Geldanlagen – Worauf stehen die Deutschen?

Immer diese Geldanlagen: Es spielt keine Rolle, ob das Girokonto prall gefüllt ist oder das Gehalt gerade so die monatlichen Kosten deckt: Sparen und Investieren ist bereits mit kleinen Beträgen möglich und sinnvoll.

Da es viele Alternativen gibt, sein Geld zu investieren, ist es für den Normalverbraucher oft schwer, das geeignete Investment zu finden. Bevor man jedoch Geld investiert und damit möglicherweise langfristig bindet, sollte gut überlegt werden, welcher Anlagetyp man ist, welche zukünftigen Geldausgaben bevorstehen und welche Reserven notwendig sind. Mit diesem Grundgerüst lässt sich ein Investmentplan ausarbeiten, der nicht nur auf eine Geldanlage setzt, sondern zusätzlich die verschiedenen Lebensumstände berücksichtigt, das Risiko streut und die Liquidität sichert.

Welche sind die beliebtesten Geldanlagen in Deutschland?

Deutsche sind und waren schon immer ein Volk mit hohem Sicherheitsbedürfnis. Dies spiegelt sich auch in Ihrer Anlagestrategie wider: Die beliebteste Form des Investments eines Deutschen ist sein Sparbuch und danach kommen diese hier. Hier gibt es zwar relativ geringe Renditen, jedoch ist auch das Risiko gering und selbst für Laien sind die Zinsen auf dem Sparbuch kalkulierbar. Fast ebenso beliebt ist das Girokonto, obwohl heutzutage die Zinsen für Guthaben gegen Null tendieren.

Etwas weniger häufig genutzt sind Immobilien und Bausparverträge als Geldanlage. Da hier bereits eine höhere Summe an Eigenkapital vorhanden sein muss, ist diese Art des Investments nicht für alle Personen zugänglich. Immobilien werden vorwiegend für die eigene Nutzung erworben, als Kapitalanlage zur Vermietung werden sie seltener erworben.

Rendite und Risiko bei Geldanlagen

Jede Investmentchance birgt ein bestimmtes Risiko. Dabei kann nicht nur der Zins oder die Dividende ausfallen, bei risikoreichen Geldanlagen ist auch ein Komplettausfall möglich. Jedoch sind gerade die Anlageformen oft die rentabelsten, die gleichzeitig das höchste Risiko aufweisen. Für einen hochspekulativen Einsatz wird man quasi durch die höhere Rendite entschädigt. Bei einer guten Streuung sollten im eigenen Portfolio nicht ausschließlich hochriskante Investments liegen, sondern auch Geldanlagen mittleren und geringen Risikos.



Risikoarme Geldanlagen

Wer risikoscheu ist und sichere Investments bevorzugt, sollte sich an folgender Auflistung gut kalkulierbarer und relativ sicherer Geldanlagen orientieren:

  • Sparbuch und Tagesgeldkonto
  • Festgeldkonto und Sparbriefe
  • Wachstumssparen oder Zuwachssparen
  • Bausparvertrag
  • Ratensparplan
  • Rentenversicherung und Kapitallebensversicherung
  • Anleihen (Staatsanleihen, Bundeswertpapiere, Pfandbriefe, etc)
  • Sachwerte (beispielsweise eigengenutzte Immobilien, Gold, Schmuck, Oldtimer)

Riskante Geldanlagen

Für renditeorientierte Anleger eignen sich nachfolgende Anlagemöglichkeiten zur Aufnahme in das Portfolio. Um das Risiko auch hier etwas zu verringern ist es sinnvoll, sich Fachkenntnisse anzueignen und zunächst Erfahrungen mit kleineren Beträgen zu sammeln:

Die Verfügbarkeit von Geldanlagen (Liquidität)

Nicht nur das Risiko erhöht die Rendite, auch die Dauer des Investments, wie beim Festgeldkonto. Je nach Lebenssituation sollte man sein Kapital nicht zu lange binden. Ein künftig geplanter Hauskauf oder der Ruhestand muss in die Finanzplanung einkalkuliert werden. Auch sollte immer ein Teil des Vermögens in kurzfristige Geldanlagen investiert sein, um unvorhergesehene Ausgaben decken zu können.

Hierfür eignen sich beispielsweise Tagesgeldkonten. Wird ein Teil des Geldes erst in mehreren Jahren benötigt, können langfristige Geldanlagen in die Finanzplanung integriert werden. Geeignet sind dafür, je nach Fachkenntnissen und Vorlieben, beispielsweise Fonds, Beteiligungen oder Immobilien als Kapitalanlage. Aktien weisen zwar eine hohe Volatilität auf, diese Schwankungen relativieren sich aber bei einem langen Anlagehorizont, wodurch auch sie ein geeignetes langfristiges Investment darstellen.



Fazit

Die perfekte Geldanlage gibt es nicht. Jeder Anleger muss für sich selbst eine gute Kombination verschiedener Investmentmöglichkeiten finden. Sie müssen zur persönlichen (Risiko-) Einstellung passen, eventuelle fachliche Kenntnisse nutzen sowie die aktuelle und künftig geplante Lebenssituation einschließen. Mit der Lektüre von Fachzeitschriften oder -büchern sowie einem kompetenten Anlageberater kann mehr aus den Ersparnissen werden, als sie nur auf dem Girokonto liegen zu lassen.

Ein Kommentar

  1. Hi
    Ich hätte beim Thema „riskante“ Geldanlagen noch differenziert.
    ETFs, Fonds als eher moderat dann Aktien und Co und als Hochrisiko P2P , Derivate und ganz am Schluss Kryptos.
    Alles in einen Topf werfen schreckt meiner Meinung nach ab bzw. verharmlost dann aber auch das Risiko
    viele grüße
    tbee der selbst mit P2P zockt http://p2p-game.com und >95% versucht vernünftig anzulegen 😉

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