Innere Ruhe finden

Achtsamkeit praktizieren – Wichtig oder überflüssig?

Wie die Forschung immer mehr feststellt, ist es ein nicht unwesentlicher Erfolgsgarant, wenn ein Mensch dazu in der Lage ist,  sich auf sich selbst zu fokussieren und in Stille und Harmonie nur mit sich selbst (gute) Zeit zu verbringen. Hin und wieder wird hinter dem Konzept auch vom Konzept der Achtsamkeit gesprochen.

Achtsamkeit trägt zur inneren Ruhe bei, macht dich ausgeglichener und glücklicher. Zusätzlich steigert es noch deinen persönlichen Erfolg in allen Bereichen deines Lebens. Mittlerweile sogar mehrfach wissenschaftlich belegt.

Innere Ruhe als Erfolgsgarant?

In der Tat haben Forschungen herausgefunden, dass immer weniger Menschen in der Lage dazu sind, Qualitätszeit mit sich selbst zu verbringen. Qualitätszeit deshalb, weil natürlich Jeder in der Lage ist, alleine etwas zu tun (Einkaufen, putzen, Auto fahren etc.). Es kommt aber auf wertvolle Tätigkeiten an, die dich im Idealfall auch im Leben deinen Zielen näher bringen.

Es geht hier also um Tätigkeiten wie ein Buch zu lesen, Musik zu hören, Joggen oder einfach nur in der Natur einen Spaziergang zu machen. Jetzt sagst du vielleicht:

„Come on! Das kann doch wirklich jeder.“

Ist das wirklich so?! Wie lange schaffst du es, die Augen von deinem Smartphone zu nehmen? Wie hoch ist deine Bildschirmzeit am Ende eines Tages? Sei bitte ehrlich zu dir selbst.

Immerhin stellen die Wissenschaftler bei echter Qualitätszeit („Quality me-time„) die Anforderung, dass ihr die ganze Welt vorübergehend aus eurem Kosmos aussperrt. Hier wird die Sache nämlich dann erst interessant. Hast du denn diese o.g. Aktivitäten in letzter Zeit tatsächlich so unternommen, dass du wirklich vorübergehend für Niemanden erreichbar warst (nein, auch nicht für den Notfall)? Für 2-3 Stunden sogar?

Ich sage nur: Smartphone, Whatsapp und Facebook. In der Forschung zählen zu echter Qualitätszeit wirklich nur Tätigkeiten ohne „soziales Hintergrundrauschen“. Sei es realer oder virtueller Natur. Leider ist dies heutzutage für viele Menschen tatsächlich nur noch schwer umsetzbar. Zu groß also die Gefahr, sich selbst durch ständiges Erreichbar-Sein stets aufs Neue psychologisch zu schaden.

Nur für Introvertierte?

Die Psychologie spricht bei Menschen, die bevorzug Zeit alleine verbringen gerne von Introvertiertheit. Menschen, die eher die Gesellschaft anderer suchen, gelten als extrovertiert. Oftmals wurde unterstellt, dass nur Introvertierte das Alleinsein richtig genießen können oder darauf überhaupt Wert legen.

Diese Denkweise hat sich zwischenzeitlich geändert. Auch extrovertierte Menschen profitieren von Qualitätszeit, die sie alleine mit sich selbst verbringen. Daraus schlussfolgern die Forscher, dass soziale Aktivitäten generell einen geringeren Entspannungswert haben. Zusammensitzen an einem Tisch mit mehreren Menschen kann für den Einen oder Anderen tatsächlich stressig sein. Entspannung gleich Null.

Bei ihren Untersuchungen haben die Forscher insgesamt 18.000 Menschen nach ihren bevorzugten Entspannungstätigkeiten befragt. Überaschend hierbei war, dass die meisten eher Tätigkeiten angeführt haben, die alleine ausgeübt werden. Auch extrovertierte Menschen gaben dies so an.

Unternehmungen wie „etwas mit Freunden trinken gehen“, „Familie besuchen“, „Party machen“ kamen erst ziemlich am Ende der Liste. Hingegen standen ganz oben in der Liste Tätigkeiten wie eben „Lesen„, „draußen sein“ oder „nichts bestimmtes“, neudeutsch: Chillen.

Zu sich selbst finden

Die Forscher gehen also davon aus, dass gerade in der heutigen hektischen Zeit dem Individuum zu wenig Beachtung geschenkt wird. Innere Ruhe also als Mangelware. Der ganze Tag ist durchgetaktet, die Termine für die nächsten Tage und Wochen stehen schon lange. Bleibt dann Freizeit, wird diese oft sinnlos verschwendet. Der nächste Netflix-Serienmarathon ruft. Dass dies auf Dauer wohl nicht gesund sein kann, sollte klar sein.

Die Selbsthilfeindustrie und Ratgeberbranche hat längst reagiert. Es gibt viele nützliche und unnütze Bücher über das Thema innere Ruhe. und Achtsamkeit Da das Internet und soziale Vernetzung erst in den 90er Jahren richtig aufkamen, ist davon auszugehen, dass dieses Problem in Zukunft noch enorm wächst.

Richtig erfolgreiche Menschen schaffen es, stets die innere Ruhe zu bewahren. Schaffen sie das nachhaltig und dauerhaft, sollten stressbasierte Zivilisationskrankheiten für diese Menschen kein Thema sein.

Aber auch bei Normalsterblichen sollte sich langsam aber sicher die Erkenntnis durchsetzen, dass ständige Erreichbarkeit per Mobiltelefon alles andere als gesund ist. Auch kann es somit nicht schaden, das soziale Rauschen in manchen Phasen des Tages auszuschalten und sich auf sich selbst zu konzentrieren. Und nicht erst zur Schlafenszeit.

Esoterischer Quatsch?

Nicht umsonst schwören fast alle erfolgreiche Menschen auf die Meditation. Ich persönlich muss gestehen, ebenfalls ein Buch zu diesem Thema gelesen zu haben. Dazu muss ich sagen, dass ich die Esoterik meide, wie der Teufel das Weihwasser. Meditation hat für mich jedoch mit Esoterik nichts zu tun. Noch nicht einmal mit Religion. Es geht wirklich nur um die Suche nach der inneren Ruhe in sich selbst.

Das von mir gelesene Buch beschäftigt sich eben mit genau diesem Thema „innere Ruhe“, sowie dem Thema: „Im Hier und Jetzt leben“. Problematisch ist nämlich auch, wenn Menschen in ihrem Kopf entweder stets in der Zukunft leben oder in der Vergangenheit feststecken. Ich habe mich selbst auch oft bei so Gedanken erwischt wie „was ist in 10 Jahren?“, „wie geht es mir wenn ich alt bin?“ oder „dies und das in meiner Vergangenheit war schlimm“. Letztendlich sind das aber überflüssige Gedanken, die dich selbst nicht weiterbringen und sogar blockieren können.

Natürlich ist auch eine gewisse Weitsicht (vor allem beim Thema finanzielle Freiheit) wichtig. Entscheidend ist aber, dass du mental nur geringe Zeit an dieses Thema verschwendest und nicht regelmäßig darüber grübelst und dich für die Gegenwart blockierst.

Die Message des von mir gelesenen Buches war damals: Lebe im Jetzt, denn nur auf diesen Zeitpunkt des Lebens hast du wirklich Einfluss. Daher habe ich diesem Buch auch einen Platz in meinen wichtigsten Tipps und Empfehlungen eingeräumt.

Hier kannst du dir das Buch bei Interesse mal anschauen:

Sollte dir dieses Buch und dessen Schreibstil zu sperrig und spirituell sein, dann kann ich dir noch ein weiteres nett zu lesendes Buch über Achtsamkeit empfehlen: Es heißt „Die 7 Geheimnisse der Schildkröte. Den Alltag entschleunigen, das Leben entdecken„*. Da mir auch dieses Buch im Urlaub sehr gefallen hat, habe ich hier extra eine Buchrezension über dieses Buch verfasst.

Wie stehst du zum Thema Achtsamkeit bzw. Innere Ruhe? Praktizierst du spezielle Trainings oder Rituale?

2 Kommentare

  1. Ein Tipp (der natürlich nur für musikalische Menschen praktikabel ist): Lerne statt zu meditieren ein Instrument und übe, so oft, wie Du kannst! Ich persönlich habe zwei Leidenschaften: Johann Sebastian Bach auf dem Klavier und Bluesrock auf dem Bass. Ich kann im Üben dermaßen versacken, dass es schon ans Asoziale grenzt! Und das Beste daran: Ich kann mich gar nicht dagegen wehren, immer besser zu werden!

    Generell kann ich nur jedem raten: Vergesst soziale Medien, tauscht das Smartphone gegen ein Dumbphone und stürzt euch mit Leidenschaft auf das, was Spaß macht: Autoschrauben, Aquarellmalen, Bücher lesen oder schreiben, Fotografieren, Kochen, Musik, Haustiere . . .ganz egal, Hauptsache, es ist etwas, worauf ihr so richtig Bock habt. Jeder von uns hat ein Talent, schleift und poliert es wie einen Edelstein.

    Es gibt ein Leben jenseits aller Likes und es ist spannender und schöner, als man glaubt. Wenn es gut läuft, dauert es durchschnittlich 33 000 Tage. Werft es diesem maßlosen Raffzahn Zuckerberg nicht kampflos in den Rachen.

    1. Hallo Dirk!

      Danke für deinen Tipp, den ich voll und ganz nachvollziehen kann. Tatsächlich steckt in Musik ja das Wort „Muse“, welche nicht erst seit der Antike vorwiegend der Entspannung und Förderung der Kreativität dient.

      Bei aller Zustimmung würde ich aber nicht allzu hart mit den sozialen Medien ins Gericht gehen. So scheint es zumindest, dass diese Art der Medien eine gewisse Sehnsucht in uns Menschen befriedigt und dadurch auch nur einen „Markt“ bedient. Ziel wäre eher, dass sich Menschen geistig weiterentwickeln, sodass diese Bedürfnisse (nach Anerkennung, Voyeurismus, Schadenfreude, Neid) nicht mehr so stark in den Mittelpunkt rücken wie derzeit. Soziale Medien verlören dann sprungartig an Attraktivität. Zumindest meine Meinung.

      Ich gebe dir aber absolut Recht, dass die meiste Zeit, die man als Konsument auf diesen Plattformen verbringt, tatsächlich Lebenszeitverschwendung ist. Traurig eigentlich.

      Liebe Grüße

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