Diese 11 Berufe sind gesundheitsgefährdend

Was sind gefährliche Berufsgruppen? – Im Großen und Ganzen waren es für mich keine bahnbrechenden Neuigkeiten, die der Artikel „Diese 11 Berufe gefährden eure psychische Gesundheit“ auf businessinsider.de kürzlich veröffentlichte. Demnach sind es natürlich die Manager und Führungskräfte, die einem besonders hohen Stresspegel ausgesetzt sind.

Was ich aber trotzdem bemerkenswert fand ist, dass sogar im Umweltschutz und im sozialen Bereich engagierte Menschen einem größeren psychischen Gesundheitsrisiko ausgesetzt sind. Sollte man doch meinen, dass diese Gruppe eher an innerer Balance, Zufriedenheit und Glück interessiert sein sollte.

Umweltschutz und soziale Arbeit machen Krank?

Im Artikel ist gar davon die Rede, dass 13,4 Prozent der Mitarbeiter im Umweltschutz als depressiv gelten. Für mich stellt sich dabei aber die Frage, ob es da nicht auch sein könnte, dass vielleicht zahlenmäßig sich eher depressiv veranlagte Menschen mit einem nennen wir es mal „Messias-Komplex“ dem Umweltschutz verpflichtet fühlen und es gar nicht die Tätigkeit an sich ist, die einen krank macht? Das alte Problem von Statistiken und Behauptungen, die auf Statistiken beruhen…

Was ist eure Meinung zu den 11 genannten Berufsgruppen?

Quelle: Artikel „Diese 11 Berufe gefährden eure psychische Gesundheit“ vom 12.07.2016




Die Berufsgruppen nun in der Übersicht

  • Journalisten und Autoren (Platz 11)
  • Broker (Platz 10)
  • Parteien und Vereine (Platz 9)
  • Umweltschutz (Platz 8)
  • Juristen (Platz 7)
  • Personaldienstleister (Platz 6)
  • Produktion und Industrie (Platz 5)
  • Soziale Arbeit (Platz 4)
  • Immobilienmakler (Platz 3)
  • Nah- und Fernverkerh (Platz 2)
  • Manager und Führungskräfte (Platz 1)

Wie du sehen kannst, sind mehr Berufe als gedacht laut dieser Studie gefährlich für deine psychische Gesundheit. Aber wenn man die Berufsgruppen so überfliegt, deckt sich manches vielleicht doch auch mit den eigenen bisher gesammelten Lebenserfahrungen. Aber was kann man nun tun als Betroffener?



Wenn der Job krank macht

Nun, heute zählt ja Burnout fast schon zu den Standard-Diagnosen im Bereich der Jobgesundheit. So wie bei Kindern heutzutage gerne ADHS diagnostiziert wird, sind es bei Erwachsenen und Arbeitnehmern gerne Burnout* und/oder Depressionen*. Aber was kann man als Betroffener denn tun, wenn sich Schwermut und Selbstzweifel im Leben breit machen?

In milden Fällen können vielleicht schon kleinere Maßnahmen ohne professionelle psychotherapeutische Betreuung helfen.

Mögliche Beispiele für hilfreiche Maßnahmen sind:

  • regelmäßiges Meditieren (Quelle)
  • Monotasking statt Multitasking; Stichwort Fokussiertheit und Achtsamkeit üben
  • regelmäßiger Sport und ausreichend Bewegung (Quelle)
  • soziale Kontakte mit den richtigen Menschen
  • die innere Leidenschaft finden und ihr folgen (oft sehr schwer!)
  • Social Media meiden bzw. das Smartphone öfters mal ausgeschaltet lassen
  • Nicht in die gerade bei der Generation Y so beliebte  FOMO-Falle tappen (Anm. FOMO = Fear of missing out = Angst im Leben etwas zu verpassen); interessanter Artikel darüber siehe hier
  • Richtige und gesunde Ernährung (Quelle)
  • Dankbar sein und Dankbarkeit bewusst praktizieren (Quelle)

Dies sind nur einige exemplarische Maßnahmen, die ich recherchiert habe und die anscheinend vielen Betroffenen tatsächlich geholfen haben sollen. Aber gerade bei psychischen Leiden und um chronischen Depressionen vorzubeugen, empfiehlt sich im Zweifel dennoch die Konsultation eines hierauf spezialisierten Fachmanns für psychische Gesundheit.

Im Zweifel kann dir dein Hausarzt entsprechende Kontakte vermitteln. Aber Achtung: Um wieder den Bogen zum Finanzthema zu spannen: Sollte eine psychische Krankheit bei dir diagnostiziert werden, kannst du unter Umständen Probleme bekommen, wenn du beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchtest. Bei den meisten Versicherern sind psychische Krankheitsbilder absolute Ausschlusskriterien.

Ein Grund mehr, vielleicht erstmal andere Möglichkeiten zur Genesung auszuprobieren…



Den Job kündigen?

Eine weitere zugegebenermaßen sehr krasse Maßnahme könnte natürlich auch sein, eine vollständige berufliche Neuorientierung bzw. einen Berufswechsel anzustreben. Also deinen Job zu kündigen. Vielleicht macht dich auch deine Tätigkeit im Hamsterrad krank, welche du immer mehr in Frage stellst? Gerade wenn du in einem der oben genannten Branchen tätig bist und viel Stress ausgesetzt bist, kann sich eine berufliche Neuorientierung vielleicht positiv auf den gesamten Gemütszustand auswirken.

Aber wenn du deinen Job tatsächlich kündigen möchtest, dann bitte wohl überlegt und aus den richtigen Gründen. In diesem Artikel habe ich erläutert, was eventuell gute Gründe für einen Wechsel sein könnten und welche eher gefährlich und nicht zu empfehlen sind.

Fazit

Psychische Erkrankungen in unserer westlichen Gesellschaft dürften weiter zunehmen. Ständiger Leistungdruck, Selbstoptimierungswahn und Social-Media-Abhängigkeit, befeuern diese Problematik zudem. Depressionen und Burnout düften daher weiter zunehmen. Die langfristigen Folgen für die Gesellschaft sind schwer abzuschätzen.

Vielleicht ist es ja tatsächlich eine Gute Idee, wenn wir uns mehr unserer eigenen mentalen Gesundheit widmen und mehr auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren. Zur Not dann einfach die erwähnten Berufsgruppen meiden 😉

Wie ist deine Meinung zum Thema psychische Gesundheit im Beruf?

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