strong>China</strong>, kann sich auch die <strong>Performance des Welt-Index</strong> gravierend nach oben oder unten ändern. Das finde ich persönlich das Spannende an der Sache: Man ist an der gesamten Welt und auch ihrer politisch-wirtschaftlichen Aufteilung beteiligt, inklusive ihrer Änderungen. </p>



<p>Dadurch schätze ich die Situation so ein, dass Fonds/ETFs auf diese Indices tatsächlich die Chance haben, <strong>dauerhaft am Markt verfügbar zu bleiben</strong>. Im Endeffekt kann es dem Anleger sogar egal sein, wer wirtschaftlich die Hosen in der Welt an hat, beteiligt ist man in jedem Fall.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was passiert bei Krisen und Unternehmenspleiten?</h2>



<p>ETFs auf den ACWI oder FTSE All-World halte ich aufgrund ihrer <strong>extremen Diversifikation</strong> für ziemlich „sicher“, im Sinne eines eventuellen Totalverlustes des eingesetzten Kapitals. Es muss schon viel geschehen, damit die größten 2000-3000 weltweiten Unternehmen alle pleitegehen oder durch <strong>Disruption</strong> ausgelöscht werden. Einzelne ja, alle nein.</p>



<p>Wenn dies doch mal passieren sollte, kann uns unser Wertpapierdepot und unsere Altersvorsorge ohnehin am Hintern vorbeigehen.</p>



<p>Hier zählt dann das nackte
Überleben und die physische Sicherung der eigenen Existenz. Selbst im sehr
unwahrscheinlichen Fall eines Atomkrieges zwischen zwei Staaten dürften noch
Unternehmen übrigbleiben, die dann eben den Index repräsentieren. Mehr
Sicherheit geht so gesehen eigentlich fast nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein Index stirbt nicht</strong> </h2>



<p>Gedankenspiel:</p>



<p>Hätte jedes Land auf der Welt nur noch ein einziges Unternehmen (insgesamt also 194 Aktien), dann wären immer noch genügend Unternehmen in dem <strong>Welt-Index</strong>, sodass von einer recht großen Streuung gesprochen werden kann.</p>



<p>Ich schätze somit die Zukunftsaussichten dieser <strong>Welt-ETFs</strong> als sehr gut ein. Jedoch schwanken diese Indices auch mit dem globalen Aktienmarkt, darüber sollten sich interessierte Anleger unbedingt bewusst sein. </p>



<p>Dadurch ist auch trotz der guten langfristigen Aussichten etwas Taktik geboten, wenn es Richtung <strong>Renteneintritt</strong> geht oder wenn man anfangen möchte, <strong>von seinem Depot zu zehren</strong>. Nichts ärgerlicher als wenn kurz vor der Rente noch eine Wirtschaftskrise das mühsam aufgebaute Depot zerschießt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Umschichtungen im Alter nötig</h2>



<p>Wenn also die Rente absehbar ist, sind in meinen Augen Umschichtungen in risikoärmere Produkte absolut notwendig. Hier kann es dann Sinn machen, z.B. Teilverkäufe vorzunehmen und diese in risiko- und schwankungsärmere Anlageprodukte (z.B. Anleihen) einmalig umzuschichten, die ihre 2-4 Prozent p.a. verlässlich und halbwegs schwankungsarm schaffen. Und das dauerhaft. Neue Devise: <strong>Kapitalerhalt vor Kapitalaufbau</strong>.</p>



<p>Wer nicht umschichten möchte, kann einen anderen, riskanteren, Ansatz wählen: Nämlich die sogenannte <strong>4%-Regel</strong>. Hier wird unterstellt, dass man jedes Jahr <strong>4%</strong> aus seinem ETF entnehmen kann (durch Verkäufe) und das verbleibende Kapital trotzdem weiter wächst oder zumindest nicht schrumpft. Beispiel: Wenn du 6% p.a. machst, jedoch nur 4% entnimmst, wächst dein Vermögen dennoch um 2%. Zumindest rechnerisch. So gesehen hätte man dann eine sogenannte &#8222;<strong>ewige Rente</strong>&#8222;, die sich selbst speist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit:</h2>



<p>Ein Welt-ETF kann meiner Meinung nach also sehr gut zum Aufbau einer Altersvorsorge genutzt werden. Ich habe da momentan absolut keine Bauchschmerzen dies so für mich umzusetzen. So ein ETF hat einfach sehr viele Vorteile, die man sich als langfristiger Anleger wünscht:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>extrem breit gestreut</li>



<li>gute Fondsgrößen</li>



<li>relativ schwankungsarm aufgrund der hohen Diversifikation</li>



<li>Chancen durch den Schwellenländeranteil</li>



<li>Geringe laufende Kosten</li>



<li>Kein Rebalancing nötig im Gegensatz zu Lösungen aus mehreren ETFs (z.B. nach <a aria-label="Gerd Kommer (öffnet in neuem Tab)" href="https://amzn.to/2BcZJ6b" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gerd Kommer</a>*)</li>



<li>„Unsterblicher Index“, trotz aller kommenden Widrigkeiten, Krisen und Disruptionen</li>



<li>Als <strong>Thesaurierer</strong> quasi eine „<em>Fire and Forget-Lösung</em>“, die keinerlei Tätigkeit des Anlegers verlangt</li>
</ul>



<p>Einziger Wermutstropfen ist, dass im Alter umgeschichtet werden muss, da die Schwankungen dann doch zu groß sind, wenn es in die Auszahlungsphase geht.</p>



<p>Zudem würde ich keinem Mitte 50 empfehlen, <strong>ausschließlich</strong> mit einem solchen ETF fürs Alter vorzusorgen. Da gibt es durchaus sinnvollere Möglichkeiten, zum Beispiel auch mit Versicherungsmantel in Kombination mit einem <strong>garantierten Rentenfaktor</strong>.</p>



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<p>Wie ist deine Meinung zum Thema Altersvorsorge mit ETFs? Wie hast du die Altersvorsorge für dich gelöst?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/">Welt-ETF als Altersvorsorge</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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		<title>Das Dilemma der deutschen Sparer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Finanzguerilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jul 2016 18:15:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wieder einmal wird in einem Beitrag auf Welt-Online deutlich, wie ungeschickt sich die Deutschen in der Geldanlage anstellen. Zwar gehören die Deutschen mit zu den vermögendsten Völkern &#8211; ganze 1,9 Billionen Euro lagern hierzulande auf Tagesgeldkonten &#8211; und dennoch verstehen sie es nicht, diese enormen Finanzmittel für sich arbeiten zulassen. Geldanlage im Notstand: Sparpläne können...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Wieder einmal wird in einem Beitrag auf <a href="http://www.welt.de/finanzen/article156109256/Ahnungslosigkeit-kostet-die-deutschen-Sparer-Milliarden.html" target="_blank" rel="noopener">Welt-Online</a> deutlich, wie ungeschickt sich die Deutschen in der Geldanlage anstellen. Zwar gehören die Deutschen mit zu den vermögendsten Völkern &#8211; <strong>ganze 1,9 Billionen Euro</strong> lagern hierzulande auf <strong>Tagesgeldkonten</strong> &#8211; und dennoch verstehen sie es nicht, diese enormen Finanzmittel für sich arbeiten zulassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Geldanlage im Notstand: Sparpläne können helfen</h2>



<p>Es muss ja nicht gleich das Ziel der <strong>finanziellen Unabhängigkeit</strong> durch ein <a href="https://www.finanzguerilla.de/passives-einkommen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">passives Einkommen</a> sein, aber dennoch ließe sich ihre finanzielle Situation recht einfach verbessern. Trotzdem <a href="https://www.finanzguerilla.de/jammern-ueber-die-gesetzliche-rente/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">jammern</a> sie lieber über Nullzinsen und die ach so gierigen Politiker und Banken, anstatt sich selbst eigenverantwortlich um ihre finanzielle Realität zu kümmern.</p>



<p>Dabei ist es beileibe kein Hexenwerk, sich um das Thema Finanzen zu kümmern. Ein oder zwei regelmäßig mit 10 Prozent des monatlichen Einkommens besparte <strong><a href="https://www.finanzguerilla.de/welt-etf-als-altersvorsorge/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ETF-Sparpläne</a></strong> und schon können sie auf lange Sicht über die Niedrigzinsen nur lachen. Selbst die Rente würde dann kein allzu großes Problem mehr darstellen wenn man sich rechtzeitig darum kümmert.</p>



<p>Aber im Land der Häuselsbauer und klassischen kapitalbildenden (oder eher kapitalvernichtenden?) <a href="https://www.finanzguerilla.de/sollte-man-riester-rente-lebensversicherung-verkaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lebensversicherungen</a> ist dies wohl noch ein weiter Weg bis es soweit ist&#8230;leider!</p>



<p>Zu dem Bericht auf Welt.de geht es <a href="http://www.welt.de/finanzen/article156109256/Ahnungslosigkeit-kostet-die-deutschen-Sparer-Milliarden.html" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Erste Hilfe Maßnahmen bei der Geldanlage</h2>



<p>Wenn auch du nicht länger dein Vermögen mit unsinnigen und wenig lukrativen Finanzprodukten verringern oder unnötig binden willst, können dir folgende Maßnahmen eventuell helfen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Haushaltsbuch führen mit allen <strong>Einnahmen</strong> und <strong>Ausgaben</strong></li>



<li>Dadurch <strong>Sparpotentiale</strong> ausfindig machen</li>



<li><strong>Fondssparplan</strong> (oder ETF) einrichten und monatlich besparen. Es empfiehlt sich eine breite, besser weltweite Streuung</li>



<li>Einen kompetenten und unabhängigen Finanzberater konsultieren für speziellere Fragen wie <strong>Steueroptimierung</strong>, <strong>Vermögensschutz, Pfändungsschutz</strong> und <strong>staatliche Förderungen </strong></li>



<li>unnötigen Konsum stoppen</li>



<li>ggf. schlechte Produkte kündigen und dadurch frei werdende Barmittel intelligent investieren</li>



<li>Tagesgeldkonto mit <strong>2-4 Netto-Monatsgehälter</strong> als <a href="https://www.finanzguerilla.de/finanzieller-schutz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">finanzieller Schutz</a></li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Besser als der Durchschnitt</h2>



<p>Wenn du alleine diese Maßnahmen bei dir umsetzt, dürftest du bereits besser abschneiden als der Großteil der Deutschen. Wenn du insbesondere Produkte wie die <strong>klassische Lebensversicherung</strong> oder <strong>Bausparverträge</strong> einer kritischen Prüfung unterziehst (oder vom Fachmann unterziehen lässt), werden sich dir so manche Augen öffnen. Versprochen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.finanzguerilla.de/das-dilemma-der-deutschen-sparer/">Das Dilemma der deutschen Sparer</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.finanzguerilla.de">FinanzGuerilla.de</a>.</p>
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